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SMD RGB LED LTST-G353CEGB7W Datenblatt - 5,0x5,0x1,6mm - 5V - 94mW - Weiße Diffuslinse - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für den SMD RGB LED LTST-G353CEGB7W. Merkmale: Integrierter 14-Bit-Treiber-IC, 1024 Helligkeitsstufen pro Farbe, SPI-Steuerung sowie optische, elektrische und mechanische Spezifikationen.
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PDF-Dokumentendeckel - SMD RGB LED LTST-G353CEGB7W Datenblatt - 5,0x5,0x1,6mm - 5V - 94mW - Weiße Diffuslinse - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der LTST-G353CEGB7W ist eine oberflächenmontierbare (SMD) LED, die für die automatisierte Leiterplattenbestückung (PCB) und Anwendungen mit beengten Platzverhältnissen konzipiert ist. Diese Komponente integriert rote, grüne und blaue (RGB) Halbleiterchips zusammen mit einer speziellen Steuerschaltung in einem einzigen Gehäuse und bildet so einen vollständigen, individuell adressierbaren Pixel. Er ist für ein breites Spektrum elektronischer Geräte entwickelt, darunter, aber nicht beschränkt auf, Kommunikationsgeräte, tragbare Computer, Netzwerkinfrastruktur, Haushaltsgeräte sowie Innenraumbeleuchtungssysteme für Beschilderung oder dekorative Beleuchtung.

1.1 Kernmerkmale und Vorteile

Das Bauteil zeichnet sich durch mehrere wesentliche technologische und konstruktive Merkmale aus, die seine Anwendbarkeit und Leistung in der modernen Elektronikfertigung verbessern.

1.2 Zielanwendungen und Märkte

Die Kombination aus kompakter Bauform, integrierter Intelligenz und Vollfarbfähigkeit macht diese LED für vielfältige Anwendungen geeignet:

2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation

Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse der im Datenblatt spezifizierten Schlüssel-Leistungsparameter.

2.1 Optische Eigenschaften

Die optische Leistung wird unter Standardbedingungen (Ta=25°C, VDD=5V) gemessen. Das Bauteil verwendet eine weiße Diffuslinse, um das Licht der einzelnen Farbchips zu mischen und ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erzeugen.

2.2 Elektrische und absolute Maximalwerte

Die Einhaltung dieser Werte ist für einen zuverlässigen Betrieb und die Vermeidung dauerhafter Schäden entscheidend.

2.3 Thermische Betrachtungen

Obwohl der thermische Widerstand nicht explizit detailliert wird, liefert das Datenblatt durch das Lötprofil und die Lagerbedingungen entscheidende Richtlinien für das Wärmemanagement. Die maximale Verlustleistung von 94 mW und der Betriebstemperaturbereich definieren das thermische Betriebsfenster. Ein ordnungsgemäßes PCB-Layout mit ausreichender Wärmeableitung ist notwendig, um die Sperrschichttemperatur während des Dauerbetriebs, insbesondere bei maximaler Helligkeit und Strom, innerhalb sicherer Grenzen zu halten.

3. Erklärung des Binning-Systems

Das Datenblatt enthält eine CIE (Commission Internationale de l'Eclairage)-Farbort-Binning-Tabelle, um Farbkonstanz zu gewährleisten.

4. Analyse der Leistungskurven

Das Datenblatt verweist auf typische Leistungskurven, die wichtige Zusammenhänge grafisch darstellen. Obwohl die spezifischen Grafiken im bereitgestellten Text nicht reproduziert sind, wird ihr Standardinhalt unten analysiert.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen und Konfiguration

Das Bauteil entspricht einem industrieüblichen SMD-Fußabdruck. Die Hauptabmessungen betragen etwa 5,0 mm in der Länge, 5,0 mm in der Breite und 1,6 mm in der Höhe (Toleranz ±0,2 mm). Eine detaillierte Maßzeichnung ist im Originaldatenblatt für das präzise Design des PCB-Landmusters enthalten.

5.2 Pinbelegung und Funktion

Das 6-polige Bauteil hat folgende Pinbelegung:

  1. VCC:Versorgungseingang für den internen IC. Kann mit VDD verbunden werden.
  2. VDD:Haupt-Gleichstromversorgungseingang (4,2-5,5V).
  3. DOUT:Steuerdaten-Signalausgang für die Hintereinanderschaltung zum DIN des nächsten LEDs.
  4. DIN:Steuerdaten-Signaleingang von einem Mikrocontroller oder einer vorherigen LED.
  5. VSS:Masseanschluss.
  6. FDIN:Hilfsdaten-Signaleingang (Funktionalität kann für bestimmte Steuerungsmodi spezifisch sein).

5.3 Empfohlener PCB-Lötpad

Ein empfohlenes Lötpad-Layout wird bereitgestellt, um zuverlässiges Löten und mechanische Stabilität zu gewährleisten. Dieses Layout umfasst typischerweise Wärmeableitungsverbindungen zur Wärmeregulierung während des Lötens und Betriebs sowie korrekt dimensionierte Pads für die Gull-Wing- oder ähnliche Anschlüsse.

6. Löt-, Montage- und Handhabungsrichtlinien

6.1 IR-Reflow-Lötprofil

Ein detailliertes Reflow-Profil für bleifreies Löten wird bereitgestellt, das J-STD-020B entspricht. Dieses Profil spezifiziert kritische Parameter:

6.2 Lagerung und Feuchtesensitivität

Das Bauteil ist feuchteempfindlich. Im versiegelten Original-Feuchtigkeitsschutzbeutel mit Trockenmittel beträgt die Lagerfähigkeit ein Jahr bei Lagerung bei ≤30°C und ≤70% r.F. Nach dem Öffnen sollten die Komponenten bei ≤30°C und ≤60% r.F. gelagert werden. Für eine längere Lagerung außerhalb des Originalbeutels sollte ein versiegelter Behälter mit Trockenmittel verwendet werden. Komponenten, die länger als 96 Stunden der Umgebungsluft ausgesetzt waren, erfordern vor dem Reflow einen Trocknungsvorgang (ca. 60°C für 48 Stunden), um \"Popcorning\" oder Delaminierung während des Lötens zu verhindern.

6.3 Reinigung

Falls eine Reinigung nach dem Löten notwendig ist, dürfen nur spezifizierte Lösungsmittel verwendet werden. Ein Eintauchen in Ethylalkohol oder Isopropylalkohol bei Raumtemperatur für weniger als eine Minute wird empfohlen. Aggressive oder nicht spezifizierte Chemikalien können die Kunststofflinse und das Gehäuse beschädigen.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

8. Anwendungsentwurfsüberlegungen

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Die primäre Anwendung beinhaltet die Hintereinanderschaltung mehrerer LEDs. Eine einzelne Datenleitung von einem Mikrocontroller wird mit dem DIN der ersten LED verbunden. Deren DOUT wird mit dem DIN der nächsten verbunden, usw. Eine 5V-Stromversorgung (mit geeigneten lokalen Entkopplungskondensatoren, z.B. 100nF) muss für alle LEDs bereitgestellt werden, wobei sicherzustellen ist, dass die Spannung im Bereich von 4,2-5,5V bleibt, insbesondere am Ende langer Ketten, wo ein Spannungsabfall auftreten kann. Ein Serienwiderstand auf der Datenleitung kann für Impedanzanpassung in langen Ketten oder störungsbehafteten Umgebungen erforderlich sein.

8.2 Datenübertragungsprotokoll

Die Kommunikation verwendet ein schnelles, Ein-Draht-, Reset-basiertes Protokoll. Jedes Bit wird als High-Impuls innerhalb einer 1,2µs (±160ns) Periode übertragen.

Die Erzeugung präziser Zeitsteuerung erfordert einen Mikrocontroller mit zuverlässigen High-Speed-GPIOs oder dedizierten Hardware-Peripherien.

8.3 Thermische und Leistungsverwaltung

Entwickler müssen die Gesamtverlustleistung berechnen. Bei typischen 5 mA pro Farbe und 5V Versorgung könnte eine LED mit allen drei Farben auf vollem Weiß bis zu 75 mW (5V * 15 mA) abgeben, was unter dem Maximum von 94 mW liegt. In dichten Arrays kann jedoch die kumulierte Wärme signifikant sein. Ausreichende PCB-Kupferfläche zur Wärmeableitung, mögliche Luftströmung und eine Reduzierung der Helligkeit bei hohen Umgebungstemperaturen sind wesentliche Überlegungen für die Langzeitzuverlässigkeit.

9. Technischer Vergleich und Differenzierung

Im Vergleich zu diskreten RGB-LEDs, die externe Konstantstromtreiber und Multiplexschaltungen benötigen, bietet dieses Bauteil eine erhebliche Integration, die den Entwurfsaufwand, die Bauteilanzahl und den Platzbedarf auf der Platine reduziert. Gegenüber anderen adressierbaren LEDs (z.B. solchen mit einem anderen Protokoll wie APA102 oder dem älteren WS2812) bietet der LTST-G353CEGB7W mit seiner 14-Bit-Steuerung (10-Bit-PWM + 4-Bit-Strom) eine feinere Farbauflösung und Graustufenkontrolle als typische 8-Bit (256 Stufen) Alternativen. Die integrierte Bypass-Funktion für Fehlertoleranz ist ebenfalls ein unterscheidendes Zuverlässigkeitsmerkmal, das nicht bei allen adressierbaren LEDs zu finden ist.

10. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

F1: Was ist der Unterschied zwischen den VCC- und VDD-Pins?

A1: Beide sind Versorgungseingänge für den internen IC. Sie können miteinander verbunden werden. Das Datenblatt deutet an, dass sie intern ähnlich sind, was Entwurfsflexibilität bietet, möglicherweise für Rauschisolierung in empfindlichen Anwendungen.

F2: Kann ich diese LED mit einem 3,3V-Mikrocontroller ansteuern?

A2: Ja, für den Dateneingang (DIN). Das VIHMinimum ist 0,7*VDD. Bei VDD=5V ist VIHmin 3,5V. Ein 3,3V-Ausgang könnte am unteren Rand liegen. Es könnte funktionieren, aber für Zuverlässigkeit wird ein Pegelwandler auf 5V für die Datenleitung empfohlen. Die Versorgungsspannung VDDmuss weiterhin 4,2-5,5V betragen.

F3: Wie viele LEDs kann ich hintereinanderschalten?

A3: Die Grenze wird hauptsächlich durch die Datenaktualisierungsrate und die Stromversorgung bestimmt. Jede LED benötigt 42 Bits Daten. Bei einer langen Kette kann die Zeit, um Daten für alle LEDs vor der gewünschten Aktualisierungsrate (z.B. 60Hz) zu übertragen, die Anzahl begrenzen. Elektrisch kann der DOUT den DIN der nächsten LED direkt ansteuern. Die Leistung muss robust verteilt werden, um Spannungsabfälle entlang der Kette zu vermeiden.

F4: Was ist der Zweck des FDIN-Pins?

A4: Das Datenblatt listet ihn als Hilfsdateneingang. Seine genaue Funktion kann für erweiterte Steuerungsmodi, Werksprüfungen oder Kompatibilität mit spezifischen Controller-Funktionen sein. Für die Standard-Ein-Draht-Hintereinanderschaltung bleibt er typischerweise unverbunden oder wird, wie in Anwendungsnotizen spezifiziert, mit VDD oder VSS verbunden.

11. Praktische Entwurfs- und Anwendungsbeispiele

Beispiel 1: Statusanzeigepanel:Ein Cluster von 10 LEDs kann auf einem Netzwerkrouter verwendet werden. Jeder kann eine eindeutige Farbe zugewiesen bekommen, um Verbindungsstatus, Datenverkehr oder Systemwarnungen anzuzeigen. Die Ein-Draht-Steuerung vereinfacht die Verkabelung im Vergleich zur Multiplexsteuerung von 30 diskreten LEDs (10 RGB).

Beispiel 2: Dekorativer LED-Streifen-Prototyp:Für ein individuelles Beleuchtungsprojekt können 50 LEDs auf ein flexibles PCB-Streifen gelötet werden. Ein kleiner Mikrocontroller (z.B. ESP32) kann den Datenstrom erzeugen, um Animationen, Farbverläufe und Musikvisualisierung zu ermöglichen. Der breite Abstrahlwinkel gewährleistet gleichmäßige Ausleuchtung.

Beispiel 3: Instrumententafel-Hintergrundbeleuchtung:In einem Kleinserien-Industrie-Gerät können diese LEDs anpassbare Hintergrundbeleuchtung für Messgeräte oder Tasten bereitstellen, wodurch der Endbenutzer Farbthemen auswählen kann. Die Konstantstromansteuerung gewährleistet eine gleichbleibende Helligkeit unabhängig von der gewählten Farbe.

12. Einführung des Betriebsprinzips

Das Bauteil arbeitet nach einem einfachen Prinzip. Ein externer Mikrocontroller sendet einen seriellen Datenstrom, der Helligkeitsinformationen für die roten, grünen und blauen Kanäle enthält. Der integrierte Treiber-IC empfängt diese Daten, speichert sie in internen Registern und verwendet dann Konstantstromquellen, um jeden LED-Chip anzusteuern. Die Helligkeit jedes Chips wird durch schnelles Ein- und Ausschalten seines Stroms (PWM) mit einer Frequenz gesteuert, die hoch genug ist, um für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar zu sein (>200Hz). Der Tastgrad dieser PWM (der Anteil der 'Ein'-Zeit) bestimmt die wahrgenommene Helligkeit. Die 4-Bit-Stromabstimmung ermöglicht die Skalierung des Maximalstroms für jede Farbe, was eine Weißpunktkalibrierung erlaubt. Das Licht der drei monochromatischen Chips mischt sich innerhalb der weißen Diffuslinse und erzeugt die endgültige Mischfarbe.

13. Technologietrends und Kontext

Der LTST-G353CEGB7W repräsentiert eine ausgereifte Stufe in der Entwicklung von SMD-LEDs, speziell in der Kategorie der \"intelligenten\" oder \"adressierbaren\" LEDs. Der Trend in diesem Bereich geht zu höherer Integration, größerer Steuerungsauflösung (Übergang von 8-Bit zu 16-Bit oder höher pro Kanal), verbesserter Energieeffizienz (niedrigere Durchlassspannungen, höhere Lichtausbeute) und verbesserten Kommunikationsprotokollen, die schneller und robuster gegenüber Störungen sind. Es gibt auch einen Trend zur Miniaturisierung bei gleichbleibender oder steigender Lichtleistung sowie die Entwicklung von LEDs mit breiteren Farbgamuts für lebhaftere Displays. Dieses Bauteil mit seinem integrierten 14-Bit-Treiber und der zuverlässigen Ein-Draht-Schnittstelle entspricht dem industriellen Bestreben nach einfacheren, leistungsfähigeren und zuverlässigeren Beleuchtungslösungen für intelligente und vernetzte Geräte.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.