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LED-Bauteildatenblatt - Revision 4 - Lebenszyklusinformationen - Technisches Dokument

Technisches Datenblatt mit detaillierten Spezifikationen, Lebenszyklusstatus, Revisionshistorie und Anwendungsrichtlinien für eine LED-Komponente.
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1. Produktübersicht

Dieses technische Dokument bietet umfassende Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien für eine spezifische LED-Komponente (Leuchtdiode). Der Schwerpunkt des vorliegenden Inhalts liegt auf der formalen Deklaration des Lebenszyklusstatus des Dokuments, der als "Revision 4" gekennzeichnet ist. Dies zeigt die vierte offizielle Version dieses Datenblatts an, die Aktualisierungen, Korrekturen oder Verbesserungen gegenüber früheren Versionen enthält. Das Dokument ist mit einer "Gültigkeitsdauer" von "Unbegrenzt" versehen, was seine beabsichtigte Gültigkeit und Relevanz für eine unbestimmte Dauer kennzeichnet, sofern keine zukünftigen, ersetzenden Revisionen veröffentlicht werden. Der offizielle Freigabezeitpunkt für diese Revision ist der 16. Oktober 2015, 11:07:50. Diese Information ist für Ingenieure, Einkaufsspezialisten und Qualitätssicherungspersonal entscheidend, um sicherzustellen, dass sie die korrekte und aktuellste Version der Bauteilspezifikationen für Design-, Beschaffungs- und Fertigungsprozesse verwenden.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Während der Kernauszug Lebenszyklusdaten betont, enthält ein vollständiges LED-Datenblatt typischerweise mehrere kritische technische Parameterabschnitte, die für die korrekte Integration in ein elektronisches Design unerlässlich sind. Diese Parameter müssen sorgfältig berücksichtigt werden, um eine optimale Leistung, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Endprodukts zu gewährleisten.

2.1 Lichttechnische und Farbkennwerte

Die lichttechnischen Eigenschaften definieren die Lichtausgabe der LED. Zu den Schlüsselparametern gehören die dominante Wellenlänge oder korrelierte Farbtemperatur (CCT), die die wahrgenommene Lichtfarbe bestimmt (z.B. kaltweiß, warmweiß, rot, blau, grün). Der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), quantifiziert die insgesamt abgegebene sichtbare Lichtmenge. Weitere wichtige Kennwerte sind die Lichtstärke (Candela), die die Lichtausgabe in eine bestimmte Richtung beschreibt, und der Farbwiedergabeindex (CRI), der angibt, wie genau die Lichtquelle die wahren Farben von Objekten im Vergleich zu einer natürlichen Lichtquelle wiedergibt. Der Abstrahlwinkel gibt den Winkelbereich an, in dem die Lichtstärke mindestens die Hälfte ihres Maximalwerts beträgt, und definiert damit die Strahlausbreitung.

2.2 Elektrische Parameter

2.3 Thermische Eigenschaften

Die LED-Leistung und Lebensdauer hängen stark von der Betriebstemperatur ab. Die Sperrschichttemperatur (Tj) ist die Temperatur am Halbleiterchip selbst. Zu den wichtigen thermischen Parametern gehört der thermische Widerstand von der Sperrschicht zum Lötpunkt oder zur Umgebung (Rth j-s oder Rth j-a), der angibt, wie effektiv Wärme vom Chip abgeführt wird. Die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tj max) darf nicht überschritten werden. Eine ordnungsgemäße Kühlkörperauslegung und Leiterplattenkonstruktion sind unerlässlich, um Tj innerhalb sicherer Grenzen zu halten, da erhöhte Temperaturen zu reduzierter Lichtausgabe (Lichtstromrückgang), Farbverschiebung und beschleunigtem Ausfall führen.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Aufgrund inhärenter Schwankungen in der Halbleiterfertigung werden LEDs nach Leistungsklassen sortiert. Ein Binning-System gewährleistet Konsistenz für den Endanwender.

3.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning

LEDs werden nach ihrer dominanten Wellenlänge (für monochromatische LEDs) oder korrelierten Farbtemperatur (für weiße LEDs) sortiert. Dies stellt sicher, dass alle in einem einzelnen Produkt oder einer Charge verwendeten LEDs innerhalb eines engen, vordefinierten Farbbereichs liegen und sichtbare Farbunterschiede zwischen einzelnen LEDs verhindert werden.

3.2 Lichtstrom-Binning

LEDs werden auch basierend auf ihrer gemessenen Lichtausgabe bei einem Standardteststrom sortiert. Lichtstrom-Bins gruppieren LEDs mit ähnlichen Lichtstromwerten, sodass Designer Komponenten auswählen können, die spezifische Helligkeitsanforderungen erfüllen und eine gleichmäßige Leistung in der Endanwendung gewährleisten.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Die Durchlassspannung ist ein weiterer Parameter, der dem Binning unterliegt. Die Gruppierung von LEDs nach Vf hilft beim Entwurf effizienterer Treiberschaltungen, insbesondere wenn mehrere LEDs in Reihe geschaltet sind, da sie Stromungleichgewichte und Leistungsverluste minimiert.

4. Analyse der Kennlinien

Grafische Daten bieten einen tieferen Einblick in das LED-Verhalten unter variierenden Bedingungen.

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)

Die I-V-Kennlinie veranschaulicht die Beziehung zwischen dem Durchlassstrom durch die LED und der Spannung darüber. Sie ist nichtlinear und zeigt eine Schwellenspannung, unterhalb derer nur sehr wenig Strom fließt. Diese Kurve ist wesentlich für die Auswahl geeigneter strombegrenzender Schaltungen, wie Widerstände oder Konstantstromtreiber.

4.2 Temperaturabhängigkeit

Diagramme, die Lichtstrom über Sperrschichttemperatur und Durchlassspannung über Sperrschichttemperatur zeigen, sind entscheidend. Typischerweise nimmt die Lichtausgabe mit steigender Temperatur ab. Die Durchlassspannung nimmt ebenfalls mit steigender Temperatur ab, was die Leistung einfacher Widerstandstreiberschaltungen beeinflussen kann.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung

Für weiße LEDs zeigt das SPD-Diagramm die relative Intensität des bei jeder Wellenlänge über das sichtbare Spektrum emittierten Lichts. Es offenbart die Peaks der blauen Pump-LED und die breitere Phosphoremission und liefert Informationen über Farbqualität und potenzielle Anwendungen.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

Physikalische Abmessungen und Konstruktionsdetails sind für das Leiterplattenlayout und die Montage erforderlich.

5.1 Abmessungszeichnung

Eine detaillierte mechanische Zeichnung spezifiziert die genaue Länge, Breite, Höhe des Gehäuses und alle kritischen Toleranzen. Dies schließt die Linsenform und -größe ein.

5.2 Lötflächenlayout und Footprint-Design

Das empfohlene Leiterplatten-Landpattern (Footprint) wird bereitgestellt, einschließlich Lötflächenabmessungen, -abständen und -formen. Die Einhaltung dieses Designs gewährleistet eine korrekte Lötstellenbildung und mechanische Stabilität.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Die Methode zur Identifizierung von Anode und Kathode ist klar angegeben, typischerweise durch eine Markierung auf dem Gehäuse (wie eine Kerbe, ein Punkt oder eine abgeschrägte Ecke) oder über asymmetrische Anschlussbeinlängen. Die korrekte Polarität ist für den Betrieb des Bauteils unerlässlich.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Eine ordnungsgemäße Handhabung und Montage ist für die Zuverlässigkeit entscheidend.

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Reflow-Temperaturprofil wird bereitgestellt, einschließlich Vorwärm-, Halte-, Reflow-Spitzentemperatur- und Abkühlraten. Die maximal zulässige Bauteiltemperatur während des Lötens ist spezifiziert, um Schäden am Kunststoffgehäuse und den internen Bonddrähten zu verhindern.

6.2 Handhabungs- und Lagerungsvorschriften

Die Richtlinien umfassen den Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD), die den Halbleiterübergang beschädigen kann. Empfehlungen für Lagerbedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) zur Verhinderung von Feuchtigkeitsaufnahme sind ebenfalls enthalten, oft unter Bezugnahme auf MSL-Bewertungen (Moisture Sensitivity Level).

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Dieser Abschnitt beschreibt detailliert, wie die Komponenten geliefert werden.

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die Informationen umfassen den Spulentyp (z.B. Bandbreite, Taschengröße), die Anzahl der Komponenten pro Spule und die Spulenabmessungen. Für andere Formate werden Details zu Trays oder Tubes bereitgestellt.

7.2 Kennzeichnung und Artikelnummernsystem

Die Kennzeichnung auf der Spule oder Verpackung wird erläutert. Die Artikelnummernstruktur wird decodiert und zeigt, wie die spezifischen Bin-Codes für Lichtstrom, Farbe und Spannung innerhalb der vollständigen Bestellnummer identifiziert werden können.

8. Anwendungsempfehlungen

Anleitung zur optimalen Nutzung der Komponente.

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Schaltpläne für grundlegende Treiberschaltungen werden oft gezeigt, wie die Verwendung eines Vorwiderstands mit einer Konstantspannungsquelle oder der Einsatz eines speziellen Konstantstrom-LED-Treiber-ICs für bessere Effizienz und Steuerung.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Designhinweise umfassen die Sicherstellung einer ausreichenden Kühlung auf der Leiterplatte (unter Verwendung von Wärmeleitungen, Kupferflächen), die Berechnung des korrekten strombegrenzenden Widerstands, die Berücksichtigung der Auswirkungen der Dimmung (PWM vs. analog) und die Sicherstellung, dass das optische Design (Linsen, Diffusoren) mit dem Abstrahlwinkel und dem Intensitätsprofil der LED kompatibel ist.

9. Technischer Vergleich und Differenzierung

Während spezifische Wettbewerbernamen ausgelassen werden, kann das Datenblatt die Vorteile dieser Komponente hervorheben. Diese könnten einen höheren Lichtstromwirkungsgrad (mehr Lumen pro Watt), eine bessere Farbkonsistenz (engeres Binning), überlegene Zuverlässigkeitsdaten (längere L70/B50-Lebensdauer), eine kompaktere Gehäusegröße für höhere Packungsdichten oder einen breiteren Betriebstemperaturbereich für raue Umgebungen umfassen.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten auf häufige technische Fragen basierend auf den Parametern.

F: Was passiert, wenn ich die LED über dem maximalen Durchlassstrom betreibe?

A: Das Überschreiten von If(max) führt zu einer übermäßigen Sperrschichttemperatur, was zu einem schnellen Lichtstromrückgang, permanenter Farbverschiebung und letztlich katastrophalem Ausfall führt. Planen Sie immer mit einem Sicherheitsabstand.

F: Wie wähle ich den richtigen strombegrenzenden Widerstand?

A: Verwenden Sie das Ohmsche Gesetz: R = (Vversorgung - Vf_gesamt) / If. Wobei Vf_gesamt die Summe der Durchlassspannungen für in Reihe geschaltete LEDs ist. Stellen Sie sicher, dass die Leistungsaufnahme des Widerstands ausreicht: P = (If)^2 * R.

F: Warum ist das thermische Management für LEDs so wichtig?

A: Im Gegensatz zu Glühlampen sind LEDs wärmeempfindlich. Eine hohe Tj reduziert direkt die Lichtausgabe und Lebensdauer. Eine effektive Kühlung erhält die Leistung und stellt sicher, dass das Produkt seine spezifizierte Lebensdauer erreicht.

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Fallstudie 1: Architektonische Lineare Beleuchtung

In einem durchgehenden LED-Streifen für indirekte Beleuchtung ist eine konsistente Farbtemperatur (enges CCT-Binning) von größter Bedeutung, um sichtbare Variationen entlang der Strecke zu vermeiden. Für Einzelhandelsanwendungen würden hohe CRI-Bins ausgewählt, um sicherzustellen, dass die Waren farbecht erscheinen. Das Design muss die Wärme entlang der gesamten Länge der flexiblen Leiterplatte managen.

Fallstudie 2: Automobilinterieurbeleuchtung

Für die Instrumententafel-Hintergrundbeleuchtung müssen LEDs zuverlässig über einen weiten Temperaturbereich (-40°C bis +85°C Umgebungstemperatur) arbeiten. Stabile Durchlassspannungseigenschaften sind wichtig für Dimmerschaltungen. Das Gehäuse muss auch automobiltaugliche Zuverlässigkeitstests für Vibration und Feuchtigkeit bestehen.

12. Einführung in das Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiter-p-n-Übergangsdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, rekombinieren Elektronen aus dem n-dotierten Bereich mit Löchern aus dem p-dotierten Bereich innerhalb der aktiven Schicht. Diese Rekombination setzt Energie in Form von Photonen (Licht) frei, ein Prozess namens Elektrolumineszenz. Die spezifische Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z.B. InGaN für blau/grün, AlInGaP für rot/bernstein). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Leuchtstoff erzeugt; die Mischung aus blauem und gelbem Licht erzeugt weißes Licht.

13. Technologietrends und Entwicklungen

Die LED-Industrie entwickelt sich weiter, angetrieben durch die Nachfrage nach höherer Effizienz, besserer Qualität und niedrigeren Kosten. Zu den wichtigsten Trends gehört die kontinuierliche Verbesserung des Lichtstromwirkungsgrads, der bei kommerziellen weißen LEDs über 200 Lumen pro Watt hinausgeht. Ein starker Fokus liegt auf der Verbesserung der Farbqualität, wobei hochwertige CRI- und Vollspektrum-LEDs für Anwendungen, bei denen Farbtreue entscheidend ist, immer häufiger werden. Die Miniaturisierung schreitet voran und ermöglicht immer kleinere Pixelabstände in Direktsichtdisplays. Darüber hinaus vereinfacht die Integration intelligenter Funktionen, wie eingebaute Treiber und Farbabstimmungsfähigkeiten innerhalb des Gehäuses, das Systemdesign für vernetzte Beleuchtungsanwendungen. Die Forschung an neuartigen Materialien, wie Perowskiten für die Farbkonversion der nächsten Generation, deutet auf zukünftige Leistungssprünge hin.

The LED industry continues to evolve driven by demands for higher efficiency, better quality, and lower cost. Key trends include the ongoing improvement of luminous efficacy, pushing beyond 200 lumens per watt for commercial white LEDs. There is a strong focus on enhancing color quality, with high-CRI and full-spectrum LEDs becoming more common for applications where color fidelity is critical. Miniaturization persists, enabling ever-smaller pixel pitches in direct-view displays. Furthermore, the integration of smart features, such as built-in drivers and color-tuning capabilities within the package, is simplifying system design for connected lighting applications. Research into novel materials, like perovskites for next-generation color conversion, points to future performance leaps.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.