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Shwo(F) 1W Serie LED Datenblatt - SMT-Gehäuse - 350mA/1000mA/1500mA Treiberstrom - Kalt-/Neutral-/Warmweiß - Technische Dokumentation

Technisches Datenblatt für die Shwo(F) Serie von oberflächenmontierbaren Hochleistungs-LEDs. Merkmale: Hohe Helligkeit, kompakte Bauform, ESD-Schutz bis 8KV, SMT-Lötung und RoHS-Konformität. Geeignet für Allgemein-, Dekorations-, Signal- und Pflanzenbeleuchtung.
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PDF-Dokumentendeckel - Shwo(F) 1W Serie LED Datenblatt - SMT-Gehäuse - 350mA/1000mA/1500mA Treiberstrom - Kalt-/Neutral-/Warmweiß - Technische Dokumentation

1. Produktübersicht

Die Shwo(F)-Serie repräsentiert eine oberflächenmontierbare Hochleistungs-LED, die darauf ausgelegt ist, eine hohe Lichtausbeute aus einer kompakten Bauform zu liefern. Diese Produktlinie ist für die anspruchsvollen Anforderungen moderner Festkörperbeleuchtung (SSL) konzipiert und vereint Leistung mit Zuverlässigkeit. Der Serienname, abgeleitet von einem Wort, das "Funkeln" bedeutet, beschreibt treffend ihre helle und fokussierte Lichtabgabe, vergleichbar mit Himmelskörpern.

Der Kernvorteil dieser Serie liegt in der Kombination aus einem kleinen Bauraum mit hoher Lichtausbeute. Dies macht sie zur idealen Lösung für Anwendungen, bei denen Platz knapp ist, aber eine hohe Lichtleistung erforderlich ist. Das Bauteil ist robust konstruiert, verfügt über integrierten ESD-Schutz und entspricht den wichtigsten Umwelt- und Sicherheitsstandards.

1.1 Zielanwendungen

Die Vielseitigkeit der Shwo(F)-Serie ermöglicht ihren Einsatz in einem breiten Spektrum von Beleuchtungsszenarien. Ihre primären Anwendungen umfassen:

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte, objektive Analyse der wichtigsten technischen Spezifikationen, die die Leistung und Betriebsgrenzen der Shwo(F)-Serie definieren.

2.1 Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Belastungsgrenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Ein Betrieb an oder nahe dieser Grenzen wird für längere Zeit nicht empfohlen.

2.2 Lichttechnische und elektrische Eigenschaften

Die Leistung der LED wird unter spezifischen Testbedingungen charakterisiert, typischerweise mit stabilisierter Wärmesenkentemperatur von 25°C.

Lichtstrom:Das Datenblatt bietet detaillierte Binning-Informationen für den minimalen Lichtstrom. Beispielsweise werden Kaltweiß-LEDs in Bins von 130 lm (J41CX) bis zu 175 lm (JJ1CX) angeboten, wenn sie mit 350mA betrieben werden. Neutralweiß- und Warmweiß-Varianten haben ihre eigenen entsprechenden Lichtstrom-Bins, wobei Warmweiß bei gleichen Treiberströmen aufgrund der Phosphor-Umwandlungseffizienz typischerweise etwas niedrigere Ausgangswerte aufweist.

Durchlassspannung (VF):Obwohl nicht im bereitgestellten Auszug aufgeführt, enthält die Produktnomenklatur einen "V"-Code für das Binning der Durchlassspannung. Dieser Parameter ist für das Treiberdesign entscheidend, da er die erforderliche Versorgungsspannung für einen bestimmten Strom bestimmt.

Farbcharakteristiken:Weiße LEDs werden nach Farbtemperatur (CCT) kategorisiert: Kaltweiß (4745-7050K), Neutralweiß (3710-4745K) und Warmweiß (2580-3710K). Der bereitgestellte Auszug erwähnt auch Royal Blue (445-460nm) als farbige LED-Option. Das Farbort-Binning stellt die Farbkonsistenz innerhalb eines definierten Bereichs im CIE-Farbdiagramm sicher.

2.3 Wärmemanagement

Eine effektive Wärmeableitung ist für die LED-Leistung und -Lebensdauer von größter Bedeutung. Der Wärmewiderstand von 5 °C/W spezifiziert, wie effizient Wärme von der LED-Sperrschicht zur Wärmesenke gelangt. Um eine sichere Sperrschichttemperatur aufrechtzuerhalten, muss der Wärmepfad von dieser Senke zur Umgebung (über die Leiterplatte und gegebenenfalls einen Kühlkörper) mit niedriger thermischer Impedanz ausgelegt sein. Das Überschreiten der maximalen Sperrschichttemperatur beschleunigt den Lichtstromrückgang und kann zu katastrophalem Ausfall führen.

3. Erklärung des Binning-Systems

Die Shwo(F)-Serie verwendet eine umfassende Binning-Struktur, um konsistente Leistung und Farbe für Endanwender zu garantieren. Bins sind Gruppen von LEDs, die nach spezifischen gemessenen Parametern sortiert sind.

3.1 Lichtstrom-Binning

LEDs werden basierend auf ihrer minimalen Lichtausbeute bei einem Standardteststrom (350mA) sortiert. Der Bin-Code (z.B. JJ, J8, JH für Kaltweiß) entspricht direkt einem garantierten minimalen Lichtstrom in Lumen. Dies ermöglicht es Designern, den für ihre Anwendung erforderlichen Helligkeitsgrad sicher auszuwählen.

3.2 Farb-/Farbort-Binning

Für weiße LEDs erfolgt das primäre Binning nach Farbtemperatur (CCT), wie in der Tabelle "Farbangebote" (C, N, M) definiert. Innerhalb jedes CCT-Bereichs stellt ein weiteres Farbort-Binning (der "1234"-Code in der Teilenummer) sicher, dass das abgegebene weiße Licht in einem eng kontrollierten Bereich des Farbdiagramms liegt, wodurch sichtbare Farbunterschiede zwischen einzelnen LEDs in einem Leuchtkörper minimiert werden.

3.3 Durchlassspannungs-Binning

LEDs werden auch nach ihrem Durchlassspannungsabfall bei einem spezifizierten Strom gebinnt. Dies wird durch den "V"-Code in der Teilenummer angezeigt. Das Gruppieren von LEDs nach VFhilft bei der Entwicklung effizienterer und konsistenterer Treiberschaltungen, insbesondere wenn mehrere LEDs in Reihe geschaltet sind.

4. Analyse der Leistungskurven

Grafische Daten, obwohl im Auszug nicht vollständig detailliert, sind entscheidend für das Verständnis des Bauteilverhaltens unter realen Bedingungen.

4.1 Typische Lichtausbeute vs. Wärmesenkentemperatur

Die LED-Lichtausbeute nimmt ab, wenn die Temperatur an der Wärmesenke (und folglich der Sperrschicht) steigt. Eine Derating-Kurve würde typischerweise zeigen, wie der relative Lichtstrom von 100% bei 25°C auf einen niedrigeren Prozentsatz bei erhöhten Temperaturen (z.B. 85°C) sinkt. Diese Kurve ist wesentlich, um die tatsächliche Lichtausbeute in einer Anwendung zu berechnen, in der die LED nicht auf 25°C gehalten werden kann.

4.2 Typischer relativer Lichtstrom vs. Vorwärtsstrom

Diese Kurve zeigt, wie sich die Lichtausbeute mit dem Treiberstrom skaliert. Während die Ausbeute im Allgemeinen mit dem Strom ansteigt, ist die Beziehung nicht perfekt linear, und der Wirkungsgrad (Lumen pro Watt) nimmt bei höheren Strömen aufgrund erhöhter thermischer Belastung und Droop-Effekten oft ab. Das Datenblatt stellt diese Grafik wahrscheinlich bereit, um Designern zu helfen, den Kompromiss zwischen Helligkeit und Effizienz zu optimieren.

4.3 Strom-Derating-Kurven

Um Überhitzung zu verhindern, muss der maximal zulässige Vorwärtsstrom reduziert werden, wenn die Umgebungs- oder Wärmesenkentemperatur steigt. Derating-Kurven spezifizieren den sicheren Betriebsstrom bei Temperaturen über 25°C und stellen sicher, dass die maximale Sperrschichttemperatur niemals überschritten wird.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

5.1 Pad-Konfiguration

Das Bauteil verwendet ein Surface-Mount Technology (SMT) Pad-Layout. Obwohl eine spezifische Maßzeichnung nicht im Auszug enthalten ist, ist die Pad-Konfiguration ein kritischer Teil des Datenblatts. Sie definiert den Footprint für das Leiterplattendesign, einschließlich der Lage und Größe der elektrischen Anschlusspads und, entscheidend, des großen Wärmesenkenpads. Das Wärmesenkenpad ist wesentlich für die Wärmeübertragung vom LED-Chip zur Leiterplatte.

5.2 Polaritätskennzeichnung

SMT-LEDs müssen klare Polaritätsmarkierungen (typischerweise eine Kathodenmarkierung) auf dem Gehäuse oder im Footprint-Diagramm haben, um die korrekte Ausrichtung während der Montage sicherzustellen. Falsche Polarität verhindert das Leuchten des Bauteils.

5.3 Emitter-Verpackung

Die LEDs werden in Tape-and-Reel-Verpackung geliefert, die für automatisierte Bestückungsmaschinen geeignet ist. Der "P"-Code in der Teilenummer bezeichnet "Tape"-Verpackung. Dieses Format schützt die Bauteile und gewährleistet eine effiziente Handhabung während der Serienfertigung.

6. Löt- und Montagerichtlinien

6.1 Reflow-Lötparameter

Das Bauteil ist für eine maximale Löttemperatur von 260°C ausgelegt und kann maximal zwei Reflow-Zyklen verkraften. Standard bleifreie Reflow-Profile (mit einer Spitzentemperatur typischerweise zwischen 240-260°C) sind anwendbar. Die thermische Masse des Gehäuses, insbesondere des Wärmesenkenpads, muss bei der Entwicklung des Reflow-Profils berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass alle Lötstellen ordnungsgemäß aufgeschmolzen werden.

6.2 Feuchtigkeitssensitivität

Die Shwo(F)-Serie ist nach JEDEC-Standards mit Feuchtigkeitssensitivitätsstufe (MSL) 1 bewertet. Dies ist die robusteste Stufe und zeigt eine unbegrenzte Lagerfähigkeit unter Bedingungen ≤30°C/85% relativer Luftfeuchtigkeit an. Kein Trocknen ist vor der Verwendung erforderlich, wenn die Verpackungsdichtung intakt ist. Dies vereinfacht die Lager- und Handhabungslogistik.

6.3 Lagerbedingungen

Die empfohlene Lagertemperatur liegt zwischen -40°C und +100°C. Obwohl MSL 1 nachsichtig ist, ist es dennoch gute Praxis, Bauteile in einer trockenen, kontrollierten Umgebung zu lagern, um potenzielle Kontamination oder Verschlechterung zu verhindern.

7. Bestellinformationen und Produktkennzeichnung

7.1 Modellnummern-Nomenklatur

Die Teilenummer folgt einer detaillierten Struktur: ELSWF–ABCDE–FGHIJ–V1234. Jedes Segment übermittelt spezifische Informationen:

Dieses System ermöglicht die präzise Auswahl der exakten LED-Variante, die für eine Anwendung benötigt wird.

7.2 Produktkennzeichnung

Die Reel- und Tape-Verpackung enthält Etiketten mit der vollständigen Teilenummer, Menge, Datumscode und anderen Rückverfolgbarkeitsinformationen, um korrekten Materialfluss und Bestandskontrolle sicherzustellen.

8. Anwendungsdesign-Überlegungen

8.1 Treiberauswahl

Ein Konstantstromtreiber ist für den Betrieb von Leistungs-LEDs zwingend erforderlich. Der Ausgangsstrom des Treibers muss dem beabsichtigten Betriebspunkt der LED entsprechen (z.B. 350mA, 700mA oder bis zum maximalen Nennstrom). Der Spannungsbereich des Treibers muss ausreichend sein, um die Summe der Durchlassspannungen aller LEDs in der Reihenschaltung aufzunehmen, unter Berücksichtigung des Spannungs-Bins (V-Code) und des Temperatureinflusses auf VF.

8.2 Thermische Auslegung

Dies ist der kritischste Aspekt beim Design von Hochleistungs-LEDs. Die Leiterplatte muss als Kühlkörper ausgelegt sein. Dies beinhaltet:

Simulation oder Messung der Wärmesenkentemperatur der LED unter ungünstigsten Betriebsbedingungen wird dringend empfohlen.

8.3 Optische Auslegung

Die Lambert'sche Abstrahlcharakteristik bietet einen weiten, gleichmäßigen Betrachtungswinkel. Für Anwendungen, die einen fokussierten Strahl erfordern, müssen Sekundäroptiken (Linsen oder Reflektoren) verwendet werden. Die kleine Bauform der Shwo(F)-Serie ermöglicht kompakte optische Baugruppen.

9. Konformität und Umweltstandards

Das Produkt ist für die Einhaltung mehrerer wichtiger internationaler Standards ausgelegt:

Diese Konformitäten sind für Produkte, die für den Verkauf auf globalen Märkten, insbesondere in Europa, bestimmt sind, wesentlich.

10. Zuverlässigkeit und Betriebslebensdauer

Obwohl spezifische L70- oder L90-Lebensdauerwerte (Zeit bis 70% oder 90% des anfänglichen Lichtstroms) im Auszug nicht angegeben sind, ist die Langlebigkeit einer LED direkt an ihre Betriebsbedingungen geknüpft. Der primäre Faktor ist die Sperrschichttemperatur. Der Betrieb der LED deutlich innerhalb ihrer Maximalwerte, insbesondere durch Aufrechterhaltung einer niedrigen Sperrschichttemperatur mittels effektivem Wärmemanagement, ist die wichtigste Maßnahme, um eine lange Betriebslebensdauer und langsamen Lichtstromrückgang sicherzustellen. Die spezifizierte maximale Sperrschichttemperatur von 150°C ist eine Grenze, kein Ziel; niedriger ist für die Zuverlässigkeit immer besser.

11. Technischer Vergleich und Differenzierung

Die Shwo(F)-Serie positioniert sich innerhalb des Wettbewerbsumfelds von SMT-Hochleistungs-LEDs durch mehrere Schlüsselattribute:

12. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Parametern)

F: Kann ich diese LED mit einer Konstantspannungsquelle betreiben?

A: Nein. LEDs sind stromgesteuerte Bauteile. Eine Konstantspannungsversorgung regelt den Strom nicht, was zu thermischem Durchgehen und Zerstörung der LED führt. Immer einen Konstantstromtreiber verwenden.

F: Das Datenblatt zeigt die Leistung bei 25°C. Welche Ausbeute kann ich bei 60°C erwarten?

A: Sie müssen die Kurve "Typische Lichtausbeute vs. Wärmesenkentemperatur" konsultieren. Die Lichtausbeute nimmt mit der Temperatur ab. Bei 60°C wird der relative Lichtstrom ein Prozentsatz (z.B. ~85-90%) des 25°C-Wertes sein. Ihr thermisches Design muss dieses Derating berücksichtigen.

F: Was ist der Unterschied zwischen der Standard-, High- und Super-High-Helligkeitsserie?

A: Die Hauptunterschiede liegen im maximal zulässigen Treiberstrom (1000mA vs. 1500mA) und den entsprechend höheren verfügbaren Lichtstrom-Bins. Die Hochhelligkeitsversionen verwenden wahrscheinlich fortschrittlichere Chip-Technologie oder Gehäusetechnik, um höhere Leistungsdichten zu bewältigen.

F: Ist immer ein Kühlkörper erforderlich?

A: Es hängt vom Treiberstrom und der Anwendungsumgebung ab. Beim vollen Nennstrom (1000mA/1500mA) ist ein dedizierter Kühlkörper fast sicher erforderlich. Bei niedrigeren Strömen (z.B. 350mA) und mit gutem Leiterplatten-Wärmedesign könnte ein separater Kühlkörper nicht notwendig sein, aber eine sorgfältige thermische Analyse ist dennoch erforderlich.

13. Praktische Design- und Anwendungsbeispiele

Beispiel 1: Notausgangsschild-Leuchte

Ein Ingenieur entwirft eine flache, energieeffiziente Notausgangsleuchte. Er wählt eine Shwo(F)-LED in Neutralweiß (z.B. ELSWF-J71NX-...), betrieben mit 350mA, um die erforderliche Helligkeit mit hoher Effizienz zu erreichen. Das kompakte SMT-Gehäuse ermöglicht einen sehr dünnen Lichtmotor. Die MSL-1-Bewertung vereinfacht den Montageprozess in seiner Fabrik. Er entwirft eine zweilagige Leiterplatte mit einer großen Kupferebene auf der Unterseite, die über eine Anordnung von Durchkontaktierungen mit dem Wärmesenkenpad der LED verbunden ist, um sicherzustellen, dass die Sperrschichttemperatur für langfristige Zuverlässigkeit niedrig bleibt.

Beispiel 2: Hochregallager-Industriebeleuchtung

Für eine Hochleistungs-Industrieleuchte wählt der Designer die Super-High-Helligkeits-Serienvariante, betrieben mit 1200mA. Mehrere LEDs sind auf einer Metallkern-Leiterplatte (MCPCB) angeordnet, die dann an einem großen Aluminium-Strangpressprofil-Kühlkörper befestigt wird. Der Treiber wird ausgewählt, um einen konstanten Strom von 1200mA zu liefern, mit einem Spannungsbereich, der hoch genug ist, um eine Reihe von 12 in Serie geschalteten LEDs zu versorgen. Das detaillierte Farbort-Binning (der "1234"-Code) wird für alle gekauften LEDs identisch spezifiziert, um einheitliches weißes Licht über die gesamte Leuchte ohne sichtbare Farbvariation sicherzustellen.

14. Einführung in das Funktionsprinzip

Leuchtdioden (LEDs) sind Halbleiterbauteile, die Licht durch Elektrolumineszenz emittieren. Wenn eine Vorwärtsspannung an den p-n-Übergang angelegt wird, rekombinieren Elektronen und Löcher innerhalb des Halbleitermaterials und setzen Energie in Form von Photonen frei. Die Wellenlänge (Farbe) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des Halbleitermaterials bestimmt. Für weiße LEDs wie die Shwo(F)-Serie ist ein blauer LED-Chip mit einer Phosphorschicht beschichtet. Ein Teil des blauen Lichts wird durch den Phosphor in längere Wellenlängen (gelb, rot) umgewandelt, und die Mischung aus blauem und umgewandeltem Licht wird vom menschlichen Auge als weiß wahrgenommen. Die spezifische Mischung der Phosphore bestimmt die Farbtemperatur (CCT) des weißen Lichts.

15. Technologietrends und Entwicklungen

Die Festkörperbeleuchtungsindustrie entwickelt sich weiterhin entlang mehrerer relevanter Trends für Komponenten wie die Shwo(F)-Serie:

Die Shwo(F)-Serie, mit ihrem Fokus auf hohe Helligkeit, robusten Schutz und umfassendes Binning, entspricht der Marktnachfrage nach zuverlässigen, leistungsstarken und konsistenten Lichtquellen für professionelle Beleuchtungsanwendungen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.