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ITR9606-F Opto-Unterbrecher Datenblatt - Gehäuse 4,0x3,2x2,5mm - Durchlassspannung 1,2V - Spitzenwellenlänge 940nm - Deutsche Technische Dokumentation

Vollständiges technisches Datenblatt für das ITR9606-F Opto-Unterbrecher-Modul. Enthält absolute Grenzwerte, elektro-optische Eigenschaften, Gehäuseabmessungen, Lötrichtlinien und Anwendungshinweise.
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PDF-Dokumentendeckel - ITR9606-F Opto-Unterbrecher Datenblatt - Gehäuse 4,0x3,2x2,5mm - Durchlassspannung 1,2V - Spitzenwellenlänge 940nm - Deutsche Technische Dokumentation

1. Produktübersicht

Der ITR9606-F ist ein kompakter, nebeneinander angeordneter reflektierender Opto-Unterbrecher. Er integriert eine Infrarot-Emissionsdiode (IRED) und einen Silizium-Fototransistor in einem einzigen schwarzen thermoplastischen Gehäuse. Die Komponenten sind auf konvergierenden optischen Achsen ausgerichtet. Das grundlegende Funktionsprinzip besteht darin, dass der Fototransistor die vom IRED emittierte Strahlung detektiert. Wenn ein undurchsichtiges Objekt den Lichtweg zwischen Sender und Empfänger unterbricht, ändert sich der Ausgangszustand des Fototransistors, was berührungslose Erfassungs- und Schaltfunktionen ermöglicht.

1.1 Kernmerkmale und Vorteile

1.2 Zielanwendungen

Dieser Opto-Unterbrecher ist für eine Vielzahl von berührungslosen Erfassungs- und Positionserkennungsanwendungen konzipiert, einschließlich, aber nicht beschränkt auf:

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte, objektive Interpretation der elektrischen und optischen Spezifikationen des Bauteils.

2.1 Absolute Grenzwerte

Diese Grenzwerte definieren die Grenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Ein Betrieb unter diesen Bedingungen ist nicht garantiert.

2.2 Elektro-optische Eigenschaften

Gemessen bei Ta= 25°C definieren diese Parameter die typische Leistung des Bauteils unter normalen Betriebsbedingungen.

3. Analyse der Kennlinien

Grafische Daten bieten einen tieferen Einblick in das Bauteilverhalten unter verschiedenen Bedingungen.

3.1 Eigenschaften des IR-Emitters

Das Datenblatt enthält typische Kennlinien für die Infrarot-Emitter-Komponente.

3.2 Eigenschaften des Fototransistors

4. Mechanische und Gehäuseinformationen

4.1 Gehäuseabmessungen

Der ITR9606-F hat ein kompaktes, rechteckiges Gehäuse.

4.2 Polaritätskennzeichnung und Montage

Das schwarze Gehäuse hilft, interne optische Übersprechungen zu verhindern. Das Bauteil ist nicht explizit symmetrisch; das Datenblattdiagramm zeigt die Positionierung der Sender- und Empfängerseiten. Die korrekte Ausrichtung ist für die Funktion der konvergierenden optischen Achse entscheidend. Der Leiterplatten-Footprint muss präzise mit den Anschlusspositionen übereinstimmen, um mechanische Belastung des Epoxidkörpers während des Lötens zu vermeiden.

5. Löt- und Bestückungsrichtlinien

Eine ordnungsgemäße Handhabung ist entscheidend, um die Integrität und Leistung des Bauteils zu erhalten.

5.1 Anweisungen zum Anbiegen der Anschlüsse

5.2 Empfohlene Lötparameter

5.3 Lagerbedingungen

6. Verpackungs- und Bestellinformationen

6.1 Verpackungsspezifikationen

6.2 Etiketteninformationen

Das Verpackungsetikett enthält Standardfelder für die Rückverfolgbarkeit: Kunden-Teilenummer (CPN), Hersteller-Teilenummer (P/N), Menge (QTY), Kategorie (CAT), Referenz (REF) und Losnummer (LOT No.).

7. Anwendungsdesign-Überlegungen

7.1 Typische Schaltungskonfiguration

Eine grundlegende Anwendungsschaltung beinhaltet einen strombegrenzenden Widerstand in Reihe mit der IRED-Anode. Der Fototransistor ist typischerweise mit einem Pull-up-Widerstand an seinem Kollektor verbunden, was eine Emitterschaltung bildet. Der Ausgang wird vom Kollektor abgenommen, der auf niedrig gezogen wird, wenn das IR-Licht erkannt wird (Objekt abwesend), und auf hoch, wenn der Lichtweg unterbrochen ist (Objekt vorhanden). Der Wert des Pull-up-Widerstands und des IRED-Stroms bestimmen den Ausgangsspannungshub und die Ansprechgeschwindigkeit.

7.2 Best Practices für Design und Layout

8. Technischer Vergleich und Differenzierung

Der ITR9606-F gehört zu einer gängigen Klasse von seitlich blickenden Opto-Unterbrechern. Seine wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind die spezifische 940nm-Wellenlängenpaarung, die typische Ansprechzeit von 15μs und ein kompaktes Durchsteckgehäuse. Im Vergleich zu transmissiven Sensoren mit einem physikalischen Spalt ermöglicht diese reflektierende nebeneinander angeordnete Konfiguration eine Null-Spalt-Objekterkennung, kann jedoch eine etwas kürzere effektive Erfassungsdistanz haben und kann empfindlicher auf das Reflexionsvermögen des Zielobjekts reagieren.

9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

9.1 Basierend auf technischen Parametern

F: Was ist die typische Erfassungsdistanz oder der Spalt für diesen Unterbrecher?

A: Das Datenblatt spezifiziert keinen maximalen Erfassungsspalt. Dies hängt stark vom IRED-Treiberstrom, der Fototransistor-Verstärkung und dem Reflexionsvermögen/der Größe des Zielobjekts ab. Es ist für die Nahbereichserkennung oder direkte Unterbrechung des internen optischen Wegs konzipiert, nicht für die Fernerkennung.

F: Warum ist der Kollektorstrom (IC(ON)) mit einer so großen Bandbreite (0,5mA bis 10mA) spezifiziert?

A: Diese Bandbreite berücksichtigt die natürliche Variation im Stromübertragungsverhältnis (CTR) des Optokopplers, das das Verhältnis von Fototransistor-Ausgangsstrom zu IRED-Eingangsstrom ist. Entwerfen Sie Schaltkreise, die zuverlässig mit dem minimal spezifizierten IC(ON)arbeiten, um die Funktionalität über alle Produktionseinheiten hinweg sicherzustellen.

F: Kann ich den IRED mit einem gepulsten Strom höher als 20mA betreiben?

A: Der absolute Grenzwert für den kontinuierlichen Durchlassstrom beträgt 50mA. Während kurze Pulse über 20mA möglich sein könnten, darf die durchschnittliche Verlustleistung unter Berücksichtigung des Tastverhältnisses und der Umgebungstemperatur den spezifizierten Wert von 75mW nicht überschreiten. Eine Überschreitung der Grenzwerte riskiert eine reduzierte Lebensdauer oder sofortigen Ausfall.

10. Praktische Anwendungsbeispiele

10.1 Papiererkennung in einem Drucker

In einem Druckerpapierfach kann der ITR9606-F so montiert werden, dass der Papierstapel im optischen Weg zwischen Sender und Empfänger liegt. Wenn Papier vorhanden ist, reflektiert es das IR-Licht zum Fototransistor und zeigt "Papier geladen" an. Wenn das Fach leer ist, führt das Fehlen einer reflektierenden Oberfläche zu einer Zustandsänderung des Fototransistorausgangs und löst eine "Wenig Papier"-Warnung aus. Die schnelle Ansprechzeit ermöglicht die Erkennung auch bei schnellem Papiervorschub.

10.2 Drehgeber für Motordrehzahl

Eine an einer Motorwelle befestigte Schlitzscheibe kann durch die Erfassungszone des Sensors laufen. Wenn die Schlitze und Speichen abwechselnd vorbeilaufen, unterbrechen sie den IR-Strahl und erzeugen einen digitalen Pulszug am Fototransistorausgang. Die Frequenz dieses Signals ist direkt proportional zur Motordrehzahl. Die Ansprechzeit von 15μs setzt eine Obergrenze für die maximal auflösbare Geschwindigkeit basierend auf der Schlitzdichte.

11. Funktionsprinzip

Der ITR9606-F arbeitet nach dem Prinzip der modulierten Infrarotlichtreflexion. Der interne IRED emittiert Licht bei 940nm. In seinem Standardzustand (kein Zielobjekt) reflektiert dieses Licht an der internen Geometrie des Gehäuses oder einem Standardhintergrund und wird vom benachbarten Fototransistor detektiert, der ihn einschaltet. Wenn ein Objekt in die Erfassungszone eintritt, verändert es diesen reflektierten Lichtweg – typischerweise durch Absorption oder Streuung des IR-Lichts – und verursacht einen messbaren Abfall der vom Fototransistor empfangenen Bestrahlungsstärke und somit seines Ausgangsstroms. Diese Änderung des Ausgangs wird als digitales oder analoges Signal verwendet, das die Anwesenheit oder Position des Objekts anzeigt.

12. Technologietrends

Opto-Unterbrecher wie der ITR9606-F repräsentieren eine ausgereifte, zuverlässige Technologie. Aktuelle Trends in diesem Bereich konzentrieren sich auf mehrere Bereiche:

Trotz dieser Trends bleibt das grundlegende reflektierende nebeneinander angeordnete Design eine kostengünstige und robuste Lösung für unzählige Näherungs- und Positionserfassungsanwendungen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.