Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Hauptmerkmale und Konformität
- 3. Geräteauswahl und Aufbau
- 4. Absolute Maximalwerte
- 4.1 Eingang (Infrarot-Emitter) Maximalwerte
- 4.2 Ausgang (Fototransistor) Maximalwerte
- 4.3 Allgemeine Maximalwerte
- 5. Elektro-optische Eigenschaften
- 5.1 Infrarot-Emitter (Eingang) Eigenschaften
- 5.2 Fototransistor (Ausgang) Eigenschaften
- 6. Kennlinienanalyse
- 6.1 Infrarot-Emitter-Kennlinien
- 6.2 Fototransistor-Kennlinien
- 7. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 7.1 Gehäuseabmessungen
- 7.2 Polaritätskennzeichnung
- 8. Löt- und Montagerichtlinien
- 9. Verpackungs- und Bestellinformationen
- 10. Anwendungsvorschläge
- 10.1 Typische Anwendungsszenarien
- 10.2 Designüberlegungen
- 11. Technischer Vergleich und Vorteile
- 12. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
- 13. Funktionsprinzip
- 14. Haftungsausschluss und Nutzungshinweise
1. Produktübersicht
Der ITR20001/T ist ein reflektierendes Opto-Unterbrecher-Modul für berührungslose Erfassungsanwendungen. Es integriert eine Infrarot-Leuchtdiode und einen NPN-Silizium-Fototransistor in einem kompakten, schwarzen thermoplastischen Gehäuse. Die Komponenten sind nebeneinander auf konvergierenden optischen Achsen angeordnet. Im Ruhezustand empfängt der Fototransistor keine Strahlung vom Emitter. Wenn ein reflektierendes Objekt in den Erfassungsspalt eintritt, wird Infrarotlicht vom Emitter vom Objekt reflektiert und vom Fototransistor detektiert, was eine Änderung seines Ausgangszustands bewirkt. Dieses Prinzip ermöglicht eine zuverlässige Objekterkennung und Positionserfassung.
2. Hauptmerkmale und Konformität
Das Bauteil bietet mehrere Vorteile für das elektronische Design:
- Schnelle Ansprechzeit:Ermöglicht schnelle Erkennung, geeignet für Hochgeschwindigkeitsanwendungen.
- Hohe Empfindlichkeit:Der Fototransistor liefert ein starkes Ausgangssignal im Verhältnis zur Eingangsbestrahlungsstärke.
- Infrarot-Betrieb:Besitzt eine Spitzenemissionswellenlänge (λp) von 940nm, die für das menschliche Auge unsichtbar ist und Umgebungslichtstörungen reduziert.
- Umweltkonformität:Das Produkt ist bleifrei, entspricht den RoHS- und EU-REACH-Verordnungen und ist halogenfrei (Br <900 ppm, Cl <900 ppm, Br+Cl < 1500 ppm).
3. Geräteauswahl und Aufbau
Das Modul ist mit spezifischen Materialien für optimale Leistung aufgebaut:
- Infrarot-Emitter (IR):Verwendet einen GaAlAs-Chip (Gallium-Aluminium-Arsenid), hinter einer wasserklaren Linse für effiziente Infrarotübertragung untergebracht.
- Fototransistor (PT):Verwendet einen Silizium-Chip, hinter einer schwarzen Linse untergebracht, um sichtbares Licht auszufiltern und das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern.
Das schwarze Gehäuse minimiert interne Lichtreflexionen (Übersprechen) zwischen Emitter und Detektor, wenn kein Objekt vorhanden ist, und gewährleistet so einen zuverlässigen Aus-Zustand.
4. Absolute Maximalwerte
Ein Betrieb des Bauteils über diese Grenzen hinaus kann dauerhafte Schäden verursachen. Alle Werte sind bei einer Umgebungstemperatur (Ta) von 25°C spezifiziert.
4.1 Eingang (Infrarot-Emitter) Maximalwerte
- Verlustleistung (Pd):75 mW
- Sperrspannung (VR):5 V
- Dauer-Durchlassstrom (IF):50 mA
- Spitzen-Durchlassstrom (IFP):1 A (Pulsbreite ≤100μs, Tastverhältnis=1%)
4.2 Ausgang (Fototransistor) Maximalwerte
- Kollektor-Verlustleistung (Pd):75 mW
- Kollektorstrom (IC):20 mA
- Kollektor-Emitter-Spannung (BVCEO):30 V
- Emitter-Kollektor-Spannung (BVECO):5 V
4.3 Allgemeine Maximalwerte
- Betriebstemperatur (Topr):-40°C bis +85°C
- Lagertemperatur (Tstg):-40°C bis +85°C
- Lötstellentemperatur (Tsol):260°C für 5 Sekunden (gemessen 1/16 Zoll vom Gehäusekörper).
5. Elektro-optische Eigenschaften
Diese Parameter definieren die elektrische und optische Leistung unter Standardtestbedingungen (Ta=25°C).
5.1 Infrarot-Emitter (Eingang) Eigenschaften
- Durchlassspannung (VF):1,2 V (typisch) bei IF= 20mA. Maximum ist 1,5V.
- Sperrstrom (IR):Maximal 10 μA bei VR= 5V.
- Spitzenwellenlänge (λP):940 nm (typisch) bei IF= 20mA.
5.2 Fototransistor (Ausgang) Eigenschaften
- Dunkelstrom (ICEO):Maximal 100 nA bei VCE= 5V mit Null-Bestrahlungsstärke (Ee=0). Dies ist der Leckstrom, wenn der Sensor ausgeschaltet ist.
- Kollektor-Emitter-Sättigungsspannung (VCE(sat)):Maximal 0,4 V bei IC= 2mA und einer Bestrahlungsstärke von 1 mW/cm². Ein niedriger VCE(sat)ist für Schaltanwendungen wünschenswert.
- Kollektorstrom (Stromverstärkung):
- IC(ON): Mindestens 200 μA bei VCE= 5V und IF= 20mA. Dies ist der Strom, wenn ein Objekt erkannt wird.
- IC(OFF): Maximal 2 μA unter denselben Bedingungen, repräsentiert den Reststrom, wenn kein Objekt vorhanden ist.
- Schaltgeschwindigkeit:
- Anstiegszeit (tr): 25 μs (typisch)
- Abfallzeit (tf): 25 μs (typisch) Gemessen mit VCE=5V, IC=100μA und RL=100Ω.
6. Kennlinienanalyse
Das Datenblatt bietet grafische Daten, die das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen veranschaulichen.
6.1 Infrarot-Emitter-Kennlinien
- Durchlassstrom vs. Umgebungstemperatur:Zeigt die Reduzierung des maximal zulässigen Durchlassstroms bei steigender Temperatur.
- Spektrale Empfindlichkeit:Bestätigt das schmale Emissionsband um 940nm.
- Spitzenemissionswellenlänge vs. Temperatur:Veranschaulicht die leichte Verschiebung der Spitzenwellenlänge mit sich ändernder Temperatur.
- Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (IV-Kennlinie):Liefert die Beziehung zur Berechnung von Vorwiderstandswerten.
- Strahlungsstärke vs. Durchlassstrom:Zeigt die optische Ausgangsleistung als Funktion des Treiberstroms.
- Relative Strahlungsstärke vs. Winkelverschiebung:Zeigt das Emissionsmuster (Strahlprofil) der IR-LED.
6.2 Fototransistor-Kennlinien
- Kollektor-Verlustleistung vs. Umgebungstemperatur:Bietet Reduzierungsrichtlinien für die Leistungsaufnahme des Fototransistors.
- Spektrale Empfindlichkeit:Zeigt die Empfindlichkeit des Fototransistors über Wellenlängen, mit einem Maximum im Infrarotbereich, um zum Emitter zu passen.
- Relativer Kollektorstrom vs. Umgebungstemperatur:Zeigt, wie sich die Empfindlichkeit des Fototransistors mit der Temperatur ändert.
- Kollektorstrom vs. Bestrahlungsstärke:Eine wichtige Grafik, die die lineare Beziehung zwischen einfallender Lichtleistung und Ausgangsstrom zeigt und die Übertragungskennlinie des Bauteils definiert.
- Kollektor-Dunkelstrom vs. Umgebungstemperatur:Zeigt, wie der Leckstrom mit der Temperatur ansteigt, wichtig für Hochtemperaturbetrieb.
- Kollektorstrom vs. Kollektor-Emitter-Spannung:Ausgangskennlinien, die den Fototransistor im aktiven und Sättigungsbereich unter verschiedenen Bestrahlungsstärken zeigen.
7. Mechanische und Gehäuseinformationen
Der ITR20001/T ist in einem kompakten, oberflächenmontagefähigen Gehäuse untergebracht.
7.1 Gehäuseabmessungen
Die Hauptabmessungen aus der bereitgestellten Zeichnung betragen etwa 4,0mm Länge, 4,0mm Breite und 2,5mm Höhe (ohne Anschlüsse). Der Anschlussabstand ist für Standard-Leiterplattenmontage ausgelegt. Ein wichtiger Hinweis spezifiziert einen Mindest-Aluminiumverdampfungsbereich von 10,0mm, wahrscheinlich bezogen auf eine empfohlene Freihaltezone oder Wärmeableitungsfunktion auf der Leiterplatte. Alle nicht spezifizierten Toleranzen sind ±0,25mm.
7.2 Polaritätskennzeichnung
Das Gehäuse enthält Markierungen oder eine spezifische Form, um Anode und Kathode des IR-Emitters sowie Kollektor und Emitter des Fototransistors zu identifizieren. Entwickler müssen die Maßzeichnung für genaue Pinbelegungsinformationen konsultieren, um korrekte Leiterplattenlayout und Montage sicherzustellen.
8. Löt- und Montagerichtlinien
Das Bauteil ist für das Löten der Anschlüsse bei 260°C für 5 Sekunden ausgelegt, gemessen 1/16 Zoll (ca. 1,6mm) vom Gehäusekörper. Dies ist kompatibel mit Standard-Infrarot- (IR) oder Konvektions-Reflow-Lötprozessen unter Verwendung von bleifreiem (Sn-Ag-Cu) Lotpaste. Es sollte darauf geachtet werden, das empfohlene Reflow-Profil einzuhalten, um thermischen Schock oder Schäden am Kunststoffgehäuse zu vermeiden. Das Bauteil sollte vor der Verwendung in einer trockenen, kontrollierten Umgebung gelagert werden.
9. Verpackungs- und Bestellinformationen
Die Standardverpackungsspezifikation ist wie folgt:
- 200 Stück pro Beutel.
- 6 Beutel pro Karton.
- 10 Kartons pro Versandkarton.
Das Produktetikett enthält Felder für Kunden-Teilenummer (CPN), Hersteller-Teilenummer (P/N), Menge (QTY) und verschiedene Rangiercodes für Lichtstärke (CAT), dominante Wellenlänge (HUE) und Durchlassspannung (REF). Eine Losnummer und ein Datumscode (gekennzeichnet durch 'X' für den Monat) werden ebenfalls zur Rückverfolgbarkeit bereitgestellt.
10. Anwendungsvorschläge
10.1 Typische Anwendungsszenarien
Der ITR20001/T eignet sich gut für eine Vielzahl von berührungslosen Erfassungs- und Schaltanwendungen, einschließlich:
- Maus- und Kopierermechanismen:Erkennung von Rad- oder Encoderscheibenrotation.
- Schalter- und Scannersysteme:Objekterkennung für automatische Türen, Verkaufsautomaten oder Papiererkennung in Druckern.
- Diskettenlaufwerke:Historisch verwendet zur Erkennung des Schreibschutztabs oder des Disketteneinschubs.
- Allgemeine berührungslose Schaltung:Jede Anwendung, die Objekterkennung, Zählung oder Grenzwertabfrage ohne physischen Kontakt erfordert.
- Direkte Leiterplattenmontage:Sein kompaktes SMD-Gehäuse macht es ideal für platzbeschränkte Leiterplattendesigns.
10.2 Designüberlegungen
- Strombegrenzungswiderstand:Ein Vorwiderstand muss mit dem IR-Emitter verwendet werden, um den Durchlassstrom (IF) auf einen sicheren Wert zu begrenzen, typischerweise 20mA für Normalbetrieb. Berechnung mit R = (VCC- VF) / IF.
- Lastwiderstand:Ein Pull-up-Widerstand wird typischerweise zwischen den Kollektor des Fototransistors und die Versorgungsspannung (VCC) geschaltet. Der Wert dieses Widerstands (RL) bestimmt den Ausgangsspannungshub und die Schaltgeschwindigkeit. Ein kleinerer RLermöglicht schnelleres Schalten, aber eine geringere Ausgangsspannungsänderung.
- Umgebungslicht:Während die schwarze Linse und die 940nm-Filterung Störungen reduzieren, können sehr starke Umgebungsinfrarotquellen (z.B. Sonnenlicht, Glühlampen) die Leistung beeinflussen. Abschirmung oder optische Filterung können in rauen Umgebungen notwendig sein.
- Reflektierende Oberfläche:Der Erfassungsabstand und die Zuverlässigkeit hängen von der Reflektivität des Zielobjekts ab. Weiße oder metallische Oberflächen bieten die beste Reaktion; dunkle oder matte Oberflächen erfordern möglicherweise reduzierte Spaltabstände.
- Ausrichtung:Die konvergierenden optischen Achsen definieren einen spezifischen Erfassungsspalt. Das Objekt muss innerhalb dieses Spalts passieren, um zuverlässig erkannt zu werden.
11. Technischer Vergleich und Vorteile
Im Vergleich zu mechanischen Schaltern oder anderen optischen Sensoren bietet der ITR20001/T deutliche Vorteile:
- vs. Mechanische Schalter:Bietet berührungslosen Betrieb, eliminiert Verschleiß, ermöglicht höhere Schaltgeschwindigkeiten und bietet geräuschlosen Betrieb. Es ist immun gegen Kontaktprellen.
- vs. Fotodioden-basierte Sensoren:Der integrierte Fototransistor bietet Stromverstärkung, was zu einem höheren Ausgangsstrom für einen gegebenen Lichteinfall führt und oft eine zusätzliche Verstärkerstufe in einfachen Ein/Aus-Erkennungsschaltungen überflüssig macht.
- vs. Diskrete Emitter-Detektor-Paare:Das voreingestellte, untergebrachte Modul vereinfacht Design und Montage, gewährleistet konsistente optische Ausrichtung und spart Leiterplattenplatz. Das integrierte schwarze Gehäuse minimiert internes Übersprechen.
12. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
F: Was ist der typische Erfassungsabstand?
A: Der Erfassungsabstand ist kein fester Parameter; er hängt vom Treiberstrom zum IR-Emitter, der Reflektivität des Zielobjekts und dem erforderlichen Ausgangsstrom vom Fototransistor ab. Entwickler sollten die Diagramme "Kollektorstrom vs. Bestrahlungsstärke" und "Strahlungsstärke vs. Durchlassstrom" verwenden, um das erwartete Signal für einen bestimmten Spalt und Reflektivität zu berechnen.
F: Kann ich den IR-Emitter direkt mit einer Spannungsquelle betreiben?
A: Nein. Der IR-Emitter ist eine Diode und muss seinen Strom durch einen externen Vorwiderstand begrenzen, um Schäden durch Überstrom zu verhindern, wie in den absoluten Maximalwerten (IFmax = 50mA) spezifiziert.
F: Wie schließe ich den Ausgang an einen Mikrocontroller an?
A: Die einfachste Methode ist, den Fototransistor als Schalter zu verwenden. Schließen Sie einen Pull-up-Widerstand (z.B. 10kΩ) vom Kollektor an die Logikspannung des Mikrocontrollers (z.B. 3,3V oder 5V) an. Schließen Sie den Emitter an Masse an. Der Kollektorknoten wird hochgezogen (Logik 1), wenn kein Objekt erkannt wird (dunkel), und wird niedriggezogen (Logik 0), wenn ein Objekt Licht auf den Fototransistor reflektiert und ihn einschaltet.
F: Warum ist die Ansprechzeit mit einem 100Ω Lastwiderstand spezifiziert?
A: Die Schaltgeschwindigkeit wird von der RC-Zeitkonstante beeinflusst, die durch die Sperrschichtkapazität des Fototransistors und den Lastwiderstand (RL) gebildet wird. Ein kleinerer RL(wie 100Ω) ergibt eine schnellere Zeitkonstante, was die Messung der intrinsischen Geschwindigkeit des Bauteils ermöglicht. In einer realen Anwendung mit einem größeren RLfür höheren Spannungshub wird die Schaltgeschwindigkeit langsamer sein.
13. Funktionsprinzip
Der ITR20001/T arbeitet nach dem Prinzip der modulierten Lichtreflexion. Die interne Infrarot-LED emittiert Licht bei 940nm. Der Fototransistor, der für diese Wellenlänge empfindlich ist, ist so positioniert, dass er unter normalen Bedingungen (kein Objekt vorhanden) den Lichtstrahl der LED nicht direkt "sieht". Sein Ausgang bleibt in einem hochohmigen/niedrigstrom Zustand (Dunkelstrom). Wenn ein reflektierendes Objekt in den vordefinierten Spalt zwischen Emitter und Detektor eintritt, reflektiert es einen Teil des Infrarotlichts auf die aktive Fläche des Fototransistors. Dieses einfallende Licht erzeugt einen Basisstrom im Fototransistor, wodurch er einschaltet und einen deutlich höheren Kollektorstrom (IC(ON)) leitet. Diese Änderung von Strom/Spannung an den Ausgangsanschlüssen wird von der externen Schaltung erkannt und signalisiert die Anwesenheit des Objekts.
14. Haftungsausschluss und Nutzungshinweise
Kritische Haftungsausschlüsse aus dem Datenblatt müssen beachtet werden:
- Der Hersteller behält sich das Recht vor, Produktmaterialien anzupassen.
- Das Produkt erfüllt die veröffentlichten Spezifikationen für 12 Monate ab dem Versanddatum.
- Grafiken und typische Werte dienen nur zur Referenz und sind nicht garantiert.
- Die absoluten Maximalwerte dürfen nicht überschritten werden. Der Hersteller übernimmt keine Verantwortung für Schäden, die durch Missbrauch entstehen.
- Das Produkt ist nicht für den Einsatz in sicherheitskritischen, militärischen, luftfahrttechnischen, automobilen, medizinischen oder lebenserhaltenden Anwendungen ohne vorherige Konsultation und Genehmigung vorgesehen.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |