Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Vertiefung der technischen Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektro-optische Eigenschaften
- 2.2.1 Eingangseigenschaften (LED-Seite)
- 2.2.2 Ausgangseigenschaften (Phototransistor-Seite)
- 2.2.3 Übertragungseigenschaften
- 3. Analyse der Kennlinien
- 4. Mechanische & Gehäuseinformationen
- 4.1 Gehäuseabmessungen
- 4.2 Pinbelegung und Schaltplan
- 4.3 Bauteilkennzeichnung
- 5. Löt- & Bestückungsrichtlinien
- 5.1 Reflow-Lötprofil
- 6. Verpackung & Bestellinformationen
- 7. Anwendungsvorschläge
- 7.1 Typische Anwendungsschaltungen
- 7.2 Designüberlegungen & Best Practices
- 8. Technischer Vergleich & Hauptvorteile
- 9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
- 10. Praktische Design-Fallstudie
- 11. Funktionsprinzip
- 12. Branchentrends & Kontext
1. Produktübersicht
Die EL847-Serie stellt eine Familie von vierkanaligen Phototransistor-Photokopplern dar, die in einem standardmäßigen 16-Pin-Dual-Inline-Gehäuse (DIP) untergebracht sind. Jeder Kanal integriert eine infrarotemittierende Diode, die optisch mit einem Phototransistor-Detektor gekoppelt ist und eine robuste elektrische Isolation zwischen Eingangs- und Ausgangsschaltkreisen bietet. Dieses Bauteil ist für eine zuverlässige Signalübertragung in Umgebungen konzipiert, in denen Potenzialdifferenzen und Störfestigkeit kritische Anliegen sind.
Die Kernfunktion besteht darin, elektrische Signale mittels Licht zu übertragen und so eine galvanische Trennung zu erreichen. Dies verhindert Erdungsschleifen, unterdrückt Störungen und schützt empfindliche Schaltkreise vor Hochspannungstransienten. Die Serie ist sowohl in der Standard-Durchsteckbauform (DIP) als auch in Oberflächenmontage-Bauform (SMD) erhältlich und bietet Flexibilität für verschiedene Leiterplattenbestückungsprozesse.
2. Vertiefung der technischen Parameter
2.1 Absolute Maximalwerte
Diese Werte definieren die Grenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Ein Betrieb unter diesen Bedingungen ist nicht garantiert.
- Eingangs-Durchlassstrom (IF): 60 mA (Dauerbetrieb). Dies ist der maximale Gleichstrom, der an die Eingangs-LED angelegt werden kann.
- Spitzen-Durchlassstrom (IFP): 1 A für 1 μs Impuls. Ermöglicht kurze, hochstromige Impulse zum Ansteuern oder Testen.
- Sperrspannung (VR): 6 V. Die maximale Sperrspannung, die die Eingangs-LED aushalten kann.
- Kollektor-Emitter-Spannung (VCEO): 80 V. Die maximale Spannung, die der Ausgangs-Phototransistor im gesperrten Zustand blockieren kann.
- Kollektorstrom (IC): 50 mA. Der maximale Dauerstrom, den der Ausgangstransistor führen kann.
- Isolationsspannung (VISO): 5000 Vefffür 1 Minute. Ein wichtiger Sicherheitsparameter, der die Durchschlagsfestigkeit zwischen Eingangs- und Ausgangsseite angibt.
- Betriebstemperatur (TOPR): -55°C bis +110°C. Gibt den Umgebungstemperaturbereich für einen zuverlässigen Betrieb an.
- Löttemperatur (TSOL): 260°C für 10 Sekunden. Definiert die Toleranz des Reflow-Lötprofils.
2.2 Elektro-optische Eigenschaften
Diese Parameter definieren die Leistung des Bauteils unter normalen Betriebsbedingungen (TA= 25°C, sofern nicht anders angegeben).
2.2.1 Eingangseigenschaften (LED-Seite)
- Durchlassspannung (VF): Typisch 1,2V, maximal 1,4V bei IF= 20 mA. Wird zur Berechnung des erforderlichen Vorwiderstands verwendet.
- Sperrstrom (IR): Maximal 10 μA bei VR= 4V. Zeigt einen sehr geringen Leckstrom an, wenn die LED in Sperrrichtung betrieben wird.
- Eingangskapazität (Cin): Typisch 30 pF, maximal 250 pF. Beeinflusst die Hochfrequenz-Schaltfähigkeit auf der Eingangsseite.
2.2.2 Ausgangseigenschaften (Phototransistor-Seite)
- Kollektor-Emitter-Dunkelstrom (ICEO): Maximal 100 nA bei VCE= 20V, IF= 0mA. Der Leckstrom, wenn die LED ausgeschaltet ist; ein niedrigerer Wert ist besser für die Störfestigkeit.
- Kollektor-Emitter-Durchbruchspannung (BVCEO): Mindestens 80V bei IC= 0,1mA. Bestätigt die Hochspannungs-Sperrfähigkeit.
- Kollektor-Emitter-Sättigungsspannung (VCE(sat)): Typisch 0,1V, maximal 0,2V bei IF= 20mA, IC= 1mA. Der Spannungsabfall über dem Transistor, wenn er vollständig leitend (gesättigt) ist. Ein niedriger Wert ist wünschenswert, um Leistungsverluste zu minimieren.
2.2.3 Übertragungseigenschaften
- Stromübertragungsverhältnis (CTR): 50% bis 600% bei IF= 5mA, VCE= 5V. Dies ist der kritischste Parameter, definiert als (IC/ IF) * 100%. Er stellt die Effizienz der Umwandlung von Eingangsstrom in Ausgangsstrom dar. Der breite Bereich zeigt an, dass das Bauteil in verschiedenen Verstärkungsstufen erhältlich ist.
- Isolationswiderstand (RIO): Mindestens 5 x 1010Ω bei VIO= 500V DC. Extrem hoher Widerstand zwischen den isolierten Seiten, der minimalen Leckstrom gewährleistet.
- Koppelkapazität (CIO): Typisch 0,6 pF, maximal 1,0 pF. Die parasitäre Kapazität über die Isolationsbarriere, die die Gleichtakt-Transientenfestigkeit und die Hochfrequenz-Störkopplung beeinflusst.
- Grenzfrequenz (fc): Typisch 80 kHz bei VCE= 5V, IC= 2mA, RL= 100Ω. Die -3dB-Bandbreite, die die maximal nutzbare digitale Signalfrequenz angibt.
- Anstiegszeit (tr) & Abfallzeit (tf): Typisch 6 μs bzw. 8 μs (max. jeweils 18 μs) unter spezifizierten Testbedingungen. Diese Schaltgeschwindigkeitsparameter sind entscheidend für die Bestimmung der maximalen Datenraten in digitalen Anwendungen.
3. Analyse der Kennlinien
Das Datenblatt enthält typische Kennlinien (obwohl im bereitgestellten Text nicht detailliert). Diese würden typischerweise die Beziehung zwischen Schlüsselparametern veranschaulichen und geben Entwicklern ein tieferes Verständnis des Bauteilverhaltens über die tabellierten Min./Typ./Max.-Werte hinaus.
- CTR vs. Durchlassstrom (IF): Zeigt, wie sich die Effizienz mit dem Treiberstrom ändert, oft mit einem Peak bei einem spezifischen IF.
- CTR vs. Temperatur: Veranschaulicht den negativen Temperaturkoeffizienten des CTR, der typischerweise mit steigender Temperatur abnimmt. Dies ist entscheidend für das Design stabiler Schaltungen über den gesamten Temperaturbereich.
- Ausgangsstrom (IC) vs. Kollektor-Emitter-Spannung (VCE): Kennlinienschar, die die Ausgangseigenschaften des Phototransistors für verschiedene Eingangsströme zeigt, ähnlich den Ausgangskennlinien eines Bipolartransistors.
- Sättigungsspannung (VCE(sat)) vs. Kollektorstrom (IC): Zeigt, wie der Durchlassspannungsabfall mit dem Laststrom zunimmt.
4. Mechanische & Gehäuseinformationen
4.1 Gehäuseabmessungen
Das Bauteil wird in zwei primären Anschlussbauformen angeboten:
- Standard-DIP-Typ: Durchsteckgehäuse mit 16 Pins auf einem Rastermaß von 2,54mm (100-mil). Detaillierte Maßzeichnungen spezifizieren Gehäuselänge, -breite, -höhe, Pinlänge und -abstände.
- Option S Typ (Oberflächenmontage): Gullwing-Anschlussform für SMD-Bestückung. Die Abmessungen umfassen Fußabdruckempfehlungen für das Leiterplatten-Land-Pattern-Design.
Ein wichtiges sicherheitsrelevantes mechanisches Merkmal ist derKriechstreckevon >7,62 mm zwischen der Eingangs- und Ausgangsseite des Gehäuses. Dies ist der kürzeste Abstand entlang der Oberfläche des isolierenden Gehäuses zwischen leitenden Teilen und ist wesentlich für die Einhaltung von Sicherheitsnormen bei hoher Isolationsspannung.
4.2 Pinbelegung und Schaltplan
Die Pin-Konfiguration ist einfach und über alle Kanäle hinweg konsistent:
- Pin 1, 3, 5, 7: Anode für Kanal 1-4 jeweils.
- Pin 2, 4, 6, 8: Kathode für Kanal 1-4 jeweils.
- Pin 9, 11, 13, 15: Emitter für Kanal 1-4 jeweils.
- Pin 10, 12, 14, 16: Kollektor für Kanal 1-4 jeweils.
Diese Anordnung gruppiert alle Eingänge auf einer Seite (Pin 1-8) und alle Ausgänge auf der gegenüberliegenden Seite (Pin 9-16) und verstärkt physikalisch die Isolationsbarriere.
4.3 Bauteilkennzeichnung
Bauteile sind oben mit \"EL847\" (Bauteilenummer) gekennzeichnet, gefolgt von einem einstelligen Jahrescode (Y), einem zweistelligen Wochencode (WW) und einem optionalen \"V\"-Suffix, das die VDE-Zulassung für diese Einheit kennzeichnet.
5. Löt- & Bestückungsrichtlinien
5.1 Reflow-Lötprofil
Das Datenblatt enthält ein detailliertes Reflow-Profil, das mit IPC/JEDEC J-STD-020D für bleifreies Löten konform ist:
- Vorwärmen: 150°C bis 200°C über 60-120 Sekunden.
- Zeit oberhalb Liquidus (TL=217°C): 60-100 Sekunden.
- Spitzentemperatur (TP): Maximal 260°C.
- Zeit innerhalb 5°C der Spitze: Maximal 30 Sekunden.
- Maximale Aufheizrate: 3°C/Sekunde von Tsmaxbis Tp.
- Maximale Abkühlrate: 6°C/Sekunde.
- Gesamtzykluszeit: Maximal 8 Minuten von 25°C bis zur Spitze.
- Anzahl der Reflow-Zyklen: Das Bauteil kann bis zu 3 Reflow-Zyklen aushalten.
Die Einhaltung dieses Profils ist entscheidend, um Rissbildung im Gehäuse, Delamination oder Schäden am internen Chip und den Bonddrähten aufgrund von thermischer Belastung zu verhindern.
6. Verpackung & Bestellinformationen
Die EL847-Serie wird mit folgender Artikelnummernstruktur bestellt:EL847X-V.
- X: Anschlussbauform-Option. \"S\" für Oberflächenmontage, leer (keine) für Standard-DIP.
- V: Optionales Suffix, das angibt, dass die VDE-Sicherheitszulassung für diese spezifische Einheit enthalten ist.
Verpackung: Beide Varianten werden in Tubes geliefert, die jeweils 20 Einheiten enthalten.
7. Anwendungsvorschläge
7.1 Typische Anwendungsschaltungen
Der EL847 ist vielseitig und kann in verschiedenen Konfigurationen eingesetzt werden:
- Digitale Signalisolierung: Schalten Sie die Eingangs-LED in Reihe mit einem Vorwiderstand an einen Mikrocontroller-GPIO-Pin. Der Ausgangskollektor kann über einen Widerstand an die Logikspannung der isolierten Seite gezogen werden. Der Emitter wird typischerweise geerdet. Dies ermöglicht eine störsichere Übertragung von EIN/AUS-Signalen, z.B. in SPS-E/A-Modulen.
- Analoge Signalisolierung (Linearer Betrieb): Durch Betrieb des Phototransistors in seinem linearen Bereich (nicht gesättigt) kann der Ausgangsstrom annähernd proportional zum Eingangs-LED-Strom gemacht werden. Dies erfordert eine sorgfältige Vorspannung und unterliegt CTR-Schwankungen und Temperaturdrift. Es wird oft für niederfrequente, ungenaue analoge Isolation verwendet.
- Ansteuern kleiner Lasten: Der Ausgang kann kleine Lasten wie Relais, LEDs oder Optotriac-Treiber direkt ansteuern, sofern die Kollektorstrom- und Spannungsgrenzwerte nicht überschritten werden.
7.2 Designüberlegungen & Best Practices
- CTR-Auswahl und Schaltungsdesign: Der breite CTR-Bereich (50-600%) erfordert ein sorgfältiges Design. Für digitales Schalten wählen Sie eine CTR-Stufe, die die Sättigung des Ausgangstransistors beim minimal spezifizierten CTR mit Ihrem gewählten IFund Lastwiderstand (RL) garantiert. Die Bedingung IC= CTRmin* IFmuss größer sein als VCC/RLum Sättigung sicherzustellen.
- Geschwindigkeit vs. Strom-Kompromiss: Ein höherer IFverbessert im Allgemeinen die Schaltgeschwindigkeit (verringert tr/tf), verringert aber den CTR über die Zeit aufgrund von LED-Alterung. Ein Design sollte den niedrigsten IFverwenden, der Geschwindigkeits- und Störfestigkeitsanforderungen erfüllt.
- Störfestigkeit und Entkopplung: Um die Gleichtakt-Transientenfestigkeit (CMTI) zu verbessern, verwenden Sie einen Entkopplungskondensator (z.B. 0,1 μF) zwischen Versorgung und Masse auf beiden Seiten, möglichst nah an den Bauteilpins platziert. Dies hilft, die Auswirkungen der internen Koppelkapazität (CIO) auszugleichen.
- Wärmeableitung: Beachten Sie die Grenzwerte für die Gesamtverlustleistung (PTOT= 200 mW). Die Leistung wird berechnet als (IF* VF) auf der Eingangsseite plus (IC* VCE) auf der Ausgangsseite.
8. Technischer Vergleich & Hauptvorteile
Der EL847 unterscheidet sich auf dem Markt durch mehrere Schlüsselmerkmale:
- Hohe Isolationsspannung (5000 Veff): Übertrifft die Anforderungen vieler industrieller Steuerungs- und Stromversorgungsanwendungen und bietet eine erhebliche Sicherheitsmarge.
- Breiter Betriebstemperaturbereich (-55°C bis +110°C): Geeignet für raue industrielle und automotive Umgebungen, in denen Temperatur-Extreme häufig sind.
- Umfassende Sicherheitszulassungen: UL, cUL, VDE, SEMKO, NEMKO, DEMKO, FIMKO und CQC-Zulassungen vereinfachen die Integration des Bauteils in Endprodukte, die für verschiedene globale Märkte zertifiziert werden müssen.
- Vier Kanäle in einem Gehäuse: Bietet Platzeinsparung auf der Leiterplatte und Kosteneffizienz im Vergleich zur Verwendung von vier einkanaligen Optokopplern für Mehrfachsignal-Isolierungsaufgaben.
- Zwei Gehäuseoptionen: Verfügbarkeit sowohl in Durchsteck- (DIP) als auch Oberflächenmontage-Bauform (SMD) bietet Flexibilität für Prototyping und automatisierte Serienbestückung.
9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
F1: Wie wähle ich den richtigen Vorwiderstand für die Eingangs-LED?
A1: Verwenden Sie die Formel: Rlimit= (Vsupply- VF) / IF. Verwenden Sie den maximalen VF-Wert aus dem Datenblatt (1,4V) für ein Worst-Case-Design, um sicherzustellen, dass IFnicht überschritten wird. Wählen Sie IFbasierend auf erforderlichem CTR und Geschwindigkeit; 5-20 mA ist typisch.
F2: Meine Schaltung schaltet nicht vollständig durch. Die Ausgangsspannung wird nicht niedrig genug. Was ist falsch?
A2: Der Phototransistor erreicht wahrscheinlich keine Sättigung. Dies ist meist ein CTR-Problem. Überprüfen Sie, ob Ihr Design den minimalen CTR (50%) für die Berechnungen verwendet. Erhöhen Sie IFoder erhöhen Sie den Wert des Pull-Up-Widerstands RLam Kollektor, um den für die Sättigung erforderlichen ICzu verringern (IC(sat)≈ VCC/RL).
F3: Kann ich dies zur Isolierung analoger Signale wie Sensorausgänge verwenden?
A3: Es ist möglich, aber herausfordernd. Die Linearität des Phototransistors ist schlecht und der CTR variiert stark mit Temperatur und von Bauteil zu Bauteil. Für genaue analoge Isolation werden dringend dedizierte Isolationsverstärker oder lineare Optokoppler (die eine Rückkopplung zur Kompensation von Nichtlinearitäten enthalten) empfohlen.
F4: Was bedeutet die Kriechstrecke >7,62 mm?
A4: Kriechstrecke ist der kürzeste Weg entlang der Oberfläche des isolierenden Gehäuses zwischen leitenden Teilen (z.B. Eingangspin 1 und Ausgangspin 9). Eine längere Kriechstrecke verhindert Kriechstrom (Überschlag über die Oberfläche aufgrund von Verschmutzung oder Feuchtigkeit) und ist eine zwingende Voraussetzung für Sicherheitszertifizierungen bei hohen Isolationsspannungen wie 5000 Veff.
10. Praktische Design-Fallstudie
Szenario: Isolierung von vier digitalen Steuersignalen von einem Mikrocontroller zu einem 24V-Industrieaktor-Treiber.
- Anforderungen: Signalfrequenz < 1 kHz, hohe Störfestigkeit, Isolation für Sicherheit und Vermeidung von Erdungsschleifen.
- Design-Entscheidungen:
- Bauteil: EL847 (Standard DIP).
- Eingangsseite: Mikrocontroller-GPIO (3,3V, 20mA-fähig). Wählen Sie IF= 10 mA für gute Geschwindigkeit und Lebensdauer. Rlimit= (3,3V - 1,4V) / 0,01A = 190Ω. Verwenden Sie einen Standard-200Ω-Widerstand.
- Ausgangsseite: Der Aktortreiber erwartet ein 24V-Logik-High, wird für EIN auf Masse gezogen. Verbinden Sie den Kollektor über einen Pull-Up-Widerstand mit der 24V-Versorgung. Wählen Sie RLso, dass Sättigung bei minimalem CTR sichergestellt ist. Erforderlicher IC(sat)> 24V / RL. Mit CTRmin=50% und IF=10mA, IC>= 5mA. Daher muss RL< 24V / 0,005A = 4,8 kΩ sein. Ein 3,3 kΩ-Widerstand wird gewählt, was IC(sat)≈ 7,3mA ergibt, was gut innerhalb der 50mA-Bewertung des Bauteils liegt und eine gute Marge bietet.
- Entkopplung: Fügen Sie einen 0,1 μF-Keramikkondensator zwischen Pin 10 (Kollektor 1) und Pin 9 (Emitter 1) hinzu, und ähnlich für andere Kanäle, um die Störfestigkeit zu verbessern.
- Ergebnis: Eine robuste, elektrisch isolierte Schnittstelle, die in der Lage ist, Steuersignale in einer elektrisch gestörten industriellen Umgebung zuverlässig zu übertragen.
11. Funktionsprinzip
Die Funktion eines Photokopplers basiert auf elektro-optisch-elektrischer Wandlung. Wenn ein Durchlassstrom (IF) an die Eingangs-Infrarot-Emissionsdiode (IRED) angelegt wird, emittiert sie Photonen (Licht) mit einer Wellenlänge von typischerweise etwa 940 nm. Dieses Licht durchquert einen transparenten Isolationsspalt (oft aus Vergussmasse oder Luft) innerhalb des Gehäuses. Das Licht trifft auf die Basisregion des Ausgangs-Silizium-Phototransistors. Die absorbierten Photonen erzeugen Elektron-Loch-Paare, was einen Basisstrom erzeugt, der den Transistor einschaltet und einen Kollektorstrom (IC) fließen lässt. Der entscheidende Punkt ist, dass die einzige Verbindung zwischen Eingang und Ausgang der Lichtstrahl ist, was die galvanische Trennung bereitstellt. Das Verhältnis IC/IFist das Stromübertragungsverhältnis (CTR), das von der Lumenausbeute der LED, der Empfindlichkeit des Phototransistors und der optischen Kopplungseffizienz zwischen ihnen abhängt.
12. Branchentrends & Kontext
Photokoppler wie der EL847 bleiben grundlegende Komponenten in der Leistungselektronik, industriellen Automatisierung und erneuerbaren Energiesystemen, wo Hochspannungsisolation unverzichtbar ist. Der Trend in diesem Sektor geht zu:
- Höherer Geschwindigkeit: Entwicklung digitaler Isolatoren basierend auf CMOS-RF- oder kapazitiver Kopplungstechnologie mit Datenraten im Mbps- bis Gbps-Bereich, die die ~100 kHz-Grenze traditioneller Phototransistor-Koppler bei weitem übertreffen.
- Höherer IntegrationKombination von Isolation mit anderen Funktionen wie Gate-Treibern, ADC-Schnittstellen oder USB/I2C/SPI-Isolatoren in einzelnen Gehäusen.
- Verbesserte Zuverlässigkeit & Lebensdauer: Fokus auf LED-Technologie mit geringerem Degradationsverhalten über Zeit und Temperatur, was zu einem stabileren CTR über die Lebensdauer des Produkts führt.
- Miniaturisierung: Bewegung hin zu kleineren, oberflächenmontierbaren Gehäusen wie SOIC-8 und noch kleiner, bei gleichzeitiger Beibehaltung oder Verbesserung der Isolationswerte.
Trotz dieser Trends behalten Phototransistor-basierte Photokoppler aufgrund ihrer Einfachheit, Robustheit, hohen Isolationsspannungsfähigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Kosteneffektivität für Anwendungen, die mittlere bis niedrige Signalisolierungsgeschwindigkeiten erfordern – wie die im EL847-Datenblatt aufgeführten programmierbaren Steuerungen, Haushaltsgeräte und Telekommunikationsausrüstung – eine starke Relevanz. Ihre umfassenden Sicherheitszertifizierungen machen sie zu einer vertrauenswürdigen Wahl für Designs, die regulatorische Zulassungen erfordern.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |