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Technisches Datenblatt für die 5,0mm Infrarot-LED IR333-A - T-1 3/4-Gehäuse - Spitzenwellenlänge 940nm - Vorwärtsspannung 1,5V

Vollständiges technisches Datenblatt für die IR333-A, eine hochintensive 5,0mm (T-1 3/4) Infrarot-LED mit 940nm Spitzenwellenlänge, 20-Grad Abstrahlwinkel und RoHS/REACH-Konformität.
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PDF-Dokumentendeckel - Technisches Datenblatt für die 5,0mm Infrarot-LED IR333-A - T-1 3/4-Gehäuse - Spitzenwellenlänge 940nm - Vorwärtsspannung 1,5V

1. Produktübersicht

Die IR333-A ist eine hochintensive Infrarot (IR)-Emissionsdiode in einem standardmäßigen 5,0mm (T-1 3/4) blauen Kunststoffgehäuse. Diese Komponente ist darauf ausgelegt, Licht mit einer Spitzenwellenlänge (λp) von 940 Nanometern zu emittieren, die optimal mit gängigen siliziumbasierten Fotodetektoren wie Fototransistoren, Fotodioden und Infrarot-Empfängermodulen harmoniert. Ihre Hauptfunktion besteht darin, als zuverlässige Infrarotlichtquelle in verschiedenen Sensor- und Übertragungssystemen zu dienen.

1.1 Kernvorteile und Zielmarkt

Die IR333-A bietet mehrere entscheidende Vorteile, die sie für industrielle und konsumentenelektronische Anwendungen geeignet machen. Sie zeichnet sich durch eine hohe Strahlungsintensität aus, die eine starke Signalübertragung gewährleistet. Sie arbeitet mit einer niedrigen Vorwärtsspannung, was zur Energieeffizienz beiträgt. Die Komponente ist unter Berücksichtigung der Umweltkonformität entwickelt, ist bleifrei, entspricht den EU REACH-Verordnungen und erfüllt halogenfreie Standards (Br < 900ppm, Cl < 900ppm, Br+Cl < 1500ppm). Ihr Anschlussabstand von 2,54mm macht sie kompatibel mit Standard-Steckplatinen und Leiterplatten. Die Zielmärkte umfassen Industrieautomatisierung, Unterhaltungselektronik, Sicherheitssysteme und Datenkommunikationsschnittstellen, wo zuverlässige Infrarotsignalisierung erforderlich ist.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte, objektive Interpretation der im Datenblatt spezifizierten elektrischen, optischen und thermischen Eigenschaften.

2.1 Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Grenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden an der Komponente auftreten können. Sie sind nicht für den Normalbetrieb vorgesehen.

2.2 Elektro-optische Eigenschaften

Diese Parameter, gemessen unter einer Standardtestbedingung von Ta=25°C, definieren die Leistung der Komponente unter normalen Betriebsbedingungen.

3. Erklärung des Binning-Systems

Das Datenblatt enthält eine Binning-Tabelle für die Strahlungsintensität, eine gängige Praxis zur Kategorisierung von LEDs basierend auf gemessener Leistung.

3.1 Binning der Strahlungsintensität

LEDs werden basierend auf ihrer gemessenen Strahlungsintensität bei IF=20mA in verschiedene "Bins" oder Ränge (M, N, P, Q, R) sortiert. Dies ermöglicht es Konstrukteuren, Bauteile mit einem garantierten Mindestleistungsniveau für ihre Anwendung auszuwählen. Beispielsweise garantiert die Auswahl eines "Q"-Bin-Bauteils eine Strahlungsintensität zwischen 21,0 und 34,0 mW/sr. Dieses System gewährleistet Konsistenz in Produktionsläufen. Das Datenblatt zeigt für diese spezifische Artikelnummer kein Binning für Spitzenwellenlänge oder Vorwärtsspannung an, was auf eine enge Kontrolle oder eine einzelne Spezifikation für diese Parameter hindeutet.

4. Analyse der Leistungskurven

Die typischen Kennlinienkurven bieten wertvolle Einblicke in das Verhalten der LED unter variierenden Bedingungen. Obwohl die spezifischen grafischen Datenpunkte im Text nicht angegeben sind, ermöglichen die referenzierten Kurven die folgende Analyse.

4.1 Vorwärtsstrom vs. Umgebungstemperatur (Abb.1)

Diese Kurve würde typischerweise die Reduzierung des maximal zulässigen Vorwärtsstroms bei steigender Umgebungstemperatur zeigen. Um Überhitzung zu verhindern und die Zuverlässigkeit sicherzustellen, muss der Dauer-Vorwärtsstrom bei Betrieb über 25°C reduziert werden. Die absolute maximale Verlustleistung von 150mW ist der begrenzende Faktor.

4.2 Spektrale Verteilung (Abb.2)

Diese Darstellung visualisiert die relative optische Leistungsabgabe als Funktion der Wellenlänge. Sie würde eine glockenförmige Kurve zeigen, die bei 940 nm zentriert ist, mit der spektralen Bandbreite von 45 nm. Dies hilft, die Reinheit des Infrarotlichts und seine Übereinstimmung mit der spektralen Empfindlichkeit des Detektors zu verstehen.

4.3 Spitzenemissionswellenlänge vs. Temperatur (Abb.3)

Die Spitzenwellenlänge einer LED hat einen Temperaturkoeffizienten und verschiebt sich typischerweise zu längeren Wellenlängen (Rotverschiebung), wenn die Sperrschichttemperatur steigt. Diese Kurve quantifiziert diese Verschiebung für die IR333-A, was für Anwendungen wichtig ist, die eine präzise Wellenlängenabstimmung erfordern.

4.4 Vorwärtsstrom vs. Vorwärtsspannung (IV-Kurve) (Abb.4)

Diese grundlegende Kurve zeigt die exponentielle Beziehung zwischen der über die LED angelegten Spannung und dem resultierenden Strom. Sie ist entscheidend für den Entwurf der strombegrenzenden Treiberschaltung. Die Kurve zeigt die typische "Knie"-Spannung (ca. 1,2-1,5V) und wie die Spannung mit steigendem Strom ansteigt.

4.5 Strahlungsintensität vs. Vorwärtsstrom (Abb.5)

Diese Kurve demonstriert die sublineare Beziehung zwischen Treiberstrom und Lichtausbeute. Während die Intensität mit dem Strom steigt, nimmt der Wirkungsgrad (Lichtausbeute pro elektrischer Eingangsleistung) bei sehr hohen Strömen typischerweise aufgrund erhöhter Wärmeentwicklung ab. Die Daten aus der Tabelle (20mA -> 20 mW/sr typ, 100mA gepulst -> 85 mW/sr typ) deuten auf diese Beziehung hin.

4.6 Relative Strahlungsintensität vs. Winkelabweichung (Abb.6)

Dies ist das räumliche Abstrahlungsmuster der LED. Es stellt die normierte Intensität als Funktion des Winkels von der Mittelachse dar. Für eine 5mm-LED mit einer Linsenkalotte ist dieses Muster typischerweise lambertisch oder nahezu lambertisch. Der spezifizierte Abstrahlwinkel von 20 Grad (2θ1/2) ist ein Schlüsseldatenpunkt aus dieser Kurve, der die Breite des Strahls definiert.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen

Die IR333-A verwendet das industrieübliche T-1 3/4 (5,0mm Durchmesser) Gehäuse. Der Anschlussabstand beträgt 2,54mm (0,1 Zoll), was der Standardrastermaß für Durchsteckbauteile auf Leiterplatten ist. Das Gehäusematerial ist blauer Kunststoff, der bis zu einem gewissen Grad als sichtbares Lichtfilter wirken kann, um zu verhindern, dass Umgebungslicht die Chip erreicht und potenziell Rauschen im Detektorkreis verursacht. Die Kathode wird typischerweise durch eine abgeflachte Stelle am Gehäuserand und/oder einen kürzeren Anschluss identifiziert. Konstrukteure müssen die detaillierte Gehäusezeichnung (impliziert durch den Abschnitt "Gehäuseabmessungen") für genaue Maße und Toleranzen (±0,25mm sofern nicht anders angegeben) konsultieren.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Der absolute Maximalwert für die Löttemperatur beträgt 260°C für eine Dauer von nicht mehr als 10 Sekunden. Dies ist ein typischer Wert für bleifreie Reflow-Lötprozesse. Für Handlötung sollte ein temperaturgeregelter Lötkolben verwendet werden, und die Kontaktzeit sollte minimiert werden, um thermische Schäden am Kunststoffgehäuse und den internen Bonddrähten zu verhindern. Während der Handhabung und Montage sollten Standard-ESD-Vorsichtsmaßnahmen (Elektrostatische Entladung) beachtet werden, da LEDs empfindliche Halbleiterbauelemente sind. Die Lagerung sollte innerhalb des spezifizierten Temperaturbereichs von -40°C bis +100°C in einer trockenen Umgebung erfolgen.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Die Standardverpackungsspezifikation ist wie folgt: 200 bis 500 Stück sind in einem Beutel verpackt. Fünf Beutel werden dann in eine Box gelegt. Schließlich werden zehn Boxen in einen Masterkarton verpackt. Das Etikett auf der Verpackung enthält kritische Informationen für Rückverfolgbarkeit und Identifikation: Kundeneigene Produktionsnummer (CPN), Produktionsnummer (P/N), Packmenge (QTY), Ränge (CAT, bezieht sich auf das Intensitäts-Bin), Spitzenwellenlänge (HUE), einen Referenzcode und die Losnummer (LOT No), die einen Code für den Herstellungsmonat enthält.

8. Anwendungsempfehlungen

8.1 Typische Anwendungsszenarien

8.2 Designüberlegungen

9. Technischer Vergleich und Differenzierung

Im Vergleich zu generischen 5mm IR-LEDs sind die Hauptunterscheidungsmerkmale der IR333-A ihre klar spezifizierte hohe Strahlungsintensität (bis zu 48 mW/sr min für den R-Bin) und ihre umfassende Umweltkonformität (RoHS, REACH, halogenfrei). Das detaillierte Binning-System bietet garantierte Leistungsniveaus, was für die Designkonsistenz in der Serienproduktion wesentlich ist. Die 940nm Wellenlänge ist eine der gebräuchlichsten und vielseitigsten und bietet einen guten Kompromiss zwischen Detektorempfindlichkeit und geringerer Absorption in der Atmosphäre im Vergleich zu längeren Wellenlängen. Ihre niedrige Vorwärtsspannung kann im Vergleich zu LEDs mit höherer Vf in batteriebetriebenen Geräten zu einem etwas geringeren Stromverbrauch führen.

10. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

  1. F: Kann ich diese LED direkt von einem 5V-Mikrocontroller-Pin ansteuern?A: Nein. Ein Mikrocontroller-Pin kann typischerweise nicht sicher 20mA liefern, und noch wichtiger, es gibt keine Strombegrenzung. Sie müssen einen Transistor als Schalter und einen Vorwiderstand verwenden, um den Strom auf den gewünschten Wert zu begrenzen (z.B. 20mA). Berechnen Sie den Widerstand mit R = (5V - 1,5V) / 0,02A = 175Ω. Verwenden Sie den nächstgelegenen Standardwert (z.B. 180Ω).
  2. F: Was ist der Unterschied zwischen Dauer- und Pulsbetrieb?A: Dauerbetrieb (DC) erzeugt konstante Wärme. Pulsbetrieb (mit niedrigem Tastverhältnis) ermöglicht einen viel höheren Momentanstrom (bis zu 1A), weil die LED zwischen den Pulsen Zeit zum Abkühlen hat, was eine thermische Überlastung verhindert. Dies ergibt eine viel höhere optische Spitzenleistung.
  3. F: Wie identifiziere ich die Kathode?A: Suchen Sie bei diesem Gehäuse nach einer abgeflachten Stelle am Kunststoffrand der LED. Der Anschluss, der dieser flachen Stelle am nächsten ist, ist die Kathode. Zusätzlich ist der Kathodenanschluss oft kürzer als der Anodenanschluss.
  4. F: Ist ein Kühlkörper erforderlich?A: Für Dauerbetrieb bei 20mA (ca. 30mW Verlustleistung) ist im Allgemeinen kein Kühlkörper erforderlich. Wenn Sie nahe dem Maximalstrom (100mA DC) oder bei hohen Umgebungstemperaturen arbeiten, berücksichtigen Sie die thermische Reduktion und sorgen Sie möglicherweise für eine gewisse Kühlung auf Leiterplattenebene.
  5. F: Warum ist das Gehäuse blau?A: Der blaue Kunststoff wirkt als Filter, der etwas sichtbares Licht blockiert, wodurch das Gehäuse dunkel erscheint. Dies hilft, die Menge an Umgebungslicht, die in das Gehäuse eindringen und den IR-emittierenden Chip erreichen kann, zu reduzieren, was sonst Störungen im Detektorkreis verursachen könnte.

11. Praktisches Anwendungsbeispiel

Entwurf eines einfachen Objekterkennungssensors:Eine häufige Anwendung ist ein Unterbrechungssensor. Platzieren Sie die IR333-A auf einer Seite und einen Fototransistor (z.B. auf 940nm abgestimmt) auf der anderen Seite, auf derselben Achse ausgerichtet. Steuern Sie die LED mit einem 180Ω Widerstand von einer 5V Versorgung an, was etwa 20mA Strom ergibt. Wenn ein Objekt zwischen ihnen hindurchgeht, unterbricht es den Infrarotstrahl. Der Kollektor-Emitter-Widerstand des Fototransistors ändert sich dramatisch. Diese Änderung kann mit einem Pull-up-Widerstand in ein Spannungssignal umgewandelt und einem Komparator oder einem Mikrocontroller-ADC-Pin zugeführt werden, um die Anwesenheit des Objekts zu erkennen. Um Umgebungslicht zu bekämpfen, könnten Sie die LED mit einer bestimmten Frequenz (z.B. 1kHz) pulsieren und einen Bandpassfilter oder eine synchrone Detektion im Empfängerkreis verwenden.

12. Funktionsprinzip

Eine Infrarot-Leuchtdiode (IR-LED) ist eine Halbleiter-pn-Übergangsdiode. Wenn sie in Durchlassrichtung vorgespannt ist (positive Spannung an der Anode relativ zur Kathode), werden Elektronen aus dem n-Typ-Gebiet und Löcher aus dem p-Typ-Gebiet in den Übergangsbereich injiziert. Wenn diese Ladungsträger rekombinieren, setzen sie Energie frei. In einer IR-LED wird diese Energie hauptsächlich in Form von Photonen (Lichtteilchen) im Infrarotspektrum freigesetzt. Die spezifische Wellenlänge (in diesem Fall 940nm) wird durch die Bandlückenenergie der verwendeten Halbleitermaterialien (Gallium-Aluminium-Arsenid - GaAlAs, wie im Geräteauswahlleitfaden angegeben) bestimmt. Das Kunststoffgehäuse umschließt den Chip, bietet mechanischen Schutz und enthält eine Linse, die das emittierte Licht in das spezifizierte Abstrahlwinkelmuster formt.

13. Technologietrends

Die Infrarot-LED-Technologie entwickelt sich ständig weiter. Allgemeine Trends in der Industrie umfassen die Entwicklung von Bauteilen mit noch höherer Strahlungsintensität und Wandlungseffizienz (optische Leistung / elektrische Leistung). Es gibt auch einen Trend zur Miniaturisierung, wobei oberflächenmontierbare (SMD) Gehäuse für platzbeschränkte Anwendungen verbreiteter werden als Durchsteckgehäuse wie das T-1 3/4. Die Nachfrage nach spezifischen, schmalen Wellenlängenbändern wächst für spezialisierte Anwendungen wie Gassensorik oder biomedizinische Überwachung. Darüber hinaus ist Integration ein Schlüsseltrend, wobei kombinierte Sender-Empfänger-Paare in einzelnen Gehäusen oder LEDs mit integrierten Treibern verfügbar werden, um den Schaltungsentwurf zu vereinfachen und den Platzbedarf zu reduzieren.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.