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SMD LED LTST-C950TGKT Datenblatt - Ultrahelle grüne InGaN-LED - 20mA - 76mW - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für die SMD-LED LTST-C950TGKT. Merkmale: Ultraheller grüner InGaN-Chip, RoHS-konform, 20mA Durchlassstrom, 76mW Verlustleistung, IR-Reflow-Lötung.
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PDF-Dokumentendeckel - SMD LED LTST-C950TGKT Datenblatt - Ultrahelle grüne InGaN-LED - 20mA - 76mW - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses Dokument enthält die vollständigen technischen Spezifikationen für eine hochleistungsfähige, oberflächenmontierbare LED für moderne elektronische Anwendungen. Das Bauteil nutzt einen fortschrittlichen InGaN-Halbleiterchip zur Erzeugung eines brillanten grünen Lichts. Seine kompakte Bauform und das standardisierte Gehäuse machen es ideal für automatisierte Bestückungsprozesse und platzbeschränkte Designs.

1.1 Kernvorteile und Zielmarkt

Die primären Vorteile dieser LED sind ihre außergewöhnliche Lichtstärke, die Einhaltung von Umweltvorschriften und die robuste Bauweise für die Serienfertigung. Sie ist für den Einsatz in automatischen Pick-and-Place-Anlagen ausgelegt und hält standardmäßigen Infrarot (IR)-Reflow-Lötprofilen stand, was für eine effiziente Leiterplattenbestückung entscheidend ist.

Der Zielmarkt umfasst ein breites Spektrum an Konsum- und Industrieelektronik. Zu den Hauptanwendungsgebieten zählen Telekommunikationsgeräte wie Mobil- und Schnurlostelefone, tragbare Computer wie Notebooks, Netzwerkinfrastruktursysteme, verschiedene Haushaltsgeräte sowie Innenraumbeleuchtung oder Display-Anwendungen. Ihre Zuverlässigkeit und Helligkeit machen sie auch für Statusanzeigen, Tastaturbeleuchtung und die Integration in Mikrodisplays geeignet.

2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation

Dieser Abschnitt beschreibt die absoluten Grenzwerte und Betriebseigenschaften der LED. Alle Parameter gelten bei einer Umgebungstemperatur (Ta) von 25°C, sofern nicht anders angegeben.

2.1 Absolute Maximalwerte

Die absoluten Maximalwerte definieren die Belastungsgrenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Ein Dauerbetrieb an oder nahe diesen Grenzen wird nicht empfohlen. Die Werte sind wie folgt:

2.2 Elektrische und optische Kenngrößen

Die folgende Tabelle listet die typischen und garantierten Leistungsparameter unter normalen Betriebsbedingungen (IF= 20mA, Ta=25°C).

3. Erklärung des Bin-Sortiersystems

Um Konsistenz in der Serienfertigung zu gewährleisten, werden LEDs basierend auf Schlüsselparametern in Leistungsklassen (Bins) sortiert. Dies ermöglicht es Entwicklern, Bauteile auszuwählen, die spezifische Schaltungsanforderungen erfüllen.

3.1 Durchlassspannungs-Klasse (VF)

LEDs werden nach ihrem Durchlassspannungsabfall bei 20mA kategorisiert. Die Bin-Codes (D7 bis D11) repräsentieren steigende Spannungsbereiche von 2,8V-3,0V bis zu 3,6V-3,8V, mit einer Toleranz von ±0,1V pro Bin. Dies ist entscheidend für die Auslegung der strombegrenzenden Schaltung und für gleichmäßige Helligkeit in Parallelschaltungen.

3.2 Lichtstärke-Klasse (IV)

Dies ist die primäre Helligkeitsklassifizierung. Die Codes W, X, Y und Z repräsentieren aufsteigende Minimal-/Maximal-Intensitätsbereiche von 1120-1800 mcd bis zu 4500-7100 mcd, mit einer Toleranz von ±15% pro Bin. Die Auswahl hängt von der für die Anwendung erforderlichen Helligkeitsstufe ab.

3.3 Farbton-Klasse (Dominante Wellenlänge)

LEDs werden nach Farbpunkt mittels dominanter Wellenlänge sortiert. Die Codes AP (520-525 nm), AQ (525-530 nm) und AR (530-535 nm) ermöglichen die Auswahl für spezifische Grünanforderungen, mit einer engen Toleranz von ±1 nm pro Bin. Dies gewährleistet Farbkonsistenz in Anwendungen, bei denen mehrere LEDs nebeneinander verwendet werden.

4. Analyse der Leistungskurven

Während spezifische grafische Daten im Datenblatt referenziert sind, werden die typischen Zusammenhänge zwischen Schlüsselparametern nachstehend beschrieben.

4.1 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kurve)

Die LED zeigt eine nichtlineare I-V-Charakteristik, typisch für Dioden. Die Durchlassspannung (VF) steigt mit dem Strom an, bleibt aber bei dem Nenn-Antriebsstrom von 20mA innerhalb der spezifizierten Bin-Bereiche. Ein Betrieb über dem absoluten Maximalstrom führt zu einem steileren Anstieg von VFund erzeugt übermäßige Wärme.

4.2 Lichtstärke vs. Durchlassstrom

Die Lichtausbeute (Lichtstärke) ist in ihrem normalen Betriebsbereich annähernd proportional zum Durchlassstrom. Allerdings kann die Effizienz bei sehr hohen Strömen aufgrund erhöhter thermischer Effekte abnehmen. Der Betrieb der LED mit ihrem Nennstrom von 20mA gewährleistet optimale Leistung und Langlebigkeit.

4.3 Temperaturcharakteristiken

Wie alle Halbleiter ist die LED-Leistung temperaturabhängig. Die Durchlassspannung (VF) hat typischerweise einen negativen Temperaturkoeffizienten, d.h. sie nimmt leicht ab, wenn die Sperrschichttemperatur steigt. Bedeutender ist, dass die Lichtstärke mit steigender Temperatur abnimmt. Ein angemessenes Wärmemanagement in der Anwendung ist entscheidend, um eine konstante Helligkeit und Bauteilzuverlässigkeit über den spezifizierten Betriebstemperaturbereich aufrechtzuerhalten.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen und Polaritätskennzeichnung

Das Bauteil entspricht einem standardisierten SMD-Gehäuse. Zu den Hauptabmessungen gehören die Bauteilgröße, die Anschlussabstände und die Gesamthöhe. Die Kathode ist typischerweise durch eine visuelle Markierung auf dem Gehäuse gekennzeichnet, wie z.B. eine Kerbe, ein Punkt oder eine grüne Tönung auf der entsprechenden Linsenfläche. Die korrekte Polarisierungsausrichtung während der Bestückung ist für die ordnungsgemäße Funktion zwingend erforderlich.

5.2 Empfohlenes Leiterplatten-Pad-Layout

Ein empfohlenes Leiterplatten (PCB)-Pad-Layout wird bereitgestellt, um zuverlässiges Löten und mechanische Stabilität zu gewährleisten. Dieses Layout berücksichtigt den Platzbedarf des Bauteils und ermöglicht eine gute Lötflankenbildung während des Reflow-Prozesses. Die Einhaltung dieser Empfehlung hilft, "Tombstoning" (Aufstellen des Bauteils auf einer Seite) zu verhindern und sorgt für eine korrekte Ausrichtung.

6. Löt- und Bestückungsrichtlinien

6.1 IR-Reflow-Lötparameter

Das Bauteil ist mit bleifreien Infrarot-Reflow-Lötprozessen kompatibel. Ein empfohlenes Profil wird bereitgestellt, das im Allgemeinen Folgendes umfasst:

Es ist entscheidend zu beachten, dass das optimale Profil vom spezifischen PCB-Design, dem Lotpaste und dem verwendeten Ofen abhängt. Die angegebenen Werte sind Richtlinien, die für den tatsächlichen Produktionsaufbau validiert werden sollten.

6.2 Handlötung

Falls Handlötung erforderlich ist, ist äußerste Vorsicht geboten. Die Lötspitzentemperatur sollte 300°C nicht überschreiten und die Kontaktzeit mit dem LED-Anschluss sollte auf maximal 3 Sekunden begrenzt werden. Wärme sollte auf das PCB-Pad und nicht direkt auf den LED-Körper aufgebracht werden, um thermische Schäden zu vermeiden.

6.3 Reinigung

Falls eine Nachlötreinigung erforderlich ist, sollten nur spezifizierte Lösungsmittel verwendet werden. Empfohlene Mittel sind Ethylalkohol oder Isopropylalkohol (IPA). Die LED sollte bei Raumtemperatur für weniger als eine Minute eingetaucht werden. Aggressive oder nicht spezifizierte Chemikalien können die Epoxidlinse oder das Gehäusematerial beschädigen.

6.4 Lager- und Handhabungsbedingungen

Elektrostatische Entladung (ESD):Das Bauteil ist ESD-empfindlich. Es müssen geeignete Handhabungsverfahren befolgt werden, einschließlich der Verwendung geerdeter Handgelenkbänder, antistatischer Matten sowie ESD-sicherer Verpackungen und Geräte.

Feuchtigkeitsempfindlichkeit:Das Gehäuse hat eine Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe (MSL). Wie angegeben, sollten die Bauteile, wenn die original versiegelte feuchtigkeitsdichte Beutel geöffnet wird, innerhalb einer Woche (MSL 3) einem IR-Reflow unterzogen werden. Für eine längere Lagerung außerhalb des Originalbeutels müssen sie in einem Trockenschrank oder versiegelten Behälter mit Trockenmittel gelagert werden. Bauteile, die länger als eine Woche gelagert wurden, erfordern möglicherweise einen Trocknungsprozess (z.B. 60°C für 20 Stunden), um aufgenommene Feuchtigkeit vor dem Löten zu entfernen, um "Popcorning"-Schäden während des Reflow zu verhindern.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

7.1 Band- und Rollenspezifikationen

Die Bauteile werden verpackt für die automatisierte Bestückung geliefert. Sie sind in einer geprägten Trägerbahn montiert, die mit einer Schutzdeckfolie versiegelt ist. Das Band ist auf eine Standardrolle mit einem Durchmesser von 7 Zoll (178 mm) aufgewickelt.

Wichtige Verpackungsdetails umfassen:

8. Anwendungsvorschläge und Designüberlegungen

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Die gebräuchlichste Ansteuerungsmethode ist eine Konstantstromquelle oder ein einfacher strombegrenzender Widerstand in Reihe mit einer Spannungsversorgung. Der Widerstandswert (Rlimit) kann mit dem Ohmschen Gesetz berechnet werden: Rlimit= (Vsupply- VF) / IF. Die Verwendung der maximalen VFaus dem Bin (z.B. 3,8V) in dieser Berechnung stellt sicher, dass der Strom selbst bei einem Bauteil mit niedriger VF20mA nicht überschreitet. Für Anwendungen, die eine stabile Helligkeit erfordern, wird ein dedizierter LED-Treiber-IC empfohlen, insbesondere bei Betrieb mit einer variablen Spannungsquelle wie einer Batterie.

8.2 Wärmemanagement-Design

Obwohl die Verlustleistung relativ gering ist (max. 76mW), ist eine effektive Wärmeableitung wichtig, um Leistung und Lebensdauer aufrechtzuerhalten, insbesondere bei hohen Umgebungstemperaturen oder in geschlossenen Räumen. Die Kupferpads auf der Leiterplatte dienen als primärer Kühlkörper. Eine Vergrößerung der mit den Kathoden- und Anodenpads verbundenen Kupferfläche, die Verwendung von Wärmeleitungen zur Verbindung mit inneren oder unteren Kupferschichten und eine ausreichende Luftzirkulation helfen, die Sperrschichttemperatur zu managen.

8.3 Optische Designüberlegungen

Der 25-Grad-Abstrahlwinkel liefert einen fokussierten Strahl. Für eine breitere Ausleuchtung können sekundäre Optiken wie Diffusoren oder Lichtleiter erforderlich sein. Die Wahl des Bins für Lichtstärke und dominante Wellenlänge sollte auf den Helligkeits- und Farbgleichmäßigkeitsanforderungen der Endanwendung basieren. Das Mischen von Bins innerhalb eines einzelnen Produkts wird nicht empfohlen, wenn visuelle Konsistenz wichtig ist.

9. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

F: Kann ich diese LED mit einer 5V-Versorgung und einem Widerstand betreiben?

A: Ja. Zum Beispiel, mit einer typischen VFvon 3,2V bei 20mA: R = (5V - 3,2V) / 0,02A = 90 Ohm. Ein Standard-91-Ohm-Widerstand wäre geeignet. Überprüfen Sie den Strom immer mit der tatsächlichen VFIhres spezifischen Bins.

F: Was ist der Unterschied zwischen Spitzenwellenlänge und dominanter Wellenlänge?

A: Spitzenwellenlänge (λP) ist das tatsächliche Maximum der spektralen Ausgangskurve. Dominante Wellenlänge (λd) ist ein berechneter Wert, der die einzelne Wellenlänge eines reinen monochromatischen Lichts darstellt, das für das menschliche Auge die gleiche Farbe wie die LED hätte. λdist für das Farbabgleichen relevanter.

F: Wie interpretiere ich den Lichtstärke-Bin-Code (z.B. "Y")?

A: Der Bin-Code definiert einen garantierten Bereich. Ein Bauteil aus dem "Y"-Bin hat eine Lichtstärke zwischen 2800 mcd und 4500 mcd, gemessen unter Standardbedingungen (20mA, Ta=25°C).

F: Ist diese LED für den Außeneinsatz geeignet?

A: Das Datenblatt gibt einen Betriebstemperaturbereich von -20°C bis +80°C und typische Innenanwendungen an. Für den Außeneinsatz sind die mögliche Exposition gegenüber Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperaturen außerhalb des spezifizierten Bereichs zu berücksichtigen, was zusätzliche Schutzmaßnahmen oder eine andere Produktklasse erfordern kann.

10. Technologieeinführung und Trends

10.1 InGaN-Halbleitertechnologie

Diese LED basiert auf Indiumgalliumnitrid (InGaN)-Halbleitermaterial. InGaN ermöglicht die effiziente Erzeugung von Licht im blauen, grünen und weißen (in Kombination mit einem Leuchtstoff) Spektralbereich. Die Effizienz und Helligkeit von InGaN-LEDs hat sich im Vergleich zu früheren Technologien wie Galliumphosphid (GaP) erheblich verbessert, was sie zum Standard für hochleistungsfähige grüne und blaue LEDs macht.

10.2 Branchentrends

Der allgemeine Trend in der SMD-LED-Technologie geht weiterhin in Richtung höherer Lichtausbeute (mehr Lichtausbeute pro Watt elektrischer Eingangsleistung), verbesserter Farbwiedergabe und kleinerer Gehäusegrößen für höhere Packungsdichten. Ein weiterer starker Fokus liegt auf verbesserter Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unter verschiedenen Umwelteinflüssen. Die Kompatibilität mit bleifreien, hochtemperaturbeständigen Reflow-Prozessen, wie bei diesem Bauteil, ist mittlerweile eine grundlegende Anforderung, die durch globale Umweltvorschriften (z.B. RoHS) vorangetrieben wird.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.