Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Detaillierte technische Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektrische & Optische Kenngrößen
- 3. Erläuterung des Binning-Systems
- 3.1 Lichtstrom-Binning
- 3.2 Dominante Wellenlänge-Binning
- 4. Analyse der Leistungskurven
- 4.1 Durchlassspannung vs. Durchlassstrom (I-V-Kurve)
- 4.2 Relativer Lichtstrom vs. Durchlassstrom
- 4.3 Relative spektrale Leistung vs. Sperrschichttemperatur
- 4.4 Spektrale Leistungsverteilung
- 5. Mechanische & Gehäuseinformationen
- 5.1 Gehäuseabmessungen
- 5.2 Empfohlene Lötpad-Anordnung & Schablonendesign
- 5.3 Polaritätskennzeichnung
- 6. Löt- & Montagerichtlinien
- 6.1 Feuchtigkeitsempfindlichkeit & Trocknung
- 6.2 Reflow-Lötprofil
- 7. Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD)
- 8. Anwendungsschaltungsdesign
- 8.1 Ansteuerungsmethode
- 8.2 Strombegrenzungswiderstand (für Konstantspannungsquelle)
- 8.3 Anschlussreihenfolge
- 9. Handhabungs- & Lagerungshinweise
- 10. Produktnomenklatur & Bestellinformationen
- 11. Typische Anwendungsszenarien
- 12. Designüberlegungen & FAQs
- 12.1 Wie wähle ich den richtigen Strom?
- 12.2 Warum ist das thermische Management wichtig?
- 12.3 Kann ich mehrere LEDs in Reihe oder parallel schalten?
- 13. Technischer Vergleich & Trends
1. Produktübersicht
Die SMD5050N-Serie ist eine oberflächenmontierbare LED, die für Anwendungen konzipiert ist, die hohe Helligkeit und Zuverlässigkeit in einem kompakten Format von 5,0 mm x 5,0 mm erfordern. Dieses Dokument enthält die vollständigen technischen Spezifikationen für die blaue Variante, Modell T5A003BA. Das Bauteil verfügt über ein Standard-SMD-Gehäuse, das für automatisierte Bestückungsprozesse geeignet ist, und ist für den Einsatz in Hintergrundbeleuchtung, Beschilderung, dekorativer Beleuchtung und allgemeiner Beleuchtung vorgesehen.
2. Detaillierte technische Parameter
2.1 Absolute Maximalwerte
Die folgenden Parameter definieren die Grenzwerte, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Alle Werte gelten bei einer Umgebungstemperatur (Ts) von 25°C.
- Durchlassstrom (IF):90 mA (Dauerbetrieb)
- Durchlassimpulsstrom (IFP):120 mA (Impulsbreite ≤10ms, Tastverhältnis ≤1/10)
- Verlustleistung (PD):306 mW
- Betriebstemperatur (Topr):-40°C bis +80°C
- Lagertemperatur (Tstg):-40°C bis +80°C
- Sperrschichttemperatur (Tj):125°C
- Löttemperatur (Tsld):Reflow-Löten bei 200°C oder 230°C für maximal 10 Sekunden.
2.2 Elektrische & Optische Kenngrößen
Die typischen Betriebsparameter werden bei Ts=25°C mit einem Durchlassstrom (IF) von 60mA gemessen, was die empfohlene Testbedingung ist.
- Durchlassspannung (VF):Typisch 3,2V, Maximal 3,4V (Toleranz: ±0,08V)
- Sperrspannung (VR):5 V
- Sperrstrom (IR):Maximal 10 µA bei VR=5V
- Dominante Wellenlänge (λd):460 nm (Siehe gebinnte Werte in Abschnitt 2.4)
- Abstrahlwinkel (2θ1/2):120° (Großer Abstrahlwinkel, linsenloses Design)
3. Erläuterung des Binning-Systems
3.1 Lichtstrom-Binning
Der Lichtstromausgang wird in Bins kategorisiert, um Konsistenz zu gewährleisten. Messungen erfolgen bei IF=60mA mit einer Toleranz von ±7%.
- Code A4:Min 1,5 lm, Typ 2,0 lm
- Code A5:Min 2,0 lm, Typ 2,5 lm
- Code A6:Min 2,5 lm, Typ 3,0 lm
- Code A7:Min 3,0 lm, Typ 3,5 lm
- Code A8:Min 3,5 lm, Typ 4,0 lm
3.2 Dominante Wellenlänge-Binning
Die blaue Farbe wird präzise durch Wellenlängen-Binning gesteuert.
- Code B1:445 nm – 450 nm
- Code B2:450 nm – 455 nm
- Code B3:455 nm – 460 nm
- Code B4:460 nm – 465 nm
4. Analyse der Leistungskurven
Das Datenblatt enthält mehrere wichtige Leistungsdiagramme, die für Schaltungsdesign und thermisches Management unerlässlich sind.
4.1 Durchlassspannung vs. Durchlassstrom (I-V-Kurve)
Dieses Diagramm zeigt die nichtlineare Beziehung zwischen Spannung und Strom. Die Durchlassspannung steigt mit dem Strom und ist auch temperaturabhängig. Entwickler müssen diese Kurve verwenden, um die Verlustleistung (VF* IF) zu berechnen und sicherzustellen, dass der Treiber die erforderliche Spannung liefern kann, insbesondere bei niedrigen Temperaturen, wo VF increases.
4.2 Relativer Lichtstrom vs. Durchlassstrom
Diese Kurve veranschaulicht, wie sich die Lichtausbeute mit dem Treiberstrom skaliert. Während die Ausbeute mit dem Strom steigt, nimmt der Wirkungsgrad bei höheren Strömen typischerweise aufgrund erhöhter thermischer Effekte ab. Ein Betrieb deutlich über dem empfohlenen 60mA-Testpunkt kann die Lebensdauer verringern und die Farbe verschieben.
4.3 Relative spektrale Leistung vs. Sperrschichttemperatur
Bei blauen LEDs kann die Spitzenwellenlänge mit der Sperrschichttemperatur variieren (typisch 0,1-0,3 nm/°C). Dieses Diagramm ist für Anwendungen mit stabiler Farbausgabe entscheidend. Höhere Sperrschichttemperaturen verursachen eine Rotverschiebung (längere Wellenlänge), die im thermischen Design berücksichtigt werden muss.
4.4 Spektrale Leistungsverteilung
Dieses Diagramm zeigt das vollständige Emissionsspektrum der blauen LED mit einem schmalen Peak um die dominante Wellenlänge (z.B. 460nm). Die Halbwertsbreite (FWHM) beträgt typischerweise 20-30nm für InGaN-basierte blaue LEDs. Das Verständnis des Spektrums ist für Farbmischungsanwendungen oder bei der Verwendung von Phosphorkonversion für Weißlicht entscheidend.
5. Mechanische & Gehäuseinformationen
5.1 Gehäuseabmessungen
Das SMD5050N-Gehäuse hat Nennabmessungen von 5,0 mm (L) x 5,0 mm (B) x 1,6 mm (H). Detaillierte mechanische Zeichnungen mit Toleranzen werden bereitgestellt: .X-Abmessungen haben eine Toleranz von ±0,10 mm, und .XX-Abmessungen haben eine Toleranz von ±0,05 mm.
5.2 Empfohlene Lötpad-Anordnung & Schablonendesign
Für zuverlässiges Löten wird ein spezifisches Pad-Muster empfohlen. Das Pad-Design gewährleistet eine ordnungsgemäße Lötnahtbildung und mechanische Festigkeit. Ein entsprechendes Schablonenaperturdesign wird bereitgestellt, um die Lotpastenmenge zu kontrollieren, was entscheidend für eine zuverlässige Lötstelle ohne Brückenbildung oder unzureichendes Lot ist.
5.3 Polaritätskennzeichnung
Die Kathode der LED ist typischerweise auf dem Gehäuse markiert. Die korrekte Polarität muss während der Montage beachtet werden, um eine Sperrspannung zu verhindern, die auf 5V begrenzt ist.
6. Löt- & Montagerichtlinien
6.1 Feuchtigkeitsempfindlichkeit & Trocknung
Das SMD5050N-Gehäuse ist feuchtigkeitsempfindlich (MSL-Klassifizierung gemäß IPC/JEDEC J-STD-020C).
- Lagerung:Im originalversiegelten Beutel mit Trockenmittel bei <30°C und <85% r.F. lagern.
- Standzeit:Nach Öffnen des versiegelten Beutels sollten die Bauteile innerhalb von 12 Stunden verwendet werden, wenn sie bei <30°C/<60% r.F. gelagert werden.
- Trocknung erforderlich, wenn:Der Beutel länger als 12 Stunden geöffnet war oder die Feuchtigkeitsindikatorkarte hohe Luftfeuchtigkeit anzeigt.
- Trocknungsverfahren:Bei 60°C für 24 Stunden trocknen. 60°C nicht überschreiten. Innerhalb von 1 Stunde nach dem Trocknen verwenden oder in einem Trockenschrank (<20% r.F.) lagern.
6.2 Reflow-Lötprofil
Die LED hält einem bleifreien Reflow-Profil mit einer Spitzentemperatur von 200°C oder 230°C für maximal 10 Sekunden stand. Konsultieren Sie die spezifischen Profil-Empfehlungen, um thermische Belastung des Silikon-Vergussmaterials und der Bonddrähte zu minimieren.
7. Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD)
Blaue LEDs sind empfindlich gegenüber elektrostatischer Entladung. Fehlermodi umfassen erhöhten Leckstrom (verringerte Helligkeit, Farbverschiebung) oder katastrophalen Ausfall (tote LED).
- Vorsorgemaßnahmen:Verwenden Sie geerdete antistatische Arbeitsplätze, Bodenmatten und Handgelenkbänder.
- Personal:Bedienpersonal muss antistatische Kleidung und Handschuhe tragen.
- Ausrüstung:Verwenden Sie Ionisatoren und stellen Sie sicher, dass Lötkolben ordnungsgemäß geerdet sind.
- Verpackung:Verwenden Sie leitfähige oder antistatische Materialien für Handhabung und Transport.
8. Anwendungsschaltungsdesign
8.1 Ansteuerungsmethode
Konstantstrom-Ansteuerung wird dringend empfohlen.LEDs sind stromgesteuerte Bauteile; ihre Lichtausbeute ist proportional zum Strom, nicht zur Spannung. Eine Konstantstromquelle bietet stabile Helligkeit und schützt die LED vor thermischem Durchgehen.
8.2 Strombegrenzungswiderstand (für Konstantspannungsquelle)
Wenn eine Konstantspannungsquelle (z.B. eine geregelte DC-Versorgung) verwendet werden muss, ist ein Reihenstrombegrenzungswiderstand zwingend erforderlich. Der Widerstandswert wird mit dem Ohmschen Gesetz berechnet: R = (Vsupply- VF) / IF. Die Belastbarkeit des Widerstands muss ausreichend sein: PR= (IF)² * R. Diese Methode ist weniger effizient und weniger stabil als die Konstantstrom-Ansteuerung, da VFmit der Temperatur variiert.
8.3 Anschlussreihenfolge
Beim Anschließen eines LED-Moduls an einen Treiber ist diese Reihenfolge einzuhalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden: 1) Polarität von LED und Treiber identifizieren. 2) Treiberausgang mit dem LED-Modul verbinden. 3) Schließlich Treibereingang mit der Stromquelle verbinden. Dies verhindert das Anschließen eines eingeschalteten Treibers an die LEDs.
9. Handhabungs- & Lagerungshinweise
- Direkte Berührung vermeiden:Berühren Sie die LED-Linse nicht mit bloßen Händen. Verunreinigungen wie Hautfett können das Silikon dauerhaft verfärben und die Lichtausbeute verringern.
- Geeignete Werkzeuge verwenden:Verwenden Sie Vakuum-Saugwerkzeuge oder Pinzetten mit weichen Spitzen. Vermeiden Sie übermäßigen mechanischen Druck auf die Linse, der die Bonddrähte oder den Chip beschädigen kann.
- Langzeitlagerung:Für geöffnete Verpackungen in einem Trockenschrank mit Stickstoffspülung oder Trockenmittel bei 5-30°C und <60% r.F. lagern.
10. Produktnomenklatur & Bestellinformationen
Die Modellnummer folgt einem strukturierten Code: T □□ □□ □ □ □ – □□□ □□. Wichtige Elemente sind:
- Gehäusecode (5A):Bezeichnet die 5050N-Gehäusegröße.
- Chip-Anzahl:Gibt die Anzahl der LED-Chips innerhalb des Gehäuses an (z.B. 1, 2, 3).
- Farbcode (B):B für Blau. Andere Codes: R (Rot), Y (Gelb), G (Grün), etc.
- Optikcode (00):00 bedeutet keine Sekundärlinse (nur Primärlinse).
- Lichtstrom-Bin-Code (z.B. A6):Spezifiziert den Lichtstrom-Ausgangs-Bin.
- Wellenlängen-Bin-Code (z.B. B3):Spezifiziert den dominanten Wellenlängen-Bin.
11. Typische Anwendungsszenarien
- Hintergrundbeleuchtung:LCD-TV- und Monitor-Randbeleuchtung, Werbeleuchtkästen.
- Dekorative Beleuchtung:Architektonische Akzentbeleuchtung, Deckenleistenbeleuchtung, Beschilderung.
- Allgemeine Beleuchtung:Als Komponente in weißen LED-Modulen unter Verwendung von Phosphorkonversion.
- Automobil-Innenraumbeleuchtung:Armaturenbrett, Fußraum und Ambientebeleuchtung.
- Unterhaltungselektronik:Statusanzeigen, Tastatur-Hintergrundbeleuchtung.
12. Designüberlegungen & FAQs
12.1 Wie wähle ich den richtigen Strom?
Betreiben Sie bei oder unterhalb des empfohlenen Teststroms von 60mA für ein optimales Gleichgewicht aus Helligkeit, Effizienz und Lebensdauer. Höhere Ströme erhöhen die Lichtausbeute, erzeugen aber mehr Wärme, beschleunigen den Lichtstromrückgang und können die Farbe verschieben.
12.2 Warum ist das thermische Management wichtig?
LED-Leistung und Lebensdauer sind umgekehrt proportional zur Sperrschichttemperatur. Hohe Tjverringert die Lichtausbeute (Lichtstromrückgang), verursacht eine Farbverschiebung (bei blauen und weißen LEDs) und kann zu vorzeitigem Ausfall führen. Sorgen Sie für ausreichende Wärmeableitung, insbesondere in Hochleistungs- oder geschlossenen Anwendungen.
12.3 Kann ich mehrere LEDs in Reihe oder parallel schalten?
Reihenschaltung wird bevorzugtbei Verwendung eines Konstantstrom-Treibers, da derselbe Strom durch alle LEDs fließt. Stellen Sie sicher, dass die Ausgangsspannung des Treibers höher ist als die Summe der VFaller LEDs in der Kette.Parallelschaltung wird generell nicht empfohlenaufgrund von VF-Binning-Variationen, die zu Stromungleichgewicht und ungleichmäßiger Helligkeit/Überhitzung führen können. Wenn Parallelschaltung unvermeidbar ist, verwenden Sie einen separaten Strombegrenzungswiderstand für jeden parallelen Zweig.
13. Technischer Vergleich & Trends
Die SMD5050N bietet mit ihrem 5,0x5,0mm-Fußabdruck eine größere Emissionsfläche und eine höhere potenzielle Lichtausbeute als kleinere Gehäuse wie 3528 oder 3014. Sie ist eine ausgereifte, kostengünstige Lösung für Anwendungen, die nicht die ultrahohe Dichte neuerer, kleinerer Gehäuse erfordern. Der Branchentrend geht zu höherer Effizienz (Lumen pro Watt) und verbesserter Farbkonstanz (engeres Binning). Zukünftige Entwicklungen können Chip-Scale-Packaging (CSP) und verbesserte Phosphortechnologien für weiße LEDs, die von blauen Emittern abgeleitet sind, umfassen.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |