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SiC-Schottky-Diode TO-252-3L Datenblatt - Gehäuse 6,6x9,84x2,3mm - Spannung 650V - Strom 6A - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für eine 650V, 6A Siliziumkarbid (SiC) Schottky-Diode im TO-252-3L (DPAK) Gehäuse. Enthält elektrische Kennwerte, thermische Leistung, Gehäuseabmessungen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - SiC-Schottky-Diode TO-252-3L Datenblatt - Gehäuse 6,6x9,84x2,3mm - Spannung 650V - Strom 6A - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses Dokument enthält die vollständige Spezifikation für eine hochleistungsfähige Siliziumkarbid (SiC) Schottky-Barrier-Diode. Das Bauteil ist in einem oberflächenmontierbaren TO-252-3L Gehäuse (häufig als DPAK bezeichnet) ausgelegt und bietet eine robuste Lösung für Hochfrequenz- und hocheffiziente Leistungswandlerschaltungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Silizium-PN-Übergangsdioden nutzt diese SiC-Schottky-Diode einen Metall-Halbleiter-Übergang, wodurch grundsätzlich die Sperrschicht-Rückstromladung entfällt – eine wesentliche Quelle für Schaltverluste und elektromagnetische Störungen (EMV) in Leistungssystemen.

Der Kernvorteil dieses Bauteils liegt in seinen Materialeigenschaften. Siliziumkarbid bietet im Vergleich zu Silizium eine größere Bandlücke, eine höhere Wärmeleitfähigkeit und eine höhere kritische elektrische Feldstärke. Diese Materialvorteile schlagen sich direkt in der Leistung der Diode nieder: Sie kann bei höheren Spannungen, höheren Temperaturen und mit deutlich geringeren Schaltverlusten betrieben werden. Die Zielmärkte für dieses Bauteil sind moderne leistungselektronische Anwendungen, bei denen Effizienz, Leistungsdichte und Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind.

1.1 Hauptmerkmale und Vorteile

Das Bauteil vereint mehrere fortschrittliche Merkmale, die deutliche Vorteile im Systemdesign bieten:

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte, objektive Interpretation der im Datenblatt angegebenen wesentlichen elektrischen und thermischen Parameter. Das Verständnis dieser Parameter ist entscheidend für eine zuverlässige Schaltungsauslegung.

2.1 Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Grenzen, bei deren Überschreitung eine dauerhafte Beschädigung des Bauteils auftreten kann. Ein Betrieb unter oder an diesen Grenzen wird nicht garantiert.

2.2 Elektrische Kenngrößen

Dies sind die typischen und garantierten Maximal-/Minimalleistungsparameter unter spezifizierten Testbedingungen.

3. Thermische Eigenschaften

Ein effektives thermisches Management ist unerlässlich, um den Nennstrom des Bauteils und seine Langzeitzuverlässigkeit zu gewährleisten.

4. Analyse der Kennlinien

Die typischen Kennlinien bieten einen visuellen Einblick in das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Betriebsbedingungen.

4.1 VF-IF-Kennlinie

Diese Kennlinie zeigt den Zusammenhang zwischen Flussspannung und Durchlassstrom bei verschiedenen Sperrschichttemperaturen. Wichtige Beobachtungen: Die Kurve ist im Arbeitsbereich relativ linear, was ihr Schottky-Verhalten bestätigt. Der Spannungsabfall steigt mit Strom und Temperatur. Diese Kennlinie wird zur Abschätzung der Durchlassverluste (Pcond = VF * IF) verwendet.

4.2 VR-IR-Kennlinie

Diese Kennlinie stellt den Sperrstrom in Abhängigkeit von der Sperrspannung dar, typischerweise bei mehreren Temperaturen. Sie zeigt den exponentiellen Anstieg des Sperrstroms mit sowohl Spannung als auch Temperatur. Dies ist entscheidend für die Bewertung von Bereitschaftsverlusten und der thermischen Stabilität im Hochspannungs-Sperrzustand.

4.3 Maximale IF-TC-Kennlinie

Diese Entlastungskurve zeigt, wie der maximal zulässige Dauer-Durchlassstrom mit steigender Gehäusetemperatur (TC) abnimmt. Sie leitet sich aus der Formel ab: IF(max) = sqrt((TJ,max - TC) / (Rth(JC) * VF)). Entwickler müssen diese Kurve verwenden, um eine geeignete Kühlung oder Leiterplattenlayout zu wählen, um eine ausreichend niedrige Gehäusetemperatur für den erforderlichen Strom aufrechtzuerhalten.

4.4 Transienter Wärmewiderstand

Diese Kennlinie zeigt die thermische Impedanz (Zth) in Abhängigkeit von der Impulsbreite. Für kurze Stromimpulse ist der effektive Wärmewiderstand niedriger als der stationäre Rth(JC), da die Wärme keine Zeit hat, sich durch das gesamte System auszubreiten. Diese Kennlinie ist wesentlich für die Bewertung des thermischen Verhaltens der Diode auf wiederholte Schaltströme oder kurzzeitige Stoßereignisse.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Gehäuseumriss und Abmessungen

Das Bauteil ist in einem oberflächenmontierbaren TO-252-3L (DPAK) Gehäuse untergebracht. Wichtige Abmessungen aus dem Datenblatt sind:

Alle Toleranzen sind spezifiziert, und Entwickler müssen für das Design des Leiterplatten-Footprints auf die detaillierte Zeichnung verweisen.

5.2 Pinbelegung und Polarität

Das Gehäuse hat drei externe Anschlüsse: zwei Anschlussbeine und die freiliegende thermische Fläche.