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LED-Komponenten-Datenblatt - Lebenszyklusphase: Revision 1 - Veröffentlichungsdatum: 15.03.2013 - Technisches Dokument auf Deutsch

Technisches Datenblatt für eine LED-Komponente mit Details zur Lebenszyklusphase (Revision 1), Veröffentlichungsdatum (15.03.2013), technischen Spezifikationen, Leistungsmerkmalen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Komponenten-Datenblatt - Lebenszyklusphase: Revision 1 - Veröffentlichungsdatum: 15.03.2013 - Technisches Dokument auf Deutsch

1. Produktübersicht

Dieses technische Datenblatt bezieht sich auf eine spezifische Revision einer LED-Komponente. Die primären Informationen zeigen, dass sich die Komponente in ihrer ersten Revision (Revision 1) befindet und am 15. März 2013 offiziell veröffentlicht wurde. Die Lebenszyklusphase ist als "Revision" gekennzeichnet, was eine Aktualisierung oder Modifikation gegenüber einer vorherigen Version bedeutet. Die "Ablaufzeit" ist als "Unbegrenzt" angegeben, was typischerweise impliziert, dass das Datenblatt für diese spezifische Revision dauerhaft gültig bleibt oder dass für diese Version kein geplantes Verfallsdatum vorgesehen ist. Dieses Dokument dient als maßgebliche Quelle für die elektrischen, optischen und mechanischen Spezifikationen dieser Komponentenrevision und richtet sich an Ingenieure, Designer und Beschaffungsspezialisten, die in die Produktentwicklung und Fertigung involviert sind.

2. Tiefgehende objektive Interpretation der technischen Parameter

Obwohl der bereitgestellte Ausschnitt begrenzt ist, würde ein umfassendes Datenblatt für eine LED-Komponente in Revision 1 detaillierte technische Parameter enthalten. Diese sind für ein korrektes Schaltungsdesign und das Erfüllen der Leistungserwartungen entscheidend.

2.1 Photometrische und Farbkennwerte

Ein vollständiges Datenblatt würde die wesentlichen photometrischen Parameter spezifizieren. Die dominante Wellenlänge oder korrelierte Farbtemperatur (CCT) definiert die Farbe des emittierten Lichts, wie z.B. Kaltweiß, Warmweiß oder eine spezifische monochromatische Farbe wie Rot oder Blau. Der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), gibt die gesamte wahrgenommene Lichtleistung an. Die Farbortkoordinaten (z.B. im CIE-1931-Diagramm) liefern eine präzise Definition des Farbpunkts. Der Farbwiedergabeindex (CRI) kann für weiße LEDs angegeben werden und zeigt an, wie genau die Lichtquelle die Farben von Objekten im Vergleich zu einer natürlichen Lichtquelle wiedergibt. Der Abstrahlwinkel, typischerweise als der Winkel angegeben, bei dem die Lichtstärke die Hälfte des Maximalwerts beträgt (z.B. 120 Grad), beschreibt die räumliche Lichtverteilung.

2.2 Elektrische Parameter

Elektrische Spezifikationen sind grundlegend für das Treiberdesign. Die Durchlassspannung (Vf) ist der Spannungsabfall über der LED bei einem spezifizierten Prüfstrom. Sie ist entscheidend für die Bestimmung der Anforderungen an die Stromversorgung. Der Durchlassstrom (If) ist der empfohlene Betriebsstrom, der direkt die Lichtleistung und Lebensdauer beeinflusst. Maximale Grenzwerte für Sperrspannung, Spitzendurchlassstrom und Verlustleistung definieren die absoluten Grenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden führen kann. Der dynamische Widerstand kann auch für eine erweiterte Modellierung bei gepulsten oder variierenden Stromanwendungen angegeben werden.

2.3 Thermische Kennwerte

Die LED-Leistung und -Langlebigkeit hängen stark vom thermischen Management ab. Der thermische Widerstand von Sperrschicht zu Umgebung (RθJA) quantifiziert, wie effektiv Wärme vom Halbleiterübergang an die Umgebung abgeführt wird. Ein niedrigerer Wert zeigt eine bessere Wärmeableitung an. Die maximale Sperrschichttemperatur (Tj max) ist die höchste Temperatur, die der LED-Chip ohne Degradation aushalten kann. Der Betrieb der LED unterhalb dieser Temperatur, typischerweise durch ausreichende Kühlkörper, ist wesentlich, um den Lichtstrom, die Farbstabilität aufrechtzuerhalten und die spezifizierte Lebensdauer zu erreichen (oft definiert als L70 oder L50, die Zeit, bis der Lichtstrom auf 70% bzw. 50% des Anfangswerts abfällt).

3. Erläuterung des Binning-Systems

Herstellungsbedingte Schwankungen erfordern ein Binning-System, um LEDs basierend auf Schlüsselparametern zu kategorisieren und so die Konsistenz innerhalb einer Produktionscharge sicherzustellen.

3.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning

LEDs werden basierend auf ihren präzisen Farbortkoordinaten oder dominanten Wellenlängen in Bins sortiert. Dies stellt sicher, dass Produkte, die mehrere LEDs verwenden, ein einheitliches Farbbild aufweisen. Für weiße LEDs werden Bins durch Bereiche im CIE-Diagramm und/oder durch korrelierte Farbtemperaturbereiche (CCT) definiert (z.B. 3000K ± 150K).

3.2 Lichtstrom-Binning

LEDs werden auch nach ihrer Lichtleistung bei einem Standardprüfstrom gebinnt. Ein Bincode (z.B. Lichtstrom-Bin A, B, C) entspricht einem minimalen und maximalen Lichtstrombereich. Dies ermöglicht es Designern, LEDs auszuwählen, die die spezifischen Helligkeitsanforderungen ihrer Anwendung erfüllen.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Die Durchlassspannung (Vf) ist ein weiterer Parameter, der Schwankungen unterliegt. Das Binning nach Vf hilft beim Entwurf effizienter Treiberschaltungen, insbesondere beim seriellen Verbinden mehrerer LEDs, da es Stromungleichgewichte und Leistungsverluste minimiert.

4. Analyse der Leistungskurven

Grafische Daten liefern tiefere Einblicke in das LED-Verhalten unter verschiedenen Bedingungen.

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)

Die I-V-Kennlinie veranschaulicht die nichtlineare Beziehung zwischen Durchlassstrom und Durchlassspannung. Sie zeigt die Schwellspannung und wie Vf mit dem Strom ansteigt. Diese Kurve ist wesentlich für die Auswahl einer geeigneten Strombegrenzungsmethode (Widerstand, Konstantstromtreiber).

4.2 Temperaturabhängigkeit

Graphen zeigen typischerweise, wie die Durchlassspannung mit steigender Sperrschichttemperatur abnimmt (ein negativer Temperaturkoeffizient). Noch wichtiger ist, dass sie den relativen Lichtstrom als Funktion der Sperrschichttemperatur darstellen und den Abfall der Lichtleistung bei steigender Temperatur zeigen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines effektiven thermischen Designs.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung

Das Spektralverteilungsdiagramm zeigt die relative Intensität des emittierten Lichts bei jeder Wellenlänge. Für monochromatische LEDs zeigt es die Spitzenwellenlänge und die spektrale Breite (FWHM). Für weiße LEDs (oft phosphorkonvertiert) zeigt es den Peak der blauen Pump-LED und das breitere Phosphor-Emissionsspektrum.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

Physikalische Spezifikationen gewährleisten ein korrektes PCB-Layout und eine korrekte Montage.

5.1 Maßzeichnung

Eine detaillierte mechanische Zeichnung liefert alle kritischen Abmessungen: Länge, Breite, Höhe, Linsenform und eventuelle Vorsprünge. Für jede Abmessung werden Toleranzen angegeben.

5.2 Pad-Layout und Footprint-Design

Das empfohlene PCB-Land Pattern (Footprint) wird bereitgestellt, einschließlich Pad-Größe, -Form und -Abstand. Dies ist entscheidend für die Lötstellenzuverlässigkeit und die korrekte thermische Verbindung zur Leiterplatte.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Die Methode zur Identifizierung von Anode und Kathode ist klar angegeben. Dies erfolgt üblicherweise über eine Markierung auf dem Bauteilgehäuse (z.B. eine Kerbe, ein Punkt oder eine abgeschnittene Ecke) oder ein asymmetrisches Pad-Design.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Eine korrekte Handhabung und Montage ist entscheidend für die Zuverlässigkeit.

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Reflow-Temperaturprofil wird bereitgestellt, einschließlich Vorwärm-, Halte-, Reflow-Spitzentemperatur- und Abkühlraten. Maximale Temperatur und Zeit oberhalb der Liquidustemperatur sind spezifiziert, um Schäden am LED-Gehäuse und internen Materialien zu verhindern.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen und Handhabung

Die Richtlinien behandeln den ESD-Schutz (Schutz vor elektrostatischer Entladung), da LEDs empfindlich gegenüber statischer Elektrizität sind. Empfehlungen für Lagerbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) werden gegeben, um die Lötbarkeit zu erhalten und Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern (MSL-Klassifizierung).

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Informationen für Logistik und Beschaffung.

7.1 Verpackungsspezifikationen

Details zur Lieferform der LEDs: Spulentyp (z.B. 7-Zoll, 13-Zoll), Bandbreite, Taschenabstand und Menge pro Spule. Die Ausrichtung innerhalb des Bandes ist spezifiziert.

7.2 Kennzeichnung und Artikelnummernsystem

Die Kennzeichnung auf der Spule oder dem Karton enthält die vollständige Artikelnummer, Menge, Datumscode und Losnummer. Die Artikelnummer selbst ist ein Code, der Schlüsselattribute wie Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin und Gehäusetyp umfasst.

8. Anwendungsempfehlungen

Anleitung zur Implementierung der Komponente in einem Design.

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Schaltpläne für grundlegende Treiberschaltungen werden gezeigt, wie z.B. die Verwendung eines Vorwiderstands mit einer Konstantspannungsquelle oder der Einsatz eines speziellen Konstantstrom-LED-Treiber-ICs für bessere Effizienz und Stabilität.

8.2 Designüberlegungen

Wesentliche Überlegungen umfassen das thermische Management (Kupferfläche auf der Leiterplatte, Wärmeleitungen, möglicher externer Kühlkörper), das optische Design (Linsenauswahl, Sekundäroptik) und das elektrische Layout zur Minimierung von Störungen und zur Sicherstellung eines stabilen Stroms.

9. Technischer Vergleich

Obwohl revisionsspezifisch, könnten Vorteile eine verbesserte Lichtausbeute (Lumen pro Watt) im Vergleich zur vorherigen Revision oder zu Wettbewerbsprodukten, eine bessere Farbkonsistenz (engeres Binning), erweiterte Zuverlässigkeitsdaten (längere L70-Lebensdauer) oder eine kompaktere Bauform für höhere Packungsdichten sein. Der Status "Revision 1" selbst deutet auf Verfeinerungen und Optimierungen basierend auf Feedback oder Fortschritten seit der Erstveröffentlichung hin.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Häufige Fragen basierend auf technischen Parametern sind: "Was ist der empfohlene Treiberstrom für maximale Lebensdauer?" (Antwort: Typischerweise bei oder unter dem nominalen If). "Wie verschlechtert sich der Lichtstrom über die Zeit?" (Siehe Lebensdauerkurven und L70/L50-Bewertungen). "Kann ich diese LED mit einer Spannungsquelle betreiben?" (Antwort: Ohne Strombegrenzungsmechanismus nicht empfohlen, aufgrund der exponentiellen I-V-Kennlinie der LED). "Welche Auswirkung hat PWM-Dimming auf die Farbe?" (Typischerweise minimal, wenn die Frequenz hoch genug ist, aber das Datenblatt kann dies spezifizieren).

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Basierend auf gängigen LED-Anwendungen könnte diese Komponente verwendet werden in: Allgemeinen Beleuchtungsmodulen (Einbauleuchten, Panel-Leuchten), bei denen gleichmäßige Farbe und hohe Effizienz entscheidend sind. Automobil-Innenraumbeleuchtung (Dachleuchten, Akzentbeleuchtung), die Zuverlässigkeit über einen weiten Temperaturbereich erfordert. Hintergrundbeleuchtungseinheiten für LCD-Displays, bei denen gleichmäßige Helligkeit kritisch ist. Dekorativer und architektonischer Beleuchtung, die ihren spezifischen Farbpunkt nutzt. Verbraucherelektronik-Anzeigeleuchten, die ihre kompakte Größe nutzen.

12. Funktionsprinzip

Leuchtdioden (LEDs) sind Halbleiterbauelemente, die Licht emittieren, wenn ein elektrischer Strom durch sie fließt. Dieses Phänomen, genannt Elektrolumineszenz, tritt auf, wenn sich Elektronen mit Elektronenlöchern innerhalb des Bauelements rekombinieren und Energie in Form von Photonen freisetzen. Die Farbe des Lichts wird durch die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt. Für weiße LEDs wird ein blauer oder ultravioletter LED-Chip mit einem Phosphormaterial beschichtet, das einen Teil des blauen/UV-Lichts absorbiert und es als gelbes oder breiteres Spektrum wieder emittiert, was kombiniert weißes Licht erzeugt.

13. Entwicklungstrends

Die LED-Industrie entwickelt sich ständig weiter. Trends umfassen das Streben nach immer höherer Lichtausbeute zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Verbesserungen der Farbqualität, wie höhere CRI- und R9-Werte (gesättigtes Rot), für Anwendungen, die eine ausgezeichnete Farbwiedergabe erfordern. Die Entwicklung neuartiger Phosphorsysteme für stabilere Farbe über Lebensdauer und Temperatur. Die Verkleinerung von Gehäusen für ultrahochdichte Anwendungen. Die Integration von Steuerelektronik direkt mit dem LED-Chip oder -Gehäuse, was zu "intelligenten" oder "vernetzten" LEDs führt. Ein verstärkter Fokus auf Zuverlässigkeit und Lebensdauervorhersagemodelle, insbesondere für anspruchsvolle Anwendungen wie Automobilscheinwerfer.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.