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LED-Komponenten-Datenblatt - Revision 3 - Lebenszyklusinformationen - Technisches Dokument

Technisches Datenblatt mit detaillierten Informationen zur Lebenszyklusphase, Revisionshistorie und Freigabe einer LED-Komponente. Enthält Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Komponenten-Datenblatt - Revision 3 - Lebenszyklusinformationen - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses technische Datenblatt bietet umfassende Informationen für eine spezifische LED-Komponente (Licht emittierende Diode). Das Dokument liegt aktuell in der dritten Revision vor, was auf eine ausgereifte und stabile Produktspezifikation hindeutet. Die Lebenszyklusphase ist als "Revision" gekennzeichnet, und das Veröffentlichungsdatum dieser spezifischen Version ist der 27. November 2014. Die Gültigkeitsdauer ist als "Unbegrenzt" markiert, was bedeutet, dass dieses Dokument der gültige Referenzstandard für die Produktspezifikationen bleibt, sofern es nicht durch eine neue Revision ersetzt wird. Der Kernvorteil dieser Komponente liegt in ihren klar definierten und finalisierten technischen Parametern, die Entwicklungsingenieuren Zuverlässigkeit und Konsistenz bieten. Der Zielmarkt umfasst Anwendungen in der Allgemeinbeleuchtung, bei Hintergrundbeleuchtungen, in der Automobilbeleuchtung und in der Unterhaltungselektronik, wo eine stabile Leistung entscheidend ist.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Während der bereitgestellte Auszug sich auf Dokumenten-Metadaten konzentriert, würde ein vollständiges Datenblatt für eine LED-Komponente detaillierte technische Parameter enthalten. Diese sind für ein korrektes Schaltungsdesign und Wärmemanagement unerlässlich.

2.1 Lichttechnische und Farbkennwerte

Die lichttechnischen Kennwerte definieren die Lichtausbeute. Zu den Schlüsselparametern gehört der Lichtstrom (gemessen in Lumen, lm), der die gesamte wahrgenommene Lichtleistung angibt. Die Lichtstärke (gemessen in Candela, cd) beschreibt die Lichtausbeute in eine bestimmte Richtung. Die dominante Wellenlänge oder korrelierte Farbtemperatur (CCT, gemessen in Kelvin, K) spezifiziert die Farbe des emittierten Lichts, von Warmweiß (z.B. 2700K) bis Kaltweiß (z.B. 6500K). Der Farbwiedergabeindex (CRI, Ra) ist ein Maß dafür, wie genau die Lichtquelle die Farben von Objekten im Vergleich zu einer natürlichen Lichtquelle wiedergibt. Höhere Werte (nahe 100) sind für farbkritische Anwendungen besser.

2.2 Elektrische Parameter

Elektrische Parameter sind entscheidend für den sicheren und effizienten Betrieb der LED. Die Durchlassspannung (Vf) ist der Spannungsabfall über der LED bei ihrem spezifizierten Betriebsstrom. Sie liegt typischerweise zwischen 2,8V und 3,6V für Standard-Weißlicht-LEDs. Der Durchlassstrom (If) ist der empfohlene Betriebsstrom, oft 20mA, 60mA, 150mA oder höher, abhängig von der Leistungsklasse. Die Sperrspannung (Vr) ist die maximale Spannung, die die LED in Sperrrichtung ohne Schaden aushalten kann, üblicherweise etwa 5V. Das Überschreiten der maximalen Grenzwerte für Strom oder Spannung kann zu dauerhafter Degradation oder Ausfall führen.

2.3 Thermische Eigenschaften

Die LED-Leistung und Lebensdauer hängen stark von der Temperatur ab. Die Sperrschichttemperatur (Tj) ist die Temperatur am Halbleiterchip selbst. Der thermische Widerstand (Rth j-a, gemessen in °C/W) gibt an, wie effektiv Wärme vom Chip an die Umgebung abgeführt wird. Ein niedrigerer thermischer Widerstand ist besser, da er bedeutet, dass der Chip bei einer gegebenen Verlustleistung kühler bleibt. Die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tj max) darf nicht überschritten werden, um langfristige Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Eine ordnungsgemäße Wärmeableitung ist unerlässlich, um Tj innerhalb sicherer Grenzen zu halten.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Aufgrund von Fertigungstoleranzen werden LEDs basierend auf Schlüsselparametern in Bins sortiert, um die Konsistenz innerhalb einer Produktionscharge sicherzustellen.

3.1 Wellenlängen- / Farbtemperatur-Binning

LEDs werden gemäß ihrer dominanten Wellenlänge (für farbige LEDs) oder korrelierten Farbtemperatur (für weiße LEDs) gebinnt. Dies stellt sicher, dass alle LEDs in einer Baugruppe ein nahezu identisches Farbbild aufweisen und sichtbare Farbverschiebungen oder ungleichmäßige Beleuchtung verhindert werden. Die Bins werden typischerweise durch einen kleinen Bereich im CIE-Farbdiagramm definiert.

3.2 Lichtstrom-Binning

Auch die Lichtstromausbeute wird gebinnt. Dies ermöglicht es Konstrukteuren, LEDs auszuwählen, die eine spezifische Mindesthelligkeitsanforderung erfüllen, oder LEDs mit ähnlicher Ausbeute für eine gleichmäßige Ausleuchtung zu gruppieren. Lichtstrom-Bins werden üblicherweise als prozentualer Bereich definiert (z.B. 100-110 % des Nennlichtstroms).

3.3 Durchlassspannungs-Binning

Die Durchlassspannung wird gebinnt, um das Treiberdesign zu vereinfachen und die Effizienz in Serien-/Parallelschaltungen zu verbessern. Das Gruppieren von LEDs mit ähnlichen Vf-Werten hilft, eine gleichmäßige Stromverteilung sicherzustellen, insbesondere wenn mehrere LEDs parallel geschaltet sind.

4. Analyse der Kennlinien

Grafische Daten bieten einen tieferen Einblick in das Verhalten der LED unter verschiedenen Betriebsbedingungen.

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)

Die I-V-Kennlinie zeigt die Beziehung zwischen dem Durchlassstrom und der Durchlassspannung. Sie ist nichtlinear und weist eine Schwellenspannung auf, unterhalb derer nur sehr wenig Strom fließt. Oberhalb dieser Schwelle steigt der Strom bei einer kleinen Spannungserhöhung rapide an. Diese Eigenschaft erfordert für einen stabilen Betrieb die Verwendung von Konstantstrom-Treibern anstelle von Konstantspannungsquellen.

4.2 Temperaturabhängigkeit

Mehrere Schlüsselparameter ändern sich mit der Temperatur. Typischerweise nimmt die Durchlassspannung (Vf) mit steigender Sperrschichttemperatur ab. Umgekehrt nimmt die Lichtstromausbeute im Allgemeinen mit steigender Temperatur ab. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist entscheidend für die Entwicklung von Systemen, die über ihren gesamten Betriebstemperaturbereich eine konsistente Leistung aufrechterhalten.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung (SPD)

Das SPD-Diagramm stellt die relative Intensität des emittierten Lichts bei jeder Wellenlänge dar. Für weiße LEDs zeigt dies typischerweise einen blauen Peak vom LED-Chip und einen breiteren gelben/roten Peak von der Phosphorbeschichtung. Die Form der SPD bestimmt direkt die CCT und den CRI der LED.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

Das physikalische Gehäuse schützt den Halbleiterchip und bietet elektrische Anschlüsse sowie Wärmeleitpfade.

5.1 Maßzeichnung

Eine detaillierte Zeichnung liefert alle kritischen Abmessungen des LED-Gehäuses, einschließlich Länge, Breite, Höhe und eventueller Linsenkontur. Für jede Abmessung werden Toleranzen angegeben. Diese Informationen sind für das Leiterplattenlayout (PCB) und die mechanische Integration in das Endprodukt unerlässlich.

5.2 Pad-Layout und Lötpad-Design

Das empfohlene PCB-Land Pattern (Geometrie und Größe der Lötpads) wird bereitgestellt, um eine zuverlässige Lötstellenbildung während des Reflow-Lötens zu gewährleisten. Dies umfasst die Pad-Abmessungen, den Abstand zwischen den Pads und eventuelle Wärmeentlastungsmuster für Pads, die mit großen Kupferflächen zur Wärmeableitung verbunden sind.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Klare Markierungen zeigen den Anoden- (+) und Kathoden- (-) Anschluss an. Dies geschieht oft über eine Kerbe, einen Punkt, eine abgeschrägte Ecke oder unterschiedliche Anschlussbeinlängen. Die korrekte Polarität ist zwingend erforderlich, damit die LED funktioniert.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Eine ordnungsgemäße Handhabung und Montage ist entscheidend, um Schäden an der LED zu vermeiden.

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Reflow-Löttemperaturprofil wird bereitgestellt. Dieses Diagramm zeigt Temperatur über Zeit und spezifiziert Schlüsselzonen: Vorwärmen, Halten, Reflow (mit Spitzentemperatur) und Abkühlung. Die maximal zulässige Bauteiltemperatur und die Verweildauer bei Spitzentemperatur sind kritische Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen, um Schäden am Kunststoffgehäuse oder den internen Bonddrähten zu vermeiden.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen und Handhabung

LEDs sind empfindlich gegenüber elektrostatischer Entladung (ESD). Die Handhabung sollte an ESD-geschützten Arbeitsplätzen mit geerdeten Handgelenkbändern erfolgen. Vermeiden Sie mechanische Belastung der Linse. Berühren Sie die Linse nicht mit bloßen Fingern, da Verunreinigungen die Lichtausbeute beeinträchtigen und mit der Zeit zu Verfärbungen führen können.

6.3 Lagerbedingungen

LEDs sollten in einer kühlen, trockenen Umgebung innerhalb spezifizierter Temperatur- und Feuchtigkeitsbereiche gelagert werden. Sie werden typischerweise in feuchtigkeitsempfindlichen Beuteln mit einer Feuchtigkeitsindikatorkarte geliefert. Wenn der Beutel geöffnet wurde oder der Feuchtigkeitsgehalt einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, müssen die Bauteile möglicherweise vor dem Reflow-Löten getrocknet (gebacken) werden, um "Popcorning" (Gehäuserisse durch schnelle Dampfausdehnung beim Löten) zu verhindern.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Dieser Abschnitt beschreibt detailliert, wie das Produkt geliefert wird und wie es bei der Bestellung zu spezifizieren ist.

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die LEDs werden auf Tape and Reel für die automatisierte Montage geliefert. Die Spezifikationen umfassen Reeldurchmesser, Tapebreite, Taschenabstand und die Anzahl der Bauteile pro Rolle.

7.2 Etiketteninformationen

Das Reel-Etikett enthält wichtige Informationen wie Artikelnummer, Menge, Los-/Chargennummer, Datumscode und Bin-Codes für Lichtstrom und Farbe.

7.3 Artikelnummernsystem

Die Artikelnummer ist ein Code, der die Schlüsselattribute der LED zusammenfasst, wie Gehäusegröße, Farbe, Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin und manchmal den Abstrahlwinkel. Das Verständnis dieser Nomenklatur ist für eine korrekte Beschaffung unerlässlich.

8. Anwendungsempfehlungen

Anleitung zur optimalen Nutzung der LED in realen Designs.

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Oft werden Schaltpläne für grundlegende Konstantstrom-Treiberschaltungen bereitgestellt. Diese können einfache, widerstandsbasierte Treiber für niederstromstarke LEDs oder komplexere Schaltungen mit speziellen LED-Treiber-ICs für höhere Leistung oder mehrere LEDs umfassen.

8.2 Designüberlegungen

Wichtige Designpunkte sind das Wärmemanagement (Berechnung der erforderlichen Kühlkörperleistung), das optische Design (Linsenauswahl für das gewünschte Abstrahlverhalten) und das elektrische Design (Sicherstellung, dass der Treiber über den erwarteten Eingangsspannungsbereich und die Umgebungstemperatur einen stabilen Strom liefern kann). Entlastungskennlinien, die den maximal zulässigen Durchlassstrom in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur zeigen, sind für ein zuverlässiges Design entscheidend.

9. Technischer Vergleich

Während dieses Datenblatt ein einzelnes Produkt beschreibt, vergleichen Konstrukteure es oft mit Alternativen. Mögliche Vergleichspunkte könnten eine höhere Lichtausbeute (Lumen pro Watt), eine bessere Farbwiedergabe (höherer CRI), ein breiterer Betriebstemperaturbereich oder eine kompaktere Gehäusegröße im Vergleich zu Vorgängergenerationen oder Wettbewerbsprodukten sein. Der Status "Revision 3" impliziert schrittweise Verbesserungen gegenüber früheren Versionen, wahrscheinlich in Bereichen wie Effizienz, Zuverlässigkeit oder Farbkonstanz.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Häufige Fragen basierend auf technischen Parametern sind: "Welchen Treiberstrom soll ich verwenden?" (Antwort: Der spezifizierte typische Durchlassstrom, If). "Warum ist meine LED dunkler als erwartet?" (Mögliche Antworten: Sperrschichttemperatur zu hoch, Treiberstrom unterhalb der Spezifikation oder falsches Lichtstrom-Bin gewählt). "Kann ich mehrere LEDs parallel schalten?" (Antwort: Ohne individuelle Stromausgleichsmaßnahmen aufgrund der Vf-Variation nicht empfohlen; Reihenschaltung mit einem Konstantstrom-Treiber wird bevorzugt). "Was ist die erwartete Lebensdauer?" (Antwort: Typischerweise definiert als die Zeit, bis der Lichtstrom unter spezifizierten Bedingungen auf 70 % oder 50 % seines Anfangswerts abfällt, oft 50.000 Stunden).

11. Praktische Anwendungsbeispiele

Basierend auf gängigen Spezifikationen für eine Komponente mit einem finalisierten Datenblatt gehören zu den praktischen Anwendungen:Architekturbeleuchtung:Verwendung in Linearmodulen oder Einbauleuchten, bei denen konstante Farbe und lange Lebensdauer entscheidend sind.Unterhaltungselektronik:Dienen als Statusanzeigen oder Tastatur-Hintergrundbeleuchtung in Geräten, die zuverlässige, energieeffiziente Beleuchtung erfordern.Automobil-Innenraumbeleuchtung:Bereitstellung von Leselampen, Innenraumleuchten oder Akzentbeleuchtung, die von stabiler Leistung über einen weiten Temperaturbereich profitiert.

12. Einführung in das Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiterdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, werden Elektronen aus dem n-Halbleiter und Löcher aus dem p-Halbleiter in das aktive Gebiet injiziert. Wenn sich Elektronen und Löcher rekombinieren, wird Energie in Form von Photonen (Licht) freigesetzt. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke der im aktiven Gebiet verwendeten Halbleitermaterialien bestimmt. Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Leuchtstoff erzeugt; ein Teil des blauen Lichts wird in gelbes Licht umgewandelt, und die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen.

13. Technologietrends

Die LED-Industrie entwickelt sich kontinuierlich weiter. Allgemeine Trends sind eine steigende Lichtausbeute, die mehr Lichtleistung bei weniger elektrischer Leistung und Wärme ermöglicht. Es gibt Bestrebungen zu höheren Farbwiedergabeindizes (CRI >90, sogar >95) für Anwendungen wie Ladenbeleuchtung und Museen. Die Miniaturisierung schreitet voran und ermöglicht neue Anwendungen in ultradünnen Displays. Darüber hinaus zielen die Entwicklung von LEDs auf nicht-traditionellen Substraten und neuen Leuchtstoffsystemen darauf ab, die Leistung zu verbessern und die Kosten zu senken. Die Existenz eines "Revision 3"-Datenblatts spiegelt diesen iterativen Prozess der Produktverbesserung und -verfeinerung wider.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.