Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Bauteileauswahlhilfe
- 2. Technische Spezifikationen und objektive Interpretation
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektro-optische Kenngrößen
- 3. Analyse der Kennlinien
- 3.1 Flussstrom in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur
- 3.2 Spektrale Verteilung
- 3.3 Relative Intensität in Abhängigkeit vom Flussstrom
- 3.4 Flussstrom in Abhängigkeit von der Flussspannung
- 3.5 Winkelabhängigkeit der Strahlung
- 4. Mechanische und Verpackungsinformationen
- 4.1 Gehäuseabmessungen
- 4.2 Polaritätskennzeichnung
- 4.3 Trägerbandabmessungen
- 5. Löt- und Bestückungsrichtlinien
- 5.1 Lagerung und Handhabung
- 5.2 Reflow-Lötprofil
- 5.3 Handlötung und Nacharbeit
- 5.4 Kritische Vorsichtsmaßnahmen
- 6. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
- 6.1 Typische Anwendungsszenarien
- 6.2 Designüberlegungen
- 7. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 8. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
- 8.1 Warum ist ein strombegrenzender Widerstand zwingend erforderlich?
- 8.2 Was bedeutet "spektrale Abstimmung auf Si-Fotodetektoren"?
- 8.3 Wie kritisch ist die 168-stündige Auslagerungszeit?
- 9. Praktisches Anwendungsbeispiel
- 10. Einführung in das Funktionsprinzip
- 11. Branchentrends und Entwicklungen
1. Produktübersicht
Die IR25-21C/TR8 ist eine miniaturisierte, oberflächenmontierbare (SMD) Infrarot-Emissionsdiode. Sie verfügt über ein Reverse-Package-Design, das in wasserklarem Kunststoff mit einer sphärischen Toplinse vergossen ist. Die Hauptfunktion dieses Bauteils ist die Emission von Infrarotlicht, wobei dessen spektrale Ausgangsleistung speziell auf Silizium-Fotodioden und -Fototransistoren abgestimmt ist. Dies macht sie zu einer idealen Quelle für verschiedene Sensoranwendungen.
Zu den wesentlichen Vorteilen dieser LED gehören ihr kompaktes, beidseitig kontaktiertes Gehäuse, das die Leiterplattenmontage und Integration in platzbeschränkte Designs erleichtert. Sie arbeitet mit einer niedrigen Flussspannung, was zur Energieeffizienz beiträgt. Das Bauteil entspricht den wichtigsten Umwelt- und Sicherheitsstandards, einschließlich RoHS, EU REACH, und ist halogenfrei, was seine Eignung für die moderne Elektronikfertigung sicherstellt.
1.1 Bauteileauswahlhilfe
Die IR25-21C/TR8 gehört zur Kategorie der Infrarot (IR)-LEDs. Sie nutzt einen Gallium-Aluminium-Arsenid (GaAlAs)-Chip, der für eine effiziente Infrarot-Emission bekannt ist. Die Linse ist wasserklar, was eine maximale Transmission des Infrarotlichts ohne Farbfilterung ermöglicht.
2. Technische Spezifikationen und objektive Interpretation
2.1 Absolute Maximalwerte
Die Betriebsgrenzen des Bauteils sind unter Standard-Umgebungstemperatur (Ta=25°C) definiert. Das Überschreiten dieser Werte kann zu dauerhaften Schäden führen.
- Flussstrom (IF):100 mA - Der maximal zulässige Dauerstrom durch die LED.
- Sperrspannung (VR):5 V - Die maximal in Sperrrichtung anlegbare Spannung.
- Verlustleistung (Pd):120 mW - Die maximale Leistung, die das Gehäuse als Wärme abführen kann.
- Betriebstemperatur (Topr):-40°C bis +85°C - Der Umgebungstemperaturbereich für einen zuverlässigen Betrieb.
- Lagertemperatur (Tstg):-40°C bis +85°C - Der sichere Temperaturbereich für die Lagerung des unbestückten Bauteils.
- Löttemperatur (Ts):260°C für max. 5 Sekunden - Die Spitzentemperatur und -dauer, die die LED während des Reflow-Lötens aushalten kann.
2.2 Elektro-optische Kenngrößen
Diese Parameter werden bei Ta=25°C gemessen und definieren die typische Leistung der LED.
- Strahlstärke (Ie):40 mW/sr (Min.) @ IF=20 mA - Dies ist die optische Ausgangsleistung pro Raumwinkeleinheit, ein Schlüsselmaß für die Helligkeit von gerichteten Quellen wie LEDs.
- Spitzenwellenlänge (λp):940 nm (typ.) - Die Wellenlänge, bei der die LED die meiste optische Leistung emittiert. Dies stimmt gut mit der Spitzenempfindlichkeit gängiger Silizium-Fotodetektoren überein.
- Spektrale Bandbreite (Δλ):50 nm (typ.) - Der Bereich der emittierten Wellenlängen, gemessen bei halber Spitzenintensität (Halbwertsbreite).
- Flussspannung (VF):1,5 V (typ.) @ IF=20 mA - Der Spannungsabfall über der LED beim Betrieb mit dem spezifizierten Strom. Der niedrige Wert ist vorteilhaft für Niederspannungsschaltungen.
- Abstrahlwinkel (2θ1/2):±20° (typ.) - Der Winkelbereich, in dem die Strahlstärke mindestens die Hälfte der Spitzenintensität beträgt. Dies definiert die Strahlbreite.
3. Analyse der Kennlinien
Das Datenblatt enthält mehrere Diagramme, die das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen veranschaulichen.
3.1 Flussstrom in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur
Abbildung 1 zeigt die Reduzierung des maximal zulässigen Flussstroms mit steigender Umgebungstemperatur. Um Überhitzung zu verhindern, muss der Strom bei Betrieb über 25°C reduziert werden. Diese Kurve ist entscheidend für das Wärmemanagement-Design.
3.2 Spektrale Verteilung
Abbildung 2 stellt die relative Intensität über der Wellenlänge dar und bestätigt das Maximum bei etwa 940 nm und die ~50 nm Bandbreite. Diese Übereinstimmung mit der Empfindlichkeitskurve von Silizium-Detektoren (die ihr Maximum bei etwa 900-1000 nm hat) maximiert die Signalstärke in Sensorsystemen.
3.3 Relative Intensität in Abhängigkeit vom Flussstrom
Abbildung 3 zeigt die Beziehung zwischen optischer Ausgangsleistung und Treiberstrom. Die Ausgangsleistung steigt mit dem Strom, kann aber bei sehr hohen Strömen aufgrund von Erwärmung und Effizienzabfall unterlinear werden. Der Betrieb innerhalb des empfohlenen Bereichs gewährleistet eine stabile Leistung.
3.4 Flussstrom in Abhängigkeit von der Flussspannung
Abbildung 4 ist die I-V-Kennlinie. Sie zeigt die für eine Diode typische exponentielle Beziehung. Die Kurve unterstreicht die Bedeutung der Verwendung eines strombegrenzenden Widerstands oder einer Konstantstromquelle, da ein geringer Spannungsanstieg über den Knickpunkt hinaus einen großen, potenziell zerstörerischen Stromanstieg verursacht.
3.5 Winkelabhängigkeit der Strahlung
Abbildung 5 stellt die relative Strahlstärke über dem Winkel von der Mittelachse dar und definiert das räumliche Abstrahlmuster (lambertisch oder anders). Dies ist für das optische Design wesentlich, um zu bestimmen, wie das Licht im Zielbereich verteilt wird.
4. Mechanische und Verpackungsinformationen
4.1 Gehäuseabmessungen
Die LED hat einen kompakten SMD-Fußabdruck. Wichtige Abmessungen sind eine Bauteilgröße von ca. 2,0mm x 1,25mm bei einer Höhe von etwa 0,8mm. Detaillierte Zeichnungen spezifizieren das Pad-Layout, den Anschlussabstand und die Linsengeometrie. Toleranzen betragen typischerweise ±0,1mm, sofern nicht anders angegeben. Ein empfohlenes Land Pattern (Pad-Layout) wird für das Leiterplattendesign bereitgestellt, sollte jedoch basierend auf spezifischen Fertigungsprozessen und thermischen Anforderungen optimiert werden.
4.2 Polaritätskennzeichnung
Das Bauteil verfügt über ein Reverse-Package. Die Polarität wird durch eine Markierung auf dem Gehäuse oder durch die Form des Gehäusefußabdrucks angezeigt. Die korrekte Ausrichtung ist für den Schaltungsbetrieb entscheidend.
4.3 Trägerbandabmessungen
Das Bauteil wird auf 8mm breitem, geprägtem Trägerband geliefert, das auf einer 7-Zoll-Spule aufgewickelt ist. Die Bandteilung und die Taschenabmessungen sind spezifiziert, um die Kompatibilität mit automatischen Bestückungsgeräten sicherzustellen. Jede Spule enthält 2000 Stück.
5. Löt- und Bestückungsrichtlinien
5.1 Lagerung und Handhabung
Die LEDs sind feuchtigkeitsempfindlich (MSL). Ungeöffnete Feuchtigkeitsschutzbeutel müssen unter 30°C und 90% r.F. gelagert werden. Nach dem Öffnen beträgt die "Auslagerungszeit" 168 Stunden (7 Tage) bei Lagerung bei ≤60% r.F. Eine Überschreitung erfordert ein Trocknen (z.B. 96 Stunden bei 60°C) vor dem Reflow-Löten, um "Popcorning"-Schäden während des Lötens zu verhindern.
5.2 Reflow-Lötprofil
Ein bleifreies (Pb-free) Reflow-Temperaturprofil wird empfohlen. Wichtige Parameter umfassen eine Aufwärmzone, einen graduellen Temperaturanstieg, eine Spitzentemperatur von maximal 260°C für höchstens 5 Sekunden und eine kontrollierte Abkühlphase. Das Reflow-Löten sollte nicht mehr als zweimal am selben Bauteil durchgeführt werden.
5.3 Handlötung und Nacharbeit
Falls manuelles Löten erforderlich ist, sollte ein Lötkolben mit einer Spitzentemperatur unter 350°C und einer Leistung unter 25W verwendet werden. Die Kontaktzeit pro Anschluss muss weniger als 3 Sekunden betragen. Für Nacharbeiten wird ein Doppelspitzen-Lötkolben empfohlen, um beide Anschlüsse gleichzeitig zu erhitzen und mechanische Belastung zu vermeiden. Die Auswirkung auf die Bauteileigenschaften sollte nach jeder Nacharbeit überprüft werden.
5.4 Kritische Vorsichtsmaßnahmen
- Stromschutz:Ein externer Vorwiderstand ist zwingend erforderlich, um den Flussstrom zu begrenzen. Die steile I-V-Kennlinie bedeutet, dass geringe Spannungsschwankungen zu katastrophalen Überströmen führen können.
- Mechanische Belastung:Vermeiden Sie es, während oder nach dem Löten Kraft auf das LED-Gehäuse auszuüben. Biegen Sie die Leiterplatte nicht in der Nähe der montierten LED.
6. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
6.1 Typische Anwendungsszenarien
- Leiterplattenmontierte Infrarotsensoren:Wird als Lichtquelle in Näherungssensoren, Objekterkennung und Positionscodierung verwendet.
- Miniatur-Lichtschranken/Optoschalter:Gepaart mit einem Fotodetektor, um einen unterbrechbaren Strahl für Zähl-, Sicherheitsvorhänge oder Endschalter zu erzeugen.
- Diskettenlaufwerke (historisch):Historisch für Spurerkennung verwendet.
- Rauchmelder:Eingesetzt in Streulicht-Rauchmeldern, bei denen Rauchpartikel einen Lichtstrahl streuen.
6.2 Designüberlegungen
- Treiber-Schaltung:Implementieren Sie eine Konstantstromquelle oder eine Spannungsquelle mit einem präzise berechneten strombegrenzenden Widerstand (R = (Vversorgung- VF) / IF).
- Optische Ausrichtung:Der ±20° Abstrahlwinkel erfordert eine sorgfältige Ausrichtung mit dem empfangenden Detektor für eine optimale Signalkopplung, insbesondere bei Anwendungen mit schmalem Strahl.
- Wärmemanagement:Sorgen Sie für eine ausreichende Kupferfläche auf der Leiterplatte oder thermische Durchkontaktierungen zur Wärmeableitung, insbesondere beim Betrieb mit höheren Strömen oder bei erhöhten Umgebungstemperaturen.
- Elektrische Störungen:In empfindlichen analogen Sensor-Schaltungen sollten Sie eine Abschirmung oder Modulation des LED-Treibersignals in Betracht ziehen, um es von Umgebungslicht und elektrischem Rauschen zu unterscheiden.
7. Technischer Vergleich und Differenzierung
Im Vergleich zu Standard-Infrarot-LEDs bietet das Reverse-Package der IR25-21C/TR8 eine potenziell geringere Bauhöhe und ein anderes Abstrahlmuster. Ihr wichtigster Unterscheidungsmerkmal ist die spezifische spektrale Abstimmung auf Silizium, was in Detektorsystemen zu höheren Signal-Rausch-Verhältnissen führen kann als bei LEDs mit abweichenden Spitzenwellenlängen. Die Konformität mit halogenfreien und modernen Umweltstandards macht sie für "grüne" Elektronikinitiativen geeignet.
8. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
8.1 Warum ist ein strombegrenzender Widerstand zwingend erforderlich?
Die exponentielle I-V-Kennlinie der Diode bedeutet, dass jenseits des Flussspannungs-Knicks (ca. 1,5V) der Strom bei minimaler Spannungserhöhung dramatisch ansteigt. Ohne einen Widerstand, der den Arbeitspunkt festlegt, können geringe Versorgungsspannungsschwankungen oder Temperaturänderungen den Strom über das Maximum von 100mA treiben und die LED sofort zerstören.
8.2 Was bedeutet "spektrale Abstimmung auf Si-Fotodetektoren"?
Siliziumbasierte Fotodioden und Fototransistoren haben eine spezifische Empfindlichkeitskurve; sie sind für Licht im Bereich von 800-1000 nm am empfindlichsten. Die Spitzenemission dieser LED bei 940 nm fällt direkt in diesen Hochsensitivitätsbereich und stellt sicher, dass der Detektor einen maximalen Anteil der optischen Leistung der LED in elektrischen Strom umwandelt, was die Systemeffizienz und Reichweite verbessert.
8.3 Wie kritisch ist die 168-stündige Auslagerungszeit?
Sie ist für eine zuverlässige Bestückung sehr kritisch. Feuchtigkeit, die in das Kunststoffgehäuse eingedrungen ist, kann während des Hochtemperatur-Relfow-Lötprozesses schnell verdampfen und innere Delamination, Risse oder Bonddrahtschäden ("Popcorning") verursachen. Die Einhaltung der Auslagerungszeit oder das Durchführen eines ordnungsgemäßen Trocknungsprozesses verhindert diesen Fehlermodus.
9. Praktisches Anwendungsbeispiel
Entwurf eines Papierblattzählers:In einem Bürogerät kann die IR25-21C/TR8 auf einer Seite eines Papierwegs montiert werden, direkt einem Fototransistor auf der anderen Seite gegenüber. Wenn kein Papier vorhanden ist, erreicht der Infrarotstrahl den Detektor und erzeugt ein hohes Signal. Wenn ein Blatt Papier durchläuft, unterbricht es den Strahl, wodurch das Detektorsignal abfällt. Dieses Ereignis wird von einem Mikrocontroller gezählt. Die 940nm Wellenlänge ist unsichtbar und wird von Umgebungslicht nicht beeinflusst. Die niedrige Flussspannung ermöglicht es, das System mit einer 3,3V- oder 5V-Logikversorgung zu betreiben, wobei ein einfacher Vorwiderstand (z.B. (5V - 1,5V)/0,02A = 175Ω) den LED-Strom auf einen sicheren Wert von 20mA einstellt.
10. Einführung in das Funktionsprinzip
Eine Infrarot-Leuchtdiode (IR-LED) ist eine Halbleiter-pn-Übergangsdiode. Bei Flusspolung werden Elektronen aus dem n-Gebiet und Löcher aus dem p-Gebiet in die Übergangsregion injiziert. Wenn diese Ladungsträger rekombinieren, setzen sie Energie frei. In einem GaAlAs-Materialsystem wird diese Energie hauptsächlich als Photonen (Lichtteilchen) im Infrarotspektrum (Wellenlängen länger als sichtbares rotes Licht, typischerweise 700nm bis 1mm) freigesetzt. Die spezifische Zusammensetzung der Gallium-, Aluminium- und Arsenidschichten bestimmt die Spitzenemissionswellenlänge. Das wasserklare Epoxidharzgehäuse fungiert als Linse und formt das emittierte Licht zu einem definierten Strahlmuster.
11. Branchentrends und Entwicklungen
Der Trend in der Optoelektronik für Sensorik geht weiterhin in Richtung Miniaturisierung, höherer Effizienz und Integration. Während diskrete LEDs wie die IR25-21C/TR8 aufgrund ihrer Flexibilität und Leistung weiterhin wichtig bleiben, wächst der Markt für integrierte Sensormodule, die Emitter, Detektor und Signalaufbereitungsschaltung in einem einzigen Gehäuse kombinieren. Diese Module vereinfachen das Design, bieten jedoch möglicherweise weniger Optimierung für spezifische Anwendungen. Ein weiterer Trend ist die Nachfrage nach höherer Modulationsgeschwindigkeit für Datenkommunikationsanwendungen (wie IR-Fernbedienungen), was LEDs mit schnellen Anstiegs-/Abfallzeiten erfordert. Umweltkonformität (RoHS, REACH, halogenfrei) ist zu einem Standardanforderung geworden, nicht mehr zu einem Unterscheidungsmerkmal. Die zugrundeliegende Technologie für effiziente Infrarot-Emission wird weiter verfeinert, mit Forschung an neuen Materialsystemen wie InGaN für verschiedene Wellenlängenbereiche.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |