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LTPL-C034UVG405 UV-LED Datenblatt - 405nm Spitzenwellenlänge - 3,6V typ. Durchlassspannung - 4,4W max. Leistung - Technisches Dokument

Technisches Datenblatt für die Hochleistungs-UV-LED LTPL-C034UVG405. Enthält elektro-optische Kennwerte, absolute Grenzwerte, Bin-Codes, Zuverlässigkeitstests und Montagerichtlinien für UV-Härtungsanwendungen.
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PDF-Dokumentendeckel - LTPL-C034UVG405 UV-LED Datenblatt - 405nm Spitzenwellenlänge - 3,6V typ. Durchlassspannung - 4,4W max. Leistung - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Die LTPL-C034UVG405 ist eine Hochleistungs-Ultraviolett(UV)-Leuchtdiode (LED), die für anspruchsvolle Anwendungen wie UV-Härtung und andere gängige UV-Prozesse konzipiert ist. Dieses Produkt stellt eine energieeffiziente Alternative zu konventionellen UV-Lichtquellen dar und vereint die lange Betriebslebensdauer und Zuverlässigkeit der Festkörperbeleuchtung mit einer hohen Strahlungsleistung. Es ermöglicht größere Designflexibilität und eröffnet neue Möglichkeiten für die Festkörper-UV-Technologie, traditionelle UV-Systeme zu ersetzen.

1.1 Hauptmerkmale

2. Absolute Grenzwerte

Die folgenden Grenzwerte definieren die Limits, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Alle Parameter sind bei einer Umgebungstemperatur (Ta) von 25°C spezifiziert.

Wichtiger Hinweis:Der Betrieb der LED über längere Zeit unter Sperrspannungsbedingungen kann zu Bauteilschäden oder Ausfall führen.

3. Elektro-optische Kenngrößen

Die folgenden Kenngrößen werden bei Ta=25°C und einem Durchlassstrom (If) von 700mA gemessen, was einem typischen Betriebspunkt entspricht.

4. Bin-Code-System

Die LEDs werden basierend auf Schlüsselparametern in Bins eingeteilt, um Konsistenz in der Anwendung zu gewährleisten. Der Bin-Code ist auf jedem Verpackungsbeutel aufgedruckt.

4.1 Durchlassspannung (Vf) Binning

4.2 Strahlungsfluss (mW) Binning

4.3 Spitzenwellenlänge (Wp) Binning

5. Analyse der Kennlinien

Die folgenden typischen Kurven geben Aufschluss über das Verhalten des Bauteils unter verschiedenen Bedingungen (25°C Umgebung, sofern nicht anders angegeben).

5.1 Relativer Strahlungsfluss vs. Durchlassstrom

Diese Kurve zeigt, dass die Strahlungsleistung mit dem Durchlassstrom zunimmt, jedoch bei höheren Strömen aufgrund thermischer Effekte und des Efficiency Droop ein nichtlineares Verhalten aufweisen kann.

5.2 Relative spektrale Verteilung

Das Spektrum bestätigt das schmale Emissionsband um die Spitzenwellenlänge von 405nm, was charakteristisch für UV-LEDs ist und für das Härten spezifischer Photoinitiatoren geeignet ist.

5.3 Abstrahlcharakteristik (Abstrahlwinkel)

Die Abstrahlcharakteristik veranschaulicht den typischen Abstrahlwinkel von 130 Grad und zeigt die Intensitätsverteilung in Abhängigkeit vom Winkel zur optischen Achse.

5.4 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (I-V-Kennlinie)

Die I-V-Kennlinie zeigt den exponentiellen Zusammenhang zwischen Strom und Spannung der Diode, der für die Auslegung geeigneter Konstantstromtreiber entscheidend ist.

5.5 Relativer Strahlungsfluss vs. Sperrschichttemperatur

Dieses Diagramm verdeutlicht den negativen Einfluss einer steigenden Sperrschichttemperatur auf die Lichtleistung. Der Strahlungsfluss nimmt mit steigender Temperatur ab, was die Notwendigkeit eines effektiven Wärmemanagements unterstreicht.

5.6 Durchlassstrom-Derating-Kurve

Diese Kurve gibt den maximal zulässigen Durchlassstrom in Abhängigkeit von der Gehäusetemperatur (Tc) an. Um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten und eine Überschreitung der maximalen Sperrschichttemperatur zu verhindern, muss der Treiberstrom bei Betrieb in höheren Umgebungstemperaturen reduziert werden.

6. Zusammenfassung der Zuverlässigkeitstests

Das Bauteil hat eine umfassende Reihe von Zuverlässigkeitstests durchlaufen, wobei bei den Stichprobengrößen keine Ausfälle gemeldet wurden. Die Tests umfassen:

Schadenskriterien:Ein Bauteil gilt als ausgefallen, wenn sich nach dem Test die Durchlassspannung um mehr als ±10% verschoben hat oder der Strahlungsfluss um mehr als -30% von den bei typischem Strom gemessenen Anfangswerten abgenommen hat.

7. Mechanische und Montageinformationen

7.1 Abmessungen und Lötflächenlayout auf der Leiterplatte

Das Datenblatt enthält detaillierte mechanische Zeichnungen mit Abmessungen in Millimetern. Wichtige Hinweise umfassen:

7.2 Lötrichtlinien

Reflow-Lötprofil:Ein empfohlenes Temperaturprofil wird bereitgestellt, wobei die maximale Bauteiltemperatur 260°C nicht überschreiten sollte. Eine schnelle Abkühlrate von der Spitzentemperatur wird nicht empfohlen.

Handlöten:Maximal 300°C für maximal 2 Sekunden, nur einmal.

Allgemeine Hinweise:

7.3 Verpackung

Die LEDs werden auf Band und Rolle für die automatisierte Montage geliefert, konform mit den EIA-481-1-B Spezifikationen.

8. Anwendungsrichtlinien und Vorsichtsmaßnahmen

8.1 Ansteuerungsmethode

LEDs sind strombetriebene Bauteile. Um einen stabilen Betrieb und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, müssen sie von einer Konstantstromquelle und nicht von einer Konstantspannungsquelle angesteuert werden. Eine geeignete strombegrenzende Schaltung oder ein dedizierter LED-Treiber-IC ist unerlässlich.

8.2 Wärmemanagement

Angesichts der maximalen Verlustleistung von 4,4W und der Empfindlichkeit von Ausgangsleistung und Lebensdauer gegenüber der Sperrschichttemperatur ist eine effektive Kühlung entscheidend. Der niedrige thermische Widerstand (typ. 4,1 °C/W) von der Sperrschicht zum Lötpunkt erleichtert die Wärmeabfuhr, aber der gesamte thermische Pfad vom PCB zur Umgebung muss sorgfältig ausgelegt werden, insbesondere bei Betrieb mit hohen Strömen oder in warmer Umgebung.

8.3 Reinigung

Falls nach dem Löten eine Reinigung notwendig ist, verwenden Sie ausschließlich alkoholbasierte Lösungsmittel wie Isopropylalkohol. Die Verwendung nicht spezifizierter chemischer Reiniger kann das LED-Gehäusematerial beschädigen.

9. Technischer Vergleich und Designüberlegungen

9.1 Vorteile gegenüber konventionellen UV-Quellen

Im Vergleich zu Quecksilberdampflampen oder anderen konventionellen UV-Technologien bietet diese UV-LED:

9.2 Designüberlegungen für UV-Härtungssysteme

10. Häufig gestellte Fragen (FAQs)

10.1 Was ist der typische Betriebsstrom für diese LED?

Die elektro-optischen Kenngrößen und Bin-Codes sind bei einem Durchlassstrom (If) von 700mA spezifiziert, was als typischer Betriebspunkt angesehen wird, der Ausgangsleistung und Langlebigkeit ausbalanciert. Der absolute maximale Dauerstrom beträgt 1000mA, aber der Betrieb auf diesem Niveau erfordert ein exzellentes Wärmemanagement.

10.2 Wie wird der Strahlungsfluss gemessen?

Der Strahlungsfluss (in Milliwatt) ist die gesamte von der LED emittierte optische Leistung, gemessen mit einer Ulbricht-Kugel, die das Licht aus allen Winkeln einfängt. Dies unterscheidet sich vom Lichtstrom (Lumen), der durch die Empfindlichkeit des menschlichen Auges gewichtet wird und für UV-Quellen nicht anwendbar ist.

10.3 Können mehrere LEDs in Reihe oder parallel geschaltet werden?

Die Reihenschaltung ist bei Verwendung eines Konstantstromtreibers generell zu bevorzugen, da sie einen identischen Strom durch jede LED gewährleistet. Die Parallelschaltung wird ohne individuelle strombegrenzende Widerstände für jeden LED-Strang nicht empfohlen, da Unterschiede in der Durchlassspannung (Vf) zwischen den Bauteilen zu ungleichmäßiger Stromaufteilung und potenzieller Überlastung führen können.

10.4 Welchen Einfluss hat die Sperrschichttemperatur auf die Leistung?

Wie in den Kennlinien gezeigt, führt eine steigende Sperrschichttemperatur zu einer Abnahme der Strahlungsflussleistung (Efficiency Droop) und kann den langfristigen Degradationsprozess beschleunigen, was die Lebensdauer des Bauteils verringert. Die Aufrechterhaltung einer niedrigen Sperrschichttemperatur durch geeignete Kühlung ist für eine konstante Leistung und Zuverlässigkeit von größter Bedeutung.

11. Funktionsprinzip und Technologietrends

11.1 Grundlegendes Funktionsprinzip

Diese UV-LED ist ein Halbleiterbauteil. Wird eine Durchlassspannung angelegt, rekombinieren Elektronen und Löcher im aktiven Bereich des Halbleiterchips und setzen Energie in Form von Photonen frei. Die spezifischen Materialien (z.B. Galliumnitrid-basierte Verbindungen) und die Quantentopfstruktur sind darauf ausgelegt, Photonen im ultravioletten Spektrum, speziell um 405nm, zu erzeugen.

11.2 Branchentrends

Der UV-LED-Markt wird durch den Ersatz von Quecksilberlampen in Branchen wie Druck, Klebstoffe, Beschichtungen und Desinfektion vorangetrieben. Wichtige Trends sind die Steigerung der Ausgangsleistung (Strahlungsfluss) von Einzelemittern, Verbesserungen der Wall-Plug-Efficiency (WPE), die Entwicklung von kürzerwelligen UVC-LEDs zur Sterilisation und die Senkung der Kosten pro Milliwatt. Die LTPL-C034UVG405 passt in den Trend, robuste Hochleistungslösungen für industrielle Härtungsanwendungen bereitzustellen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.