Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Merkmale
- 1.2 Anwendungen
- 2. Gehäuseabmessungen und Konfiguration
- 3. Grenzwerte und Kenngrößen
- 3.1 Absolute Maximalwerte
- 3.2 Elektrische und optische Kenngrößen
- 3.3 Wichtige Hinweise zu den Kenngrößen
- 4. Binning-System
- 4.1 Lichtstärke-Bins
- 5. Analyse der Kennlinien
- 6. Mechanik, Bestückung und Handhabung
- 6.1 Gehäuse und Leiterplattenlayout
- 6.2 Lötrichtlinien
- 6.3 Reinigung
- 6.4 Lagerung und Feuchtigkeitsempfindlichkeit
- 7. Verpackung für die Produktion
- 8. Anwendungsaspekte und Vorsichtsmaßnahmen
- 8.1 Designaspekte
- 8.2 Typische Schaltungskonfiguration
- 8.3 Zuverlässigkeit und Anwendungsbereich
1. Produktübersicht
Dieses Dokument beschreibt die Spezifikationen einer kompakten, oberflächenmontierbaren Zweifarben-LED. Das Bauteil integriert zwei unterschiedliche Leuchtchips in einem einzigen Gehäuse: Einen, der blaues Licht mittels InGaN-Technologie erzeugt, und einen, der rotes Licht mittels AlInGaP-Technologie erzeugt. Diese Konfiguration ist für platzbeschränkte Anwendungen konzipiert, die mehrere Anzeigefarben von einem einzigen Bauteil-Footprint benötigen.
1.1 Merkmale
- Konform mit den RoHS-Umweltrichtlinien.
- Seitensichtbares Gehäusedesign mit verzinnten Anschlüssen für verbesserte Lötbarkeit.
- Verwendung von hocheffizienten InGaN- (Blau) und AlInGaP- (Rot) Halbleiterchips.
- Geliefert auf 8-mm-Tape, aufgewickelt auf 7-Zoll (178 mm) Durchmesser Spulen für die automatisierte Bestückung.
- Gehäuse entspricht den EIA-Standardumrissen (Electronic Industries Alliance).
- Entworfen für Kompatibilität mit integrierten Schaltkreisen (I.C.-kompatibel).
- Geeignet für den Einsatz mit automatischen Pick-and-Place-Bestückungsgeräten.
- Hält Standard-Infrarot (IR)-Reflow-Lötprozessen stand.
1.2 Anwendungen
Dieses Bauteil eignet sich für eine breite Palette elektronischer Geräte, die kompakte, zuverlässige Statusanzeigen oder Hintergrundbeleuchtung erfordern. Typische Anwendungsbereiche sind:
- Telekommunikationsgeräte (z. B. schnurlose/Mobiltelefone).
- Büroautomatisierungsgeräte und Netzwerksysteme.
- Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik.
- Industriesteuerungen und Instrumententafeln.
- Tastatur- oder Keypad-Hintergrundbeleuchtung.
- Status- und Stromanzeigen.
- Mikrodisplays und Symbolbeleuchtung.
- Signal- und Symbolleuchten.
2. Gehäuseabmessungen und Konfiguration
Das Bauteil ist in einem standardmäßigen SMD-Gehäuse (Surface-Mount Device) untergebracht. Die Linse ist wasserklar, um die wahre Chipfarbe sichtbar zu machen. Die Pinbelegung ist wie folgt: Pin A1 ist die Anode für den Blau (InGaN)-Chip, und Pin A2 ist die Anode für den Rot (AlInGaP)-Chip. Die Kathoden sind gemeinsam. Alle Maßtoleranzen betragen ±0,1 mm, sofern nicht anders in der detaillierten mechanischen Zeichnung (im Originaldatenblatt referenziert) angegeben.
3. Grenzwerte und Kenngrößen
3.1 Absolute Maximalwerte
Belastungen über diese Grenzwerte hinaus können dauerhafte Schäden am Bauteil verursachen. Alle Grenzwerte sind bei einer Umgebungstemperatur (Ta) von 25°C angegeben.
- Verlustleistung:Blau: 76 mW, Rot: 62,5 mW.
- Spitzen-Strom in Durchlassrichtung(1/10 Tastverhältnis, 0,1 ms Puls): Blau: 100 mA, Rot: 60 mA.
- Dauerstrom in Durchlassrichtung (IF):Blau: 20 mA, Rot: 25 mA.
- Betriebstemperaturbereich:-30°C bis +85°C.
- Lagertemperaturbereich:-40°C bis +85°C.
- Infrarot-Reflow-Löten:Hält einer Spitzentemperatur von 260°C für 10 Sekunden stand.
3.2 Elektrische und optische Kenngrößen
Typische Leistungsparameter gemessen bei Ta=25°C und IF=20mA, sofern nicht anders angegeben.
- Lichtstärke (IV):
- Blau: Minimum 28,0 mcd, Typisch -, Maximum 180,0 mcd.
- Rot: Minimum 18,0 mcd, Typisch -, Maximum 112,0 mcd.
- Gemessen mit einem Filter, der der CIE photopischen Augenempfindlichkeitskurve entspricht.
- Abstrahlwinkel (2θ½):Ungefähr 130 Grad für beide Farben. Dies ist der volle Winkel, bei dem die Intensität auf die Hälfte ihres axialen Wertes abfällt.
- Spitzenwellenlänge (λP):Blau: 468 nm (Typisch), Rot: 639 nm (Typisch).
- Dominante Wellenlänge (λd):
- Blau: Min. 465 nm, Max. 475 nm.
- Rot: Min. 624 nm, Max. 638 nm.
- Spektrale Bandbreite (Δλ):Blau: 15 nm (Typisch), Rot: 20 nm (Typisch).
- Durchlassspannung (VF) @ IF=20mA:
- Blau: Minimum 2,8V, Maximum 3,8V.
- Rot: Minimum 1,6V, Maximum 2,4V.
- Sperrstrom (IR) @ VR=5V:Maximum 10 µA für beide Farben. Hinweis: Das Bauteil ist nicht für den Betrieb unter Sperrspannung ausgelegt; dieser Parameter dient nur Testzwecken.
3.3 Wichtige Hinweise zu den Kenngrößen
- Lichtstärke und dominante Wellenlänge sind Schlüsselparameter für Farbkonstanz und Helligkeit.
- Das Bauteil ist empfindlich gegenüber elektrostatischer Entladung (ESD). Beim Umgang müssen geeignete ESD-Schutzmaßnahmen (Handgelenkerdungsbänder, geerdete Geräte) verwendet werden.
- Das Anlegen einer Sperrspannung ist kein normaler Betriebszustand und sollte im Schaltungsdesign vermieden werden.
4. Binning-System
Um eine gleichbleibende Helligkeit sicherzustellen, werden die LEDs basierend auf ihrer Lichtstärke bei 20mA sortiert (gebinned). Jeder Bin hat einen definierten Minimal- und Maximalwert mit einer Toleranz von ±15 % innerhalb des Bins.
4.1 Lichtstärke-Bins
Blau-Chip (mcd @ 20mA):
- Bin N: 28,0 – 45,0
- Bin P: 45,0 – 71,0
- Bin Q: 71,0 – 112,0
- Bin R: 112,0 – 180,0
Rot-Chip (mcd @ 20mA):
- Bin M: 18,0 – 28,0
- Bin N: 28,0 – 45,0
- Bin P: 45,0 – 71,0
- Bin Q: 71,0 – 112,0
Dieses Binning ermöglicht es Entwicklern, Bauteile auszuwählen, die spezifische Helligkeitsanforderungen für ihre Anwendung erfüllen, und gewährleistet so visuelle Konsistenz in der Produktion.
5. Analyse der Kennlinien
Das Datenblatt enthält typische Kennlinien, die für die Designanalyse wesentlich sind. Diese Kurven stellen grafisch die Beziehung zwischen Schlüsselparametern dar und liefern Einblicke, die über die tabellierten Minimal-/Typisch-/Maximalwerte hinausgehen.
- Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kurve):Diese Kurve zeigt die exponentielle Beziehung für beide Chips (Blau und Rot). Sie ist entscheidend für das Design der strombegrenzenden Schaltung. Die unterschiedlichen Schwellspannungen (niedriger für Rot, höher für Blau) müssen berücksichtigt werden, wenn die Chips von einer gemeinsamen Spannungsquelle mit separaten Vorwiderständen angesteuert werden.
- Lichtstärke vs. Durchlassstrom:Zeigt, wie die Lichtleistung mit dem Strom ansteigt. Sie ist im empfohlenen Betriebsbereich im Allgemeinen linear, wird aber bei höheren Strömen sättigen. Der Betrieb nahe dem absoluten Maximalstrom wird aus Effizienz- und Langlebigkeitsgründen nicht empfohlen.
- Lichtstärke vs. Umgebungstemperatur:Demonstriert die thermische Reduzierung der Lichtleistung. Beide LED-Typen zeigen eine Verringerung der Lichtstärke bei steigender Umgebungstemperatur. Dies ist besonders wichtig für Designs, bei denen die LED hohen Umgebungstemperaturen ausgesetzt sein kann oder bei hohen Strömen betrieben wird, die signifikante interne Wärme erzeugen.
- Spektrale Verteilung:Veranschaulicht die relative Strahlungsleistung gegenüber der Wellenlänge für jeden Chip und zeigt die Spitzenwellenlänge und spektrale Bandbreite.
6. Mechanik, Bestückung und Handhabung
6.1 Gehäuse und Leiterplattenlayout
Das Datenblatt enthält detaillierte mechanische Zeichnungen des Bauteils, einschließlich Drauf-, Seiten- und Untersicht mit kritischen Abmessungen. Ein empfohlenes Leiterplatten-Pad-Layout (Land Pattern) wird ebenfalls bereitgestellt, um eine ordnungsgemäße Lötstellenbildung und mechanische Stabilität während und nach dem Reflow-Prozess zu gewährleisten. Die Einhaltung dieses empfohlenen Footprints ist für eine zuverlässige Bestückung entscheidend.
6.2 Lötrichtlinien
Das Bauteil ist mit Infrarot (IR)-Reflow-Lötprozessen kompatibel, dem Standard für die SMD-Bestückung. Ein empfohlenes Reflow-Temperaturprofil, das den JEDEC-Standards für bleifreies Löten entspricht, wird bereitgestellt. Zu den Schlüsselparametern dieses Profils gehören:
- Vorwärmen:150°C bis 200°C.
- Zeit über Liquidus (TAL):Sollte innerhalb der Standard-Prozessfenster liegen.
- Spitzentemperatur:Maximal 260°C.
- Zeit bei Spitzentemperatur:Maximal 10 Sekunden.
- Das Bauteil sollte nicht mehr als zwei Reflow-Zyklen ausgesetzt werden.
- Für manuelle Nacharbeit mit einem Lötkolben sollte die Lötspitzentemperatur 300°C nicht überschreiten und die Kontaktzeit auf 3 Sekunden pro Lötstelle begrenzt sein.
6.3 Reinigung
Wenn eine Reinigung nach dem Löten erforderlich ist, sollten nur spezifizierte Lösungsmittel verwendet werden. Das Eintauchen der LED in Ethylalkohol oder Isopropylalkohol bei Raumtemperatur für weniger als eine Minute ist akzeptabel. Nicht spezifizierte oder aggressive Chemikalien können das Gehäusematerial oder die Linse beschädigen.
6.4 Lagerung und Feuchtigkeitsempfindlichkeit
Die LEDs sind in einer feuchtigkeitssperrenden Beutel mit Trockenmittel verpackt, um Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern, die während des Reflow-Prozesses zu "Popcorning" (Gehäuserissen) führen kann. Die Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe (MSL) ist mit Stufe 3 bewertet.
- Versiegelter Beutel:Lagern bei ≤ 30°C und ≤ 90 % relativer Luftfeuchtigkeit (RH). Die Haltbarkeit beträgt ein Jahr ab dem Versiegelungsdatum des Beutels.
- Nach dem Öffnen:Die Lagerumgebung sollte 30°C / 60 % RH nicht überschreiten. Die Bauteile sollten innerhalb einer Woche verwendet werden. Wenn sie länger außerhalb des Originalbeutels gelagert werden, müssen sie vor dem Löten bei etwa 60°C für mindestens 20 Stunden getrocknet (gebaked) werden, um aufgenommene Feuchtigkeit zu entfernen.
7. Verpackung für die Produktion
Die Bauteile werden auf einer geprägten Trägerfolie für die automatisierte Bestückung geliefert. Die Folienbreite beträgt 8 mm. Die Folie ist auf eine Standardspule mit 7 Zoll (178 mm) Durchmesser aufgewickelt. Jede Spule enthält 3000 Stück. Detaillierte Abmessungen für die Folientaschen, die Deckfolie und die Spule werden bereitgestellt, um die Kompatibilität mit den Zuführungen automatisierter Bestückungsgeräte sicherzustellen. Die Verpackungsspezifikation folgt den ANSI/EIA-481-Standards.
8. Anwendungsaspekte und Vorsichtsmaßnahmen
8.1 Designaspekte
- Strombegrenzung:LEDs sind stromgesteuerte Bauteile. Ein externer Vorwiderstand muss in Reihe mit jedem Chip (Blau und Rot) geschaltet werden, wenn diese an eine Spannungsquelle angeschlossen werden. Der Widerstandswert wird mit dem Ohmschen Gesetz berechnet: R = (VVersorgung- VF) / IF, wobei VFdie Durchlassspannung der LED beim gewünschten Strom IFist. Verwenden Sie den maximalen VF-Wert aus dem Datenblatt, um sicherzustellen, dass der Strom unter allen Bedingungen das Limit nicht überschreitet.
- Wärmemanagement:Obwohl die Verlustleistung gering ist, trägt eine ausreichende Kupferfläche auf der Leiterplatte um die thermischen Pads (falls vorhanden) oder eine angemessene Leiterbahnbreite zur Wärmeableitung bei, was die LED-Leistung und -Lebensdauer erhält, insbesondere bei höheren Umgebungstemperaturen.
- ESD-Schutz:Integrieren Sie ESD-Schutzdioden auf empfindlichen Signalleitungen, die mit den LED-Anoden verbunden sind, wenn diese zu Steckverbindern oder benutzerzugänglichen Bereichen führen.
8.2 Typische Schaltungskonfiguration
Es wird eine gemeinsame Kathodenkonfiguration verwendet. Um die blauen und roten LEDs unabhängig zu steuern:
- Schließen Sie die gemeinsame Kathode (C) an Masse an.
- Schließen Sie die blaue Anode (A1) über einen Vorwiderstand (RBlau) an die positive Versorgungsspannung an.
- Schließen Sie die rote Anode (A2) über einen separaten Vorwiderstand (RRot) an die positive Versorgungsspannung an.
- RBlauund RRotwerden aufgrund der unterschiedlichen VF-Werte der Chips für denselben gewünschten Strom unterschiedliche Werte haben.
- Jede Anode kann dann von einem Mikrocontroller-GPIO-Pin oder einem Schalttransistor angesteuert werden.
8.3 Zuverlässigkeit und Anwendungsbereich
Das Bauteil ist für den Einsatz in Standard-Handels- und Industrie-Elektronikgeräten ausgelegt. Für Anwendungen, die außergewöhnliche Zuverlässigkeit erfordern, bei denen ein Ausfall die Sicherheit gefährden könnte (z. B. Luftfahrt, medizinische Lebenserhaltung, Verkehrssteuerung), sind zusätzliche Qualifikationen und Konsultationen mit dem Bauteilhersteller zwingend erforderlich. Die Spezifikationen in diesem Datenblatt sind unter den angegebenen Testbedingungen garantiert. Die Leistung in der endgültigen Anwendung hängt von einem korrekten Schaltungsdesign, dem Leiterplattenlayout und der Einhaltung der Handhabungs- und Bestückungsrichtlinien ab.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |