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Technisches Datenblatt für LED-Bauteile - Revision 2 - Dokumentation der Lebenszyklusphase - Technisches Dokument

Technische Dokumentation mit Details zur Lebenszyklusphase, Revisionshistorie und Freigabeinformationen für ein LED-Bauteil. Beinhaltet Spezifikationen, Leistungsanalyse und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - Technisches Datenblatt für LED-Bauteile - Revision 2 - Dokumentation der Lebenszyklusphase - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses technische Dokument bietet umfassende Spezifikationen und Richtlinien für ein spezifisches LED-Bauteil. Der Hauptfokus der bereitgestellten Daten liegt auf der formalen Deklaration seiner Lebenszyklusphase und Revisionsstatus. Das Bauteil befindet sich in der "Revision"-Phase, was bedeutet, dass es eine aktualisierte Version eines früheren Designs ist, die potenzielle Verbesserungen in Leistung, Zuverlässigkeit oder Fertigbarkeit beinhaltet. Die Revisionsnummer ist als 2 angegeben. Das Freigabedatum für diese Revision ist der 5. Dezember 2014. Die Ablaufzeit ist als "Für immer" markiert, was typischerweise bedeutet, dass für diese Revision kein geplantes Verfallsdatum vorgesehen ist und sie für eine langfristige Verfügbarkeit bestimmt ist, abgesehen von größeren technologischen Veränderungen oder Einstellungsentscheidungen. Diese Stabilität ist entscheidend für Entwickler und Hersteller, die eine konsistene Bauteilversorgung für ihre Produkte benötigen.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Während der Kernausschnitt sich auf administrative Daten konzentriert, würde ein vollständiges LED-Datenblatt detaillierte technische Parameter enthalten. Diese sind für den Schaltungsentwurf und die Systemintegration entscheidend.

2.1 Lichttechnische und Farbkennwerte

Eine detaillierte Analyse der Lichtausgabe der LED ist unerlässlich. Dazu gehören die dominante Wellenlänge oder korrelierte Farbtemperatur (CCT), die die Farbe des emittierten Lichts definiert (z.B. kaltweiß, warmweiß, spezifische Farbe). Der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), gibt die gesamte wahrgenommene Lichtleistung an. Die Lichtausbeute (lm/W) ist eine wichtige Effizienzkennzahl. Die Farbortkoordinaten (z.B. im CIE-1931-Diagramm) liefern einen präzisen Farbpunkt. Der Abstrahlwinkel, angegeben in Grad, beschreibt die Winkelverteilung der Lichtintensität. Für farbige LEDs sind die Spitzenwellenlänge und die spektrale Halbwertsbreite kritische Parameter.

2.2 Elektrische Parameter

Elektrische Eigenschaften definieren die Betriebsbedingungen. Die Durchlassspannung (Vf) wird bei einem bestimmten Prüfstrom (If) angegeben. Entwickler müssen das Vf-Binning oder den typischen Bereich berücksichtigen. Die Sperrspannung (Vr) gibt die maximal zulässige Spannung in der nichtleitenden Richtung an. Der Durchlassstrom (If) ist der empfohlene Betriebsstrom, wobei auch ein absoluter Maximalwert angegeben wird. Der dynamische Widerstand kann aus der I-V-Kennlinie abgeleitet werden. Die Verlustleistung wird aus Vf und If berechnet und beeinflusst das thermische Design.

2.3 Thermische Eigenschaften

Die LED-Leistung und Lebensdauer hängen stark von der Temperatur ab. Die Sperrschichttemperatur (Tj) ist die kritische innere Temperatur. Der Wärmewiderstand von der Sperrschicht zur Umgebung (RθJA) oder zum Lötpunkt (RθJS) quantifiziert, wie leicht Wärme vom Chip abgeführt wird. Die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tj max) darf nicht überschritten werden. Das Verständnis dieser Parameter ist entscheidend für die Auslegung einer angemessenen Kühlung, um die Lichtausgabe, Farbstabilität und langfristige Zuverlässigkeit aufrechtzuerhalten.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Fertigungsvariationen führen zu leichten Unterschieden zwischen einzelnen LEDs. Binning ist der Prozess der Sortierung von Bauteilen in Gruppen (Bins) basierend auf Schlüsselparametern, um die Konsistenz innerhalb einer Produktionscharge sicherzustellen.

3.1 Wellenlängen- / Farbtemperatur-Binning

LEDs werden gemäß ihren Farbortkoordinaten oder CCT gebinnt. Ein engerer Bin (kleinerer MacAdam-Ellipsenschritt, z.B. 2-Schritt oder 3-Schritt) gewährleistet minimale sichtbare Farbunterschiede zwischen LEDs, was für Anwendungen wie Leuchten und Displays, bei denen Farbgleichmäßigkeit von größter Bedeutung ist, entscheidend ist.

3.2 Lichtstrom-Binning

LEDs werden basierend auf ihrer Lichtausgabe bei einem Standardprüfstrom sortiert. Dies ermöglicht es Entwicklern, Bauteile auszuwählen, die spezifische Helligkeitsanforderungen erfüllen, und hilft, eine konsistente Leuchtdichte über eine Anordnung hinweg aufrechtzuerhalten.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Die Sortierung nach Durchlassspannung (Vf) bei einem bestimmten Strom hilft bei der Auslegung effizienter Treiberschaltungen, insbesondere beim seriellen Verbinden mehrerer LEDs, da sie die Stromungleichheit minimiert.

4. Analyse der Kennlinien

Grafische Daten bieten einen tieferen Einblick in das Bauteilverhalten unter variierenden Bedingungen.

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)

Diese Kurve stellt die Beziehung zwischen Durchlassstrom und Durchlassspannung dar. Sie ist nichtlinear und zeigt eine Einschaltspannung und einen Bereich mit etwa exponentiellem Anstieg. Die Steigung der Kurve im Arbeitsbereich steht in Beziehung zum dynamischen Widerstand. Sie ist grundlegend für das Treiberdesign, da sie die erforderliche Versorgungsspannung für einen gegebenen Strom bestimmt.

4.2 Analyse der Temperaturabhängigkeit

Wichtige Diagramme zeigen, wie sich Parameter mit der Temperatur ändern. Typischerweise nimmt die Durchlassspannung (Vf) mit steigender Sperrschichttemperatur ab. Der Lichtstrom nimmt ebenfalls mit steigender Temperatur ab. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist entscheidend für die Auslegung von Systemen, die die Leistung über den vorgesehenen Betriebstemperaturbereich aufrechterhalten.

3.3 Spektrale Leistungsverteilung

Dieses Diagramm zeigt die relative Intensität des bei jeder Wellenlänge emittierten Lichts. Für weiße LEDs (oft blauer Chip + Leuchtstoff) zeigt es den blauen Peak und das breitere, durch den Leuchtstoff konvertierte Spektrum. Es definiert den Farbwiedergabeindex (CRI) und die genaue Farbqualität des Lichts.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

Physikalische Spezifikationen gewährleisten ein korrektes PCB-Design und eine korrekte Montage.

5.1 Maßzeichnung

Eine detaillierte Zeichnung, die die genauen Abmessungen (Länge, Breite, Höhe) und kritische Toleranzen des Bauteils zeigt. Sie beinhaltet Drauf-, Seiten- und Bodenansichten.

5.2 Lötflächenlayout und Lötpad-Design

Das empfohlene PCB-Land Pattern (Footprint) wird bereitgestellt, einschließlich Lötflächenabmessungen, Abständen und Form. Dies ist für die Erstellung des PCB-Layouts unerlässlich, um eine zuverlässige Lötung und mechanische Stabilität sicherzustellen.

5.3 Polungskennzeichnung

Eine klare Kennzeichnung der Anoden- und Kathodenanschlüsse wird gezeigt, oft über eine Zeichnung, die eine Kerbe, einen Punkt, eine abgeschrägte Kante oder unterschiedliche Lötflächengrößen auf dem Bauteilgehäuse oder im Footprint anzeigt.

6. Richtlinien für Lötung und Montage

Eine ordnungsgemäße Handhabung gewährleistet die Zuverlässigkeit.

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein detailliertes Temperatur-Zeit-Diagramm definiert das empfohlene Reflow-Profil, einschließlich Aufheiz-, Halte-, Reflow- (Spitzentemperatur) und Abkühlraten. Maximale Temperaturgrenzwerte und Expositionszeiten sind angegeben, um Schäden am LED-Gehäuse oder dem internen Chip zu verhindern.

6.2 Handhabungshinweise

Die Anweisungen umfassen typischerweise Warnungen vor mechanischer Belastung, Anforderungen an den Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD) (da LEDs oft ESD-empfindliche Bauteile sind) und die Vermeidung von Kontaminationen auf der Linse oder den Anschlüssen.

6.3 Lagerbedingungen

Die empfohlene Lagerumgebung wird spezifiziert, üblicherweise mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit (z.B. <30°C, <60% r.F.), um Feuchtigkeitsaufnahme (die während des Reflow-Prozesses zu "Popcorning" führen kann) und Anschluss-Oxidation zu verhindern.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

7.1 Verpackungsspezifikationen

Beschreibt die Lieferform: Band- und Rollenspezifikationen (Trägerbandbreite, Taschenabstand, Rollendurchmesser), Röhrenmengen oder Schüttgutverpackung. Beinhaltet die Ausrichtung innerhalb der Verpackung.

7.2 Etikettierungsinformationen

Erklärt die Markierungen auf dem Rollen- oder Kartonetikett, die typischerweise Artikelnummer, Menge, Los-/Chargencode, Datumscode und Binning-Informationen enthalten.

7.3 Artikelnummernsystem

Entschlüsselt die Struktur der Artikelnummer und zeigt, wie verschiedene Codes innerhalb der Nummer spezifische Attribute wie Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin, Verpackungstyp und Revisionsstand (z.B. die "Revision: 2" aus den Kerndaten) darstellen.

8. Anwendungsempfehlungen

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Schaltpläne für gängige Ansteuerungsmethoden: einfache Reihenwiderstands-Strombegrenzung für Low-Power-Anwendungen, Konstantstrom-Treiberschaltungen (linear oder Schaltregler) für optimale Leistung und Effizienz sowie PWM-Dimm-Interface-Schaltungen.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Punkte sind das thermische Management (Berechnung der Kühlkörperanforderungen unter Verwendung von RθJA und Verlustleistung), das optische Design (Linsenauswahl, Strahlformung), die Treiberauswahl basierend auf Durchlassspannung und Stromanforderungen sowie die Sicherstellung der elektrischen Kompatibilität mit dem Steuerungssystem.

9. Technischer Vergleich

Während ein einzelnes Datenblatt keinen Vergleich durchführt, würde ein Entwickler diese Daten nutzen, um Alternativen zu vergleichen. Potenzielle Unterscheidungsmerkmale, die durch eine "Revision 2" impliziert werden könnten, sind: höhere Lichtausbeute im Vergleich zur vorherigen Revision, verbesserte Farbkonsistenz (engeres Binning), erweiterte Zuverlässigkeitsdaten (längere L70/L90-Lebensdauer), niedrigerer Wärmewiderstand oder ein robusteres Gehäusedesign. Die "Für immer"-Ablaufzeit deutet auf ein Engagement für langfristige Versorgungsstabilität hin, was ein erheblicher Vorteil gegenüber Bauteilen mit geplanter Obsoleszenz ist.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was bedeutet "Lebenszyklusphase: Revision"?

A: Es bedeutet, dass es sich nicht um eine neue Produkteinführung handelt, sondern um eine aktualisierte Version (Revision 2) eines bestehenden Bauteils. Die Änderungen können geringfügig (Prozessverbesserungen) oder erheblich (Leistungssteigerungen) sein, aber Form, Passform und Grundfunktion werden typischerweise beibehalten.

F: Was bedeutet "Ablaufzeit: Für immer"?

A: Dies deutet darauf hin, dass der Hersteller derzeit keine Pläne hat, diese spezifische Revision einzustellen, und bietet so Versorgungsstabilität für Langzeitprojekte. Es garantiert jedoch keine unbegrenzte Produktion, da Marktkräfte oder technologische Ablösung letztendlich zu einer End-of-Life (EOL)-Mitteilung führen könnten.

F: Wie sollte ich das Freigabedatum in meinem Designprozess interpretieren?

A: Das Freigabedatum (05.12.2014) liefert Kontext. Für ein neues Design sollten Sie prüfen, ob eine neuere Revision existiert. Es hilft auch, die Historie des Bauteils nachzuvollziehen. Stellen Sie sicher, dass alle Zuverlässigkeits- oder Leistungsdaten im vollständigen Datenblatt noch als gültig und repräsentativ für die aktuelle Fertigung angesehen werden.

F: Wenn ich Platinen mit Revision 1 habe, kann ich Revision 2 verwenden?

A: Im Allgemeinen ja, wenn es sich um eine echte Form-Fit-Funktion-Revision handelt. Es ist jedoch entscheidend, die vollständigen technischen Spezifikationen beider Revisionen zu vergleichen, um sicherzustellen, dass sich keine elektrischen, optischen oder thermischen Parameter in einer Weise geändert haben, die Ihre Anwendung beeinflusst. Konsultieren Sie stets das vollständige Datenblatt.

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Fall 1: Architektonische Lineare Beleuchtung

Ein Entwickler erstellt einen durchgehenden LED-Streifen für indirekte Beleuchtung. Unter Verwendung der Binning-Informationen (enge CCT- und Lichtstrom-Bins) kann er eine nahtlose Farbe und Helligkeit über die gesamte Länge sicherstellen. Die Wärmewiderstandsdaten werden verwendet, um die erforderliche Aluminiumprofilgröße zu berechnen, um die Sperrschichttemperatur unter Tj max zu halten, was die spezifizierte Lebensdauer gewährleistet und die Farbkonsistenz über die Zeit aufrechterhält.

Fall 2: Industrielle Bedienfeld-Anzeigen

Ein Ingenieur benötigt Status-LEDs für eine Maschinenschnittstelle. Die Durchlassspannungs- und Stromspezifikationen werden verwendet, um einen geeigneten Reihenwiderstandswert für eine 24-V-Gleichstromversorgung auszuwählen. Die mechanische Zeichnung stellt sicher, dass die gewählte LED in die vorgebohrten Löcher des Bedienfelds passt, und das Lötprofil wird in den Reflow-Ofen der Montagelinie programmiert.

12. Einführung in das Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiterdiode. Wenn eine Durchlassspannung an den p-n-Übergang angelegt wird, rekombinieren Elektronen aus dem n-Typ-Material mit Löchern aus dem p-Typ-Material in der Sperrschicht. Diese Rekombination setzt Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlückenenergie des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z.B. InGaN für blau/grün, AlInGaP für rot/bernstein). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Leuchtstoff erzeugt; ein Teil des blauen Lichts wird in gelbes Licht umgewandelt, und die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen. Die Effizienz dieses Elektrolumineszenzprozesses wird durch die Wall-Plug-Effizienz oder Lichtausbeute charakterisiert.

13. Technologieentwicklungstrends

Die LED-Industrie entwickelt sich ständig weiter. Wichtige Trends sind:Erhöhte Effizienz:Laufende Forschung zielt darauf ab, mehr Lumen pro Watt zu erzeugen und so den Energieverbrauch für Beleuchtung zu reduzieren.Verbesserte Farbqualität:Entwicklung von Leuchtstoffen und Multi-Chip-Lösungen, um einen höheren Farbwiedergabeindex (CRI) und ansprechendere spektrale Leistungsverteilungen zu erreichen.Miniaturisierung & Integration:Entwicklung kleinerer, leistungsstärkerer Chips (z.B. Micro-LEDs) und integrierter Gehäuse, die LEDs mit Treibern und Steuerschaltungen kombinieren.Intelligente Beleuchtung:Integration von Sensoren und Kommunikationsschnittstellen (Li-Fi, IoT) direkt in LED-Module.Nachhaltigkeit:Fokus auf die Reduzierung der Verwendung kritischer Rohstoffe, Verbesserung der Recyclingfähigkeit und weitere Verlängerung der Betriebslebensdauer, um die Umweltauswirkungen zu verringern. Der "Revision 2"-Status dieses Bauteils platziert es in dieser Kontinuität der schrittweisen Verbesserung.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.