Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Handhabung und manuelle Bedienung - Vorsichtsmaßnahmen
- 2.1 Richtlinien für manuelle Bedienung
- 3. Feuchteempfindlichkeit und Trocknungsverfahren
- 3.1 Lagerbedingungen
- 3.2 Bedingungen, die eine Trocknung erfordern
- 3.3 Trocknungsmethode
- 4. Lagerrichtlinien
- 4.1 Ungeöffnete Verpackung
- 4.2 Geöffnete Verpackung
- 5. Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD)
- 5.1 ESD-Schadensmechanismen
- 5.2 ESD-Schutzmaßnahmen
- 6. Anwendungsschaltungsauslegung
- 6.1 Ansteuerungsmethode
- 6.2 Strombegrenzungswiderstände
- 6.3 Polarität und Verbindungsreihenfolge
- 7. Reflow-Löteigenschaften
- 7.1 Bleifreies (Pb-freies) Lötprofil
- 7.2 Bleihaltiges (SnPb) Lötprofil
- 7.3 Kritische Überlegungen
- 8. Reinigung bestückter Leiterplatten
- 8.1 Verträglichkeit mit Reinigungsmitteln
- 8.2 Reinigungsprozess
- 9. Lagerung und Handhabung bestückter Halbfertigprodukte
- 10. Wärmemanagement-Technologie
- 10.1 Leiterplattenauslegung für das Wärmemanagement
- 10.2 Systemweites thermisches Design
- 11. Weitere wichtige Überlegungen
- 11.1 Optische Überlegungen
- 11.2 Elektrische Prüfung
- 11.3 Langzeit-Zuverlässigkeit
1. Produktübersicht
Die 3535 Keramik-LED-Serie stellt ein Hochleistungs-Oberflächenmontage-Bauteil (SMD) dar, das für anspruchsvolle Beleuchtungsanwendungen konzipiert ist. Charakterisiert durch ihren 3,5mm x 3,5mm Bauraum und das Keramiksubstrat bietet dieses Gehäuse im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffgehäusen ein überlegenes Wärmemanagement, mechanische Stabilität und Zuverlässigkeit. Die Keramikkonstruktion ermöglicht eine ausgezeichnete Wärmeableitung, die für die Aufrechterhaltung der LED-Leistung und -Lebensdauer entscheidend ist, insbesondere in Hochleistungs- oder Hochdichtekonfigurationen. Diese LEDs eignen sich für ein breites Anwendungsspektrum, einschließlich Automobilbeleuchtung, Allgemeinbeleuchtung, Hintergrundbeleuchtung und Spezialbeleuchtung, bei denen konstante Farbwiedergabe und langfristige Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind.
2. Handhabung und manuelle Bedienung - Vorsichtsmaßnahmen
Eine korrekte Handhabung ist unerlässlich, um physische Schäden an der LED, insbesondere an der empfindlichen Optiklinse, zu verhindern.
2.1 Richtlinien für manuelle Bedienung
Die manuelle Handhabung sollte in der Produktion minimiert werden. Falls erforderlich, sollten stets Pinzetten, vorzugsweise mit Gummispitzen, zum Aufnehmen der LED verwendet werden. Die Pinzette muss den Keramikkörper des LED-Gehäuses greifen. Es ist strengstens verboten, die Silikonlinse zu berühren, zu drücken oder mechanische Kräfte auf sie auszuüben. Kontakt mit der Linse kann zu Kontamination, Kratzern oder Verformungen führen, was die optische Leistung, den Lichtstrom und die Farbgleichmäßigkeit erheblich beeinträchtigt. Druckausübung kann zu innerer Delamination oder Rissbildung führen, was einen sofortigen Ausfall zur Folge hat.
3. Feuchteempfindlichkeit und Trocknungsverfahren
Das 3535 Keramik-LED-Gehäuse wird gemäß der Norm IPC/JEDEC J-STD-020C als feuchteempfindlich eingestuft. Aufgenommene Feuchtigkeit kann während des Hochtemperatur-Reflow-Lötprozesses verdampfen, was zu einem internen Druckaufbau und potenziell katastrophalen Ausfällen (z.B. \"Popcorning\") führen kann.
3.1 Lagerbedingungen
Wie im Originalzustand in der versiegelten Feuchtigkeitssperrbeutel (MBB) mit Trockenmittel empfangen, sollten LEDs bei Temperaturen unter 30°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit (RH) unter 85% gelagert werden. Beim Öffnen der MBB muss die interne Feuchtigkeitsanzeigekarte sofort überprüft werden. Wenn die Anzeige zeigt, dass der zulässige Expositionsgrad nicht überschritten wurde und die Bauteile innerhalb der spezifizierten Bodenlebensdauer verwendet werden, ist möglicherweise keine Trocknung erforderlich.
3.2 Bedingungen, die eine Trocknung erfordern
Eine Trocknung ist für LEDs zwingend erforderlich, die folgende Kriterien erfüllen: 1) Sie wurden aus ihrer originalen, versiegelten Verpackung entnommen. 2) Sie waren mehr als 12 Stunden Umgebungsbedingungen (außerhalb eines Trockenlagerschranks) ausgesetzt. 3) Die Feuchtigkeitsanzeigekarte zeigt an, dass der zulässige Expositionsgrenzwert überschritten wurde.
3.3 Trocknungsmethode
Das empfohlene Trocknungsverfahren ist wie folgt: Trocknen Sie die LEDs, vorzugsweise noch auf ihrer Originalrolle, in einem Umluftofen bei 60°C (±5°C) für 24 Stunden. Die Temperatur darf 60°C nicht überschreiten, um Schäden an der Rolle oder den internen Materialien der LED zu vermeiden. Nach der Trocknung müssen die LEDs innerhalb einer Stunde reflowgelötet oder sofort in eine Trockenlagerumgebung mit weniger als 20% RH überführt werden.
4. Lagerrichtlinien
Eine korrekte Lagerung ist entscheidend für die Erhaltung der LED-Qualität und Lötbarkeit.
4.1 Ungeöffnete Verpackung
Lagern Sie versiegelte Feuchtigkeitssperrbeutel bei 5°C bis 30°C mit einer RH unter 85%.
4.2 Geöffnete Verpackung
Lagern Sie Bauteile nach dem Öffnen bei 5°C bis 30°C mit einer RH unter 60%. Für optimalen Schutz lagern Sie geöffnete Rollen oder Trays in einem verschlossenen Behälter mit frischem Trockenmittel oder in einem stickstoffgespülten Trockenschrank. Die empfohlene \"Bodenlebensdauer\" nach dem Öffnen der Beutel beträgt unter diesen Bedingungen 12 Stunden.
5. Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD)
LEDs sind Halbleiterbauelemente und äußerst anfällig für Schäden durch elektrostatische Entladung (ESD). Weiße, blaue, grüne und violette LEDs sind aufgrund ihrer Materialien mit größerer Bandlücke besonders empfindlich.
5.1 ESD-Schadensmechanismen
ESD kann zwei Hauptschadensarten verursachen: 1) Latenter Schaden: Eine Teilentladung kann lokale Erwärmung verursachen und die interne Struktur der LED verschlechtern. Dies führt zu erhöhtem Leckstrom, reduzierter Lichtleistung, Farbverschiebung (bei weißen LEDs) und verkürzter Lebensdauer, obwohl die LED möglicherweise noch funktioniert. 2) Katastrophaler Ausfall: Eine starke Entladung kann den Halbleiterübergang vollständig zerstören und einen sofortigen und dauerhaften Ausfall (tote LED) verursachen.
5.2 ESD-Schutzmaßnahmen
Ein umfassendes ESD-Schutzprogramm muss in allen Bereichen implementiert werden, in denen LEDs gehandhabt werden, einschließlich Produktion, Prüfung und Verpackung. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören: Einrichtung einer elektrostatisch geschützten Zone (EPA) mit geerdeten, leitfähigen Böden. Verwendung geerdeter antistatischer Arbeitsplätze und Sicherstellung, dass alle Produktionsanlagen ordnungsgemäß geerdet sind. Vorschrift für alle Mitarbeiter, antistatische Kleidung, Handgelenks- und/oder Fersenerdungsbänder zu tragen. Einsatz von Ionisatoren zur Neutralisierung statischer Aufladungen auf nichtleitenden Materialien. Verwendung geerdeter Lötkolben. Einsatz leitfähiger oder ableitfähiger Materialien für Trays, Tubes und Verpackungen.
6. Anwendungsschaltungsauslegung
Eine korrekte elektrische Auslegung ist entscheidend für einen stabilen Betrieb und eine lange LED-Lebensdauer.
6.1 Ansteuerungsmethode
Konstantstrom-Treiber (CC) werden gegenüber Konstantspannungs-Treibern (CV) dringend empfohlen. LEDs sind stromgesteuerte Bauelemente; ihre Durchlassspannung (Vf) hat einen negativen Temperaturkoeffizienten und kann von Bauteil zu Bauteil variieren. Ein CC-Treiber stellt sicher, dass ein stabiler Strom durch die LED fließt, unabhängig von Vf-Schwankungen, und sorgt so für gleichmäßige Helligkeit und verhindert thermisches Durchgehen.
6.2 Strombegrenzungswiderstände
Wenn mehrere LED-Strings parallel an einen CC-Treiber angeschlossen werden oder bei Verwendung einer CV-Quelle, muss ein strombegrenzender Widerstand in Reihe zu jedem einzelnen LED-String geschaltet werden. Dieser Widerstand kompensiert geringfügige Vf-Unterschiede zwischen den Strings, gewährleistet eine Stromaufteilung und verhindert, dass ein String übermäßigen Strom zieht. Der Widerstandswert wird basierend auf der Treiberspannung, der Gesamt-Vf des Strings und dem gewünschten Betriebsstrom berechnet (R = (Vquelle - Vf_String) / I_LED).
6.3 Polarität und Verbindungsreihenfolge
LEDs sind Dioden und müssen mit korrekter Polarität angeschlossen werden (Anode an Plus, Kathode an Minus). Überprüfen Sie während der Endmontage zunächst die Polarität des LED-Arrays und der Treiberausgabe. Verbinden Sie zuerst den Ausgang des Treibers mit dem LED-Array. Erst danach sollte der Eingang des Treibers mit dem Netz- oder Gleichstromnetzteil verbunden werden. Diese Reihenfolge verhindert, dass Spannungstransienten oder falsche Verbindungen die LEDs beschädigen.
7. Reflow-Löteigenschaften
Das 3535 Keramikgehäuse ist für die Kompatibilität mit Standard-Oberflächenmontage-Technologie (SMT) Reflow-Prozessen ausgelegt.
7.1 Bleifreies (Pb-freies) Lötprofil
Das empfohlene Reflow-Profil für bleifreies Lot (z.B. SAC305) ist kritisch. Das Profil besteht typischerweise aus: Vorwärmen: Ein allmählicher Anstieg (1-3°C/Sekunde) zur Aktivierung des Flussmittels. Haltephase: Ein Plateau zwischen 150-200°C für 60-120 Sekunden, um Leiterplatte und Bauteile thermisch auszugleichen und dem Flussmittel zu ermöglichen, die Lötpads vollständig zu reinigen. Reflow: Ein schneller Anstieg auf die Spitzentemperatur. Die Spitzentemperatur der Lötstelle muss 245-250°C erreichen. Die Zeit oberhalb der Liquidustemperatur (TAL), typischerweise 217°C für SAC305, sollte für 45-75 Sekunden aufrechterhalten werden. Abkühlung: Eine kontrollierte Abkühlrate von maximal -6°C/Sekunde, um eine ordnungsgemäße Lötstellenbildung sicherzustellen und thermische Spannungen zu minimieren.
7.2 Bleihaltiges (SnPb) Lötprofil
Für Zinn-Blei-Lot ist die Spitzentemperatur niedriger. Die Spitzentemperatur der Lötstelle sollte 215-230°C betragen, wobei die Zeit oberhalb der Liquidustemperatur (183°C) für 60-90 Sekunden aufrechterhalten werden sollte. Die gleiche sorgfältige Kontrolle von Vorwärm-, Halte- und Abkühlraten gilt.
7.3 Kritische Überlegungen
Überschreiten Sie nicht die maximal empfohlene Spitzentemperatur oder TAL, da dies den internen LED-Chip, Bonddrähte oder Leuchtstoff beschädigen kann. Stellen Sie sicher, dass der Reflow-Ofen für die spezifische Leiterplattendicke, Bauteildichte und verwendete Lötpaste ordnungsgemäß kalibriert und profiliert ist.
8. Reinigung bestückter Leiterplatten
Eine Reinigung nach dem Reflow kann erforderlich sein, um Flussmittelrückstände zu entfernen, die korrosiv sein oder mit der Zeit zu elektrischen Leckströmen führen können.
8.1 Verträglichkeit mit Reinigungsmitteln
Es ist unerlässlich, die chemische Verträglichkeit jedes Reinigungsmittels mit der Silikonlinse und den Gehäusematerialien der LED zu überprüfen. Aggressive Lösungsmittel können dazu führen, dass die Linse anschwillt, reißt oder trüb wird. Empfohlene Reinigungsmittel sind typischerweise milde, alkoholbasierte oder wässrige Lösungen für die Elektronik. Konsultieren Sie stets die Spezifikationen des LED-Herstellers und führen Sie Tests an Musterplatinen durch, bevor Sie mit der Reinigung im großen Maßstab beginnen.
8.2 Reinigungsprozess
Verwenden Sie schonende Reinigungsmethoden wie Ultraschallreinigung mit Vorsicht, da übermäßige Leistung oder Frequenz die LED beschädigen kann. Bevorzugte Methoden sind Sprühwaschen oder Eintauchen mit sanfter Bewegung. Stellen Sie sicher, dass die Platinen nach der Reinigung gründlich getrocknet werden, um Feuchtigkeitseinschlüsse zu verhindern.
9. Lagerung und Handhabung bestückter Halbfertigprodukte
Leiterplatten mit darauf gelöteten LEDs (Halbfertigprodukte) erfordern ebenfalls eine sorgfältige Handhabung.
Vermeiden Sie es, Platinen direkt so aufeinander zu stapeln, dass Druck auf die LED-Linsen ausgeübt wird. Verwenden Sie Abstandshalter oder spezielle Lagerregale. Lagern Sie bestückte Platinen in einer sauberen, trockenen und ESD-sicheren Umgebung. Bei längerer Lagerung sollten Sie die Verwendung von Feuchtigkeitssperrbeuteln mit Trockenmittel in Betracht ziehen, insbesondere wenn die Platinen einen zweiten Reflow-Prozess durchlaufen sollen (für doppelseitige Bestückung). Handhaben Sie Platinen an den Kanten, um eine Kontamination oder Belastung der Bauteile zu vermeiden.
10. Wärmemanagement-Technologie
Eine effektive Wärmeableitung ist der wichtigste Einzelfaktor für die LED-Leistung und -Zuverlässigkeit. Während das Keramikgehäuse eine gute Wärmeleitfähigkeit bietet, muss die Wärme effizient vom Gehäuse abgeführt werden.
10.1 Leiterplattenauslegung für das Wärmemanagement
Die Leiterplatte fungiert als primärer Kühlkörper. Verwenden Sie eine metallkernbasierte Leiterplatte (MCPCB) oder eine Standard-FR4-Platine mit umfangreichen Wärmedurchkontaktierungen unter dem LED-Bauraum. Das Wärmepad der LED muss an ein entsprechendes Kupferpad auf der Leiterplatte gelötet werden. Dieses Pad sollte so groß wie möglich sein und über mehrere Wärmedurchkontaktierungen mit internen Masseebenen oder externen Kühlkörpern verbunden sein. Die Durchkontaktierungen sollten mit Lot gefüllt oder abgedeckt werden, um die Wärmeleitung zu verbessern.
10.2 Systemweites thermisches Design
Berechnen Sie den gesamten Wärmewiderstand vom LED-Chip zur Umgebungsluft (Rth_j-a). Dies umfasst den Chip-Gehäuse-Widerstand (Rth_j-c, im Datenblatt angegeben), den Gehäuse-Platine-Widerstand (Lötstelle), den Platine-Kühlkörper-Widerstand und den Kühlkörper-Umgebung-Widerstand. Die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tj_max, typischerweise 125-150°C) darf unter ungünstigsten Betriebsbedingungen nicht überschritten werden. Verwenden Sie die Formel: Tj = Ta + (Verlustleistung * Rth_j-a). Die Verlustleistung ist ungefähr (Vf * If) minus der abgestrahlten optischen Leistung. Ein korrektes Design stellt sicher, dass Tj deutlich unter Tj_max bleibt und Lichtausbeute sowie Lebensdauer maximiert werden.
11. Weitere wichtige Überlegungen
11.1 Optische Überlegungen
Halten Sie den optischen Pfad sauber. Jede Kontamination auf der Linse oder Sekundäroptik reduziert den Lichtstrom. Der Abstrahlwinkel und das räumliche Strahlungsmuster sind durch das Primärlinsendesign festgelegt; Sekundäroptiken müssen entsprechend ausgewählt werden.
11.2 Elektrische Prüfung
Stellen Sie bei der Durchführung von In-Circuit-Tests (ICT) oder Funktionstests sicher, dass Testspitzen die LED-Linse nicht berühren oder zerkratzen. Testspannungen und -ströme müssen innerhalb der absoluten Maximalwerte der LED liegen, um elektrische Überlastung (EOS) zu vermeiden.
11.3 Langzeit-Zuverlässigkeit
Die Einhaltung aller Handhabungs-, Löt- und thermischen Richtlinien wirkt sich direkt auf die langfristige Zuverlässigkeit der LED aus, einschließlich des Lichtstromerhalts (L70/L90-Lebensdauer) und der Farbstabilität. Die Nichteinhaltung dieser Verfahren kann zu vorzeitiger Degradation und Feldausfällen führen.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |