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LTE-5228A IR-Emitter Datenblatt - Hoher Strom, Niedrige Flussspannung, 940nm Wellenlänge - Technisches Dokument

Technisches Datenblatt für den LTE-5228A Hochleistungs-Infrarot-LED-Emitter. Merkmale: Hoher Betriebsstrom, niedrige Flussspannung, großer Abstrahlwinkel, klare transparente Bauform. Enthält Grenzwerte, elektrische/optische Kennwerte und Leistungskurven.
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PDF-Dokumentendeckel - LTE-5228A IR-Emitter Datenblatt - Hoher Strom, Niedrige Flussspannung, 940nm Wellenlänge - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der LTE-5228A ist eine Hochleistungs-Infrarot (IR)-Leuchtdiode (LED), die für Anwendungen konzipiert ist, die eine robuste optische Ausgangsleistung erfordern. Seine Kernvorteile ergeben sich aus der Auslegung für hohe Treiberstromfähigkeit bei gleichzeitig relativ niedriger Flussspannung, was ihn für gepulsten und Dauerbetrieb effizient macht. Das Bauteil ist in einem klaren, transparenten Gehäuse untergebracht, was für IR-Emitter typisch ist, um die Absorption des emittierten nicht sichtbaren Lichts zu minimieren. Die primären Zielmärkte umfassen Industrieautomation, Sicherheitssysteme (z.B. Beleuchtung für Überwachungskameras), optische Sensoren und Fernbedienungen, wo zuverlässige, unsichtbare Lichtquellen entscheidend sind.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

2.1 Absolute Grenzwerte

Diese Grenzwerte definieren die Limits, bei deren Überschreitung dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Der LTE-5228A kann bis zu 150 mW Leistung dissipieren. Sein Spitzen-Vorwärtsstrom ist mit 2 Ampere außergewöhnlich hoch, jedoch nur unter spezifischen gepulsten Bedingungen zulässig (300 Pulse pro Sekunde mit einer Pulsbreite von 10 Mikrosekunden). Der Dauer-Vorwärtsstrom ist mit konventionelleren 100 mA spezifiziert. Das Bauteil hält eine Sperrspannung von bis zu 5V stand. Die Betriebs- und Lagertemperaturbereiche liegen bei -40°C bis +85°C bzw. -55°C bis +100°C, was auf Eignung für raue Umgebungen hinweist. Die Löttemperatur für die Anschlüsse ist mit 260°C für 5 Sekunden in einem Abstand von 1,6mm vom Gehäusekörper spezifiziert, ein kritischer Parameter für Montageprozesse.

2.2 Elektrische & Optische Kennwerte

Diese Parameter werden unter Standardtestbedingungen von 25°C Umgebungstemperatur und einem Vorwärtsstrom (IF) von 20mA gemessen. Die wesentlichen optischen Ausgangsgrößen sind auf zwei Arten definiert: Apertur-Bestrahlungsstärke (Ee in mW/cm²) und Strahlstärke (IE in mW/sr). Beide Parameter sind gebinnt, d.h. die Bauteile werden nach der Fertigung in Leistungsgruppen (BIN A, B, C, D) sortiert, wobei BIN D die höchste Ausgangsleistung repräsentiert. Die Peak-Emissionswellenlänge (λPeak) beträgt typischerweise 940 nm, was sie fest im nahen Infrarotspektrum verortet. Die spektrale Halbwertsbreite (Δλ) beträgt 50 nm und gibt die spektrale Bandbreite des emittierten Lichts an. Elektrisch liegt die Flussspannung (VF) bei 20mA zwischen 1,2V und 1,6V, was die Behauptung des Niederspannungsbetriebs bestätigt. Der Sperrstrom (IR) beträgt maximal 100 µA bei 5V Sperrspannung. Der Abstrahlwinkel (2θ1/2) beträgt 40 Grad und definiert den Winkelbereich, in dem die Strahlstärke mindestens die Hälfte ihres Spitzenwertes beträgt.

3. Erklärung des Binning-Systems

Das Datenblatt verwendet eindeutig ein Leistungs-Binning-System für die Strahlungsleistung. Bauteile werden getestet und anhand ihrer gemessenen Apertur-Bestrahlungsstärke und Strahlstärke bei IF = 20mA in vier Bins (A, B, C, D) kategorisiert. BIN A repräsentiert den unteren Ausgangsleistungsbereich, während BIN D die höchste garantierte Ausgangsleistung darstellt. Dieses System ermöglicht es Herstellern, konsistente Leistungsniveaus anzubieten, und Entwicklern, ein Bin auszuwählen, das genau den Empfindlichkeits- oder Reichweitenanforderungen ihrer Anwendung entspricht. Für diese spezifische Artikelnummer gibt es keine Hinweise auf Spannungs- oder Wellenlängen-Binning; Flussspannung und Peak-Wellenlänge werden als typische/maximale Bereiche ohne Bincodes angegeben.

4. Analyse der Leistungskurven

Das Datenblatt enthält mehrere Diagramme, die das Verhalten des Bauteils unter variierenden Bedingungen veranschaulichen.

4.1 Spektrale Verteilung (Abb.1)

Diese Kurve zeigt die relative Strahlungsintensität in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Sie bestätigt das Maximum bei 940 nm und die ungefähre spektrale Halbwertsbreite von 50 nm. Die Form ist typisch für eine auf AlGaAs basierende IR-LED.

4.2 Vorwärtsstrom vs. Umgebungstemperatur (Abb.2)

Diese Entlastungskurve zeigt, wie der maximal zulässige Dauer-Vorwärtsstrom mit steigender Umgebungstemperatur abnimmt. Dies ist entscheidend für das Wärmemanagement-Design, um sicherzustellen, dass die Sperrschichttemperatur sichere Grenzwerte nicht überschreitet.

4.3 Vorwärtsstrom vs. Flussspannung (Abb.3)

Dies ist die standardmäßige I-V (Strom-Spannungs-) Kennlinie. Sie zeigt den exponentiellen Zusammenhang, wobei die Spannung mit steigendem Strom ansteigt. Die Kurve ermöglicht es Entwicklern, die notwendige Treiberspannung für einen gewünschten Betriebsstrom zu bestimmen.

4.4 Relative Strahlungsintensität vs. Umgebungstemperatur (Abb.4) & vs. Vorwärtsstrom (Abb.5)

Abbildung 4 veranschaulicht die Temperaturabhängigkeit der Lichtausbeute, die typischerweise eine Abnahme der Effizienz bei steigender Temperatur zeigt. Abbildung 5 zeigt, wie die optische Ausgangsleistung mit dem Vorwärtsstrom ansteigt, und hebt den nichtlinearen Zusammenhang hervor, insbesondere bei höheren Strömen, wo die Effizienz aufgrund von Erwärmung sinken kann.

4.5 Abstrahldiagramm (Abb.6)

Dieses Polardiagramm stellt die räumliche Verteilung des emittierten Lichts visuell dar und bestätigt den 40-Grad-Abstrahlwinkel. Das Diagramm zeigt die relative Intensität in verschiedenen Winkeln von der Mittelachse (0°) aus.

5. Mechanische & Gehäuseinformationen

Das Gehäuse ist ein Standard-LED-Typ mit Flansch. Zu den Hauptabmessungen gehört der Anschlussabstand, der dort gemessen wird, wo die Anschlüsse aus dem Gehäusekörper austreten. Ein Hinweis spezifiziert, dass der maximale Harzvorsprung unter dem Flansch 1,5 mm beträgt. Das Gehäuse wird als "klar transparent" beschrieben, was für die IR-Emission optimal ist. Die Polarität wird typischerweise durch den längeren Anschluss als Anode (+) und/oder eine Abflachung am Gehäuserand in der Nähe des Kathoden (-)-Anschlusses angezeigt, obwohl diese spezifische Markierung im bereitgestellten Text nicht detailliert beschrieben wird. Die Maßzeichnung (referenziert, aber im Text nicht enthalten) würde die exakte Länge, Breite und Höhe zeigen.

6. Löt- & Montagerichtlinien

Die primäre bereitgestellte Richtlinie ist der absolute Grenzwert für das Löten der Anschlüsse: 260°C für 5 Sekunden, gemessen 1,6 mm (0,063") vom Gehäusekörper entfernt. Dies ist ein kritischer Parameter für Wellenlöt- oder Handlötprozesse. Eine Überschreitung kann die interne Die-Attach-Verbindung oder das Epoxid-Gehäuse beschädigen. Für Reflow-Löten sollte ein Profil mit einer Spitzentemperatur unter 260°C und einer auf das Lotpaste abgestimmten Zeit oberhalb der Liquidus-Temperatur verwendet werden. Generell wird empfohlen, während der Handhabung übermäßige mechanische Belastung der Anschlüsse zu vermeiden. Die Lagerbedingungen sollten im spezifizierten Bereich von -55°C bis +100°C in einer trockenen Umgebung eingehalten werden, um Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern.

7. Anwendungsvorschläge

7.1 Typische Anwendungsszenarien

7.2 Designüberlegungen

8. Technischer Vergleich & Differenzierung

Im Vergleich zu Standard-Niedrigleistungs-IR-LEDs sind die Hauptunterscheidungsmerkmale des LTE-5228A seinehohe Stromfähigkeit (100mA Dauer, 2A gepulst) und seinerelativ niedrige Flussspannung. Diese Kombination ermöglicht eine höhere Strahlungsleistung ohne proportional höhere Verlustleistung durch übermäßigen Spannungsabfall. Der breite 40-Grad-Abstrahlwinkel ist größer als bei einigen fokussierten IR-Emittern und bietet gleichmäßigere Ausleuchtung für Flächenabdeckung anstelle von Fernerkundung. Das klare Gehäuse bietet im Vergleich zu getönten Gehäusen für sichtbare LEDs eine höhere Transmissionseffizienz für 940nm-Licht.

9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

F: Kann ich diese LED direkt von einem 3,3V- oder 5V-Mikrocontroller-Pin ansteuern?

A: Nein. Die niedrige Flussspannung (max. 1,6V bei 20mA) bedeutet, dass eine direkte Verbindung die LED wahrscheinlich zerstören und möglicherweise den Mikrocontroller-Pin durch übermäßigen Strom beschädigen würde. Ein strombegrenzender Widerstand oder eine Treiberschaltung ist zwingend erforderlich.

F: Was ist der Unterschied zwischen Apertur-Bestrahlungsstärke und Strahlstärke?

A: Apertur-Bestrahlungsstärke (Ee) ist die Leistungsdichte (mW/cm²), die auf eine nahe und senkrecht zur LED platzierte Oberfläche trifft. Strahlstärke (IE) ist die pro Raumwinkel emittierte Leistung (mW/sr) und beschreibt die inhärente Richtwirkung der Quelle. IE ist nützlicher für die Berechnung der Beleuchtungsstärke in der Entfernung.

F: Wie wähle ich das korrekte Bin aus?

A: Wählen Sie basierend auf der Empfindlichkeit Ihres Systems. Wenn Ihr Empfänger ein minimales Signalniveau benötigt, wählen Sie ein Bin, das dieses Niveau bei Ihrem Betriebsstrom und Ihrer Entfernung garantiert. Höhere Bins (C, D) bieten mehr Ausgangsleistungsreserve.

F: Ist ein Kühlkörper erforderlich?

A: Es hängt vom Betriebsstrom und der Umgebungstemperatur ab. Beim maximalen Dauerstrom (100mA) und erhöhter Umgebungstemperatur nähert sich die Verlustleistung (P = VF * IF) 160mW an, was den absoluten Maximalwert der Verlustleistung von 150mW überschreitet. Daher ist für Volllast-Dauerbetrieb ein Wärmemanagement über die Leiterplatten-Kupferfläche oder einen Kühlkörper notwendig. Für gepulsten Betrieb oder niedrigere Ströme ist es möglicherweise nicht erforderlich.

10. Praktisches Anwendungsbeispiel

Entwurf eines Langstrecken-Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder-Aktivators:Ein PIR-Bewegungsmelder hat oft eine begrenzte Reichweite. Um seine Reichweite bei Nacht zu erweitern, kann ein IR-Strahler verwendet werden. Für diese Anwendung würde der LTE-5228A im gepulsten Modus betrieben werden. Eine Schaltung würde entworfen, um 1A-Pulse (innerhalb der 2A-Maximalgrenze) mit einem niedrigen Tastverhältnis (z.B. 1%) zu liefern, um die Durchschnittsleistung niedrig zu halten. Dieser hohe Spitzenstrom würde eine sehr hohe momentane optische Ausgangsleistung erzeugen und eine Szene in einer Entfernung von 20-30 Metern effektiv ausleuchten. Der breite 40-Grad-Winkel würde einen großen Bereich vor dem Sensor abdecken. Das klare Gehäuse stellt sicher, dass maximale Energie nach außen projiziert wird. Der Entwickler würde BIN D-LEDs für maximale Reichweite auswählen und die Entlastungskurven nutzen, um sicherzustellen, dass die Bauteiltemperatur in einem Außengehäuse stabil bleibt.

11. Funktionsprinzip

Der LTE-5228A ist eine Halbleiter-pn-Übergangsdiode. Wenn eine Flussspannung angelegt wird, die seine Bandlückenenergie übersteigt, rekombinieren Elektronen und Löcher im aktiven Bereich und setzen Energie in Form von Photonen frei. Die spezifische Materialzusammensetzung (typischerweise Aluminiumgalliumarsenid - AlGaAs) bestimmt die Bandlückenenergie, die der Infrarotwellenlänge von 940 nm entspricht. Das klare Epoxid-Gehäuse verkapselt den Halbleiterchip, bietet mechanischen Schutz und wirkt als Linse, um den Ausgangsstrahl zu formen. Die Strahlungsleistung ist direkt proportional zur Rate der Ladungsträgerrekombination, die durch den Vorwärtsstrom gesteuert wird.

12. Technologietrends

Die Infrarot-Emitter-Technologie entwickelt sich weiter, parallel zur sichtbaren LED-Technologie. Trends umfassen:

Erhöhte Effizienz:Entwicklung neuer Halbleitermaterialien und -strukturen (z.B. Multi-Quantentöpfe), um mehr Photonen pro Einheit elektrischer Eingangsleistung zu extrahieren und die Wärmeentwicklung zu reduzieren.

Höhere Leistungsdichte:Verbesserungen im Packaging, um höhere Treiberströme zu handhaben und Wärme effektiver abzuführen, was kleinere Bauteile mit gleicher oder größerer Ausgangsleistung ermöglicht.

Integrierte Lösungen:Kombination des IR-Emitters mit einem Treiber-IC, einer Photodiode oder sogar einem Mikrocontroller in einem einzigen Modul für vereinfachtes Design in Sensoranwendungen.

Wellenlängendiversifizierung:Während 940nm üblich ist (unsichtbar, gut für Siliziumdetektoren), werden andere Wellenlängen wie 850nm (leicht sichtbares rotes Leuchten) oder 1050nm für spezifische Anwendungen wie Eye-Tracking oder längere atmosphärische Transmission verwendet.

Der LTE-5228A repräsentiert in dieser Landschaft eine ausgereifte, hochzuverlässige Komponente, die für robuste Leistung unter anspruchsvollen Bedingungen optimiert ist, anstatt an der absoluten Spitze der Effizienz zu stehen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.