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LTL30EGRPJ Datenblatt für bedrahtete zweifarbige LED - T-1 3/4-Gehäuse - Typischer Wert 2,1V - Rot/Grün - 78mW - Technisches Dokument

LTL30EGRPJ Vollständiges technisches Datenblatt für eine zweifarbige (Rot/Grün) Durchsteck-LED mit gemeinsamer Kathode. Enthält Spezifikationen, Nennwerte, Eigenschaften, Binning, Gehäuse und Anwendungshinweise.
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PDF-Dokumentendeckel - LTL30EGRPJ Through-Hole Bicolor LED Datenblatt - T-1 3/4 Gehäuse - Typ. 2.1V - Rot/Grün - 78mW - Chinesisches Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der LTL30EGRPJ ist eine zweifarbige, gemeinkathodige Durchsteck-LED-Anzeige, die speziell für Statusanzeigen und visuelle Signalgeberanwendungen entwickelt wurde. Er verwendet ein verbreitetes T-1 3/4 (ca. 5 mm) gestreutes Gehäuse und integriert intern rote und grüne LED-Chips. Diese Konfiguration ermöglicht es einem einzelnen Bauteil, zwei verschiedene Farben anzuzeigen, gesteuert durch seine gemeinkathodige Anschlussanordnung. Das Bauteil zeichnet sich durch niedrigen Leistungsverbrauch, hohe Lichtausbeute, Konformität mit bleifreien und RoHS-Umweltstandards aus und eignet sich für ein breites Spektrum moderner Elektronikdesigns.

1.1 Kernvorteile

1.2 Zielmarkt und Anwendungen

Diese LED ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für zahlreiche Branchen, die zuverlässige, kostengünstige Statusanzeigen benötigen. Ihre Hauptanwendungsgebiete umfassen:

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Ein tiefgreifendes Verständnis der elektrischen und optischen Parameter ist entscheidend für einen zuverlässigen Schaltungsentwurf und das Erreichen der gewünschten Leistung.

2.1 Absolute Maximalwerte

Diese Nennwerte definieren die Belastungsgrenzen, die zu einer dauerhaften Beschädigung des Bauteils führen können. Ein Betrieb unter oder über diesen Grenzen wird nicht garantiert.

2.2 Elektrische und optische Eigenschaften

Dies sind typische Leistungsparameter, gemessen bei TA=25°C und IF=20mA, die als Grundlage für Entwurfsberechnungen dienen.

3. Binning-System-Spezifikationen

Um natürliche Schwankungen im Halbleiterherstellungsprozess zu handhaben, werden LEDs nach Leistung sortiert. Dies stellt sicher, dass Entwickler Bauteile mit konsistenter Lichtleistung innerhalb spezifizierter Grenzen erhalten.

Der LTL30EGRPJ verwendet für seinen grünen und roten Chip separate Sortiercodes basierend auf der bei 20mA gemessenen Lichtstärke.

Kritische Toleranz:Jedes Bin hat eine Grenzwerttoleranz von ±30%. Das bedeutet, dass ein Bauteil des HJ-Bins (180-310 mcd) bei der Verifizierung einen gemessenen Wert von nur 126 mcd (180 - 30%) oder bis zu 403 mcd (310 + 30%) aufweisen kann. Entwickler müssen diese potenzielle Helligkeitsverteilung berücksichtigen, wenn sie den für ihre Anwendung erforderlichen Mindesthelligkeitspegel spezifizieren.

4. Analyse der Leistungskurven

Obwohl im Datenblatt auf spezifische grafische Kurven verwiesen wird (typische elektrische/optische Kennlinien auf Seite 4/9), stellen deren grundlegende Beziehungen den Standard für das Verhalten von LEDs dar und sind für das Verständnis entscheidend.

4.1 Zusammenhang zwischen Durchlassstrom und Durchlassspannung (I-V-Kurve)

Eine LED ist eine Diode, die eine exponentielle I-V-Beziehung aufweist. Der bei 20mA spezifizierte VFBereich (1,6V bis 2,6V) unterstreicht diese Variation. Ein leichtes Überschreiten des typischen Spannungspunkts führt zu einem starken und möglicherweise zerstörerischen Anstieg des Stroms. Dies betont die absolute Notwendigkeit, einen seriengeschalteten Strombegrenzungswiderstand oder eine Konstantstromquelle (anstelle einer Konstantspannungsquelle) für den sicheren Betrieb der LED zu verwenden.

4.2 Beziehung zwischen Lichtstärke und Durchlassstrom

Die Lichtstärke ist in etwa proportional zum Durchlassstrom. Ein Betrieb unter 20mA verringert die Helligkeit; ein Betrieb darüber (bis zum Maximalwert von 30mA) erhöht die Helligkeit, steigert aber auch die Leistungsaufnahme und die Sperrschichttemperatur, was die Lebensdauer beeinträchtigen und zu Farbverschiebungen führen kann. Durch Pulsbetrieb mit höheren Spitzenströmen (innerhalb des Nennwerts von 60mA) kann eine sehr hohe momentane Helligkeit erreicht werden.

4.3 Temperaturabhängigkeit

Die LED-Leistung ist temperaturabhängig. Mit steigender Sperrschichttemperatur:

Eine ordnungsgemäße Wärmemanagement durch PCB-Layout-Design und Einhaltung der Verlustleistungsgrenzen ist für eine stabile Leistung entscheidend.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Abmessungen

Das Bauteil entspricht dem standardmäßigen T-1 3/4-Radialgehäuse. Wichtige in der Spezifikation angegebene Abmessungen umfassen:

Konstrukteure sollten die detaillierte Maßzeichnung auf Seite 2/9 des Originaldokuments für genaue Messwerte zu Linsendurchmesser, Gehäuselänge, Anschlussdurchmesser und Biegestelle konsultieren.

5.2 Polaritätskennzeichnung

Als Common-Cathode-Bauteil sind die beiden LED-Anoden getrennt, die Kathoden sind intern mit einem Anschluss verbunden. Die Polarität wird typischerweise wie folgt gekennzeichnet:

Die korrekte Polungserkennung ist entscheidend, um eine umgekehrte Verbindung zu verhindern, die die LED beschädigen könnte.

6. Richtlinien für Löten, Montage und Handhabung

Die Einhaltung dieser Richtlinien ist entscheidend, um die Zuverlässigkeit während des Fertigungsprozesses zu gewährleisten und Schäden zu verhindern.

6.1 Lagerbedingungen

LEDs sollten in einer Umgebung von nicht mehr als 30°C und 70% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Wenn sie der ursprünglichen Feuchtigkeitsschutzverpackung entnommen werden, sollten sie innerhalb von drei Monaten verwendet werden. Für eine langfristige Lagerung außerhalb des Originalbeutels müssen sie in einem luftdichten Behälter mit Trockenmittel oder einem Stickstofftrockner aufbewahrt werden, um Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern, die während des Lötprozesses zu "Popcorn"-Effekten (Gehäuserissbildung) führen kann.

6.2 Anschlussformung

Wenn die Anschlüsse zum Einfügen in die PCB gebogen werden müssen, muss der Biegepunkt mindestens 3 mm von der Wurzel der LED-Linse entfernt sein. Die Wurzel des Leadframes darf nicht als Drehpunkt verwendet werden. Alle Formungsvorgänge müssen bei Raumtemperatur undvor dem Lötprozess abgeschlossen sein, um die Übertragung von Spannungen auf die Lötstelle zu vermeiden.

6.3 Lötverfahren

Wichtige Regeln:Halten Sie einen Mindestabstand von 2 mm von der Wurzel der Epoxidharzlinse bis zum Lötpunkt ein. Die Linse darf niemals in das Lot getaucht werden.

Warnung:Übermäßige Temperatur oder Zeit kann die Epoxidharzlinse schmelzen oder verformen, interne Bonddrähte verschlechtern und zu katastrophalen Ausfällen führen.

6.4 Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD)

LEDs sind anfällig für Schäden durch elektrostatische Entladung. Die Implementierung eines umfassenden ESD-Kontrollprogramms wird empfohlen:

7. Verpackung und Bestellinformationen

Die Standardverpackungskonfiguration ist für die Großserienfertigung ausgelegt.

Bei Versandchargen kann nur die Endverpackung eine nicht vollständige Menge enthalten. Die Teilenummer LTL30EGRPJ identifiziert eindeutig diese zweifarbige, gemeinsame Kathode, T-1 3/4, rot/grüne gestreute LED.

8. Anwendungsschaltungsentwurf und -empfehlungen

8.1 Prinzip der Ansteuerungsmethode

Eine LED ist ein stromgesteuertes Bauteil. Ihre Helligkeit wird durch den durch sie fließenden Strom bestimmt, nicht durch die anliegende Spannung. Daher ist das Hauptziel der Treiberschaltung die Regelung des Stroms.

8.2 Empfohlene Schaltung

Im Datenblatt dringend empfohlenSchaltungsmodell A: Verwenden Sie einen separaten, dedizierten Vorwiderstand in Reihe mitjedemLED (oder jedem Farbkanal einer zweifarbigen LED).

Der Vorwiderstand (RLIMIT) wird wie folgt berechnet:
Verwenden Sie die Formel: RLIMIT= (VSUPPLY- VF) / IF
Dabei gilt:

Beispiel für eine 5-V-Stromversorgung: RLIMIT= (5 V - 2,6 V) / 0,02 A = 2,4 V / 0,02 A = 120 Ω. Der nächsthöhere Standardwiderstandswert sollte gewählt werden (z. B. 120 Ω oder 150 Ω), und seine Nennleistung sollte überprüft werden (P = I2R).

8.3 Zu vermeidende Schaltungen

Das Datenblatt warnt vor der Verwendung vonSchaltungsmodell B: Mehrere LEDs werden direkt parallel geschaltet und teilen sich einen gemeinsamen Vorwiderstand. Aufgrund der natürlichen Schwankungen der Durchlassspannung (VF) der einzelnen LEDs (selbst innerhalb derselben Binning-Klasse) verteilt sich der Strom nicht gleichmäßig. Die LED mit der niedrigsten VFzieht überproportional mehr Strom, erscheint heller und kann ihre sicheren Betriebsgrenzen überschreiten, während andere LEDs dunkler bleiben. Dies führt zu ungleichmäßiger Helligkeit und reduzierter Zuverlässigkeit.

8.4 Designüberlegungen für Zweifarbenbetrieb

Für Common-Cathode-Bauteile:

9. Technical Comparison and Differentiation

Im Vergleich zu einfarbigen 5mm-LEDs oder SMD-Alternativen bietet der LTL30EGRPJ deutliche Vorteile:

10. Frequently Asked Questions (FAQ)

Q1: Kann ich diese LED ohne Vorwiderstand direkt von einem 3,3-V- oder 5-V-Mikrocontroller-Pin ansteuern?
A1: Nein, das ist gefährlich und würde höchstwahrscheinlich die LED oder den Mikrocontroller-Pin beschädigen.Die niedrige Durchlassspannung der LED (1,6 V–2,6 V) bedeutet, dass ein direkter Anschluss an 3,3 V oder 5 V zu einem übermäßigen Strom führen würde, der nur durch den geringen Innenwiderstand der LED und des MCU-Pins begrenzt wird. Ein Vorwiderstand in Reihe ist zwingend erforderlich, um den Strom auf einen sicheren Wert (z. B. 20 mA) zu begrenzen.

Q2: Warum ist der Bereich der Lichtstärke so breit (z. B. 180–520 mcd)? Wie kann ich eine einheitliche Helligkeit in meinem Produkt sicherstellen?
A2:Der breite Bereich ist auf Unterschiede im Halbleiterherstellungsprozess zurückzuführen. Ein Binning-System (z. B. HJ/KL für grün, GH/JK für rot) gruppiert sie. Um Konsistenz zu gewährleisten, müssen Sie beim Bestellen den gewünschten Binning-Code angeben. Für kritische Anwendungen bestellen Sie ein engeres Bin (z. B. nur KL-Bin für grün) und dimensionieren Ihre Schaltung so, dass sie selbst für LEDs am unteren Ende dieses Binning-Bereichs ausreichend Strom liefert.

Q3: Kann ich diese LED im Außenbereich verwenden?
A3:Das Datenblatt gibt an, dass sie für "Innen- und Außenbeschilderungs"-Anwendungen geeignet ist. Für den dauerhaften Einsatz im Freien sind jedoch zusätzliche Umweltschutzmaßnahmen zu berücksichtigen. Die Epoxidharzlinse bietet einen grundlegenden Feuchtigkeitsschutz, aber langfristige Exposition gegenüber UV-Sonnenlicht kann über die Jahre zu einer Vergilbung der Linse führen, was die Lichtleistung und Farbe leicht beeinträchtigt. Für raue Umgebungen wird das Aufbringen einer Konformal-Beschichtung auf der Leiterplatte oder die Verwendung eines gekapselten Gehäuses empfohlen.

Q4: Was passiert, wenn ich versehentlich die Polarität vertausche?
A4:Das Anlegen einer umgekehrten Spannung (z.B. -5V) kann zu einem hohen Sperrstrom führen (bei 5V bis zu den spezifizierten 100 µA) oder, wenn die Sperrspannung die Durchbruchspannungsfestigkeit des Bauteils (nicht spezifiziert, aber für LEDs typischerweise niedrig) überschreitet, zu einem sofortigen katastrophalen Ausfall (Kurzschluss) führen. Achten Sie stets auf die korrekte Polarität.

11. Practical Application Examples

Beispiel 1: Zweizustands-Panel-Anzeigeleuchte:In einem Netzwerkswitch kann der LTL30EGRPJ den Portstatus anzeigen. Grün = Link aktiv, Rot = Daten senden/empfangen, beide leuchten = Fehler/Kollision. Ein einfacher Mikrocontroller kann die beiden Anoden basierend auf den Statussignalen des PHY-Chips steuern.

Beispiel 2: Batterieladegerät-Anzeige:In einfachen Ladegeräten kann die LED Rot = Laden, Grün = Ladevorgang abgeschlossen anzeigen. Die Steuerschaltung schaltet die entsprechende Anode basierend auf Batteriespannungsschwellenwerten um.

Beispiel 3: Gemultiplexte Anzeigesegmente:In kostengünstigen Mehrfach-7-Segment-Anzeigen kann für jedes Segment eine zweifarbige LED verwendet werden. Durch Multiplexen der gemeinsamen Kathoden der Ziffern und sequentielles Ansteuern der Rot-/Grün-Anoden kann eine Anzeige erstellt werden, die Ziffern in zwei Farben zur Anzeige verschiedener Modi (z.B. Normal vs. Alarm) darstellen kann.

12. Working Principle

Eine Leuchtdiode (LED) ist ein Halbleiter-pn-Übergangsbauelement. Wenn eine Vorwärtsspannung angelegt wird, die die interne Potentialbarriere des Übergangs übersteigt, werden Elektronen aus dem n-Bereich und Löcher aus dem p-Bereich in den Übergangsbereich injiziert. Wenn diese Ladungsträger im aktiven Bereich rekombinieren, wird Energie in Form von Photonen (Licht) freigesetzt. Die Farbe (Wellenlänge) des emittierten Lichts wird durch die Bandlücke des im aktiven Bereich verwendeten Halbleitermaterials bestimmt. Der LTL30EGRPJ enthält zwei solcher Übergänge in einem Gehäuse: einer verwendet ein Material (wahrscheinlich AlInGaP), das rotes Licht (Spitze bei ca. 639 nm) emittiert, der andere ein Material (wahrscheinlich InGaN), das grünes Licht (Spitze bei ca. 573 nm) emittiert. Eine streuende Epoxidharzlinse dient zur Lichtstreuung für einen breiten Betrachtungswinkel und schützt gleichzeitig den Halbleiterchip.

13. Technologietrends

Durchsteckmontage-LEDs bleiben aufgrund ihrer Robustheit, einfachen Handhabung und niedrigen Kosten in vielen Anwendungen ein Grundpfeiler der Elektronik. Der breitere Branchentrend ist jedoch, dass die meisten neuen Designs zu oberflächenmontierbaren Bauteilen (SMD) übergehen, angetrieben durch den Bedarf an Miniaturisierung, höherer Leiterplattenbestückungsdichte und Produkten mit geringerer Bauhöhe. SMD-LEDs bieten eine bessere thermische Leistung auf der Leiterplatte, schnellere automatisierte Bestückung und einen kleineren Platzbedarf. Zweifarbige und mehrfarbige SMD-LEDs sind ebenfalls weit verbreitet verfügbar. Dennoch werden Durchsteckmontage-LEDs wie T-1 3/4 weiterhin Anwendungen dienen, die hohe mechanische Zuverlässigkeit, einfache manuelle Wartung, Alt-Designs oder die gewünschte vertikale Montage durch ein Panel erfordern. Die Technologie innerhalb des Gehäuses – die Effizienz und Helligkeit des Halbleiterchips – verbessert sich bei allen Gehäusetypen kontinuierlich und stetig.

Detaillierte Erklärung der LED-Spezifikationsbegriffe

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

I. Kernindikatoren der optoelektronischen Leistung

Terminologie Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum es wichtig ist
Lichtausbeute (Luminous Efficacy) lm/W (Lumen pro Watt) Der Lichtstrom, der pro Watt elektrischer Leistung erzeugt wird. Je höher der Wert, desto energieeffizienter. Direkt bestimmt es die Energieeffizienzklasse der Leuchte und die Stromkosten.
Lichtstrom (Luminous Flux) lm (Lumen) Die gesamte von einer Lichtquelle abgegebene Lichtmenge, umgangssprachlich "Helligkeit". Bestimmt, ob eine Leuchte hell genug ist.
Abstrahlwinkel (Viewing Angle) ° (Grad), z.B. 120° Der Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt; bestimmt die Breite des Lichtkegels. Beeinflusst den Beleuchtungsbereich und die Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur (CCT) K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Die Farbtemperatur des Lichts: niedrige Werte sind gelblich/warm, hohe Werte sind weißlich/kalt. Bestimmt die Lichtatmosphäre und die geeigneten Anwendungsbereiche.
Farbwiedergabeindex (CRI / Ra) Einheitenlos, 0–100 Die Fähigkeit einer Lichtquelle, die realen Farben von Objekten wiederzugeben. Ein Ra-Wert ≥80 ist optimal. Beeinflusst die Farbtreue; wird für anspruchsvolle Orte wie Kaufhäuser und Kunstgalerien verwendet.
Farborttoleranz (SDCM) MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-step" Ein quantitatives Maß für die Farbkonstanz. Je kleiner die Schrittanzahl, desto einheitlicher die Farbe. Gewährleistung, dass innerhalb derselben Leuchtencharge keine Farbunterschiede bestehen.
Dominant Wavelength nm (Nanometer), z.B. 620nm (Rot) Der einer farbigen LED-Farbe entsprechende Wellenlängenwert. Bestimmt den Farbton von monochromatischen LEDs wie Rot, Gelb oder Grün.
Spektrale Verteilung (Spectral Distribution) Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt die Intensitätsverteilung des von der LED emittierten Lichts über die verschiedenen Wellenlängen. Beeinflusst die Farbwiedergabe und Farbqualität.

II. Elektrische Parameter

Terminologie Symbol Einfache Erklärung Design Considerations
Forward Voltage (Forward Voltage) Vf Die minimale Spannung, die zum Leuchten einer LED benötigt wird, ähnlich einer "Startschwelle". Die Versorgungsspannung der Treiberschaltung muss ≥ Vf sein; bei Reihenschaltung mehrerer LEDs addieren sich die Spannungen.
Vorwärtsstrom (Forward Current) If Der Stromwert, bei dem die LED normal leuchtet. Oft wird eine Konstantstromquelle verwendet, der Strom bestimmt Helligkeit und Lebensdauer.
Maximaler Impulsstrom (Pulse Current) Ifp Kurzzeitig zulässiger Spitzenstrom für Dimmen oder Blitzlicht. Pulsbreite und Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, sonst droht Überhitzungsschaden.
Reverse Voltage Vr Die maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann. Wird sie überschritten, kann ein Durchschlag erfolgen. Im Schaltkreis müssen Verpolung oder Spannungsstöße verhindert werden.
Wärmewiderstand (Thermal Resistance) Rth (°C/W) Der Widerstand, mit dem Wärme vom Chip zum Lötpunkt gelangt. Ein niedrigerer Wert bedeutet eine bessere Wärmeableitung. Ein hoher Wärmewiderstand erfordert ein stärkeres Wärmeableitungsdesign, andernfalls steigt die Sperrschichttemperatur.
Elektrostatische Entladungsfestigkeit (ESD Immunity) V (HBM), z.B. 1000V Elektrostatische Entladungsfestigkeit: Je höher der Wert, desto geringer die Anfälligkeit für elektrostatische Beschädigung. In der Produktion müssen elektrostatische Schutzmaßnahmen getroffen werden, insbesondere bei hochempfindlichen LEDs.

III. Wärmemanagement und Zuverlässigkeit

Terminologie Schlüsselindikatoren Einfache Erklärung Auswirkungen
Junction Temperature Tj (°C) Die tatsächliche Betriebstemperatur innerhalb des LED-Chips. Pro 10°C Reduzierung kann sich die Lebensdauer verdoppeln; zu hohe Temperaturen führen zu Lichtstromrückgang und Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang (Lumen Depreciation) L70 / L80 (Stunden) Die Zeit, die benötigt wird, bis die Helligkeit auf 70 % oder 80 % des Anfangswerts abfällt. Direkte Definition der "Lebensdauer" einer LED.
Lichtstromerhaltung (Lumen Maintenance) % (z.B. 70%) Prozentsatz der verbleibenden Helligkeit nach einer bestimmten Nutzungsdauer. Charakterisiert die Fähigkeit, die Helligkeit über einen langen Zeitraum aufrechtzuerhalten.
Farbverschiebung (Color Shift) Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Das Ausmaß der Farbveränderung während des Gebrauchs. Beeinflusst die Farbkonstanz der Beleuchtungsszene.
Thermische Alterung (Thermal Aging) Verschlechterung der Materialeigenschaften Degradation des Verkapselungsmaterials aufgrund langfristiger Hitzeeinwirkung. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbveränderung oder offenem Schaltkreisausfall führen.

IV. Gehäuse und Materialien

Terminologie Häufige Typen Einfache Erklärung Merkmale und Anwendungen
Gehäusetypen EMC, PPA, Keramik Gehäusematerial, das den Chip schützt und optische sowie thermische Schnittstellen bereitstellt. EMC bietet gute Wärmebeständigkeit und niedrige Kosten; Keramik hat eine überlegene Wärmeableitung und lange Lebensdauer.
Chipstruktur Face-up, Flip Chip Anordnung der Chip-Elektroden. Flip-Chip bietet eine bessere Wärmeableitung und höhere Lichtausbeute, geeignet für Hochleistungsanwendungen.
Leuchtstoffbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Auf den blauen Chip aufgebracht, wandelt sie teilweise in gelbes/rotes Licht um, das zu weißem Licht gemischt wird. Unterschiedliche Leuchtstoffe beeinflussen Lichtausbeute, Farbtemperatur und Farbwiedergabe.
Linse/optisches Design Plan, Mikrolinse, Totalreflexion Die optische Struktur der Gehäuseoberfläche steuert die Lichtverteilung. Bestimmt den Abstrahlwinkel und die Lichtstärkeverteilungskurve.

V. Qualitätskontrolle und Binning

Terminologie Binning-Inhalte Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Binning Codes wie 2G, 2H Gruppierung nach Helligkeit, jede Gruppe hat einen minimalen/maximalen Lumenwert. Sicherstellen, dass die Helligkeit innerhalb derselben Produktcharge einheitlich ist.
Spannungsbinning Codes wie 6W, 6X Gruppierung nach Vorwärtsspannungsbereich. Erleichtert die Anpassung der Treiberspannung und erhöht die Systemeffizienz.
Farbklassifizierung 5-step MacAdam ellipse Gruppierung nach Farbkoordinaten, um sicherzustellen, dass die Farben in einem sehr engen Bereich liegen. Gewährleistung der Farbkonstanz, um Farbunterschiede innerhalb desselben Leuchtkörpers zu vermeiden.
Farbtemperaturklassifizierung 2700K, 3000K usw. Gruppierung nach Farbtemperatur, jede Gruppe hat einen entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllung der Farbtemperaturanforderungen für verschiedene Szenarien.

VI. Test und Zertifizierung

Terminologie Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lumen Maintenance Test Langzeitbetrieb unter konstanten Temperaturbedingungen, Aufzeichnung der Helligkeitsabschwächungsdaten. Dient zur Abschätzung der LED-Lebensdauer (in Kombination mit TM-21).
TM-21 Standard für die Lebensdauerprognose Lebensdauerprognose unter realen Einsatzbedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bereitstellung wissenschaftlicher Lebensdauervorhersagen.
IESNA Standard Standard der Illuminating Engineering Society Abdeckung optischer, elektrischer und thermischer Testmethoden. Branchenweit anerkannte Testgrundlage.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Sicherstellung, dass das Produkt keine schädlichen Stoffe (wie Blei, Quecksilber) enthält. Zugangsvoraussetzungen für den Eintritt in den internationalen Markt.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Zertifizierung der Energieeffizienz und Leistung von Beleuchtungsprodukten. Häufig bei staatlichen Beschaffungen und Förderprogrammen verwendet, um die Marktkonkurrenzfähigkeit zu steigern.