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LED-Komponenten-Lebenszyklusdokument - Revision 3 - Veröffentlichungsdatum 11.12.2014 - Technische Spezifikation

Technische Dokumentation zu Lebenszyklusphase, Revisionsstatus und Veröffentlichungsinformationen einer LED-Komponente. Enthält Spezifikationen, Anwendungsrichtlinien und Leistungsanalysen.
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PDF-Dokumentendeckel - LED-Komponenten-Lebenszyklusdokument - Revision 3 - Veröffentlichungsdatum 11.12.2014 - Technische Spezifikation

1. Produktübersicht

Dieses Dokument bezieht sich auf eine spezifische Revision einer LED-Komponente, gekennzeichnet als Revision 3. Die Lebenszyklusphase ist als "Revision" ausgewiesen, was eine aktualisierte Version des Produkts anzeigt. Das Veröffentlichungsdatum für diese Revision ist der 11. Dezember 2014, 19:03:32. Die Gültigkeitsdauer ist mit "Dauerhaft" angegeben, was darauf hindeutet, dass dieses Dokument und die zugehörigen Produktdaten auf unbestimmte Zeit gültig bleiben, sofern sie nicht durch eine neuere Revision ersetzt werden. Diese Komponente ist für die Integration in verschiedene elektronische Baugruppen konzipiert, die eine zuverlässige Lichtemission erfordern.

Der Kernvorteil dieser Komponente liegt in ihrer dokumentierten und stabilen Revisionshistorie, die Rückverfolgbarkeit und Konsistenz für Design- und Fertigungsprozesse bietet. Sie zielt auf Märkte und Anwendungen ab, bei denen langfristige Bauteilverfügbarkeit und Spezifikationsstabilität entscheidend sind, wie z.B. Industriebeleuchtung, Kfz-Innenraumbeleuchtung, Beschilderung und Unterhaltungselektronik.

2. Tiefgehende objektive Interpretation technischer Parameter

Während der bereitgestellte Auszug sich auf administrative Daten konzentriert, würde ein umfassendes technisches Dokument für eine LED typischerweise die folgenden Parameterkategorien enthalten, die für Entwicklungsingenieure wesentlich sind.

2.1 Lichttechnische und Farbkennwerte

Wichtige lichttechnische Parameter definieren die Lichtausbeute und -qualität. Der Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm), gibt die gesamte wahrgenommene Lichtleistung an. Die korrelierte Farbtemperatur (CCT), gemessen in Kelvin (K), beschreibt den Farbeindruck von weißem Licht, von Warmweiß (2700K-3000K) bis Kaltweiß (5000K-6500K). Die Farbortkoordinaten (x, y im CIE-1931-Diagramm) definieren den Farbpunkt präzise. Der Farbwiedergabeindex (CRI) misst die Fähigkeit der Lichtquelle, die Farben von Objekten im Vergleich zu einer natürlichen Lichtquelle getreu wiederzugeben, wobei höhere Werte (nahe 100) besser sind. Die dominante Wellenlänge oder Spitzenwellenlänge definiert die Farbe monochromatischer LEDs.

2.2 Elektrische Parameter

Elektrische Spezifikationen sind für den Schaltungsentwurf entscheidend. Die Durchlassspannung (Vf) ist der Spannungsabfall über der LED beim Betrieb mit einem spezifizierten Durchlassstrom (If). Sie liegt typischerweise zwischen 2,8V und 3,6V für gängige weiße und blaue LEDs. Der Durchlassstrom (If) ist der empfohlene Betriebsstrom, oft 20mA, 60mA, 150mA oder höher für Power-LEDs. Die maximalen Grenzwerte für Sperrspannung (Vr), Durchlassstrom und Verlustleistung dürfen nicht überschritten werden, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Die ESD-Empfindlichkeitsklasse (z.B. Klasse 1C, 2kV HBM) gibt die Robustheit der Komponente gegen statische Elektrizität an.

2.3 Thermische Eigenschaften

Die LED-Leistung und Lebensdauer werden stark von der Temperatur beeinflusst. Die Sperrschichttemperatur (Tj) ist die Temperatur am Halbleiterchip selbst. Der Wärmewiderstand von der Sperrschicht zum Lötpunkt (Rthj-sp) oder von der Sperrschicht zur Umgebung (Rthj-a) quantifiziert, wie effektiv Wärme vom Chip abgeführt wird. Niedrigere Wärmewiderstandswerte sind wünschenswert. Die maximal zulässige Sperrschichttemperatur (Tjmax) ist eine kritische Grenze; ein Betrieb oberhalb dieser Temperatur reduziert die Lichtausbeute und die Betriebslebensdauer drastisch.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Die LED-Fertigung führt zu Streuungen. Beim Binning werden LEDs mit ähnlichen Eigenschaften gruppiert, um Konsistenz in Endprodukten zu gewährleisten.

3.1 Wellenlängen-/Farbtemperatur-Binning

LEDs werden basierend auf ihren Farbortkoordinaten oder CCT in Bins sortiert. Eine typische Bin-Struktur im CIE-Diagramm könnte durch ein kleines Viereck oder eine Ellipse definiert sein. Engere Bins (kleinere Flächen) bieten eine bessere Farbgleichmäßigkeit, können jedoch einen geringeren Ausbeutegrad und höhere Kosten haben.

3.2 Lichtstrom-Binning

LEDs werden nach ihrer Lichtausbeute bei einem Standardteststrom (z.B. If=20mA, Tsp=25°C) kategorisiert. Bins werden durch Mindest- und/oder Höchstwerte des Lichtstroms definiert (z.B. 7-8 lm, 8-9 lm). Dies ermöglicht es Designern, Bauteile auszuwählen, die spezifische Helligkeitsanforderungen erfüllen.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

LEDs werden nach ihrem Durchlassspannungsabfall bei einem spezifizierten Teststrom sortiert. Gängige Bins könnten sein: Vf @ 20mA: 3,0-3,2V, 3,2-3,4V. Konsistente Vf-Bins helfen beim Entwurf stabiler Treiberschaltungen und beim Management der Stromverteilung in Arrays.

4. Analyse der Kennlinien

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V-Kennlinie)

Die I-V-Kennlinie ist nichtlinear. Unterhalb der Schwellenspannung fließt sehr wenig Strom. Sobald Vf erreicht ist, steigt der Strom bei einer kleinen Spannungserhöhung rapide an. Deshalb werden LEDs typischerweise von einer Konstantstromquelle und nicht von einer Konstantspannungsquelle angesteuert, um thermisches Durchgehen zu verhindern. Die Kurve verschiebt sich mit der Temperatur; Vf nimmt ab, wenn die Sperrschichttemperatur steigt.

4.2 Temperatureigenschaften

Der Lichtstrom nimmt mit steigender Sperrschichttemperatur ab. Dieser Zusammenhang wird oft in einem Diagramm des relativen Lichtstroms gegenüber der Sperrschichttemperatur dargestellt. Die Durchlassspannung (Vf) hat ebenfalls einen negativen Temperaturkoeffizienten. Das Verständnis dieser Kurven ist für das Wärmemanagement-Design entscheidend, um Helligkeit und Farbstabilität aufrechtzuerhalten.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung

Dieses Diagramm zeigt die relative Intensität des emittierten Lichts bei jeder Wellenlänge. Für weiße LEDs (typischerweise blauer Chip + Leuchtstoff) zeigt es einen blauen Peak vom Chip und eine breitere gelbe/rote Emission vom Leuchtstoff. Die SPD bestimmt die CCT und den CRI. Sie kann sich leicht mit Treiberstrom und Temperatur verschieben.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

5.1 Maßzeichnung

Eine detaillierte mechanische Zeichnung liefert alle kritischen Abmessungen: Länge, Breite, Höhe, Linsenform und -größe sowie Anschluss-/Lötflächenabstand. Toleranzen sind spezifiziert. Gängige SMD-Gehäuse (Surface-Mount Device) umfassen 2835, 3528, 5050 usw., wobei die Zahlen oft Länge und Breite in Zehntelmillimetern darstellen (z.B. 2835 ist 2,8mm x 3,5mm).

5.2 Lötflächen-Layout-Design

Der empfohlene Footprint (Land Pattern) für das Leiterplattendesign wird bereitgestellt, einschließlich Lötflächengröße, -form und -abstand. Dies gewährleistet eine korrekte Lötstellenbildung während des Reflow-Prozesses. Wärmesenken-Designs, falls vorhanden, werden detailliert beschrieben, um die Wärmeableitung zu erleichtern.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Klare Markierungen zeigen die Anode (+) und Kathode (-) an. Dies kann eine Kerbe, ein Punkt, eine grüne Markierung oder eine unterschiedliche Anschlusslänge/-form sein. Die korrekte Polarität ist für den Schaltungsbetrieb unerlässlich.

6. Löt- und Montagerichtlinien

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Reflow-Temperaturprofil wird bereitgestellt, einschließlich Aufheiz-, Halte-, Reflow- und Abkühlzone. Wichtige Parameter sind Spitzentemperatur (typischerweise maximal 245-260°C), Zeit oberhalb der Liquidustemperatur (TAL) und Anstiegsraten. Das Überschreiten dieser Grenzwerte kann das Kunststoffgehäuse der LED, interne Bonddrähte oder den Leuchtstoff beschädigen.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen

ESD-Vorsichtsmaßnahmen sollten während der Handhabung beachtet werden. Vermeiden Sie mechanische Belastung der Linse. Reinigen Sie nicht mit Lösungsmitteln, die die Silikonlinse oder den Kunststoffkörper angreifen könnten. Stellen Sie sicher, dass die Leiterplatte sauber ist und Flussmittelrückstände kompatibel sind.

6.3 Lagerbedingungen

LEDs sollten in einer trockenen, dunklen Umgebung bei den empfohlenen Temperatur- und Feuchtigkeitswerten gelagert werden (oft<30°C/85% r.F.). Sie werden typischerweise in feuchtigkeitsempfindlichen Gerätebeuteln (MSD-Beutel) mit Trockenmittel und Feuchtigkeitsindikatorkarten versandt. Bei Exposition gegenüber hoher Luftfeuchtigkeit kann vor dem Reflow-Löten ein Trocknungsprozess (Baking) erforderlich sein, um "Popcorning" zu verhindern.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die Bauteile werden auf Gurt und Rolle für die automatisierte Montage geliefert. Die Rollenabmessungen, Gurtbreite, Taschengröße und Bauteilausrichtung sind standardisiert (z.B. EIA-481). Die Stückzahl pro Rolle ist spezifiziert (z.B. 2000 Stk./Rolle, 4000 Stk./Rolle).

7.2 Etikettenbeschreibung

Das Rollenetikett enthält Informationen wie Artikelnummer, Menge, Losnummer, Datumscode und Bin-Codes für Lichtstrom, Farbe und Vf.

7.3 Modellnummerierungsregeln

Die Artikelnummer kodiert Schlüsselattribute. Eine typische Struktur könnte sein: Seriencode - Gehäusegröße - Farb-/Lichtstrom-Bin - Spannungs-Bin - Farbtemperatur - Sonderoption. Dies ermöglicht eine präzise Identifikation der Komponenteneigenschaften.

8. Anwendungsempfehlungen

8.1 Typische Anwendungsszenarien

Basierend auf den implizierten Spezifikationen (gängige SMD-LED) ist diese Komponente geeignet für Hintergrundbeleuchtungseinheiten (BLU) in Displays, allgemeine Anzeigeleuchten, dekorative Beleuchtung, Kfz-Innenraumbeleuchtung (Armaturenbretter, Schalter) und Beschilderung.

8.2 Designüberlegungen

Verwenden Sie stets einen strombegrenzenden Widerstand oder einen Konstantstromtreiber. Berücksichtigen Sie das Wärmemanagement frühzeitig im Leiterplattenlayout; verwenden Sie Wärmeleitungen und ausreichende Kupferflächen zur Wärmeableitung, insbesondere für leistungsstärkere LEDs. Für farbkritische Anwendungen geben Sie enge Farb-Bins an und ziehen Sie eine Rückmeldung von Farbsensoren in Betracht. Berücksichtigen Sie die Durchlassspannungsstreuung und die thermische Degradation der Lichtausbeute bei System-Helligkeitsberechnungen.

9. Technischer Vergleich

Im Vergleich zu früheren Revisionen (z.B. Revision 2) kann Revision 3 Verbesserungen bieten, wie z.B. höhere Lichtausbeute (mehr Lumen pro Watt), bessere Farbkonstanz (engeres Binning), erweiterte Zuverlässigkeitsdaten oder aktualisierte Verpackung. Die "Dauerhaft"-Gültigkeitsdauer dieses Dokuments deutet darauf hin, dass es eine ausgereifte, stabile Produktversion mit langfristiger Unterstützung darstellt, im Gegensatz zu einigen sich schnell entwickelnden Komponenten, bei denen Datenblätter häufig aktualisiert oder eingestellt werden.

10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

10.1 Was bedeutet "Lebenszyklusphase: Revision"?

Es zeigt an, dass es sich nicht um eine Erstveröffentlichung oder ein veraltetes Produkt handelt, sondern um eine aktiv gepflegte und aktualisierte Version der Komponentendokumentation und -spezifikationen.

10.2 Wie ist "Ablaufdatum: Dauerhaft" zu interpretieren?

Dieses Dokument hat kein geplantes Ablaufdatum. Die Spezifikationen gelten als dauerhaft gültig. Überprüfen Sie jedoch stets, ob eine neuere Revision existiert, die es möglicherweise ersetzt.

10.3 Kann ich LEDs aus verschiedenen Bins in meinem Produkt mischen?

Das Mischen von Bins kann zu sichtbaren Unterschieden in Helligkeit oder Farbe innerhalb eines einzelnen Produkts führen, was oft unerwünscht ist. Für ein einheitliches Erscheinungsbild verwenden Sie LEDs aus demselben Lichtstrom- und Farb-Bin. Für nicht-kritische Anzeigen kann das Mischen akzeptabel sein.

10.4 Warum ist meine LED dunkler als erwartet?

Häufige Ursachen sind Betrieb mit einem niedrigeren Strom als spezifiziert, hohe Sperrschichttemperatur aufgrund unzureichender Wärmeableitung, Durchlassspannungsstreuung, die den Strom in einer einfachen Widerstandstreiberschaltung beeinflusst, oder natürlicher Lichtstromrückgang über die Zeit.

11. Praktischer Anwendungsfall

Designfall: Bedienfeld-Anzeige-Array

Ein Bedienfeld benötigt 20 weiße Anzeige-LEDs, die in einem Raster angeordnet sind. Unter Verwendung der Binning-Informationen wählt der Designer alle LEDs aus demselben Lichtstrom-Bin (z.B. 8-9 lm) und demselben 3-Stufen-MacAdam-Ellipsen-Farb-Bin, um gleichmäßige Helligkeit und Farbe zu gewährleisten. Ein Konstantstromtreiber-IC wird ausgewählt, um jeder LED 20mA zu liefern, angeordnet in einer Reihen-Parallel-Konfiguration, die das Durchlassspannungs-Bin (3,2-3,4V) berücksichtigt. Das Leiterplattenlayout enthält eine Wärmeableitfläche unter jeder LED, die über Wärmeleitungen mit einer Massefläche verbunden ist, um die Wärme abzuführen. Das Reflow-Profil aus Abschnitt 6.1 wird in die Bestückungsmaschine programmiert.

12. Funktionsprinzip

Eine LED ist eine Halbleiterdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, rekombinieren Elektronen aus dem n-Halbleiter mit Löchern aus dem p-Halbleiter im aktiven Bereich und setzen Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die Wellenlänge (Farbe) des Lichts wird durch die Bandlücke des Halbleitermaterials bestimmt (z.B. InGaN für blau/grün, AlInGaP für rot/bernstein). Weiße LEDs werden typischerweise durch Beschichtung eines blauen LED-Chips mit einem gelben Leuchtstoff erzeugt; ein Teil des blauen Lichts wird in gelbes Licht umgewandelt, und die Mischung aus blauem und gelbem Licht wird als weiß wahrgenommen. Unterschiedliche Leuchtstoffmischungen erzeugen verschiedene Weißtöne (CCT).

13. Entwicklungstrends

Die LED-Industrie entwickelt sich weiterhin in Richtung höherer Effizienz (mehr Lumen pro Watt) und erreicht in Laboren Werte von über 200 lm/W. Ein starker Fokus liegt auf der Verbesserung der Farbqualität, wobei High-CRI-LEDs (CRI>90, R9>50) für Premium-Beleuchtung immer häufiger werden. Die Miniaturisierung schreitet mit immer kleineren Gehäusegrößen für hochdichte Anwendungen voran. Intelligente und vernetzte LEDs mit integrierten Treibern und Steuerschaltungen sind ein wachsender Marktsegment. Darüber hinaus stellen die Forschung an neuartigen Materialien wie Perowskiten für LEDs und Fortschritte in der Mikro-LED-Technologie für Displays der nächsten Generation bedeutende Zukunftsrichtungen dar. Zuverlässigkeit und Lebensdauer unter verschiedenen Betriebsbedingungen bleiben Bereiche kontinuierlicher Forschung und Verbesserung.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.