Inhaltsverzeichnis
- 1. Produktübersicht
- 1.1 Kernvorteile
- 1.2 Zielmarkt und Anwendungen
- 2. Vertiefung der technischen Parameter
- 2.1 Absolute Maximalwerte
- 2.2 Elektro-optische Kenngrößen
- 3. Erklärung des Binning-Systems
- 3.1 Lichtstärke-Binning
- 3.2 Durchlassspannungs-Binning
- 3.3 Farbkombination
- 4. Analyse der Kennlinien
- 4.1 Relative Intensität vs. Wellenlänge
- 4.2 Richtcharakteristik
- 4.3 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (IV-Kennlinie)
- 4.4 Relative Intensität vs. Durchlassstrom
- 4.5 Farbkoordinaten vs. Durchlassstrom
- 4.6 Durchlassstrom vs. Umgebungstemperatur
- 5. Mechanische und Gehäuseinformationen
- 5.1 Gehäuseabmessungen
- 5.2 Polaritätskennzeichnung
- 6. Löt- und Bestückungsrichtlinien
- 6.1 Anschlussformung
- 6.2 Lagerbedingungen
- 6.3 Lötempfehlungen
- 7. Verpackungs- und Bestellinformationen
- 7.1 Verpackungsspezifikation
- 7.2 Etikettenerklärung
- 7.3 Modellnummernbezeichnung
- 8. Anwendungsvorschläge
- 8.1 Typische Anwendungsschaltungen
- 8.2 Designüberlegungen
- 9. Technischer Vergleich und Differenzierung
- 10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- 11. Praktisches Anwendungsbeispiel
- 12. Einführung in das Funktionsprinzip
- 13. Technologietrends
1. Produktübersicht
Dieses Dokument erläutert die Spezifikationen einer hochhellen weißen LED-Lampe. Das Bauteil ist in einem verbreiteten runden T-1 3/4-Gehäuse untergebracht und wurde entwickelt, um hohe Lichtleistung für verschiedene Anzeige- und Beleuchtungsanwendungen zu liefern. Das weiße Licht wird durch einen Phosphor-Konversionsprozess auf einem InGaN-Blau-Chip erzeugt, was zu typischen Farbkoordinaten gemäß der CIE-1931-Norm führt.
1.1 Kernvorteile
Die primären Vorteile dieser LED-Serie umfassen ihre hohe Lichtstärke, was sie für Anwendungen geeignet macht, die helles, gut sichtbares Licht erfordern. Das Bauteil verfügt über eine ESD-Festigkeit von bis zu 4 kV, was seine Robustheit beim Handling erhöht. Es entspricht relevanten Umweltvorschriften und ist in Bulk- oder auf Gurtband verpackt für die automatisierte Bestückung erhältlich.
1.2 Zielmarkt und Anwendungen
Diese LED zielt auf Anwendungen ab, die zuverlässige und helle optische Anzeigen erfordern. Typische Anwendungsfälle sind Meldetafeln, Statusanzeigen, Hintergrundbeleuchtung für kleine Displays und Markierungsleuchten, bei denen hohe Sichtbarkeit entscheidend ist.
2. Vertiefung der technischen Parameter
2.1 Absolute Maximalwerte
Das Bauteil darf nicht über diese Grenzwerte hinaus betrieben werden, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Wichtige Grenzwerte sind ein Dauer-Durchlassstrom (IF) von 30 mA, ein Spitzen-Durchlassstrom (IFP) von 100 mA unter gepulsten Bedingungen (1/10 Tastverhältnis @ 1 kHz) und eine maximale Sperrspannung (VR) von 5 V. Die Verlustleistung (Pd) ist mit 110 mW angegeben. Der Betriebstemperaturbereich (Topr) liegt zwischen -40 °C und +85 °C, der Lagerbereich (Tstg) zwischen -40 °C und +100 °C. Die maximale Löttemperatur beträgt 260 °C für 5 Sekunden.
2.2 Elektro-optische Kenngrößen
Diese Parameter werden unter Standardtestbedingungen von 25 °C Umgebungstemperatur und einem Durchlassstrom von 20 mA gemessen. Die Durchlassspannung (VF) liegt typischerweise zwischen 2,8 V und 3,6 V. Die Lichtstärke (IV) hat einen typischen Bereich von 22.500 mcd bis 36.000 mcd. Der Abstrahlwinkel (2θ1/2) beträgt etwa 15 Grad, was auf einen relativ fokussierten Lichtkegel hindeutet. Die typischen Farbkoordinaten sind x=0,30, y=0,29. Eine Zener-Diode ist mit einer Sperrspannung (Vz) von 5,2 V bei 5 mA integriert, und der Sperrstrom (IR) beträgt maximal 50 µA bei 5 V.
3. Erklärung des Binning-Systems
Das Produkt wird in Bins eingeteilt, um die Konsistenz wichtiger Parameter sicherzustellen.
3.1 Lichtstärke-Binning
Die Lichtstärke ist in zwei Haupt-Bins unterteilt: Bin 'Y' (22.500 - 28.500 mcd) und Bin 'Z' (28.500 - 36.000 mcd), beide gemessen bei IF=20 mA. Eine allgemeine Toleranz von ±10 % gilt.
3.2 Durchlassspannungs-Binning
Die Durchlassspannung ist in vier Bins kategorisiert: 0 (2,8-3,0 V), 1 (3,0-3,2 V), 2 (3,2-3,4 V) und 3 (3,4-3,6 V). Die Messunsicherheit beträgt ±0,1 V.
3.3 Farbkombination
Die Farbe wird durch eine Kombinationsgruppe definiert. Für dieses Produkt ist die Gruppe als '4' spezifiziert, was den auf dem CIE-Diagramm eingezeichneten Farbbins A0, B5 und B6 entspricht.
4. Analyse der Kennlinien
Das Datenblatt enthält mehrere Kennlinien, die das Verhalten des Bauteils unter variierenden Bedingungen veranschaulichen.
4.1 Relative Intensität vs. Wellenlänge
Diese Kurve zeigt die spektrale Leistungsverteilung des weißen Lichtausgangs, die aufgrund der Phosphor-Konversion breit ist, im blauen Bereich des Chips ihren Peak hat und über das gesamte sichtbare Spektrum emittiert.
4.2 Richtcharakteristik
Das Polardiagramm veranschaulicht die räumliche Verteilung der Lichtintensität und bestätigt den 15-Grad-Abstrahlwinkel mit einem typischen Lambert'schen oder nahezu Lambert'schen Emissionsprofil.
4.3 Durchlassstrom vs. Durchlassspannung (IV-Kennlinie)
Dieses Diagramm zeigt die exponentielle Beziehung zwischen Strom und Spannung, die für den Entwurf einer geeigneten strombegrenzenden Schaltung entscheidend ist. Die Kurve hilft, den dynamischen Widerstand der LED zu bestimmen.
4.4 Relative Intensität vs. Durchlassstrom
Diese Kurve zeigt, wie die Lichtausgabe mit dem Treiberstrom zunimmt. Sie ist im empfohlenen Betriebsbereich im Allgemeinen linear, kann aber bei höheren Strömen sättigen oder abnehmen.
4.5 Farbkoordinaten vs. Durchlassstrom
Diese Darstellung zeigt, wie sich der Farbpunkt (x, y Koordinaten) mit Änderungen des Treiberstroms verschieben kann, was für farbkritische Anwendungen wichtig ist.
4.6 Durchlassstrom vs. Umgebungstemperatur
Diese Derating-Kurve zeigt den maximal zulässigen Durchlassstrom in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur, was für das thermische Management und die langfristige Zuverlässigkeit wesentlich ist.
5. Mechanische und Gehäuseinformationen
5.1 Gehäuseabmessungen
Die LED verwendet ein standardmäßiges rundes T-1 3/4 (5 mm) Gehäuse. Die Maßzeichnung spezifiziert den Durchmesser, die Höhe, den Anschlussabstand und andere kritische mechanische Merkmale. Alle Maße sind in Millimetern mit einer Standardtoleranz von ±0,25 mm, sofern nicht anders angegeben. Der Anschlussabstand wird an der Stelle gemessen, an der die Anschlüsse aus dem Gehäusekörper austreten. Der maximale Harzvorsprung unter dem Flansch beträgt 1,5 mm.
5.2 Polaritätskennzeichnung
Die Kathode wird typischerweise durch eine abgeflachte Stelle am Rand der LED-Linse oder durch den kürzeren Anschluss identifiziert. Für die genaue Polaritätskennzeichnung sollte das Diagramm im Datenblatt konsultiert werden.
6. Löt- und Bestückungsrichtlinien
6.1 Anschlussformung
Anschlüsse sollten an einer Stelle mindestens 3 mm von der Basis des Epoxid-Glaskörpers entfernt gebogen werden. Die Formung muss vor dem Löten erfolgen. Spannung am Gehäuse während des Biegens muss vermieden werden, um interne Schäden oder Bruch zu verhindern. Anschlussrahmen sollten bei Raumtemperatur geschnitten werden.
6.2 Lagerbedingungen
LEDs sollten bei 30 °C oder weniger und 70 % relativer Luftfeuchtigkeit oder weniger gelagert werden. Die empfohlene Lagerdauer beträgt 3 Monate ab Versand. Für längere Lagerung (bis zu einem Jahr) sollte ein versiegelter Behälter mit Stickstoffatmosphäre und Trockenmittel verwendet werden.
6.3 Lötempfehlungen
Ein Mindestabstand von 3 mm muss zwischen der Lötstelle und dem Epoxid-Glaskörper eingehalten werden. Empfohlene Bedingungen sind:
- Handlöten:Lötspitzentemperatur max. 300 °C (max. 30 W), Lötzeit max. 3 Sekunden.
- Wellen-/Tauchlöten:Vorwärmtemperatur max. 100 °C (max. 60 Sek.), Lötbad-Temperatur max. 260 °C für max. 5 Sekunden.
7. Verpackungs- und Bestellinformationen
7.1 Verpackungsspezifikation
Die LEDs sind in antistatischen Beuteln verpackt. Jeder Beutel enthält mindestens 200 bis maximal 500 Stück. Fünf Beutel werden in einen Innenkarton gepackt. Zehn Innenkartons werden in einen Master- (Außen-) Karton gepackt.
7.2 Etikettenerklärung
Verpackungsetiketten enthalten: CPN (Kundenteilenummer), P/N (Teilenummer), QTY (Menge), CAT (Lichtstärke- und Durchlassspannungs-Rang), HUE (Farb-Rang), REF (Referenz) und LOT No. (Losnummer).
7.3 Modellnummernbezeichnung
Die Teilenummer 334-15/FNC1-4YZA folgt einem spezifischen Codierungssystem, bei dem Segmente wahrscheinlich die Serie, den Gehäusetyp, die Farbgruppe (4), den Lichtstärke-Bin (Y/Z) und den Durchlassspannungs-Bin (0-3) angeben.
8. Anwendungsvorschläge
8.1 Typische Anwendungsschaltungen
Für einen zuverlässigen Betrieb ist ein serieller strombegrenzender Widerstand zwingend erforderlich. Der Widerstandswert (R) kann mit dem Ohmschen Gesetz berechnet werden: R = (Versorgungsspannung - VF) / IF, wobei VF die Durchlassspannung der LED beim gewünschten Strom IF ist. Für konstante Helligkeit wird ein Konstantstromtreiber empfohlen, insbesondere wenn die Versorgungsspannung variiert oder mehrere LEDs in Reihe geschaltet werden.
8.2 Designüberlegungen
Thermisches Management:Obwohl die Verlustleistung gering ist, ist eine ausreichende Belüftung oder Kühlung wichtig, um die Lichtausgabe und Lebensdauer aufrechtzuerhalten, insbesondere bei hohen Umgebungstemperaturen oder bei Betrieb nahe der Maximalwerte.
ESD-Schutz:Obwohl das Bauteil über einen integrierten ESD-Schutz (4 kV HBM) verfügt, sollten während der Bestückung dennoch die üblichen ESD-Handhabungsvorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
Optisches Design:Der 15-Grad-Abstrahlwinkel macht diese LED für Anwendungen geeignet, die einen gerichteten Strahl erfordern. Für eine breitere Ausleuchtung können sekundäre Optiken wie Linsen oder Diffusoren erforderlich sein.
9. Technischer Vergleich und Differenzierung
Im Vergleich zu Standard-5-mm-LEDs bietet dieses Bauteil eine deutlich höhere Lichtstärke (bis zu 36.000 mcd), was es für Anwendungen geeignet macht, bei denen überlegene Helligkeit benötigt wird. Die integrierte Zener-Diode zum Schutz vor Sperrspannung ist ein Merkmal, das die Robustheit in Schaltungen erhöht, in denen Sperrspannungsspitzen auftreten können. Das präzise Binning für Intensität, Spannung und Farbe ermöglicht eine bessere Konsistenz in Serienprodukten, bei denen ein einheitliches Erscheinungsbild und eine einheitliche Leistung entscheidend sind.
10. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was ist der typische Betriebsstrom für diese LED?
A: Die Standardtestbedingung und der typische Betriebspunkt liegen bei 20 mA. Sie kann bis zum Dauer-Maximum von 30 mA betrieben werden, jedoch sollten Lebensdauer und Farbstabilität bei höheren Strömen überprüft werden.
F: Wie interpretiere ich die Farbbins A0, B5, B6?
A: Dies sind spezifische Regionen auf dem CIE-1931-Farbdiagramm, die die zulässige Farbvariation definieren. Gruppe '4' bedeutet, dass die Farbe der LED innerhalb des kombinierten Bereichs dieser drei Bins liegt, die verschiedenen korrelierten Farbtemperaturen (CCT) entsprechen, wie im Diagramm gezeigt (z. B. ~5600 K, ~7000 K, ~9000 K).
F: Kann ich diese LED mit einer 5-V-Versorgung ohne Widerstand betreiben?
A: Nein. Ohne einen strombegrenzenden Mechanismus würde die LED versuchen, übermäßigen Strom zu ziehen, schnell ihre Maximalwerte überschreiten und zu einem katastrophalen Ausfall führen. Verwenden Sie immer einen Serienwiderstand oder einen Konstantstromtreiber.
11. Praktisches Anwendungsbeispiel
Szenario: Entwurf einer hochsichtbaren Statusanzeigetafel.Ein Bedienfeld benötigt eine Reihe heller weißer Statusanzeigen, die unter hohem Umgebungslicht sichtbar sind. Die Verwendung dieser LED in Bin Z (hohe Intensität) gewährleistet die Sichtbarkeit. Eine Schaltung wird mit einer 12-V-Versorgung entworfen. Für jede LED, unter Annahme einer VF von 3,2 V (Bin 1) und einem gewünschten IF von 20 mA, wird der Serienwiderstand berechnet als (12 V - 3,2 V) / 0,02 A = 440 Ohm. Ein Standard-470-Ohm-Widerstand wird gewählt, was zu einem Strom von etwa 18,7 mA führt, der innerhalb der Spezifikation liegt. Die LEDs werden auf einer Leiterplatte montiert, wobei die Löcher auf die Anschlüsse ausgerichtet sind, um Spannung zu vermeiden, und gemäß den Zeit- und Temperaturrichtlinien handgelötet.
12. Einführung in das Funktionsprinzip
Dies ist eine phosphorkonvertierte weiße LED. Der Kern ist ein Halbleiterchip aus Indiumgalliumnitrid (InGaN), der bei Vorwärtsspannung blaues Licht emittiert (Elektrolumineszenz). Dieses blaue Licht wird nicht direkt emittiert. Stattdessen trifft es auf eine Schicht aus Phosphormaterial (typischerweise YAG:Ce), die im Gehäuse abgeschieden ist. Der Phosphor absorbiert einen Teil der blauen Photonen und emittiert Licht über ein breiteres Spektrum, hauptsächlich im gelben Bereich. Die Mischung aus dem verbleibenden blauen Licht und dem konvertierten gelben Licht wird vom menschlichen Auge als weiß wahrgenommen. Der genaue Farbton (korrelierte Farbtemperatur) wird durch die Zusammensetzung und Menge des Phosphors gesteuert.
13. Technologietrends
Die Entwicklung weißer LEDs wurde durch Fortschritte bei der Effizienz von InGaN-Chips und der Phosphortechnologie vorangetrieben. Die Trends gehen weiterhin in Richtung höherer Lichtausbeute (mehr Lumen pro Watt), verbessertem Farbwiedergabeindex (CRI) für bessere Lichtqualität und engeren Binning-Toleranzen für Farbkonsistenz. Verpackungsinnovationen konzentrieren sich auch auf die Verbesserung des thermischen Managements, um höhere Treiberströme und Leistungsdichten sowie Miniaturisierung zu ermöglichen. Die Technologie bleibt grundlegend für die Festkörperbeleuchtung und verdrängt in vielen Anwendungen aufgrund ihrer Energieeffizienz, Langlebigkeit und Designflexibilität traditionelle Glüh- und Leuchtstofflampen.
LED-Spezifikations-Terminologie
Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe
Photoelektrische Leistung
| Begriff | Einheit/Darstellung | Einfache Erklärung | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Lichtausbeute | lm/W (Lumen pro Watt) | Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. | Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten. |
| Lichtstrom | lm (Lumen) | Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. | Bestimmt, ob das Licht hell genug ist. |
| Betrachtungswinkel | ° (Grad), z.B. 120° | Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. | Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit. |
| Farbtemperatur | K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K | Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. | Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien. |
| Farbwiedergabeindex | Einheitenlos, 0–100 | Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. | Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet. |
| Farborttoleranz | MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" | Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. | Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs. |
| Dominante Wellenlänge | nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) | Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. | Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs. |
| Spektralverteilung | Wellenlänge vs. Intensitätskurve | Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. | Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität. |
Elektrische Parameter
| Begriff | Symbol | Einfache Erklärung | Design-Überlegungen |
|---|---|---|---|
| Flussspannung | Vf | Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". | Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs. |
| Flussstrom | If | Stromwert für normalen LED-Betrieb. | Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer. |
| Max. Pulsstrom | Ifp | Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. | Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden. |
| Sperrspannung | Vr | Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. | Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten. |
| Wärmewiderstand | Rth (°C/W) | Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. | Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung. |
| ESD-Immunität | V (HBM), z.B. 1000V | Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. | In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs. |
Wärmemanagement & Zuverlässigkeit
| Begriff | Schlüsselmetrik | Einfache Erklärung | Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Sperrschichttemperatur | Tj (°C) | Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. | Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung. |
| Lichtstromrückgang | L70 / L80 (Stunden) | Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. | Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED. |
| Lichtstromerhaltung | % (z.B. 70%) | Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. | Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten. |
| Farbverschiebung | Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse | Grad der Farbänderung während der Verwendung. | Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen. |
| Thermisches Altern | Materialabbau | Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. | Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen. |
Verpackung & Materialien
| Begriff | Gängige Typen | Einfache Erklärung | Merkmale & Anwendungen |
|---|---|---|---|
| Gehäusetyp | EMC, PPA, Keramik | Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. | EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer. |
| Chip-Struktur | Front, Flip-Chip | Chip-Elektrodenanordnung. | Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung. |
| Phosphorbeschichtung | YAG, Silikat, Nitrid | Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. | Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI. |
| Linse/Optik | Flach, Mikrolinse, TIR | Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. | Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve. |
Qualitätskontrolle & Binning
| Begriff | Binning-Inhalt | Einfache Erklärung | Zweck |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom-Bin | Code z.B. 2G, 2H | Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. | Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge. |
| Spannungs-Bin | Code z.B. 6W, 6X | Nach Flussspannungsbereich gruppiert. | Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz. |
| Farb-Bin | 5-Schritt MacAdam-Ellipse | Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. | Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte. |
| CCT-Bin | 2700K, 3000K usw. | Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. | Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen. |
Prüfung & Zertifizierung
| Begriff | Standard/Test | Einfache Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| LM-80 | Lichtstromerhaltungstest | Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. | Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet. |
| TM-21 | Lebensdauerschätzstandard | Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. | Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage. |
| IESNA | Beleuchtungstechnische Gesellschaft | Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. | Industrieanerkannte Testbasis. |
| RoHS / REACH | Umweltzertifizierung | Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. | Marktzugangsvoraussetzung international. |
| ENERGY STAR / DLC | Energieeffizienzzertifizierung | Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. | Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit. |