Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
- 2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektro-optische Kenngrößen
- 3. Erklärung des Binning-Systems
- 4. Analyse der Leistungskurven
- 4.1 Durchlassstrom vs. Umgebungstemperatur
- 4.2 Spektrale Verteilung
- 4.3 Strahlungsintensität vs. Durchlassstrom
- 4.4 Relative Strahlungsintensität vs. Winkelabweichung
- 5. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 6. Löt- und Montagerichtlinien
- 6.1 Anschlussdrahtverformung
- 6.2 Lagerung
- 6.3 Lötprozess
- 6.4 Reinigung
- 5.5 Wärmemanagement
- 7. Verpackungs- und Bestellinformationen
- 8. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
- 8.1 Typische Anwendungsszenarien
- 8.2 Designüberlegungen
- 9. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 10. Häufig gestellte Fragen basierend auf technischen Parametern
- 11. Praktischer Design- und Anwendungsfall
- 12. Einführung in das Funktionsprinzip
- 13. Technologietrends und Entwicklungen
1. Produktübersicht
Die HIR333/H0 ist eine hochintensive Infrarot-Emissionsdiode in einem Standard-T-1 3/4 (5mm) Durchsteckgehäuse mit gelber Kunststofflinse. Das Bauteil ist für zuverlässige Leistung in Infrarot-Erfassungs- und Kommunikationssystemen ausgelegt. Ihre Hauptfunktion ist die Emission von Infrarotlicht mit einer Spitzenwellenlänge von 850nm, die spektral für die Kompatibilität mit gängigen siliziumbasierten Fotodetektoren wie Fototransistoren, Fotodioden und integrierten Infrarot-Empfängermodulen optimiert ist. Das Produkt ist mit Fokus auf hohe Zuverlässigkeit und konsistente Ausgangsleistung entwickelt.
1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
Die Hauptvorteile dieser Komponente sind ihre hohe Strahlungsintensität, die eine starke Signalübertragung ermöglicht, und ihre niedrige Durchlassspannung, die zu energieeffizientem Betrieb beiträgt. Sie ist aus bleifreien Materialien gefertigt und entspricht wichtigen Umwelt- und Sicherheitsrichtlinien wie RoHS, EU REACH und halogenfreien Standards (Br < 900ppm, Cl < 900ppm, Br+Cl < 1500ppm). Diese Eigenschaften machen sie für ein breites Spektrum kommerzieller und industrieller Infrarotanwendungen geeignet, bei denen regulatorische Konformität und langfristige Zuverlässigkeit entscheidend sind. Der Zielmarkt umfasst Hersteller von Sicherheitssystemen, Fernbedienungen, optischen Schaltern, Objekterkennungssensoren und verschiedenen Konsumelektronikgeräten, die nicht sichtbare Lichtquellen benötigen.
2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der elektrischen, optischen und thermischen Spezifikationen, die die Betriebsgrenzen und die Leistung der LED definieren.
2.1 Absolute Maximalwerte
Die absoluten Maximalwerte definieren die Belastungsgrenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Diese Werte dürfen niemals, auch nicht kurzzeitig, überschritten werden. Für zuverlässigen Betrieb sollte innerhalb der empfohlenen Betriebsbedingungen gearbeitet werden.
- Dauer-Durchlassstrom (IF): 100 mA. Dies ist der maximale Gleichstrom, der kontinuierlich an die LED angelegt werden darf.
- Spitzen-Durchlassstrom (IFP): 1,0 A. Dieser hohe Strom ist nur unter gepulsten Bedingungen mit einer Pulsbreite ≤ 100μs und einem Tastverhältnis ≤ 1% zulässig, um Überhitzung zu vermeiden.
- Sperrspannung (VR): 5 V. Das Überschreiten dieser Sperrspannung kann zum Sperrschichtdurchbruch führen.
- Verlustleistung (Pd): 150 mW bei oder unter 25°C Umgebungstemperatur. Dieser Wert verringert sich mit steigender Umgebungstemperatur.
- Temperaturbereiche: Betrieb: -40°C bis +85°C; Lagerung: -40°C bis +100°C.
- Löttemperatur (Tsol): 260°C für maximal 5 Sekunden, definiert die Grenzen für Wellen- oder Reflow-Lötprozesse.
2.2 Elektro-optische Kenngrößen
Die elektro-optischen Kenngrößen sind unter einer Standardtestbedingung von 25°C Umgebungstemperatur (Ta) spezifiziert. Diese Parameter definieren die typische Leistung des Bauteils.
- Strahlungsintensität (Ie): Dies ist die pro Raumwinkeleinheit abgegebene optische Leistung, gemessen in Milliwatt pro Steradiant (mW/sr). Der typische Wert beträgt 15 mW/sr bei einem Durchlassstrom (IF) von 20mA. Unter einem gepulsten Strom von 100mA kann die Strahlungsintensität 80 mW/sr erreichen.
- Spitzenwellenlänge (λp): 850 nm (typisch). Dies ist die Wellenlänge, bei der die optische Ausgangsleistung maximal ist. Diese Wellenlänge ist für das menschliche Auge unsichtbar, wird aber von Siliziumsensoren effizient erfasst.
- Spektrale Bandbreite (Δλ): 45 nm (typisch). Dies gibt den Bereich der von der LED emittierten Wellenlängen an, gemessen bei halber Maximalintensität (Full Width at Half Maximum - FWHM).
- Durchlassspannung (VF): 1,45V (typisch) bei IF=20mA, maximal 1,65V. Bei IF=100mA (gepulst) steigt die typische VFauf 1,80V mit einem Maximum von 2,40V.
- Sperrstrom (IR): Maximal 10 μA bei VR=5V, was auf einen sehr geringen Leckstrom im Sperrzustand hinweist.
- Abstrahlwinkel (2θ1/2): 30 Grad (typisch). Dies ist der volle Winkel, bei dem die Strahlungsintensität auf die Hälfte ihres Wertes in der Mitte (0°) abfällt. Ein 30°-Winkel bietet einen mäßig fokussierten Strahl.
3. Erklärung des Binning-Systems
Die Strahlungsintensität der LEDs wird in verschiedene Bins oder Klassen sortiert, um Konsistenz für den Endanwender zu gewährleisten. Das Binning erfolgt unter einer Standardtestbedingung von IF= 20mA. Die verfügbaren Bins sind durch einen Buchstabencode (M, N, P, Q, R) mit entsprechenden Minimal- und Maximalwerten für die Strahlungsintensität definiert. Dies ermöglicht es Entwicklern, eine Komponente auszuwählen, die ihren spezifischen Empfindlichkeits- oder Reichweitenanforderungen entspricht. Beispielsweise garantiert die Auswahl eines 'P'-Bins eine minimale Strahlungsintensität von 15,0 mW/sr und eine maximale von 24,0 mW/sr. Das Datenblatt zeigt für diese spezifische Artikelnummer kein separates Binning für Wellenlänge (Farbton) oder Durchlassspannung (REF) an, aber die Etikettenspezifikation deutet darauf hin, dass diese Parameter während der Fertigung verfolgt werden.
4. Analyse der Leistungskurven
Die typischen Leistungskurven bieten visuelle Einblicke in das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen, was für Schaltungsentwurf und thermisches Management entscheidend ist.
4.1 Durchlassstrom vs. Umgebungstemperatur
Diese Derating-Kurve zeigt, wie der maximal zulässige kontinuierliche Durchlassstrom abnimmt, wenn die Umgebungstemperatur über 25°C steigt. Um sicherzustellen, dass die Sperrschichttemperatur innerhalb sicherer Grenzen bleibt und die langfristige Zuverlässigkeit gewährleistet ist, muss der Betriebsstrom in Hochtemperaturumgebungen reduziert werden. Entwickler müssen diese Kurve konsultieren, wenn die LED in Gehäusen oder bei erhöhten Umgebungstemperaturen betrieben wird.
4.2 Spektrale Verteilung
Das Spektralverteilungsdiagramm stellt die relative Strahlungsintensität über der Wellenlänge dar. Es bestätigt visuell die Spitzenwellenlänge bei 850nm und die ungefähre spektrale Bandbreite von 45nm. Die Kurve ist charakteristisch für GaAlAs (Galliumaluminiumarsenid) Halbleitermaterial. Der schmale, klar definierte Peak gewährleistet minimale Überlappung mit sichtbarem Licht und optimale Kopplung mit Siliziumdetektoren, deren maximale Empfindlichkeit bei etwa 800-900nm liegt.
4.3 Strahlungsintensität vs. Durchlassstrom
Diese Kurve veranschaulicht die Beziehung zwischen Treiberstrom und optischer Ausgangsleistung. Die Strahlungsintensität steigt bei niedrigeren Strömen überlinear mit dem Strom und tendiert bei höheren Strömen dazu, linearer zu werden, um schließlich zu sättigen, wenn der interne Wirkungsgrad aufgrund von Erwärmungseffekten sinkt. Die Kurve für den gepulsten Betrieb (100mA) zeigt eine deutlich höhere Ausgangsleistung als der Gleichstrombetrieb und unterstreicht den Vorteil des gepulsten Betriebs für das Erreichen hoher Spitzenintensität ohne thermische Schäden.
4.4 Relative Strahlungsintensität vs. Winkelabweichung
Dieses Polardiagramm zeigt das räumliche Abstrahlmuster der LED. Es zeigt, wie die Lichtintensität abnimmt, wenn der Betrachtungswinkel von der Mittelachse (0°) abweicht. Das Muster ist für diesen Gehäusetyp annähernd lambertisch, wobei die Intensität an den Halbwertspunkten (ca. ±15°) 50% der Intensität auf der Achse beträgt, was den 30°-Abstrahlwinkel definiert.
5. Mechanische und Gehäuseinformationen
Das Bauteil verwendet ein Standard-5mm (T-1 3/4) Radialgehäuse mit Anschlussdrähten. Die Anschlüsse haben einen Standardabstand von 2,54mm (0,1 Zoll), kompatibel mit gängigen Lochrasterplatinen und PCB-Layouts. Die Gehäuseabmessungszeichnung liefert kritische Maße wie Gesamtdurchmesser, Linsenhöhe, Anschlussdrahtlänge und -durchmesser. Das Gehäuse ist aus gelbem Kunststoff geformt, der für das 850nm-Infrarotlicht durchlässig ist, aber farbig erscheint, um die visuelle Identifikation und Unterscheidung von sichtbaren LEDs zu erleichtern. Die Kathode ist typischerweise durch eine abgeflachte Stelle am Linsenrand und/oder einen kürzeren Anschlussdraht gekennzeichnet. Alle Abmessungen haben eine Standardtoleranz von ±0,25mm, sofern nicht anders angegeben.
6. Löt- und Montagerichtlinien
Sachgemäße Handhabung während der Montage ist entscheidend, um mechanische oder thermische Schäden an der LED zu vermeiden.
6.1 Anschlussdrahtverformung
Wenn Anschlussdrähte gebogen werden müssen, muss dies an einer Stelle mindestens 3mm vom Epoxidharzkörper entfernt erfolgen. Die Verformung sollte immer vor dem Löten, bei Raumtemperatur und mit Sorgfalt durchgeführt werden, um direkte Belastung des Epoxidkörpers zu vermeiden, die das Gehäuse brechen oder die internen Bonddrähte beschädigen kann. PCB-Löcher müssen präzise mit den LED-Anschlüssen ausgerichtet sein, um Montagespannungen zu vermeiden.
6.2 Lagerung
LEDs sollten in einer kühlen, trockenen Umgebung (≤30°C, ≤70% relative Luftfeuchtigkeit) gelagert werden. Die empfohlene Lagerdauer nach Versand beträgt 3 Monate. Für längere Lagerung (bis zu einem Jahr) sollten die Bauteile in einem versiegelten, feuchtigkeitsdichten Beutel mit Trockenmittel, vorzugsweise in Stickstoffatmosphäre, aufbewahrt werden, um Feuchtigkeitsaufnahme und potenzielles \"Popcorning\" während des Lötens zu verhindern.
6.3 Lötprozess
Ein Mindestabstand von 3mm muss zwischen der Lötstelle und dem Epoxidharzkörper eingehalten werden. Empfohlene Lötparameter sind:
Handlöten: Lötspitzentemperatur ≤300°C (für max. 30W Lötkolben), Lötzeit ≤3 Sekunden pro Anschluss.
Wellen-/Tauchlöten: Vorwärmtemperatur ≤100°C für ≤60 Sekunden; Lötbad-Temperatur ≤260°C für ≤5 Sekunden.
Das bereitgestellte Lötprofil-Diagramm empfiehlt einen schnellen Temperaturanstieg, eine Plateau-(Soak-)Zone, einen kurzen Peak bei 260°C und ein kontrolliertes Abkühlen. Schnelles Abkühlen oder thermischer Schock sollte vermieden werden. Nachlöten (mehr als ein Zyklus von Tauch- oder Handlöten) wird nicht empfohlen.
6.4 Reinigung
Wenn nach dem Löten eine Reinigung notwendig ist, verwenden Sie Isopropylalkohol bei Raumtemperatur für nicht länger als eine Minute. Verwenden Sie keine Ultraschallreinigung, es sei denn, ihre Auswirkungen (Leistung, Frequenz, Dauer) wurden an Probenbaugruppen gründlich vorqualifiziert, da Ultraschallenergie die empfindliche interne Halbleiterstruktur brechen kann.
5.5 Wärmemanagement
Effektives thermisches Management ist eine kritische Designüberlegung. Die Verlustleistungsangabe von 150mW gilt bei 25°C. In realen Anwendungen muss die tatsächliche Verlustleistung (VF* IF) mit steigender Umgebungstemperatur reduziert werden, wie in der Derating-Kurve gezeigt. Für Dauerbetrieb bei hohen Strömen oder in hohen Umgebungstemperaturen sollten Sie die Verwendung eines Kühlkörpers, erhöhte Luftströmung oder gepulsten Betrieb in Betracht ziehen, um die mittlere Sperrschichttemperatur zu senken und langfristige Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
7. Verpackungs- und Bestellinformationen
Die LEDs sind in antistatischen Beuteln verpackt, um sie vor elektrostatischer Entladung (ESD) zu schützen. Diese Beutel befinden sich in Innenkartons, die dann für den Versand in größere Außenkartons gepackt werden. Eine typische Packmenge ist 200-500 Stück pro Beutel, mit 5 Beuteln pro Innenkarton und 10 Innenkartons pro Master-Außenkarton. Das Etikett auf dem Beutel enthält Schlüsselinformationen für Rückverfolgbarkeit und Identifikation, einschließlich der Kunden-Produktnummer (CPN), der Hersteller-Produktnummer (P/N), der Packmenge (QTY) und der Leuchtstärkeklasse (CAT). Andere Codes können die dominante Wellenlängenklasse (HUE), die Durchlassspannungsklasse (REF), die Losnummer und den Datencode angeben.
8. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
8.1 Typische Anwendungsszenarien
- Infrarot-Fernbedienungen: Wird als Sender in TV-, Audio- und Set-Top-Box-Fernbedienungen verwendet.
- Näherungs- und Objekterkennung: Zusammen mit einem Fototransistor, um die Anwesenheit, Abwesenheit oder Position eines Objekts zu erfassen.
- Optische Schalter: Verwendung in Schlitzsensoren (z.B. Papiererkennung in Druckern) oder reflektiven Sensoren.
- Sicherheitssysteme: Für Nachtsichtbeleuchtung in CCTV-Kameras oder als Teil von Infrarot-Einbruchmelde-Strahlen.
- Industrieautomation: Für berührungslose Erfassung in Zähl-, Ausrichtungs- und Füllstandserkennungsanwendungen.
8.2 Designüberlegungen
- Strombegrenzung: Verwenden Sie immer einen Vorwiderstand oder eine Konstantstromquelle, um den Durchlassstrom auf den gewünschten Wert zu begrenzen, berechnet basierend auf der Versorgungsspannung und der Durchlassspannung der LED.
- Gepulster Betrieb: Für Anwendungen, die hohe Spitzenintensität erfordern (wie Fernerkennung), verwenden Sie gepulsten Betrieb mit angemessenem Tastverhältnis, um innerhalb der Spitzenstrom- und Durchschnittsleistungsgrenzen zu bleiben.
- Optisches Design: Berücksichtigen Sie den 30°-Abstrahlwinkel beim Entwerfen von Linsen, Blenden oder Lichtwegen. Für größere Reichweiten können externe Linsen verwendet werden, um den Strahl zu kollimieren.
- Detektorabstimmung: Stellen Sie sicher, dass der ausgewählte Fotodetektor (Fototransistor, Fotodiode oder Empfänger-IC) eine hohe Empfindlichkeit im 850nm-Bereich aufweist.
- Unempfindlichkeit gegen Umgebungslicht: In Umgebungen mit starkem Umgebungslicht (insbesondere Sonnenlicht mit IR-Anteil) verwenden Sie modulierte (gepulste) IR-Signale und synchrone Detektion im Empfänger, um das Signal vom Hintergrundrauschen zu unterscheiden.
9. Technischer Vergleich und Differenzierung
Im Vergleich zu Standard-sichtbaren LEDs ist diese IR-LED für die Ausgabe im Infrarotspektrum mit einem Material (GaAlAs) optimiert, das bei 850nm hohe Effizienz bietet. Ihre Hauptunterscheidungsmerkmale innerhalb der IR-LED-Kategorie sind die Kombination aus relativ hoher Strahlungsintensität (15 mW/sr typisch) und niedriger Durchlassspannung (1,45V typisch), was zu geringerem Stromverbrauch in batteriebetriebenen Geräten führen kann. Der 30°-Abstrahlwinkel bietet eine gute Balance zwischen Strahlkonzentration und Abdeckungsbereich. Die Konformität mit modernen Umweltstandards (RoHS, REACH, halogenfrei) ist ein bedeutender Vorteil für Produkte für den globalen Markt und beseitigt Materialkonformitätsbedenken.
10. Häufig gestellte Fragen basierend auf technischen Parametern
F: Kann ich diese LED direkt an eine 5V-Versorgung anschließen?
A: Nein. Sie müssen einen strombegrenzenden Widerstand verwenden. Zum Beispiel, mit einer 5V-Versorgung, einem Zielstrom von 20mA und einer angenommenen typischen VFvon 1,45V, wäre der Widerstandswert R = (5V - 1,45V) / 0,02A = 177,5Ω. Ein Standard-180Ω-Widerstand wäre geeignet.
F: Was ist der Unterschied zwischen den DC- und gepulsten Strahlungsintensitätswerten?
A: Der DC-Wert (15 mW/sr bei 20mA) gilt für Dauerbetrieb, bei dem thermische Effekte die Ausgangsleistung begrenzen. Der gepulste Wert (80 mW/sr bei 100mA) ist erreichbar, weil der kurze Puls es der Sperrschicht nicht erlaubt, sich signifikant zu erwärmen, was einen viel höheren Momentanstrom und damit eine höhere Lichtausgabe ermöglicht.
F: Wie identifiziere ich die Kathode?
A: In einem Standard-5mm-Gehäuse ist die Kathode typischerweise durch zwei Merkmale gekennzeichnet: 1) Eine abgeflachte Kante am runden Kunststofflinsenrand. 2) Der Kathodenanschluss ist normalerweise kürzer als der Anodenanschluss. Überprüfen Sie die Polarität immer vor dem Löten.
F: Ist diese LED empfindlich gegenüber ESD?
A: Wie alle Halbleiterbauteile kann sie durch elektrostatische Entladung beschädigt werden. Sie wird in antistatischer Verpackung geliefert und sollte während der Montage mit angemessenen ESD-Vorsichtsmaßnahmen gehandhabt werden.
11. Praktischer Design- und Anwendungsfall
Fall: Entwurf eines einfachen Objekterkennungssensors
Eine häufige Anwendung ist ein Lichtschranken-Sensor. Die HIR333/H0 IR-LED wird auf einer Seite eines Weges platziert und ein Fototransistor direkt gegenüber. Wenn ein Objekt zwischen ihnen hindurchgeht, unterbricht es den Infrarotstrahl, was zu einer Änderung des Ausgangssignals des Fototransistors führt. Für dieses Design:
1. Betreiben Sie die LED mit einem 20mA-Konstantstrom, z.B. über einen einfachen Transistorschalter oder einen Mikrocontroller-GPIO-Pin (mit Vorwiderstand).
2. Für verbesserte Störfestigkeit und Reichweite pulsen Sie die LED mit einer Frequenz (z.B. 38kHz) und verwenden Sie ein Fototransistormodul mit eingebautem 38kHz-Filter.
3. Richten Sie LED und Detektor sorgfältig aus und berücksichtigen Sie den 30°-Abstrahlkegel. Für größere Abstände ziehen Sie in Betracht, vor der LED ein Rohr oder eine Kollimatorlinse anzubringen, um den Strahl zu verengen.
4. Platzieren Sie den Sensor fern von direktem Sonnenlicht oder anderen starken Infrarotlichtquellen, um Fehlauslösungen zu verhindern.
12. Einführung in das Funktionsprinzip
Eine Infrarot-Leuchtdiode (IR-LED) ist eine Halbleiter-pn-Übergangsdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, werden Elektronen aus dem n-Gebiet und Löcher aus dem p-Gebiet über den Übergang injiziert. Wenn diese Ladungsträger im aktiven Gebiet rekombinieren, wird Energie in Form von Photonen (Licht) freigesetzt. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlückenenergie des Halbleitermaterials bestimmt. Die HIR333/H0 verwendet Galliumaluminiumarsenid (GaAlAs), das eine Bandlücke aufweist, die Photonen im nahen Infrarotspektrum entspricht, speziell um 850 Nanometer. Das gelbe Kunststoffgehäuse ist dotiert, um für diese Wellenlänge durchlässig zu sein, während sichtbares Licht blockiert wird, und dient auch als Primärlinse zur Formung des Ausgangsstrahls.
13. Technologietrends und Entwicklungen
Der Trend in der Infrarot-LED-Technologie geht weiterhin in Richtung höherer Effizienz (mehr Lichtausbeute pro elektrischem Watt Eingang) und höherer Leistungsdichten. Dies ermöglicht entweder hellere Quellen oder energieeffizientere Designs. Es gibt auch Entwicklungen bei variierenden Spitzenwellenlängen; während 850nm und 940nm üblich sind, werden andere Wellenlängen für spezifische Anwendungen wie Gasdetektion oder medizinische Diagnostik optimiert. Die Gehäusetechnik entwickelt sich weiter, um Oberflächenmontagetechnik (SMD) für automatisierte Montage zu unterstützen, obwohl Durchsteckgehäuse wie das 5mm-Gehäuse für Prototyping, Reparatur und bestimmte Hochzuverlässigkeitsanwendungen beliebt bleiben. Integration ist ein weiterer Trend, bei dem IR-LEDs mit Treibern, Modulatoren und sogar Detektoren zu einzelnen Modulen kombiniert werden, um das Systemdesign für den Endanwender zu vereinfachen.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |