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T20 Serie Monochromatische LED Spezifikation - 2016 Gehäuse - 2.0x1.6x0.75mm - 40mA - Technisches Dokument

Detaillierte technische Spezifikationen für die monochromatische T20-Serie im 2016-Gehäuse: elektrische, optische, thermische Eigenschaften, Binning, Abmessungen und Reflow-Lötrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - T20 Serie Monochromatische LED Spezifikation - 2016 Gehäuse - 2.0x1.6x0.75mm - 40mA - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Die T20-Serie stellt eine Familie von leistungsstarken, monochromatischen Top-View-Leuchtdioden (LEDs) für allgemeine Beleuchtungsanwendungen dar. Das in diesem Dokument detaillierte Modell nutzt das kompakte 2016-Oberflächenmontagegehäuse (SMD). Diese Serie ist darauf ausgelegt, eine zuverlässige und effiziente Lichtausbeute in einem thermisch optimierten Gehäuse zu liefern, das für automatisierte Bestückungsprozesse geeignet ist.

Das zentrale Designkonzept konzentriert sich auf die Balance zwischen hohem Lichtstrom und robustem Thermomanagement, um auch unter anspruchsvollen Bedingungen einen stabilen Betrieb zu ermöglichen. Das Gehäuse ist für bleifreies Reflow-Löten optimiert, entspricht modernen Umwelt- und Fertigungsstandards und ist für die Einhaltung der RoHS-Richtlinien ausgelegt.

2. Hauptmerkmale und Anwendungen

2.1 Produktmerkmale

2.2 Zielanwendungen

Diese LED-Serie ist vielseitig und findet in verschiedenen Beleuchtungsszenarien Anwendung, darunter:

3. Detaillierte technische Spezifikationen

3.1 Elektrooptische und elektrische Eigenschaften

Alle Messungen sind bei einer Sperrschichttemperatur (Tj) von 25°C und einem Durchlassstrom (IF) von 40mA spezifiziert, sofern nicht anders angegeben. Toleranzen müssen für Designmargen berücksichtigt werden.

3.1.1 Elektrooptische Eigenschaften

Die Lichtstromausbeute ist farbabhängig. Typische und Mindestwerte werden angegeben:

Toleranz der Lichtstrommessungen beträgt ±7%.

3.1.2 Elektrische Eigenschaften

3.2 Absolute Maximalwerte

Belastungen über diese Grenzen hinaus können dauerhafte Schäden verursachen. Betriebsbedingungen sollten für Zuverlässigkeit deutlich innerhalb dieser Grenzen ausgelegt sein.

Hinweis: Das Überschreiten dieser Parameter kann die LED-Eigenschaften von den spezifizierten Werten abweichen lassen.

4. Erklärung des Binning-Systems

Um Farb- und Helligkeitskonsistenz in der Produktion sicherzustellen, werden LEDs basierend auf Schlüsselparametern in Bins sortiert.

4.1 Lichtstrom-Binning

Bei IF=40mA, Tj=25°C wird der Lichtstrom in Codes von AA bis AG kategorisiert, mit definierten Mindest- und Maximal-Lumenbereichen. Beispielsweise deckt Code AF 10 bis 14 lm ab. Dies ermöglicht es Designern, LEDs entsprechend ihren Helligkeitsanforderungen auszuwählen.

4.2 Wellenlängen-Binning

Die dominante Wellenlänge wird gebinnt, um die Farbreinheit zu kontrollieren. Bereiche sind für jede Farbe spezifiziert:

Toleranz der Wellenlängenmessung beträgt ±1nm.

4.3 Durchlassspannungs-Binning

Die Durchlassspannung wird ebenfalls gebinnt, um die Schaltungsauslegung für die Stromregelung zu unterstützen. Unterschiedliche Codebereiche werden für niedrigere Spannungsfarben (Rot/Gelb: 1,8-2,6V in Schritten) und höhere Spannungsfarben (Blau/Grün: 2,6-3,4V in Schritten) bereitgestellt.Toleranz beträgt ±0,1V.

4.4 Artikelnummernsystem

Die Artikelnummernstruktur (z.B. T20**011F-*****) kodiert spezifische Attribute für präzise Identifikation und Bestellung. Schlüsselelemente umfassen Typecode (20 für 2016-Gehäuse), CCT/Farbcode, Farbwiedergabeindex (für Weiß), Anzahl seriell/parallel geschalteter Chips und einen Farbcode, der Leistungsstandards definiert (z.B. F für ERP, M für ANSI).

5. Analyse der Leistungskurven

Das Datenblatt verweist auf zwei wichtige grafische Darstellungen der Leistung.

5.1 Farbspektrum

Abb. 1. Farbspektrum:Dieses Diagramm zeigt typischerweise die relative Strahlungsleistung über der Wellenlänge für jede LED-Farbe (Rot, Gelb, Blau, Grün) bei Tj=25°C. Es definiert visuell die spektrale Reinheit und die Spitzenwellenlänge, die direkt mit der wahrgenommenen Farbe korreliert. Ein schmales Spektrum deutet auf hohe Farbsättigung hin, was typisch für monochrome LEDs ist.

5.2 Abstrahlcharakteristik

Abb. 2. Abstrahlcharakteristik:Dieses Polardiagramm veranschaulicht das räumliche Abstrahlmuster der LED. Für eine Top-View-LED mit einem großen Abstrahlwinkel von 120 Grad würde die Kurve eine breite, lambertähnliche Verteilung zeigen, bei der die Intensität bei 0 Grad (senkrecht zur LED-Oberfläche) am höchsten ist und zu den Rändern hin gleichmäßig abnimmt. Dieses Muster ist entscheidend für das Design von Optiken und das Verständnis der Beleuchtungsgleichmäßigkeit.

6. Mechanische und Gehäuseinformationen

6.1 Gehäuseabmessungen

Das 2016-SMD-Gehäuse hat Nennabmessungen von 2,0mm Länge, 1,6mm Breite und 0,75mm Höhe. Eine Draufsicht zeigt das Lötpad-Layout und die Polaritätsmarkierung. Die Anoden- und Kathodenpads sind klar gekennzeichnet, wobei die Kathode typischerweise durch eine Markierung oder eine abgeschrägte Ecke am Gehäuse angezeigt wird. Die Maßtoleranz beträgt ±0,1mm, sofern nicht anders angegeben.

6.2 Polaritätskennzeichnung

Die korrekte Polarität ist entscheidend. Das Gehäuse enthält eine visuelle Markierung (z.B. einen Punkt, eine Linie oder eine abgeschnittene Ecke), um den Kathodenanschluss zu identifizieren. Das Lötpadmuster ist asymmetrisch, um eine falsche Platzierung während der Montage zu verhindern.

7. Löt- und Montagerichtlinien

7.1 Reflow-Lötprofil

Ein detailliertes Reflow-Profil für bleifreie Lötverfahren wird bereitgestellt. Schlüsselparameter umfassen:

7.2 Wichtige Hinweise

  1. Reflow-Grenze:Es wird empfohlen, die LED nicht mehr als zweimal dem Reflow-Löten zu unterziehen. Wenn zwischen dem ersten Löten und einem zweiten Reflow mehr als 24 Stunden vergehen, kann die LED beschädigt werden.
  2. Nachlöt-Reparatur:Reparaturen (z.B. mit einem Lötkolben) sollten an der LED nicht durchgeführt werden, nachdem sie dem Reflow-Löten unterzogen wurde, da lokale Hitze Schäden verursachen kann.
  3. Verlustleistung:Beim thermischen Design der Anwendung muss darauf geachtet werden, dass die Verlustleistung den absoluten Maximalwert nicht überschreitet, da dies direkt die Sperrschichttemperatur und die Lebensdauer beeinflusst.

8. Verpackungs- und Bestellinformationen

8.1 Tape-and-Reel-Verpackung

Für automatisierte Pick-and-Place-Bestückung werden LEDs auf geprägter Trägerbahn und Spulen geliefert.

8.2 Außenverpackung

Spulen werden zur Versendung und Lagerung weiter in Kartons verpackt.

9. Anwendungsdesign-Überlegungen

9.1 Ansteuerung der LED

LEDs sind stromgesteuerte Bauteile. Eine Konstantstromquelle wird gegenüber einer Konstantspannungsquelle dringend empfohlen, um eine stabile Lichtausbeute sicherzustellen und thermisches Durchgehen zu verhindern. Der Treiber sollte so ausgelegt sein, dass er den gewünschten Betriebsstrom (z.B. 40mA für Nennspezifikationen) liefert, während er innerhalb der absoluten Maximalwerte bleibt. Die Durchlassspannungs-Binning-Information ist nützlich, um die notwendige Spannungsreserve des Treibers zu berechnen.

9.2 Thermomanagement

Trotz des thermisch optimierten Gehäuses ist eine effektive Wärmeableitung für Leistung und Lebensdauer entscheidend. Das Leiterplattenlayout sollte ausreichend Kupferfläche (Thermal Pads) verwenden, die mit den Lötpads der LED verbunden ist, um Wärme von der Sperrschicht abzuleiten. Betrieb bei oder nahe dem maximalen Nennstrom erzeugt mehr Wärme, was ein aggressiveres thermisches Design erfordert, um die Sperrschichttemperatur (Tj) deutlich unter ihrer Maximalgrenze von 110°C zu halten.

9.3 Optische Integration

Der große Abstrahlwinkel von 120 Grad macht diese LEDs geeignet für Anwendungen, die breite, diffuse Beleuchtung ohne Sekundäroptik erfordern. Für fokussierte Strahlen sind Primäroptiken (Linsen) oder Reflektoren erforderlich. Die kleine Quellgröße des 2016-Gehäuses ist vorteilhaft für die optische Kontrolle.

10. Technischer Vergleich und Differenzierung

Innerhalb der Landschaft monochromer SMD-LEDs positioniert sich die T20/2016-Serie mit spezifischen Vorteilen:

11. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

11.1 Was ist der Unterschied zwischen den Werten "Typ" und "Min" für den Lichtstrom?

Der "Typ"-Wert (Typisch) repräsentiert den durchschnittlichen oder häufigsten Ausgangswert aus der Produktion unter Testbedingungen. Der "Min"-Wert (Minimum) ist die garantierte Untergrenze; jede LED, die der Spezifikation entspricht, wird auf oder über diesem Niveau arbeiten. Designer sollten den "Min"-Wert für Worst-Case-Szenario-Berechnungen verwenden, um sicherzustellen, dass ihre Anwendung die Mindesthelligkeitsanforderungen erfüllt.

11.2 Kann ich diese LED dauerhaft mit ihrem Maximalstrom von 50mA betreiben?

Obwohl der absolute Maximalwert 50mA beträgt, erzeugt der Dauerbetrieb auf diesem Niveau maximale Wärme und treibt die Sperrschichttemperatur wahrscheinlich an ihre Grenze, es sei denn, es wird ein außergewöhnliches Thermomanagement eingesetzt. Für optimale Lebensdauer und stabile Leistung ist es ratsam, bei oder unterhalb des Teststroms von 40mA zu betreiben oder die thermische Leistung bei 50mA sorgfältig zu modellieren.

11.3 Wie interpretiere ich die Artikelnummer, um die richtige LED zu bestellen?

Sie müssen auf die Tabelle des Artikelnummernsystems verweisen. Sie müssen jeden Platzhalter (X1 bis X10) basierend auf Ihren Anforderungen definieren: Gehäusetyp (20 für 2016), gewünschte Farbe/Wellenlänge, erforderliches Lichtstrom-Bin, Spannungs-Bin und den spezifischen Farbcode (z.B. F für ERP-Standards). Kontaktieren Sie Ihren Lieferanten mit der vollständig konstruierten Artikelnummer für eine präzise Bestellung.

11.4 Warum wird von einem zweiten Reflow-Lötvorgang abgeraten, wenn mehr als 24 Stunden vergangen sind?

Dies hängt wahrscheinlich mit der Feuchtigkeitsempfindlichkeit zusammen. SMD-Gehäuse können Feuchtigkeit aus der Atmosphäre aufnehmen. Während eines schnellen Reflow-Vorgangs kann diese eingeschlossene Feuchtigkeit verdampfen und innere Delamination oder Risse ("Popcorning") verursachen. Wenn das Bauteil nicht innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens nach dem Entfernen aus seinem feuchtigkeitsdichten Beutel gelötet wird oder zu lange exponiert ist, kann vor einem zweiten Reflow ein Trocknungsprozess (Baking) erforderlich sein, um die Feuchtigkeit auszutreiben. Der Hinweis vereinfacht dies, indem er von der Praxis insgesamt abrät, es sei denn, spezifische Handhabungsverfahren werden befolgt.

12. Praktisches Anwendungsbeispiel

Szenario: Entwurf einer dekorativen RGB-Wandfluterleuchte.

  1. Bauteilauswahl:Ein Ingenieur wählt die roten, grünen und blauen LEDs aus der T20-Serie. Er wählt spezifische Wellenlängen-Bins (z.B. 625-630nm Rot, 525-530nm Grün, 465-470nm Blau), um den gewünschten Farbraum zu erreichen. Er wählt auch ein mittleres Lichtstrom-Bin (z.B. Code AC oder AD) für ausgewogene Helligkeit.
  2. Schaltungsdesign:Es werden drei separate Konstantstromtreiber entworfen, einer für jeden Farbkanal, eingestellt auf 40mA. Die Ausgangsspannungsreserve des Treibers wird unter Verwendung der maximalen VF aus dem Datenblatt (z.B. 3,4V für Grün/Blau) plus einer gewissen Reserve dimensioniert.
  3. Leiterplattenlayout:Die LEDs werden auf der Leiterplatte platziert, mit großzügigen Kupferflächen, die mit ihren Thermal Pads verbunden sind. Das Layout folgt dem empfohlenen Lötpadmuster aus dem Abmessungsdiagramm, um korrektes Löten und Ausrichtung sicherzustellen.
  4. Thermische Analyse:Angesichts des geschlossenen Leuchtens berechnet der Ingenieur den erwarteten Wärmewiderstand von der Sperrschicht zur Umgebung. Er stellt sicher, dass selbst mit mehreren eingeschalteten LEDs die geschätzte Tj für lange Lebensdauer unter 85°C bleibt.
  5. Montage:Die Leiterplattenbestückung folgt präzise dem spezifizierten Reflow-Profil. Die LEDs werden innerhalb des empfohlenen Zeitrahmens nach dem Öffnen der Verpackung verwendet, um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden.

13. Einführung in das Funktionsprinzip

Eine Leuchtdiode (LED) ist ein Halbleiterbauteil, das Licht emittiert, wenn ein elektrischer Strom durch es fließt. Dieses Phänomen wird Elektrolumineszenz genannt. In einer monochromen LED wie denen der T20-Serie ist ein Halbleiterchip (typischerweise aus Materialien wie AlInGaP für Rot/Gelb oder InGaN für Blau/Grün) im Gehäuse untergebracht. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, die die Bandlückenspannung des Chips übersteigt, rekombinieren Elektronen und Löcher im aktiven Bereich des Halbleiters und setzen Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die spezifische Materialzusammensetzung und Struktur des Halbleiters bestimmt die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts. Das Gehäuse dient dazu, den Chip zu schützen, elektrische Verbindungen bereitzustellen und enthält einen Leuchtstoff (für weiße LEDs) oder eine klare Kuppel/Linse, um die Lichtausbeute zu formen. Das Design des 2016-Gehäuses konzentriert sich darauf, dieses Licht effizient zu extrahieren und die durch nichtstrahlende Rekombination und elektrischen Widerstand erzeugte Wärme zu managen.

14. Technologietrends

Die Entwicklung von SMD-LEDs wie der T20-Serie folgt mehreren wichtigen Branchentrends:

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.