Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Lebenszyklus- und Revisionsinformationen
- 3. Technische Parameter: Objektive Interpretation
- 3.1 Photometrische Eigenschaften
- 3.2 Elektrische Parameter
- 3.3 Thermische Eigenschaften
- 4. Erläuterung des Binning-Systems
- 4.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning
- 4.2 Lichtstrom-Binning
- 4.3 Durchlassspannungs-Binning
- 5. Analyse der Kennlinien
- 5.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)
- 5.2 Temperaturabhängigkeit
- 5.3 Spektrale Leistungsverteilung
- 6. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 6.1 Maßzeichnung
- 6.2 Lötflächen-Layout
- 6.3 Polaritätskennzeichnung
- 7. Löt- und Montagerichtlinien
- 7.1 Reflow-Lötprofil
- 7.2 Vorsichtsmaßnahmen und Handhabung
- 7.3 Lagerbedingungen
- 8. Verpackungs- und Bestellinformationen
- 8.1 Verpackungsspezifikationen
- 8.2 Etikettierungsinformationen
- 8.3 Artikelnummernsystem
- 9. Anwendungsempfehlungen
- 9.1 Typische Anwendungsschaltungen
- 9.2 Designüberlegungen
- 10. Technischer Vergleich
- 11. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- 12. Praktische Anwendungsbeispiele
- 13. Einführung in das Funktionsprinzip
- 14. Technologietrends
1. Produktübersicht
Dieses technische Datenblatt bietet umfassende Informationen für ein LED-Bauteil mit Fokus auf dessen Lebenszyklusmanagement und Revisionskontrolle. Das Dokument ist so strukturiert, dass es Ingenieuren und Einkaufsspezialisten klare, umsetzbare Daten für Integrations- und Beschaffungsentscheidungen liefert. Der Kernvorteil dieses Bauteils liegt in seinem dokumentierten und kontrollierten Lebenszyklus, der Konsistenz und Zuverlässigkeit für Langzeitprojekte gewährleistet. Es ist für Anwendungen konzipiert, die stabile, gut dokumentierte Komponenten in Bereichen wie Industriebeleuchtung, Unterhaltungselektronik und Automobil-Subsysteme erfordern, wo Rückverfolgbarkeit und Versionskontrolle entscheidend sind.
2. Lebenszyklus- und Revisionsinformationen
Der bereitgestellte PDF-Inhalt konzentriert sich auf den Lebenszyklusstatus des Bauteils. Der zentrale, wiederholt genannte Datenpunkt ist die Deklaration der Lebenszyklusphase als "Revision : 1". Dies zeigt an, dass sich das Bauteil in einem aktiven Revisionszustand befindet, konkret der ersten Hauptrevision seiner Dokumentation oder Spezifikationen. Die "Expired Period" ist als "Forever" (für immer) angegeben, was typischerweise bedeutet, dass diese Revision des Datenblatts kein geplantes Ablaufdatum hat und auf unbestimmte Zeit gültig bleibt, es sei denn, sie wird durch eine neuere Revision ersetzt. Das "Release Date" wird durchgängig als "2014-05-28 16:43:29.0" angegeben und liefert einen präzisen Zeitstempel für die offizielle Veröffentlichung dieser spezifischen Revision (Revision 1). Dieser strukturierte Ansatz zur Versionierung ist für die Qualitätskontrolle und zur Vermeidung von Diskrepanzen in der Fertigung oder im Design unerlässlich.
3. Technische Parameter: Objektive Interpretation
Während der bereitgestellte Textausschnitt keine spezifischen photometrischen, elektrischen oder thermischen Parameter auflistet, würde ein vollständiges Datenblatt für ein LED-Bauteil typischerweise die folgenden Abschnitte mit detaillierten, objektiven Daten enthalten.
3.1 Photometrische Eigenschaften
Dieser Abschnitt würde Grenzwerte und typische Leistungsdaten für die Lichtausbeute enthalten. Zu den Schlüsselparametern gehören die dominante Wellenlänge oder die korrelierte Farbtemperatur (CCT), die die Farbe des emittierten Lichts definiert. Der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), gibt die gesamte wahrgenommene Lichtleistung an. Die Lichtstärke, oft in Millicandela (mcd) bei einem bestimmten Betrachtungswinkel angegeben, beschreibt die räumliche Lichtverteilung. Farbwertkoordinaten (z. B. CIE x, y) liefern eine präzise, numerische Definition des Farbpunkts im Standard-Farbraumdiagramm. Alle Werte sollten mit klaren Prüfbedingungen (Durchlassstrom, Sperrschichttemperatur) dargestellt werden.
3.2 Elektrische Parameter
Dieser Abschnitt beschreibt detailliert das elektrische Verhalten der LED. Die Durchlassspannung (Vf) ist ein kritischer Parameter, der den Spannungsabfall über der LED bei einem bestimmten Prüfstrom angibt. Sie ist für das Treiberdesign und die Auswahl der Stromversorgung wesentlich. Die Sperrspannung (Vr) gibt die maximale Spannung an, die die LED in Sperrrichtung ohne Schaden aushalten kann. Die absoluten Maximalwerte für den Durchlassstrom (If) und den gepulsten Durchlassstrom definieren die Betriebsgrenzen, um katastrophale Ausfälle zu verhindern. Typische Strom-Spannungs-Kennlinien (I-V) würden hier ebenfalls beschrieben.
3.3 Thermische Eigenschaften
Die LED-Leistung und -Lebensdauer werden stark von der Temperatur beeinflusst. Zu den wichtigen thermischen Parametern gehört der thermische Widerstand von der Sperrschicht zur Umgebung (RθJA), der quantifiziert, wie effektiv Wärme vom Halbleiterübergang an die Umgebung abgeführt wird. Ein niedrigerer Wert deutet auf eine bessere thermische Leistung hin. Die maximale Sperrschichttemperatur (Tj max) ist die höchste Temperatur, die der LED-Chip sicher ertragen kann. Betriebs- und Lagertemperaturbereiche definieren die Umgebungsgrenzen für das Bauteil. Eine ordnungsgemäße Wärmeableitung ist entscheidend, um Tj innerhalb sicherer Grenzen zu halten und so die spezifizierte Lichtausbeute und eine lange Betriebsdauer zu gewährleisten.
4. Erläuterung des Binning-Systems
Bei der LED-Fertigung treten natürliche Schwankungen auf. Ein Binning-System kategorisiert Bauteile basierend auf Schlüsselparametern, um Konsistenz in Endprodukten sicherzustellen.
4.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning
LEDs werden gemäß ihrer dominanten Wellenlänge (für monochromatische LEDs) oder korrelierten Farbtemperatur (für weiße LEDs) in Bins sortiert. Dies stellt sicher, dass alle in einem einzelnen Leuchtkörper oder Produkt verwendeten LEDs nahezu identische Farbausgaben haben und sichtbare Farbunterschiede vermieden werden. Bins werden durch kleine Bereiche im CIE-Farbraumdiagramm definiert.
4.2 Lichtstrom-Binning
Bauteile werden auch basierend auf ihrer Lichtausbeute (Lichtstrom) bei einem Standardprüfstrom gebinnt. Dies ermöglicht es Designern, LEDs auszuwählen, die spezifische Helligkeitsanforderungen erfüllen und gleichmäßige Beleuchtungsstärken über eine Anordnung hinweg beibehalten.
4.3 Durchlassspannungs-Binning
Die Sortierung nach Durchlassspannung (Vf) hilft beim Entwurf effizienter Treiberschaltungen. Die Verwendung von LEDs aus demselben oder einem ähnlichen Vf-Bin gewährleistet eine gleichmäßigere Stromverteilung in Parallelschaltungen und kann das Stromversorgungsdesign vereinfachen.
5. Analyse der Kennlinien
Grafische Daten bieten einen tieferen Einblick in das Bauteilverhalten unter variierenden Bedingungen.
5.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)
Diese Kurve stellt die Beziehung zwischen dem Durchlassstrom durch die LED und der Spannung an ihren Anschlüssen dar. Sie ist nichtlinear und zeigt eine Schwellenspannung, unterhalb derer nur sehr wenig Strom fließt. Die Steigung der Kurve im Arbeitsbereich steht im Zusammenhang mit dem dynamischen Widerstand der LED. Diese Grafik ist grundlegend für die Auswahl der strombegrenzenden Schaltung.
5.2 Temperaturabhängigkeit
Grafiken zeigen typischerweise, wie sich Schlüsselparameter wie Durchlassspannung und Lichtstrom mit der Sperrschichttemperatur ändern. Vf nimmt im Allgemeinen mit steigender Temperatur ab (negativer Temperaturkoeffizient), während der Lichtstrom typischerweise mit steigender Temperatur abnimmt. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist für das thermische Management und die Vorhersage der Leistung in realen Umgebungen von entscheidender Bedeutung.
5.3 Spektrale Leistungsverteilung
Für weiße LEDs zeigt diese Grafik die relative Intensität des Lichts über das sichtbare Spektrum hinweg. Sie offenbart die Peaks der blauen Pump-LED und die breitere Emission des Leuchtstoffs. Die Form der Kurve bestimmt den Farbwiedergabeindex (CRI), der misst, wie genau die Lichtquelle Farben im Vergleich zu einer Referenzquelle wiedergibt.
6. Mechanische und Gehäuseinformationen
Präzise physikalische Spezifikationen sind für das Leiterplattendesign und die Montage erforderlich.
6.1 Maßzeichnung
Eine detaillierte Zeichnung, die die genauen Abmessungen des LED-Gehäuses zeigt, einschließlich Länge, Breite, Höhe und etwaiger Toleranzen. Sie gibt die Position des optischen Zentrums und die Ausrichtung der Emissionsfläche an.
6.2 Lötflächen-Layout
Die empfohlene Kontur für die Leiterplatten-Lötflächen (Pads). Dies umfasst Pad-Größe, -Form und -Abstand (Rastermaß). Die Einhaltung dieser Empfehlungen stellt eine ordnungsgemäße Lötstellenbildung, elektrische Verbindung und Wärmeübertragung während des Reflow-Lötens sicher.
6.3 Polaritätskennzeichnung
Klare Kennzeichnung der Anoden- (+) und Kathoden- (-) Anschlüsse am Gehäuse, oft durch eine Kerbe, einen Punkt, eine abgeschrägte Ecke oder unterschiedlich geformte Anschlüsse. Die korrekte Polarität ist für den Betrieb des Bauteils unerlässlich.
7. Löt- und Montagerichtlinien
Eine ordnungsgemäße Handhabung gewährleistet Zuverlässigkeit und verhindert Schäden während der Fertigung.
7.1 Reflow-Lötprofil
Ein detailliertes Temperatur-Zeit-Diagramm, das die Vorwärm-, Halte-, Reflow- und Abkühlphasen spezifiziert. Kritische Parameter sind die Spitzentemperatur (die die maximale Löttemperatur der LED nicht überschreiten darf), die Zeit oberhalb der Liquidustemperatur und die Aufheiz-/Abkühlraten. Die Einhaltung dieses Profils verhindert thermische Schocks und Lötfehler.
7.2 Vorsichtsmaßnahmen und Handhabung
Anweisungen umfassen typischerweise Warnungen vor mechanischer Belastung der Linse, die Anwendung von ESD-Schutzmaßnahmen (Elektrostatische Entladung), die Vermeidung von Kontamination der optischen Oberfläche und das Berühren der Lötpads nicht mit bloßen Händen, um Oxidation zu verhindern.
7.3 Lagerbedingungen
Empfohlene Lagerumgebung, üblicherweise in einer trockenen, inerten Atmosphäre (z. B. in einer Feuchtigkeitssperrbeutel mit Trockenmittel) innerhalb spezifizierter Temperatur- und Feuchtigkeitsbereiche, um Feuchtigkeitsaufnahme (die während des Reflow-Lötens zu "Popcorning" führen kann) und Anschluss-Oxidation zu verhindern.
8. Verpackungs- und Bestellinformationen
8.1 Verpackungsspezifikationen
Beschreibt, wie die LEDs geliefert werden: auf Gurt und Rolle (Standard für automatisierte Montage), in Röhrchen oder in Trays. Details umfassen Rollenabmessungen, Taschenabstand und Ausrichtung.
8.2 Etikettierungsinformationen
Erläuterung der auf den Verpackungsetiketten gedruckten Informationen, die Artikelnummer, Bin-Code, Menge, Losnummer und Datumscode zur Rückverfolgbarkeit enthalten können.
8.3 Artikelnummernsystem
Eine Aufschlüsselung der Bauteilmodellnummer, die zeigt, wie verschiedene Felder innerhalb des Codes spezifische Attribute wie Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin, Gehäusetyp und Sonderfunktionen darstellen. Dies ermöglicht eine präzise Bestellung der gewünschten Spezifikation.
9. Anwendungsempfehlungen
9.1 Typische Anwendungsschaltungen
Schaltpläne für grundlegende Treiberschaltungen, wie die Verwendung eines einfachen strombegrenzenden Widerstands für Low-Power-Anwendungen oder Konstantstromtreiber für Hochleistungs- oder Präzisionsanwendungen. Kann Überlegungen zu Serien-/Parallelschaltungen enthalten.
9.2 Designüberlegungen
Wichtige Ratschläge für eine erfolgreiche Implementierung: Sicherstellung einer ausreichenden Wärmeableitung, Einhalten angemessener Kriech- und Luftstrecken, Schutz vor elektrischen Transienten (ESD, Überspannung) und Berücksichtigung optischer Designelemente wie Sekundäroptiken oder Diffusoren.
10. Technischer Vergleich
Ein objektiver Vergleich würde die Merkmale dieses Bauteils gegenüber einer generischen oder vorherigen Generation hervorheben. Basierend auf den bereitgestellten Lebenszyklusdaten ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal die formalisierte und "für immer" gültige Revisionskontrolle (Revision 1), die Stabilität und eine klare Referenz für Langzeitdesigns bietet, verglichen mit Bauteilen mit weniger dokumentierten oder häufig wechselnden Spezifikationen. Andere potenzielle Vorteile, die aus der Standard-LED-Praxis abgeleitet werden können, könnten einen höheren Wirkungsgrad (Lumen pro Watt), eine bessere Farbkonsistenz aufgrund enger Binning-Toleranzen oder ein robusteres Gehäusedesign umfassen, das zu einer höheren Zuverlässigkeit unter thermischer Zyklisierung führt.
11. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was bedeutet "LifecyclePhase: Revision : 1"?
A: Es zeigt an, dass dies die erste offizielle Revision des technischen Datenblatts des Bauteils ist. Die darin enthaltenen Spezifikationen sind unter dieser Revisionsnummer stabil und kontrolliert.
F: Die "Expired Period" ist "Forever." Bedeutet das, die LED fällt nie aus?
A: Nein. "Forever" bezieht sich auf die Gültigkeitsdauer dieser spezifischen Revision derDokumentation. Das Bauteil selbst hat eine begrenzte Betriebslebensdauer (typischerweise in Stunden angegebene L70-, L50-Werte), die ein separater Parameter im Zuverlässigkeitsdatenabschnitt eines vollständigen Datenblatts ist.
F: Wie sollte ich die Release Date-Information verwenden?
A: Das Release Date (2014-05-28) ermöglicht es Ihnen, zu bestätigen, dass Sie die korrekte Version des Datenblatts verwenden. Dies ist entscheidend, um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder und Fertigungspartner auf dieselben Spezifikationen verweisen, insbesondere während Engineering Change Orders (ECOs).
F: Was, wenn ich einen anderen Lichtstrom- oder Farb-Bin benötige?
A: Sie müssen beim Bestellen die gewünschten Bin-Codes angeben. Das Artikelnummernsystem integriert typischerweise Bin-Informationen. Die Verwendung von nicht gebinnten oder gemischten Bin-Komponenten kann zu inkonsistenter Leistung im Endprodukt führen.
12. Praktische Anwendungsbeispiele
Fall 1: Langfristiges Industriebeleuchtungsprojekt
Ein Hersteller entwirft eine Industrie-Hallenleuchte mit einer geforderten Produktlebensdauer von 10 Jahren. Die Verwendung einer Komponente mit einer klar definierten und nicht ablaufenden Datenblattrevision (Revision 1, für immer gültig) stellt sicher, dass die technischen Spezifikationen festgelegt bleiben. Dies ermöglicht ein konsistentes Treiberdesign, thermisches Management und optisches Design über den gesamten Produktionslauf und für zukünftige Ersatzteile hinweg und vermeidet eine Neuzertifizierung aufgrund von Spezifikationsänderungen.
Fall 2: Hintergrundbeleuchtung für Unterhaltungselektronik
Für eine LCD-TV-Hintergrundbeleuchtungseinheit, die gleichmäßige Farbe und Helligkeit erfordert, nutzt der Designer die detaillierten Binning-Informationen. Durch die Spezifikation enger Bins für Farbwertkoordinaten und Lichtstrom kann ein homogenes weißes Feld über den gesamten Bildschirm hinweg erreicht werden, ohne sichtbare Farb- oder Helligkeitsflecken, was sich direkt auf die Produktqualität und Kundenzufriedenheit auswirkt.
13. Einführung in das Funktionsprinzip
Eine LED (Licht emittierende Diode) ist ein Halbleiterbauelement, das Licht aussendet, wenn ein elektrischer Strom durch es fließt. Dieses Phänomen, genannt Elektrolumineszenz, tritt auf, wenn sich Elektronen mit Elektronenlöchern innerhalb des Bauelements rekombinieren und Energie in Form von Photonen freisetzen. Die spezifische Wellenlänge (Farbe) des Lichts wird durch die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z. B. InGaN für blau/grün, AlInGaP für rot/bernstein). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen oder ultravioletten LED-Chips mit einem Leuchtstoffmaterial erzeugt, das einen Teil des blauen/UV-Lichts absorbiert und es als ein breiteres Spektrum längerer Wellenlängen (gelb, rot) wieder aussendet, die sich zu weißem Licht kombinieren.
14. Technologietrends
Die LED-Industrie entwickelt sich weiterhin mit mehreren klaren, objektiven Trends. Der Wirkungsgrad (Lumen pro Watt) steigt stetig und reduziert den Energieverbrauch bei gleicher Lichtausbeute. Farbqualitätsmetriken wie der Farbwiedergabeindex (CRI) und neuerdings TM-30 (Rf, Rg) erhalten größere Aufmerksamkeit, um die Lichtqualität in Anwendungen wie Einzelhandel und Museen zu verbessern. Die Miniaturisierung schreitet voran und ermöglicht immer kleinere und höher auflösende Displays und Beleuchtungselemente. Es gibt auch einen starken Trend hin zu intelligenten, vernetzten Beleuchtungssystemen, bei denen LEDs mit Sensoren und Kommunikationsprotokollen (z. B. DALI, Zhaga) integriert sind. Darüber hinaus treibt der Nachhaltigkeitsgedanke Entwicklungen in recycelbaren Materialien und Fertigungsprozessen mit geringerer Umweltbelastung voran.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |