Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Technische Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektro-optische Eigenschaften
- 3. Kennlinienanalyse
- 3.1 Relative Intensität vs. Wellenlänge
- 3.2 Richtcharakteristik
- 3.3 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kennlinie)
- 3.4 Relative Intensität vs. Durchlassstrom
- 3.5 Thermische Eigenschaften
- 4. Mechanische und Verpackungsinformationen
- 4.1 Gehäuseabmessungen
- 4.2 Polaritätskennzeichnung
- 5. Löt- und Montagerichtlinien
- 5.1 Anschlussbeinformung
- 5.2 Lagerung
- 5.3 Lötprozess
- 5.4 Reinigung
- 5.5 Wärmemanagement
- 6. Verpackung und Bestellinformationen
- 6.1 Verpackungsspezifikation
- 6.2 Etikettenerklärung
- 7. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
- 7.1 Typische Anwendungsschaltungen
- 7.2 Designüberlegungen
- 8. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 9. Häufig gestellte Fragen (FAQs)
- 9.1 Kann ich diese LED mit 30mA für mehr Helligkeit betreiben?
- 9.2 Was ist der Unterschied zwischen Spitzenwellenlänge und dominanter Wellenlänge?
- 9.3 Warum ist die Lagerbedingung (3 Monate) wichtig?
- 9.4 Wie interpretiere ich die Binning-Codes (CAT, HUE, REF)?
- 10. Praktische Design-Fallstudie
- 10.1 Entwurf eines Frontplatten-Statusindikators
1. Produktübersicht
Dieses Dokument enthält die technischen Spezifikationen einer hochhellen, tiefroten LED-Lampe für allgemeine Anzeige- und Hintergrundbeleuchtungsanwendungen. Das Bauteil nutzt AlGaInP-Chip-Technologie, die in einem roten, diffundierenden Harz eingekapselt ist und Licht mit einer dominanten Wellenlänge von etwa 639 nm erzeugt. Es zeichnet sich durch einen weiten Abstrahlwinkel von 120 Grad aus und wird auf Band und Rolle für die automatisierte Bestückung geliefert.
Das Produkt ist für Zuverlässigkeit und Robustheit ausgelegt und entspricht relevanten Umwelt- und Sicherheitsstandards, einschließlich RoHS, EU REACH und halogenfreien Anforderungen (Br <900 ppm, Cl <900 ppm, Br+Cl < 1500 ppm). Die Hauptanwendungen umfassen den Einsatz in Unterhaltungselektronik wie Fernsehern, Monitoren, Telefonen und Computern, wo ein klarer, sichtbarer roter Indikator erforderlich ist.
2. Technische Parameter
2.1 Absolute Maximalwerte
Das Bauteil darf nicht über diese Grenzwerte hinaus betrieben werden, da dies zu dauerhaften Schäden führen kann.
- Dauer-Durchlassstrom (IF): 25 mA
- Elektrostatische Entladung (ESD): 2000 V (Human Body Model)
- Sperrspannung (VR): 5 V
- Verlustleistung (Pd): 60 mW
- Betriebstemperatur (Topr): -40°C bis +85°C
- Lagertemperatur (Tstg): -40°C bis +100°C
- Löttemperatur (Tsol): Maximal 260°C für 5 Sekunden
2.2 Elektro-optische Eigenschaften
Alle Parameter werden bei einer Umgebungstemperatur (Ta) von 25°C und einem Durchlassstrom (IF) von 20 mA gemessen, sofern nicht anders angegeben.
- Lichtstärke (Iv): Typisch 16 mcd (Minimum 10 mcd)
- Abstrahlwinkel (2θ1/2): 120 Grad (Typisch)
- Spitzenwellenlänge (λp): 650 nm (Typisch)
- Dominante Wellenlänge (λd): 639 nm (Typisch)
- Spektrale Strahlungsbandbreite (Δλ): 20 nm (Typisch)
- Durchlassspannung (VF): Typisch 2,0 V (Maximum 2,4 V)
- Sperrstrom (IR): Maximum 10 μA bei VR=5V
Hinweis: Die Messunsicherheiten betragen ±10% für die Lichtstärke, ±0,1V für die Durchlassspannung und ±1,0nm für die dominante Wellenlänge.
3. Kennlinienanalyse
Das Datenblatt enthält mehrere Kennlinien, die das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen veranschaulichen. Diese sind für den Schaltungsentwurf und das Wärmemanagement unerlässlich.
3.1 Relative Intensität vs. Wellenlänge
Diese Kurve zeigt die spektrale Leistungsverteilung, die um die Spitzenwellenlänge von 650 nm zentriert ist, mit einer typischen Bandbreite von 20 nm, was die tiefrote Farbausgabe bestätigt.
3.2 Richtcharakteristik
Ein Polardiagramm veranschaulicht den 120-Grad-Abstrahlwinkel und zeigt die Winkelverteilung der Lichtintensität. Das Muster ist typisch für eine lampenförmige LED mit diffundierender Linse.
3.3 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kennlinie)
Dieses Diagramm zeigt die nichtlineare Beziehung zwischen Strom und Spannung. Die typische Durchlassspannung beträgt 2,0V bei 20mA. Entwickler müssen auf Basis dieser Kurze strombegrenzende Widerstände oder Konstantstromtreiber verwenden.
3.4 Relative Intensität vs. Durchlassstrom
Die Lichtleistung (relative Intensität) steigt mit dem Durchlassstrom, ist aber nicht perfekt linear. Ein Betrieb über dem absoluten Maximalwert von 25mA ist verboten und verkürzt die Lebensdauer.
3.5 Thermische Eigenschaften
Zwei wichtige Diagramme werden bereitgestellt:
Relative Intensität vs. Umgebungstemperatur: Zeigt, dass die Lichtleistung mit steigender Umgebungstemperatur abnimmt. Dies muss in Designs für Hochtemperaturumgebungen berücksichtigt werden.
Durchlassstrom vs. Umgebungstemperatur: Zeigt, wie der maximal zulässige Durchlassstrom bei Umgebungstemperaturen über 25°C reduziert werden muss, um innerhalb der Verlustleistungsgrenze von 60mW zu bleiben.
4. Mechanische und Verpackungsinformationen
4.1 Gehäuseabmessungen
Die LED ist in einem standardmäßigen 5mm-Rundgehäuse (oft als T-1 3/4 bezeichnet) untergebracht. Wichtige Abmessungshinweise umfassen:
- Alle Abmessungen sind in Millimetern.
- Die Höhe des Flansches (der Rand an der Basis der Kuppel) muss kleiner als 1,5mm sein.
- Die allgemeine Toleranz für Abmessungen beträgt ±0,25mm, sofern in der Zeichnung nicht anders angegeben.
- Die Zeichnung zeigt den Anschlussabstand, den Gehäusedurchmesser und die Gesamthöhe, die für das PCB-Footprint-Design entscheidend sind.
4.2 Polaritätskennzeichnung
Der längere Anschluss bezeichnet die Anode (Plus), der kürzere die Kathode (Minus). Dies ist die Standardkonvention für Durchsteck-LEDs. Die Kathode kann auch durch eine abgeflachte Stelle am Kunststofflinsenflansch gekennzeichnet sein.
5. Löt- und Montagerichtlinien
Eine sachgemäße Handhabung ist entscheidend, um die Zuverlässigkeit sicherzustellen und Schäden an der LED zu verhindern.
5.1 Anschlussbeinformung
- Biegen Sie die Anschlüsse an einer Stelle, die mindestens 3mm von der Basis des Epoxidharz-Glaskörpers entfernt ist.
- Führen Sie die Anschlussbeinformungvor soldering.
- dem Löten durch. Vermeiden Sie Spannung auf das Gehäuse während des Biegens.
- Schneiden Sie die Anschlüsse bei Raumtemperatur.
- Stellen Sie sicher, dass die PCB-Löcher perfekt mit den LED-Anschlüssen ausgerichtet sind, um Montagespannung zu vermeiden.
5.2 Lagerung
- Lagern Sie bei ≤30°C und ≤70% relativer Luftfeuchtigkeit (RH). Die Haltbarkeit unter diesen Bedingungen beträgt 3 Monate.
- Für eine Lagerung über 3 Monate hinaus verwenden Sie einen versiegelten Behälter mit Stickstoffatmosphäre und Trockenmittel für bis zu 1 Jahr.
- Vermeiden Sie schnelle Temperaturwechsel in feuchten Umgebungen, um Kondensation zu verhindern.
5.3 Lötprozess
Allgemeine Regel: Halten Sie einen Mindestabstand von 3mm von der Lötstelle zum Epoxidharz-Glaskörper ein.
Handlöten:
- Lötspitzentemperatur: Maximal 300°C (für ein max. 30W-Lötkolben).
- Lötzeit: Maximal 3 Sekunden pro Anschluss.
Wellenlöten (DIP):
- Vorwärmtemperatur: Maximal 100°C (für max. 60 Sekunden).
- Lötbad-Temperatur & Zeit: Maximal 260°C für 5 Sekunden.
Kritische Löthinweise:
- Vermeiden Sie Spannung auf die Anschlüsse während und unmittelbar nach dem Löten, solange die LED heiß ist.
- Löten Sie nicht (durch Tauch- oder Handlöten) mehr als einmal.
- Schützen Sie die LED vor mechanischem Stoß/Vibration, bis sie auf Raumtemperatur abgekühlt ist.
- Verwenden Sie die niedrigstmögliche Temperatur, die eine zuverlässige Lötstelle gewährleistet.
- Befolgen Sie das empfohlene Lötprofil (Vorwärmen, laminare Welle, Abkühlung), um thermischen Schock zu minimieren.
5.4 Reinigung
- Reinigen Sie bei Bedarf nur mit Isopropylalkohol bei Raumtemperatur für ≤1 Minute.
- Lufttrocknen bei Raumtemperatur.
- Verwenden Sie keine Ultraschallreinigung, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich und nur nach Vorabtests, die bestätigen, dass keine Schäden auftreten.
5.5 Wärmemanagement
Das Wärmemanagement muss während der Anwendungsentwurfsphase berücksichtigt werden. Der Durchlassstrom muss basierend auf der Betriebsumgebungstemperatur angemessen reduziert werden, um ein Überschreiten der maximalen Sperrschichttemperatur und der Verlustleistungsgrenze zu verhindern und so die Langzeitzuverlässigkeit sicherzustellen.
6. Verpackung und Bestellinformationen
6.1 Verpackungsspezifikation
Die LEDs sind verpackt, um Schäden durch elektrostatische Entladung (ESD) und Feuchtigkeit zu verhindern.
- Primärverpackung: Antistatische Beutel.
- Sekundärverpackung: Innenkartons.
- Tertiärverpackung: Außenkartons.
- Packmenge: 200 bis 500 Stück pro Beutel. 5 Beutel pro Innenkarton. 10 Innenkartons pro Außenkarton.
6.2 Etikettenerklärung
Die Etiketten auf der Verpackung enthalten die folgenden Informationen:
- CPN: Kundeneigene Produktionsnummer
- P/N: Produktionsnummer (Teilenummer)
- QTY: Packmenge
- CAT: Rang/Bin für Lichtstärke
- HUE: Rang/Bin für dominante Wellenlänge
- REF: Rang/Bin für Durchlassspannung
- LOT No: Fertigungslosnummer für Rückverfolgbarkeit.
7. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
7.1 Typische Anwendungsschaltungen
Für die Verwendung mit einer Konstantspannungsquelle (z.B. 5V oder 12V) ist ein strombegrenzender Widerstand zwingend erforderlich. Der Widerstandswert (R) kann mit dem Ohmschen Gesetz berechnet werden: R = (Vversorgung- VF) / IF. Unter Verwendung des typischen VFvon 2,0V und einem gewünschten IFvon 20mA mit einer 5V-Versorgung: R = (5V - 2,0V) / 0,020A = 150 Ω. Ein Widerstand mit einer Nennleistung von mindestens (5V-2,0V)*0,020A = 0,06W sollte gewählt werden.
7.2 Designüberlegungen
- Stromversorgung: Immer mit Konstantstrom betreiben oder einen Reihenwiderstand verwenden. Niemals direkt an eine Spannungsquelle anschließen.
- Thermisches Design: Für Dauerbetrieb bei hohen Umgebungstemperaturen oder nahe dem Maximalstrom, berücksichtigen Sie die PCB-Kupferfläche zur Wärmeableitung.
- Optisches Design: Der 120°-Abstrahlwinkel eignet sich für Weitwinkelindikatoren. Für fokussierteres Licht kann eine externe Linse erforderlich sein.
- ESD-Schutz: Implementieren Sie ESD-Schutzmaßnahmen in der Montageumgebung und auf der Leiterplatte, wenn die LED benutzerzugänglich ist.
8. Technischer Vergleich und Differenzierung
Diese tiefrote AlGaInP-LED bietet spezifische Vorteile:
- vs. Standardrote LEDs: Die tiefrote Wellenlänge (639nm dominant) liegt weiter im roten Spektrum als bei Standard-LEDs (~625nm), was für Anwendungen mit spezifischer spektraler Empfindlichkeit vorteilhaft sein kann.
- vs. Hochleistungs-LEDs: Dies ist eine Niedrigleistungs-Indikatorlampe (60mW max). Sie ist nicht für Beleuchtung, sondern für Statusanzeige und Hintergrundbeleuchtung konzipiert, wo niedrigere Kosten und einfachere Treiberschaltungen Priorität haben.
- Hauptmerkmale: Die Kombination aus einem weiten 120°-Abstrahlwinkel, relativ niedriger Durchlassspannung (~2,0V) und der Einhaltung moderner Umweltstandards (RoHS, halogenfrei) macht sie für ein breites Spektrum an Unterhaltungselektronik geeignet.
9. Häufig gestellte Fragen (FAQs)
9.1 Kann ich diese LED mit 30mA für mehr Helligkeit betreiben?
No.Der absolute Maximalwert für den Dauer-Durchlassstrom beträgt 25 mA. Das Überschreiten dieses Wertes wird die Lebensdauer der LED erheblich verkürzen und kann aufgrund von Überhitzung oder Überlastung zu sofortigem Ausfall führen.
9.2 Was ist der Unterschied zwischen Spitzenwellenlänge und dominanter Wellenlänge?
Spitzenwellenlänge (650nm)ist die Wellenlänge, bei der die abgegebene optische Leistung maximal ist.
Dominante Wellenlänge (639nm)ist die einzelne Wellenlänge, die das menschliche Auge als mit der Farbe der Lichtquelle übereinstimmend wahrnimmt. Sie ist das photometrische Äquivalent. Entwickler sollten für farbkritische Anwendungen auf die dominante Wellenlänge verweisen.
9.3 Warum ist die Lagerbedingung (3 Monate) wichtig?
LED-Gehäuse können Feuchtigkeit aus der Atmosphäre aufnehmen. Wenn ein feuchtigkeitsbeladenes Gehäuse dem Hochtemperaturlöten ausgesetzt wird, kann die schnelle Verdampfung der Feuchtigkeit zu innerer Delamination oder Rissbildung ("Popcorning") führen. Die 3-monatige Haltbarkeit geht von der standardmäßigen werkstrockenen Verpackung aus. Für längere Lagerung ist die empfohlene trockene Stickstoffumgebung notwendig.
9.4 Wie interpretiere ich die Binning-Codes (CAT, HUE, REF)?
Diese Codes geben an, zu welcher Leistungsuntergruppe die LED gehört. Zum Beispiel haben alle LEDs mit einem bestimmten HUE-Code eine dominante Wellenlänge innerhalb eines sehr engen Bereichs (z.B. 638-640nm). Dies ermöglicht eine engere Farb- und Helligkeitsabstimmung in Anwendungen mit mehreren LEDs. Konsultieren Sie das detaillierte Binning-Dokument des Herstellers für die genauen Bereiche, die jedem Code zugeordnet sind.
10. Praktische Design-Fallstudie
10.1 Entwurf eines Frontplatten-Statusindikators
Szenario: Ein Einschaltknopf an einem Gerät benötigt einen hellen, weitwinkligen roten Indikator. Die verfügbare Systemspannung beträgt 3,3V.
Designschritte:
- Stromauswahl: Wählen Sie einen Betriebsstrom. Für gute Helligkeit und Langlebigkeit werden 15mA gewählt (deutlich unter dem Maximalwert von 25mA).
- Widerstandsberechnung: Unter Verwendung des maximalen VF(2,4V) für ein konservatives Design: R = (3,3V - 2,4V) / 0,015A = 60 Ω. Der nächstgelegene Standardwert ist 62 Ω.
- Widerstandsbelastbarkeit: P = (3,3V - 2,4V) * 0,015A = 0,0135W. Ein Standard-1/8W (0,125W)-Widerstand ist mehr als ausreichend.
- PCB-Layout: Platzieren Sie den strombegrenzenden Widerstand in Reihe mit der Anode der LED. Stellen Sie sicher, dass der PCB-Lochabstand mit dem Anschlussabstand der LED übereinstimmt. Bieten Sie eine kleine Kupferfläche, die mit dem Kathodenanschluss verbunden ist, für eine geringe Wärmeableitung.
- Mechanische Passung: Überprüfen Sie, ob der 5mm-Linsendurchmesser und die erforderliche Flanschhöhe (<1,5mm) in den Frontplattenausschnitt und die Blende passen.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |