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SMD LED Orange AlInGaP 120° Abstrahlwinkel - Elektrische & Optische Kennwerte Datenblatt - Technisches Dokument

Detailliertes technisches Datenblatt für eine orange AlInGaP SMD LED. Beinhaltet Gehäuseabmessungen, absolute Grenzwerte, elektrische/optische Kennwerte, Binning-Klassen, typische Kennlinien und Montagerichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - SMD LED Orange AlInGaP 120° Abstrahlwinkel - Elektrische & Optische Kennwerte Datenblatt - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses Dokument enthält die vollständigen technischen Spezifikationen für eine Oberflächenmontage (SMD) Leuchtdiode (LED), die auf dem Halbleitermaterial Aluminium-Indium-Gallium-Phosphid (AlInGaP) basiert und orangefarbenes Licht emittiert. Das Bauteil ist in einem kompakten, industrieüblichen Gehäuse ausgeführt, das für automatisierte Leiterplattenbestückungsprozesse, einschließlich Infrarot-Reflow-Löten, geeignet ist. Seine Hauptfunktion ist die Verwendung als hocheffiziente und zuverlässige Anzeige- oder Lichtquelle in platzbeschränkten elektronischen Anwendungen.

1.1 Kernvorteile und Zielmarkt

Die LED bietet mehrere entscheidende Vorteile für die moderne Elektronikfertigung. Ihre Miniaturgröße ermöglicht hochdichte Leiterplattenlayouts und maximale Platznutzung. Die Kompatibilität mit automatischen Bestückungsgeräten und standardisierten Infrarot-Reflow-Profilen optimiert den Montageprozess, reduziert Produktionszeit und -kosten. Das Bauteil erfüllt zudem relevante Umweltvorschriften. Diese Eigenschaften machen es ideal geeignet für ein breites Anwendungsspektrum, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Statusanzeigen und Hintergrundbeleuchtung in Telekommunikationsgeräten, Büroautomationsgeräten, Haushaltsgeräten, Industrie-Bedienfeldern und verschiedenen Konsumelektronikgeräten, bei denen eine klare visuelle Signalgebung erforderlich ist.

2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation

Dieser Abschnitt beschreibt die kritischen Leistungsgrenzen und Betriebseigenschaften der LED und liefert die wesentlichen Daten für Schaltungsentwurf und Zuverlässigkeitsbewertung.

2.1 Absolute Grenzwerte

Diese Grenzwerte definieren die Belastungsgrenzen, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Ein Betrieb an oder über diesen Grenzwerten ist nicht garantiert. Zu den Schlüsselparametern gehören: ein maximaler Dauer-Durchlassstrom (IF) von 30 mA, ein Spitzen-Durchlassstrom von 80 mA (unter gepulsten Bedingungen mit einem Tastverhältnis von 1/10 und einer Pulsbreite von 0,1 ms), eine maximale Sperrspannung (VR) von 5 V und eine maximale Verlustleistung von 72 mW. Das Bauteil ist für den Betrieb in einem Umgebungstemperaturbereich (Ta) von -40°C bis +85°C ausgelegt und kann bei Temperaturen von -40°C bis +100°C gelagert werden.

2.2 Elektrische und optische Kennwerte

Dies sind die typischen Leistungsparameter, gemessen unter Standardtestbedingungen (Ta=25°C, IF=20mA). Die optische Ausgangsleistung ist durch einen Lichtstrom (Φv) im Bereich von 0,42 bis 1,35 Lumen (lm) charakterisiert, was einer Lichtstärke (Iv) zwischen 140 und 450 Millicandela (mcd) entspricht. Die Lichtverteilung ist sehr breit, mit einem typischen Abstrahlwinkel (2θ1/2) von 120 Grad. Elektrisch liegt die Durchlassspannung (VF) typischerweise zwischen 1,8 und 2,4 Volt. Die Farbe wird durch eine dominante Wellenlänge (λd) im Bereich von 600 bis 612 Nanometern (nm) definiert, was sie eindeutig im orangen Spektrum verortet, mit einer typischen spektralen Halbwertsbreite (Δλ) von etwa 17 nm. Der Sperrstrom (IR) ist typischerweise sehr niedrig, mit einem Maximum von 10 μA bei voller 5 V Sperrspannung.

3. Erklärung des Binning-Systems

Um Konsistenz in Produktion und Anwendung zu gewährleisten, werden LEDs nach Leistungsklassen sortiert. Dies ermöglicht es Entwicklern, Bauteile auszuwählen, die spezifische Anforderungen an Spannung, Helligkeit und Farbe erfüllen.

3.1 Durchlassspannungs-Binning (VF)

Die LEDs werden basierend auf ihrem Durchlassspannungsabfall bei 20 mA in drei Spannungsklassen (D2, D3, D4) kategorisiert. Beispielsweise umfasst die Klasse D2 LEDs mit VF zwischen 1,8V und 2,0V, während Klasse D4 LEDs von 2,2V bis 2,4V umfasst. Jede Klasse hat eine Toleranz von ±0,1V. Die Auswahl einer spezifischen Klasse kann helfen, vorhersehbarere Stromversorgungsschaltungen zu entwerfen, insbesondere bei batteriebetriebenen Geräten.

3.2 Lichtstrom/Lichtstärke-Binning

Die optische Ausgangsleistung wird in fünf Kategorien (C2, D1, D2, E1, E2) eingeteilt, die jeweils einen minimalen und maximalen Lichtstrom und die entsprechende Lichtstärkereferenz definieren. Beispielsweise deckt Klasse C2 einen Lichtstrombereich von 0,42 bis 0,54 lm (140-180 mcd) ab, während Klasse E2 1,07 bis 1,35 lm (355-450 mcd) abdeckt. Die Toleranz jeder Lichtstärkeklasse beträgt ±11%. Dieses Binning ist entscheidend für Anwendungen, die eine gleichmäßige Helligkeit über mehrere Anzeigen hinweg erfordern.

3.3 Farbton-Binning (Dominante Wellenlänge)

Der Farbton wird durch die Einteilung der dominanten Wellenlänge in vier Gruppen gesteuert: P (600,0-603,0 nm), Q (603,0-606,0 nm), R (606,0-609,0 nm) und S (609,0-612,0 nm). Die Toleranz für jede Klasse beträgt ±1 nm. Diese präzise Kontrolle gewährleistet Farbkonstanz, was für Anwendungen, bei denen Farbcodierung oder spezifische ästhetische Anforderungen wichtig sind, von entscheidender Bedeutung ist.

4. Kennliniendiagramm-Analyse

Grafische Darstellungen der Bauteileigenschaften geben einen tieferen Einblick in die Leistung unter variierenden Bedingungen, über die Ein-Punkt-Daten in den Tabellen hinaus.

4.1 Strom-Spannungs-Kennlinie (I-V) und optische Ausgangsleistung

Die typische I-V-Kennlinie veranschaulicht die nichtlineare Beziehung zwischen Durchlassstrom und Durchlassspannung. Anfangs fließt sehr wenig Strom, bis die Durchlassspannung die Einschaltspannung der Diode erreicht (bei diesem Bauteil etwa 1,8V). Danach steigt der Strom exponentiell mit einer kleinen Spannungserhöhung an. Diese Kurve ist wesentlich für den Entwurf der strombegrenzenden Schaltung. Begleitende Kurven zeigen typischerweise, wie die Lichtstärke oder der Lichtstrom mit dem Durchlassstrom ansteigt, und demonstrieren so die Effizienz des Bauteils über seinen gesamten Betriebsbereich.

4.2 Temperaturabhängigkeit

Die LED-Leistung wird signifikant von der Temperatur beeinflusst. Typische Kurven zeigen die Beziehung zwischen Durchlassspannung und Sperrschichttemperatur, wobei VF linear mit steigender Temperatur abnimmt (ein negativer Temperaturkoeffizient). Noch kritischer sind Kurven, die die Lichtstärke in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur darstellen und einen Rückgang der Lichtausbeute bei steigender Temperatur zeigen. Das Verständnis dieser Entlastung ist grundlegend für Anwendungen in Hochtemperaturumgebungen, um sicherzustellen, dass ausreichende Helligkeit erhalten bleibt.

4.3 Spektrale Verteilung

Die spektrale Leistungsverteilungskurve trägt die relative Lichtintensität gegen die Wellenlänge auf. Für diese AlInGaP-Orange-LED zeigt die Kurve einen deutlichen Peak bei der Emissionspeak-Wellenlänge (λP, typischerweise 611 nm) und eine relativ schmale Bandbreite, definiert durch die 17 nm Halbwertsbreite. Diese Kurve bestätigt die Farbreinheit und wird zur Berechnung der dominanten Wellenlänge und der Farbkoordinaten verwendet.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen und Polaritätskennzeichnung

Die LED ist in einem standardmäßigen SMD-Gehäuse untergebracht. Die Maßzeichnung liefert alle kritischen Maße einschließlich Länge, Breite, Höhe und der Position der Lötpads. Die Kathode (Minuspol) ist typischerweise durch eine visuelle Markierung auf dem Gehäuse gekennzeichnet, wie z.B. eine Kerbe, ein Punkt oder eine grüne Markierung. Diese muss korrekt mit der entsprechenden Markierung auf dem Leiterplatten-Footprint ausgerichtet werden, um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten.

5.2 Empfohlene Leiterplatten-Lötpadgestaltung

Ein Land Pattern Diagramm wird zur Anleitung des Leiterplattenlayouts bereitgestellt. Dieses Muster zeigt die empfohlene Größe, Form und Abstände der Kupferpads auf der Leiterplatte. Die Einhaltung dieses Designs gewährleistet eine zuverlässige Lötstellenbildung während des Reflow-Prozesses, eine korrekte mechanische Stabilität und eine optimale Wärmeableitung vom LED-Chip über die Pads in die Leiterplatte.

6. Löt- und Montagerichtlinien

6.1 Reflow-Lötparameter

Das Bauteil ist mit bleifreien Infrarot (IR) Reflow-Lötprozessen kompatibel. Ein detailliertes Temperaturprofil wird empfohlen, das Standards wie J-STD-020 entspricht. Zu den Schlüsselparametern gehören eine Vorwärmphase (typischerweise 150-200°C für bis zu 120 Sekunden), ein kontrollierter Anstieg auf eine Spitzentemperatur von maximal 260°C und eine Zeit oberhalb der Liquidustemperatur (TAL), die für eine ordnungsgemäße Lötstellenbildung ausreicht. Die Gesamtzeit bei Spitzentemperatur sollte begrenzt sein, und der Reflow sollte idealerweise nur einmal durchgeführt werden, um die thermische Belastung der Komponente zu minimieren.

6.2 Reinigungs- und Lagerbedingungen

Falls eine Reinigung nach dem Löten erforderlich ist, sollten nur spezifizierte alkoholbasierte Lösungsmittel wie Isopropylalkohol (IPA) oder Ethylalkohol verwendet werden. Nicht spezifizierte Chemikalien können das LED-Gehäuse beschädigen. Zur Lagerung sollten ungeöffnete feuchtigkeitsempfindliche Beutel bei ≤30°C und ≤70% relativer Luftfeuchtigkeit (RH) aufbewahrt werden. Sobald der Beutel geöffnet ist, sollten die Bauteile bei ≤30°C und ≤60% RH gelagert und empfohlenermaßen innerhalb von 168 Stunden (JEDEC Level 3) verarbeitet werden. Bauteile, die länger gelagert werden, erfordern möglicherweise vor dem Löten einen Trocknungsprozess (z.B. 60°C für 48 Stunden), um aufgenommene Feuchtigkeit zu entfernen und "Popcorning" während des Reflow zu verhindern.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Die LEDs werden im Tape-and-Reel-Format geliefert, das mit automatischen Bestückungsgeräten kompatibel ist. Das Band ist 12 mm breit und auf eine Standardspule mit 7 Zoll (178 mm) Durchmesser aufgewickelt. Jede Spule enthält 3000 Stück. Die Verpackung entspricht den ANSI/EIA-481-Spezifikationen und gewährleistet eine zuverlässige Zuführung in Bestückungsautomaten. Das Band hat eine Abdeckung zum Schutz der Bauteile, und spezifische Regeln legen die maximale Anzahl aufeinanderfolgender fehlender Bauteile auf der Spule fest.

8. Anwendungsvorschläge

8.1 Typische Anwendungsszenarien

Diese LED eignet sich gut für Statusanzeigen (Ein/Aus, Modusauswahl, Netzwerkaktivität), Hintergrundbeleuchtung für Frontplatten oder Folientastaturen und symbolische Beleuchtung bei niedrigen bis mäßigen Umgebungslichtverhältnissen. Ihr breiter Abstrahlwinkel macht sie effektiv für Anzeigen, die aus verschiedenen Blickwinkeln sichtbar sein müssen.

8.2 Designüberlegungen

Bei der Integration dieser LED müssen Entwickler einen strombegrenzenden Widerstand in Reihe mit der LED einplanen, um ein Überschreiten des maximalen Durchlassstroms zu verhindern. Der Widerstandswert wird mit dem Ohmschen Gesetz berechnet: R = (Vversorgung- VF) / IF. Die Verwendung des maximalen VF-Werts aus dem Datenblatt stellt sicher, dass der Strom selbst bei Bauteiltoleranzen den gewünschten Wert nicht überschreitet. Für Anwendungen, die eine konstante Helligkeit erfordern, sollte die LED mit einer Konstantstromquelle anstatt einer Konstantspannungsquelle betrieben werden. Das thermische Management sollte ebenfalls berücksichtigt werden, wenn die LED bei hohen Strömen oder in hohen Umgebungstemperaturen betrieben werden soll, da übermäßige Hitze die Lichtausbeute und Lebensdauer verringert.

9. Technischer Vergleich und Differenzierung

Im Vergleich zu älteren Technologien wie Galliumphosphid (GaP) rot/orangen LEDs bietet dieses AlInGaP-Bauteil eine deutlich höhere Lichtausbeute, was zu einer helleren Ausgangsleistung bei gleichem Betriebsstrom führt. Sein breiter 120-Grad-Abstrahlwinkel ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber LEDs mit engerem Winkel und macht ihn für Anwendungen bevorzugt, bei denen die Betrachtungsposition nicht direkt vor dem Gerät fixiert ist. Das standardisierte SMD-Gehäuse und die Kompatibilität mit Reflow-Löten bieten Vorteile gegenüber bedrahteten LEDs in Bezug auf Bestückungsgeschwindigkeit, Kosten und Leiterplattenplatzersparnis.

10. Häufig gestellte Fragen basierend auf technischen Parametern

F: Welchen Widerstand benötige ich für eine 5V-Versorgung und 20mA Strom?

A: Unter Verwendung des maximalen VF von 2,4V zur Sicherheit: R = (5V - 2,4V) / 0,020A = 130 Ohm. Ein Standardwiderstand von 130Ω oder 150Ω wäre geeignet.

F: Kann ich diese LED mit 3,3V betreiben?

A: Ja. Die Durchlassspannung (1,8-2,4V) liegt unter 3,3V. Ein strombegrenzender Widerstand ist dennoch erforderlich: R ≈ (3,3V - 2,2Vtyp) / 0,020A ≈ 55 Ohm.

F: Warum wird die Lichtstärke als Bereich mit Binning-Klassen angegeben?

A: Aufgrund inhärenter Schwankungen in der Halbleiterfertigung variiert die Lichtausbeute. Binning sortiert LEDs in konsistente Gruppen, was es Entwicklern ermöglicht, einen für ihre Anwendung geeigneten Helligkeitsgrad zu wählen und Gleichmäßigkeit bei der Verwendung mehrerer LEDs sicherzustellen.

F: Ist ein Kühlkörper erforderlich?

A: Für den Betrieb beim maximalen Dauerstrom (30mA) und innerhalb des spezifizierten Temperaturbereichs ist für eine einzelne LED typischerweise kein dedizierter Kühlkörper erforderlich. Das thermische Design wird jedoch wichtig für LED-Arrays oder den Betrieb bei hohen Umgebungstemperaturen.

11. Praktischer Design- und Anwendungsfall

Fall: Entwurf eines Mehrfach-Anzeigepanels

Ein Entwickler entwirft ein Bedienfeld mit vier orangefarbenen Status-LEDs. Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten, spezifiziert er LEDs aus derselben Lichtstromklasse (z.B. E1) und derselben Farbtonklasse (z.B. R). Er entwirft die Leiterplatte unter Verwendung des empfohlenen Land Patterns. Die Schaltung verwendet eine 5V-Schiene. Um jede LED mit etwa 20mA zu betreiben, berechnet er den Widerstandswert unter Verwendung des maximalen VF aus der gewählten Spannungsklasse (z.B. D3: 2,2V max). R = (5V - 2,2V) / 0,020A = 140Ω. Er verwendet 140Ω, 1% Toleranz Widerstände für Präzision. Während der Montage folgt er dem bereitgestellten Reflow-Profil. Dieser Ansatz führt zu einem Panel mit vier Anzeigen, die gleichmäßig hell und farblich identisch sind.

12. Funktionsprinzip

Diese LED basiert auf einem Aluminium-Indium-Gallium-Phosphid (AlInGaP) Halbleiter. Wenn eine Durchlassspannung an den p-n-Übergang angelegt wird, werden Elektronen und Löcher in die aktive Zone injiziert. Wenn diese Ladungsträger rekombinieren, setzen sie Energie in Form von Photonen (Licht) frei. Die spezifische Zusammensetzung der AlInGaP-Legierung bestimmt die Bandlückenenergie des Halbleiters, die direkt die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts bestimmt – in diesem Fall orange. Die den Halbleiterchip umschließende Epoxidlinse ist wasserklar, sodass die Eigenfarbe des Lichts sichtbar ist, und ist geformt, um den spezifizierten 120-Grad-Abstrahlwinkel zu erreichen.

13. Entwicklungstrends

Der allgemeine Trend bei Anzeige-LEDs wie dieser geht weiterhin in Richtung höherer Effizienz (mehr Lumen pro Watt), was eine hellere Ausgangsleistung bei niedrigeren Strömen für verbesserte Energieeffizienz ermöglicht. Es gibt auch einen Trend zu noch kleineren Gehäusegrößen, um eine weitere Miniaturisierung der Elektronik zu ermöglichen. Obwohl nicht der primäre Fokus für solche Bauteile, können Farbwiedergabe und -sättigung verfeinert werden. Fertigungsprozesse werden kontinuierlich für höhere Ausbeute und engere Leistungsverteilungen optimiert, was die Streuung innerhalb der Binning-Klassen verringert und möglicherweise die Anzahl verfügbarer Binning-Grade für eine feinere anwendungsspezifische Auswahl erhöht. Der grundlegende Druck zur Einhaltung sich entwickelnder Umwelt- und Sicherheitsstandards bleibt bestehen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.