Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Kernvorteile
- 1.2 Zielmarkt und Anwendung
- 2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektrische & Optische Kenngrößen
- 3. Analyse der Kennlinien
- 3.1 Abgeleitete Kennlinieninformationen
- 4. Mechanische & Gehäuseinformationen
- 4.1 Polaritätskennzeichnung und Pinbelegung
- 5. Löt- & Montagerichtlinien
- 6. Anwendungsvorschläge & Designüberlegungen
- 6.1 Typische Anwendungsschaltung
- 6.2 Designüberlegungen
- 7. Technischer Vergleich & Differenzierung
- 8. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
- 9. Funktionsprinzip
- 10. Branchentrends
1. Produktübersicht
Der LTH-872-N55T1 ist ein reflektierender Foto-Unterbrecher, eine Art optoelektronisches Bauteil, das eine Infrarot-Leuchtdiode (LED) und einen Fototransistor in einem einzigen, kompakten Gehäuse vereint. Seine Hauptfunktion besteht darin, die An- oder Abwesenheit eines Objekts berührungslos zu erfassen, indem es die Unterbrechung des vom Objekt zum Sensor reflektierten Lichtstrahls detektiert. Diese Komponente ist für Anwendungen konzipiert, die eine zuverlässige, schnelle und nicht-invasive Objekterkennung oder Positionserfassung erfordern.
1.1 Kernvorteile
Die wesentlichen Vorteile dieses Foto-Unterbrechers ergeben sich aus seinem grundlegenden Funktionsprinzip und Design.Berührungsloses Schaltenbeseitigt mechanischen Verschleiß und erhöht die Betriebslebensdauer und Zuverlässigkeit im Vergleich zu mechanischen Schaltern erheblich. Dies ist in Hochlastanwendungen entscheidend. Darüber hinaus bietet er einehohe Schaltgeschwindigkeit, mit typischen Anstiegs- und Abfallzeiten im Mikrosekundenbereich, wodurch er sich zur Erkennung schnell bewegender Objekte oder hochfrequenter Ereignisse eignet. Das integrierte Gehäuse gewährleistet eine präzise Ausrichtung zwischen Sender und Empfänger, vereinfacht die Montage und verbessert die Konsistenz.
1.2 Zielmarkt und Anwendung
Die primären Zielmärkte für diese Komponente sind die Büroautomatisierung und die Präzisionsmesstechnik. Ihre hauptsächlich dokumentierte Anwendung liegt inScannern und Druckern. In diesen Geräten werden Foto-Unterbrecher häufig für Funktionen wie Papiererfassung (z.B. Erkennung der Vorderkante eines Blattes), Papierstauerkennung, Schlitten- oder Druckkopfpositionserfassung und die Erkennung der Home-Position beweglicher Mechanismen verwendet. Die schnelle Reaktionszeit ist entscheidend für den hohen Durchsatz moderner Scan- und Druckgeräte.
2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
Das Verständnis der elektrischen und optischen Kenngrößen ist entscheidend für einen korrekten Schaltungsentwurf und einen zuverlässigen Betrieb innerhalb der spezifizierten Grenzen des Bauteils.
2.1 Absolute Maximalwerte
Diese Werte definieren die Belastungsgrenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Sie sind nicht für den Normalbetrieb vorgesehen.
- Eingangs-LED:
- Verlustleistung (PD): maximal 75 mW.
- Dauer-Durchlassstrom (IF): maximal 50 mA. Dies ist der absolute Höchststrom, der durch die LED fließen darf.
- Sperrspannung (VR): maximal 5 V. Eine Überschreitung kann den LED-Übergang zerstören.
- Ausgangs-Fototransistor:
- Verlustleistung (PC): maximal 100 mW.
- Kollektor-Emitter-Spannung (VCEO): maximal 30 V. Dies ist die maximale Spannung, die im Dunkelzustand (Basis offen) zwischen Kollektor und Emitter des Fototransistors anliegen darf.
- Emitter-Kollektor-Spannung (VECO): maximal 5 V (Sperrspannungsfestigkeit).
- Kollektorstrom (IC): maximal 20 mA.
- Umgebung:
- Betriebstemperatur (Topr): -25°C bis +85°C.
- Lagertemperatur (Tstg): -55°C bis +100°C.
- Löt-Temperatur der Anschlüsse (Tsol): maximal 260°C für 5 Sekunden (für Anschlüsse 1,6mm vom Gehäuse entfernt).
2.2 Elektrische & Optische Kenngrößen
Diese Parameter sind bei einer Umgebungstemperatur (TA) von 25°C spezifiziert und definieren die Leistung des Bauteils unter normalen Betriebsbedingungen.
- Kenngrößen der Eingangs-LED:
- Durchlassspannung (VF): typisch 1,2V bis 1,6V bei einem Durchlassstrom (IF) von 20 mA. Dies ist der Spannungsabfall über der leuchtenden LED.
- Sperrstrom (IR): maximal 100 µA bei einer Sperrspannung (VR) von 5V. Dies ist der geringe Leckstrom bei Sperrpolung der LED.
- Kenngrößen des Ausgangs-Fototransistors:
- Kollektor-Emitter-Dunkelstrom (ICEO): maximal 100 nA bei VCE=10V. Dies ist der Leckstrom, wenn der Fototransistor in völliger Dunkelheit ist (kein Licht von der LED). Ein niedriger Wert ist für ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis wünschenswert.
- Kollektor-Emitter-Sättigungsspannung (VCE(SAT)): maximal 0,4V bei IC=0,25mA und IF=20mA. Dies ist die Spannung über dem Transistor, wenn er vollständig "eingeschaltet" (gesättigt) ist. Eine niedrige Sättigungsspannung minimiert den Leistungsverlust im Schaltelement.
- Eingeschalteter Kollektorstrom (IC(ON)): mindestens 0,5 mA bei VCE=5V und IF=20mA. Dies spezifiziert den minimalen Ausgangsstrom, wenn die LED angesteuert wird und kein Objekt den Strahl unterbricht (reflektiver Modus angenommen).
- Koppler (System) Ansprechzeit:
- Anstiegszeit (TR): 3 µs (typisch) bis 15 µs (maximal). Dies ist die Zeit, die der Ausgang des Fototransistors benötigt, um von 10% auf 90% seines Endwertes anzusteigen, wenn die LED eingeschaltet wird.
- Abfallzeit (TF): 4 µs (typisch) bis 20 µs (maximal). Dies ist die Zeit, die der Ausgang benötigt, um von 90% auf 10% abzufallen, wenn die LED ausgeschaltet wird. Diese kurzen Zeiten sind entscheidend für das genannte Merkmal "hohe Schaltgeschwindigkeit".
- Testbedingungen: VCE=5V, IC=2mA, RL=100 Ω.
3. Analyse der Kennlinien
Das Datenblatt verweist auf typische elektrische/optische Kennlinien. Obwohl die spezifischen Graphen im Text nicht bereitgestellt werden, besteht ihr Zweck darin, die Beziehung zwischen Schlüsselparametern unter variierenden Bedingungen zu veranschaulichen, was für ein robustes Design unerlässlich ist.
3.1 Abgeleitete Kennlinieninformationen
Basierend auf der gängigen Praxis für solche Komponenten würden die typischen Kennlinien wahrscheinlich Folgendes umfassen:
- Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (IF-VF):Diese Kurve zeigt die nichtlineare Beziehung zwischen dem Strom durch die LED und der Spannung darüber. Sie hilft bei der Bestimmung des erforderlichen Vorwiderstandswertes, um einen gewünschten Treiberstrom aus einer gegebenen Versorgungsspannung zu erreichen.
- Kollektorstrom vs. Kollektor-Emitter-Spannung (IC-VCE):Für den Fototransistor würde diese Kurvenschar für verschiedene Pegel des einfallenden Lichts (oder verschiedene LED-Treiberströme, IF) aufgezeichnet werden. Sie definiert die Arbeitsbereiche des Transistors (Sperrbereich, aktiver Bereich, Sättigung) unter Beleuchtungsbedingungen.
- Stromübertragungsverhältnis (CTR) vs. Durchlassstrom:CTR ist das Verhältnis des Ausgangskollektorstroms des Fototransistors (IC) zum Eingangs-Durchlassstrom der LED (IF), typischerweise in Prozent ausgedrückt. Diese Kurve zeigt, wie sich der Wirkungsgrad mit dem Treiberstrom ändert, und ist entscheidend für den Entwurf der Schnittstellenschaltung, um einen ausreichenden Ausgangssignalhub sicherzustellen.
- Temperaturabhängigkeit:Kurven, die zeigen, wie Parameter wie Durchlassspannung (VF), Dunkelstrom (ICEO) und CTR mit der Umgebungstemperatur variieren. Dies ist entscheidend für einen stabilen Betrieb über den gesamten spezifizierten Temperaturbereich (-25°C bis +85°C).
4. Mechanische & Gehäuseinformationen
Die Gehäuseabmessungen werden referenziert, sind aber im bereitgestellten Text nicht detailliert. Die Hinweise geben an, dass alle Maße in Millimetern (mit Zoll in Klammern) angegeben sind und die allgemeine Toleranz ±0,25mm beträgt, sofern nicht anders angegeben. Die Teilenummer LTH-872-N55T1 deutet auf einen spezifischen, für reflektierende Foto-Unterbrecher üblichen Gehäusestil hin, der typischerweise einen Kunststoffgehäusekörper mit einem Schlitz aufweist. Sender und Empfänger sind über diesen Schlitz hinweg in die gleiche Richtung ausgerichtet, sodass sie ein Objekt erfassen können, das das emittierte Licht zurückreflektiert.
4.1 Polaritätskennzeichnung und Pinbelegung
Obwohl die genaue Pinbelegung nicht aufgeführt ist, haben Standard-Foto-Unterbrechergehäuse 4 Pins: zwei für die Anode und Kathode der Infrarot-LED und zwei für den Kollektor und Emitter des NPN-Fototransistors. Das Datenblatt würde typischerweise ein Diagramm mit Draufsicht und Pinnummerierung enthalten (z.B. 1: Anode, 2: Kathode, 3: Kollektor, 4: Emitter). Ein korrekter Polanschluss für die LED ist zwingend erforderlich, um Schäden zu vermeiden.
5. Löt- & Montagerichtlinien
Das Datenblatt liefert einen kritischen Parameter für die Montage: die maximale Löttemperatur der Anschlüsse. Für Anschlüsse, die 1,6mm (0,063 Zoll) vom Kunststoffgehäuse entfernt positioniert sind, darf die Temperatur260°C für 5 Sekundennicht überschreiten. Dies ist ein Standardwert für Wellen- oder Handlötung. Für Reflow-Lötung muss die Komponente mit dem spezifischen verwendeten Reflow-Profil kompatibel sein, das typischerweise eine Spitzentemperatur von etwa 240-250°C aufweist. Das Überschreiten dieser thermischen Grenzwerte kann zu internen Schäden an den Halbleiterübergängen oder zu Verformungen des Kunststoffgehäuses führen, was die optische Ausrichtung und Leistung beeinträchtigt.
6. Anwendungsvorschläge & Designüberlegungen
6.1 Typische Anwendungsschaltung
Eine grundlegende Schnittstellenschaltung besteht aus zwei Hauptteilen:
- LED-Treiber:Ein strombegrenzender Widerstand ist in Reihe mit der LED geschaltet. Der Widerstandswert (Rseries) wird berechnet als: Rseries= (VCC- VF) / IF. Unter Verwendung des typischen VFvon 1,4V und einem gewünschten IFvon 20mA mit einer 5V-Versorgung ergibt sich Rseries= (5 - 1,4) / 0,02 = 180 Ω. Ein Standard-180Ω- oder 220Ω-Widerstand wäre geeignet. Das Betreiben der LED mit einem Konstantstrom anstelle einer Konstantspannung sorgt für eine stabilere Lichtausgabe.
- Fototransistor-Ausgang:Der Fototransistor wird typischerweise in einer Emitterschaltung verwendet. Ein Lastwiderstand (RL) ist zwischen den Kollektor und die positive Versorgungsspannung (VCC) geschaltet. Der Emitter ist mit Masse verbunden. Wenn Licht auf den Transistor fällt, schaltet er ein und zieht die Kollektorspannung auf einen niedrigen Pegel (in Richtung VCE(SAT)). Im Dunkelzustand ist der Transistor ausgeschaltet, und die Kollektorspannung wird durch RCCauf einen hohen Pegel nahe VLgezogen. Der Wert von RLbestimmt den Ausgangsspannungshub und die Geschwindigkeit; ein kleinerer RLergibt eine schnellere Reaktion, aber einen kleineren Hub. Das Datenblatt testet mit RL=100Ω.
6.2 Designüberlegungen
- Unempfindlichkeit gegenüber Umgebungslicht:Als reflektierender Sensor kann er anfällig für Umgebungslicht sein (insbesondere Sonnenlicht oder helles Innenraumlicht, das Infrarot enthält). Die Verwendung eines modulierten LED-Ansteuersignals und einer synchronen Detektion in der Empfängerschaltung kann die Störfestigkeit gegenüber solchen Einflüssen erheblich verbessern.
- Objektreflexionsgrad:Der effektive Erfassungsabstand und die Signalstärke hängen stark vom Reflexionsgrad des Zielobjekts ab. Hochreflektierende Oberflächen (wie weißes Papier) funktionieren am besten, während dunkle oder matte Oberflächen möglicherweise nicht genug Licht reflektieren.
- Ausrichtung und Spalt:Der optimale Erfassungsabstand (Spalt zwischen Sensor und reflektierendem Objekt) ist üblicherweise im vollständigen Datenblatt spezifiziert. Das mechanische Design muss sicherstellen, dass dieser Spalt konstant eingehalten wird.
- Elektrisches Rauschen:Für lange Kabelwege oder rauschbehaftete Umgebungen können eine ordnungsgemäße Abschirmung und Filterung des Ausgangssignals erforderlich sein, da der Fototransistorausgang im ausgeschalteten Zustand einen hochohmigen Knoten darstellt und empfindlich gegenüber Störeinstrahlung sein kann.
7. Technischer Vergleich & Differenzierung
Im Vergleich zu anderen Erfassungstechnologien bietet dieser Foto-Unterbrecher spezifische Vorteile:
- vs. Mechanische Schalter:Kein Kontaktprellen, deutlich längere Lebensdauer (Millionen vs. Tausende von Schaltzyklen), schnellere Reaktion und geräuschlose Betriebsweise.
- vs. Transmissive Foto-Unterbrecher (Schlitz-Optokoppler):Reflektierende Typen wie der LTH-872-N55T1 erfordern nicht, dass ein Objekt durch einen Schlitz geführt wird; sie können Objekte in einem Abstand erfassen. Dies vereinfacht das mechanische Design für Anwendungen wie die Papiererfassung, bei der das Papier entlang einer Oberfläche läuft.
- vs. Moderne Sensoren (z.B. Hall-Effekt, Ultraschall):Foto-Unterbrecher sind für einfache Anwesenheits-/Abwesenheitserkennung im Allgemeinen einfacher und kostengünstiger. Sie benötigen keine Magnete (wie Hall-Sensoren) und sind weniger komplex als Ultraschallsensoren, obwohl sie bei nicht reflektierenden Zielen möglicherweise weniger effektiv sind.
8. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
F: Was ist der Zweck der Dunkelstrom (ICEO)-Spezifikation?
A: Dunkelstrom ist der geringe Leckstrom, der durch den Fototransistor fließt, wenn er völlig dunkel ist (kein Licht von der LED und kein Umgebungslicht). Im "Aus"-Zustand erzeugt dieser Strom, der durch den Lastwiderstand (RL) fließt, einen kleinen Spannungsabfall. Ein hoher Dunkelstrom könnte zu einer Ausgangsspannung führen, die nicht vollständig auf dem "hohen" Logikpegel liegt, was möglicherweise zu einer Fehlinterpretation durch die nachfolgende Schaltung führt. Der spezifizierte Maximalwert von 100 nA ist sehr niedrig und gewährleistet ein sauberes Aus-Zustandssignal.
F: Wie wähle ich den richtigen LED-Treiberstrom (IF)?
A: Der Treiberstrom beeinflusst die Lichtausgabe, was sich direkt auf den Ausgangsstrom des Fototransistors (IC(ON)) und die Empfindlichkeit des Bauteils auswirkt. Der Betrieb unter den typischen Testbedingungen von 20mA ist ein guter Ausgangspunkt. Sie können den Strom reduzieren, um Energie zu sparen, wenn die Anwendung einen hohen Reflexionsgrad und einen kurzen Abstand aufweist. Eine Erhöhung des Stroms kann die Signalstärke für schwierige Ziele verbessern, erhöht jedoch die Verlustleistung und muss unter dem absoluten Maximum von 50mA bleiben. Konsultieren Sie zur Orientierung die typische CTR vs. IF-Kurve.
F: Kann ich diesen Sensor im Freien verwenden?
A: Der Betriebstemperaturbereich (-25°C bis +85°C) ermöglicht den Einsatz in vielen Umgebungen. Direktes Sonnenlicht enthält jedoch starke Infrarotstrahlung, die den Fototransistor sättigen und eine ständige "Ein"-Erkennung verursachen kann. Für den Außeneinsatz werden optische Filterung (ein IR-Passfilter, der sichtbares Licht blockiert, aber die Wellenlänge der LED durchlässt) und/oder Signalmodulationstechniken dringend empfohlen, um Umgebungs-IR-Licht auszublenden.
9. Funktionsprinzip
Der LTH-872-N55T1 arbeitet nach dem Prinzip der internen Reflexionsmodulation. Eine Infrarot-LED emittiert Licht. In Abwesenheit eines reflektierenden Ziels im Erfassungsfeld dissipiert der größte Teil dieses Lichts. Wenn ein geeignet reflektierendes Objekt in das Feld eintritt, wird ein Teil des emittierten Lichts zurück zum Bauteil reflektiert. Der integrierte Fototransistor, der für dieselbe Infrarotwellenlänge empfindlich ist, detektiert dieses reflektierte Licht. Die einfallenden Photonen erzeugen im Basisbereich des Fototransistors Elektron-Loch-Paare und stellen effektiv einen Basisstrom bereit. Dies bewirkt, dass der Transistor einschaltet und einen Kollektorstrom (IC) fließen lässt, der proportional zur Intensität des reflektierten Lichts ist. Diese Änderung des Ausgangsstroms/-spannung wird dann von der externen Schaltung genutzt, um die Anwesenheit des Objekts zu signalisieren.
10. Branchentrends
Während die grundlegende Foto-Unterbrecher-Technologie ausgereift ist, konzentrieren sich die Trends auf Miniaturisierung, Integration und erweiterte Funktionalität. Neuere Bauteile können folgende Merkmale aufweisen:
- Oberflächenmontage (SMD)-Gehäuse:Kleinere Bauraumbedürfnisse für die Hochdichte-Leiterplattenmontage.
- Integrierte ICs:Einige moderne Foto-Unterbrecher beinhalten Verstärkung, Schmitt-Trigger für Hysterese und sogar digitale Ausgänge (z.B. I2C) auf dem Chip, was den Schnittstellendesign vereinfacht.
- Höhere Geschwindigkeit:Die Entwicklung schreitet für noch schnellere Ansprechzeiten voran, um mit steigenden Maschinengeschwindigkeiten Schritt zu halten.
- Verbesserte Unterdrückung von Umgebungslicht:Fortschrittliche optische Designs und Modulationsverfahren werden eingesetzt, um Sensoren in anspruchsvollen Lichtumgebungen robuster zu machen. Das grundlegende reflektierende Erfassungsprinzip, wie es in Komponenten wie dem LTH-872-N55T1 verkörpert ist, bleibt eine zuverlässige und kosteneffektive Lösung für eine Vielzahl von berührungslosen Erfassungsaufgaben.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |