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Phototransistor PD204-6B/L3 Datenblatt - 3mm Gehäuse - Spitzenempfindlichkeit 940nm - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für den PD204-6B/L3 3mm Phototransistor mit hoher Geschwindigkeit, hoher Empfindlichkeit und einer Spitzenwellenlänge von 940nm. Enthält Spezifikationen, Kennlinien und Anwendungshinweise.
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PDF-Dokumentendeckel - Phototransistor PD204-6B/L3 Datenblatt - 3mm Gehäuse - Spitzenempfindlichkeit 940nm - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der PD204-6B/L3 ist eine hochgeschwindige, hochempfindliche Silizium-PIN-Fotodiode in einem standardmäßigen 3mm-Kunststoffgehäuse. Dieses Bauteil ist spektral auf sichtbare und infrarotemittierende Dioden abgestimmt, wobei seine Spitzenempfindlichkeit für die Wellenlänge 940nm optimiert ist. Dies macht ihn geeignet für eine Vielzahl von Sensoranwendungen, die schnelles Ansprechen und zuverlässige Leistung erfordern.

Zu den Hauptvorteilen dieses Bauteils zählen seine schnelle Ansprechzeit, hohe Lichtempfindlichkeit und geringe Sperrschichtkapazität, die zu einer effizienten Signalerfassung beitragen. Das Produkt entspricht den RoHS- und EU-REACH-Verordnungen und wird als bleifreies (Pb-freies) Bauteil hergestellt.

2. Detaillierte technische Parameter

2.1 Absolute Maximalwerte

Das Bauteil ist für einen zuverlässigen Betrieb innerhalb spezifizierter Umgebungs- und elektrischer Grenzwerte ausgelegt. Das Überschreiten dieser Werte kann dauerhafte Schäden verursachen.

2.2 Elektro-optische Kenngrößen

Diese Parameter definieren die Kernleistung des Fototransistors unter Standardtestbedingungen (Ta=25°C).

Toleranzen sind mit ±10% für die Lichtstärke, ±1nm für die dominante Wellenlänge und ±0,1V für die Flussspannung in verwandten Anwendungen spezifiziert.

3. Analyse der Kennlinien

Das Datenblatt enthält mehrere charakteristische Kurven, die das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen veranschaulichen. Diese sind für Entwicklungsingenieure unerlässlich, um die Leistung in realen Szenarien vorherzusagen.

3.1 Verlustleistung vs. Umgebungstemperatur

Diese Kurve zeigt, wie die maximal zulässige Verlustleistung mit steigender Umgebungstemperatur über 25°C abnimmt. Entwickler müssen die Leistungsfähigkeit entsprechend herunterstufen, um langfristige Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

3.2 Spektrale Empfindlichkeit

Die spektrale Empfindlichkeitskurve bestätigt die Spitzenempfindlichkeit des Bauteils bei 940nm und seinen nutzbaren Bereich von etwa 760nm bis 1100nm. Sie unterstreicht die Eignung des Bauteils für Anwendungen mit gängigen Infrarot-LEDs.

3.3 Dunkelstrom vs. Umgebungstemperatur

Der Dunkelstrom steigt exponentiell mit der Temperatur an. Diese Kurve ist entscheidend für Anwendungen bei erhöhten Temperaturen, da ein höherer Dunkelstrom zum Rauschen beiträgt und das Signal-Rausch-Verhältnis bei schwachem Licht beeinträchtigen kann.

3.4 Fotostrom vs. Bestrahlungsstärke (Ee)

Diese Darstellung zeigt den linearen Zusammenhang zwischen dem erzeugten Fotostrom (IL) und der einfallenden Lichtintensität (Bestrahlungsstärke) über einen bestimmten Bereich. Sie bestätigt die vorhersehbare und lineare photometrische Reaktion des Bauteils.

3.5 Kapazität vs. Sperrspannung

Die Sperrschichtkapazität (Ct) nimmt mit zunehmender Sperrspannung ab. Eine niedrigere Kapazität ist für Hochgeschwindigkeitsanwendungen wünschenswert, und diese Kurve hilft bei der Auswahl eines optimalen Betriebsvorspannungspunktes.

3.6 Ansprechzeit vs. Lastwiderstand

Diese Kurve zeigt, wie die Anstiegs- und Abfallzeiten (tr/tf) durch den Wert des externen Lastwiderstands (RL) beeinflusst werden. Schnelleres Ansprechen wird mit kleineren Lastwiderständen erreicht, was jedoch auf Kosten der Signalamplitude geht.

4. Mechanische und Gehäuseinformationen

4.1 Gehäuseabmessungen

Das Bauteil verwendet ein standardmäßiges 3mm-Radialgehäuse mit Anschlussdrähten. Die Maßzeichnung gibt den Gehäusedurchmesser, den Anschlussabstand und die Anschlussabmessungen an. Alle nicht spezifizierten Toleranzen betragen ±0,25mm. Die Linsenfarbe ist schwarz.

4.2 Polaritätskennzeichnung

Die Kathode (negativer Anschluss) ist typischerweise durch eine flache Stelle am Gehäuse oder einen längeren Anschlussdraht gekennzeichnet. Während des Schaltungsaufbaus muss die korrekte Polarität beachtet werden, um einen ordnungsgemäßen Betrieb in Sperrrichtung zu gewährleisten.

5. Löt- und Montagerichtlinien

Das Bauteil ist für Standard-Leiterplattenmontageprozesse geeignet.

6. Verpackungs- und Bestellinformationen

6.1 Packungsmengenspezifikation

Die Standardverpackung ist wie folgt: 200-1000 Stück pro Beutel, 4 Beutel pro Karton und 10 Kartons pro Versandkarton. Dies bietet Flexibilität sowohl für Prototypen als auch für die Serienfertigung.

6.2 Etikettierungsform

Das Produktetikett enthält wichtige Informationen für Rückverfolgbarkeit und Identifikation:

7. Anwendungsvorschläge

7.1 Typische Anwendungsszenarien

Der PD204-6B/L3 eignet sich gut für verschiedene optoelektronische Sensoranwendungen, darunter:

7.2 Designüberlegungen

8. Technischer Vergleich und Differenzierung

Im Vergleich zu Standard-Fotodioden oder Fototransistoren mit langsamerer Ansprechzeit bietet der PD204-6B/L3 deutliche Vorteile:

9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

9.1 Was ist der Unterschied zwischen Betrieb im fotovoltaischen (Null-Vorspannung) und fotoleitenden (Sperrspannung) Modus?

Im fotovoltaischen Modus (V_R=0V) erzeugt die Fotodiode eine Spannung (V_OC). Dieser Modus hat keinen Dunkelstrom, aber eine langsamere Reaktion und geringere Linearität. Die PD204-6B/L3-Spezifikationen listen VOC=0,42V auf. Im fotoleitenden Modus (mit Sperrspannung, z.B. V_R=5V) wird eine externe Spannung angelegt. Dies verringert die Sperrschichtkapazität (ermöglicht schnellere Reaktion, wie bei den 10ns tr/tf zu sehen), verbessert die Linearität und ermöglicht eine größere aktive Region, führt aber Dunkelstrom (I_D) ein. Für Hochgeschwindigkeitsanwendungen, wie sie für dieses Bauteil vorgesehen sind, wird der fotoleitende Modus empfohlen.

9.2 Wie wandle ich den Fotostrom (I_L) in eine messbare Spannung um?

Die einfachste Methode ist die Verwendung eines Lastwiderstands (R_L) in Reihe. Die Ausgangsspannung ist V_out = I_L * R_L. Wenn jedoch R_L zunimmt, nimmt die RC-Zeitkonstante (mit der Diodenkapazität) zu, was die Reaktion verlangsamt (wie in der Kurve "Ansprechzeit vs. Lastwiderstand" gezeigt). Für optimale Leistung, insbesondere bei kleinen Strömen und Bedarf an Geschwindigkeit, ist ein Transimpedanzverstärker (TIA) die bevorzugte Schaltung. Er liefert eine stabile, niederohmige Ausgangsspannung (V_out = -I_L * R_f), während die Fotodiode auf virtuellem Massepotential gehalten wird, wodurch die Auswirkungen der Kapazität minimiert werden.

9.3 Warum ist der Dunkelstrom wichtig und wie beeinflusst ihn die Temperatur?

Dunkelstrom (I_D) ist der Rauschstrom, der fließt, wenn kein Licht vorhanden ist. Er setzt die untere Grenze des detektierbaren Lichts. Das Datenblatt gibt ein Maximum von 10nA bei 25°C an. Dieser Strom verdoppelt sich ungefähr alle 10°C Temperaturanstieg. Daher kann in Hochtemperaturumgebungen oder bei der Erkennung von sehr schwachem Licht der Dunkelstrom zu einer bedeutenden Rauschquelle werden und muss im Schaltungsdesign berücksichtigt werden (z.B. durch Temperaturkompensation oder synchrone Detektionstechniken).

9.4 Kann dieser Sensor mit Lichtquellen außerhalb von 940nm verwendet werden?

Ja, aber mit verringerter Empfindlichkeit. Die spektrale Empfindlichkeitskurve zeigt eine signifikante Empfindlichkeit von 760nm bis 1100nm. Zum Beispiel wird er auf 850nm-LEDs reagieren, aber der erzeugte Fotostrom bei gleicher Lichtintensität wird niedriger sein als bei einer 940nm-Quelle. Konsultieren Sie für ein genaues Design stets die relative spektrale Empfindlichkeitskurve (falls vollständig vorhanden) oder berechnen Sie die Empfindlichkeit bei der gewünschten Wellenlänge.

10. Praktische Design-Fallstudie

Design-Fallstudie: Infrarot-Strahlungsunterbrechungssensor für Sicherheitstor.

Ziel:Erstellung eines zuverlässigen, schnellen Sensors, der erkennt, wenn ein Objekt einen unsichtbaren Infrarotstrahl unterbricht, um einen Sicherheitsalarm auszulösen.

Umsetzung:

  1. Sender:Eine 940nm-Infrarot-LED wird von einem gepulsten Strom (z.B. 20mA-Impulse bei 38kHz) angesteuert, um Immunität gegen Umgebungslicht zu bieten und den durchschnittlichen Stromverbrauch zu reduzieren.
  2. Empfänger:Der PD204-6B/L3 wird gegenüber dem Sender platziert, innerhalb seines 45°-Öffnungswinkels ausgerichtet. Er wird über einen Lastwiderstand mit 5V in Sperrrichtung vorgespannt.
  3. Signalkonditionierung:Das kleine AC-Fotostromsignal von der Fotodiode (überlagert auf dem DC-Dunkelstrom) wird einem hochverstärkenden Bandpassverstärker zugeführt, der auf 38kHz abgestimmt ist. Dies filtert DC-Umgebungslicht und niederfrequentes Rauschen heraus.
  4. Detektion:Das verstärkte Signal wird dann gleichgerichtet und mit einem Schwellenwert verglichen. Wenn der Strahl nicht unterbrochen ist, ist ein starkes 38kHz-Signal vorhanden, und der Komparatorausgang ist hoch. Wenn ein Objekt den Strahl unterbricht, verschwindet das Signal, wodurch der Komparator auf niedrig schaltet und den Alarm aktiviert.

Warum PD204-6B/L3 geeignet ist:Seine schnelle 10ns-Ansprechzeit bewältigt problemlos das 38kHz-modulierte Signal. Die hohe Empfindlichkeit bei 940nm gewährleistet ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis von der passenden IR-LED. Die geringe Kapazität ermöglicht eine reaktionsschnelle Schaltung auch mit notwendigen Filterkomponenten.

11. Funktionsprinzip

Eine PIN-Fotodiode wie der PD204-6B/L3 arbeitet nach dem Prinzip des inneren photoelektrischen Effekts. Die Bauteilstruktur besteht aus einer breiten, schwach dotierten intrinsischen (I) Halbleiterregion, die zwischen P-Typ- und N-Typ-Regionen eingebettet ist. Wenn Photonen mit einer Energie größer als die Bandlücke des Halbleiters (z.B. Infrarotlicht bei 940nm für Silizium) auf die intrinsische Region treffen, erzeugen sie Elektron-Loch-Paare. Wenn die Diode in Sperrrichtung vorgespannt ist, fegt das eingebaute elektrische Feld über die Sperrschicht (die sich durch die intrinsische Schicht erstreckt) diese Ladungsträger zu den jeweiligen Anschlüssen und erzeugt einen Fotostrom (I_L), der proportional zur einfallenden Lichtintensität ist. Die breite intrinsische Region verringert die Kapazität und ermöglicht eine effiziente Sammlung von Ladungsträgern, die über ein größeres Volumen erzeugt werden, was sowohl zur Geschwindigkeit als auch zur Empfindlichkeit beiträgt.

12. Branchentrends und Kontext

Fotodetektoren wie der PD204-6B/L3 sind grundlegende Komponenten im wachsenden Bereich der Optoelektronik und Sensorik. Aktuelle Trends, die die Nachfrage nach solchen Bauteilen antreiben, umfassen:

13. Haftungsausschluss und Nutzungshinweise

Kritische Nutzungsrichtlinien, die aus dem Haftungsausschluss des Datenblatts abgeleitet sind, umfassen:

  1. Spezifikationen können sich ändern. Beziehen Sie sich für das Design stets auf das neueste offizielle Datenblatt.
  2. Das Produkt erfüllt seine veröffentlichten Spezifikationen für 12 Monate ab dem Versanddatum unter normalen Lagerbedingungen.
  3. Kennlinien zeigen typische Leistungswerte, keine garantierten Mindest- oder Maximalwerte. Entwickeln Sie mit angemessenen Sicherheitsmargen.
  4. Halten Sie sich strikt an die absoluten Maximalwerte. Betrieb außerhalb dieser Grenzen kann sofortigen oder latenten Ausfall verursachen. Der Hersteller übernimmt keine Haftung für Schäden, die durch Missbrauch entstehen.
  5. Die Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung ohne Genehmigung ist untersagt.
  6. Dieses Bauteil istnichtfür sicherheitskritische Anwendungen wie medizinische Lebenserhaltungssysteme, Automobilsteuerung, Luftfahrt oder Militärsysteme ausgelegt oder qualifiziert. Für solche Anwendungen kontaktieren Sie den Hersteller für speziell qualifizierte Produkte.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.