Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
- 2. Vertiefung der technischen Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektro-optische Eigenschaften
- 3. Analyse der Kennlinien
- 3.1 Spektrale Empfindlichkeit
- 3.2 Linearität des Ansprechverhaltens
- 4. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 4.1 Gehäuseabmessungen und Polarität
- 4.2 Trägerband- und Spulenspezifikationen
- 5. Löt- und Bestückungsrichtlinien
- 5.1 Reflow-Lötprofil
- 5.2 Handlöten und Nacharbeit
- 6. Lager- und Handhabungshinweise
- 6.1 Feuchtigkeitsempfindlichkeit
- 6.2 Elektrischer Schutz
- 7. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
- 7.1 Typische Anwendungsschaltungen
- 7.2 Designüberlegungen
- 8. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- 9.1 Welchen Zweck hat der Tageslichtfilter?
- 9.2 Wie wähle ich den Wert des Vorwiderstands?
- 9.3 Kann dieser Sensor sichtbares Licht detektieren?
- 10. Einführung in das Funktionsprinzip
- LED-Spezifikations-Terminologie
- Photoelektrische Leistung
- Elektrische Parameter
- Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
- Verpackung & Materialien
- Qualitätskontrolle & Binning
- Prüfung & Zertifizierung
1. Produktübersicht
Die PD70-01B/TR7 ist eine leistungsstarke Silizium-Planar-PIN-Fotodiode für Anwendungen, die schnelles Ansprechverhalten und hohe Empfindlichkeit gegenüber Infrarotlicht erfordern. Ihre kompakte Bauform und robuste Leistung über einen weiten Temperaturbereich machen sie zu einer vielseitigen Komponente für verschiedene elektronische Systeme.
1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
Diese Fotodiode bietet mehrere Schlüsselvorteile, darunter einen integrierten Tageslichtfilter zur Reduzierung von Umgebungslichtstörungen, hohe Empfindlichkeit bei ihrer Peak-Wellenlänge und eine sehr niedrige Sperrschichtkapazität, die kurze Schaltzeiten ermöglicht. Ihr kleines, oberflächenmontierbares Gehäuse ist bleifrei und entspricht den RoHS-, REACH- und halogenfreien Standards. Diese Eigenschaften machen sie besonders geeignet für Unterhaltungselektronik, industrielle Steuerungen und Kommunikationsanwendungen wie Fernbedienungen für Fernseher und Geräte, Infrarot-Audioübertragung, Videorekorder, Kopierer, Aufzugssensoren sowie allgemeine Mess- und Steuerungssysteme.
2. Vertiefung der technischen Parameter
2.1 Absolute Maximalwerte
Das Bauteil ist für einen zuverlässigen Betrieb innerhalb spezifizierter Grenzen ausgelegt. Die maximale Sperrspannung (VR) beträgt 32V. Der Betriebstemperaturbereich (Topr) liegt zwischen -25°C und +85°C, die Lagertemperatur (Tstg) zwischen -40°C und +85°C. Die maximale Löttemperatur (Tsol) beträgt 260°C für eine Dauer von maximal 5 Sekunden. Die Verlustleistung (Pd) ist mit 150 mW bei oder unter 25°C Umgebungstemperatur spezifiziert.
2.2 Elektro-optische Eigenschaften
Bei einer Standardtemperatur von 25°C weist die Fotodiode spezifische Leistungskennwerte auf. Ihre spektrale Bandbreite (λ0.5) reicht von 730 nm bis 1100 nm, mit einer Spitzenempfindlichkeit (λP) bei 940 nm, was sie eindeutig im nahen Infrarotspektrum verortet. Unter einer Bestrahlungsstärke von 1 mW/cm² bei 940 nm beträgt der typische Kurzschlussstrom (ISC) 35 µA und der typische Sperrlichtstrom (IL) bei VR=5V 25 µA (min. 17 µA). Der Sperrdunkelstrom (ID) bei VR=10V beträgt typisch 5 nA, maximal 30 nA. Die Sperrdurchbruchspannung (VBR) beträgt mindestens 32V, typisch 170V bei einem Strom von 100 µA.
3. Analyse der Kennlinien
Das Datenblatt enthält typische Kennlinien, die tiefere Einblicke in das Bauteilverhalten über die tabellierten Minimal-, Typ- und Maximalwerte hinaus bieten.
3.1 Spektrale Empfindlichkeit
Ein Diagramm (Abb.1) zeigt die normierte spektrale Empfindlichkeit in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Die Kurve zeigt einen steilen Anstieg der Empfindlichkeit ab etwa 730 nm, ein Maximum bei 940 nm und ein allmähliches Abfallen bis 1100 nm. Dies bestätigt die Optimierung für die Infrarotdetektion, insbesondere für gängige 940-nm-IR-Emitter, während der Tageslichtfilter die Empfindlichkeit im sichtbaren Spektrum dämpft.
3.2 Linearität des Ansprechverhaltens
Ein weiteres Diagramm (Abb.2) stellt den Sperrlichtstrom (IL) über der Bestrahlungsstärke (Ee) dar. Diese Kurve zeigt eine hochlineare Beziehung, was bedeutet, dass der Fotostromausgang im Betriebsbereich direkt proportional zur einfallenden Lichtleistung ist – ein entscheidendes Merkmal für Mess- und Steueranwendungen.
4. Mechanische und Gehäuseinformationen
4.1 Gehäuseabmessungen und Polarität
Die PD70-01B/TR7 ist in einem kompakten, oberflächenmontierbaren Gehäuse erhältlich. Detaillierte Maßzeichnungen sind beigefügt. Die Gehäuseabmessungen betragen etwa 2,0 mm Länge, 1,25 mm Breite und 0,9 mm Höhe (ohne Anschlüsse). Die Kathode ist typischerweise markiert, oft durch eine Kerbe, eine abgeschrägte Kante oder einen Punkt auf dem Gehäuse. Entwickler müssen die detaillierte Gehäusezeichnung für die genaue Polungskennzeichnung und das Pad-Layout konsultieren, um ein korrektes PCB-Footprint-Design und die richtige Montageausrichtung sicherzustellen.
4.2 Trägerband- und Spulenspezifikationen
Für die automatisierte Bestückung wird die Komponente auf Trägerband und Rolle geliefert. Die Bandbreite, die Taschenabmessungen und der Spulendurchmesser sind spezifiziert, um mit Standard-Bestückungsautomaten kompatibel zu sein. Die Standardpackungsmenge beträgt 1000 Stück pro Spule.
5. Löt- und Bestückungsrichtlinien
5.1 Reflow-Lötprofil
Für bleifreies Löten muss ein spezifisches Temperaturprofil eingehalten werden. Das empfohlene Profil umfasst eine Aufwärmphase, eine Haltezone, eine maximale Reflow-Temperatur von nicht mehr als 260°C und eine kontrollierte Abkühlphase. Die Gesamtzeit oberhalb der Liquidustemperatur und die maximale Dauer der Spitzentemperatur sind kritisch, um thermische Schäden am Epoxidgehäuse und dem Halbleiterchip zu verhindern. Das Reflow-Löten sollte nicht mehr als zweimal durchgeführt werden.
5.2 Handlöten und Nacharbeit
Falls Handlöten erforderlich ist, ist äußerste Vorsicht geboten. Die Temperatur der Lötspitze sollte unter 350°C liegen, und die Kontaktzeit mit jedem Anschluss sollte pro Lötstelle weniger als 3 Sekunden betragen, wobei ein Lötkolben mit einer Leistung von 25W oder weniger verwendet wird. Zwischen dem Löten der einzelnen Anschlüsse ist ein Abkühlintervall von mehr als zwei Sekunden erforderlich. Für Nacharbeiten wird ein Doppelspitzen-Lötkolben empfohlen, um beide Anschlüsse gleichzeitig zu erhitzen und mechanische Belastung zu vermeiden. Die Durchführbarkeit und Auswirkung von Nacharbeiten auf die Bauteileigenschaften sollte vorab bewertet werden.
6. Lager- und Handhabungshinweise
6.1 Feuchtigkeitsempfindlichkeit
Dieses Bauteil ist feuchtigkeitsempfindlich. Die Feuchtigkeitssperrbeutel sollten erst geöffnet werden, wenn die Komponenten verwendet werden sollen. Vor dem Öffnen sollten die Lagerbedingungen 30°C oder weniger und 90% relative Luftfeuchtigkeit (RH) oder weniger betragen. Die Gesamthaltbarkeit im ungeöffneten Beutel beträgt ein Jahr. Nach dem Öffnen müssen die Komponenten bei 30°C oder weniger und 60% RH oder weniger gelagert und innerhalb von 168 Stunden (7 Tagen) verwendet werden. Wenn der Silicagel-Trockenmittelbeutel Sättigung anzeigt oder die Lagerzeit überschritten wird, ist vor der Verwendung eine Trocknung bei 60 ±5°C für 24 Stunden erforderlich.
6.2 Elektrischer Schutz
Eine kritische Vorsichtsmaßnahme ist der Überstromschutz. Als Diode muss sie im Betrieb mit einem vorgeschalteten strombegrenzenden Widerstand betrieben werden. Ohne diesen Widerstand kann eine kleine Erhöhung der angelegten Spannung zu einem großen, möglicherweise zerstörerischen Stromanstieg führen, der zum Durchbrennen führt. Der Widerstandswert muss basierend auf der Betriebsspannung und dem gewünschten Fotostrom oder Dunkelstrom berechnet werden.
7. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
7.1 Typische Anwendungsschaltungen
Die PD70-01B/TR7 kann in zwei primären Konfigurationen verwendet werden: Fotovoltaischer Modus (Null-Vorspannung) und Fotoleitender Modus (Sperrvorspannung). Im fotovoltaischen Modus erzeugt sie bei Beleuchtung eine Spannung/einen Strom und eignet sich für einfache Lichtdetektion. Im fotoleitenden Modus (mit angelegter Sperrvorspannung, z.B. 5V) ist die Ansprechgeschwindigkeit deutlich höher und die Linearität verbessert, was sie ideal für die Hochgeschwindigkeits-Pulsdetektion wie in IR-Fernbedienungen macht. Eine Transimpedanzverstärker (TIA)-Schaltung wird üblicherweise verwendet, um den kleinen Fotostrom in ein nutzbares Spannungssignal umzuwandeln.
7.2 Designüberlegungen
Wichtige Designfaktoren sind:Vorspannung:Wählen Sie den Betriebsmodus basierend auf Geschwindigkeits- und Linearitätsanforderungen.Bandbreite:Die niedrige Kapazität (impliziert durch kurze Schaltzeit) ermöglicht hohe Bandbreite in Kombination mit einem geeigneten rauscharmen Verstärker.Optische Filterung:Der integrierte Tageslichtfilter ist vorteilhaft, aber für spezifische Anwendungen können zusätzliche externe optische Filter erforderlich sein, um unerwünschte Wellenlängen zu blockieren.PCB-Layout:Halten Sie die Fotodiode und ihren Verstärker eng beieinander, um parasitäre Kapazitäten und Störeinstrahlung zu minimieren. Stellen Sie sicher, dass Anode und Kathode gemäß der Gehäusekennzeichnung korrekt ausgerichtet sind.
8. Technischer Vergleich und Differenzierung
Im Vergleich zu Standard-Fotodioden oder Fototransistoren bietet die PIN-Struktur der PD70-01B/TR7 deutliche Vorteile. Die intrinsische (I)-Zone zwischen den P- und N-Schichten reduziert die Sperrschichtkapazität und ermöglicht schnellere Ansprechzeiten (kurze Schaltzeit). Dies macht sie überlegen für Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung via IR. Ihre hohe Empfindlichkeit und spezifizierte Dunkelstromparameter bieten ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis. Der integrierte Tageslichtfilter ist ein praktisches Merkmal, das nicht alle einfachen Fotodioden aufweisen, und vereinfacht das Design für Umgebungen mit Umgebungslicht.
9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
9.1 Welchen Zweck hat der Tageslichtfilter?
Der Tageslichtfilter dämpft die Empfindlichkeit im sichtbaren Lichtspektrum (ca. 400-700 nm). Dies reduziert Rauschen und Störungen durch Umgebungslichtquellen wie Sonnenlicht oder Raumbeleuchtung und ermöglicht es dem Bauteil, die modulierten Infrarotsignale einer Fernbedienung oder anderer IR-Quellen zuverlässiger zu detektieren.
9.2 Wie wähle ich den Wert des Vorwiderstands?
Der Vorwiderstand begrenzt den Strom sowohl im Dunkeln als auch bei Beleuchtung. Im Sperrvorspannungsmodus kann der Widerstandswert (R) mit dem Ohmschen Gesetz abgeschätzt werden: R ≈ (Versorgungsspannung - Dioden-Sperrspannungsabfall) / Maximaler erwarteter Strom. Der Strom sollte deutlich unter der maximalen Verlustleistungsgrenze gehalten werden. Beginnen Sie mit einem konservativen Wert (z.B. 10kΩ) und passen Sie ihn basierend auf Signalamplitude und Geschwindigkeitsanforderungen an.
9.3 Kann dieser Sensor sichtbares Licht detektieren?
Obwohl ihr spektraler Bereich bei 730 nm (Grenze des roten sichtbaren Lichts) beginnt, ist ihre Empfindlichkeit im sichtbaren Spektrum aufgrund des Tageslichtfilters sehr gering. Sie ist primär ein Infrarotdetektor, der für 940 nm optimiert ist. Für die Detektion von sichtbarem Licht wäre eine Fotodiode ohne IR-Sperr- oder Tageslichtfilter erforderlich.
10. Einführung in das Funktionsprinzip
Eine Silizium-PIN-Fotodiode ist ein Halbleiterbauelement, das Licht in elektrischen Strom umwandelt. Wenn Photonen mit einer Energie größer als die Bandlücke von Silizium auf das Bauteil treffen, erzeugen sie Elektron-Loch-Paare in der Sperrschicht. In einer PIN-Struktur ist eine breite intrinsische (I)-Zone zwischen der P- und N-dotierten Region eingebettet. Diese breite I-Zone schafft einen größeren Verarmungsbereich für die Photonenabsorption und reduziert, entscheidend, die Sperrschichtkapazität. Unter Sperrvorspannung transportiert das elektrische Feld diese Ladungsträger zu den Kontakten und erzeugt einen Fotostrom, der proportional zur einfallenden Lichtintensität ist. Der "planare" Prozess bezieht sich auf das Herstellungsverfahren, das typischerweise Bauteile mit stabiler und konsistenter Leistung liefert.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |