Sprache auswählen

SMD LED LTST-S06WGEBD Datenblatt - Gehäuseabmessungen - Weiß/Grün/Rot/Blau - 30mA - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für den SMD LED LTST-S06WGEBD in Weiß, Grün, Rot und Blau. Enthält detaillierte Spezifikationen, Grenzwerte, Binning-Codes und Anwendungsrichtlinien.
smdled.org | PDF Size: 0.4 MB
Bewertung: 4.5/5
Ihre Bewertung
Sie haben dieses Dokument bereits bewertet
PDF-Dokumentendeckel - SMD LED LTST-S06WGEBD Datenblatt - Gehäuseabmessungen - Weiß/Grün/Rot/Blau - 30mA - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der LTST-S06WGEBD ist eine SMD-LED (Surface-Mount Device), die für die automatisierte Leiterplattenbestückung (PCB) konzipiert ist. Seine kompakte Bauweise macht ihn ideal für platzbeschränkte Anwendungen in einer Vielzahl elektronischer Geräte.

1.1 Merkmale

1.2 Anwendungen

2. Gehäuseabmessungen und Konfiguration

Die LED ist in einem Standard-SMD-Gehäuse untergebracht. Alle Maße sind in Millimetern angegeben, mit einer typischen Toleranz von ±0,1 mm, sofern nicht anders angegeben. Die Artikelnummer LTST-S06WGEBD vereint mehrere LED-Chips in einem Gehäuse, wodurch je nach Pinbelegung verschiedene Farben möglich sind.

LinsenfarbeLichtfarbeTechnologiePinbelegung
GelbWeiß DiffusInGaN2, 1
Weiß DiffusGrünInGaN4, 3
Weiß DiffusRotAlInGaP4, 5
Weiß DiffusBlauInGaN4, 6

3. Grenzwerte und Kenngrößen

3.1 Absolute Maximalwerte

Die Grenzwerte gelten bei einer Umgebungstemperatur (Ta) von 25°C. Eine Überschreitung kann zu dauerhaften Schäden führen.

ParameterWeißGrünRotBlauEinheit
Verlustleistung102997599mW
Spitzenstrom (1/10 Tastverhältnis, 0,1 ms Puls)100mA
DC-Durchlassstrom30mA
Betriebstemperaturbereich-40°C bis +85°C-
Lagertemperaturbereich-40°C bis +100°C-

3.2 Empfohlenes IR-Reflow-Profil

Für bleifreie Lötprozesse sollte das empfohlene Reflow-Profil dem J-STD-020B-Standard entsprechen. Dies gewährleistet zuverlässige Lötstellen, ohne das LED-Gehäuse durch übermäßige thermische Belastung zu beschädigen.

3.3 Elektrische und optische Kenngrößen

Typische Werte werden bei Ta=25°C und einem Durchlassstrom (IF) von 20 mA gemessen, sofern nicht anders angegeben.

ParameterSymbolWeißGrünRotBlauEinheitBedingung
Lichtstrom (Min)Φv4.404.001.920.77lmIF=20mA
Lichtstrom (Max)Φv7.808.004.001.58lmIF=20mA
Lichtstärke (Min)Iv15801350700280mcdIF=20mA
Lichtstärke (Max)Iv280027001450580mcdIF=20mA
Abstrahlwinkel (typ.)2θ1/2120°-
Dominante Wellenlänge (Min)λd-520617465nmIF=20mA
Dominante Wellenlänge (Max)λd-530630475nmIF=20mA
Durchlassspannung (Min)VF2.82.41.82.4VIF=20mA
Durchlassspannung (Max)VF3.43.32.53.3VIF=20mA
Spektrale Halbwertsbreite (typ.)Δλ-302025nm-
Sperrstrom (Max)IR10µAVR=5V

Hinweise:

4. Binning-Code-System

Die LEDs werden anhand wichtiger optischer Parameter sortiert (gebinned), um eine gleichbleibende Qualität in der Produktion sicherzustellen.

4.1 RGB-Lichtstärke (IV)-Binning

LEDs werden anhand ihres minimalen und maximalen Lichtstroms bei 20 mA in Bins kategorisiert.

4.1.1 Einzelne Farbklassen

Grün:G1 (4,00-5,65 lm), G2 (5,65-8,00 lm).
Rot:R1 (1,92-2,75 lm), R2 (2,75-4,00 lm).
Blau:B1 (0,77-1,08 lm), B2 (1,08-1,58 lm).
Toleranz pro Bin: ±10%.

4.1.2 Kombinierte RGB-Bin-Codes

Ein einzelner alphanumerischer Code auf dem Produktetikett gibt die spezifische Kombination aus Grün-, Rot- und Blau-Intensitätsbins an. Beispielsweise entspricht Code A1 der Kombination G1, R1, B1.

4.2 RGB-Dominante Wellenlänge (WD)-Binning

LEDs werden auch nach der Spitzenwellenlänge ihres emittierten Lichts gebinned.

4.2.1 Einzelne Wellenlängenklassen

Grün:AP (520-525 nm), AQ (525-530 nm).
Rot:Einzelner Bereich (617-630 nm).
Blau:AC (465-470 nm), AD (470-475 nm).
Toleranz pro Bin: ±1 nm.

4.2.2 Kombinierte RGB-Wellenlängen-Bin-Codes

Ähnlich wie bei der Intensität spezifiziert ein Code (D1-D4) die Kombination der Wellenlängenbins für die Grün-, Rot- und Blau-Chips.

4.3 Weiß-Lichtstärke-Binning

Weiße LEDs werden separat gebinned: W1 (4,40-5,85 lm), W2 (5,85-7,80 lm). Toleranz: ±10%.

4.4 Weiß-Farbort (CIE)-Binning

Weiße LEDs werden weiter anhand ihrer Farbortkoordinaten (x, y) im CIE-1931-Farbraumdiagramm klassifiziert. Bins (z. B. D1, D2, E1, E2, F1, F2) definieren spezifische viereckige Bereiche in diesem Diagramm, um ein einheitliches Weiß-Erscheinungsbild sicherzustellen. Die Toleranz für jede (x, y)-Koordinate beträgt ±0,01.

5. Typische Kennlinien

Das Datenblatt enthält grafische Darstellungen wichtiger Kennwerte, typischerweise in Abhängigkeit vom Durchlassstrom oder der Umgebungstemperatur. Diese Kurven sind für Entwicklungsingenieure wesentlich, um das LED-Verhalten unter nicht standardmäßigen Bedingungen vorherzusagen.

6. Benutzerhinweise und Handhabung

6.1 Reinigung

Verwenden Sie keine nicht spezifizierten Chemikalien. Falls eine Reinigung erforderlich ist, tauchen Sie die LED bei Raumtemperatur für weniger als eine Minute in Ethylalkohol oder Isopropylalkohol ein. Schütteln oder Ultraschallreinigung kann das Gehäuse beschädigen.

6.2 Empfohlene PCB-Pad-Anordnung

Ein empfohlenes Land Pattern (Footprint) für die Leiterplatte wird bereitgestellt, um ein korrektes Löten, mechanische Stabilität und Wärmeableitung zu gewährleisten. Die Einhaltung dieses Layouts verhindert "Tombstoning" und Lötstellendefekte.

6.3 Trägerband- und Spulenverpackungsspezifikationen

Die LEDs werden in geprägter Trägerbandverpackung mit einem Schutzdeckband geliefert. Die wichtigsten Abmessungen der Bandtaschen, der Teilung und der Spule sind spezifiziert, um mit Standard-Automatikbestückungsgeräten kompatibel zu sein.

6.4 Spulenspezifikationen

7. Anwendungshinweise und Warnungen

7.1 Bestimmungsgemäße Verwendung und Zuverlässigkeit

Diese LEDs sind für Standard-Elektronikgeräte konzipiert. Für Anwendungen, die eine außergewöhnliche Zuverlässigkeit erfordern oder bei denen ein Ausfall Leben oder Gesundheit gefährden könnte (z. B. Luftfahrt, Medizingeräte, Verkehrssicherheitssysteme), sind eine spezifische Zuverlässigkeitsbewertung und Rücksprache mit dem Hersteller zwingend erforderlich. Das Standardprodukt ist für solche sicherheitskritischen Anwendungen möglicherweise nicht qualifiziert.

7.2 Allgemeine Entwurfsüberlegungen

8. Technischer Einblick und Vergleich

8.1 Halbleitermaterialien und Farbe

Die verschiedenen Farben werden mit unterschiedlichen Halbleitermaterialsystemen erzeugt:
- InGaN (Indiumgalliumnitrid):Wird für grüne und blaue LEDs verwendet. Dieses Materialsystem ermöglicht eine effiziente Emission im blau-grünen Spektrum.
- AlInGaP (Aluminiumindiumgalliumphosphid):Wird für die rote LED verwendet. Dieses Material ist für rote und bernsteinfarbene Wellenlängen sehr effizient.
- Weißes Licht:Wird typischerweise durch einen blauen InGaN-Chip erzeugt, der mit einem gelben Leuchtstoff beschichtet ist. Die Mischung aus blauem und gelbem Licht erscheint dem menschlichen Auge weiß. Das Binning für Weiß konzentriert sich auf die Farbortkoordinaten, um die "Weiße" (z. B. kaltweiß, neutralweiß) zu definieren.

8.2 Bedeutung des Binnings für den Entwurf

Das umfangreiche Binning-System dient einem wichtigen Zweck. Für ästhetische Anwendungen (wie Statusanzeigen oder Hintergrundbeleuchtung, bei denen mehrere LEDs nebeneinander verwendet werden) gewährleistet die Auswahl von LEDs aus demselben Intensitäts- und Farbort-Bin eine gleichmäßige Helligkeit und Farbe und verhindert ein fleckiges oder ungleichmäßiges Erscheinungsbild. Für Farbmischungsanwendungen (wie die Erzeugung von einstellbarem Weißlicht mit RGB-LEDs) ermöglicht die Kenntnis der genauen Wellenlängen- und Intensitätsbins eine präzisere Farbkalibrierung und die Entwicklung von Steueralgorithmen.

8.3 Wichtige Unterscheidungsmerkmale

Dieses Multi-Chip-Gehäuse (Kombination aus weißem und einzelnen RGB-Farben) bietet Designflexibilität auf einer einzigen Kontaktfläche und spart im Vergleich zur Verwendung von vier separaten LEDs Leiterplattenplatz. Die Vorkonditionierung auf JEDEC Level 3 zeigt, dass es 168 Stunden Lagerzeit bei ≤30°C/60% relativer Luftfeuchtigkeit vor dem Reflow-Löten aushält, was für die Fertigungslogistik wichtig ist.

9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf Parametern)

F: Wie hoch ist die typische Durchlassspannung für die grüne LED bei 20 mA?
A: Die Durchlassspannung (VF) für den grünen Chip liegt bei 20 mA zwischen 2,4 V (Min.) und 3,3 V (Max.). Ein typischer Entwurfswert könnte bei etwa 2,8-3,0 V liegen, aber die Schaltung sollte für den Maximalwert ausgelegt sein.

F: Kann ich diese LED dauerhaft mit 30 mA betreiben?
A: Ja, 30 mA ist der absolute maximale DC-Durchlassstrom. Für einen zuverlässigen Langzeitbetrieb ist es oft ratsam, LEDs mit einem niedrigeren Strom, z. B. 20 mA, zu betreiben, um die thermische Belastung zu verringern und die Lebensdauer zu erhöhen.

F: Wie interpretiere ich den Bin-Code "A3" auf dem Etikett?
A: Bezugnehmend auf die Kreuztabelle entspricht Code A3: Grün in Bin G2 (5,65-8,00 lm), Rot in Bin R1 (1,92-2,75 lm) und Blau in Bin B1 (0,77-1,08 lm).

F: Ist diese LED für den Außeneinsatz geeignet?
A: Der Betriebstemperaturbereich von -40°C bis +85°C deckt viele Außenbedingungen ab. Das Datenblatt gibt jedoch keine IP-Schutzart (Schutz gegen Staub und Wasser) an. Für den Außeneinsatz wären eine zusätzliche Abdichtung oder eine Schutzlackierung auf der Leiterplatte erforderlich, um die LED und ihre Lötstellen vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen zu schützen.

10. Entwurfs- und Anwendungsbeispiel

Szenario: Entwurf einer mehrfarbigen Statusanzeige für einen Netzwerkrouter.

  1. Anforderung:Ein einzelnes Bauteil, das Weiß (eingeschaltet), Grün (verbunden), Rot (Fehler) und Blau (Kopplungsmodus) anzeigen kann.
  2. Bauteilauswahl:Der LTST-S06WGEBD ist ideal, da er alle vier Farben integriert.
  3. Schaltungsentwurf:
    • Verwenden Sie einen Mikrocontroller-GPIO-Pin, um jeden Farbkanal über einen einfachen NPN-Transistor oder einen MOSFET als Low-Side-Schalter zu steuern.
    • Berechnen Sie einen Strombegrenzungswiderstand für jeden Kanal. Für den grünen Chip bei 20 mA mit VF(max)=3,3 V und einer 5-V-Versorgung: R = (5 V - 3,3 V) / 0,02 A = 85 Ω. Verwenden Sie den nächsthöheren Normwert (z. B. 91 Ω oder 100 Ω), der einen etwas geringeren Strom liefert, was sicher ist.
    • Wiederholen Sie dies für die anderen Farben unter Verwendung ihrer jeweiligen VF(max)-Werte.
  4. Leiterplattenlayout:Befolgen Sie das empfohlene Pad-Layout. Platzieren Sie die LED fern von anderen wärmeerzeugenden Bauteilen. Stellen Sie sicher, dass die Masse des Mikrocontrollers und die Masse der LED-Schaltung ordnungsgemäß verbunden sind.
  5. Software:Implementieren Sie eine Steuerlogik, um den entsprechenden Chip basierend auf dem Systemstatus zu beleuchten. Stellen Sie sicher, dass nur ein Chip gleichzeitig mit Strom versorgt wird, falls die absolute maximale Gesamtverlustleistung des Gehäuses überschritten werden könnte.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.