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LED-Komponenten Datenblatt - Lebenszyklus Revision 2 - Technische Dokumentation

Technisches Datenblatt mit Details zur Lebenszyklusphase, Revisionshistorie und Freigabeinformationen einer LED-Komponente. Enthält Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Komponenten Datenblatt - Lebenszyklus Revision 2 - Technische Dokumentation

1. Produktübersicht

Dieses technische Dokument bietet umfassende Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien für eine Leuchtdiode (LED). Die Hauptfunktion dieser Komponente ist die hocheffiziente und zuverlässige Umwandlung von elektrischer Energie in sichtbares Licht. Sie ist für ein breites Anwendungsspektrum konzipiert, von Allgemeinbeleuchtung und Hintergrundbeleuchtung über Signallampen bis hin zu dekorativer Beleuchtung. Die Kernvorteile dieser Komponente umfassen ihre lange Betriebslebensdauer, konstante Leistung unter verschiedenen Umgebungsbedingungen und energieeffizienten Betrieb. Der Zielmarkt umfasst Unterhaltungselektronik, Automobilbeleuchtung, Industrieausrüstung sowie Wohn- und Gewerbeleuchten, wo zuverlässige und effiziente Lichtquellen von größter Bedeutung sind.

2. Technische Parameter im Detail

Eine detaillierte Analyse der technischen Parameter ist für die korrekte Integration in ein Schaltungsdesign unerlässlich. Die folgenden Abschnitte erläutern die wichtigsten Kenngrößen.

2.1 Lichttechnische und elektrische Kenngrößen

Die lichttechnische Leistung wird durch Parameter wie Lichtstrom (gemessen in Lumen), dominante Wellenlänge oder korrelierte Farbtemperatur (CCT) und Farbwiedergabeindex (CRI) definiert. Diese bestimmen Helligkeit, Farbe und Qualität des abgegebenen Lichts. Die elektrischen Parameter sind ebenso kritisch. Die Durchlassspannung (Vf) gibt den Spannungsabfall über der LED bei Nennstrom an. Der Durchlassstrom (If) ist der empfohlene Betriebsstrom, typischerweise im Bereich von 20 mA bis 350 mA, abhängig von der Leistungsklasse. Das Überschreiten des maximalen Durchlassstroms oder der Sperrspannung kann zum sofortigen oder schleichenden Ausfall der Komponente führen. Die Verlustleistung wird als Vf * If berechnet und muss durch ein geeignetes thermisches Design beherrscht werden.

2.2 Thermische Kenngrößen

Die LED-Leistung und -Lebensdauer werden maßgeblich von der Sperrschichttemperatur beeinflusst. Wichtige thermische Parameter sind der Wärmewiderstand von der Sperrschicht zum Lötpunkt (Rthj-sp) und die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tj(max)). Eine effiziente Wärmeabfuhr ist erforderlich, um die Sperrschichttemperatur innerhalb sicherer Grenzen zu halten, da erhöhte Temperaturen den Lichtstromrückgang beschleunigen und die Farbortverschiebung des emittierten Lichts verursachen können. Die Derating-Kurve, die den maximal zulässigen Durchlassstrom in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur zeigt, ist ein entscheidendes Werkzeug für das Design.

3. Erklärung des Binning-Systems

Um Farb- und Helligkeitskonstanz in der Produktion sicherzustellen, werden LEDs anhand präziser Messungen in Bins sortiert.

3.1 Wellenlängen- / Farbtemperatur-Binning

LEDs werden in enge Wellenlängenbereiche (für monochromatische LEDs) oder korrelierte Farbtemperaturbereiche (für weiße LEDs) kategorisiert. Ein typisches Binning-System für weiße LEDs kann mehrere MacAdam-Ellipsen oder ANSI C78.377-Quadrilaterale verwenden, um die akzeptable Farbabweichung zu definieren. Designer müssen das erforderliche Bin angeben, um ein einheitliches Farbbild in einem Array oder einer Leuchte zu erreichen.

3.2 Lichtstrom-Binning

Auch der Lichtstromausgang wird gebinnt. LEDs aus derselben Produktionscharge werden getestet und in Lichtstrom-Bins gruppiert (z.B. min./max. Lumen bei einem bestimmten Teststrom). Dies ermöglicht es Designern, Komponenten auszuwählen, die eine bestimmte Helligkeitsanforderung erfüllen, und die Gesamtlichtausbeute eines Systems genau vorherzusagen.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Die Durchlassspannung wird gebinnt, um eine bessere Stromanpassung zu erleichtern, wenn LEDs parallel geschaltet oder von Konstantspannungsquellen gespeist werden. Die Verwendung von LEDs aus demselben Vf-Bin hilft, Stromungleichverteilung ("Current Hogging") zu verhindern, bei der eine LED aufgrund einer niedrigeren Vf mehr Strom zieht als andere, was zu ungleichmäßiger Helligkeit und potenzieller Überlastung führt.

4. Analyse der Leistungskurven

Grafische Daten geben tiefere Einblicke in das Verhalten der Komponente unter variierenden Bedingungen.

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kurve)

Die I-V-Kurve ist nichtlinear und zeigt einen steilen Stromanstieg, sobald die Durchlassspannung die Schwellenspannung der Diode überschreitet. Diese Kurve ist entscheidend für die Auswahl der geeigneten Ansteuerungsmethode (Konstantstrom vs. Konstantspannung) und für das Verständnis des dynamischen Widerstands der LED.

4.2 Temperaturabhängigkeit

Grafiken zeigen typischerweise, wie die Durchlassspannung mit steigender Sperrschichttemperatur abnimmt (negativer Temperaturkoeffizient) und wie der Lichtstrom mit steigender Temperatur abfällt. Diese Kurven sind wesentlich für den Entwurf von Kompensationsschaltungen oder die Vorhersage der Leistung in Hochtemperaturumgebungen.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung (SPD)

Das SPD-Diagramm stellt die relative Intensität des emittierten Lichts bei jeder Wellenlänge dar. Für weiße LEDs zeigt es den Peak der blauen Pump-LED und das breitere, durch Phosphor konvertierte Spektrum. Die SPD bestimmt Farbqualitätsmetriken wie CRI und Farbraum für Displays.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

Das physikalische Gehäuse gewährleistet eine zuverlässige elektrische Verbindung und Wärmemanagement.

5.1 Maßzeichnung

Eine detaillierte Zeichnung mit kritischen Abmessungen (Länge, Breite, Höhe, Anschlussabstand) und Toleranzen wird bereitgestellt. Diese ist für das PCB-Footprint-Design und die Gewährleistung eines korrekten Sitzes in der Baugruppe erforderlich.

5.2 Lötflächen-Layout

Das empfohlene PCB-Land Pattern (Lötflächengröße, -form und -abstand) wird spezifiziert, um eine gute Lötstellenbildung während des Reflow-Prozesses sicherzustellen und eine ausreichende Wärmeableitung in die Leiterplatte zu gewährleisten.

5.3 Polungskennzeichnung

Anode und Kathode sind auf dem Gehäuse deutlich markiert, oft durch eine Kerbe, eine abgeschrägte Ecke oder unterschiedliche Anschlusslängen. Die korrekte Polung ist zwingend erforderlich, um Schäden durch Sperrspannung zu verhindern.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Sachgemäße Handhabung und Montage sind entscheidend für die Zuverlässigkeit.

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein Zeit-Temperatur-Profil wird vorgegeben, einschließlich Vorwärm-, Halte-, Reflow-Spitzentemperatur- und Abkühlphasen. Die maximale Gehäusetemperatur während des Lötens (typischerweise 260°C für wenige Sekunden) darf nicht überschritten werden, um Schäden am internen Chip, den Bonddrähten oder der Kunststofflinse zu vermeiden.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen und Handhabung

ESD-Schutzmaßnahmen (Elektrostatische Entladung) sollten beachtet werden, da LEDs empfindliche Halbleiterbauelemente sind. Vermeiden Sie mechanische Belastung der Linse. Reinigen Sie nicht mit Lösungsmitteln, die das Silikon- oder Epoxid-Vergussmaterial beschädigen könnten.

6.3 Lagerbedingungen

LEDs sollten in einer trockenen, dunklen Umgebung bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit gelagert werden (typischerweise<40°C/90% r.F.), um Feuchtigkeitsaufnahme (die während des Reflow-Lötens zu "Popcorning" führen kann) und Materialdegradation zu verhindern.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Informationen darüber, wie das Produkt geliefert und identifiziert wird.

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die Komponente wird auf Tape & Reel für die automatisierte Montage geliefert. Die Spulendimensionen, Bandbreite, Taschengröße und Komponentenausrichtung auf dem Band sind gemäß EIA-Standards definiert.

7.2 Kennzeichnung und Artikelnummernsystem

Das Spulenetikett enthält die Artikelnummer, Menge, Losnummer und Datumscode. Die Artikelnummer selbst ist ein Code, der Schlüsselattribute wie Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin und Gehäusetyp enthält und eine präzise Bestellung ermöglicht.

8. Anwendungsempfehlungen

Anleitung zur Implementierung der Komponente in realen Designs.

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Gängige Ansteuertopologien umfassen einfache Reihenwiderstands-Strombegrenzung für Low-Power-Anwendungen, lineare Konstantstromregler und Schaltwandler (Buck/Boost) als LED-Treiber für höhere Leistungen oder batteriebetriebene Systeme. Schutzelemente wie Transient Voltage Suppressors (TVS) können für Automotive- oder Industrieumgebungen empfohlen werden.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Überlegungen umfassen thermisches Management (Kupferfläche auf der Leiterplatte, Durchkontaktierungen zu inneren Lagen, externe Kühlkörper), optisches Design (Linsenauswahl zur Lichtformung) und elektrisches Layout (Minimierung der Leiterbahninduktivität für PWM-Dimmung).

9. Technischer Vergleich

Diese LED-Komponente unterscheidet sich durch ihre spezifische Kombination aus Effizienz (Lumen pro Watt), Farbwiedergabequalität und thermischer Leistung. Im Vergleich zu früheren Generationen oder alternativen Technologien bietet sie möglicherweise eine höhere maximale Treiberstromfähigkeit im gleichen Gehäuse-Footprint oder eine verbesserte Farbkonstanz über Produktionschargen hinweg. Ihre Zuverlässigkeitsdaten, oft als L70- oder L90-Lebensdauer (Stunden, bis der Lichtstrom auf 70% bzw. 90% des Anfangswerts fällt) angegeben, sind eine wichtige Wettbewerbsmetrik.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Häufige Fragen zu technischen Parametern werden hier beantwortet.

F: Kann ich diese LED mit einer Konstantspannungsquelle betreiben?

A: Dies wird dringend abgeraten. LEDs sind stromgesteuerte Bauelemente. Eine Konstantspannungsversorgung mit einem Reihenwiderstand bietet eine schlechte Stromregelung gegenüber Schwankungen der Durchlassspannung (durch Binning oder Temperatur). Für eine stabile Leistung und Langlebigkeit wird ein spezieller Konstantstromtreiber empfohlen.

F: Wie berechne ich den benötigten Kühlkörper?

A: Beginnen Sie mit der Verlustleistung (Pd= Vf * If). Verwenden Sie den Wärmewiderstand von der Sperrschicht zum Lötpunkt (Rthj-sp) aus dem Datenblatt. Bestimmen Sie Ihre Ziel-Sperrschichttemperatur (Tj) und die maximale Umgebungstemperatur (Ta). Der erforderliche Gesamtwärmewiderstand von der Sperrschicht zur Umgebung ist Rthj-a= (Tj- Ta) / Pd. Der Wärmewiderstand des Kühlkörpers muss kleiner sein als Rthj-aabzüglich des internen Rthj-spder Komponente und des Wärmeleitmaterials.

F: Was verursacht Farbverschiebung über die Zeit?

A: Hauptursachen sind Phosphor-Degradation (bei weißen LEDs) und Veränderungen der Halbleitereigenschaften bei hohen Sperrschichttemperaturen. Der Betrieb der LED innerhalb ihrer spezifizierten Temperatur- und Stromgrenzen minimiert diese Verschiebung.

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Fallstudie 1: Lineare LED-Leuchte:Für eine 4-Fuß-Linearleuchte sind mehrere LEDs auf einer langen, schmalen Metallkern-Leiterplatte (MCPCB) angeordnet. Die Designherausforderung besteht darin, gleichmäßige Helligkeit und Farbtemperatur über die gesamte Länge aufrechtzuerhalten. Dies wird durch die Verwendung von LEDs aus einem einzigen, engen Lichtstrom- und CCT-Bin und die Implementierung eines robusten Konstantstromtriebers mit guter Netz-/Lastregelung gelöst. Die MCPCB ist an einem Aluminiumprofil befestigt, das sowohl als Strukturelement als auch als Kühlkörper dient.

Fallstudie 2: Automobil Tagfahrlicht (DRL):Hier umfassen die Anforderungen hohe Helligkeit für Sichtbarkeit, einen weiten Betriebstemperaturbereich (-40°C bis +85°C Umgebung) und hohe Zuverlässigkeit. Das Design verwendet eine Serien-Parallel-Anordnung von LEDs, die von einem Automotive-tauglichen Abwärtswandler (Buck Converter) angesteuert werden. Das optische Design verwendet Sekundäroptik (TIR-Linsen), um den Lichtstrahl in das erforderliche Muster zu formen. Umfangreiche Tests bezüglich Temperaturwechsel, Feuchtigkeit und Vibration werden durchgeführt.

12. Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiter-pn-Übergangsdiode. Wird eine Durchlassspannung angelegt, werden Elektronen aus dem n-dotierten Bereich und Löcher aus dem p-dotierten Bereich in den aktiven Bereich injiziert. Wenn diese Ladungsträger rekombinieren, wird Energie in Form von Photonen (Licht) freigesetzt. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlückenenergie des im aktiven Bereich verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z.B. InGaN für blau/grün, AlInGaP für rot/bernstein). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Phosphor erzeugt; ein Teil des blauen Lichts wird in gelbes Licht umgewandelt, und die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen.

13. Technologietrends

Die LED-Industrie entwickelt sich ständig weiter. Wichtige Trends sind die steigende Lichtausbeute, die bei kommerziellen Produkten über 200 Lumen pro Watt hinausgeht. Ein starker Fokus liegt auf der Verbesserung der Farbqualität, wobei High-CRI-LEDs (CRI>90) und Vollspektrum-LEDs immer verbreiteter werden. Die Miniaturisierung schreitet mit Chip-Scale-Package (CSP) LEDs voran, die das traditionelle Gehäusesubstrat eliminieren. Smart Lighting, das Sensoren und Kommunikation (Li-Fi, Bluetooth) direkt in das LED-Gehäuse integriert, ist ein aufstrebender Bereich. Darüber hinaus stellt die Forschung an neuartigen Materialien wie Perowskiten für die Farbkonversion und Micro-LEDs für ultrahochauflösende Displays die nächste Grenze der Festkörperbeleuchtungstechnologie dar.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.