Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
- 2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektrische und optische Kenngrößen
- 3. Erklärung des Bin-Sortiersystems
- 3.1 Durchlassspannungs-Klasse (VF)
- 3.2 Lichtstärke-Klasse (IV)
- 3.3 Farbton-Klasse (Dominante Wellenlänge)
- 4. Analyse der Leistungskurven
- 4.1 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kurve)
- 4.2 Lichtstärke vs. Durchlassstrom
- 4.3 Temperaturcharakteristiken
- 5. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 5.1 Gehäuseabmessungen und Polaritätskennzeichnung
- 5.2 Empfohlenes Leiterplatten-Pad-Layout
- 6. Löt- und Bestückungsrichtlinien
- 6.1 IR-Reflow-Lötparameter
- 6.2 Handlötung
- 6.3 Reinigung
- 6.4 Lager- und Handhabungsbedingungen
- 7. Verpackungs- und Bestellinformationen
- 7.1 Band- und Rollenspezifikationen
- 8. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
- 8.1 Typische Anwendungsschaltungen
- 8.2 Wärmemanagement-Design
- 8.3 Optische Designüberlegungen
- 9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
- 10. Technologieeinführung und Trends
- 10.1 InGaN-Halbleitertechnologie
- 10.2 Branchentrends
1. Produktübersicht
Dieses Dokument enthält die vollständigen technischen Spezifikationen für eine hochleistungsfähige, oberflächenmontierbare LED für moderne elektronische Anwendungen. Das Bauteil nutzt einen fortschrittlichen InGaN-Halbleiterchip zur Erzeugung eines brillanten grünen Lichts. Seine kompakte Bauform und das standardisierte Gehäuse machen es ideal für automatisierte Bestückungsprozesse und platzbeschränkte Designs.
1.1 Kernvorteile und Zielmarkt
Die primären Vorteile dieser LED sind ihre außergewöhnliche Lichtstärke, die Einhaltung von Umweltvorschriften und die robuste Bauweise für die Serienfertigung. Sie ist für den Einsatz in automatischen Pick-and-Place-Anlagen ausgelegt und hält standardmäßigen Infrarot (IR)-Reflow-Lötprofilen stand, was für eine effiziente Leiterplattenbestückung entscheidend ist.
Der Zielmarkt umfasst ein breites Spektrum an Konsum- und Industrieelektronik. Zu den Hauptanwendungsgebieten zählen Telekommunikationsgeräte wie Mobil- und Schnurlostelefone, tragbare Computer wie Notebooks, Netzwerkinfrastruktursysteme, verschiedene Haushaltsgeräte sowie Innenraumbeleuchtung oder Display-Anwendungen. Ihre Zuverlässigkeit und Helligkeit machen sie auch für Statusanzeigen, Tastaturbeleuchtung und die Integration in Mikrodisplays geeignet.
2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation
Dieser Abschnitt beschreibt die absoluten Grenzwerte und Betriebseigenschaften der LED. Alle Parameter gelten bei einer Umgebungstemperatur (Ta) von 25°C, sofern nicht anders angegeben.
2.1 Absolute Maximalwerte
Die absoluten Maximalwerte definieren die Belastungsgrenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Ein Dauerbetrieb an oder nahe diesen Grenzen wird nicht empfohlen. Die Werte sind wie folgt:
- Verlustleistung (Pd):76 mW. Dies ist die maximale Leistung, die das Bauteil als Wärme abführen kann.
- Spitzen-Durchlassstrom (IFP):100 mA. Dieser Strom ist nur unter gepulsten Bedingungen mit einem Tastverhältnis von 1/10 und einer Pulsbreite von 0,1ms zulässig.
- Dauer-Durchlassstrom (IF):20 mA. Dies ist der empfohlene maximale Strom für Gleichstrombetrieb.
- Betriebstemperaturbereich:-20°C bis +80°C. Das Bauteil funktioniert garantiert innerhalb dieses Umgebungstemperaturbereichs.
- Lagertemperaturbereich:-30°C bis +100°C.
- Infrarot-Lötbedingung:Hält einer Spitzentemperatur von 260°C für 10 Sekunden stand, was dem Standard für bleifreie Bestückungsprozesse entspricht.
2.2 Elektrische und optische Kenngrößen
Die folgende Tabelle listet die typischen und garantierten Leistungsparameter unter normalen Betriebsbedingungen (IF= 20mA, Ta=25°C).
- Lichtstärke (IV):Reicht von mindestens 1120 mcd bis maximal 7100 mcd, wobei typische Werte innerhalb dieser breiten Spanne liegen. Die Intensität wird mit einem Sensor gemessen, der auf die CIE-Photopische Augenempfindlichkeitskurve gefiltert ist.
- Abstrahlwinkel (2θ1/2):25 Grad. Dies ist der volle Winkel, bei dem die Lichtstärke auf die Hälfte des auf der Mittelachse gemessenen Wertes abfällt. Er deutet auf ein relativ fokussiertes Strahlprofil hin.
- Spitzen-Emissionswellenlänge (λP):530 nm. Dies ist die Wellenlänge, bei der die spektrale Ausgangsleistung am stärksten ist.
- Dominante Wellenlänge (λd):520 nm bis 535 nm. Dieser Parameter, abgeleitet vom CIE-Farbdiagramm, definiert die wahrgenommene Lichtfarbe und ist für die Farbspezifikation relevanter als die Spitzenwellenlänge.
- Spektrale Halbwertsbreite (Δλ):35 nm. Dies gibt die spektrale Reinheit oder Bandbreite des emittierten Lichts an.
- Durchlassspannung (VF):2,8 V bis 3,8 V bei 20mA. Der Spannungsabfall über der LED im Betrieb.
- Sperrstrom (IR):Maximal 10 μA bei einer Sperrspannung (VR) von 5V. Das Bauteil ist nicht für den Betrieb in Sperrrichtung ausgelegt; dieser Test dient nur der Qualitätsprüfung.
3. Erklärung des Bin-Sortiersystems
Um Konsistenz in der Serienfertigung zu gewährleisten, werden LEDs basierend auf Schlüsselparametern in Leistungsklassen (Bins) sortiert. Dies ermöglicht es Entwicklern, Bauteile auszuwählen, die spezifische Schaltungsanforderungen erfüllen.
3.1 Durchlassspannungs-Klasse (VF)
LEDs werden nach ihrem Durchlassspannungsabfall bei 20mA kategorisiert. Die Bin-Codes (D7 bis D11) repräsentieren steigende Spannungsbereiche von 2,8V-3,0V bis zu 3,6V-3,8V, mit einer Toleranz von ±0,1V pro Bin. Dies ist entscheidend für die Auslegung der strombegrenzenden Schaltung und für gleichmäßige Helligkeit in Parallelschaltungen.
3.2 Lichtstärke-Klasse (IV)
Dies ist die primäre Helligkeitsklassifizierung. Die Codes W, X, Y und Z repräsentieren aufsteigende Minimal-/Maximal-Intensitätsbereiche von 1120-1800 mcd bis zu 4500-7100 mcd, mit einer Toleranz von ±15% pro Bin. Die Auswahl hängt von der für die Anwendung erforderlichen Helligkeitsstufe ab.
3.3 Farbton-Klasse (Dominante Wellenlänge)
LEDs werden nach Farbpunkt mittels dominanter Wellenlänge sortiert. Die Codes AP (520-525 nm), AQ (525-530 nm) und AR (530-535 nm) ermöglichen die Auswahl für spezifische Grünanforderungen, mit einer engen Toleranz von ±1 nm pro Bin. Dies gewährleistet Farbkonsistenz in Anwendungen, bei denen mehrere LEDs nebeneinander verwendet werden.
4. Analyse der Leistungskurven
Während spezifische grafische Daten im Datenblatt referenziert sind, werden die typischen Zusammenhänge zwischen Schlüsselparametern nachstehend beschrieben.
4.1 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kurve)
Die LED zeigt eine nichtlineare I-V-Charakteristik, typisch für Dioden. Die Durchlassspannung (VF) steigt mit dem Strom an, bleibt aber bei dem Nenn-Antriebsstrom von 20mA innerhalb der spezifizierten Bin-Bereiche. Ein Betrieb über dem absoluten Maximalstrom führt zu einem steileren Anstieg von VFund erzeugt übermäßige Wärme.
4.2 Lichtstärke vs. Durchlassstrom
Die Lichtausbeute (Lichtstärke) ist in ihrem normalen Betriebsbereich annähernd proportional zum Durchlassstrom. Allerdings kann die Effizienz bei sehr hohen Strömen aufgrund erhöhter thermischer Effekte abnehmen. Der Betrieb der LED mit ihrem Nennstrom von 20mA gewährleistet optimale Leistung und Langlebigkeit.
4.3 Temperaturcharakteristiken
Wie alle Halbleiter ist die LED-Leistung temperaturabhängig. Die Durchlassspannung (VF) hat typischerweise einen negativen Temperaturkoeffizienten, d.h. sie nimmt leicht ab, wenn die Sperrschichttemperatur steigt. Bedeutender ist, dass die Lichtstärke mit steigender Temperatur abnimmt. Ein angemessenes Wärmemanagement in der Anwendung ist entscheidend, um eine konstante Helligkeit und Bauteilzuverlässigkeit über den spezifizierten Betriebstemperaturbereich aufrechtzuerhalten.
5. Mechanische und Gehäuseinformationen
5.1 Gehäuseabmessungen und Polaritätskennzeichnung
Das Bauteil entspricht einem standardisierten SMD-Gehäuse. Zu den Hauptabmessungen gehören die Bauteilgröße, die Anschlussabstände und die Gesamthöhe. Die Kathode ist typischerweise durch eine visuelle Markierung auf dem Gehäuse gekennzeichnet, wie z.B. eine Kerbe, ein Punkt oder eine grüne Tönung auf der entsprechenden Linsenfläche. Die korrekte Polarisierungsausrichtung während der Bestückung ist für die ordnungsgemäße Funktion zwingend erforderlich.
5.2 Empfohlenes Leiterplatten-Pad-Layout
Ein empfohlenes Leiterplatten (PCB)-Pad-Layout wird bereitgestellt, um zuverlässiges Löten und mechanische Stabilität zu gewährleisten. Dieses Layout berücksichtigt den Platzbedarf des Bauteils und ermöglicht eine gute Lötflankenbildung während des Reflow-Prozesses. Die Einhaltung dieser Empfehlung hilft, "Tombstoning" (Aufstellen des Bauteils auf einer Seite) zu verhindern und sorgt für eine korrekte Ausrichtung.
6. Löt- und Bestückungsrichtlinien
6.1 IR-Reflow-Lötparameter
Das Bauteil ist mit bleifreien Infrarot-Reflow-Lötprozessen kompatibel. Ein empfohlenes Profil wird bereitgestellt, das im Allgemeinen Folgendes umfasst:
- Vorwärmen:150-200°C für maximal 120 Sekunden, um die Leiterplatte allmählich zu erwärmen und das Flussmittel zu aktivieren.
- Spitzentemperatur:Maximal 260°C. Die Bauteiltemperatur darf diesen Wert nicht überschreiten.
- Zeit oberhalb der Liquidus-Temperatur (TAL):Die Zeit innerhalb von 5°C der Spitzentemperatur sollte auf maximal 10 Sekunden begrenzt werden.
- Anzahl der Zyklen:Das Bauteil kann unter diesen Bedingungen maximal zwei Reflow-Zyklen standhalten.
Es ist entscheidend zu beachten, dass das optimale Profil vom spezifischen PCB-Design, dem Lotpaste und dem verwendeten Ofen abhängt. Die angegebenen Werte sind Richtlinien, die für den tatsächlichen Produktionsaufbau validiert werden sollten.
6.2 Handlötung
Falls Handlötung erforderlich ist, ist äußerste Vorsicht geboten. Die Lötspitzentemperatur sollte 300°C nicht überschreiten und die Kontaktzeit mit dem LED-Anschluss sollte auf maximal 3 Sekunden begrenzt werden. Wärme sollte auf das PCB-Pad und nicht direkt auf den LED-Körper aufgebracht werden, um thermische Schäden zu vermeiden.
6.3 Reinigung
Falls eine Nachlötreinigung erforderlich ist, sollten nur spezifizierte Lösungsmittel verwendet werden. Empfohlene Mittel sind Ethylalkohol oder Isopropylalkohol (IPA). Die LED sollte bei Raumtemperatur für weniger als eine Minute eingetaucht werden. Aggressive oder nicht spezifizierte Chemikalien können die Epoxidlinse oder das Gehäusematerial beschädigen.
6.4 Lager- und Handhabungsbedingungen
Elektrostatische Entladung (ESD):Das Bauteil ist ESD-empfindlich. Es müssen geeignete Handhabungsverfahren befolgt werden, einschließlich der Verwendung geerdeter Handgelenkbänder, antistatischer Matten sowie ESD-sicherer Verpackungen und Geräte.
Feuchtigkeitsempfindlichkeit:Das Gehäuse hat eine Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe (MSL). Wie angegeben, sollten die Bauteile, wenn die original versiegelte feuchtigkeitsdichte Beutel geöffnet wird, innerhalb einer Woche (MSL 3) einem IR-Reflow unterzogen werden. Für eine längere Lagerung außerhalb des Originalbeutels müssen sie in einem Trockenschrank oder versiegelten Behälter mit Trockenmittel gelagert werden. Bauteile, die länger als eine Woche gelagert wurden, erfordern möglicherweise einen Trocknungsprozess (z.B. 60°C für 20 Stunden), um aufgenommene Feuchtigkeit vor dem Löten zu entfernen, um "Popcorning"-Schäden während des Reflow zu verhindern.
7. Verpackungs- und Bestellinformationen
7.1 Band- und Rollenspezifikationen
Die Bauteile werden verpackt für die automatisierte Bestückung geliefert. Sie sind in einer geprägten Trägerbahn montiert, die mit einer Schutzdeckfolie versiegelt ist. Das Band ist auf eine Standardrolle mit einem Durchmesser von 7 Zoll (178 mm) aufgewickelt.
Wichtige Verpackungsdetails umfassen:
- Stückzahl pro Rolle:2000 Stück.
- Mindestbestellmenge (MOQ):Für Restmengen wird ein Minimum von 500 Stück angegeben.
- Taschenabdeckung:Leere Bauteiltaschen im Band sind mit Deckfolie versiegelt.
- Fehlende Bauteile:Gemäß Verpackungsstandard sind maximal zwei aufeinanderfolgende fehlende Lampen zulässig.
- Die Verpackung entspricht den ANSI/EIA-481-Spezifikationen und gewährleistet die Kompatibilität mit standardmäßigen automatischen Bestückungsgeräten.
8. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen
8.1 Typische Anwendungsschaltungen
Die gebräuchlichste Ansteuerungsmethode ist eine Konstantstromquelle oder ein einfacher strombegrenzender Widerstand in Reihe mit einer Spannungsversorgung. Der Widerstandswert (Rlimit) kann mit dem Ohmschen Gesetz berechnet werden: Rlimit= (Vsupply- VF) / IF. Die Verwendung der maximalen VFaus dem Bin (z.B. 3,8V) in dieser Berechnung stellt sicher, dass der Strom selbst bei einem Bauteil mit niedriger VF20mA nicht überschreitet. Für Anwendungen, die eine stabile Helligkeit erfordern, wird ein dedizierter LED-Treiber-IC empfohlen, insbesondere bei Betrieb mit einer variablen Spannungsquelle wie einer Batterie.
8.2 Wärmemanagement-Design
Obwohl die Verlustleistung relativ gering ist (max. 76mW), ist eine effektive Wärmeableitung wichtig, um Leistung und Lebensdauer aufrechtzuerhalten, insbesondere bei hohen Umgebungstemperaturen oder in geschlossenen Räumen. Die Kupferpads auf der Leiterplatte dienen als primärer Kühlkörper. Eine Vergrößerung der mit den Kathoden- und Anodenpads verbundenen Kupferfläche, die Verwendung von Wärmeleitungen zur Verbindung mit inneren oder unteren Kupferschichten und eine ausreichende Luftzirkulation helfen, die Sperrschichttemperatur zu managen.
8.3 Optische Designüberlegungen
Der 25-Grad-Abstrahlwinkel liefert einen fokussierten Strahl. Für eine breitere Ausleuchtung können sekundäre Optiken wie Diffusoren oder Lichtleiter erforderlich sein. Die Wahl des Bins für Lichtstärke und dominante Wellenlänge sollte auf den Helligkeits- und Farbgleichmäßigkeitsanforderungen der Endanwendung basieren. Das Mischen von Bins innerhalb eines einzelnen Produkts wird nicht empfohlen, wenn visuelle Konsistenz wichtig ist.
9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)
F: Kann ich diese LED mit einer 5V-Versorgung und einem Widerstand betreiben?
A: Ja. Zum Beispiel, mit einer typischen VFvon 3,2V bei 20mA: R = (5V - 3,2V) / 0,02A = 90 Ohm. Ein Standard-91-Ohm-Widerstand wäre geeignet. Überprüfen Sie den Strom immer mit der tatsächlichen VFIhres spezifischen Bins.
F: Was ist der Unterschied zwischen Spitzenwellenlänge und dominanter Wellenlänge?
A: Spitzenwellenlänge (λP) ist das tatsächliche Maximum der spektralen Ausgangskurve. Dominante Wellenlänge (λd) ist ein berechneter Wert, der die einzelne Wellenlänge eines reinen monochromatischen Lichts darstellt, das für das menschliche Auge die gleiche Farbe wie die LED hätte. λdist für das Farbabgleichen relevanter.
F: Wie interpretiere ich den Lichtstärke-Bin-Code (z.B. "Y")?
A: Der Bin-Code definiert einen garantierten Bereich. Ein Bauteil aus dem "Y"-Bin hat eine Lichtstärke zwischen 2800 mcd und 4500 mcd, gemessen unter Standardbedingungen (20mA, Ta=25°C).
F: Ist diese LED für den Außeneinsatz geeignet?
A: Das Datenblatt gibt einen Betriebstemperaturbereich von -20°C bis +80°C und typische Innenanwendungen an. Für den Außeneinsatz sind die mögliche Exposition gegenüber Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperaturen außerhalb des spezifizierten Bereichs zu berücksichtigen, was zusätzliche Schutzmaßnahmen oder eine andere Produktklasse erfordern kann.
10. Technologieeinführung und Trends
10.1 InGaN-Halbleitertechnologie
Diese LED basiert auf Indiumgalliumnitrid (InGaN)-Halbleitermaterial. InGaN ermöglicht die effiziente Erzeugung von Licht im blauen, grünen und weißen (in Kombination mit einem Leuchtstoff) Spektralbereich. Die Effizienz und Helligkeit von InGaN-LEDs hat sich im Vergleich zu früheren Technologien wie Galliumphosphid (GaP) erheblich verbessert, was sie zum Standard für hochleistungsfähige grüne und blaue LEDs macht.
10.2 Branchentrends
Der allgemeine Trend in der SMD-LED-Technologie geht weiterhin in Richtung höherer Lichtausbeute (mehr Lichtausbeute pro Watt elektrischer Eingangsleistung), verbesserter Farbwiedergabe und kleinerer Gehäusegrößen für höhere Packungsdichten. Ein weiterer starker Fokus liegt auf verbesserter Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unter verschiedenen Umwelteinflüssen. Die Kompatibilität mit bleifreien, hochtemperaturbeständigen Reflow-Prozessen, wie bei diesem Bauteil, ist mittlerweile eine grundlegende Anforderung, die durch globale Umweltvorschriften (z.B. RoHS) vorangetrieben wird.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |