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LTR-536AD Fototransistor Datenblatt - Dunkelgrünes Gehäuse - 30V Sperrspannung - 150mW Verlustleistung - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für den LTR-536AD Fototransistor. Merkmale: Hohe Lichtempfindlichkeit für Infrarot, geringe Sperrschichtkapazität, schnelles Schalten und ein dunkelgrünes Gehäuse zur Abschneidung von sichtbarem Licht. Enthält absolute Maximalwerte, elektrische/optische Kennwerte und Leistungskurven.
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PDF-Dokumentendeckel - LTR-536AD Fototransistor Datenblatt - Dunkelgrünes Gehäuse - 30V Sperrspannung - 150mW Verlustleistung - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der LTR-536AD ist ein leistungsstarker Silizium-NPN-Fototransistor, der speziell für Infrarot- (IR) Detektionsanwendungen entwickelt wurde. Seine Kernfunktion ist die Umwandlung einfallender Infrarotstrahlung in einen elektrischen Strom. Ein herausragendes Merkmal dieses Bauteils ist sein spezielles dunkelgrünes Kunststoff-Epoxid-Gehäuse. Dieses Material ist so formuliert, dass es Wellenlängen des sichtbaren Lichts dämpft oder "abschneidet", wodurch seine Empfindlichkeit und sein Signal-Rausch-Verhältnis speziell im Infrarotspektrum, typischerweise um 940nm, erheblich verbessert werden. Dies macht ihn zur idealen Wahl für Anwendungen, bei denen die Unterscheidung von Umgebungslicht entscheidend ist.

Kernvorteile:

Zielmarkt:Dieser Fototransistor richtet sich an Entwickler und Ingenieure, die an infrarotbasierten Systemen arbeiten. Typische Anwendungen sind Näherungssensoren, Objekterkennung, berührungslose Schalter, IR-Datenübertragungsstrecken (wie Fernbedienungen), Industrieautomatisierung und alle Systeme, die eine zuverlässige Erkennung von Infrarotsignalen bei gleichzeitiger Unterdrückung von Störungen durch sichtbare Lichtquellen erfordern.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Alle Parameter sind bei einer Umgebungstemperatur (TADiese Parameter definieren die Leistung des Bauteils unter festgelegten Testbedingungen.

2.1 Absolute Maximalwerte

Dies sind die Belastungsgrenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Der Betrieb sollte stets innerhalb dieser Grenzen gehalten werden.

2.2 Elektrische & Optische Kennwerte

These parameters define the device's performance under specified test conditions.

3. Analyse der Leistungskurven

Das Datenblatt enthält mehrere Diagramme, die das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen veranschaulichen. Diese sind für detaillierte Entwicklungsarbeiten jenseits der typischen/Min-/Max.-Werte von unschätzbarem Wert.

3.1 Dunkelstrom vs. Sperrspannung (Abb.1)

Diese Kurve zeigt, wie der Sperr-Dunkelstrom (ID) mit der angelegten Sperrspannung (VR) ansteigt. Typischerweise zeigt sie bei niedrigeren Spannungen einen sehr niedrigen, relativ konstanten Strom, mit einem allmählichen Anstieg bei steigender Spannung, der in dem steilen Anstieg bei der Durchbruchspannung gipfelt. Entwickler müssen sicherstellen, dass die Betriebs-VRausreichend unterhalb des Knies dieser Kurve liegt, um Rauschen durch Leckströme zu minimieren.

3.2 Kapazität vs. Sperrspannung (Abb.2)

Dieses Diagramm zeigt die Beziehung zwischen Sperrschichtkapazität (CT) und Sperrspannung. Die Kapazität nimmt mit steigender Sperrspannung ab. Für Hochgeschwindigkeitsschaltungen kann der Betrieb bei einer höheren Sperrspannung (innerhalb der Grenzen) CTverringern und die Bandbreite verbessern, dies muss jedoch gegen den erhöhten Dunkelstrom (aus Abb.1) abgewogen werden.

3.3 Fotostrom & Dunkelstrom vs. Umgebungstemperatur (Abb.3 & Abb.4)

Abbildung 3 zeigt, wie sich der Fotostrom (IP) mit der Umgebungstemperatur ändert. Die Empfindlichkeit von Fototransistoren nimmt im Allgemeinen mit steigender Temperatur ab. Abbildung 4 zeigt den exponentiellen Anstieg des Dunkelstroms (ID) mit steigender Temperatur. Diese beiden Kurven sind entscheidend für die Entwicklung von Systemen, die über einen weiten Temperaturbereich (z.B. -40°C bis +85°C) zuverlässig arbeiten müssen. Bei hohen Temperaturen kann der ansteigende Dunkelstrom ein schwaches optisches Signal überlagern und das Signal-Rausch-Verhältnis verschlechtern.

3.4 Relative spektrale Empfindlichkeit (Abb.5)

Dies ist vielleicht die wichtigste Kurve für die Anwendungsabstimmung. Sie stellt die normalisierte Empfindlichkeit des Fototransistors über einen Wellenlängenbereich (typischerweise ~800nm bis 1100nm) dar. Der LTR-536AD zeigt eine Spitzenempfindlichkeit um 900nm und eine signifikante Dämpfung im sichtbaren Lichtspektrum (<800nm), was eine direkte Folge seines dunkelgrünen Gehäuses ist. Diese Kurve muss mit dem Emissionsspektrum der vorgesehenen IR-LED oder Lichtquelle abgeglichen werden, um eine optimale Kopplung zu gewährleisten.

3.5 Fotostrom vs. Bestrahlungsstärke (Abb.6)

Dieses Diagramm zeigt den linearen Zusammenhang zwischen der einfallenden Infrarotlichtleistung (Bestrahlungsstärke Ee) und dem resultierenden Fotostrom (IP). Die Steigung dieser Linie repräsentiert die Empfindlichkeit des Bauteils. Es bestätigt, dass das Bauteil für den getesteten Bestrahlungsstärkebereich in einem linearen Bereich arbeitet, was für analoge Erfassungsanwendungen wünschenswert ist.

3.6 Gesamtverlustleistung vs. Umgebungstemperatur (Abb.8)

Diese Entlastungskurve zeigt die maximal zulässige Verlustleistung (PD) in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur. Der absolute Maximalwert von 150mW gilt nur bis zu einer bestimmten Temperatur (wahrscheinlich 25°C). Mit steigender Umgebungstemperatur nimmt die Fähigkeit des Bauteils, Wärme abzuführen, ab, daher muss die maximal zulässige Leistung linear reduziert werden, um Überhitzung zu verhindern. Dies ist entscheidend für Zuverlässigkeitsberechnungen.

4. Mechanische & Gehäuseinformationen

4.1 Gehäuseabmessungen

Der LTR-536AD ist in einem standardmäßigen 3mm (T-1) Durchsteckgehäuse erhältlich. Wichtige dimensionale Hinweise aus dem Datenblatt sind:

Polaritätskennzeichnung:Das Bauteil hat eine flache Seite an der Linse, die typischerweise den Kollektoranschluss anzeigt. Der längere Anschluss ist normalerweise der Emitter. Entwickler sollten die Polarität jedoch vor dem Einbau stets mit einem Multimeter im Diodentestmodus überprüfen.

5. Löt- & Montagerichtlinien

Um die Integrität des Bauteils während der Montage zu gewährleisten, müssen die folgenden Bedingungen eingehalten werden:

6. Anwendungsvorschläge & Designüberlegungen

6.1 Typische Anwendungsschaltungen

Der LTR-536AD kann in zwei Hauptkonfigurationen verwendet werden:

  1. Schaltbetrieb (Digitaler Ausgang):Der Fototransistor ist in Reihe mit einem Pull-up-Widerstand zwischen der Versorgungsspannung (VCC) und Masse geschaltet. Der Ausgang wird vom Kollektorknoten abgenommen. Wenn IR-Licht auf den Sensor fällt, schaltet er ein und zieht die Ausgangsspannung auf Low. Im Dunkeln schaltet er aus, und der Pull-up-Widerstand zieht den Ausgang auf High. Der Wert des Pull-up-Widerstands bestimmt die Schaltgeschwindigkeit und den Stromverbrauch (ein kleinerer Widerstand ermöglicht schnelleres Schalten, aber höhere Leistungsaufnahme).
  2. Linearer Betrieb (Analoger Ausgang):Ähnliche Konfiguration, aber der Fototransistor wird mit einem festen Basisstrom (oft Null, nur auf Fotostrom angewiesen) und einem Kollektorwiderstand in seinem aktiven Bereich vorgespannt. Die Spannung am Kollektor variiert linear mit der Intensität des einfallenden IR-Lichts. Dieser Modus wird für analoge Erfassung, wie Entfernungsmessung oder Lichtpegel-Erkennung, verwendet.

6.2 Kritische Designaspekte

7. Technischer Vergleich & Differenzierung

Der LTR-536AD unterscheidet sich auf dem Fototransistormarkt durch sein spezialisiertes Gehäuse. Im Vergleich zu Standard-Fototransistoren mit klarem oder wasserklarem Epoxidgehäuse ist sein Hauptvorteil der eingebaute Abschneideffekt für sichtbares Licht. Dies macht in vielen Anwendungen einen externen IR-Filter überflüssig, reduziert die Bauteilanzahl, die Kosten und die Montagekomplexität. Seine Kombination aus relativ schneller Schaltgeschwindigkeit (50ns), geringer Kapazität (25pF) und guter Empfindlichkeit (2µA typ. bei 0,1mW/cm²) macht ihn zu einer ausgewogenen Wahl sowohl für analoge Erfassung als auch für mittelschnelle digitale IR-Kommunikationsstrecken.

8. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

8.1 Kann ich diesen mit einer roten LED (650nm) verwenden?

Antwort:Nein, es wird nicht empfohlen. Die Kurve der relativen spektralen Empfindlichkeit (Abb.5) zeigt eine sehr geringe Empfindlichkeit bei 650nm (sichtbares Rot). Das dunkelgrüne Gehäuse blockiert diese Wellenlänge aktiv. Für die Detektion von rotem Licht sollte ein Fototransistor mit klarem Gehäuse und einer Spitzenempfindlichkeit im sichtbaren Bereich gewählt werden.

8.2 Warum ist mein Ausgangssignal in einer warmen Umgebung verrauscht?

Antwort:Siehe Abbildung 4 (Dunkelstrom vs. Temperatur). Der Dunkelstrom steigt exponentiell mit der Temperatur an. Wenn Ihre Schaltung zum Erkennen eines schwachen IR-Signals ausgelegt ist, kann der thermisch erzeugte Dunkelstrom bei erhöhten Temperaturen signifikant werden und als Rauschen oder DC-Offset erscheinen. Lösungen umfassen die Kühlung des Sensors, die Verwendung einer modulierten Lichtquelle mit synchroner Detektion oder die Auswahl einer Schaltungstopologie, die den Dunkelstrom subtrahiert.

8.3 Wie wähle ich den Wert des Lastwiderstands (RL)?

Antwort:Es handelt sich um einen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit, Empfindlichkeit und Leistung.
Für Geschwindigkeit (Digitales Schalten):Wählen Sie einen kleinen RL(z.B. 1kΩ bis 4,7kΩ). Dies ergibt eine kleine RC-Zeitkonstante (CT* RL) für schnelle Flanken, zieht aber mehr Strom.
Für hohen Spannungshub (Analoge Erfassung):Wählen Sie einen größeren RL(z.B. 10kΩ bis 100kΩ). Dies bietet eine größere Ausgangsspannungsänderung für eine gegebene Lichtänderung, verlangsamt aber die Ansprechzeit.
Stellen Sie stets sicher, dass der Spannungsabfall über RL, wenn der Fototransistor voll eingeschaltet ist, nicht dazu führt, dass die Kollektor-Emitter-Spannung unter den Sättigungswert fällt, und dass die Verlustleistung im Fototransistor unterhalb des für Ihre Betriebstemperatur entlasteten Grenzwerts bleibt.

9. Praktisches Anwendungsbeispiel

Anwendung:Berührungslose Objekterkennung in einem Industriezähler.
Umsetzung:Eine IR-LED (940nm) und der LTR-536AD sind auf gegenüberliegenden Seiten eines Förderbands montiert (Lichtschranken-Konfiguration). Die LED wird mit einer Treiberschaltung mit 10kHz gepulst. Der Fototransistor ist im Schaltbetrieb mit einem 4,7kΩ Pull-up-Widerstand an 5V angeschlossen. Sein Ausgang wird an einen Capture-Eingang eines Mikrocontrollers geführt. Unter normalen Bedingungen (kein Objekt) erreicht das gepulste IR-Licht den Sensor, wodurch der Ausgang mit 10kHz pulst. Die Mikrocontroller-Firmware erkennt diese Frequenz. Wenn ein Objekt den Strahl durchquert, blockiert es das Licht, und der Ausgang des Fototransistors geht auf und bleibt auf High (oder Low, je nach Logik). Der Mikrocontroller erkennt das Fehlen des 10kHz-Signals und erhöht einen Zähler. Das dunkelgrüne Gehäuse des LTR-536AD verhindert, dass Umgebungslicht von Leuchtstofflampen oder Glühlampen in der Fabrik den Zähler fälschlicherweise auslöst.

10. Einführung in das Funktionsprinzip

Ein Fototransistor ist im Grunde ein bipolarer Transistor (BJT), bei dem der Basisstrom durch Licht erzeugt wird und nicht elektrisch zugeführt wird. Beim LTR-536AD (NPN-Typ) werden einfallende Photonen mit einer Energie größer als die Bandlücke von Silizium (entsprechend Wellenlängen kürzer als ~1100nm) im Basis-Kollektor-Übergangsbereich absorbiert. Diese Absorption erzeugt Elektron-Loch-Paare. Das elektrische Feld im sperrvorgespannten Kollektor-Basis-Übergang trennt diese Ladungsträger und erzeugt einen Fotostrom. Dieser Fotostrom wirkt genau wie ein in den Transistor injizierter Basisstrom. Aufgrund der Stromverstärkung (Beta, β) des Transistors ist der Kollektorstrom viel größer als der anfängliche Fotostrom (IC= β * Iphoto). Diese interne Verstärkung ist es, die Fototransistoren im Vergleich zu Fotodioden ihre hohe Empfindlichkeit verleiht. Das dunkelgrüne Epoxid absorbiert die meisten Photonen des sichtbaren Lichts, sodass hauptsächlich Infrarotphotonen den Siliziumchip erreichen, wodurch das Bauteil selektiv für IR empfindlich wird.

11. Technologietrends

Das Gebiet der Optoelektronik entwickelt sich ständig weiter. Während diskrete Durchsteck-Fototransistoren wie der LTR-536AD für viele Anwendungen nach wie vor wichtig sind, umfassen die Trends:
Integration:Zunehmende Integration des Fotodetektors mit analoger Front-End-Schaltung (Verstärker, Filter) und digitaler Logik (Komparatoren, Logikausgänge) in Ein-Chip-Lösungen oder Module.
Oberflächenmontage-Technologie (SMT):Ein starker Trend zu kleineren SMT-Gehäusen für automatisierte Montage und reduzierten Leiterplattenplatz, oft jedoch auf Kosten der Empfindlichkeit aufgrund kleinerer aktiver Bereiche.
Spezialisierung:Entwicklung von Bauteilen mit noch spezifischeren spektralen Antworten, höheren Geschwindigkeiten für optische Datenkommunikation und verbesserter Widerstandsfähigkeit gegenüber rauen Umgebungen (höhere Temperatur, Feuchtigkeit).
Das Kernprinzip des Fototransistors bleibt unverändert, aber seine Implementierungen werden anwendungsspezifischer und integrierter.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.