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LED-Bauteildatenblatt - Lebenszyklus Revision 3 - Technische Dokumentation

Technisches Datenblatt mit Details zur Lebenszyklusphase, Revisionshistorie und Freigabeinformationen für eine LED-Komponente. Enthält Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Bauteildatenblatt - Lebenszyklus Revision 3 - Technische Dokumentation

1. Produktübersicht

Dieses technische Dokument bietet umfassende Spezifikationen und Richtlinien für eine Leuchtdiode (LED)-Komponente. Der Schwerpunkt liegt auf dem Lebenszyklusmanagement der Komponente, insbesondere auf der detaillierten Darstellung ihres aktuellen Revisionsstatus und der Freigabeinformationen. Das Dokument dient als entscheidende Referenz für Ingenieure, Designer und Einkaufsspezialisten, die diese Komponente in elektronische Systeme integrieren. Es beschreibt die grundlegenden Merkmale und Parameter, die für die korrekte Auswahl, Schaltungsauslegung und den zuverlässigen Betrieb erforderlich sind.

Der Kernvorteil dieser Komponente liegt in ihrem dokumentierten und kontrollierten Lebenszyklus, der Konsistenz und Rückverfolgbarkeit über Produktionschargen hinweg gewährleistet. Dies ist besonders wichtig für Anwendungen, die langfristige Zuverlässigkeit und minimale Leistungsschwankungen erfordern. Der Zielmarkt umfasst eine breite Palette von Branchen wie Allgemeinbeleuchtung, Kfz-Innenraumbeleuchtung, Hintergrundbeleuchtung für Unterhaltungselektronik und industrielle Anzeigeanwendungen, bei denen stabile Leistung und dokumentierte Qualität von größter Bedeutung sind.

2. Tiefgehende objektive Interpretation technischer Parameter

Während der bereitgestellte PDF-Auszug sich auf administrative Daten konzentriert, enthält ein vollständiges Datenblatt für eine LED-Komponente detaillierte technische Parameter. Die folgenden Abschnitte stellen die typischen, wesentlichen Daten für das Engineering-Design dar.

2.1 Lichttechnische und Farbkennwerte

Die lichttechnischen Eigenschaften definieren die Lichtausgabe der LED. Zu den Schlüsselparametern gehört der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), der die wahrgenommene Lichtleistung quantifiziert. Die korrelierte Farbtemperatur (CCT), gemessen in Kelvin (K), gibt an, ob das Licht warm (niedriger K-Wert, z.B. 2700K-3000K) oder kalt (höherer K-Wert, z.B. 5000K-6500K) erscheint. Die Farbwertkoordinaten (z.B. CIE x, y) definieren präzise den Farbort im Farbraumdiagramm. Der Abstrahlwinkel, angegeben in Grad, beschreibt die Winkelverteilung der emittierten Lichtstärke (z.B. 120°).

2.2 Elektrische Parameter

Elektrische Parameter sind für den Schaltungsentwurf entscheidend. Die Durchlassspannung (Vf) ist der Spannungsabfall über der LED bei einem spezifizierten Durchlassstrom (If). Dieser Parameter hat einen typischen Wert und einen Bereich (z.B. Vf = 3,2V ± 0,2V @ If=20mA). Die absoluten Maximalwerte definieren die Grenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden führen kann, einschließlich maximaler Durchlassstrom, Sperrspannung und Verlustleistung. Der Wärmewiderstand (Rth) vom Chip (Junction) zum Lötpunkt oder zur Umgebung ist entscheidend für thermische Managementberechnungen.

2.3 Thermische Eigenschaften

Die LED-Leistung und -Lebensdauer hängen stark von der Sperrschichttemperatur (Tj) ab. Zu den wichtigen thermischen Parametern gehören der Wärmewiderstand Chip-Umgebung (Rth J-A) und Chip-Lötpunkt (Rth J-Sp). Die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tj max) ist eine kritische Designbeschränkung. Die Derating-Kurve zeigt, wie der maximal zulässige Durchlassstrom mit steigender Umgebungstemperatur abnimmt, um Tj innerhalb sicherer Grenzen zu halten.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Bei der LED-Fertigung treten natürliche Schwankungen auf. Ein Binning-System kategorisiert Bauteile anhand von Schlüsselparametern in Gruppen, um die Konsistenz innerhalb einer Charge sicherzustellen.

3.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning

LEDs werden anhand ihrer dominierenden Wellenlänge (für monochromatische LEDs) oder korrelierten Farbtemperatur (für weiße LEDs) in Bins sortiert. Jeder Bin repräsentiert einen kleinen Bereich im Farbraumdiagramm (z.B. MacAdam-Ellipsen). Dies gewährleistet Farbgleichmäßigkeit in Anwendungen mit mehreren LEDs.

3.2 Lichtstrom-Binning

Bauteile werden nach ihrem Lichtstromausgang bei einem Standardteststrom gebinnt. Bins sind typischerweise mit Codes (z.B. FL1, FL2, FL3) gekennzeichnet, die Mindest- und Maximalwerte für den Lichtstrom darstellen. Dies ermöglicht es Designern, die passende Helligkeitsklasse für ihre Anwendung auszuwählen.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

LEDs werden auch nach ihrer Durchlassspannung (Vf) bei einem spezifizierten Teststrom gruppiert. Dies ist wichtig für den Entwurf effizienter Treiberschaltungen, insbesondere beim seriellen Verschalten mehrerer LEDs, um eine gleichmäßige Stromverteilung und optimale Stromausnutzung zu gewährleisten.

4. Analyse der Leistungskennlinien

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kurve)

Die I-V-Kurve veranschaulicht die Beziehung zwischen dem Durchlassstrom durch die LED und der Spannung an ihren Anschlüssen. Sie zeigt die Schwellspannung und den exponentiellen Stromanstieg darüber hinaus. Diese Kurve ist grundlegend für die Auswahl strombegrenzender Bauteile wie Widerstände oder für den Entwurf von Konstantstromtreibern.

4.2 Temperatureigenschaften

Mehrere Diagramme zeigen Leistungsänderungen in Abhängigkeit von der Temperatur. Die Durchlassspannung nimmt typischerweise mit steigender Sperrschichttemperatur ab. Die Lichtstromausgabe nimmt im Allgemeinen mit steigender Temperatur ab; dieser Zusammenhang wird in einem Diagramm für den relativen Lichtstrom gegenüber der Sperrschichttemperatur dargestellt. Das Verständnis dieser Kurven ist für das thermische Design unerlässlich, um eine stabile Lichtausgabe aufrechtzuerhalten.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung

Für weiße LEDs zeigt das Diagramm der spektralen Leistungsverteilung (SPD) die Intensität des bei jeder Wellenlänge emittierten Lichts. Es offenbart die Peaks des blauen LED-Chips und der Phosphor-Konversion und gibt Aufschluss über die Farbwiedergabeeigenschaften (CRI) und die spezifische spektrale Zusammensetzung des weißen Lichts.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Umrisszeichnung mit Abmessungen

Eine detaillierte mechanische Zeichnung liefert die genauen Gehäuseabmessungen, einschließlich Länge, Breite, Höhe und eventueller Krümmungen. Kritische Toleranzen werden spezifiziert. Diese Zeichnung ist für das PCB-Footprint-Design und die Gewährleistung eines korrekten Sitzes in der Baugruppe erforderlich.

5.2 Lötflächenlayout-Design

Das empfohlene PCB-Land Pattern (Footprint) wird bereitgestellt und zeigt Größe, Form und Abstand der Kupferlötflächen. Dies gewährleistet eine zuverlässige Lötstellenbildung während des Reflow-Lötens. Das Design umfasst oft Empfehlungen für eine thermische Lötfläche zur Wärmeableitung.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Die Methode zur Identifizierung der Anode (+)- und Kathode (-)-Anschlüsse ist klar angegeben. Dies erfolgt typischerweise durch eine Markierung auf dem Gehäuse (z.B. eine Kerbe, ein Punkt, eine grüne Markierung oder eine abgeschnittene Ecke) oder durch einen kürzeren Anschluss. Die korrekte Polarität ist für den Betrieb des Bauteils unerlässlich.

6. Löt- und Bestückungsrichtlinien

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein detailliertes Reflow-Profil wird spezifiziert, einschließlich Vorwärm-, Halte-, Reflow- und Abkühlzonen. Zu den Schlüsselparametern gehören Spitzentemperatur (typischerweise nicht über 260°C für eine bestimmte Zeit, z.B. 10 Sekunden), Zeit über Liquidus (TAL) und Anstiegsraten. Die Einhaltung dieses Profils verhindert thermische Schäden am LED-Gehäuse und an den Lötstellen.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen und Handhabung

Die Richtlinien umfassen Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD), Vermeidung mechanischer Belastung der Linse und Verhinderung von Kontamination der optischen Oberfläche. Empfehlungen für Lagerbedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) werden gegeben, um die Lötbarkeit und Leistung zu erhalten.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die Komponente wird in industrieüblicher Verpackung geliefert, z.B. auf Band und Rolle. Die Spezifikationen umfassen Rolldurchmesser, Bandbreite, Taschenabstand und Ausrichtung. Die Stückzahl pro Rolle wird angegeben (z.B. 2000 Stück pro 7-Zoll-Rolle).

7.2 Etiketteninformationen und Modellnummernsystematik

Die Etikettierung auf der Rolle oder dem Karton enthält die Artikelnummer, Menge, Datumscode und Losnummer. Die Modellnummernsystematik entschlüsselt die Artikelnummer, um wichtige Attribute wie Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin und Gehäusetyp anzuzeigen, was eine präzise Bestellung ermöglicht.

8. Anwendungsempfehlungen

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Schaltpläne für grundlegende Treiberschaltungen werden gezeigt, wie z.B. eine einfache Serienwiderstandsschaltung für Niedrigstromanwendungen oder eine Konstantstrom-Treiberschaltung für höhere Leistung und Stabilität. Entwurfsgleichungen zur Berechnung des strombegrenzenden Widerstands werden bereitgestellt.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Überlegungen umfassen thermisches Management (Verwendung ausreichender PCB-Kupferfläche oder Kühlkörper), optisches Design (Linsenauswahl für das gewünschte Strahlprofil) und elektrisches Design (Sicherstellung, dass der Treiber die Durchlassspannungs- und Stromanforderungen der LED, einschließlich Toleranzen, bewältigen kann).

9. Technischer Vergleich

Während spezifische Wettbewerberdaten nicht enthalten sind, kann die Differenzierung dieser Komponente in Bereichen wie höherer Lichtausbeute (Lumen pro Watt), engerer Farbkonstanz durch fortschrittliches Binning, überlegener thermischer Leistung, die zu längerer Lebensdauer führt (L70-, L90-Bewertungen), oder einem robusteren, gegen Feuchtigkeit und Temperaturwechsel beständigen Gehäusedesign hervorgehoben werden. Diese Faktoren tragen zur Gesamtzuverlässigkeit und Leistung des Systems bei.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was bedeutet "Lebenszyklusphase: Revision 3"?
A: Es zeigt an, dass das Dokument und die darin beschriebene Komponentenspezifikation in ihrer dritten Revision vorliegen. Dies impliziert, dass seit der Erstveröffentlichung Aktualisierungen, Korrekturen oder Verbesserungen vorgenommen wurden.

F: Was bedeutet "Ablaufzeitraum: Für immer"?
A: Dies bedeutet wahrscheinlich, dass das Dokument kein festgelegtes Ablaufdatum hat und bis zum Ersatz durch eine neuere Revision als gültig angesehen wird. Die technischen Daten bleiben die Referenz für diese spezifische Revision der Komponente.

F: Wie wähle ich den richtigen strombegrenzenden Widerstand?
A: Verwenden Sie das Ohmsche Gesetz: R = (Vversorgung - Vf) / If. Dabei ist Vversorgung Ihre Schaltungsversorgungsspannung, Vf die Durchlassspannung der LED (verwenden Sie für ein sicheres Design den Maximalwert aus dem Datenblatt) und If der gewünschte Durchlassstrom. Stellen Sie sicher, dass die Leistungsaufnahme des Widerstands ausreicht: P = (Vversorgung - Vf) * If.

F: Kann ich diese LED direkt mit einer Spannungsquelle betreiben?
A: Nein. LEDs sind stromgesteuerte Bauteile. Eine Spannungsquelle ohne Stromregelung führt dazu, dass der Strom nach Überschreiten der Durchlassspannung unkontrolliert ansteigt und die LED wahrscheinlich zerstört. Verwenden Sie immer einen Strombegrenzungsmechanismus (Widerstand oder Konstantstromtreiber).

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Fall 1: Hintergrundbeleuchtung für ein Consumer-Gerätedisplay:Mehrere LEDs desselben Lichtstrom- und Farb-Bins sind in einem Array hinter einer Lichtleitplatte angeordnet. Konstantstromtreiber werden verwendet, um gleichmäßige Helligkeit zu gewährleisten. Wärmeleitungen (Thermal Vias) in der Leiterplatte helfen, Wärme abzuleiten, um stabile Farbe und Ausgangsleistung über den Betriebstemperaturbereich des Geräts hinweg aufrechtzuerhalten.

Fall 2: Architektonische Decken-Indirektbeleuchtung:LEDs werden auf einem langen, linearen PCB-Streifen platziert. Die Variante mit hohem Farbwiedergabeindex (CRI) wird für eine genaue Farbwiedergabe ausgewählt. Das Design verwendet einen dimmbaren Konstantstromtreiber, und der niedrige Wärmewiderstand des Gehäuses ermöglicht höhere Treiberströme, um den erforderlichen Lichtstrom zu erreichen, ohne übermäßigen Temperaturanstieg.

12. Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiter-p-n-Übergangsdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, rekombinieren Elektronen aus dem n-Typ-Material mit Löchern aus dem p-Typ-Material in der Sperrschicht. Diese Rekombination setzt Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z.B. InGaN für blau, AlInGaP für rot). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Leuchtstoff erzeugt; die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen. Die Effizienz dieses Elektrolumineszenzprozesses wird durch die externe Quanteneffizienz (EQE) charakterisiert.

13. Entwicklungstrends

Die LED-Industrie entwickelt sich weiterhin mit mehreren klaren Trends. Die Effizienz (Lumen pro Watt) steigt stetig und reduziert den Energieverbrauch bei gleicher Lichtausbeute. Die Farbqualität verbessert sich, wobei höhere CRI-Werte und präzisere Farbabstimmung zum Standard werden. Die Miniaturisierung schreitet voran und ermöglicht neue Formfaktoren in Displays und Beleuchtung. Es gibt einen starken Fokus auf Zuverlässigkeit und Lebensdauervorhersage unter verschiedenen Belastungsbedingungen. Darüber hinaus ist Integration ein Schlüsseltrend, wobei LEDs Treiber, Sensoren und Kommunikationsschnittstellen (wie Li-Fi) in "intelligente" Beleuchtungssysteme integrieren. Die Entwicklung neuartiger Materialien, wie Perowskite für LEDs der nächsten Generation, ist ebenfalls ein aktives Forschungsgebiet.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.