Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektrische und optische Eigenschaften
- 3. Erklärung des Binning-Systems
- 4. Analyse der Kennlinien
- 5. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 6. Löt- und Montagerichtlinien
- 7. Anwendungsempfehlungen
- 7.1 Typische Anwendungsszenarien
- 7.2 Designüberlegungen
- 8. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- 10. Praktisches Anwendungsbeispiel
- 11. Funktionsprinzip
- 12. Technologietrends
1. Produktübersicht
Der LTH-1650-01 ist ein kompaktes, transmissives Foto-Unterbrecher-Modul. Seine Kernfunktion besteht darin, die Unterbrechung eines Infrarot-Lichtstrahls zwischen seiner integrierten Infrarot-Leuchtdiode (LED) und einem Silizium-Fototransistor zu erfassen. Der primäre Designvorteil ist die integrierte Brennweite von 3mm, welche die Empfindlichkeit für die Objekterkennung bei genau diesem Spalt optimiert. Als Infrarot-Sperrtyp ist das Bauteil darauf ausgelegt, Störungen durch Umgebungslicht im sichtbaren Bereich zu minimieren und so die Zuverlässigkeit in verschiedenen Sensoranwendungen zu erhöhen. Der Zielmarkt umfasst primär Geräte der Büroautomatisierung, industrielle Steuerungssysteme sowie Unterhaltungselektronik, die eine berührungslose Positions- oder Objekterkennung erfordert.
2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
2.1 Absolute Maximalwerte
Diese Parameter definieren die Belastungsgrenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Sie sind nicht für den Normalbetrieb vorgesehen.
- Verlustleistung der Eingangs-LED (PD):Maximal 75 mW. Dies begrenzt die kombinierte thermische Belastung aus Durchlassstrom und Spannungsabfall.
- LED-Spitzen-Durchlassstrom (ICP):1 A unter gepulsten Bedingungen (300 pps, 10 µs Pulsbreite). Dies ermöglicht kurze Hochintensitäts-Pulse für eine verbesserte Signalerfassung.
- LED-Dauer-Durchlassstrom (IF):Maximal 60 mA DC. Dies ist die sichere Grenze für den Dauerbetrieb.
- LED-Sperrspannung (VR):5 V. Eine Überschreitung kann den LED-Übergang beschädigen.
- Verlustleistung des Fototransistors (PC):Maximal 100 mW, bestimmt durch Kollektorstrom und Kollektor-Emitter-Spannung.
- Kollektor-Emitter-Spannung (VCEO):Maximal 30 V für den Fototransistor.
- Kollektorstrom (IC):Maximal 20 mA für den Ausgangstransistor.
- Betriebstemperatur (Topr):-25°C bis +85°C. Das Bauteil ist für ein breites Spektrum industrieller und kommerzieller Umgebungen geeignet.
- Löttemperatur der Anschlüsse (TS):260°C für maximal 5 Sekunden, spezifiziert für Anschlüsse in 1,6mm Abstand vom Gehäuse. Dies ist kritisch für Wellen- oder Reflow-Lötprozesse.
2.2 Elektrische und optische Eigenschaften
Diese Parameter sind bei einer Umgebungstemperatur (TA) von 25°C spezifiziert und definieren die Leistung des Bauteils unter normalen Betriebsbedingungen.
- LED-Durchlassspannung (VF):Typischerweise 1,2V bis 1,6V bei IF= 20 mA. Dies wird zur Berechnung des erforderlichen Vorwiderstandswerts verwendet.
- LED-Sperrstrom (IR):Maximal 100 µA bei VR=5V, gibt den Leckstrom an, wenn die LED in Sperrrichtung betrieben wird.
- Kollektor-Emitter-Dunkelstrom (ICEO):Maximal 100 nA bei VCE=10V ohne Lichteinfall. Dies ist der Leckstrom des Fototransistors, der das Signalpegel im "Aus-Zustand" beeinflusst.
- Kollektor-Emitter-Sättigungsspannung (VCE(SAT)):Typischerweise 0,4V bei IC=0,05mA und IF=20mA. Dies ist die Spannung über dem Transistor, wenn er vollständig "ein"geschaltet ist, wichtig für die Logikpegel-Anbindung.
3. Erklärung des Binning-Systems
Das Bauteil verfügt über ein Leistungs-Binning-System basierend auf dem Kollektorstrom im Ein-Zustand (IC(ON)), der unter standardisierten Bedingungen gemessen wird (VCE=5V, IF=20mA, Spalt d=3,0mm). Dieser Strom korreliert direkt mit der Empfindlichkeit des Kopplers.
- BIN A: IC(ON)Bereich von 100 µA bis 300 µA. Dies ist die Standard-Empfindlichkeitsklasse.
- BIN B: IC(ON)Bereich von 260 µA bis 650 µA. Diese Klasse bietet eine höhere Empfindlichkeit.
- BIN C: IC(ON)Bereich von 400 µA bis 1200 µA. Dies ist die höchste verfügbare Empfindlichkeitsklasse.
Dieses Binning ermöglicht es Entwicklern, ein Bauteil mit konsistenter Empfindlichkeit für ihre Anwendung auszuwählen und so zuverlässige Auslöseschwellen über Produktionschargen hinweg sicherzustellen.
4. Analyse der Kennlinien
Das Datenblatt verweist auf typische Kennlinien, die grafische Einblicke in das Bauteilverhalten unter variierenden Bedingungen geben. Obwohl spezifische Graphen im Text nicht detailliert sind, würden Standardkurven für ein solches Bauteil typischerweise umfassen:
- Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (IF-VF):Zeigt die nichtlineare Beziehung für die Infrarot-LED, entscheidend für den Treiberschaltungsentwurf.
- Kollektorstrom vs. Kollektor-Emitter-Spannung (IC-VCE):Kurvenschar mit dem LED-Durchlassstrom (IF) als Parameter, illustriert die Ausgangskennlinien des Fototransistors.
- Kollektorstrom im Ein-Zustand vs. Durchlassstrom (IC(ON)-IF):Demonstriert die Übertragungskennlinie und Linearität der optischen Kopplung.
- Kollektorstrom im Ein-Zustand vs. Umgebungstemperatur (IC(ON)-TA):Zeigt, wie die Empfindlichkeit mit steigender Temperatur abnimmt, ein kritischer Faktor für das Wärmemanagement im Design.
- Ansprechzeit-Eigenschaften:Das Datenblatt spezifiziert eine Anstiegszeit (TR) von 3-15 µs und eine Abfallzeit (TF) von 4-20 µs unter Testbedingungen (VCE=5V, IC=2mA, RL=100Ω). Diese Werte definieren die maximale Schaltgeschwindigkeit des Sensors.
5. Mechanische und Gehäuseinformationen
Das Gehäuse ist ein Standard-Durchsteckmontage-Typ. Wichtige dimensionale Hinweise aus dem Datenblatt umfassen:
- Alle Abmessungen sind in Millimetern angegeben, Zollwerte in Klammern.
- Die Standardtoleranz beträgt ±0,25mm (±0,010"), sofern nicht für ein bestimmtes Merkmal eine andere Angabe gemacht wird.
- Die Brennweite (der optimale Spalt zwischen den Fenstern von Sender und Empfänger für maximale Empfindlichkeit) ist mit 3 mm spezifiziert.
- Das Gehäuse umfasst geformte Schlitze oder Merkmale, die eine präzise Leiterplattenmontage und Ausrichtung unterstützen.
- Die Polarität ist auf dem Gehäuse klar markiert, typischerweise mit einem Punkt oder einer abgeschrägten Ecke in der Nähe des LED-Anoden- (oder Fototransistor-Kollektor-) Pins. Die korrekte Ausrichtung ist für die Schaltungsfunktion essentiell.
6. Löt- und Montagerichtlinien
Ein sachgemäßer Umgang ist erforderlich, um die Bauteilintegrität zu erhalten.
- Löten:Der absolute Maximalwert für die Löttemperatur der Anschlüsse beträgt 260°C für 5 Sekunden, gemessen 1,6mm (0,063") vom Kunststoffgehäuse entfernt. Diese Richtlinie hilft, thermische Schäden an den internen Die-Bonds und der Kunststoffverkapselung während des Wellen- oder Handlötens zu verhindern.
- Reinigung:Verwenden Sie Standard-Leiterplattenreinigungslösungsmittel, die mit dem Kunststoffmaterial des Bauteils kompatibel sind. Vermeiden Sie Ultraschallreinigung mit übermäßiger Leistung oder langer Einwirkzeit.
- Lagerung:Bauteile sollten innerhalb des Lagerungstemperaturbereichs (Tstg) von -40°C bis +100°C und in einer Umgebung mit niedriger Luftfeuchtigkeit und antistatischer Ausrüstung gelagert werden, um Feuchtigkeitsaufnahme und elektrostatische Entladung (ESD) zu verhindern.
7. Anwendungsempfehlungen
7.1 Typische Anwendungsszenarien
Wie im Datenblatt angegeben, gehören zu den Hauptanwendungen:
- Drucker & Faxgeräte:Für Papierende-Erkennung, Papierstau-Sensorik, Deckelöffnungs-Erkennung und Schlittenpositions-Erkennung.
- Optoelektronische Schalter:Verwendung in Verkaufsautomaten, industrieller Automatisierung für Zählzwecke, Endschalter und Drehgeber-Scheiben-Sensorik.
- Unterhaltungselektronik:Schlitzsensoren in Laufwerken, Kassettendecks oder anderen Medienhandhabungssystemen.
7.2 Designüberlegungen
- Vorwiderstand (für LED):Muss basierend auf der Versorgungsspannung (VCC), der LED-Durchlassspannung (VF~1,4V typ.) und dem gewünschten Durchlassstrom (IF) berechnet werden. Den Dauer-IF-Grenzwert von 60 mA nicht überschreiten. Ein typischer Arbeitspunkt ist 20 mA.
- Lastwiderstand (für Fototransistor):Der Wert des Pull-Up-Widerstands (RL), der mit dem Kollektor verbunden ist, bestimmt den Ausgangsspannungshub und beeinflusst die Schaltgeschwindigkeit. Ein kleinerer RLergibt eine schnellere Abfallzeit, reduziert aber die Ausgangsspannungsamplitude. Die Testbedingung verwendet RL=100Ω.
- Elektrische Störfestigkeit:Für lange Leitungswege oder verrauschte Umgebungen sollte ein kleiner Bypass-Kondensator (z.B. 0,1µF) über den Versorgungspins in der Nähe des Bauteils hinzugefügt und abgeschirmte Kabel verwendet werden.
- Optische Überlegungen:Halten Sie den optischen Pfad (den 3mm Spalt) frei von Staub, Schmutz oder Kondensation. Der Infrarot-Sperrfilter hilft, aber starke Umgebungs-Infrarotquellen (wie Sonnenlicht oder Glühlampen) in der Nähe des Sensors können Fehlauslösungen verursachen.
8. Technischer Vergleich und Differenzierung
Im Vergleich zu einfachen Fototransistoren oder Fotodioden bietet dieser integrierte Foto-Unterbrecher wesentliche Vorteile:
- Ausgerichtete Optik:Sender und Empfänger sind in einem festen, starren Gehäuse vorjustiert, was die Notwendigkeit einer präzisen mechanischen Justierung während der Montage eliminiert – ein signifikanter Vorteil gegenüber diskreten Komponenten.
- Optimierter Spalt:Die 3mm Brennweite ist werkseitig für maximale Empfindlichkeit bei genau diesem Luftspalt eingestellt.
- Unterdrückung von Umgebungslicht:Der Infrarot-Sperrfilter über dem Fototransistor reduziert die Empfindlichkeit für sichtbares Licht erheblich und verbessert so das Signal-Rausch-Verhältnis unter typischen Innenraumbeleuchtungsbedingungen.
- Kompakte Bauform:Bietet eine komplette optische Schalterlösung in einem einzigen, kleinen Gehäuse.
9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was ist der Zweck der verschiedenen Bins (A, B, C)?
A: Bins kategorisieren Bauteile nach ihrer Empfindlichkeit (IC(ON)). Wählen Sie einen höheren Bin (B oder C) für Anwendungen, die die Erkennung von Objekten mit geringerem Kontrast, eine längere Lebensdauer (da die LED-Leistung mit der Zeit abnimmt) oder den Betrieb bei höheren Staubkonzentrationen erfordern. Bin A ist für Standardanwendungen ausreichend.
F: Kann ich die LED direkt mit einer Spannungsquelle ansteuern?
A: Nein. Eine LED ist ein stromgesteuertes Bauteil. Sie müssen einen Serien-Vorwiderstand verwenden, um den Durchlassstrom (IF) auf einen sicheren und konstanten Wert einzustellen, wie in allen Anwendungsschaltungen gezeigt.
F: Wie schließe ich den Ausgang an einen Mikrocontroller an?
A: Der Fototransistor fungiert als Schalter. Schließen Sie seinen Emitter an Masse an, seinen Kollektor über einen Pull-Up-Widerstand (z.B. 10kΩ) an einen digitalen Eingangspin. Wenn der Strahl nicht unterbrochen ist, ist der Transistor eingeschaltet und zieht den Pin auf Low. Bei Unterbrechung ist der Transistor ausgeschaltet, und der Pull-Up-Widerstand zieht den Pin auf High. Stellen Sie sicher, dass die Logikpegel des Mikrocontrollereingangs mit dem Ausgangsspannungshub kompatibel sind (nahe 0V für "Ein", nahe VCCfür "Aus").
F: Was beeinflusst die Ansprechzeit?
A: Die intrinsische Geschwindigkeit des Fototransistors, der Wert des Lastwiderstands (RL) und die Kapazität der Leiterbahnführung. Für schnelleres Schalten verwenden Sie einen kleineren RL, soweit durch den gewünschten Ausgangsstrom und die Spannungspegel erlaubt.
10. Praktisches Anwendungsbeispiel
Szenario: Papierende-Sensor in einem Desktop-Drucker.
Der Foto-Unterbrecher ist am Druckergehäuse so montiert, dass der Papierstapel im Fach innerhalb des 3mm optischen Spalts sitzt und den Infrarotstrahl blockiert. Ein Hebel oder Fähnchen, das am Papierfachfolger befestigt ist, kann verwendet werden. Wenn Papier vorhanden ist, ist der Strahl blockiert, der Fototransistor ist ausgeschaltet und sein Ausgang ist High. Wenn das letzte Blatt Papier eingezogen wird, bewegt sich der Folger, gibt den Strahl frei und der Fototransistor schaltet ein, wodurch der Ausgang auf Low gezogen wird. Dieser Logikwechsel wird von der Hauptsteuerung des Druckers erkannt, die dann die "Papier leer"-Warnung auf der Benutzeroberfläche aktiviert. Der Infrarot-Sperrfilter verhindert Fehlauslösungen durch die interne Druckerbeleuchtung oder Raumbeleuchtung.
11. Funktionsprinzip
Das Bauteil arbeitet nach dem Prinzip der modulierten optischen Kopplung. Eine interne Infrarot-LED emittiert Licht, wenn sie mit einem geeigneten Strom in Durchlassrichtung betrieben wird. Direkt gegenüber, im selben Gehäuse, befindet sich ein Silizium-NPN-Fototransistor. Die Basiszone des Fototransistors ist dem Licht ausgesetzt. Wenn Infrarotphotonen von der LED auf den Basis-Kollektor-Übergang treffen, erzeugen sie Elektron-Loch-Paare. Dieser photogenerierte Strom wirkt als Basisstrom und veranlasst den Transistor, einen viel größeren Kollektorstrom (IC) zu führen, der proportional zur Lichtintensität ist. Ein Objekt, das den 3mm-Spalt zwischen ihnen durchquert, unterbricht diesen Lichtstrahl und veranlasst den Fototransistor, abzuschalten. Dies liefert ein sauberes, elektrisch isoliertes Schaltsignal basierend auf einem physikalischen Ereignis.
12. Technologietrends
Foto-Unterbrecher bleiben grundlegende Komponenten in der Positionssensorik. Aktuelle Trends in diesem Bereich umfassen:
- Miniaturisierung:Entwicklung noch kleinerer oberflächenmontierbarer (SMD) Gehäuse, um Leiterplattenplatz in kompakter Unterhaltungselektronik zu sparen.
- Integration:Einbau zusätzlicher Schaltungskomponenten auf dem Chip, wie z.B. Schmitt-Trigger für Hysterese, Verstärker für schwächere Signale oder sogar digitale Schnittstellen (I2C), um ein sauberes, verarbeitetes digitales Ausgangssignal bereitzustellen und die Mikrocontroller-Anbindung zu vereinfachen.
- Verbesserte Leistung:Verbesserungen der LED-Effizienz und der Fotodetektor-Empfindlichkeit ermöglichen den Betrieb bei niedrigeren Strömen, was den Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung reduziert.
- Spezialisierte Varianten:Bauteile mit geschlitzten Scheiben für Drehgeber oder reflektive Typen, bei denen Sender und Empfänger in die gleiche Richtung zeigen, um reflektierende Markierungen zu erfassen.
Das Kernprinzip der optischen Unterbrechung bleibt aufgrund seiner berührungslosen Natur, Zuverlässigkeit und Einfachheit robust und sichert seine fortwährende Relevanz im mechatronischen Systemdesign.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |