Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
- 1.2 Hauptmerkmale
- 2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektrische und optische Kenngrößen
- 3. Erläuterung des Binning-Systems
- 3.1 Binning der Lichtstärke
- 4. Analyse der Kennlinien
- 4.1 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kennlinie)
- 4.2 Lichtstärke vs. Durchlassstrom
- 4.3 Spektrale Verteilung
- 5. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 5.1 Gehäuseabmessungen und Pinbelegung
- 5.2 Empfohlene Lötfläche auf der Leiterplatte
- 6. Löt- und Bestückungsrichtlinien
- 6.1 IR-Reflow-Lötprofil
- 6.2 Lagerung und Handhabungshinweise
- 6.3 Reinigung
- 7. Verpackungs- und Bestellinformationen
- 7.1 Spezifikationen für Gurt und Rolle
- 8. Anwendungsvorschläge
- 8.1 Typische Anwendungsszenarien
- 8.2 Designüberlegungen
- 9. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 10. Häufig gestellte Fragen basierend auf technischen Parametern
- 10.1 Kann ich diese LED dauerhaft mit 30mA betreiben?
- 10.2 Warum gibt es einen Bereich für Lichtstärke und Durchlassspannung?
- 10.3 Wie steuere ich die beiden Farben unabhängig voneinander?
- 11. Praktischer Design- und Anwendungsfall
- 12. Funktionsprinzip
- 13. Entwicklungstrends
1. Produktübersicht
Dieses Dokument beschreibt detailliert die Spezifikationen einer SMD-LED (Surface-Mount Device), die für die automatisierte Leiterplattenbestückung konzipiert ist. Das Bauteil zeichnet sich durch seine Miniaturgröße aus, was es für platzbeschränkte Anwendungen in einem breiten Spektrum elektronischer Geräte geeignet macht.
1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
Die Hauptvorteile dieser LED umfassen ihre Konformität mit Umweltvorschriften, Kompatibilität mit standardisierten automatisierten Fertigungsprozessen und eine robuste Bauweise für Handhabung und Lagerung. Sie ist speziell für die Integration in Telekommunikationsgeräte, Büroautomationsausrüstung, Haushaltsgeräte und industrielle Steuerungssysteme entwickelt. Ihre primären Funktionen sind Statusanzeige, Beleuchtung von Signalen und Symbolen sowie Frontplatten-Hintergrundbeleuchtung.
1.2 Hauptmerkmale
- Konform mit der Richtlinie zur Beschränkung gefährlicher Stoffe (RoHS).
- Verpackt auf 8 mm breitem Gurt auf 7-Zoll-Rollen, geeignet für Hochgeschwindigkeits-Bestückungsautomaten.
- Standardisierter EIA-Gehäusefußabdruck gewährleistet Kompatibilität mit industrieüblichen Leiterplattenlayouts.
- IC-kompatible Ansteuerungseigenschaften.
- Vollständig kompatibel mit automatischen Bestückungsgeräten.
- Widersteht IR-Reflow-Lötprozessen gemäß Industrie-Profilen.
- Vorkonditioniert auf JEDEC Feuchtesensitivitätsstufe 3, was eine Standzeit von 168 Stunden bei <30°C/60% rF nach Öffnen der Verpackung bedeutet.
2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation
Die folgenden Abschnitte bieten eine detaillierte Analyse der elektrischen, optischen und thermischen Eigenschaften der LED basierend auf den bereitgestellten Daten.
2.1 Absolute Maximalwerte
Diese Werte definieren die Belastungsgrenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Ein Betrieb an oder nahe diesen Grenzen wird für zuverlässiges Design nicht empfohlen.
- Verlustleistung (Pd):Maximal 72 mW für beide, den orangefarbenen und den grünen Chip. Dieser Parameter begrenzt die Kombination aus Durchlassstrom und -spannung.
- Spitzendurchlassstrom (IFP):80 mA, nur unter gepulsten Bedingungen zulässig (1/10 Tastverhältnis, 0,1 ms Pulsbreite). Dies ist relevant für Multiplexing oder kurze Signalbursts.
- Dauer-Durchlassstrom (IF):30 mA Gleichstrom. Dies ist der empfohlene Maximalstrom für den stationären Betrieb.
- Sperrspannung (VR):Maximal 5 V. Eine Überschreitung kann zum Sperrschichtdurchbruch führen.
- Betriebs- & Lagertemperatur:-40°C bis +85°C für den Betrieb und -40°C bis +100°C für die Lagerung. Diese Bereiche sind typisch für kommerzielle Bauteile.
2.2 Elektrische und optische Kenngrößen
Dies sind die typischen Leistungsparameter, gemessen unter Standardtestbedingungen (Ta=25°C, IF=20mA).
- Lichtstärke (IV):Orange: 140-450 mcd (Millicandela). Grün: 71-224 mcd. Gemessen mit einem Filter, der der photopischen (menschlichen Augen-) Empfindlichkeit entspricht. Der große Bereich zeigt an, dass ein Binning-System verwendet wird (siehe Abschnitt 3).
- Betrachtungswinkel (2θ1/2):120 Grad (typisch). Dieser große Winkel, ermöglicht durch die diffuse Linse, sorgt für ein breites, gleichmäßiges Beleuchtungsmuster anstelle eines schmalen Strahls.
- Spitzenwellenlänge (λP):Orange: 611 nm. Grün: 574 nm. Dies ist die Wellenlänge, bei der die abgegebene optische Leistung am größten ist.
- Dominante Wellenlänge (λd):Orange: 605 nm. Grün: 571 nm. Dies ist die vom menschlichen Auge wahrgenommene Einzelwellenlänge, die den Farbort im CIE-Farbdiagramm definiert.
- Spektrale Bandbreite (Δλ):Orange: 17 nm. Grün: 15 nm. Dies zeigt die spektrale Reinheit des Lichts; eine schmalere Bandbreite bedeutet eine gesättigtere Farbe.
- Durchlassspannung (VF):1,8 V bis 2,4 V für beide Farben bei 20mA. Entwickler müssen diesen Spannungsabfall bei der Berechnung des Vorwiderstands berücksichtigen.
- Sperrstrom (IR):Maximal 10 μA bei VR=5V. Ein niedriger Wert deutet auf eine gute Sperrschichtqualität hin.
3. Erläuterung des Binning-Systems
Um eine gleichmäßige Helligkeit in der Produktion sicherzustellen, werden LEDs nach ihrer Lichtstärke sortiert (gebinned). Die Toleranz innerhalb jedes Bins beträgt +/-11%.
3.1 Binning der Lichtstärke
Bins für orangefarbene LED:R2 (140-180 mcd), S1 (180-224 mcd), S2 (224-280 mcd), T1 (280-355 mcd), T2 (355-450 mcd).
Bins für grüne LED:Q1 (71-90 mcd), Q2 (90-112 mcd), R1 (112-140 mcd), R2 (140-180 mcd), S1 (180-224 mcd).
Dieses System ermöglicht es Entwicklern, die passende Helligkeitsklasse für ihre Anwendung auszuwählen und so Kosten und Leistung in Einklang zu bringen.
4. Analyse der Kennlinien
Obwohl spezifische Diagramme im Datenblatt referenziert werden, sind ihre Implikationen für das Design entscheidend.
4.1 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kennlinie)
Die I-V-Kennlinie ist nichtlinear, typisch für eine Diode. Die Durchlassspannung hat einen negativen Temperaturkoeffizienten, d.h. VFsinkt leicht, wenn die Sperrschichttemperatur steigt. Dies muss bei Konstantstrom-Treiberdesigns berücksichtigt werden.
4.2 Lichtstärke vs. Durchlassstrom
Die Lichtstärke ist innerhalb des empfohlenen Betriebsbereichs annähernd proportional zum Durchlassstrom. Die Effizienz (Lumen pro Watt) kann jedoch bei sehr hohen Strömen aufgrund erhöhter Wärmeentwicklung abnehmen.
4.3 Spektrale Verteilung
Die referenzierten Spektralverteilungskurven würden die schmalen Emissionspeaks zeigen, die für die AlInGaP-Technologie charakteristisch sind, zentriert um die angegebenen Spitzenwellenlängen, was die Farbreinheit bestätigt.
5. Mechanische und Gehäuseinformationen
5.1 Gehäuseabmessungen und Pinbelegung
Die LED verwendet einen standardmäßigen SMD-Fußabdruck. Kritische Abmessungen umfassen Gehäusegröße und Anschlussabstand. Alle Maße sind in Millimetern mit einer typischen Toleranz von ±0,2 mm. Die Pinbelegung ist klar definiert: Pin 1 und 2 sind für den grünen LED-Chip, Pin 3 und 4 für den orangefarbenen LED-Chip. Diese Dual-Chip-, 4-Pin-Konfiguration ermöglicht die unabhängige Steuerung der beiden Farben.
5.2 Empfohlene Lötfläche auf der Leiterplatte
Ein Lötflächenlayout-Diagramm wird bereitgestellt, um eine korrekte Lötstellenbildung und mechanische Stabilität zu gewährleisten. Die Einhaltung dieser Empfehlung ist entscheidend für zuverlässige Lötverbindungen während des Reflow-Prozesses und verhindert "Tombstoning" oder Fehlausrichtung.
6. Löt- und Bestückungsrichtlinien
6.1 IR-Reflow-Lötprofil
Ein empfohlenes Reflow-Profil, konform mit J-STD-020B für bleifreie Prozesse, wird bereitgestellt. Schlüsselparameter umfassen eine Aufwärmzone (150-200°C für max. 120 Sekunden), eine maximale Bauteilkörpertemperatur von 260°C nicht überschreitend und eine begrenzte Zeit oberhalb der Liquidustemperatur (TAL), um eine korrekte Lötstellenbildung ohne thermische Schädigung des LED-Gehäuses oder der Epoxidlinse sicherzustellen.
6.2 Lagerung und Handhabungshinweise
- Lagerung (versiegelte Verpackung):≤30°C und ≤70% rF. Innerhalb eines Jahres verwenden.
- Lagerung (nach Öffnen):≤30°C und ≤60% rF. IR-Reflow innerhalb von 168 Stunden (1 Woche) abschließen.
- Längere Lagerung (geöffnet):In einem versiegelten Behälter mit Trockenmittel oder in Stickstoffatmosphäre lagern.
- Trocknen (Baking):Wenn länger als 168 Stunden exponiert, vor dem Löten mindestens 48 Stunden bei 60°C trocknen, um aufgenommene Feuchtigkeit zu entfernen und "Popcorning" während des Reflow zu verhindern.
6.3 Reinigung
Es sollten nur spezifizierte Reinigungsmittel verwendet werden. Isopropylalkohol oder Ethylalkohol wird empfohlen. Das Eintauchen sollte bei Raumtemperatur und für weniger als eine Minute erfolgen, um Schäden an den Gehäusematerialien zu verhindern.
7. Verpackungs- und Bestellinformationen
7.1 Spezifikationen für Gurt und Rolle
Die Bauteile werden auf geprägter Trägerfolie, 8 mm breit, auf 7-Zoll (178 mm) Durchmesser Rollen geliefert. Die Standardrollenmenge beträgt 2000 Stück. Eine Mindestpackmenge von 500 Stück ist für Restbestellungen verfügbar. Die Verpackung entspricht den ANSI/EIA-481-Spezifikationen.
8. Anwendungsvorschläge
8.1 Typische Anwendungsszenarien
- Statusanzeigen:Ein/Aus, Netzwerkaktivität, Batterieladung, Systembereit.
- Hintergrundbeleuchtung:Beleuchtung von Tastaturen, Icons oder Symbolen auf Frontplatten.
- Signalleuchten:Einfache farbcodierte Meldungen (z.B. grün für OK, orange für Warnung).
8.2 Designüberlegungen
- Strombegrenzung:Immer einen Vorwiderstand oder Konstantstromtreiber verwenden, um den Durchlassstrom einzustellen. Widerstandswert berechnen mit R = (VVersorgung- VF) / IF.
- Wärmemanagement:Obwohl die Verlustleistung gering ist, sollte bei Betrieb bei hohen Umgebungstemperaturen oder Maximalstrom eine ausreichende Kupferfläche auf der Leiterplatte oder Wärmeleitungen vorgesehen werden, um die Sperrschichttemperatur innerhalb der Grenzwerte zu halten.
- ESD-Schutz:Während der Handhabung und Bestückung sollten Standard-ESD-Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
9. Technischer Vergleich und Differenzierung
Die Hauptunterscheidungsmerkmale dieser LED sind die Verwendung von AlInGaP-Halbleitermaterial und einer diffusen Linse. Die AlInGaP-Technologie bietet typischerweise eine höhere Lichtausbeute und bessere Temperaturstabilität für bernsteinfarbene/orangefarbene/rote Farben im Vergleich zu älteren Technologien wie GaAsP. Die diffuse Linse bietet einen sehr großen (120°) und gleichmäßigen Betrachtungswinkel, was vorteilhaft für Anwendungen ist, bei denen die LED aus verschiedenen Winkeln betrachtet werden kann, im Gegensatz zu einer LED mit schmalem Winkel für gerichtetes Licht.
10. Häufig gestellte Fragen basierend auf technischen Parametern
10.1 Kann ich diese LED dauerhaft mit 30mA betreiben?
Ja, 30mA ist der maximal zulässige Dauer-Gleichstrom-Durchlassstrom. Für optimale Lebensdauer und stabile Leistung wird oft ein Betrieb mit einem niedrigeren Strom, z.B. 20mA (der Testbedingung), empfohlen.
10.2 Warum gibt es einen Bereich für Lichtstärke und Durchlassspannung?
Fertigungsvariationen führen zu natürlichen Streuungen dieser Parameter. Das Binning-System (Abschnitt 3) sortiert LEDs nach Intensität. Die Durchlassspannung hat eine spezifizierte Toleranz von +/- 0,1V vom typischen Wert bei einem gegebenen Strom. Schaltungsentwürfe müssen diese Bereiche berücksichtigen.
10.3 Wie steuere ich die beiden Farben unabhängig voneinander?
Die LED hat zwei separate Halbleiterchips (einen grünen, einen orangefarbenen) mit unabhängigen Anoden-/Kathodenanschlüssen (Pin 1-2 für grün, 3-4 für orange). Sie benötigen zwei separate Treiberschaltungen (z.B. zwei Vorwiderstände, die mit verschiedenen GPIO-Pins eines Mikrocontrollers verbunden sind), um sie einzeln zu steuern.
11. Praktischer Design- und Anwendungsfall
Fall: Dual-Statusanzeige für ein Netzwerkgerät.Ein Entwickler benötigt ein einzelnes Bauteil, um die Status "Verbunden" (grün) und "Datenübertragung" (orange) anzuzeigen. Diese LED ist ideal. Der grüne Chip wird mit einem GPIO-Pin verbunden, der auf High gesetzt wird, wenn die Verbindung hergestellt ist. Der orangefarbene Chip wird mit einem anderen GPIO-Pin verbunden, der im Takt der Datenaktivität pulst (z.B. unter Nutzung des 80mA Spitzenstromwerts). Der große Betrachtungswinkel stellt sicher, dass der Status von überall vor dem Gerät sichtbar ist. Der Entwickler wählt einen R2-Bin für Grün und einen S1-Bin für Orange, um ausreichende, aber ausgeglichene Helligkeit sicherzustellen, und verwendet 20mA Betriebsströme mit entsprechenden Vorwiderständen, berechnet basierend auf der typischen VFvon 2,1V und der 3,3V Systemversorgung.
12. Funktionsprinzip
Diese LED basiert auf der Aluminium-Indium-Gallium-Phosphid (AlInGaP)-Halbleitertechnologie. Wenn eine Durchlassspannung an den p-n-Übergang angelegt wird, rekombinieren Elektronen und Löcher und setzen Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die spezifische Zusammensetzung der AlInGaP-Legierung bestimmt die Bandlückenenergie und damit die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts – in diesem Fall grün und orange. Die diffuse Linse besteht aus Epoxidharz mit Streupartikeln, die die Richtung des emittierten Lichts randomisieren und so ein breites, lambertstrahlerähnliches Abstrahlmuster erzeugen.
13. Entwicklungstrends
Der allgemeine Trend bei SMD-Indikator-LEDs geht weiterhin in Richtung höherer Lichtausbeute (mehr Lichtleistung pro elektrischem Watt), verbesserter Farbkonstanz durch engere Binning-Toleranzen und erhöhter Zuverlässigkeit unter Hochtemperatur-Lötprozessen. Es gibt auch einen Trend zur Miniaturisierung bei gleichbleibender oder steigender optischer Leistung. Der Einsatz fortschrittlicher Halbleitermaterialien wie AlInGaP für spezifische Farbbereiche stellt eine fortlaufende Bemühung dar, Effizienz und Farbreinheit für Indikatoranwendungen zu optimieren.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |