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LTR-209 Fototransistor Datenblatt - Klare Bauform - Vce 30V - Leistung 100mW - Technisches Dokument

Umfassendes technisches Datenblatt für den LTR-209 Fototransistor mit breitem Kollektorstrombereich, hochsensibler Linse und klarem, transparentem Gehäuse. Enthält absolute Grenzwerte, elektrische/optische Kennwerte und Leistungskurven.
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PDF-Dokumentendeckel - LTR-209 Fototransistor Datenblatt - Klare Bauform - Vce 30V - Leistung 100mW - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der LTR-209 ist ein Silizium-NPN-Fototransistor, der für Infrarot-Erkennungsanwendungen konzipiert ist. Er ist in einem klaren, transparenten Kunststoffgehäuse untergebracht, das eine hohe Empfindlichkeit gegenüber einfallendem Licht, insbesondere im Infrarotspektrum, ermöglicht. Das Bauteil zeichnet sich durch seinen weiten Betriebsbereich, seine Zuverlässigkeit und seine Kosteneffizienz aus, was es für verschiedene Erfassungs- und Detektionssysteme geeignet macht.

1.1 Kernvorteile

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Der folgende Abschnitt bietet eine detaillierte, objektive Interpretation der für den LTR-209 Fototransistor spezifizierten wesentlichen elektrischen und optischen Parameter.

2.1 Absolute Grenzwerte

Diese Grenzwerte definieren die Limits, jenseits derer dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Ein Betrieb unter oder bei diesen Bedingungen ist nicht garantiert.

2.2 Elektrische & Optische Kennwerte

Diese Parameter werden unter spezifischen Testbedingungen bei TA=25°C gemessen und definieren die typische Leistung des Bauteils.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Der LTR-209 verwendet ein Binning-System für seinen Schlüsselparameter,den Kollektor-Einschaltstrom (IC(ON)). Binning ist ein Qualitätskontrollprozess, bei dem Bauteile basierend auf gemessener Leistung in spezifische Gruppen oder "Bins" sortiert werden. Dies ermöglicht es Designern, ein Bauteil mit einem garantierten Leistungsbereich auszuwählen, der für ihre Anwendung geeignet ist.

3.1 Binning des Kollektor-Einschaltstroms

Der IC(ON)wird unter standardisierten Bedingungen gemessen: VCE= 5V, Ee= 1 mW/cm² und einer Infrarot-Quellenwellenlänge (λ) von 940nm. Das Bauteil wird basierend auf seinem gemessenen Strom in folgende Bins sortiert:

Design-Implikation:Eine für BIN C Bauteile (niedrigerer Strom) ausgelegte Schaltung funktioniert möglicherweise nicht korrekt, wenn ein BIN F Bauteil (höherer Strom) ohne Neukalibrierung verwendet wird, und umgekehrt. Die Angabe des Bin-Codes ist für eine konsistente Systemleistung entscheidend.

4. Analyse der Leistungskurven

Das Datenblatt enthält mehrere Kennlinien, die zeigen, wie sich Schlüsselparameter mit den Betriebsbedingungen ändern. Diese sind wesentlich, um das reale Verhalten über die Ein-Punkt-Spezifikationen hinaus zu verstehen.

4.1 Kollektor-Dunkelstrom vs. Umgebungstemperatur (Abb. 1)

Dieses Diagramm zeigt, dass ICEO(Dunkelstrom) exponentiell mit steigender Umgebungstemperatur (TA) zunimmt. Beispielsweise kann der Dunkelstrom bei 100°C um Größenordnungen höher sein als bei 25°C. Dies ist ein grundlegendes Halbleiterverhalten aufgrund der erhöhten thermischen Erzeugung von Ladungsträgern.Design-Überlegung:In Hochtemperaturanwendungen kann der erhöhte Dunkelstrom eine bedeutende Rauschquelle werden, die schwache optische Signale möglicherweise überdeckt. Wärmemanagement oder Signalaufbereitung können erforderlich sein.

4.2 Kollektor-Verlustleistung vs. Umgebungstemperatur (Abb. 2)

Diese Entlastungskurve zeigt die maximal zulässige Verlustleistung (PC) als Funktion von TA. Der absolute Grenzwert von 100 mW gilt nur bei oder unter 25°C. Mit steigendem TAnimmt die Fähigkeit des Bauteils, Wärme abzuführen, ab, daher muss die maximal erlaubte Leistung linear reduziert werden. Bei 85°C (der maximalen Betriebstemperatur) ist die zulässige Verlustleistung deutlich niedriger.Design-Überlegung:Schaltungen müssen so ausgelegt sein, dass die tatsächliche Verlustleistung (VCE* IC) den entlasteten Wert bei der höchsten erwarteten Betriebstemperatur nicht überschreitet.

4.3 Anstiegs-/Abfallzeit vs. Lastwiderstand (Abb. 3)

Diese Kurve zeigt den Kompromiss zwischen Schaltgeschwindigkeit und Signalaussteuerung. Sowohl die Anstiegszeit (Tr) als auch die Abfallzeit (Tf) nehmen mit größerem Lastwiderstand (RL) zu. Ein größerer RLbietet eine größere Ausgangsspannungsauslenkung (ΔV = IC* RL), verlangsamt jedoch die Ansprechzeit der Schaltung, weil die Sperrschichtkapazität des Transistors länger braucht, um sich über den größeren Widerstand auf-/entzuladen.Design-Überlegung:Der Wert von RLmuss basierend darauf gewählt werden, ob die Anwendung hohe Geschwindigkeit (niedriger RL) oder hohe Ausgangsspannungsverstärkung (höherer RL) priorisiert.

4.4 Relativer Kollektorstrom vs. Bestrahlungsstärke (Abb. 4)

Dieses Diagramm stellt den normierten Kollektorstrom gegen die einfallende optische Leistungsdichte (Bestrahlungsstärke, Ee) dar. Es zeigt einen linearen Zusammenhang im dargestellten Bereich (0 bis ~5 mW/cm²). Diese Linearität ist ein Schlüsselmerkmal von Fototransistoren in analogen Erfassungsanwendungen, da der Ausgangsstrom direkt proportional zur Eingangslichtintensität ist. Die Kurve ist für VCE= 5V dargestellt.

4.5 Empfindlichkeitsdiagramm (Abb. 5)

Während die genauen Achsen abgekürzt sind, zeigt ein "Empfindlichkeitsdiagramm" typischerweise die spektrale Empfindlichkeit des Detektors. Silizium-Fototransistoren wie der LTR-209 sind im nahen Infrarotbereich am empfindlichsten, mit einem Maximum bei etwa 800-950 nm. Dies macht sie ideal für den Einsatz mit gängigen Infrarot-Emittern (wie LEDs mit λ=940nm, wie in der Binning-Testbedingung referenziert) und zum Ausfiltern von sichtbarem Licht.

5. Mechanische & Verpackungsinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen

Das Bauteil verwendet ein Standard-Durchsteck-Kunststoffgehäuse. Wichtige dimensionale Hinweise aus dem Datenblatt sind:

Polaritätskennzeichnung:Der längere Anschluss ist typischerweise der Kollektor, der kürzere der Emitter. Die flache Seite am Gehäuserand kann ebenfalls die Emitterseite anzeigen. Immer mit dem Gehäusediagramm verifizieren.

6. Löt- & Montagerichtlinien

Die primäre Anleitung betrifft Hand- oder Wellenlöten: Die Anschlüsse können einer Temperatur von 260°C für maximal 5 Sekunden ausgesetzt werden, gemessen in 1,6mm (.063") Abstand vom Gehäuse. Dies verhindert thermische Schäden am internen Halbleiterchip und am Kunststoffgehäuse.

Für Reflow-Löten:Obwohl in diesem Datenblatt nicht explizit angegeben, erfordern ähnliche Kunststoffgehäuse typischerweise ein Profil, das mit JEDEC-Standards (z.B. J-STD-020) konform ist, mit einer Spitzentemperatur, die normalerweise 260°C nicht überschreitet. Die spezifische Feuchtesensitivitätsstufe (MSL) und Backanforderungen sind hier nicht angegeben und sollten beim Hersteller bestätigt werden.

Lagerbedingungen:Das Bauteil sollte innerhalb des spezifizierten Temperaturbereichs von -55°C bis +100°C in einer trockenen, nicht korrosiven Umgebung gelagert werden. Für die Langzeitlagerung werden antistatische Vorkehrungen empfohlen.

7. Anwendungsvorschläge

7.1 Typische Anwendungsszenarien

7.2 Designüberlegungen & Schaltungskonfiguration

Die gebräuchlichste Schaltungskonfiguration ist derEmitter-Schaltung. Der Fototransistor ist mit dem Kollektor über einen Lastwiderstand (RCC) an eine positive Versorgung (VL) angeschlossen, und der Emitter ist mit Masse verbunden. Einfallendes Licht verursacht einen Fotostrom (IC), der fließt und eine Ausgangsspannung (VOUT) am Kollektorknoten erzeugt: VOUT= VCC- (IC* RL). Im Dunkeln ist VOUThoch (~VCC). Bei Beleuchtung sinkt VOUT drops.

Wesentliche Designschritte:

  1. Wählen Sie RL:basierend auf der erforderlichen Aussteuerung (VCC/IC(ON)) und der gewünschten Geschwindigkeit (siehe Abb. 3). Werte zwischen 1kΩ und 10kΩ sind üblich.
  2. Bandbreite berücksichtigen:Der RL-Wert bildet zusammen mit der Sperrschichtkapazität des Bauteils einen Tiefpassfilter. Für gepulsten Betrieb muss die RC-Zeitkonstante der Schaltung deutlich kürzer als die Pulsbreite sein.
  3. Umgebungslicht managen:Verwenden Sie optische Filterung (einen dunklen oder IR-Durchlassfilter über dem Sensor), um unerwünschtes sichtbares Licht zu blockieren und Rauschen zu reduzieren.
  4. Temperaturkompensation:Für präzise analoge Erfassung die Temperaturabhängigkeit des Dunkelstroms (Abb. 1) berücksichtigen. Techniken umfassen die Verwendung eines abgeglichenen Dunkelreferenzsensors in einer Differenzialschaltung oder die Implementierung von Softwarekompensation.

8. Technischer Vergleich & Differenzierung

Im Vergleich zu anderen optischen Detektoren:

9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

9.1 Was bedeutet der "BIN"-Code und warum ist er wichtig?

Der BIN-Code (C, D, E, F) kategorisiert das Bauteil basierend auf seinem gemessenen Kollektor-Einschaltstrom (IC(ON)). Er ist entscheidend, weil er einen spezifischen Leistungsbereich garantiert. Die Verwendung eines Bauteils aus dem falschen Bin könnte dazu führen, dass Ihre Schaltung unter- oder überempfindlich ist und fehlerhaft arbeitet. Geben Sie beim Bestellen immer das erforderliche Bin an.

9.2 Kann ich diesen Sensor mit einer sichtbaren Lichtquelle verwenden?

Während das Siliziummaterial auf sichtbares Licht reagiert, liegt seine Spitzenempfindlichkeit im nahen Infrarot (siehe implizite Abb. 5). Für optimale Leistung und um Störungen durch Umgebungslicht zu vermeiden, wird dringend empfohlen, ihn mit einem Infrarot-Emitter (typischerweise 850nm, 880nm oder 940nm) zu kombinieren und einen IR-Durchlassfilter auf dem Detektor zu verwenden.

9.3 Wie wandle ich das Ausgangssignal in ein digitales Signal um?

Die einfachste Methode ist, den Ausgang (Kollektor-Knoten) mit dem Eingang eines Schmitt-Trigger-Inverters oder eines Komparators mit Hysterese zu verbinden. Dies wandelt die analoge Spannungsauslenkung in ein sauberes digitales Signal um, das unempfindlich gegenüber Rauschen ist. Die Schwelle des Komparators sollte zwischen den "Hell"- und "Dunkel"-Ausgangsspannungspegeln liegen.

9.4 Warum ist mein Ausgangssignal in einer hellen, heißen Umgebung instabil?

Dies liegt wahrscheinlich an den kombinierten Effekten von hohem Dunkelstrom (steigend mit der Temperatur gemäß Abb. 1) und der Reaktion auf Umgebungslicht. Lösungen umfassen: 1) Hinzufügen einer physischen Abschirmung oder Röhre, um das Sichtfeld zu begrenzen, 2) Verwendung einer modulierten IR-Quelle und synchroner Detektion, 3) Implementierung einer temperaturstabilen Vorspannungs- oder Kompensationsschaltung.

10. Praktische Design-Fallstudie

Szenario:Entwurf eines Papiererkennungssensors für einen Drucker.

Umsetzung:Eine IR-LED und der LTR-209 werden auf gegenüberliegenden Seiten des Papierwegs platziert und ausgerichtet, um einen Strahl zu erzeugen. Wenn Papier vorhanden ist, blockiert es den Strahl. Der Fototransistor ist in Emitterschaltung mit RL= 4,7kΩ und VCC= 5V konfiguriert.

Bauteilauswahl & Berechnungen:Wählen Sie ein Bauteil aus BIN D (IC(ON)= 1,6-4,8mA). Ohne Papier (Strahl intakt) nehmen wir IC= 3mA (typisch) an. VOUT= 5V - (3mA * 4,7kΩ) = 5V - 14,1V = -9,1V. Dies ist unmöglich, was bedeutet, dass der Transistor in Sättigung ist. In Sättigung ist VOUT≈ VCE(SAT)≈ 0,4V (ein LOW-Signal). Wenn Papier den Strahl blockiert, ist IC≈ ICEO(sehr klein, ~nA), also VOUT≈ 5V (ein HIGH-Signal). Ein Mikrocontroller-GPIO-Pin kann dieses HIGH/LOW-Signal direkt auslesen, um Papierpräsenz zu erkennen. Ein Entkopplungskondensator (z.B. 100nF) über den Versorgungsanschlüssen des Sensors wird empfohlen, um Rauschen zu filtern.

11. Funktionsprinzip

Ein Fototransistor ist ein bipolarer Transistor (BJT), bei dem die Basisregion Licht ausgesetzt ist. Einfallende Photonen mit ausreichender Energie erzeugen Elektron-Loch-Paare in der Basis-Kollektor-Sperrschicht. Diese photogenerierten Ladungsträger werden durch das interne elektrische Feld abgesaugt und wirken effektiv als Basisstrom. Dieser "optische Basisstrom" wird dann durch die Stromverstärkung (hFE) des Transistors verstärkt, was zu einem viel größeren Kollektorstrom führt. Die Größe dieses Kollektorstroms ist proportional zur Intensität des einfallenden Lichts und ermöglicht so die Erfassungsfunktion. Das klare Gehäuse und die Linse des LTR-209 maximieren die Anzahl der Photonen, die die empfindliche Halbleitersperrschicht erreichen.

12. Technologietrends

Fototransistoren wie der LTR-209 repräsentieren eine ausgereifte und kosteneffektive Technologie. Aktuelle Trends in der Optoelektronik umfassen:

Das grundlegende Funktionsprinzip des Fototransistors bleibt gültig, und Bauteile wie der LTR-209 sind aufgrund ihrer Einfachheit, Robustheit und niedrigen Kosten weiterhin eine zuverlässige Wahl für eine Vielzahl von grundlegenden bis mittleren Erfassungsanforderungen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.