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T12 Serie Flip-Chip LED Datenblatt - 10W Weiß - 9 LEDs in Serie - Technisches Dokument

Detaillierte technische Spezifikation für das T12-Serien-Hochleistungs-Flip-Chip-Weißlicht-LED-Modul. Enthält elektrische, optische, thermische Parameter, Binning-System, Leistungskurven, mechanische Abmessungen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - T12 Serie Flip-Chip LED Datenblatt - 10W Weiß - 9 LEDs in Serie - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Die T12-Serie repräsentiert ein Hochleistungs-Oberflächenmontage-LED-Modul, das Flip-Chip-Technologie nutzt. Dieses Dokument detailliert die Spezifikationen für eine 10W-Weißlicht-Variante, konfiguriert mit 9 in Serie geschalteten LED-Chips. Das Flip-Chip-Design bietet durch direkte Befestigung des Halbleiterchips auf dem Substrat eine verbesserte thermische Leistung und Zuverlässigkeit, verbessert die Wärmeableitung und reduziert den thermischen Widerstand.

Dieses LED-Modul ist für Anwendungen konzipiert, die hohe Lichtausbeute und robuste Leistung erfordern, wie Industriebeleuchtung, Hallenstrahler, Außenbereichsbeleuchtung und spezielle Leuchten. Seine Serienschaltung vereinfacht das Treiberdesign, da eine höhere Durchlassspannung bei einem geregelten Strom erforderlich ist.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

2.1 Absolute Maximalwerte (Ts=25°C)

Die folgenden Parameter definieren die Betriebsgrenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden an der LED auftreten können. Dies sind keine empfohlenen Betriebsbedingungen.

2.2 Elektro-optische Eigenschaften (Ts=25°C)

Dies sind die typischen und maximalen Werte unter spezifizierten Testbedingungen, die die erwartete Leistung darstellen.

3. Erklärung des Binning-Systems

3.1 Binning der Farbtemperatur (CCT)

Das Produkt wird in Standard-CCT-Bins angeboten. Jedes Bin entspricht einem spezifischen Farbortbereich im CIE-Diagramm und gewährleistet Farbkonstanz innerhalb einer Charge. Die Standardbestelloptionen sind:

Hinweis: Das Binning definiert den zulässigen Farbkoordinatenbereich, nicht einen einzelnen Punkt.

3.2 Binning des Lichtstroms

Der Lichtstrom wird basierend auf Mindestwerten bei einem Prüfstrom von 350mA gebinnt. Der tatsächliche Lichtstrom kann den bestellten Mindestwert überschreiten, bleibt jedoch innerhalb des spezifizierten CCT-Bins.

Toleranzen:Lichtstrom: ±7%; Farbwiedergabeindex (CRI): ±2; Farbkoordinaten: ±0,005.

4. Analyse der Leistungskurven

4.1 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kurve)

Die I-V-Kurve ist nichtlinear, typisch für eine Diode. Beim empfohlenen Betriebsstrom von 350mA beträgt die typische Durchlassspannung 27V. Die Kurve zeigt, dass ein kleiner Spannungsanstieg über den Knickpunkt hinaus zu einem schnellen Anstieg des Stroms führt, was die Bedeutung einer Konstantstrom-Ansteuerung für stabilen Betrieb und lange Lebensdauer unterstreicht.

4.2 Durchlassstrom vs. relativer Lichtstrom

Diese Kurve zeigt die Beziehung zwischen Treiberstrom und Lichtausbeute. Der Lichtstrom steigt im normalen Betriebsbereich annähernd linear mit dem Strom. Das Betreiben der LED mit Strömen über den empfohlenen Werten (z.B. 700mA) kann jedoch zu abnehmenden Erträgen in der Effizienz (lm/W) führen und die Sperrschichttemperatur deutlich erhöhen, was den Lichtstromrückgang beschleunigt und die Lebensdauer verkürzt.

4.3 Sperrschichttemperatur vs. relative spektrale Leistung

As the junction temperature (Tj) steigt, kann sich die spektrale Leistungsverteilung einer weißen LED (typischerweise ein blauer Chip mit Leuchtstoff) verschieben. Dies äußert sich oft als Abnahme der Strahlungsleistung bei bestimmten Wellenlängen und einer möglichen Änderung der Farbtemperatur (CCT). Effektives Wärmemanagement ist entscheidend, um stabile Farbe und Lichtausbeute über die Zeit zu erhalten.

4.4 Relative spektrale Leistungsverteilung

Das Spektrum einer weißen LED zeigt einen dominanten Peak im blauen Bereich (vom InGaN-Chip) und ein breiteres Emissionsband im gelben/grünen/roten Bereich (von der Leuchtstoffbeschichtung). Die genaue Form bestimmt CCT und CRI. Ein breiteres und glatteres Leuchtstoffemissionsband trägt zu einem höheren CRI bei.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

5.1 Gehäuseumrisszeichnung

Die physikalischen Abmessungen des LED-Moduls sind im Datenblattdiagramm angegeben. Wichtige mechanische Merkmale sind Gesamtlänge, -breite und -höhe sowie Lage und Größe der Lötpads. Das Gehäuse ist für die Oberflächenmontage (SMT) konzipiert.

5.2 Empfohlenes Pad-Layout und Schablonendesign

Detaillierte Zeichnungen für das PCB-Land Pattern (Footprint) und die Lötpastenschablone sind bereitgestellt. Die Einhaltung dieser Empfehlungen ist entscheidend für die Bildung korrekter Lötstellen, Ausrichtung und zuverlässige mechanische Befestigung. Das Pad-Design gewährleistet die korrekte elektrische Verbindung und unterstützt den Wärmetransport von der LED zur Leiterplatte. Die Toleranz für diese Abmessungen beträgt typischerweise ±0,10mm.

Polaritätskennzeichnung:Die Anode (+) und Kathode (-) sind auf dem Gehäuse klar markiert oder im Footprint-Diagramm angegeben. Die korrekte Polarität ist für den Betrieb essentiell.

6. Löt- und Montagerichtlinien

6.1 Reflow-Lötparameter

Die LED ist mit Standard-Infrarot- oder Konvektions-Reflow-Lötverfahren kompatibel. Die maximal zulässige Bauteiltemperatur während des Lötens beträgt 230°C oder 260°C, wobei die Verweilzeit bei Spitzentemperatur 10 Sekunden nicht überschreiten darf. Es ist entscheidend, ein Temperaturprofil einzuhalten, das die Baugruppe ausreichend vorwärmt, um thermischen Schock zu minimieren.

6.2 Handhabungs- und Lagerungsvorsichtsmaßnahmen

7. Anwendungsvorschläge

7.1 Typische Anwendungsszenarien

7.2 Designüberlegungen

8. Technischer Vergleich und Differenzierung

Flip-Chip vs. traditionelle drahtgebondete LED:

Serienschaltung (9 in Serie):Vereinfacht das Treiberdesign für Hochspannungs-/Niedrigstromanwendungen und verbessert oft die Treibereffizienz im Vergleich zum Betrieb mehrerer paralleler Strings.

9. Häufig gestellte Fragen (FAQs)

9.1 Was ist der empfohlene Betriebsstrom?

Das Datenblatt spezifiziert die Eigenschaften bei 350mA, was der typische empfohlene Betriebspunkt ist. Sie kann bis zum absoluten Maximum von 700mA betrieben werden, was jedoch die Sperrschichttemperatur deutlich erhöht und die Lebensdauer reduziert. Für optimale Lebensdauer und Effizienz wird ein Betrieb bei oder unter 350mA empfohlen.

9.2 Warum ist die Durchlassspannung so hoch (~27V)?

Das Modul enthält 9 einzelne in Serie geschaltete LED-Chips. Die Durchlassspannungen jedes Chips addieren sich. Ein typischer weißer LED-Chip hat eine VF von etwa 3V; 9 * 3V = 27V.

9.3 Wie wähle ich das korrekte CCT-Bin?

Wählen Sie die nominelle CCT (z.B. 4000K) basierend auf der für Ihre Anwendung erforderlichen Atmosphäre und Farbwiedergabe. Die zugehörigen Farbortbereiche (z.B. 5A-5D) gewährleisten Farbkonstanz. Für kritische Farbabgleich-Anwendungen fordern Sie engere Binning-Toleranzen an oder wählen Sie aus einer einzelnen Produktionscharge.

9.4 Welcher Kühlkörper ist erforderlich?

Der erforderliche Kühlkörper hängt von Ihrem Betriebsstrom, der Umgebungstemperatur, der gewünschten Tj und dem thermischen Widerstand Ihrer Leiterplatte und Schnittstellenmaterialien ab. Sie müssen eine thermische Berechnung basierend auf der gesamten Verlustleistung (VF* IF) und dem Ziel-Wärmewiderstand von Sperrschicht zu Umgebung (RθJA) durchführen.

9.5 Kann ich PWM zum Dimmen verwenden?

Ja, Pulsweitenmodulation (PWM) ist eine effektive Dimm-Methode für LEDs. Stellen Sie sicher, dass die PWM-Frequenz ausreichend hoch ist (typischerweise >100Hz), um sichtbares Flackern zu vermeiden. Der Treiber sollte für PWM-Eingang ausgelegt sein oder eine dedizierte Dimm-Schnittstelle haben.

10. Praktische Design-Fallstudie

Szenario:Entwurf einer 100W-Hallenleuchte unter Verwendung mehrerer T12-Module.

Designschritte:

  1. Modulanzahl:Ziel 100W Gesamtleistung. Jedes Modul verbraucht bei 350mA ~9,45W (27V * 0,35A). Verwenden Sie 10 Module für ~94,5W.
  2. Treiberauswahl:Benötigt wird ein Konstantstrom-Treiber für 10 in Serie geschaltete Module. Erforderlicher Ausgangsspannungsbereich: 10 * (27V bis 29V) = 270V bis 290V. Erforderlicher Strom: 350mA. Wählen Sie einen Treiber mit einer Nennleistung von >290V, 350mA.
  3. Thermisches Design:Gesamtverlustleistung ~94,5W. Verwenden Sie eine Metallkern-Leiterplatte (MCPCB), die auf einem großen Aluminiumkühlkörper montiert ist. Berechnen Sie den erforderlichen RθSA(Kühlkörper zu Umgebung) basierend auf der maximalen Umgebungstemperatur (z.B. 50°C) und der Ziel-Tj(z.B. 90°C) unter Berücksichtigung von RθJC und RθCS von der LED und der Schnittstelle.
  4. Optik:Für eine Hallenleuchte ist oft ein mittlerer Abstrahlwinkel (z.B. 60°-90°) gewünscht. Wählen Sie Sekundärlinsen oder Reflektoren, die mit dem Footprint des Moduls kompatibel sind, um den Strahl vom nativen 130° zu verengen.
  5. PCB-Layout:Folgen Sie dem empfohlenen Pad-Layout. Stellen Sie dicke Kupferbahnen für die Stromführung sicher. Implementieren Sie Wärmeentlastungsmuster für das Löten, maximieren Sie aber die Kupferfläche für die Wärmeverteilung.

11. Einführung in das Technologieprinzip

Flip-Chip-LED-Technologie:Bei einer konventionellen LED werden die Halbleiterschichten auf einem Substrat aufgewachsen, und elektrische Verbindungen werden über Drahtbonds zur Oberseite des Chips hergestellt. Bei einem Flip-Chip-Design wird der Chip nach dem Aufwachsen "umgedreht" und direkt mit Lötkugeln auf ein Trägersubstrat (wie Keramik oder Silizium) gebondet. Dies bringt den aktiven lichtemittierenden Bereich näher an den Wärmepfad. Licht wird durch das Substrat (das transparent sein muss, wie Saphir) oder seitlich emittiert, wenn das Substrat entfernt wird. Diese Struktur verbessert die Wärmeableitung, ermöglicht höhere Stromdichten und erhöht die Zuverlässigkeit durch den Wegfall empfindlicher Drahtbonds.

Weißlicht-Erzeugung:Die meisten weißen LEDs verwenden einen blau emittierenden Indiumgalliumnitrid (InGaN)-Chip. Ein Teil des blauen Lichts wird von einer auf oder um den Chip aufgebrachten Schicht aus Leuchtstoffmaterial (typischerweise mit Cer dotiertes Yttrium-Aluminium-Granat, YAG:Ce) absorbiert. Der Leuchtstoff wandelt einen Teil des blauen Lichts in gelbes Licht um. Die Mischung aus dem verbleibenden blauen Licht und dem erzeugten gelben Licht wird vom menschlichen Auge als weiß wahrgenommen. Die Anpassung der Leuchtstoffzusammensetzung und -dicke steuert CCT und CRI.

12. Branchentrends und Entwicklung

Effizienzsteigerung (lm/W):Der primäre Trend bleibt die Steigerung der Lichtausbeute, um den Energiebedarf pro Lichteinheit zu reduzieren. Dies wird durch Verbesserungen der internen Quanteneffizienz (IQE), der Lichtauskopplungseffizienz und der Leuchtstoffkonversionseffizienz erreicht.

Hohe Leistungsdichte & Miniaturisierung:Es gibt einen Trend, mehr Lumen in kleinere Gehäuse zu packen, angetrieben durch Anwendungen wie Autoscheinwerfer, Mikroprojektoren und ultra-kompakte Leuchten. Flip-Chip- und Chip-Scale-Package (CSP)-Technologien sind wichtige Enabler.

Verbesserte Farbqualität und Konstanz:Die Nachfrage nach hohem CRI (Ra >90, R9 >50) und konstantem Farbpunkt über Chargen und Lebensdauer hinweg steigt, insbesondere im Einzelhandel, in Museen und im Gesundheitswesen.

Zuverlässigkeit und Lebensdauer:Fokus liegt auf dem Verständnis und der Minderung von Ausfallmechanismen unter Hochtemperatur-, Hochfeuchte- und Hochstrom-Belastungsbedingungen, um längere L70/B50-Lebensdauern (Zeit bis zu 70% Lichtstromerhalt für 50% der Population) zu garantieren.

Intelligente und vernetzte Beleuchtung:Die Integration von Steuerelektronik, Sensoren und Kommunikationsschnittstellen direkt in LED-Module wird immer häufiger und ermöglicht IoT-basierte Beleuchtungssysteme.

Spezialspektren:Entwicklung von LEDs mit maßgeschneiderten spektralen Ausgängen für Human Centric Lighting (HCL), Pflanzenanbau (Wachstumslampen) und medizinische Anwendungen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.