Sprache auswählen

RF-40QI32DS-FH-N Weiße LED Spezifikation - PLCC-2 Gehäuse - 2,8x3,5x1,82 mm - 3,0 V - 60 mA - 22,5 lm - 4290 K CRI97

Technische Spezifikation für eine weiße PLCC-2 SMD-LED. Enthält Merkmale wie Weitwinkel, SMT-Kompatibilität und detaillierte elektrische/optische Parameter.
smdled.org | PDF Size: 1.4 MB
Bewertung: 4.5/5
Ihre Bewertung
Sie haben dieses Dokument bereits bewertet
PDF-Dokumentendeckel - RF-40QI32DS-FH-N Weiße LED Spezifikation - PLCC-2 Gehäuse - 2,8x3,5x1,82 mm - 3,0 V - 60 mA - 22,5 lm - 4290 K CRI97

1. Produktübersicht

Dieses Dokument beschreibt detailliert die Spezifikationen für eine weiße Leuchtdiode (LED) mit hohem Farbwiedergabeindex in einem standardmäßigen PLCC-2 Oberflächenmontagegehäuse. Das Bauteil wird unter Verwendung eines violetten Halbleiterchips in Kombination mit Leuchtstoff hergestellt, um weißes Licht zu erzeugen, und eignet sich für Anwendungen, die eine präzise Farbwiedergabe erfordern.

1.1 Kernvorteile

Die LED bietet mehrere entscheidende Vorteile, die sie zu einer zuverlässigen Wahl für moderne elektronische Designs machen:

1.2 Zielmarkt & Anwendung

Diese LED ist für Allgemeinbeleuchtung und Anzeigezwecke konzipiert, bei denen eine gute Farbqualität wichtig ist. Ihre primären Anwendungsbereiche umfassen:

Wichtiger Hinweis:Das Produkt wird ausdrücklich als nicht für den Einsatz in flexiblen Streifenanwendungen geeignet erklärt, höchstwahrscheinlich aufgrund mechanischer Belastungen auf das Gehäuse.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Die Leistung der LED wird unter Standardtestbedingungen bei einer Sperrschichttemperatur (Tᵣ) von 25°C definiert.

2.1 Elektro-optische Eigenschaften

Die primären Betriebsparameter bei einem Durchlassstrom (Iᴵ) von 60 mA sind wie folgt:

2.2 Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Belastungsgrenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden auftreten können. Ein Betrieb unter oder an diesen Grenzen wird nicht garantiert.

Kritische Designregel:Der maximale Betriebsstrom muss nach Messung der tatsächlichen Gehäusetemperatur in der Anwendung bestimmt werden, um sicherzustellen, dass die Sperrschichttemperatur 125°C nicht überschreitet.

3. Erklärung des Binning-Systems

Um Konsistenz in der Massenproduktion sicherzustellen, werden LEDs anhand wichtiger Parameter, gemessen bei IF= 60 mA, in Bins sortiert.

3.1 Durchlassspannungs-Binning (VF)

LEDs werden in drei Spannungsgruppen kategorisiert, was bei der Entwicklung stabiler Stromversorgungen und der Erzielung gleichmäßiger Helligkeit in Arrays hilft.

3.2 Lichtstrom-Binning (Φ)

Die Lichtausbeute wird in drei Lichtstromgruppen sortiert, was Designern ermöglicht, den passenden Helligkeitslevel für ihre Anwendung auszuwählen.

3.3 Farbort- / Farbtemperatur-Binning

Das Dokument verweist auf ein CIE-1931-Farbtafeldiagramm und bietet spezifische Koordinatensätze (z.B. 40A, 40B, 40C, 40D, 40K), die viereckige oder sechseckige Regionen im Diagramm definieren. Der primäre Bin für diese Teilenummer scheint um eine korrelierte Farbtemperatur (CCT) von etwa 4290 K zentriert zu sein, wie durch den "40K"-Bin-Code und das Teilenummern-Suffix angezeigt. Die präzisen Farbkoordinaten gewährleisten eine enge Kontrolle des Weißpunkts, was für Anwendungen entscheidend ist, bei denen Farbkonsistenz über mehrere LEDs hinweg kritisch ist.

4. Analyse der Leistungskurven

4.1 Durchlassspannung vs. Durchlassstrom (I-V-Kurve)

Die charakteristische I-V-Kurve zeigt die Beziehung zwischen der an der LED anliegenden Spannung und dem resultierenden Strom. Bei diesem Bauteil beträgt die Durchlassspannung beim typischen Betriebsstrom von 60 mA etwa 3,0 V. Die Kurve ist nichtlinear und zeigt eine standardmäßige Dioden-Einschaltcharakteristik. Diese Daten sind entscheidend für die Auswahl einer geeigneten strombegrenzenden Treibertopologie (widerstands- oder konstantstrombasiert).

4.2 Relative Lichtstärke vs. Durchlassstrom

Diese Kurve zeigt, wie sich die Lichtausbeute mit dem Treiberstrom skaliert. Der Ausgang steigt sublinear mit dem Strom. Während ein Betrieb bei höheren Strömen mehr Licht liefert, erzeugt er auch mehr Wärme, was den Wirkungsgrad (Lichtausbeute) verringern und die Lebensdauer der LED bei unzureichendem Wärmemanagement potenziell verkürzen kann. Ein Betrieb bei oder unter dem empfohlenen Wert von 60 mA gewährleistet optimale Leistung und Zuverlässigkeit.

5. Mechanische & Verpackungsinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen und Toleranzen

Das PLCC-2-Gehäuse hat die folgenden kritischen Abmessungen (alle in Millimetern, mit einer allgemeinen Toleranz von ±0,05 mm, sofern nicht anders angegeben):

Detaillierte Drauf-, Seiten-, Boden- und Polungsansichten sind in den Maßzeichnungen dargestellt.

5.2 Polungsidentifikation und Lötflächenmuster

Eine klare Polungskennzeichnung ist für eine korrekte Bestückung essenziell. Das Gehäusedesign umfasst einen Polungsindikator. Das empfohlene Lötflächenmuster wird ebenfalls bereitgestellt, um einen zuverlässigen Lötfilz und eine korrekte Ausrichtung während des Reflow-Lötens zu gewährleisten, was für die thermische Leistung und mechanische Festigkeit entscheidend ist.

6. Löt- & Bestückungsrichtlinien

6.1 SMT-Reflow-Lötanleitungen

Die LED ist für standardmäßige Infrarot- oder Konvektions-Reflow-Lötprozesse geeignet. Die Einhaltung des empfohlenen Reflow-Profils ist entscheidend. Typische Schlüsselparameter umfassen:

Konsultieren Sie den spezifischen SMT-Anleitungsabschnitt für das genaue Temperatur-Zeit-Profil.

6.2 Handhabungs- und Lagerungsvorsichtsmaßnahmen

7. Verpackung und Zuverlässigkeit

7.1 Verpackungsspezifikation

Das Produkt wird in einer feuchtigkeitsbeständigen Barrieretüte mit Trockenmittel geliefert, auf geprägter Trägerbandrolle. Detaillierte Abmessungen für die Trägerbandtaschen und die Rolle selbst sind angegeben, um die Kompatibilität mit automatisierten Bestückungsgeräten sicherzustellen. Ein Etikett auf der Rolle spezifiziert Teilenummer, Menge, Bin-Codes und Chargenrückverfolgbarkeitsinformationen.

7.2 Zuverlässigkeitstestpunkte

Das Produkt durchläuft eine Reihe von Zuverlässigkeitstests, um die Langzeitleistung unter verschiedenen Umweltbelastungen sicherzustellen. Während spezifische Bedingungen in einer separaten Tabelle aufgeführt sind, umfassen typische Tests für LEDs:

Spezifische Kriterien für die Beurteilung von Ausfällen (z.B. Änderungen der Durchlassspannung, des Lichtstroms oder katastrophale Ausfälle) nach diesen Tests sind definiert.

8. Anwendungs- & Designüberlegungen

8.1 Wärmemanagement

Angesichts des Wärmewiderstands von 20°C/W ist eine effektive Wärmeabfuhr entscheidend, insbesondere beim Betrieb mit Strömen über dem Nennwert von 60 mA oder bei hohen Umgebungstemperaturen. Der primäre Wärmeableitungspfad führt über die Lötflächen zur Leiterplatte (PCB). Die Verwendung einer Leiterplatte mit thermischen Durchkontaktierungen unter der thermischen Anschlussfläche der LED (falls vorhanden), verbunden mit einer Massefläche oder einem dedizierten Kühlkörperbereich, ist eine gängige Praxis, um den Wärmewiderstand von der Sperrschicht zur Umgebung (Rᵀᴴᵅ-ᴰ) zu senken. Berechnen Sie stets die erwartete Sperrschichttemperatur: TJᵏᵖ = TAᵏᴰ + (PDᵖ * Rᵀᴴᵅ-ᴰ), und stellen Sie sicher, dass TJ <ᵏᵖ ≤ 125°C.

8.2 Elektrische Ansteuerung

Für optimale Stabilität und Langlebigkeit sollte die LED mit einer Konstantstromquelle betrieben werden, anstatt mit einer Konstantspannung und einem Vorwiderstand, insbesondere in Anwendungen, bei denen die Temperatur schwankt oder eine konstante Helligkeit erforderlich ist. Die Konstantstromquelle passt die Spannung automatisch an, um den eingestellten Strom beizubehalten und den negativen Temperaturkoeffizienten der Durchlassspannung der LED auszugleichen.

8.3 Optisches Design

Der 120-Grad-Betrachtungswinkel erzeugt ein lambertstrahlerähnliches Abstrahlmuster. Für Anwendungen, die einen engeren Strahl erfordern, müssen Sekundäroptiken (Linsen oder Reflektoren) verwendet werden. Der hohe CRI macht diese LED für Bereiche geeignet, in denen die Farbunterscheidung wichtig ist, aber Designer sollten beachten, dass weiße LEDs mit hohem CRI oft eine etwas geringere Lichtausbeute im Vergleich zu Standard-weißen LEDs aufweisen.

9. Technischer Vergleich & Differenzierung

Im Vergleich zu Standard-Mittelleistungs-weißen LEDs ist der entscheidende Unterscheidungsfaktor dieses Produkts sein außergewöhnlich hoher Farbwiedergabeindex (CRI ≥95). Die meisten Allzweck-weißen LEDs haben einen CRI im Bereich von 70-80. Dieser hohe CRI wird durch präzise Leuchtstoffformulierung und Prozesskontrolle erreicht, was ihn ideal für Anwendungen macht, bei denen die Farbqualität nicht kompromittiert werden darf, allerdings möglicherweise zu einem höheren Preis und etwas geringerer Effizienz als bei Standard-weißen LEDs.

10. Häufig gestellte Fragen (basierend auf technischen Daten)

10.1 Welcher Betriebsstrom wird empfohlen?

Die Spezifikationen werden primär bei 60 mA charakterisiert, was der empfohlene typische Betriebspunkt für eine ausgewogene Leistung von Lichtausbeute, Effizienz und Zuverlässigkeit ist. Es kann bis zum absoluten Maximum von 180 mA betrieben werden, jedoch nur mit ausgezeichnetem Wärmemanagement, um die Sperrschichttemperatur im Griff zu behalten.

10.2 Wie interpretiere ich die Bin-Codes bei der Bestellung?

Die Teilenummer (z.B. RF-40QI32DS-FH-N) enthält oft kodierte Informationen. Sie müssen den gewünschten VFᴵ-Bin (G2, H1, H2) und Lichtstrom-Bin (QED, QGD, QHA) basierend auf Ihrem Schaltungsdesign und Ihren Helligkeitsanforderungen angeben. Die "40" in der Teilenummer und der referenzierte "40K"-Farbort-Bin geben die nominelle Farbtemperaturgruppe an.

10.3 Warum ist es nicht für flexible Streifen geeignet?

Flexible Streifen unterliegen während der Installation und Nutzung ständigem Biegen und Verformen. Das starre PLCC-2-Gehäuse und seine Lötstellen sind bei solchen wiederholten mechanischen Belastungen anfällig für Rissbildung, was zu Ausfällen führt. LEDs für flexible Streifen verwenden typischerweise ein weicheres, elastischeres Gehäuse oder sind speziell beschichtet, um Biegungen standzuhalten.

11. Praktisches Anwendungsbeispiel

Szenario: Entwurf einer hochwertigen Arbeitsleuchte.Ein Designer benötigt gleichmäßiges, helles Licht mit ausgezeichneter Farbwiedergabe für eine Schreibtisch-Arbeitsleuchte. Er wählt diese LED aufgrund ihres hohen CRI (97), um sicherzustellen, dass Dokumente und Objekte in ihren wahren Farben erscheinen. Er entwirft eine Metallkern-Leiterplatte (MCPCB) als Kühlkörper, betreibt 12 LEDs in Reihe mit einem Konstantstromtreiber, der auf 60 mA pro LED eingestellt ist. Der weite 120-Grad-Betrachtungswinkel bietet eine gute Ausleuchtung ohne harte Schatten. Der Designer spezifiziert den H1-Spannungs-Bin und den QGD-Lichtstrom-Bin, um eine konsistente Helligkeit und Spannungsabfälle über alle 12 LEDs in der Reihenschaltung sicherzustellen.

12. Funktionsprinzip

Dies ist eine leuchtstoffkonvertierte weiße LED. Ein Halbleiterchip auf Galliumnitrid-Basis emittiert Licht im violetten/ultravioletten Spektrum. Dieses Primärlicht wird nicht direkt emittiert. Stattdessen regt es eine Schicht aus Leuchtstoffmaterial an, die auf oder um den Chip aufgebracht ist. Der Leuchtstoff absorbiert die hochenergetischen violetten Photonen und emittiert Licht über ein breiteres Spektrum in den gelben und roten Bereichen. Die Kombination des nicht umgewandelten restlichen violetten/blauen Lichts vom Chip und der breiten gelben/roten Emission des Leuchtstoffs vermischt sich zu weißem Licht. Die genaue Zusammensetzung und Dicke der Leuchtstoffschicht bestimmt die korrelierte Farbtemperatur (CCT) und den Farbwiedergabeindex (CRI) des resultierenden weißen Lichts.

13. Technologietrends

Der allgemeine Trend in der LED-Technologie geht hin zu höherer Effizienz (mehr Lumen pro Watt), besserer Farbqualität (höherer CRI und präzisere Farbkonsistenz) und erhöhter Zuverlässigkeit. Für Mittelleistungsgehäuse wie PLCC-2 ergeben sich Verbesserungen oft aus effizienteren Chipdesigns, fortschrittlichen Leuchtstoffformulierungen mit engeren Emissionsbanden für eine bessere Farbraumausnutzung und verbesserten Gehäusematerialien für niedrigeren Wärmewiderstand und höhere maximale Betriebstemperaturen. Die Industrie konzentriert sich auch auf Kostensenkung und verbesserte Nachhaltigkeit durch Materialauswahl und Fertigungsprozesse. Das hier dokumentierte Produkt repräsentiert eine aktuelle Umsetzung, die hohe Farbqualität in einem standardmäßigen, kostengünstigen Gehäuseformat betont.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.