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Technisches Datenblatt für IR-Emitter und -Detektor LTE-C9511-E - 940nm Wellenlänge - 20mA Durchlassstrom - 1,5V Durchlassspannung

Vollständiges technisches Datenblatt für den Infrarot-Emitter und -Detektor LTE-C9511-E. Enthält Spezifikationen, Grenzwerte, Kennlinien, Abmessungen und Anwendungsrichtlinien für platinenmontierte IR-Sensoren.
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PDF-Dokumentendeckel - Technisches Datenblatt für IR-Emitter und -Detektor LTE-C9511-E - 940nm Wellenlänge - 20mA Durchlassstrom - 1,5V Durchlassspannung

1. Produktübersicht

Dieses Dokument erläutert die Spezifikationen eines diskreten Infrarot-Bauteils, das für Anwendungen entwickelt wurde, die zuverlässige Infrarot-Emission und -Detektion erfordern. Das Bauteil ist ein oberflächenmontierbares (SMD) Bauelement mit einer Spitzenwellenlänge von 940nm und eignet sich für eine Vielzahl optoelektronischer Systeme.

1.1 Merkmale

1.2 Anwendungen

2. Abmessungen

Das Bauteil entspricht einem standardmäßigen SMD-Gehäuse. Alle Hauptabmessungen sind in den Zeichnungen des Datenblatts mit einer Standardtoleranz von ±0,15mm angegeben, sofern nicht anders spezifiziert. Das Gehäuse ist für eine zuverlässige Platzierung und Verlötung auf Leiterplatten ausgelegt.

3. Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Grenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Alle Werte gelten bei einer Umgebungstemperatur (TA) von 25°C.

4. Elektrische und optische Kenngrößen

Typische Leistungsparameter werden bei TA=25°C unter spezifizierten Testbedingungen gemessen und beschreiben das erwartete Betriebsverhalten.

4.1 Bin-Code-Liste

Die Bauteile werden basierend auf der gemessenen Strahlstärke bei 20mA in Bins gruppiert, um Konsistenz im Anwendungsdesign zu gewährleisten.

5. Typische Kennlinien

Die folgenden Kurven veranschaulichen das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen und bieten tiefere Einblicke für den Schaltungsentwurf.

5.1 Spektrale Verteilung

Die spektrale Ausgangskurve zeigt die relative Strahlstärke über die Wellenlängen, zentriert um das 940nm-Maximum mit einer typischen Halbwertsbreite von 50nm, und definiert die spektrale Reinheit des Infrarotlichts.

5.2 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung

Diese I-V-Kennlinie zeigt die Beziehung zwischen dem angelegten Durchlassstrom und dem resultierenden Spannungsabfall über dem Bauteil, was entscheidend für die Bestimmung der erforderlichen Treiberspannung und Verlustleistung ist.

5.3 Durchlassstrom vs. Umgebungstemperatur

Dieses Diagramm zeigt die erforderliche Reduzierung (Derating) des maximal zulässigen kontinuierlichen Durchlassstroms bei steigender Umgebungstemperatur, was für das thermische Management und die Zuverlässigkeit wesentlich ist.

5.4 Relative Strahlstärke vs. Durchlassstrom

Zeigt, wie sich die optische Ausgangsleistung mit steigendem Treiberstrom skaliert, und hilft dabei, die Stromstärke für die gewünschte Helligkeit/Intensität zu optimieren.

5.5 Relative Strahlstärke vs. Umgebungstemperatur

Zeigt den typischen Rückgang der optischen Ausgangsleistung bei steigender Sperrschichttemperatur, was eine wichtige Überlegung für Anwendungen in variierenden thermischen Umgebungen ist.

5.6 Abstrahlcharakteristik

Ein Polardiagramm, das die Winkelverteilung der emittierten Infrarotstrahlung darstellt, charakterisiert durch den typischen Abstrahlwinkel von 25 Grad. Dies definiert den Emissionskegel und ist entscheidend für die Ausrichtung des Emitters mit einem Detektor.

6. Mechanische und Verpackungsinformationen

6.1 Vorgeschlagenes Lötpad-Layout

Empfohlene Leiterplatten-Land-Pattern-Abmessungen werden bereitgestellt, um eine ordnungsgemäße Lötstellenbildung, mechanische Stabilität und Wärmeableitung während des Reflow-Prozesses zu gewährleisten.

6.2 Tape-and-Reel-Verpackungsabmessungen

Detaillierte Zeichnungen spezifizieren die Trägerbandabmessungen, Taschenabstände und Spulenspezifikationen, die mit Standard-SMD-Bestückungsgeräten kompatibel sind.

7. Bestückungs- und Handhabungsrichtlinien

7.1 Lagerbedingungen

Aufgrund der Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe 3 müssen spezifische Lagerprotokolle eingehalten werden. Ungeöffnete, werksversiegelte Packungen mit Trockenmittel sollten unter 30°C und 90% r.F. gelagert und innerhalb eines Jahres verwendet werden. Einmal geöffnet, sollten die Bauteile unter 30°C und 60% r.F. gelagert und idealerweise innerhalb einer Woche reflow-gelötet werden. Eine verlängerte Lagerung außerhalb der Originalverpackung erfordert einen Trockenschrank oder einen versiegelten Behälter mit Trockenmittel. Bauteile, die länger als eine Woche gelagert wurden, sollten vor dem Löten etwa 20 Stunden bei ca. 60°C getrocknet (gebakt) werden, um \"Popcorning\"-Schäden zu verhindern.

7.2 Reinigung

Wenn nach dem Löten eine Reinigung erforderlich ist, sollten nur alkoholbasierte Lösungsmittel wie Isopropanol (IPA) verwendet werden. Scharfe oder aggressive chemische Reiniger müssen vermieden werden.

7.3 Lötempfehlungen

Das Bauteil ist mit Infrarot-Reflow-Lötung kompatibel. Ein JEDEC-konformes Temperaturprofil wird empfohlen.

Das genaue Profil sollte für das spezifische Leiterplattendesign, die verwendete Lötpaste und den Ofen charakterisiert werden.

7.4 Treiberschaltungsentwurf

Da eine Infrarot-Leuchtdiode (IRED) ein stromgesteuertes Bauteil ist, ist ein serieller strombegrenzender Widerstand für einen stabilen Betrieb zwingend erforderlich. Die empfohlene Schaltungskonfiguration (Schaltung A) sieht einen individuellen Widerstand in Reihe mit jeder IRED vor, selbst wenn mehrere Bauteile parallel an eine Spannungsquelle angeschlossen sind. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Stromverteilung und konsistente Strahlstärke über alle Bauteile hinweg und verhindert Helligkeitsschwankungen, die bei einer einfachen Parallelschaltung ohne individuelle Widerstände (Schaltung B) auftreten können.

8. Anwendungshinweise und Designüberlegungen

8.1 Typische Anwendungsszenarien

Diese Komponente ist für universelle Infrarot-Anwendungen konzipiert. Ihre 940nm-Wellenlänge ist aufgrund der hohen Transmission durch viele Kunststoffe und geringen Sichtbarkeit ideal für Fernbedienungssysteme. Sie eignet sich auch für Kurzstrecken-Datenverbindungen, Objekterkennung und Annäherungssensorik in Unterhaltungselektronik, Bürogeräten und einfachen industriellen Steuerungen.

8.2 Designüberlegungen

8.3 Funktionsprinzip

Das Bauteil funktioniert als Infrarot-Leuchtdiode (LED). Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, die ihre Durchlassspannung (VF) überschreitet, rekombinieren Elektronen und Löcher im Halbleiterübergang und setzen Energie in Form von Photonen frei. Die spezifischen Halbleitermaterialien (z.B. GaAs) sind so gewählt, dass sie Photonen im Infrarotspektrum (940nm) erzeugen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber von siliziumbasierten Fotodetektoren erfasst werden können.

9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

9.1 Was ist der Unterschied zwischen Strahlstärke und Lichtstärke?

Strahlstärke (gemessen in mW/sr) ist die optische Leistung pro Raumwinkel im Infrarotspektrum. Lichtstärke (gemessen in Candela) wird durch die Empfindlichkeit des menschlichen Auges gewichtet und ist für diese nicht sichtbare Infrarotquelle nicht anwendbar.

9.2 Kann ich diese IRED direkt von einem Mikrocontroller-GPIO-Pin ansteuern?

Nein. Ein Mikrocontroller-Pin kann typischerweise nicht zuverlässig 20mA liefern und verfügt nicht über eine Stromregelung. Verwenden Sie immer eine Treiberschaltung (wie einen Transistor) mit einem seriellen strombegrenzenden Widerstand, wie im Datenblatt gezeigt, um der IRED einen stabilen, geregelten Strom bereitzustellen.

9.3 Warum sind die Lagerbedingungen so spezifisch (MSL 3)?

Das Kunststoffgehäuse kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen. Während des Hochtemperatur-Reflow-Lötprozesses kann diese eingeschlossene Feuchtigkeit schnell verdampfen, internen Druck erzeugen und möglicherweise Delamination oder Risse (\"Popcorning\") verursachen. Die MSL-Einstufung und die Backanweisungen verhindern diesen Fehlermodus.

9.4 Wie wähle ich den richtigen Wert für den Serienwiderstand?

Verwenden Sie das Ohmsche Gesetz: R = (Vversorgung- VF) / IF. Zum Beispiel, mit einer Versorgungsspannung von 5V, einer typischen VFvon 1,2V und einem gewünschten IFvon 20mA: R = (5 - 1,2) / 0,02 = 190 Ohm. Wählen Sie den nächstgelegenen Standardwiderstandswert unter Berücksichtigung der Nennleistung (P = I2R).

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.