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LED-Komponenten Datenblatt - Revision 2 - Lebenszyklusinformationen - Technisches Dokument

Technisches Datenblatt mit Details zur Lebenszyklusphase, Revisionshistorie und Freigabeinformationen einer LED-Komponente. Enthält Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Komponenten Datenblatt - Revision 2 - Lebenszyklusinformationen - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses technische Dokument bietet umfassende Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien für eine Leuchtdiode (LED). Die Hauptfunktion dieser Komponente ist die hocheffiziente und zuverlässige Umwandlung von elektrischer Energie in sichtbares Licht. LEDs sind grundlegende Bausteine in modernen Beleuchtungs- und Displaytechnologien und bieten Vorteile wie eine lange Lebensdauer, geringen Stromverbrauch und robuste Leistung unter verschiedenen Umgebungsbedingungen. Dieses Datenblatt behandelt die wesentlichen Parameter, die Ingenieure und Designer für die erfolgreiche Integration dieser Komponente in ihre Systeme benötigen.

Die Kernvorteile dieser LED umfassen ihr standardisiertes Bauformat, eine konsistente Lichtausgabe und stabile elektrische Eigenschaften. Sie ist für Massenproduktionsanwendungen konzipiert, bei denen Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz von größter Bedeutung sind. Der Zielmarkt umfasst eine breite Palette von Branchen, darunter Allgemeinbeleuchtung, Automobilbeleuchtung, Unterhaltungselektronik, Beschilderung und Display-Hintergrundbeleuchtung.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Ein gründliches Verständnis der technischen Parameter ist für ein optimales Design und eine optimale Leistung entscheidend.

2.1 Photometrische und kolorimetrische Eigenschaften

Die photometrischen Eigenschaften definieren die Lichtausgabe der LED. Zu den Schlüsselparametern gehört der Lichtstrom, der die wahrgenommene Lichtleistung misst und typischerweise in Lumen (lm) unter definierten Testbedingungen angegeben wird. Die korrelierte Farbtemperatur (CCT) für weiße LEDs gibt den Farbton des weißen Lichts an, der von Warmweiß (z.B. 2700K-3000K) bis Kaltweiß (z.B. 5000K-6500K) reicht. Für farbige LEDs ist die dominante Wellenlänge die primäre Metrik, die die wahrgenommene Farbe definiert. Farbortkoordinaten (z.B. CIE x, y) liefern einen präzisen Farbpunkt im Standard-Farbraumdiagramm. Der Abstrahlwinkel gibt die Winkelverteilung der Lichtstärke an, üblicherweise definiert als der Winkel, bei dem die Intensität auf 50 % ihres Spitzenwerts abfällt.

2.2 Elektrische Parameter

Die elektrischen Eigenschaften bestimmen die Betriebsbedingungen der LED. Die Durchlassspannung (Vf) ist der Spannungsabfall über der LED, wenn ein spezifizierter Durchlassstrom (If) angelegt wird. Dieser Parameter hat einen typischen Wert und einen maximalen Grenzwert. Die absoluten Maximalwerte definieren die Grenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden auftreten können, einschließlich maximalem Durchlassstrom, Spitzenimpulsstrom und Sperrspannung. Die Verlustleistung wird als Produkt aus Durchlassspannung und Strom berechnet und muss gemanagt werden, um Überhitzung zu verhindern.

2.3 Thermische Eigenschaften

Das thermische Management ist entscheidend für die LED-Leistung und -Lebensdauer. Die Sperrschichttemperatur (Tj) ist die Temperatur am Halbleiterchip selbst. Der thermische Widerstand von der Sperrschicht zum Lötpunkt (Rth j-sp) oder zur Umgebung (Rth j-a) quantifiziert, wie effektiv Wärme vom Chip abgeführt wird. Ein niedrigerer thermischer Widerstand bedeutet eine bessere Wärmeableitung. Betriebs- und Lagertemperaturbereiche definieren die Umgebungsgrenzen für einen zuverlässigen Betrieb und die nicht-operative Lagerung.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Aufgrund von Fertigungstoleranzen werden LEDs in Leistungsklassen (Bins) sortiert, um Konsistenz in Endprodukten zu gewährleisten.

3.1 Wellenlängen- / Farbtemperatur-Binning

LEDs werden basierend auf ihrer dominanten Wellenlänge (für monochromatische LEDs) oder korrelierten Farbtemperatur und Farbortkoordinaten (für weiße LEDs) gruppiert. Die Bins werden im CIE-Farbraumdiagramm definiert, oft nach Standards wie ANSI C78.377. Dies gewährleistet Farbgleichmäßigkeit innerhalb einer einzelnen Anwendung.

3.2 Lichtstrom-Binning

LEDs werden gemäß ihrer Lichtausgabe bei einem spezifizierten Teststrom sortiert. Bins werden typischerweise in minimalen Lumenbereichen definiert (z.B. 20-22 lm, 22-24 lm). Dies ermöglicht es Designern, Komponenten auszuwählen, die spezifische Helligkeitsanforderungen erfüllen.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Komponenten werden nach ihrem Durchlassspannungsabfall bei einem gegebenen Teststrom kategorisiert. Gängige Bins können Bereiche wie 2,8V - 3,0V, 3,0V - 3,2V haben. Konsistente Spannungs-Bins helfen beim Entwurf stabiler Treiberschaltungen und beim Management der Stromverteilung in Arrays.

4. Analyse der Kennlinien

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)

Die I-V-Kennlinie ist grundlegend und zeigt die Beziehung zwischen dem Durchlassstrom durch die LED und der Spannung darüber. Sie ist nichtlinear, mit einer Schwellenspannung, unterhalb derer sehr wenig Strom fließt. Die Steigung der Kurve im Arbeitsbereich bestimmt den dynamischen Widerstand. Dieses Diagramm ist wesentlich für die Auswahl einer geeigneten strombegrenzenden Schaltung.

4.2 Temperaturabhängigkeit

Mehrere Schlüsselparameter variieren mit der Temperatur. Der Lichtstrom nimmt typischerweise ab, wenn die Sperrschichttemperatur steigt. Die Durchlassspannung nimmt bei den meisten LED-Typen mit steigender Temperatur allgemein ab. Diese Zusammenhänge werden grafisch dargestellt, um Designern zu helfen, die Leistung unter realen thermischen Bedingungen zu verstehen und notwendige Kompensations- oder Kühlstrategien umzusetzen.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung (SPD)

Das SPD-Diagramm stellt die relative Intensität des emittierten Lichts über das elektromagnetische Spektrum dar. Für weiße LEDs (oft mit einem blauen Chip mit Phosphorbeschichtung) zeigt es den blauen Pump-Peak und die breitere, phosphorkonvertierte Emission. Für farbige LEDs zeigt es einen schmalen Peak bei der dominanten Wellenlänge. Die SPD bestimmt die Farbwiedergabeeigenschaften und die Farbqualität des Lichts.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Abmessungen und Zeichnung

Eine detaillierte mechanische Zeichnung liefert die genauen physikalischen Abmessungen des LED-Gehäuses, einschließlich Länge, Breite, Höhe und eventueller Krümmung. Kritische Toleranzen werden spezifiziert. Diese Information ist entscheidend für das PCB-Footprint-Design und um einen korrekten Sitz in der Endmontage zu gewährleisten.

5.2 Pad-Layout und Lötpad-Design

Das empfohlene PCB-Land Pattern (Footprint) wird bereitgestellt und zeigt Größe, Form und Abstand der Kupferpads. Dies gewährleistet eine zuverlässige Lötstellenbildung während des Reflow-Lötens. Das Design beinhaltet oft thermische Pads für die Wärmeableitung.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Die Methode zur Identifizierung der Anode (+)- und Kathode (-)-Anschlüsse ist klar angegeben. Dies geschieht typischerweise durch eine Markierung auf dem Gehäuse (wie eine Kerbe, ein Punkt oder eine abgeschnittene Ecke), unterschiedliche Anschlusslängen oder ein internes visuelles Merkmal. Die korrekte Polarität ist für den Schaltungsbetrieb essentiell.

6. Löt- und Montagerichtlinien

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Reflow-Temperaturprofil wird spezifiziert, einschließlich Vorwärm-, Halte-, Reflow- (Spitzentemperatur) und Abkühlphasen. Schlüsselparameter sind die Spitzentemperatur (typischerweise nicht überschreitend 260°C für kurze Dauer), die Zeit oberhalb der Liquidustemperatur und maximale Aufheizraten. Die Einhaltung dieses Profils verhindert thermische Schäden am LED-Gehäuse und an den Lötstellen.

6.2 Handhabungs- und Montagehinweise

Vorsichtsmaßnahmen umfassen das Vermeiden mechanischer Belastung der LED-Linse, das Verhindern von Kontamination der optischen Oberfläche, die Verwendung von ESD-Schutz (elektrostatische Entladung) während der Handhabung und das Sicherstellen, dass kein Lötflussmittelrückstand auf der Linse verbleibt. Manuelles Löten mit einem Lötkolben wird generell nicht empfohlen.

6.3 Lagerbedingungen

LEDs sollten in einer trockenen, inerten Umgebung gelagert werden. Spezifische Bedingungen umfassen einen Temperaturbereich (z.B. 5°C bis 30°C), eine relative Luftfeuchtigkeit unter einem bestimmten Schwellenwert (z.B. 60% RH) und Schutz vor direktem Sonnenlicht und korrosiven Gasen. Die Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe (MSL) gibt an, ob ein Trocknen erforderlich ist, bevor die Bauteile nach Exposition gegenüber Umgebungsfeuchtigkeit verwendet werden.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die Komponente wird in industrieüblicher Verpackung geliefert. Gängige Formate umfassen Tape-and-Reel für die automatisierte Montage, mit Spezifikationen für Spulendurchmesser, Bandbreite, Taschenabstand und Bauteilausrichtung. Die Stückzahl pro Spule wird angegeben (z.B. 2000 Stück pro 13-Zoll-Spule).

7.2 Kennzeichnung und Markierung

Das Verpackungsetikett enthält Informationen wie Artikelnummer, Menge, Datumscode, Losnummer und Bin-Codes für Lichtstrom, Farbe und Spannung. Das einzelne LED-Gehäuse ist mit einer Artikelnummer oder einem vereinfachten Code zur Identifikation markiert.

7.3 Artikelnummernsystem

Die Artikelnummer ist ein Code, der Schlüsselattribute zusammenfasst. Sie enthält typischerweise Felder, die die Produktserie, Gehäusegröße, Farbe/Wellenlänge, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin und manchmal Sonderfunktionen repräsentieren. Eine Dekodierungstabelle wird bereitgestellt, um die Artikelnummer in ihre Bestandteilspezifikationen zu übersetzen.

8. Anwendungsempfehlungen

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Grundlegende Anwendungsschaltungen werden dargestellt. Die gebräuchlichste ist ein Vorwiderstand, der zur Strombegrenzung verwendet wird, wenn die LED von einer Konstantspannungsquelle (wie einer Batterie oder einem DC-Netzteil) gespeist wird. Für eine präzisere Steuerung werden Konstantstrom-Treiberschaltungen (lineare oder Schaltregler) empfohlen, insbesondere für Arrays oder wenn Helligkeitskonstanz kritisch ist.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Designüberlegungen umfassen: Thermomanagement durch ausreichende PCB-Kupferfläche oder Kühlkörper; Sicherstellen, dass der Treiber den erforderlichen Strom innerhalb des LED-Spannungsbereichs liefern kann; Schutz gegen Verpolung und Spannungstransienten; Berücksichtigung des optischen Designs (Linsen, Diffusoren) für die gewünschte Lichtverteilung; und Design für Fertigbarkeit und Zuverlässigkeit.

9. Technischer Vergleich und Differenzierung

Im Vergleich zu LEDs früherer Generationen oder alternativen Technologien bietet diese Komponente möglicherweise Verbesserungen in der Effizienz (Lumen pro Watt), was mehr Lichtausgabe bei gleichem elektrischem Input bedeutet. Sie kann ein kompakteres Gehäuseformat aufweisen, was höhere Packungsdichten ermöglicht. Eine verbesserte Farbkonstanz (engere Binning) erhöht die Gleichmäßigkeit in Multi-LED-Anwendungen. Überlegene Zuverlässigkeitsmetriken, wie eine längere L70-Lebensdauer (Zeit bis auf 70% des anfänglichen Lichtstroms), reduzieren die Gesamtbetriebskosten. Das Gehäuse kann auch für eine verbesserte thermische Leistung ausgelegt sein, was höhere Treiberströme oder eine bessere Dauerleistung ermöglicht.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Mit welchem maximalen Dauerstrom kann ich diese LED betreiben?
A: Siehe Tabelle "Absolute Maximalwerte". Das Überschreiten des spezifizierten maximalen Durchlassstroms kann zu sofortiger oder gradueller Degradation der LED führen, was ihre Lebensdauer und Lichtausgabe reduziert.

F: Wie wähle ich den korrekten strombegrenzenden Widerstand?
A: Verwenden Sie das Ohmsche Gesetz: R = (Vversorgung - Vf_LED) / If_gewünscht. Verwenden Sie den typischen Vf-Wert aus dem Datenblatt für die erste Berechnung, berücksichtigen Sie aber den Binning-Bereich und Temperatureffekte für ein robustes Design. Stellen Sie sicher, dass die Leistungsaufnahme des Widerstands ausreicht: P = (If_gewünscht)^2 * R.

F: Warum nimmt die Lichtausgabe meiner LED mit der Zeit ab?
A: Lichtstromrückgang ist normal. Die Lxx-Lebensdauerbewertung (z.B. L70) im Datenblatt sagt die Betriebsstunden voraus, bis die Ausgabe auf einen Prozentsatz (z.B. 70%) des Anfangswerts fällt. Übermäßiger Treiberstrom oder hohe Sperrschichttemperaturen beschleunigen diesen Rückgang.

F: Kann ich mehrere LEDs in Reihe oder parallel schalten?
A: Reihenschaltung wird bei Verwendung eines Konstantstromtriebers generell bevorzugt, da sie identischen Strom durch jede LED gewährleistet. Parallelschaltung erfordert eine sorgfältige Abstimmung der Durchlassspannungs-Bins, um Stromungleichgewicht zu verhindern, was zu ungleichmäßiger Helligkeit und potenzieller Überlastung einzelner LEDs führen kann.

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Beispiel 1: Lineare LED-Leuchte.Mehrere LEDs sind auf einer langen, schmalen Metallkern-Leiterplatte (MCPCB) montiert. Sie sind in einer Reihen-Parallel-Kombination geschaltet, die von einem einzelnen Konstantstromtreiber gespeist wird. Der Metallkern bietet essentielle Wärmeableitung. Optische Elemente wie Diffusoren oder Reflektoren werden über dem Array platziert, um gleichmäßige lineare Beleuchtung für Büro- oder Einzelhandelsbeleuchtung zu erzeugen.

Beispiel 2: Automobil-Innenraumbeleuchtung.Ein kleiner Cluster von LEDs, möglicherweise in verschiedenen Farben, wird für Innenraumleuchten, Leselampen oder Akzentbeleuchtung verwendet. Das Design muss den weiten Eingangsspannungsbereich des Fahrzeugelektriksystems (z.B. 9V-16V) unter Verwendung eines geeigneten Spannungsreglers oder Abwärtswandlers berücksichtigen. Die LEDs müssen außerdem automotivtaugliche Zuverlässigkeits- und Temperaturanforderungen erfüllen.

12. Einführung in das Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiter-pn-Übergangsdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, werden Elektronen aus dem n-dotierten Bereich und Löcher aus dem p-dotierten Bereich in den Übergangsbereich injiziert. Wenn diese Ladungsträger rekombinieren, wird Energie in Form von Photonen (Licht) freigesetzt. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z.B. InGaN für blau/grün, AlInGaP für rot/bernstein). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Phosphor erzeugt; ein Teil des blauen Lichts wird in gelbes Licht umgewandelt, und die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen.

13. Technologietrends und Entwicklung

Die LED-Industrie entwickelt sich mit mehreren klaren Trends weiter. Die Effizienz (Lumen pro Watt) steigt stetig und reduziert so den Energieverbrauch für eine gegebene Lichtausgabe. Farbqualitätsmetriken, wie der Farbwiedergabeindex (CRI) und neuere Maße wie TM-30, verbessern sich, insbesondere für Hoch-CRI-Anwendungen wie Museums- und Einzelhandelsbeleuchtung. Die Miniaturisierung schreitet voran und ermöglicht immer kleinere Pixelabstände in Direktsichtdisplays. Es gibt auch bedeutende Entwicklungen in spezialisierten Bereichen wie UV-C-LEDs zur Desinfektion, Micro-LEDs für Displays der nächsten Generation und Horticulture-LEDs, die auf Pflanzenwachstumsspektren zugeschnitten sind. Zuverlässigkeit und Lebensdauer unter verschiedenen Betriebsbedingungen bleiben ein Schwerpunkt für industrielle und automotiv Anwendungen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.