Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektrische und optische Eigenschaften
- 3. Spezifikation des Binning-Systems
- 3.1 Lichtstärke-Binning
- 3.2 Dominantes Wellenlängen-Binning
- 4. Analyse der Leistungskurven
- 5. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 6. Löt- und Montagerichtlinien
- 6.1 Anschlussdraht-Formgebung und Handhabung
- 6.2 Lötprozess
- 6.3 Lagerung und Reinigung
- 7. Verpackungs- und Bestellinformationen
- 8. Anwendungsempfehlungen
- 8.1 Typische Anwendungsszenarien
- 8.2 Schaltungsentwurfsüberlegungen
- 8.3 Vorsichtsmaßnahmen für kritische Anwendungen
- 9. Elektrostatische Entladung (ESD) und Handhabungsvorsichtsmaßnahmen
- 10. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 11. Häufig gestellte Fragen (FAQs)
- 11.1 Kann ich diese LED ohne einen Reihenwiderstand betreiben?
- 11.2 Warum gibt es einen Bereich für die Lichtstärke (680-1900 mcd)?
- 11.3 Was ist der Unterschied zwischen Peak-Wellenlänge und dominanter Wellenlänge?
- 12. Design- und Anwendungsfallstudie
- 13. Einführung in das Funktionsprinzip
- 14. Technologietrends
1. Produktübersicht
Dieses Dokument erläutert die Spezifikationen einer leistungsstarken, grünen Leuchtdiode (LED) in einem standardmäßigen T-1 (3mm) Durchsteckgehäuse. Das Bauteil ist für allgemeine Anzeige- und Beleuchtungsanwendungen konzipiert, bei denen hohe Helligkeit, niedriger Stromverbrauch und zuverlässige Leistung erforderlich sind. Seine Kernvorteile umfassen RoHS-Konformität, hohe Lichtausbeute und Kompatibilität mit Niedrigstrom-Treiberkreisen, was es für eine breite Palette von Konsumelektronik, Industrie-Steuerungen und Frontplattenanzeigen geeignet macht.
2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter
2.1 Absolute Maximalwerte
Die Betriebsgrenzen des Bauteils sind bei einer Umgebungstemperatur (TA) von 25°C definiert. Der maximale Dauer-Durchlassstrom beträgt 30 mA, wobei ein Spitzen-Durchlassstrom von 100 mA unter gepulsten Bedingungen zulässig ist (1/10 Tastverhältnis, 0,1ms Pulsbreite). Die maximale Verlustleistung beträgt 108 mW. Der Betriebstemperaturbereich reicht von -30°C bis +80°C, und der Lagertemperaturbereich von -40°C bis +100°C. Beim Lösen können die Anschlussdrähte 260°C für maximal 5 Sekunden standhalten, gemessen 1,6mm vom LED-Körper entfernt.
2.2 Elektrische und optische Eigenschaften
Die wichtigsten Leistungsparameter werden bei TA=25°C und einem Durchlassstrom (IF) von 20 mA gemessen. Die Lichtstärke (IV) reicht von einem Minimum von 680 mcd bis zu einem typischen Wert von 1900 mcd. Der Abstrahlwinkel (2θ1/2) beträgt typischerweise 40 Grad. Das Bauteil emittiert grünes Licht mit einer Peak-Emissionswellenlänge (λP) von 523 nm und einer dominanten Wellenlänge (λd) im Bereich von 520 nm bis 538 nm. Die Durchlassspannung (VF) liegt zwischen 2,7V und 3,8V, mit einem typischen Wert von 3,3V. Der Sperrstrom (IR) beträgt maximal 10 μA bei einer Sperrspannung (VR) von 5V. Es ist entscheidend zu beachten, dass das Bauteil nicht für den Betrieb unter Sperrvorspannung ausgelegt ist; die VR-Bedingung dient nur zur IR-Prüfung.
3. Spezifikation des Binning-Systems
Die LEDs werden basierend auf Lichtstärke und dominanter Wellenlänge in Bins eingeteilt, um Farb- und Helligkeitskonsistenz in Anwendungen sicherzustellen.
3.1 Lichtstärke-Binning
Die Einheiten sind in Millicandela (mcd) bei 20 mA. Es werden zwei Haupt-Bins definiert: Bin NP (680 mcd bis 1150 mcd) und Bin QR (1150 mcd bis 1900 mcd). Für jede Bin-Grenze gilt eine Toleranz von ±15%.
3.2 Dominantes Wellenlängen-Binning
Die Einheiten sind in Nanometern (nm) bei 20 mA. Es werden fünf Bins definiert: G10 (520,0-523,0 nm), G11 (523,0-527,0 nm), G12 (527,0-531,0 nm), G13 (531,0-535,0 nm) und G14 (535,0-538,0 nm). Für jede Bin-Grenze gilt eine Toleranz von ±1 nm.
4. Analyse der Leistungskurven
Obwohl spezifische grafische Daten im Textauszug nicht bereitgestellt werden, würden typische Leistungskurven für solche LEDs den Zusammenhang zwischen Durchlassstrom (IF) und Durchlassspannung (VF) zeigen, der die exponentielle Kennlinie der Diode darstellt. Eine weitere entscheidende Kurve würde die Lichtstärke (IV) über dem Durchlassstrom (IF) auftragen und den nahezu linearen Zusammenhang im Betriebsbereich demonstrieren. Der Einfluss der Umgebungstemperatur auf die Lichtstärke ist ebenfalls signifikant und zeigt typischerweise eine Abnahme der Ausgangsleistung bei steigender Temperatur. Die spektrale Verteilungskurve würde um den 523 nm-Peak zentriert sein, mit einer typischen Halbwertsbreite (Δλ) von 35 nm, die die Reinheit der grünen Farbe definiert.
5. Mechanische und Gehäuseinformationen
Das Bauteil verwendet ein verbreitetes T-1 (3mm Durchmesser) Durchsteckgehäuse mit einer weißen Streulinse. Wichtige dimensionale Hinweise sind: Alle Maße sind in Millimetern, mit einer allgemeinen Toleranz von ±0,25mm, sofern nicht anders angegeben. Der maximale Harzüberstand unter dem Flansch beträgt 1,0mm. Der Anschlussdrahtabstand wird an der Stelle gemessen, an der die Drähte aus dem Gehäusekörper austreten. Die Streulinse trägt im Vergleich zu klaren Linsen dazu bei, einen breiteren und gleichmäßigeren Abstrahlwinkel zu erreichen.
6. Löt- und Montagerichtlinien
6.1 Anschlussdraht-Formgebung und Handhabung
Die Formgebung der Anschlussdrähte muss bei normaler Raumtemperatur undvordem Lötprozess erfolgen. Die Biegung muss mindestens 1,6mm von der Basis der LED-Linse entfernt vorgenommen werden. Die Basis des Anschlussdrahtrahmens darf während des Biegens nicht als Drehpunkt verwendet werden, um eine Spannungsübertragung auf den internen Chip und die Bonddrähte zu vermeiden. Während der Leiterplattenmontage sollte eine minimale Klammerkraft verwendet werden.
6.2 Lötprozess
Zwischen der Basis der Linse und dem Lötpunkt muss ein Mindestabstand von 1,6mm eingehalten werden. Das Eintauchen der Linse in das Lot muss vermieden werden, um ein Aufkriechen des Epoxidharzes zu verhindern, was zu Lötproblemen führen kann. Das Korrigieren der LED-Position nach dem Löten ist ebenfalls untersagt. Empfohlene Bedingungen sind:
- Lötkolben:Temperatur max. 400°C, Zeit max. 3 Sekunden (nur einmal).
- Wellenlöten:Vorwärmen max. 120°C für max. 60 Sek., Lötwellenbad bei max. 260°C für max. 5 Sek.
6.3 Lagerung und Reinigung
Für die Lagerung außerhalb der Originalverpackung wird eine Verwendung innerhalb von drei Monaten empfohlen. Für eine längere Lagerung sollte ein verschlossener Behälter mit Trockenmittel oder eine Stickstoffatmosphäre verwendet werden. Falls eine Reinigung erforderlich ist, sollten alkoholbasierte Lösungsmittel wie Isopropylalkohol verwendet werden.
7. Verpackungs- und Bestellinformationen
Der Standard-Verpackungsablauf ist: 1.000 Stück pro antistatischem Verpackungsbeutel. Zehn Beutel werden in einen Innenkarton gepackt, insgesamt 10.000 Stück pro Innenkarton. Acht Innenkartons werden in einen äußeren Versandkarton gepackt, was insgesamt 80.000 Stück pro Außenkarton ergibt. Der Lichtstärke-Klassifizierungscode ist auf jedem Verpackungsbeutel zur Rückverfolgbarkeit aufgedruckt.
8. Anwendungsempfehlungen
8.1 Typische Anwendungsszenarien
Diese LED ist für gewöhnliche elektronische Geräte bestimmt, einschließlich Büroautomationsgeräten, Kommunikationsgeräten und Haushaltsgeräten. Ihre hohe Helligkeit macht sie geeignet für Statusanzeigen, Hintergrundbeleuchtung von Frontplatten und Schaltern sowie dekorative Beleuchtung, bei der ein deutliches grünes Signal erforderlich ist.
8.2 Schaltungsentwurfsüberlegungen
LEDs sind strombetriebene Bauteile. Um eine gleichmäßige Helligkeit beim parallelen Betrieb mehrerer LEDs sicherzustellen, wird dringend empfohlen, einen strombegrenzenden Widerstand in Reihe mit jeder LED zu verwenden (Schaltungsmodell A). Das parallele Betreiben mehrerer LEDs ohne individuelle Widerstände (Schaltungsmodell B) kann aufgrund von Schwankungen in der Durchlassspannung (VF) einzelner Bauteile zu erheblichen Helligkeitsunterschieden führen. Der Wert des Reihenwiderstands kann mit dem Ohmschen Gesetz berechnet werden: R = (VVersorgung- VF) / IF, wobei IFder gewünschte Treiberstrom ist (z.B. 20mA).
8.3 Vorsichtsmaßnahmen für kritische Anwendungen
Konsultieren Sie den Lieferanten, bevor Sie diese LED in Anwendungen einsetzen, die außergewöhnliche Zuverlässigkeit erfordern, insbesondere wenn ein Ausfall Leben oder Gesundheit gefährden könnte (z.B. Luftfahrt, Medizinsysteme, Sicherheitseinrichtungen).
9. Elektrostatische Entladung (ESD) und Handhabungsvorsichtsmaßnahmen
LEDs sind empfindlich gegenüber elektrostatischer Entladung und Spannungsspitzen. Es wird empfohlen, beim Umgang ein Erdungsarmband oder antistatische Handschuhe zu verwenden. Alle Geräte, einschließlich Lötkolben und Arbeitsplatten, müssen ordnungsgemäß geerdet sein. Vermeiden Sie jegliche mechanische Belastung der Anschlussdrähte, insbesondere wenn das Bauteil während des Lötens erhitzt ist.
10. Technischer Vergleich und Differenzierung
Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale dieses Bauteils in seiner Klasse sind sein hoher Lichtstärkebereich (bis zu 1900 mcd) aus einem standardmäßigen T-1-Gehäuse, der erhebliche Helligkeit in einem gängigen Formfaktor bietet. Der Einsatz von InGaN (Indiumgalliumnitrid)-Technologie ermöglicht eine effiziente grüne Emission. Die definierte Binning-Struktur für sowohl Intensität als auch Wellenlänge ermöglicht es Konstrukteuren, Bauteile für Anwendungen auszuwählen, die eine enge Farb- und Helligkeitsabstimmung erfordern, wodurch die Notwendigkeit einer nachträglichen Kalibrierung reduziert wird.
11. Häufig gestellte Fragen (FAQs)
11.1 Kann ich diese LED ohne einen Reihenwiderstand betreiben?
Nein. Der Betrieb einer LED direkt an einer Spannungsquelle wird nicht empfohlen, da es sich um ein stromgesteuertes Bauteil handelt. Die geringe Variation der Durchlassspannung kann eine große Stromänderung verursachen, die möglicherweise den Maximalwert überschreitet und die LED zerstört. Ein Reihenwiderstand ist für einen stabilen und sicheren Betrieb unerlässlich.
11.2 Warum gibt es einen Bereich für die Lichtstärke (680-1900 mcd)?
Der Bereich repräsentiert die Binning-Struktur. Aufgrund von Fertigungsprozessschwankungen werden LEDs nach der Produktion basierend auf gemessener Leistung sortiert (gebinned). Das Datenblatt gibt die minimalen und maximalen Grenzen für verfügbare Bins (NP und QR) an. Konstrukteure sollten die ±15%-Toleranz innerhalb eines Bins berücksichtigen, wenn sie für einen bestimmten Helligkeitswert entwerfen.
11.3 Was ist der Unterschied zwischen Peak-Wellenlänge und dominanter Wellenlänge?
Die Peak-Wellenlänge (λP) ist die Wellenlänge, bei der die spektrale Leistungsverteilung maximal ist (523 nm für diese LED). Die dominante Wellenlänge (λd) wird aus dem CIE-Farbraumdiagramm abgeleitet und repräsentiert die einzelne Wellenlänge des monochromatischen Lichts, die, kombiniert mit einem spezifizierten weißen Referenzlicht, der Farbe der LED entspricht. Es ist die wahrgenommene Farbe. Der dominante Wellenlängenbereich liegt bei 520-538 nm.
12. Design- und Anwendungsfallstudie
Szenario:Entwurf einer Multi-Indikator-Statusanzeige für Industrieanlagen, die 10 gleichmäßig helle grüne LEDs erfordert.Designschritte:1. Wählen Sie LEDs aus demselben Lichtstärke-Bin (z.B. QR) und einem engen dominanten Wellenlängen-Bin (z.B. G11) für Konsistenz. 2. Die Stromversorgung ist 5V DC. 3. Unter Verwendung des typischen VF-Werts von 3,3V und eines Ziel-IF-Werts von 20 mA, berechnen Sie den Reihenwiderstand: R = (5V - 3,3V) / 0,02A = 85 Ohm. Ein Standard-82-Ohm- oder 100-Ohm-Widerstand kann verwendet werden, wobei der Strom leicht angepasst wird. 4. Implementieren Sie Schaltungsmodell A, verwenden Sie einen Widerstand pro LED. 5. Stellen Sie während des Leiterplattenlayouts den empfohlenen Abstand von 1,6mm zwischen dem LED-Körper und dem Lötpad sicher. 6. Befolgen Sie das Wellenlötprofil genau. Dieser Ansatz gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb und ein einheitliches Erscheinungsbild.
13. Einführung in das Funktionsprinzip
Eine Leuchtdiode (LED) ist eine Halbleiter-p-n-Übergangsdiode. Wenn eine Durchlassspannung angelegt wird, werden Elektronen aus dem n-Typ-Bereich und Löcher aus dem p-Typ-Bereich in den Übergangsbereich injiziert. Wenn diese Ladungsträger rekombinieren, wird Energie in Form von Photonen (Licht) freigesetzt. Die Farbe (Wellenlänge) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des Halbleitermaterials bestimmt. Diese spezifische LED verwendet einen InGaN (Indiumgalliumnitrid)-Verbindungshalbleiter, der so konstruiert ist, dass er eine Bandlücke aufweist, die der Emission von grünem Licht entspricht.
14. Technologietrends
Die LED-Industrie schreitet weiterhin in Bezug auf Effizienz (Lumen pro Watt) voran, was höhere Helligkeit bei geringerem Stromverbrauch ermöglicht. Es gibt einen Trend zu engeren Binning-Toleranzen sowohl für Farbe als auch für Lichtstrom, um den Anforderungen von Anwendungen wie Vollfarbdisplays und Architekturbeleuchtung gerecht zu werden, bei denen Konsistenz von größter Bedeutung ist. Während Durchsteckgehäuse wie das T-1 für Prototyping, Hobbyanwendungen und bestimmte industrielle Anwendungen beliebt bleiben, dominieren oberflächenmontierbare (SMD) Gehäuse die Massenproduktion aufgrund ihrer geringeren Größe und Eignung für automatisierte Montage. Die zugrunde liegende InGaN-Technologie für grüne und blaue LEDs ist ausgereift, verzeichnet aber weiterhin inkrementelle Verbesserungen in Effizienz und Zuverlässigkeit.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |