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LED-Bauteildatenblatt - Lebenszyklusphase Revision 3 - Veröffentlichungsdatum 05.12.2014 - Technisches Dokument DE

Technisches Datenblatt mit detaillierten Spezifikationen, Lebenszyklusphase, Revisionshistorie und Anwendungsrichtlinien für eine LED-Komponente.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Bauteildatenblatt - Lebenszyklusphase Revision 3 - Veröffentlichungsdatum 05.12.2014 - Technisches Dokument DE

1. Produktübersicht

Dieses technische Dokument bietet umfassende Spezifikationen und Richtlinien für eine Leuchtdiode (LED). Die Hauptfunktion dieser Komponente ist die Lichterzeugung beim Anlegen eines elektrischen Stroms. LEDs sind Halbleiterbauelemente, die elektrische Energie in sichtbares Licht umwandeln und Vorteile in Effizienz, Lebensdauer und Zuverlässigkeit gegenüber herkömmlichen Beleuchtungslösungen bieten. Die Kernvorteile dieser spezifischen Komponente umfassen ihre stabile Leistung über eine lange Betriebsdauer und konsistente Ausgabeeigenschaften, wie durch ihre Lebenszyklusphase und Revisionsstatus definiert. Der Zielmarkt für diese Komponente erstreckt sich über ein breites Anwendungsspektrum, von Allgemeinbeleuchtung und Display-Hintergrundbeleuchtung bis hin zu Kontrollleuchten in Unterhaltungselektronik und Industrieanlagen. Die konsistente Revisionshistorie deutet auf ein ausgereiftes und stabiles Produktdesign hin, das für Anwendungen geeignet ist, die zuverlässige, langfristige Leistung erfordern.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Während der bereitgestellte PDF-Auszug sich auf Dokumenten-Metadaten konzentriert, enthält ein typisches LED-Datenblatt mehrere kritische Abschnitte mit technischen Parametern. Die folgende Analyse basiert auf standardmäßigen Industriespezifikationen für Komponenten dieser Art.

2.1 Lichttechnische und Farbkennwerte

Die lichttechnischen Eigenschaften definieren die Lichtausgabe der LED. Zu den Schlüsselparametern gehört der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), der die gesamte wahrgenommene Lichtleistung angibt. Die korrelierte Farbtemperatur (CCT), gemessen in Kelvin (K), beschreibt den Farbeindruck des emittierten weißen Lichts, von Warmweiß (2700K-3000K) bis Kaltweiß (5000K-6500K). Bei farbigen LEDs gibt die dominante Wellenlänge, gemessen in Nanometern (nm), die wahrgenommene Farbe an. Farbwertkoordinaten (z.B. CIE x, y) liefern eine präzise numerische Beschreibung des Farbpunkts im Standard-Farbraumdiagramm. Der Farbwiedergabeindex (CRI) misst, wie genau die Lichtquelle die Farben von Objekten im Vergleich zu einer natürlichen Lichtquelle wiedergibt. Höhere Werte (nahe 100) sind für Anwendungen, die eine echte Farbwahrnehmung erfordern, vorzuziehen.

2.2 Elektrische Parameter

Elektrische Parameter sind entscheidend für den Schaltungsentwurf. Die Durchlassspannung (Vf) ist der Spannungsabfall über der LED bei ihrem spezifizierten Betriebsstrom. Sie wird typischerweise bei einem bestimmten Prüfstrom (z.B. 20mA, 150mA) angegeben und kann mit der Temperatur und zwischen einzelnen Bauteilen variieren. Der Durchlassstrom (If) ist der empfohlene Betriebsstrom für die LED, der direkt die Lichtausgabe und die Lebensdauer beeinflusst. Das Überschreiten des maximalen Durchlassstroms kann zu vorzeitigem Ausfall führen. Die Sperrspannung (Vr) ist die maximale Spannung, die die LED in Sperrrichtung aushalten kann. Die Verlustleistung wird als Produkt aus Durchlassspannung und -strom berechnet und bestimmt die thermische Belastung der Komponente.

2.3 Thermische Eigenschaften

Die LED-Leistung und -Lebensdauer hängen stark von der Betriebstemperatur ab. Die Sperrschichttemperatur (Tj) ist die Temperatur am Halbleiterchip selbst. Eine niedrige Sperrschichttemperatur ist entscheidend für lange Lebensdauer und stabile Lichtausgabe. Der thermische Widerstand von der Sperrschicht zur Umgebung (RθJA) oder zum Lötpunkt (RθJS) quantifiziert, wie effektiv Wärme vom LED-Chip abgeführt wird. Ein niedrigerer Wert bedeutet eine bessere Wärmeableitfähigkeit. Entwickler müssen für eine ordnungsgemäße Wärmemanagement sorgen, z.B. durch Verwendung eines ausreichenden Kühlkörpers oder Wärmeleitpads, um die Sperrschichttemperatur innerhalb des spezifizierten Maximalwerts zu halten, der für einen zuverlässigen Betrieb oft bei etwa 85°C bis 125°C liegt.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Aufgrund von Fertigungstoleranzen werden LEDs in Leistungsklassen (Bins) sortiert, um Konsistenz für den Endanwender zu gewährleisten.

3.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning

LEDs werden nach ihren Farbwertkoordinaten oder dominanten Wellenlängen gebinnt. Eine Binning-Struktur, oft definiert durch einen MacAdam-Ellipsenschritt (z.B. 3-Schritt, 5-Schritt), gruppiert LEDs mit sehr ähnlichen Farbmerkmalen. Ein kleinerer Ellipsenschritt zeigt eine engere Farbkonsistenz innerhalb des Bins an. Dies ist für Anwendungen, bei denen ein einheitliches Farbbild entscheidend ist, wie z.B. bei Display-Hintergrundbeleuchtung oder Architekturbeleuchtungsarrays, unerlässlich.

3.2 Lichtstrom-Binning

Lichtstrom-Bins kategorisieren LEDs basierend auf ihrer Lichtausgabe bei einem Standard-Prüfstrom. Bins werden typischerweise durch einen minimalen und maximalen Lichtstromwert definiert (z.B. 100-105 lm, 105-110 lm). Die Auswahl von LEDs aus demselben Lichtstrom-Bin gewährleistet eine gleichmäßige Helligkeit in einer Baugruppe.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Durchlassspannungs-Bins gruppieren LEDs mit ähnlichen Vf-Eigenschaften. Dies ist wichtig für Designs, bei denen mehrere LEDs in Reihe geschaltet sind, da nicht übereinstimmende Vf-Werte zu ungleichmäßiger Stromverteilung und Helligkeit führen können, wenn sie nicht durch die Treiberschaltung korrekt verwaltet werden.

4. Analyse der Kennlinien

Grafische Daten geben einen tieferen Einblick in das LED-Verhalten unter variierenden Bedingungen.

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)

Die I-V-Kennlinie zeigt die Beziehung zwischen dem Durchlassstrom durch die LED und der Spannung an ihren Anschlüssen. Sie ist nichtlinear und weist eine Schwellenspannung auf, unterhalb derer nur sehr wenig Strom fließt. Die Steigung der Kurve im Arbeitsbereich steht in Beziehung zum dynamischen Widerstand der LED. Diese Kurve ist für den Entwurf von Konstantstrom-Treibern wesentlich.

4.2 Temperaturabhängigkeit

Diagramme zeigen typischerweise, wie sich Schlüsselparameter mit der Temperatur ändern. Der Lichtstrom nimmt im Allgemeinen mit steigender Sperrschichttemperatur ab. Die Durchlassspannung nimmt bei den meisten LED-Typen typischerweise mit steigender Temperatur ab. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist entscheidend für den Entwurf von Systemen, die die Leistung über den vorgesehenen Betriebstemperaturbereich aufrechterhalten.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung (SPD)

Das SPD-Diagramm stellt die relative Intensität des emittierten Lichts bei jeder Wellenlänge dar. Für weiße LEDs (oft blaue Chips mit Phosphor-Konversion) zeigt es den blauen Peak vom Chip und das breitere Emissionsspektrum des Phosphors. Dieses Diagramm wird zur Berechnung von kolorimetrischen Daten wie CCT und CRI verwendet.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

Das physikalische Gehäuse gewährleistet eine zuverlässige elektrische Verbindung und thermische Leistung.

5.1 Maßzeichnung

Eine detaillierte mechanische Zeichnung liefert alle kritischen Abmessungen des LED-Gehäuses, einschließlich Länge, Breite, Höhe und jeglicher Linsen- oder Kuppelgeometrie. Toleranzen für jede Abmessung sind angegeben. Diese Informationen sind für das PCB-Footprint-Design und die Gewährleistung eines korrekten Sitzes in der Endproduktmontage erforderlich.

5.2 Pad-Layout und Lötpad-Design

Das empfohlene PCB-Landpattern (Lötpad-Geometrie und -Größe) wird bereitgestellt, um eine gute Lötstellenbildung während des Reflow-Lötens zu gewährleisten. Dies umfasst die Größe, Form und den Abstand der Anoden- und Kathodenpads. Ein korrektes Landpattern ist entscheidend für mechanische Festigkeit, elektrische Leitfähigkeit und Wärmeübertragung zur Leiterplatte.

5.3 Polungskennzeichnung

Die Methode zur Identifizierung der Anoden- (Plus) und Kathodenanschlüsse (Minus) ist klar angegeben. Übliche Methoden umfassen eine Markierung auf dem Gehäuse (wie eine Kerbe, ein Punkt oder eine abgeschrägte Ecke), unterschiedliche Anschlusslängen oder eine spezifische Pad-Form im Footprint-Diagramm. Die korrekte Polung ist für den Betrieb des Bauteils wesentlich.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Eine ordnungsgemäße Handhabung und Montage ist entscheidend für die Zuverlässigkeit.

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Reflow-Löttemperaturprofil wird bereitgestellt. Dieses Diagramm zeigt Temperatur über Zeit und definiert Schlüsselzonen: Vorwärmen, Halten, Reflow (mit Spitzentemperatur) und Abkühlung. Maximale Temperaturgrenzen und die Zeit oberhalb der Liquidustemperatur sind spezifiziert, um thermische Schäden am LED-Gehäuse, der Linse oder internen Materialien (wie Silikon oder Phosphor) zu verhindern.

6.2 Handhabungs- und Lagerungshinweise

LEDs sind empfindlich gegenüber elektrostatischer Entladung (ESD). Richtlinien umfassen die Verwendung von ESD-sicheren Arbeitsplätzen, Handgelenksbändern und Verpackungen. Die Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe (MSL) kann angegeben sein, die angibt, wie lange die Komponente der Umgebungsfeuchtigkeit ausgesetzt sein darf, bevor sie vor dem Löten getrocknet werden muss. Lagerbedingungen (Temperatur- und Feuchtigkeitsbereiche) sind ebenfalls definiert, um die Lötbarkeit und Leistung zu erhalten.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Informationen für Beschaffung und Logistik.

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die Einzelverpackung wird beschrieben (z.B. Band und Rolle, Tube, Tray). Wichtige Details umfassen die Rollenabmessungen, die Anzahl der Komponenten pro Rolle, die Bandbreite und die Taschenteilung. Dies ist für die Einrichtung von automatischen Bestückungsmaschinen erforderlich.

7.2 Kennzeichnung und Artikelnummernsystem

Die Artikelnummernstruktur wird entschlüsselt. Sie enthält typischerweise Codes für die Produktfamilie, Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin, Gehäusetyp und manchmal Sonderfunktionen. Das Verständnis hiervon ermöglicht eine präzise Bestellung der gewünschten Leistungskombination. Etiketten auf Rollen oder Kartons enthalten diese Artikelnummer, Menge, Losnummer und Datumscode für die Rückverfolgbarkeit.

8. Anwendungsempfehlungen

Anleitung zur effektiven Implementierung der Komponente.

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Schaltungsbeispiele zeigen gängige Treiberkonfigurationen, wie einen einfachen Vorwiderstand für Niedrigstrom-Indikatoren oder Konstantstrom-Treiberschaltungen für höhere Leistungsanwendungen. Entwurfsgleichungen zur Auswahl des strombegrenzenden Widerstands basierend auf Versorgungsspannung und gewünschtem LED-Strom sind oft enthalten.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Überlegungen umfassen Wärmemanagement (Kupferfläche auf der Leiterplatte, Durchkontaktierungen, externe Kühlkörper), optisches Design (Linsenauswahl, Reflektoren, Diffusoren für gewünschtes Strahlprofil) und elektrisches Design (Sicherstellung, dass der Treiber stabilen Strom liefert, Schutz vor Spannungsspitzen oder verkehrter Polung).

9. Technischer Vergleich und Differenzierung

Während spezifische Wettbewerbernamen ausgelassen werden, können die inhärenten Vorteile dieser LED-Technologie hervorgehoben werden. Im Vergleich zu älteren LED-Generationen oder alternativen Beleuchtungen wie Glühlampen bietet diese Komponente wahrscheinlich eine höhere Lichtausbeute (mehr Lumen pro Watt), eine längere Betriebslebensdauer (oft bewertet mit L70 oder L50, d.h. Zeit bis die Lichtausgabe auf 70% oder 50% des Anfangswerts abfällt), eine bessere Farbkonsistenz durch fortschrittliches Binning und eine kompaktere Bauform, die schlankere Produktdesigns ermöglicht.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten auf häufige technische Fragen basierend auf den Datenblattparametern.

F: Was bedeutet 'Lebenszyklusphase: Revision 3'?

A: Es zeigt an, dass dies die dritte Hauptrevision der technischen Dokumentation des Produkts ist. Revisionen beinhalten typischerweise Designverbesserungen, aktualisierte Testdaten oder Klarstellungen. 'Revision 3' deutet auf ein ausgereiftes, stabiles Produkt mit einer etablierten Spezifikation hin.

F: Wie wähle ich den richtigen Vorwiderstand?

A: Verwenden Sie das Ohmsche Gesetz: R = (Vversorgung - Vf) / If. Wobei Vversorgung die Spannung Ihrer Schaltung ist, Vf die Durchlassspannung der LED aus dem Datenblatt (verwenden Sie den typischen oder maximalen Wert für ein konservatives Design) und If Ihr gewünschter Durchlassstrom ist. Stellen Sie sicher, dass die Leistungsaufnahme des Widerstands ausreicht: P = (Vversorgung - Vf) * If.

F: Warum ist Wärmemanagement für LEDs so wichtig?

A: Eine übermäßige Sperrschichttemperatur beschleunigt den Abbau des LED-Chips und des Phosphors (bei weißen LEDs), was zu einem schnelleren Rückgang der Lichtausgabe (Lichtstromrückgang) und einer möglichen Farbverschiebung über die Zeit führt. Sie kann auch die unmittelbare Effizienz verringern und in Extremfällen zu einem katastrophalen Ausfall führen.

F: Kann ich diese LED direkt mit einer Spannungsquelle betreiben?

A: Nein. LEDs sind stromgesteuerte Bauelemente. Ihre Durchlassspannung hat eine Toleranz und variiert mit der Temperatur. Ein direkter Anschluss an eine Spannungsquelle führt zu einem unkontrollierten Strom, der wahrscheinlich den maximalen Nennwert überschreitet und die LED zerstört. Verwenden Sie immer einen Strombegrenzungsmechanismus (Widerstand oder Konstantstromtreiber).

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Fallstudie 1: Lineare LED-Leuchte.In einer kommerziellen Leuchtstoffersatzleuchte sind Dutzende dieser LEDs auf einer langen, schmalen Metallkern-Leiterplatte (MCPCB) montiert. Die MCPCB dient sowohl als elektrisches Substrat als auch als Kühlkörper. Die LEDs werden von einem Konstantstrom-Treibermodul angesteuert. Eine sorgfältige Auswahl aus einem engen Farbtemperatur-Bin gewährleistet einheitliches weißes Licht über die gesamte Leuchte. Die hohe Effizienz der LEDs ermöglicht es der Leuchte, Energieeffizienzstandards zu erfüllen und gleichzeitig ausreichende Beleuchtung zu bieten.

Fallstudie 2: Statusanzeige für tragbare Geräte.Eine einzelne LED wird als Batterielade-/Statusanzeige auf einem Unterhaltungselektronikgerät verwendet. Sie wird von einem GPIO-Pin eines Mikrocontrollers über einen kleinen Vorwiderstand angesteuert. Der geringe Stromverbrauch der LED minimiert die Belastung der Batterie. Die kleine Bauform passt in das kompakte Design des Geräts.

12. Einführung in das Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiter-p-n-Übergangsdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, werden Elektronen aus dem n-dotierten Bereich und Löcher aus dem p-dotierten Bereich in den Übergangsbereich injiziert. Wenn sich ein Elektron mit einem Loch rekombiniert, fällt es von einem höheren Energieniveau im Leitungsband zu einem niedrigeren Energieniveau im Valenzband. Die Energiedifferenz wird in Form eines Photons (Lichtteilchen) freigesetzt. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z.B. Galliumnitrid für blau/grün, Aluminiumgalliumindiumphosphid für rot/bernstein). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Phosphor erzeugt; ein Teil des blauen Lichts wird in gelbes Licht umgewandelt, und die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen.

13. Technologietrends und Entwicklung

Die LED-Industrie entwickelt sich weiterhin mit mehreren klaren Trends. Die Effizienz (Lumen pro Watt) steigt stetig und reduziert den Energieverbrauch bei gleicher Lichtausgabe. Die Farbqualität verbessert sich, wobei hochwertige CRI-LEDs immer häufiger und erschwinglicher werden und eine bessere Farbwiedergabe im Einzelhandel und in Wohnbereichen ermöglichen. Die Miniaturisierung schreitet voran und ermöglicht höhere Pixeldichten in Direktsichtdisplays und eine diskretere Integration von Beleuchtung. Es gibt auch einen Trend zu intelligenter, vernetzter Beleuchtung, bei der LEDs mit Sensoren und Kommunikationschips integriert sind. Darüber hinaus repräsentiert die Forschung an neuartigen Materialien wie Perowskiten für Farbkonversion und Mikro-LED-Technologie für Displays der nächsten Generation die Spitze der Entwicklung in der Festkörperbeleuchtung.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.