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RF-BU1608TS-DC-E0 Blaue LED Datenblatt - Größe 1,6x0,8x0,55mm - Spannung 2,8-3,5V - Leistung 105mW

Vollständiges technisches Datenblatt für die blaue LED RF-BU1608TS-DC-E0 von Refond. Gehäuse 1,6x0,8x0,55mm, Durchlassspannung 2,8-3,5V, dominante Wellenlänge 460-480nm, Lichtstärke bis zu 1200mcd, Abstrahlwinkel 120°, RoHS-konform.
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PDF-Dokumentendeckel - RF-BU1608TS-DC-E0 Blaue LED Datenblatt - Größe 1,6x0,8x0,55mm - Spannung 2,8-3,5V - Leistung 105mW

Inhaltsverzeichnis

1. Produktübersicht

1.1 Allgemeine Beschreibung

Die RF-BU1608TS-DC-E0 ist eine Farbe-LED, die mit einem blauen Chip hergestellt wird. Sie ist in einem kompakten SMD-Gehäuse mit den Maßen 1,6 mm x 0,8 mm x 0,55 mm untergebracht und eignet sich daher für platzbeschränkte Anwendungen. Diese LED bietet einen weiten Abstrahlwinkel von 120 Grad und ist für alle SMT-Bestückungs- und Lötprozesse ausgelegt. Sie ist RoHS-konform und hat eine Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe von 3.

1.2 Eigenschaften

1.3 Anwendungen

2. Gehäuseabmessungen und Polarität

2.1 Mechanische Zeichnung

Das LED-Gehäuse misst 1,6 mm (Länge) x 0,8 mm (Breite) x 0,55 mm (Höhe). Toleranzen betragen ±0,2 mm, sofern nicht anders angegeben. Alle Maße sind in Millimetern. Die Draufsicht zeigt die LED-Position, und die Unteransicht gibt die Polarität an. Es gibt zwei Pads: Pad 1 ist die Anode und Pad 2 ist die Kathode.

2.2 Lötmuster

Das empfohlene Lötmuster (Footprint) ist im Datenblatt angegeben. Es ist für eine optimale thermische und mechanische Leistung ausgelegt. Die Musterabmessungen basieren auf dem Gehäuse-Footprint.

3. Technische Parameter

3.1 Elektrische und optische Kennwerte (Ts=25°C)

Wichtige elektrische und optische Parameter bei IF=20 mA:

ParameterSymbolMinTypMaxEinheit
Durchlassspannung (Bin G1)VF2.8-2.9V
Durchlassspannung (Bin G2)VF2.9-3.0V
Durchlassspannung (Bin H1)VF3.0-3.1V
Durchlassspannung (Bin H2)VF3.1-3.2V
Durchlassspannung (Bin I1)VF3.2-3.3V
Durchlassspannung (Bin I2)VF3.3-3.4V
Durchlassspannung (Bin J1)VF3.4-3.5V
Dominante Wellenlänge (Bin C00)λD460-465nm
Dominante Wellenlänge (Bin D00)λD465-470nm
Dominante Wellenlänge (Bin E00)λD470-475nm
Dominante Wellenlänge (Bin F00)λD475-480nm
Lichtstärke (Bin H00)IV150-230mcd
Lichtstärke (Bin I00)IV230-350mcd
Lichtstärke (Bin J00)IV350-530mcd
Lichtstärke (Bin K00)IV530-800mcd
Lichtstärke (Bin L00)IV800-1200mcd
Spektrale HalbwertsbreiteΔλ-15-nm
Abstrahlwinkel2θ1/2-120-Grad
Sperrstrom (VR=5 V)IR--10µA
WärmewiderstandRTHJ-S--450°C/W

Messtoleranzen: Durchlassspannung ±0,1 V, dominante Wellenlänge ±2 nm, Lichtstärke ±10 %.

3.2 Absolute Maximalwerte (Ts=25°C)

ParameterSymbolBewertungEinheit
VerlustleistungPd105mW
DurchlassstromIF30mA
Spitzen-Durchlassstrom (1/10 Tastverhältnis, 0,1 ms)IFP60mA
ESD (HBM)-1000V
BetriebstemperaturTopr-40 ~ +85°C
LagertemperaturTstg-40 ~ +85°C
SperrschichttemperaturTj95°C

Es ist darauf zu achten, dass diese Werte nicht überschritten werden. Der maximale Strom sollte nach Messung der Gehäusetemperatur bestimmt werden, um sicherzustellen, dass die Sperrschichttemperatur 95 °C nicht überschreitet.

3.3 Thermische Eigenschaften

Der Wärmewiderstand von der Sperrschicht zur Lötstelle (RTHJ-S) beträgt typisch 450 °C/W. Das bedeutet, dass bei jedem 20 mA Durchlassstrom der Temperaturanstieg moderat ist. Ein ordnungsgemäßes Wärmemanagement ist unerlässlich, um die LED-Leistung und -Lebensdauer zu erhalten.

4. Bin-Einteilung

4.1 Durchlassspannungs-Bins

Die Durchlassspannung ist in sieben Gruppen unterteilt: G1 (2,8-2,9 V), G2 (2,9-3,0 V), H1 (3,0-3,1 V), H2 (3,1-3,2 V), I1 (3,2-3,3 V), I2 (3,3-3,4 V), J1 (3,4-3,5 V). Dies ermöglicht eine engere Schaltungsauslegung und gleichbleibende Helligkeit in Anwendungen.

4.2 Wellenlängen-Bins

Die dominante Wellenlänge wird in vier Bins sortiert: C00 (460-465 nm), D00 (465-470 nm), E00 (470-475 nm), F00 (475-480 nm). Diese decken den blauen Bereich von tiefblau bis leicht grünlich-blau ab.

4.3 Lichtstärke-Bins

Die Lichtstärke ist in fünf Bins unterteilt: H00 (150-230 mcd), I00 (230-350 mcd), J00 (350-530 mcd), K00 (530-800 mcd), L00 (800-1200 mcd). Diese große Spanne ermöglicht die Auswahl für unterschiedliche Anzeigehelligkeitsanforderungen.

5. Kurven der optischen Kennwerte

5.1 Durchlassspannung vs. Durchlassstrom

Die typische I-V-Kurve zeigt eine Durchlassspannung von etwa 2,8 V bei 5 mA, die auf etwa 3,2 V bei 25 mA ansteigt. Die Kurve folgt der exponentiellen Diodenkennlinie.

5.2 Durchlassstrom vs. relative Intensität

Die relative Intensität steigt bis zu 30 mA nahezu linear mit dem Durchlassstrom an. Bei 20 mA beträgt die relative Intensität etwa 1,0 (normiert), bei 10 mA etwa 0,5.

5.3 Temperatureffekte

Wenn die Umgebungstemperatur von 0 °C auf 100 °C steigt, nimmt die relative Intensität um etwa 30 % ab. Ebenso wird der maximal zulässige Durchlassstrom mit steigender Pins-Temperatur reduziert. Bei 100 °C muss der Durchlassstrom auf etwa 10 mA reduziert werden, um eine Überhitzung zu vermeiden.

5.4 Spektrale Verteilung

Die spektrale Verteilung bei 20 mA und 25 °C zeigt einen Peak bei etwa 470 nm mit einer Halbwertsbreite von 15 nm. Das Spektrum ist schmal, was eine gesättigte blaue Farbe bestätigt.

5.5 Abstrahlcharakteristik

Die Abstrahlcharakteristik ist nahezu lambertsch mit einem weiten Halbwinkel von 120 Grad. Die relative Lichtstärke bleibt bis zu ±60 Grad außerhalb der Achse über 50 %.

6. Verpackungsinformationen

6.1 Gurtband und Rolle

Die LEDs werden in einem Gurtband mit einer Breite von 8,0 ± 0,1 mm verpackt. Die Rollenabmessungen sind: Außendurchmesser 178 ± 1 mm, Innendurchmesser der Nabe 60 ± 1 mm und Spindellochdurchmesser 13,0 ± 0,5 mm. Jede Rolle enthält 4000 Stück.

6.2 Etikettenspezifikation

Das Rollenetikett enthält Teilenummer, Spezifikationsnummer, Chargennummer, Bincode für die Lichtstärke, Chrominanz-Bin (XY), Durchlassspannungs-Bin, Wellenlängencode (WLD), Menge und Herstellungsdatum.

6.3 Feuchtigkeitsbeständige Verpackung

Die LEDs werden in feuchtigkeitsdichten Beuteln (MBB) mit Trockenmittel versandt. Der Beutel ist vakuumversiegelt, um eine niedrige Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Eine Feuchtigkeitsindikator-Karte kann beigelegt sein. Die MSL-Stufe ist 3, was bedeutet, dass die Verarbeitungszeit nach Öffnen des Beutels 168 Stunden beträgt, sofern die Umgebungsbedingungen unter 30 °C und 60 % relativer Luftfeuchte liegen.

7. Zuverlässigkeitsprüfung

7.1 Prüfgegenstände und -bedingungen

Zu den Zuverlässigkeitstests gehören: Reflow-Löten (max. 260 °C, 10 s, 2 Mal), Temperaturwechsel (-40 °C bis 100 °C, 100 Zyklen), Thermoschock (-40 °C bis 100 °C, 300 Zyklen), Hochtemperaturlagerung (100 °C, 1000 Stunden), Tieftemperaturlagerung (-40 °C, 1000 Stunden) und Lebensdauertest (25 °C, IF=20 mA, 1000 Stunden). Alle Tests werden an 22 Stück mit einem Akzeptanzkriterium von 0/1 durchgeführt.

7.2 Ausfallkriterien

Ausfälle sind definiert als: Durchlassspannung über das 1,1-fache der oberen Spezifikationsgrenze, Sperrstrom über das 2,0-fache der oberen Spezifikationsgrenze (bei VR = 5 V) und Lichtstrom unter 0,7-fachen der unteren Spezifikationsgrenze.

8. SMT-Reflow-Löten

8.1 Reflow-Profil

Das empfohlene Reflow-Profil hat folgende Parameter: Vorheizen von 150 °C bis 200 °C für 60-120 Sekunden, Aufheizrate ≤ 3 °C/s, Zeit über 217 °C (TL) für 60-150 Sekunden, Spitzentemperatur (TP) 260 °C mit einer maximalen Zeit innerhalb von 5 °C des Peaks von 30 Sekunden (tatsächliche tp max 10 Sekunden) und Abkühlrate ≤ 6 °C/s. Die Gesamtzeit von 25 °C bis zur Spitze sollte 8 Minuten nicht überschreiten. Reflow sollte nicht mehr als zweimal durchgeführt werden.

8.2 Handlöten und Reparatur

Falls Handlöten erforderlich ist, verwenden Sie einen Lötkolben bei ≤ 300 °C für weniger als 3 Sekunden und nur einmal. Eine Reparatur nach dem Reflow wird nicht empfohlen; falls unvermeidbar, verwenden Sie einen Doppelspitzen-Lötkolben und überprüfen Sie die LED-Kennwerte.

8.3 Vorsichtsmaßnahmen

Montieren Sie LEDs nicht auf verzogenen PCB-Bereichen. Vermeiden Sie mechanische Spannungen oder Vibrationen während des Abkühlens. Kühlen Sie nach dem Löten nicht schnell ab. Stellen Sie sicher, dass die PCB sauber und flach ist.

9. Handhabungs- und Lagerhinweise

9.1 Umgebungsaspekte

Der Schwefelgehalt in der Betriebsumgebung und in den Verbindungsmaterialien sollte 100 ppm nicht überschreiten. Halogengehalt: Brom<900 ppm, Chlor<900 ppm, gesamt Brom+Chlor<1500 ppm. Vermeiden Sie flüchtige organische Verbindungen (VOCs), die in die Silikonvergussmasse eindringen und Verfärbungen verursachen können.

9.2 Schaltungsentwicklungshinweise

Fügen Sie immer einen Strombegrenzungswiderstand hinzu, um Stromspitzen zu vermeiden. Stellen Sie sicher, dass keine Sperrspannung anliegt, da diese zu Migration und LED-Schäden führen kann. Die Durchlassspannung sollte nur angelegt werden, wenn der Stromkreis ein- oder ausgeschaltet ist.

9.3 Lagerbedingungen

Vor Öffnen des Aluminiumbeutels: Lagern bei ≤ 30 °C und ≤ 75 % relativer Luftfeuchte für bis zu 1 Jahr ab Herstellungsdatum. Nach Öffnen: Innerhalb von 168 Stunden verwenden, wenn bei ≤ 30 °C und ≤ 60 % relativer Luftfeuchte gelagert. Falls diese Bedingungen überschritten werden, trocknen Sie die LEDs bei 60 ± 5 °C für ≥ 24 Stunden.

9.4 ESD-Schutz

LEDs sind empfindlich gegenüber elektrostatischer Entladung (ESD) und elektrischer Überlast (EOS). Befolgen Sie die üblichen ESD-Vorsichtsmaßnahmen: Verwenden Sie geerdete Arbeitsplätze, Antistatik-Armbänder und leitfähige Verpackungen.

10. Anwendungshinweise

10.1 Typische Anwendungsfälle

Diese blaue LED eignet sich ideal für Statusanzeigen, Hintergrundbeleuchtung von Schaltern und Symbolen sowie für allgemeine Anzeigezwecke in Unterhaltungselektronik, Fahrzeuginnenräumen und Industrieanlagen.

10.2 Konstruktionshinweise

Berücksichtigen Sie bei der Schaltungsauslegung das Durchlassspannungs-Bin, um eine gleichmäßige Helligkeit zu gewährleisten. Der weite Abstrahlwinkel (120°) ermöglicht die Platzierung in verschiedenen Winkeln. Bei hohen Umgebungstemperaturen ist eine Reduzierung des Durchlassstroms erforderlich. Verwenden Sie mindestens 1 Unze Kupfer auf der Leiterplatte für eine ausreichende Wärmeableitung.

11. Häufig gestellte Fragen

11.1 Wie hoch ist die typische Durchlassspannung?

Die Durchlassspannung liegt je nach Bin zwischen 2,8 V und 3,5 V. Bei 20 mA fallen die typischen Werte für die meisten Bins in den Bereich von 3,0 bis 3,2 V.

11.2 Wie gehe ich mit der Feuchtigkeitsempfindlichkeit um?

Diese LED hat MSL Level 3. Nach dem Öffnen des Feuchtigkeitsschutzbeutels beträgt die Verarbeitungszeit 168 Stunden bei ≤ 30 °C / ≤ 60 % rel. Luftfeuchte. Falls sie nicht innerhalb dieser Zeit verwendet wird, trocknen Sie die LED vor dem Reflow 24 Stunden bei 60 °C.

11.3 Kann ich diese LED im Außenbereich verwenden?

Sie kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwendet werden, solange der Betriebstemperaturbereich (-40 °C bis +85 °C) eingehalten wird. Direkte Sonneneinstrahlung kann jedoch den Kontrast verringern. Sorgen Sie für eine geeignete Vergussmasse, wenn sie schädlichen Umgebungen ausgesetzt ist.

12. Funktionsprinzip

Diese LED verwendet einen blauen Galliumnitrid (GaN)-Chip, der bei Durchlassvorspannung Licht emittiert. Der Chip ist in einer klaren Epoxid- oder Silikonvergussmasse mit einer definierten optischen Linsenform eingekapselt, um den Abstrahlwinkel von 120° zu erreichen. Es findet keine Leuchtstoffumwandlung statt; die Emission erfolgt direkt als blaues Licht bei der Wellenlänge des Chips.

13. Entwicklungstrends

Der Trend bei SMD-LEDs geht zu noch kleineren Gehäusen (z. B. 0402) und höherer Lichtausbeute. Diese LED in 0603-Größe bietet ein gutes Gleichgewicht zwischen Größe und Lichtleistung. Fortschritte in der Chiptechnologie steigern kontinuierlich Effizienz und Helligkeit bei gleichbleibender Zuverlässigkeit. Der Einsatz blauer LEDs in Anzeigeanwendungen bleibt aufgrund ihrer hohen Sichtbarkeit und des geringen Stromverbrauchs stark.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.