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SMD LED 1206 Blau Datenblatt - Abmessungen 1,6x0,8x0,7mm - Spannung 3,3V - Leistung 75mW - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für eine 1206 SMD blaue LED. Enthält Merkmale, absolute Grenzwerte, elektro-optische Kennwerte, Binning-Informationen, Gehäuseabmessungen und Handhabungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - SMD LED 1206 Blau Datenblatt - Abmessungen 1,6x0,8x0,7mm - Spannung 3,3V - Leistung 75mW - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses Dokument beschreibt detailliert die Spezifikationen einer kompakten, leistungsstarken Oberflächenmontage-Lichtemittierenden Diode (SMD-LED) im 1206-Gehäuseformat, die blaues Licht emittiert. Die Komponente ist für moderne, automatisierte Elektronikfertigungsprozesse konzipiert und bietet erhebliche Vorteile bei der Leiterplattenflächennutzung und Designflexibilität für eine Vielzahl von Anzeige- und Hintergrundbeleuchtungsanwendungen.

1.1 Kernvorteile und Produktpositionierung

Der primäre Vorteil dieser LED ist ihre Miniaturbauform, die deutlich kleiner ist als herkömmliche Komponenten mit Anschlussdrähten. Diese Größenreduzierung ermöglicht es Entwicklern, kleinere Leiterplattenlayouts, eine höhere Bauteildichte und letztlich kompaktere Endgeräte zu realisieren. Ihre leichte Bauweise macht sie zudem ideal für Anwendungen, bei denen Gewicht und Platz kritische Einschränkungen darstellen. Das Produkt positioniert sich als zuverlässige, RoHS-konforme und halogenfreie Lösung für allgemeine Beleuchtungs- und Anzeigeanforderungen in der Konsum- und Industrielektronik.

1.2 Zielmarkt und Anwendungen

Diese LED eignet sich für ein breites Spektrum an Anwendungen, die eine kompakte, helle blaue Anzeige erfordern. Zu den wichtigsten Anwendungsbereichen gehören:

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Die Leistung der LED wird durch eine Reihe von absoluten Grenzwerten und Standardbetriebskennwerten definiert. Das Verständnis dieser Parameter ist entscheidend für einen zuverlässigen Schaltungsentwurf und die Gewährleistung einer langen Produktlebensdauer.

2.1 Absolute Grenzwerte

Diese Grenzwerte definieren die Belastungsgrenzen, jenseits derer ein dauerhafter Schaden am Bauteil auftreten kann. Ein Betrieb unter oder an diesen Grenzen ist nicht garantiert und sollte im normalen Gebrauch vermieden werden.

2.2 Elektro-optische Kennwerte

Diese Parameter werden bei einer Standard-Sperrschichttemperatur von 25°C und einem Durchlassstrom von 20 mA gemessen und repräsentieren die typische Leistung.

3. Erläuterung des Binning-Systems

Um die Konsistenz in der Massenproduktion sicherzustellen, werden LEDs basierend auf Schlüsselparametern in Leistungsklassen (Bins) sortiert. Dies ermöglicht es Entwicklern, Bauteile auszuwählen, die spezifische Helligkeits- und Farbanforderungen erfüllen.

3.1 Binning der Lichtstärke

Die Lichtausbeute wird in vier verschiedene Bins (P1, P2, Q1, Q2) kategorisiert, die jeweils einen minimalen und maximalen Intensitätsbereich definieren, gemessen bei IF= 20 mA. Die Gesamttoleranz für die Lichtstärke beträgt ±11%.

3.2 Binning der dominanten Wellenlänge

Die Farbe (Farbton) des blauen Lichts wird durch das Binning der dominanten Wellenlänge in vier Codes (A9, A10, A11, A12) gesteuert, mit einer engen Toleranz von ±1 nm.

Dieses Binning ermöglicht eine präzise Farbabstimmung in Anwendungen, bei denen mehrere LEDs nebeneinander verwendet werden.

4. Analyse der Leistungskurven

Während das Datenblatt auf typische elektro-optische Kennlinien verweist, geben die bereitgestellten Tabellen wichtige Einblicke. Die Beziehung zwischen Durchlassstrom (IF) und Durchlassspannung (VF) ist nichtlinear und exponentiell. Eine kleine Erhöhung der Spannung über den typischen VF-Wert hinaus kann zu einem großen, möglicherweise zerstörerischen Anstieg des Stroms führen. Dies unterstreicht die entscheidende Bedeutung der Verwendung eines Vorwiderstands in der Treiberschaltung. Die Lichtstärke ist direkt proportional zum Durchlassstrom, aber diese Beziehung hängt auch von der Sperrschichttemperatur ab, die mit zunehmender Verlustleistung ansteigt.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen und Polarität

Die LED entspricht dem Standard-1206-Gehäuse (imperial 3216 metrisch). Wichtige Abmessungen sind eine Bauteillänge von 1,6 mm, eine Breite von 0,8 mm und eine Höhe von 0,7 mm. Die Polarität ist eindeutig markiert: Der Kathodenanschluss ist durch eine grüne Markierung auf der Oberseite des Bauteils und eine charakteristische Kerbe oder Fase an einem Ende des Gehäuses gekennzeichnet. Die korrekte Ausrichtung während der Platzierung ist für die ordnungsgemäße Schaltungsfunktion unerlässlich.

5.2 Tape-and-Reel-Verpackung

Die Bauteile werden in feuchtigkeitsbeständiger Verpackung geliefert, auf 8 mm breiten Trägerbändern montiert und auf 7-Zoll-Spulen gewickelt. Jede Spule enthält 3000 Stück. Die Verpackung enthält ein Trockenmittel und ist in einer Aluminium-Feuchtigkeitsschutztüte versiegelt, um die LEDs vor Umgebungsfeuchtigkeit während der Lagerung und des Transports zu schützen. Dies ist entscheidend, um ein "Popcorning" oder Delaminieren während des Hochtemperatur-Reflow-Lötprozesses zu verhindern.

6. Löt- und Montagerichtlinien

Eine ordnungsgemäße Handhabung ist erforderlich, um die Zuverlässigkeit des Bauteils zu erhalten.

6.1 Lagerung und Feuchtigkeitssensitivität

Diese LED ist feuchtigkeitsempfindlich. Die ungeöffnete Tüte muss bei ≤30°C und ≤90% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Nach dem Öffnen haben die Bauteile eine "Floor Life" von 168 Stunden (7 Tagen) unter Bedingungen von ≤30°C und ≤60% relativer Luftfeuchtigkeit. Wenn sie nicht innerhalb dieser Zeit verwendet werden oder wenn der Trockenmittelindikator die Farbe geändert hat, müssen die LEDs vor dem Reflow-Löten 24 Stunden lang bei 60°C ±5°C getrocknet (rebaked) werden.

6.2 Reflow-Lötprofil

Ein bleifreies (Pb-free) Reflow-Profil ist spezifiziert:

Reflow-Löten sollte nicht mehr als zweimal durchgeführt werden. Spannungen am LED-Gehäuse während des Erhitzens und Verzug der Leiterplatte nach dem Löten müssen vermieden werden.

6.3 Handlöten und Nacharbeit

Falls Handlöten erforderlich ist, sollte es mit einer Lötspitzentemperatur unter 350°C durchgeführt werden, angewendet für nicht mehr als 3 Sekunden pro Anschluss, unter Verwendung eines Lötkolbens mit einer Leistung von 25W oder weniger. Zwischen dem Löten jedes Anschlusses sollte ein Kühlintervall von mindestens 2 Sekunden eingehalten werden. Nacharbeit nach dem ersten Löten wird dringend abgeraten. Falls absolut unvermeidbar, muss ein spezieller Doppelspitzen-Lötkolben verwendet werden, um beide Anschlüsse gleichzeitig zu erhitzen und so mechanische Belastungen der Lötstellen und des LED-Gehäuses zu verhindern.

7. Anwendungsdesign-Überlegungen

7.1 Schaltungsentwurf

Die wichtigste Designregel ist die zwingende Verwendung eines Vorwiderstands. Die exponentielle I-V-Kennlinie der LED bedeutet, dass sie den Strom nicht wie ein Widerstand selbst regelt. Ein direkter Anschluss an eine Spannungsquelle führt zu einem übermäßigen Stromfluss, der sofortiges Versagen verursacht. Der Widerstandswert (R) wird mit dem Ohmschen Gesetz berechnet: R = (Vversorgung- VF) / IF, wobei VFdie typische oder maximale Durchlassspannung aus dem Datenblatt ist und IFder gewünschte Betriebsstrom (≤20 mA) ist.

7.2 Thermomanagement

Obwohl die Verlustleistung gering ist (maximal 75 mW), kann ein ordnungsgemäßes Leiterplattenlayout die Lebensdauer erhöhen. Eine ausreichende Kupferfläche um die thermischen Pads der LED (die Lötstellen selbst) hilft, die Wärme von der Sperrschicht abzuführen. Der Betrieb der LED mit Strömen unterhalb des Maximalwerts oder die Verwendung eines gepulsten Betriebs kann ihre Lebensdauer erheblich verlängern und die Lichtausbeute aufrechterhalten.

7.3 Anwendungseinschränkungen

Das Datenblatt enthält einen klaren Haftungsausschluss, dass dieses Produkt, wie spezifiziert, möglicherweise nicht für Hochzuverlässigkeitsanwendungen mit schwerwiegenden Folgen eines Ausfalls geeignet ist, wie z.B. militärische/luftfahrttechnische Systeme, automobiltechnische Sicherheitssysteme (z.B. Airbags, Bremsen) oder lebenskritische medizinische Geräte. Für solche Anwendungen sind Bauteile mit anderen Qualifikationen, Tests und Spezifikationen erforderlich.

8. Technischer Vergleich und Differenzierung

Im Vergleich zu größeren Durchsteck-LEDs bietet diese SMD-Komponente eine drastische Reduzierung von Größe und Gewicht und ermöglicht so moderne miniaturisierte Elektronik. Innerhalb der SMD-LED-Familie repräsentiert das 1206-Gehäuse eine gängige und kostengünstige Größe, die die einfache manuelle Handhabung (für Prototypen) mit der Eignung für automatisierte Bestückungsmaschinen in Einklang bringt. Ihr großer Abstrahlwinkel von 130 Grad ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu LEDs mit engerem Winkel und macht sie für Anwendungen bevorzugt, bei denen die Anzeige aus einem weiten Bereich von Positionen sichtbar sein muss. Die spezifizierte Konformität mit RoHS, REACH und halogenfreien Standards stellt sicher, dass sie strenge internationale Umweltvorschriften erfüllt.

9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Warum ist ein Vorwiderstand absolut notwendig?

A: Eine LED hat in ihrem Durchlassbereich einen sehr niedrigen dynamischen Widerstand. Ohne einen Widerstand zur Strombegrenzung treibt selbst eine kleine Spannungsquelle einen Strom, der den Maximalwert der LED bei weitem überschreitet, was zu sofortiger thermischer Überlastung und Zerstörung führt.

F: Kann ich diese LED mit einer 5V-Versorgung betreiben?

A: Ja, aber Sie müssen einen Vorwiderstand verwenden. Zum Beispiel, mit einem Zielstrom IF= 20mA und einer typischen VFvon 3,3V: R = (5V - 3,3V) / 0,020A = 85 Ohm. Ein Standard-82-Ohm- oder 100-Ohm-Widerstand wäre geeignet, was zu einem etwas niedrigeren bzw. höheren Strom führt.

F: Was bedeuten die Bin-Codes (z.B. Q2, A11) auf dem Spulenetikett?

A: Sie geben die Leistungsgruppe der LEDs auf dieser Spule an. "Q2" bezeichnet das Lichtstärke-Bin (90,0-112,0 mcd). "A11" bezeichnet das Bin der dominanten Wellenlänge (470,5-473,5 nm). Die Angabe von Bins ermöglicht eine konsistente Helligkeit und Farbe über einen Produktionslauf hinweg.

F: Wie kritisch sind die Warnungen zur Feuchtigkeitssensitivität?

A: Sehr kritisch. Aufgenommene Feuchtigkeit kann während des Hochtemperatur-Reflow-Lötprozesses verdampfen und einen Innendruck erzeugen, der das Epoxidharzgehäuse der LED zum Reißen bringen oder es vom internen Chip ablösen kann, was zu sofortigem oder latentem Ausfall führt.

10. Praktisches Design- und Anwendungsbeispiel

Szenario: Entwurf eines Multi-LED-Statuspanels.Ein Entwickler erstellt ein Bedienfeld mit zehn blauen Statusanzeigen. Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten, spezifiziert er in seiner Stückliste (BOM) LEDs aus demselben Lichtstärke-Bin (z.B. alle Q1) und demselben dominanten Wellenlängen-Bin (z.B. alle A10). Er plant, jede LED von einem 3,3V-Mikrocontroller-GPIO-Pin aus anzusteuern. Berechnung des Widerstands: R = (3,3V - 3,3V) / 0,020A = 0 Ohm. Dies ist ungültig, da kein Spannungsabfall am Widerstand anliegt. Daher muss er entweder einen niedrigeren Strom (z.B. 10mA) verwenden oder die LEDs von einer höheren Spannungsschiene (z.B. 5V) über einen geeigneten Widerstand ansteuern. Er wählt eine 5V-Schiene. Unter Verwendung der maximalen VFvon 3,7V für ein konservatives Design: R = (5V - 3,7V) / 0,020A = 65 Ohm. Er wählt für jede LED einen Standard-68-Ohm-, 1/10W-Widerstand. Er stellt sicher, dass das Leiterplattenlayout eine kleine Kupferfläche um die LED-Pads zur Wärmeableitung vorsieht und befolgt das empfohlene Reflow-Profil während der Montage.

11. Einführung in das Funktionsprinzip

Diese LED basiert auf einem Indium-Gallium-Nitrid (InGaN)-Halbleiterchip. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, die das eingebaute Potenzial der Diode überschreitet, werden Elektronen und Löcher in den aktiven Bereich des Halbleiterübergangs injiziert. Wenn diese Ladungsträger rekombinieren, geben sie Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die spezifische Zusammensetzung der InGaN-Legierung bestimmt die Bandlückenenergie, die wiederum die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts bestimmt – in diesem Fall blau. Der Chip ist in einem klaren Epoxidharz eingekapselt, das den Halbleiter schützt, als Linse zur Formung des Lichtaustritts dient (Erzeugung des 130-Grad-Abstrahlwinkels) und die mechanische Struktur des 1206-Gehäuses bildet.

12. Technologietrends und Kontext

Die beschriebene Komponente repräsentiert eine ausgereifte und weit verbreitete Technologie. Der Trend bei SMD-LEDs geht weiterhin zu noch kleineren Gehäusen (z.B. 0805, 0603, 0402) für Ultra-Miniaturisierung sowie zu Hochleistungsgehäusen für Beleuchtungszwecke. Es gibt auch einen starken Trend zu verbesserter Effizienz (mehr Lumen pro Watt), was den Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung für eine gegebene Lichtausbeute reduziert. Darüber hinaus haben sich die Präzision und Konsistenz der Binning-Prozesse erheblich verbessert, was engere Farb- und Helligkeitstoleranzen in der Massenproduktion ermöglicht. Dies ist entscheidend für Anwendungen wie Vollfarbdisplays und Architekturbeleuchtung, bei denen Farbgleichmäßigkeit von größter Bedeutung ist.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.