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LED-Bauteildatenblatt - Lebenszyklus Revision 2 - Veröffentlichungsdatum 05.12.2014 - Technisches Dokument

Technische Dokumentation mit Details zur Lebenszyklusphase, Revisionshistorie und Veröffentlichungsinformationen für eine LED-Komponente. Enthält Spezifikationen, Leistungsanalysen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Bauteildatenblatt - Lebenszyklus Revision 2 - Veröffentlichungsdatum 05.12.2014 - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses technische Dokument bietet umfassende Spezifikationen und Richtlinien für eine Leuchtdiode (LED)-Komponente. Der Kernvorteil dieser Komponente liegt in ihrem standardisierten Design und ihrer zuverlässigen Leistung, was sie für eine breite Palette von Allgemeinbeleuchtungs- und Anzeigeanwendungen geeignet macht. Der Zielmarkt umfasst Unterhaltungselektronik, Automobilbeleuchtung, Beschilderung und industrielle Steuerungssysteme, bei denen gleichmäßige Lichtleistung und langfristige Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind. Das Dokument spiegelt eine spezifische Lebenszyklusphase der Revision 2 wider, was eine Aktualisierung oder Verfeinerung gegenüber einer vorherigen Version anzeigt, mit einem Veröffentlichungsdatum vom 5. Dezember 2014. Die Bezeichnung 'Ablaufzeitraum: Für immer' deutet darauf hin, dass diese Revision als endgültige und finale Spezifikation für diese spezielle Produktversion gedacht ist und alle vorherigen Dokumente ersetzt.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Während der bereitgestellte Auszug sich auf Dokumenten-Metadaten konzentriert, würde ein vollständiges Datenblatt für eine LED-Komponente typischerweise die folgenden detaillierten technischen Parameter enthalten. Dieser Abschnitt bietet eine objektive Interpretation solcher Standardparameter.

2.1 Lichttechnische und Farbkennwerte

Wichtige lichttechnische Parameter definieren die Lichtleistung und -qualität. Der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), gibt die gesamte wahrgenommene Lichtleistung an. Die Farbtemperatur, gemessen in Kelvin (K), beschreibt den Farbton von weißem Licht, von Warmweiß (2700K-3500K) bis Kaltweiß (5000K-6500K). Farbwertkoordinaten (z.B. CIE 1931 x, y) definieren präzise den Farbort in einem Standard-Farbraumdiagramm. Der Farbwiedergabeindex (CRI), eine Skala von 0 bis 100, misst die Fähigkeit der Lichtquelle, die Farben von Objekten im Vergleich zu einer natürlichen Lichtquelle getreu wiederzugeben. Ein höherer CRI (typischerweise Ra>80) ist für Anwendungen wünschenswert, die eine genaue Farbwahrnehmung erfordern.

2.2 Elektrische Parameter

Die elektrischen Eigenschaften sind entscheidend für den Schaltungsentwurf. Die Durchlassspannung (Vf) ist der Spannungsabfall über der LED bei Betrieb mit ihrem spezifizierten Strom. Sie variiert mit dem Halbleitermaterial (z.B. InGaN für blau/weiß, AlInGaP für rot/bernstein). Der typische Durchlassstrom (If) ist der empfohlene Betriebsstrom, um die spezifizierte Leistung und Lebensdauer zu erreichen. Die maximalen Grenzwerte für Sperrspannung (Vr), Durchlassstrom und Verlustleistung dürfen nicht überschritten werden, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Der dynamische Widerstand kann aus der I-V-Kennlinie abgeleitet werden und ist wichtig für den Treiberentwurf.

2.3 Thermische Eigenschaften

Die LED-Leistung und -Lebensdauer werden stark von der Temperatur beeinflusst. Die Sperrschichttemperatur (Tj) ist die Temperatur am Halbleiterchip selbst. Der thermische Widerstand (Rthj-a oder Rthj-c), gemessen in °C/W, quantifiziert die Schwierigkeit der Wärmeübertragung von der Sperrschicht zur Umgebungsluft oder zum Gehäuse. Ein niedrigerer thermischer Widerstand zeigt eine bessere Wärmeableitung an. Die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tjmax) ist die absolute Grenze; ein Betrieb unterhalb dieser Temperatur ist für die Zuverlässigkeit unerlässlich. Eine ordnungsgemäße Kühlung ist erforderlich, um Tj innerhalb sicherer Grenzen zu halten, insbesondere bei Hochleistungs-LEDs.

3. Erklärung des Binning-Systems

Herstellungsbedingte Schwankungen erfordern ein Binning-System, um Konsistenz zu gewährleisten. LEDs werden nach der Produktion anhand gemessener Schlüsselparameter in Bins sortiert.

3.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning

LEDs werden in enge Wellenlängenbereiche (z.B. +/- 2nm) oder Farbtemperatur-Bins (z.B. 3-Stufen-, 5-Stufen-MacAdam-Ellipsen) gruppiert, um Farbgleichmäßigkeit in einem Array oder einer Leuchte zu gewährleisten. Dies ist entscheidend für Anwendungen, bei denen Farbabgleich wichtig ist.

3.2 Lichtstrom-Binning

LEDs werden basierend auf ihrer gemessenen Lichtleistung bei einem Standardteststrom sortiert. Gängige Bins werden durch einen Mindestlichtstromwert definiert (z.B. Bin L: 100-110 lm, Bin M: 110-120 lm). Dies ermöglicht es Konstrukteuren, Bauteile auszuwählen, die spezifische Helligkeitsanforderungen erfüllen.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Die Sortierung nach Durchlassspannung (Vf) hilft beim Entwurf effizienter Treiberschaltungen, insbesondere beim Reihenschalten mehrerer LEDs. Das Abgleichen von Vf-Bins kann zu einer gleichmäßigeren Stromverteilung und einem vereinfachten Treiberentwurf führen.

4. Analyse der Leistungskennlinien

Grafische Daten bieten tiefere Einblicke in das Bauteilverhalten unter variierenden Bedingungen.

4.1 Strom-Spannungs-(I-V)-Kennlinie

Die I-V-Kennlinie zeigt die nichtlineare Beziehung zwischen Durchlassstrom und -spannung. Sie zeigt die Schwellspannung und den dynamischen Widerstand im Arbeitsbereich. Diese Kurve ist grundlegend für die Auswahl eines geeigneten strombegrenzenden Treibers.

4.2 Temperaturabhängigkeit

Graphen zeigen typischerweise, wie die Durchlassspannung abnimmt und der Lichtstrom sich verschlechtert, wenn die Sperrschichttemperatur steigt. Das Verständnis dieser Beziehung ist der Schlüssel zum thermischen Management und zur Vorhersage der Leistung in realen Betriebsumgebungen.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung (SPD)

Der SPD-Graph stellt die Strahlungsleistung über der Wellenlänge dar. Für weiße LEDs (oft blauer Chip + Leuchtstoff) zeigt er den blauen Peak vom Chip und die breitere gelbe Leuchtstoffemission. Die SPD bestimmt die Farbtemperatur und den CRI der LED.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

Physikalische Spezifikationen gewährleisten die korrekte Integration in das Endprodukt.

5.1 Maßzeichnung

Eine detaillierte Zeichnung liefert genaue Abmessungen einschließlich Länge, Breite, Höhe und kritischer Toleranzen. Sie spezifiziert die Lage des optischen Zentrums und mechanischer Bezugspunkte.

5.2 Pad-Layout und Lötpad-Design

Der empfohlene Footprint für das PCB-Layout wird bereitgestellt, einschließlich Pad-Größe, -Form und -Abstand. Dies ist entscheidend für zuverlässige Lötstellen und eine ordnungsgemäße thermische Verbindung zur Leiterplatte.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Klare Markierungen zeigen Anode und Kathode an. Gängige Indikatoren sind eine Kerbe, ein Punkt, eine abgeschrägte Ecke oder unterschiedliche Anschlusslängen. Die korrekte Polarität ist für den Betrieb zwingend erforderlich.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Sachgemäße Handhabung gewährleistet Zuverlässigkeit und verhindert Schäden während der Fertigung.

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Temperaturprofil wird bereitgestellt, einschließlich Vorwärm-, Halte-, Reflow-Spitzentemperatur (typischerweise kurzzeitig nicht über 260°C) und Abkühlraten. Die Einhaltung verhindert thermischen Schock und Lötstellendefekte.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen und Handhabung

Die Richtlinien behandeln den ESD-Schutz (Elektrostatische Entladung), da LEDs empfindlich gegenüber statischer Elektrizität sind. Empfehlungen für Lagerbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) und Haltbarkeit sind ebenfalls enthalten. Vermeiden Sie mechanische Belastung der Linse oder der Anschlüsse.

6.3 Lagerbedingungen

LEDs sollten in einer trockenen, dunklen Umgebung innerhalb spezifizierter Temperatur- und Feuchtigkeitsbereiche gelagert werden. Feuchtigkeitsempfindliche Bauteile müssen möglicherweise vor der Verwendung getrocknet werden, wenn die Verpackung geöffnet und zu lange der Umgebungsfeuchtigkeit ausgesetzt war.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Dieser Abschnitt erläutert, wie das Produkt geliefert wird und wie es spezifiziert wird.

7.1 Verpackungsspezifikationen

Beschreibt das Verpackungsformat, wie z.B. Band-und-Rolle-Abmessungen, Rollenmenge oder Tablettspezifikationen. Diese Informationen sind für automatisierte Bestückungsgeräte von entscheidender Bedeutung.

7.2 Kennzeichnungsinformationen

Erklärt die Markierungen auf dem Rollen- oder Kartonetikett, die typischerweise Artikelnummer, Menge, Losnummer, Datumscode und Bin-Codes für Schlüsselparameter enthalten.

7.3 Artikelnummernsystem

Entschlüsselt die Struktur der Artikelnummer und zeigt, wie verschiedene Codes innerhalb der Artikelnummer bestimmten Attributen wie Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin, Farbtemperatur und Verpackungstyp entsprechen.

8. Anwendungsempfehlungen

Anleitung zur effektiven Implementierung der Komponente.

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Schaltpläne für grundlegende Treiberschaltungen, wie die Verwendung eines Vorwiderstands mit einer Konstantspannungsquelle oder der Einsatz eines Konstantstrom-LED-Treiber-ICs. Die Bedeutung der Stromregelung gegenüber der Spannungsregelung wird hervorgehoben.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Punkte umfassen thermisches Management (Kupferfläche auf der Leiterplatte, Durchkontaktierungen, Kühlkörper), optisches Design (Linsenauswahl, Abstrahlwinkel) und elektrisches Design (Treiberauswahl, Dimmverfahren, Schutz vor Transienten und Verpolung).

9. Technischer Vergleich

Ein objektiver Vergleich hebt die Positionierung dieser Komponente hervor. Im Vergleich zu früheren Revisionen oder alternativen Technologien bietet diese Revision-2-Komponente möglicherweise Verbesserungen bei der Lichtausbeute (Lumen pro Watt), engere Farbkonstanz, verbesserte Zuverlässigkeit unter thermischer Belastung oder ein robusteres Gehäusedesign. Der 'Für immer'-Ablaufzeitraum deutet darauf hin, dass sie eine ausgereifte, stabile Produktspezifikation darstellt.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten auf häufige Fragen basierend auf technischen Parametern.

F: Was bedeutet 'Lebenszyklusphase: Revision 2'?

A: Es zeigt an, dass dies die zweite Hauptrevision der technischen Dokumentation des Produkts ist, die Aktualisierungen, Korrekturen oder Spezifikationsänderungen gegenüber der Erstveröffentlichung enthält.

F: Warum ist die 'Ablaufzeit' als 'Für immer' angegeben?

A: Dies bedeutet, dass diese Revision des Datenblatts kein geplantes Verfallsdatum hat und auf unbestimmte Zeit das gültige Referenzdokument sein soll, es sei denn, sie wird durch eine neue Revision ersetzt.

F: Wie soll ich das Veröffentlichungsdatum im Kontext der Produktauswahl interpretieren?

A: Das Veröffentlichungsdatum (05.12.2014) gibt an, wann diese Dokumentversion veröffentlicht wurde. Für den neuesten Produktstatus, die Verfügbarkeit oder mögliche neuere Revisionen wird empfohlen, die offiziellen Kanäle des Herstellers zu konsultieren.

11. Praktische Anwendungsfälle

Basierend auf typischen Spezifikationen für eine Komponente mit dieser Dokumentstruktur gehören zu den praktischen Anwendungen: Hintergrundbeleuchtung für LCD-Displays in Monitoren und Fernsehern, die gleichmäßige Helligkeit und Farbe erfordern. Architektonische Akzentbeleuchtung, bei der konsistente Farbtemperatur über mehrere Leuchten hinweg entscheidend ist. Automobil-Innenraumbeleuchtung (Innenraumleuchten, Armaturenbrettanzeigen), die Zuverlässigkeit über einen weiten Temperaturbereich erfordert. Statusanzeigen für Haushaltsgeräte, die von langer Lebensdauer und niedrigem Stromverbrauch profitieren.

12. Einführung in das Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiterdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, rekombinieren Elektronen aus dem n-Typ-Material mit Löchern aus dem p-Typ-Material im aktiven Bereich und setzen Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials bestimmt (z.B. Galliumnitrid für blau, Galliumarsenidphosphid für rot). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichten eines blauen LED-Chips mit einem gelben Leuchtstoff erzeugt; die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen.

13. Technologietrends

Die LED-Industrie entwickelt sich ständig weiter. Trends, die um den Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Dokuments (2014) und darüber hinaus beobachtbar sind, umfassen: Kontinuierliche Verbesserung der Lichtausbeute, was den Energieverbrauch bei gleicher Lichtleistung reduziert. Entwicklung von LEDs mit höherem Farbwiedergabeindex (CRI) für überlegene Lichtqualität. Miniaturisierung von Gehäusen bei gleichbleibender oder steigender Lichtleistung. Fortschritte bei Farbmischung und einstellbaren Weißlichtsystemen für dynamische Beleuchtung. Erhöhte Integration von Steuerelektronik und Sensoren in LED-Module. Der Wechsel zu standardisierten Kommunikationsprotokollen wie DALI und Zhaga für vernetzte Beleuchtungssysteme. Der Fortschritt von Dokumentenrevision 1 zu Revision 2 selbst ist ein Mikrokosmos dieses iterativen Verbesserungsprozesses.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.