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SMD LED RGB Weiß Diffus 5630 Gehäuse - Abmessungen 5,6x3,0x1,9mm - Spannung 1,8-3,8V - Leistung 0,13W - Technisches Datenblatt

Vollständiges technisches Datenblatt für einen SMD-LED im 5630-Gehäuse mit weiß-diffuser Linse und RGB-Chip-Konfiguration. Enthält elektrische Kennwerte, optische Eigenschaften, Binning-Codes und Montagerichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - SMD LED RGB Weiß Diffus 5630 Gehäuse - Abmessungen 5,6x3,0x1,9mm - Spannung 1,8-3,8V - Leistung 0,13W - Technisches Datenblatt

1. Produktübersicht

Dieses Dokument beschreibt die Spezifikationen einer Oberflächenmontage-LED (SMD) im 5630-Gehäuseformat mit einer weiß-diffusen Linse. Das Bauteil integriert drei einzelne Leuchtchips in einem Gehäuse: einen Roten (AlInGaP), einen Grünen (InGaN) und einen Blauen (InGaN). Diese Konfiguration ermöglicht die Erzeugung verschiedener Farben durch individuelle oder kombinierte Ansteuerung der Chips. Das primäre Designziel ist die Bereitstellung einer kompakten, zuverlässigen und effizienten Beleuchtungslösung, die für automatisierte Bestückungsprozesse geeignet ist.

1.1 Kernvorteile

1.2 Zielanwendungen

Diese LED ist für eine breite Palette elektronischer Geräte konzipiert, die zuverlässige, kompakte Anzeigebeleuchtung erfordern. Typische Anwendungsbereiche sind:

2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation

2.1 Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Grenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Ein Betrieb unter diesen Bedingungen ist nicht garantiert.

2.2 Elektrische & Optische Kenngrößen

Gemessen bei Standardtestbedingungen von Ta=25°C und IF=20mA, sofern nicht anders angegeben.

3. Erklärung des Binning-Systems

Um Farb- und Helligkeitskonsistenz in der Produktion sicherzustellen, werden LEDs nach Leistungsklassen sortiert. Dieses Bauteil verwendet ein zweidimensionales Binning-System basierend auf Lichtstärke und dominanter Wellenlänge.

3.1 Lichtstärke-Binning

Jeder Farbchip wird separat basierend auf seiner Lichtleistung bei 20mA sortiert.

3.2 Dominante Wellenlänge-Binning

Wird auf die Grün- und Blau-Chips angewendet, um den Farbton zu kontrollieren.

3.3 Kombinierter Bin-Code (Auf-Etikett-Code)

Ein einzelner alphanumerischer Code (z.B. A1, B4, D2), der auf dem Produktspulenetikett aufgedruckt ist, kombiniert die Lichtstärke-Bins für alle drei Farben und die Wellenlängen-Bins für Grün/Blau. Diese Kreuzreferenztabelle ermöglicht es Entwicklern, LEDs mit eng kontrollierten optischen Eigenschaften zu spezifizieren und zu beschaffen, um visuelle Konsistenz in ihren Endprodukten sicherzustellen. Beispielsweise spezifiziert der Code 'A1' Rot in Bin U2, Grün in Bin W2 und Blau in Bin T1.

4. Mechanische & Verpackungsinformationen

4.1 Gehäuseabmessungen

Das Bauteil entspricht einem Standard-5630-Fußabdruck. Wichtige Abmessungen (in Millimetern, Toleranz ±0,2mm sofern nicht anders angegeben) umfassen eine Gehäuselänge von ca. 5,6mm, eine Breite von 3,0mm und eine Höhe von 1,9mm. Eine detaillierte Maßzeichnung spezifiziert die Pad-Positionen, die Linsenform und die Polaritätskennzeichnung.

4.2 Pinbelegung & Polarität

Die 6-Pad-Konfiguration ermöglicht den unabhängigen Zugriff auf jeden Chip: Pins 1 & 6: Blau; Pins 2 & 5: Grün; Pins 3 & 4: Rot. Die Kathode für jeden Chip ist typischerweise im Fußabdruckdiagramm angegeben. Die korrekte Polarität muss während des PCB-Layouts und der Bestückung beachtet werden.

4.3 Empfohlener PCB-Lötpad

Ein empfohlenes Land Pattern (Fußabdruck) wird bereitgestellt, um eine ordnungsgemäße Lötstellenbildung, mechanische Stabilität und Wärmeableitung während des Reflow-Lötens sicherzustellen. Die Einhaltung dieses Musters ist entscheidend für die Bestückungsausbeute und die Langzeitzuverlässigkeit.

4.4 Band- und Spulenverpackung

Die LEDs werden in geprägter Trägerbandverpackung (12 mm Breite) geliefert, die mit einem Deckband versiegelt ist. Das Band ist auf einer Standard-7-Zoll (178 mm) Durchmesser Spule aufgewickelt. Jede Spule enthält 1000 Stück. Die Verpackung entspricht den EIA-481-1-B-Spezifikationen und gewährleistet die Kompatibilität mit automatischen Bestückungsgeräten.

5. Löt- & Bestückungsrichtlinien

5.1 IR-Reflow-Lötprofil

Ein empfohlenes Reflow-Profil für bleifreie Lötprozesse wird bereitgestellt, konform mit J-STD-020B. Dieses Profil beschreibt die kritischen Parameter: Vorwärmen, Einweichen, Reflow-Spitzentemperatur (die die maximale Temperaturbewertung der LED nicht überschreiten darf) und Abkühlraten. Die Einhaltung dieses Profils ist wesentlich, um thermischen Schock und Schäden am LED-Gehäuse oder der Epoxidlinse zu verhindern.

5.2 Reinigung

Wenn eine Nachbestückungsreinigung erforderlich ist, sollten nur spezifizierte Lösungsmittel verwendet werden. Das Datenblatt empfiehlt das Eintauchen in Ethylalkohol oder Isopropylalkohol bei Raumtemperatur für weniger als eine Minute. Die Verwendung nicht spezifizierter oder aggressiver Chemikalien kann das Linsenmaterial oder die Gehäusekennzeichnung beschädigen.

5.3 Lagerbedingungen

Verschlossene Verpackung:LEDs in ihrer Original-Feuchtigkeitsschutztüte mit Trockenmittel sollten bei ≤30°C und ≤70% relativer Luftfeuchtigkeit (RH) gelagert werden. Die empfohlene Haltbarkeit unter diesen Bedingungen beträgt ein Jahr.
Geöffnete Verpackung:Sobald die Feuchtigkeitssperrtüte geöffnet ist, sollten die Bauteile umgehend verwendet werden. Falls eine Lagerung erforderlich ist, sollten die Bedingungen 30°C und 60% RH nicht überschreiten. Die Exposition gegenüber höherer Luftfeuchtigkeit kann zu Feuchtigkeitsaufnahme führen, was während des Reflow-Lötens zu \"Popcorning\" (Gehäuserissbildung) führen kann.

6. Anwendungsvorschläge & Designüberlegungen

6.1 Treiberschaltungs-Design

Aufgrund der unterschiedlichen Durchlassspannungen (VF) der roten, grünen und blauen Chips wird eine einfache Parallelschaltung an eine gemeinsame Spannungsquelle nicht empfohlen, da dies zu ungleichmäßiger Stromverteilung und Helligkeit führen würde. Die bevorzugte Methode ist die unabhängige Ansteuerung jedes Farbkanals mit einem Vorwiderstand oder, für bessere Konsistenz und Dimmkontrolle, einem Konstantstromtreiber oder einer PWM-Schaltung (Pulsweitenmodulation).

6.2 Thermomanagement

Obwohl die Verlustleistung relativ gering ist, ist ein ordnungsgemäßes thermisches Design auf der Leiterplatte dennoch wichtig für die Lebensdauer. Eine ausreichende Kupferfläche, die mit den thermischen Pads (falls vorhanden) oder den Montagepads des Bauteils verbunden ist, hilft bei der Wärmeableitung, hält niedrigere Sperrschichttemperaturen aufrecht und bewahrt die Lichtleistung und Lebensdauer.

6.3 Optische Integration

Die weiß-diffuse Linse bietet ein Lambert'sches Abstrahlverhalten (großer Abstrahlwinkel). Für Anwendungen, die stärker gerichtetes Licht erfordern, können Sekundäroptiken (wie Lichtleiter oder externe Linsen) erforderlich sein. Die diffuse Natur hilft, Hotspots zu minimieren und bietet ein gleichmäßiges Erscheinungsbild bei direkter Betrachtung.

7. Häufig gestellte Fragen (Basierend auf technischen Parametern)

F: Kann ich alle drei Farben (RGB) parallel von einer einzigen 3,3V-Versorgung ansteuern?
A: Nicht effektiv. Die Durchlassspannung der blauen und grünen Chips (min. 2,8V) liegt nahe an 3,3V, sodass für einen Vorwiderstand sehr wenig Spannungsabfall verbleibt, was die Stromkontrolle ungenau und empfindlich gegenüber Versorgungsschwankungen macht. Der rote Chip (VF~2,2V) würde unverhältnismäßig hohen Strom erhalten. Eine unabhängige Stromkontrolle pro Kanal wird dringend empfohlen.

F: Was ist der Unterschied zwischen Spitzenwellenlänge und dominanter Wellenlänge?
A: Spitzenwellenlänge (λP) ist der tatsächliche höchste Punkt in der spektralen Leistungsverteilung der LED. Dominante Wellenlänge (λd) ist ein berechneter Wert, der die Einzelwellenlänge eines reinen monochromatischen Lichts darstellt, das für einen standardisierten menschlichen Beobachter die gleiche Farbe (Farbton) wie die LED zu haben scheint. λdist relevanter für die Farbspezifikation.

F: Der maximale DC-Strom beträgt 30mA für grün/blau, aber der Spitzenpulsstrom beträgt 100mA. Kann ich PWM mit 100mA verwenden?
A: Ja, aber mit strengen Einschränkungen. Die 100mA-Bewertung gilt nur unter sehr spezifischen Bedingungen: einer 0,1ms Pulsbreite und einem 10% Tastverhältnis (d.h., die LED ist für 0,1ms ein- und dann für 0,9ms ausgeschaltet). Der Durchschnittsstrom darf die DC-Bewertung nicht überschreiten. Beispielsweise ergibt ein 100mA-Puls bei einem 10% Tastverhältnis einen Durchschnittsstrom von 10mA, was sicher ist. Das Überschreiten der Pulsbreiten- oder Tastverhältnisspezifikationen kann zu Überhitzung führen.

F: Wie interpretiere ich den Bin-Code auf dem Spulenetikett?
A: Der alphanumerische Code (z.B. C5, D1) ist eine Kreuzreferenz zu den Tabellen in den Abschnitten 4.1 und 4.2 des Datenblatts. Sie schlagen diesen Code nach, um den spezifischen Lichtstärkebereich für Rot, Grün und Blau sowie den dominanten Wellenlängenbereich für Grün und Blau zu finden. Dies stellt sicher, dass Sie die genauen Leistungsmerkmale der LEDs auf dieser Spule kennen.

8. Praktisches Design- und Anwendungsbeispiel

Szenario: Entwurf einer mehrfarbigen Statusanzeige für einen Netzwerkrouter.
Das Gerät benötigt LEDs, um den Netzbetrieb (ständiges Grün), Netzwerkaktivität (blinkendes Grün) und Fehlerzustände (rot oder blau) anzuzeigen. Eine einzelne RGB-LED wie die LTST-G563EGBW kann all diese Aufgaben erfüllen und spart im Vergleich zur Verwendung von drei diskreten LEDs Leiterplattenplatz.

Umsetzung:
1. Die GPIO-Pins des Mikrocontrollers sind mit drei separaten Treibertransistoren (oder einer speziellen LED-Treiber-IC) verbunden, die jeweils einen Farbkanal der RGB-LED steuern.
2. Für \"Eingeschaltet\" wird der grüne Kanal mit 10-15mA (deutlich unter seinem Maximum von 30mA) angesteuert, für eine klare, helle Anzeige.
3. Für \"Netzwerkaktivität\" wird derselbe grüne Kanal über PWM mit hoher Frequenz getoggelt, um einen Blinkeffekt zu erzeugen, wobei der Durchschnittsstrom immer noch innerhalb der Grenzen liegt.
4. Für einen \"Fehler\"-Zustand kann der rote Kanal beleuchtet werden. Ein spezifischerer \"Kritischer Fehler\" könnte den blauen Kanal oder eine Kombination (z.B. rot+blau = magenta) verwenden.
5. Der große 120-Grad-Abstrahlwinkel der diffusen Linse stellt sicher, dass der Status aus verschiedenen Blickwinkeln um den Router sichtbar ist.
6. Durch die Spezifikation eines engen Binning-Codes (z.B. Anforderung von Grün in Bin X1 und einem spezifischen Wellenlängen-Bin) stellt der Entwickler eine konsistente Farbe und Helligkeit über alle hergestellten Router-Einheiten sicher.

9. Technologieeinführung

Diese LED nutzt zwei primäre Halbleitermaterialtechnologien:
Aluminium-Indium-Gallium-Phosphid (AlInGaP):Wird für den rot emittierenden Chip verwendet. Dieses Materialsystem ist effizient für die Erzeugung von Licht im roten bis bernsteinfarbenen Teil des Spektrums und weist typischerweise eine niedrigere Durchlassspannung als InGaN-basierte LEDs auf.
Indium-Gallium-Nitrid (InGaN):Wird für die grün und blau emittierenden Chips verwendet. Durch Variation des Indium/Gallium-Verhältnisses in der Kristallstruktur kann die Bandlücke – und damit die emittierte Wellenlänge – eingestellt werden. Die Erzielung von hocheffizientem grünem Licht mit InGaN war historisch schwieriger als bei blauem Licht, was sich in den unterschiedlichen Leistungsparametern (z.B. Durchlassspannung, Effizienz) zwischen den grünen und blauen Chips widerspiegelt, obwohl dasselbe Basismaterial verwendet wird.

Die weiß-diffuse Linse besteht typischerweise aus Epoxid- oder Silikonharz, das mit Streupartikeln dotiert ist. Dieses Diffusionsmaterial randomisiert die Richtung des von dem kleinen Chip emittierten Lichts und wandelt es von einem schmalen, gerichteten Strahl in ein breites, Lambert'sches Abstrahlverhalten um, wodurch die gesamte Linsenoberfläche gleichmäßig hell erscheint.

10. Entwicklungstrends

Das Feld der SMD-LEDs entwickelt sich weiterhin entlang mehrerer relevanter Trajektorien für Komponenten wie diese:
Erhöhte Effizienz (Lumen pro Watt):Fortlaufende Verbesserungen in der epitaktischen Schichtabscheidung, im Chipdesign und in der Lichtextraktionstechnik erhöhen stetig die Lichtleistung bei gegebenem Eingangsstrom, was hellere Anzeigen oder geringeren Stromverbrauch ermöglicht.
Farbkonsistenz & Binning:Fortschritte in der Fertigungsprozesskontrolle reduzieren die natürliche Variation der LED-Eigenschaften. Dies ermöglicht engere Binning-Spezifikationen oder sogar \"bin-freie\" Angebote, vereinfacht die Lagerverwaltung für Hersteller und gewährleistet eine überlegene Farbgleichmäßigkeit in Endprodukten.
Miniaturisierung & Integration:Das Streben nach kleineren elektronischen Geräten treibt die Entwicklung von LEDs in noch kompakteren Gehäusen voran. Darüber hinaus nimmt die Integration zu, wobei komplexere Multi-Chip-Packages (z.B. RGBW, adressierbare LEDs mit integrierten Treibern) üblich werden, um den Schaltungsentwurf zu vereinfachen.
Hochzuverlässige Materialien:Die Entwicklung robusterer Linsenmaterialien (wie Hochtemperatursilikone) und Gehäusestrukturen verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen thermische Zyklen, Feuchtigkeit und raue Umgebungen und erweitert die möglichen Anwendungsbereiche.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.