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Weiße LED 3,00x1,40x0,52mm 2,8-3,4V 680mW Automotive-Klasse | RF-A1F30-W1FN-B1

Datenblatt der weißen LED 3,00x1,40x0,52mm im EMC-Gehäuse. Durchlassspannung 2,8-3,4V, Lichtstrom bis zu 39,8 lm, 120° Abstrahlwinkel, AEC-Q101 qualifiziert für Automobilbeleuchtung.
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PDF-Dokumentendeckel - Weiße LED 3,00x1,40x0,52mm 2,8-3,4V 680mW Automotive-Klasse | RF-A1F30-W1FN-B1

1. Produktübersicht

1.1 Allgemeine Beschreibung

Die RF-A1F30-W1FN-B1 ist eine weiße Leuchtdiode (LED), die durch Kombination eines blauen Chips mit Phosphorkonversion hergestellt wird. Sie ist in einem EMC-Gehäuse (Epoxidharz-Vergussmasse) mit den Abmessungen 3,00 mm x 1,40 mm x 0,52 mm untergebracht. Diese kompakte Bauform eignet sich für platzbeschränkte Anwendungen in der Automobilinnen- und Außenbeleuchtung. Die LED liefert einen typischen Lichtstrom von 26,8 bis 39,8 Lumen bei einem Durchlassstrom von 80 mA mit einer Durchlassspannung von 2,8 V bis 3,4 V. Der breite Abstrahlwinkel von 120° sorgt für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Das Bauteil ist nach AEC-Q101 qualifiziert und erfüllt strenge Automobil-Zuverlässigkeitsstandards.

1.2 Merkmale

1.3 Anwendungen

Diese LED ist für Automobilbeleuchtungsanwendungen konzipiert, einschließlich Innenraumbeleuchtung, Armaturenbrettanzeigen und Außensignalleuchten. Ihre hohe Zuverlässigkeit und der weite Betriebstemperaturbereich (-40°C bis +110°C) machen sie ideal für anspruchsvolle Automobilumgebungen.

2. Technische Parameter

2.1 Elektrische und optische Kennwerte (Ts=25°C)

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten elektrischen und optischen Parameter zusammen, gemessen bei einem Durchlassstrom von 80 mA (sofern nicht anders angegeben).

ParameterSymbolBedingungMinTypMaxEinheit
DurchlassspannungVFIF=80 mA2.82.93.4V
SperrstromIRVR=5 V10µA
LichtstromΦIF=80 mA26.839.8lm
Abstrahlwinkel2θ1/2IF=80 mA120Grad
WärmewiderstandRTHJ-SIF=80 mA50°C/W

Hinweis: Die Messtoleranzen betragen ±0,1 V für Durchlassspannung, ±10 % für Lichtstrom und ±0,005 für Farbkoordinaten.

2.2 Absolute Grenzwerte (Ts=25°C)

Die absoluten Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden, um eine dauerhafte Beschädigung der LED zu vermeiden.

ParameterSymbolWertEinheit
VerlustleistungPD680mW
DurchlassstromIF200mA
Spitzen-DurchlassstromIFP350mA
SperrspannungVR5V
ESD (HBM)ESD8000V
BetriebstemperaturTOPR-40 ~ +110°C
LagertemperaturTSTG-40 ~ +110°C
SperrschichttemperaturTJ125°C

3. Binning-System

3.1 Durchlassspannungs- und Lichtstrom-Bins

Um eine gleichbleibende Leistung zu gewährleisten, wird die LED basierend auf Durchlassspannung (VF) und Lichtstrom (Φ) bei IF=80 mA in Bins einsortiert. VF-Bins werden mit V2 (2,8-2,9 V) bis V7 (3,3-3,4 V) bezeichnet. Die Lichtstrom-Bins reichen von 8P (26,8-28,7 lm) bis 9Q (37,3-39,8 lm). Dieses Binning-System ermöglicht es Kunden, Bauteile mit genau kontrollierten elektrischen und optischen Eigenschaften auszuwählen.

3.2 Chromatizitäts-Bins

Die Farbkoordinaten sind in 18 Chromatizitäts-Bins (A1 bis A9 und B1 bis B9) im CIE 1931-Farbraum unterteilt. Jeder Bin wird durch vier Eck-CIE-x,y-Koordinaten definiert. Beispielsweise deckt Bin A1 x von 0,3013 bis 0,3063 und y von 0,2943 bis 0,3135 ab. Dieses feine Binning gewährleistet ein gleichmäßiges weißes Farberscheinungsbild für Beleuchtungssysteme.

4. Analyse der Leistungskurven

4.1 Durchlassspannung vs. Durchlassstrom

Die I-V-Kennlinie (Abb. 1-7) zeigt die typische exponentielle Beziehung zwischen Durchlassspannung und Durchlassstrom. Bei 25°C ergibt eine Durchlassspannung von etwa 2,9 V einen Strom von 80 mA. Steigt die Spannung auf 3,4 V, überschreitet der Strom 200 mA. Diese Kennlinie ist für die Auslegung von Konstantstromtreibern zur Vermeidung von Überstrom unerlässlich.

4.2 Durchlassstrom vs. relativer Lichtstrom

Der relative Lichtstrom steigt nahezu linear mit dem Durchlassstrom bis zu 160 mA an (Abb. 1-8). Bei 80 mA beträgt die relative Intensität etwa 50 % des Maximums bei 200 mA. Dieses Verhalten hilft, die Helligkeit bei verschiedenen Ansteuerströmen vorherzusagen.

4.3 Temperatureinflüsse

Die Abbildungen 1-9 bis 1-11 veranschaulichen den Einfluss der Löttemperatur auf die Leistung. Mit steigender Temperatur nimmt der relative Lichtstrom ab (Abb. 1-9). Der maximal zulässige Durchlassstrom muss bei höheren Temperaturen reduziert werden (Abb. 1-10). Die Durchlassspannung sinkt ebenfalls mit steigender Temperatur mit einer Rate von etwa -2 mV/°C (Abb. 1-11). Ein ordnungsgemäßes Thermomanagement ist entscheidend, um Lichtleistung und Zuverlässigkeit zu erhalten.

4.4 Abstrahlcharakteristik

Das Abstrahldiagramm (Abb. 1-12) zeigt eine lambertähnliche Verteilung mit einem Halbwinkel von 60° (120° volle Breite bei halbem Maximum). Die relative Intensität fällt symmetrisch von 100 % bei 0° auf etwa 50 % bei ±60° ab.

4.5 Spektralverteilung

Das Spektrum (Abb. 1-14) erstreckt sich von 380 nm bis 780 nm mit einem Peak bei etwa 450 nm (blauer Chip) und einem breiten Phosphorband von 500 nm bis 700 nm. Diese Kombination ergibt je nach Bin eine warm- bis neutralweiße korrelierte Farbtemperatur.

4.6 Farbverschiebung vs. Strom und Temperatur

Abb. 1-13 zeigt, dass sich die Farbkoordinaten mit steigender Temperatur geringfügig verschieben. Die Verschiebung ist in y-Richtung stärker ausgeprägt. Diese Information ist für farbkritische Beleuchtungsanwendungen von entscheidender Bedeutung.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen

Das Gehäuse misst 3,00 mm (Länge) × 1,40 mm (Breite) × 0,52 mm (Höhe) mit Toleranzen von ±0,2 mm. Die Draufsicht zeigt eine rechteckige Lichtemissionsfläche von 2,61 mm × 1,40 mm. Zwei Kathoden- und Anodenpads befinden sich auf der Unterseite für die Oberflächenmontage.

5.2 Lötmuster

Empfohlene Lötpad-Layout-Abmessungen: 3,50 mm (Länge) × 0,91 mm (Breite) pro Pad mit einem Rastermaß von 2,10 mm. Ein korrektes Pad-Design gewährleistet eine gute Lötstellen-Zuverlässigkeit und Wärmeableitung.

5.3 Polarität

Die Polarität der LED ist auf der Unterseite des Gehäuses mit einem (+) und (-) Zeichen markiert. Die Kathodenseite wird durch eine flache Kante an der Gehäusekontur angezeigt. Eine falsche Polarität kann die LED beschädigen.

6. Richtlinien für das SMT-Reflow-Löten

6.1 Reflow-Profil

Das empfohlene Reflow-Lötprofil basiert auf JEDEC-Standards. Wichtige Parameter: Vorheizen von 150°C auf 200°C für 60-120 Sekunden, Aufheizrate ≤3°C/s, Zeit über 217°C (TL) maximal 60 Sekunden, Spitzentemperatur 260°C mit einer Verweilzeit von 10 Sekunden und Abkühlrate ≤6°C/s. Die Gesamtzeit von 25°C bis zur Spitze sollte 8 Minuten nicht überschreiten. Führen Sie nicht mehr als zwei Reflow-Durchgänge durch.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen

Üben Sie während des Aufheizens oder Abkühlens keine mechanische Spannung auf die LED aus. Vermeiden Sie schnelles Abkühlen. Das LED-Vergussmaterial ist Silikon, das weich ist; vermeiden Sie direkten Druck auf die Linse. Verwenden Sie eine geeignete Bestückungsdüse mit angemessener Kraft. Bauteile dürfen nicht auf verzogene Leiterplatten montiert werden.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

7.1 Gurt und Rolle

Die LED wird in Gurt- und Rollenverpackung mit 5.000 Stück pro Rolle geliefert. Abmessungen des Trägergurts: Breite 8,0±0,1 mm, Teilung 4,0 mm. Rollenabmessungen: Durchmesser 178±1 mm, Nabendurchmesser 60±1 mm und Breite 13,0±0,5 mm. Der Gurt enthält einen Vorlauf und einen Nachlauf von 80-100 leeren Taschen.

7.2 Etiketteninformationen

Jede Rolle ist mit Teilenummer, Spezifikationsnummer, Chargennummer, Bin-Code (für Lichtstrom, Chromatizität, Spannung), Menge und Datum gekennzeichnet. Das Etikett enthält außerdem einen Barcode für die Bestandsverfolgung.

7.3 Feuchteempfindlichkeit

Die MSL-Stufe ist 2. Der Feuchtigkeitsschutzbeutel muss vor dem Öffnen bei ≤30°C und ≤75% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Nach dem Öffnen müssen die LEDs innerhalb von 24 Stunden verwendet oder bei 60±5°C für mindestens 24 Stunden gebacken werden.

8. Zuverlässigkeitsprüfung

Die LED hat standardmäßige Zuverlässigkeitstests gemäß AEC-Q101-Richtlinien bestanden. Testpunkte umfassen: Reflow-Löten (260°C, 10s, 2 Mal), Feuchteempfindlichkeit (MSL2, 85°C/60%RF, 168h), Temperaturschock (-40°C bis 125°C, 1000 Zyklen), Lebensdauertest (105°C, IF=80 mA, 1000h) und Hochtemperatur-Hochfeuchte (85°C/85%RF, IF=80 mA, 1000h). Alle Tests erfordern 0 Ausfälle bei 20 Proben. Ausfallkriterien: Durchlassspannungsverschiebung >10% über USL, Sperrstrom >2x USL oder Lichtstromabfall >30% unter LSL.

9. Lagerungs- und Handhabungshinweise

9.1 Lagerbedingungen

Ungeöffnete Beutel: Bei ≤30°C und ≤75% RF bis zu 1 Jahr lagern. Nach dem Öffnen innerhalb von 24 Stunden bei ≤30°C und ≤60% RF verwenden. Bei Überschreitung bei 60±5°C für >24 Stunden backen.

9.2 ESD- und EOS-Schutz

Die LED ist empfindlich gegenüber elektrostatischen Entladungen (ESD). 90 % der Bauteile bestehen 8000 V HBM. Verwenden Sie geeignete ESD-Schutzmaßnahmen: geerdete Arbeitsplätze, Ionisatoren und antistatische Verpackungen. Elektrische Überlastung (EOS) muss ebenfalls durch Verwendung von Strombegrenzungswiderständen und geeignetem Schaltungsdesign vermieden werden.

9.3 Chemische Beständigkeit

Vermeiden Sie Einwirkung von Schwefelverbindungen >100 PPM, Brom >900 PPM, Chlor >900 PPM und Gesamt Br+Cl >1500 PPM. Verwenden Sie keine Klebstoffe, die flüchtige organische Verbindungen (VOCs) ausgasen. Zur Reinigung wird Isopropylalkohol empfohlen. Ultraschallreinigung wird nicht empfohlen, da sie die LED beschädigen kann.

10. Überlegungen zum Anwendungsdesign

10.1 Thermische Auslegung

Das Thermomanagement ist entscheidend für die Aufrechterhaltung von Lichtleistung und Lebensdauer. Der Wärmewiderstand von der Sperrschicht zur Lötstelle beträgt 50°C/W. Ausreichend Kupferfläche auf der Leiterplatte und thermische Durchkontaktierungen werden empfohlen. Die Sperrschichttemperatur darf 125°C nicht überschreiten.

10.2 Stromreduzierung

Bei Umgebungstemperaturen über 25°C muss der maximale Durchlassstrom reduziert werden. Beachten Sie die Derating-Kurve (Abb. 1-10), die zeigt, dass bei 100°C der maximale Strom auf etwa 80 mA reduziert wird. Arbeiten Sie stets im sicheren Betriebsbereich.

10.3 Schaltungsschutz

Verwenden Sie einen Konstantstromtreiber oder einen Serienwiderstand zur Strombegrenzung. Ein Widerstand mit geeignetem Wert (z. B. um 80 mA aus einer 5-V-Versorgung einzustellen) gewährleistet einen stabilen Betrieb. Ein Verpolungsschutz (z. B. eine Diode) kann erforderlich sein, um Schäden zu vermeiden.

11. Technisches Prinzip

Diese weiße LED verwendet einen blauen InGaN-Chip, der mit einem gelb emittierenden Leuchtstoff (typischerweise YAG:Ce) bedeckt ist. Das blaue Licht des Chips (Peak ~450 nm) regt den Leuchtstoff teilweise an, der gelbes Licht emittiert. Die Kombination von blauem und gelbem Licht erzeugt weißes Licht. Die spezifischen CIE-Farbkoordinaten hängen von der Zusammensetzung und Konzentration des Leuchtstoffs ab und ermöglichen verschiedene Farbtemperaturen.

12. Häufig gestellte Fragen

  1. F: Kann die LED mit gepulstem Betrieb verwendet werden?A: Ja, die Spitzenstrombelastbarkeit beträgt 350 mA bei einem Tastverhältnis von 1/10 und einer Pulsbreite von 10 ms. Stellen Sie sicher, dass die Durchschnittsleistung 680 mW nicht überschreitet.
  2. F: Wie reinigt man die LED nach dem Löten?A: Verwenden Sie Isopropylalkohol. Keine Ultraschallreinigung verwenden. Wenn andere Lösungsmittel verwendet werden, überprüfen Sie die Kompatibilität mit dem Silikonverguss.
  3. F: Was passiert, wenn die Lagerzeit nach dem Öffnen des Beutels 24 Stunden überschreitet?A: Die LED kann Feuchtigkeit aufnehmen, was ein Backen bei 60±5°C für >24 Stunden vor der Verwendung erforderlich macht.
  4. F: Kann die LED in der Außenbeleuchtung von Kraftfahrzeugen im Freien verwendet werden?A: Ja, das Bauteil ist AEC-Q101-qualifiziert und arbeitet von -40°C bis +110°C, geeignet für Außenanwendungen. Es ist jedoch eine ordnungsgemäße Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Verunreinigungen erforderlich.
  5. F: Ist die LED mit bleifreiem Löten kompatibel?A: Ja, das empfohlene Reflow-Profil ist bleifrei mit einer Spitzentemperatur von 260°C.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.