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Keramik-LED 9292 Serie 10W Weiß LED Datenblatt - Abmessung 9,2x9,2x1,6mm - Spannung 28V - Leistung 10W - Technisches Dokument

Vollständige technische Spezifikationen für die 9292 Keramik-Serie 10W Weiß-LED, inklusive elektrischer, optischer und thermischer Parameter, Binning-System und Anwendungsrichtlinien.
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PDF-Dokumentendeckel - Keramik-LED 9292 Serie 10W Weiß LED Datenblatt - Abmessung 9,2x9,2x1,6mm - Spannung 28V - Leistung 10W - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Die 9292 Keramik-Serie stellt eine Hochleistungs-Oberflächenmontage-LED-Lösung dar, die für anspruchsvolle Beleuchtungsanwendungen konzipiert ist, die ein robustes Wärmemanagement und eine konsistente optische Leistung erfordern. Das Keramiksubstrat bietet eine ausgezeichnete Wärmeableitung, wodurch die LED bei höheren Betriebsströmen arbeiten und ihre Lumenleistung sowie Farbstabilität über ihre Lebensdauer hinweg aufrechterhalten kann. Diese Serie eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Zuverlässigkeit, hoher Lichtstrom und präzise Farbkontrolle entscheidend sind.

1.1 Kernvorteile

1.2 Zielanwendungen

Diese LED ist für den professionellen und industriellen Beleuchtungsmarkt entwickelt, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Hallenbeleuchtung, Straßenbeleuchtung, Architekturfassadenbeleuchtung, Hochleistungs-Downlights und spezielle Pflanzenbeleuchtung, bei denen präzise spektrale Kontrolle und hohe Effizienz erforderlich sind.

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte, objektive Interpretation der im Datenblatt angegebenen elektrischen, optischen und thermischen Kenngrößen.

2.1 Absolute Maximalwerte

Diese Werte stellen die Belastungsgrenzen dar, deren Überschreitung zu dauerhaften Schäden am Bauteil führen kann. Ein Betrieb an oder nahe diesen Grenzen wird für eine zuverlässige Langzeitleistung nicht empfohlen.

2.2 Typische elektro-optische Kenngrößen

Gemessen unter Standardtestbedingungen bei Ts= 25°C (Substrattemperatur).

3. Erklärung des Binning-Systems

Ein präzises Binning-System ist entscheidend für die Sicherstellung von Farb- und Helligkeitsgleichmäßigkeit in Beleuchtungsprojekten. Diese LED verwendet einen mehrdimensionalen Binning-Ansatz.

3.1 Binning der Farbtemperatur (CCT)

Das Produkt wird in den in der Beleuchtungsindustrie üblichen Standard-CCTs angeboten: 2700K (Warmweiß), 3000K, 3500K, 4000K, 4500K, 5000K (Neutralweiß), 5700K und 6500K (Kaltweiß). Jede CCT ist weiter in spezifische Farbortregionen im CIE-1931-Diagramm unterteilt (z.B. 8A, 8B, 8C, 8D für 2700K). Dieser zweistellige Code stellt sicher, dass das emittierte Weißlicht innerhalb eines sehr engen Farbraums liegt und wahrnehmbare Unterschiede zwischen einzelnen LEDs minimiert.

3.2 Lichtstrom-Binning

Der Lichtstrom wird basierend auf Mindestwerten bei einem Betriebsstrom von 350mA gebinnt. Beispielsweise garantiert eine Neutralweiß-LED (3700-5000K) mit einem 3K-Fluss-Code eine Mindestleistung von 800 Lumen, mit einem typischen Wert von 900 Lumen. Ein 3L-Code garantiert mindestens 900 Lumen. Wichtig ist zu beachten, dass der Hersteller Mindestwerte angibt und gelieferte Bauteile diese Werte überschreiten können, während sie dennoch der bestellten CCT-Bin entsprechen.

3.3 Decodierung der Modellnummer

Die Modellnummer T12019L(C、W)A folgt einem strukturierten Format, das Schlüsselmerkmale codiert:
T [Seriencode] [Fluss-Code] [CCT-Code] [Interner Code] - [Andere Codes].
Zum Beispiel zeigt die '12' das 9292-Keramikgehäuse an. 'L', 'C' oder 'W' steht jeweils für Warmweiß, Neutralweiß oder Kaltweiß. Das Verständnis dieser Nomenklatur ist für eine genaue Bestellung unerlässlich.

4. Analyse der Leistungskurven

Die bereitgestellten Diagramme bieten wichtige Einblicke in das Verhalten der LED unter verschiedenen Bedingungen.

4.1 Vorwärtsstrom vs. Flussspannung (I-V-Kurve)

Diese Kurve ist nichtlinear. Die Flussspannung hat einen negativen Temperaturkoeffizienten; sie sinkt mit steigender Sperrschichttemperatur. Dies muss im Design von Konstantstromtreibern berücksichtigt werden, um eine thermische Instabilität in schlecht gekühlten Designs zu vermeiden.

4.2 Relativer Lichtstrom vs. Vorwärtsstrom

Die Lichtausbeute steigt unterlinear mit dem Strom. Während der Betrieb bei höheren Strömen (z.B. 500mA) mehr Licht liefert, nimmt die Effizienz (Lumen pro Watt) typischerweise ab und die Sperrschichttemperatur steigt deutlich an. Der optimale Betriebsstrom balanciert Ausgangsleistung, Effizienz und Lebensdauer.

4.3 Spektrale Leistungsverteilung & Effekte der Sperrschichttemperatur

Die relative spektrale Energieverteilungskurve zeigt die Verteilung des Lichts über die Wellenlängen für eine weiße LED, die aus einem blauen Chip in Kombination mit einem Leuchtstoff besteht. Das Diagramm, das die Sperrschichttemperatur gegenüber der relativen spektralen Energie zeigt, veranschaulicht die Farbverschiebung. Mit steigendem Tj kann sich die Konversionseffizienz des Leuchtstoffs ändern, was oft zu einer Verschiebung der CCT und einem potenziellen Rückgang des Farbwiedergabeindex (CRI) führt. Ein niedriger Tj ist der Schlüssel zur Farbstabilität.

5. Mechanische & Gehäuseinformationen

5.1 Abmessungen und Umrisszeichnung

Die LED hat einen quadratischen Bauraum von 9,2mm x 9,2mm mit einer typischen Höhe von ca. 1,6mm. Der Keramikkörper bietet eine robuste und flache Oberfläche für eine zuverlässige Bestückung und einen effizienten thermischen Kontakt.

5.2 Empfohlenes Pad-Layout und Schablonendesign

Das Datenblatt enthält detaillierte Lötflächen- und Lötschablonenzeichnungen. Das Pad-Design ist sowohl für die elektrische Verbindung als auch als primärer Wärmeübertragungspfad entscheidend. Die empfohlene Schablonenapertur stellt sicher, dass das richtige Volumen an Lotpaste für eine zuverlässige Lötstelle aufgebracht wird, ohne Kurzschlüsse zu verursachen. Für diese mechanischen Zeichnungen ist eine Toleranz von ±0,10mm angegeben.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Das Gehäuse enthält Markierungen oder ein physisches Merkmal (wie eine abgeschrägte Ecke), um den Kathodenanschluss (-) anzuzeigen. Die korrekte Ausrichtung ist während der Leiterplattenbestückung von entscheidender Bedeutung.

6. Löt- und Bestückungsrichtlinien

6.1 Reflow-Lötprofil

Die LED ist mit Standard-Blei-freien (SAC) Reflow-Prozessen kompatibel. Die maximale Spitzentemperatur sollte 260°C nicht überschreiten, und die Zeit über 230°C sollte auf 10 Sekunden begrenzt sein. Eine kontrollierte Aufheiz- und Abkühlrate wird empfohlen, um einen thermischen Schock für das Keramikgehäuse zu verhindern.

6.2 Handhabungs- und Lagerungsvorsichtsmaßnahmen

LEDs sind empfindlich gegenüber elektrostatischer Entladung (ESD). Handhabung in einer ESD-geschützten Umgebung mit geerdeter Ausrüstung. Lagerung in originaler Feuchtigkeitssperrfolie innerhalb des spezifizierten Lagertemperaturbereichs (-40°C bis +100°C) und bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Wenn das Gehäuse längere Zeit der Umgebungsluft ausgesetzt war, kann vor dem Reflow-Löten ein Trocknungsprozess (Backen) erforderlich sein, um \"Popcorning\" (Gehäuserissbildung durch Dampfdruck) zu verhindern.

7. Anwendungsdesign-Überlegungen

7.1 Thermomanagement

Dies ist der mit Abstand kritischste Aspekt beim Design mit Hochleistungs-LEDs. Verwenden Sie eine Leiterplatte mit einer dicken Kupferschicht (z.B. 2oz oder mehr) und Wärmeleitungen unter dem LED-Pad, um die Wärme auf einen sekundären Kühlkörper zu übertragen. Größe und Design des externen Kühlkörpers müssen basierend auf der maximalen Umgebungstemperatur, dem Betriebsstrom und der gewünschten Sperrschichttemperatur (empfohlen unter 100°C für optimale Lebensdauer) berechnet werden. Wärmeleitmaterialien (TIMs) wie Wärmeleitpaste oder -pads können die Wärmeübertragung verbessern.

7.2 Elektrische Ansteuerung

Ein Konstantstromtreiber ist für einen stabilen Betrieb zwingend erforderlich. Der Treiber muss für die Gesamt-Flussspannung der LED-Kette (VF* Anzahl der LEDs in Reihe) und den gewählten Betriebsstrom ausgelegt sein. Schutz vor Überspannung, verkehrter Polarität und offenen/kurzgeschlossenen Stromkreisen einbeziehen. Erwägen Sie Dimmfähigkeiten (PWM oder analog), falls von der Anwendung gefordert.

7.3 Optische Integration

Der große Abstrahlwinkel von 120 Grad kann für viele Anwendungen ausreichend sein. Für stärker kontrollierte Lichtverteilungen können Sekundäroptiken (Reflektoren oder Linsen) verwendet werden, die für den 9292-Bauraum ausgelegt sind. Stellen Sie sicher, dass optische Materialien der Betriebstemperatur und der UV-Belastung durch die LED standhalten.

8. Vergleich mit alternativen Technologien

Im Vergleich zu Kunststoffgehäuse-SMD-LEDs (z.B. 5050) bietet die 9292-Keramikserie eine deutlich höhere Leistungsdichte und überlegene thermische Leistung, was eine längere Lebensdauer und höhere Zuverlässigkeit bei hohen Betriebsströmen ermöglicht. Im Vergleich zu COB-LEDs (Chip-on-Board) ist die 9292 ein diskretes Bauteil, das mehr Flexibilität im Array-Design, einen einfacheren Austausch und oft bessere Punktlichtquellen-Eigenschaften für die optische Kontrolle bietet.

9. Häufig gestellte Fragen (FAQs)

9.1 Was ist die typische Lebensdauer (L70/B50) dieser LED?

Das Datenblatt gibt keine Lebensdauerkurve (L70, Zeit bis 70% Lumen-Erhalt) an. Diese hängt stark vom thermischen Management der Anwendung und dem Betriebsstrom ab. Bei Betrieb bei oder unter dem empfohlenen Strom mit einem geeigneten Kühlkörper können Lebensdauern von über 50.000 Stunden erwartet werden. Konsultieren Sie den Hersteller für spezifische Zuverlässigkeitsdaten.

9.2 Kann ich diese LED dauerhaft mit 500mA betreiben?

Ja, 500mA ist der maximale Dauer-Vorwärtsstrom. Dies erzeugt jedoch maximale Wärme. Die Anwendung muss ein außergewöhnliches Thermomanagement aufweisen, um die Sperrschichttemperatur innerhalb sicherer Grenzen (<<125°C) zu halten, um die spezifizierte Leistung und Langlebigkeit zu erreichen. Oft bietet der Betrieb bei einem niedrigeren Strom (z.B. 350mA) eine bessere Balance aus Effizienz, Lebensdauer und thermischer Belastung.

9.3 Wie interpretiere ich den Lichtstrom-Bin-Code (z.B. 3K, 3L)?

Der Lichtstrom-Code definiert einen garantierten Mindest-Lichtstrom beim Teststrom (350mA). Ein \"3K\"-Bin hat mindestens 800 lm, während ein \"3L\"-Bin mindestens 900 lm garantiert. Sie sollten den Bin basierend auf der für Ihr Design erforderlichen Mindesthelligkeit auswählen. Tatsächliche Bauteile liegen bei oder über diesem Mindestwert.

10. Design-Fallstudie: Hallenleuchte

Szenario:Entwurf einer 150W Hallenleuchte für ein Industrielager mit einer Zielbeleuchtungsstärke von 200 Lux auf Bodenebene.
Designprozess:
1. Lichtstromanforderung:Berechnung des gesamten benötigten Lichtstroms basierend auf Fläche und Ziel-Lux. Bestimmung der benötigten Anzahl an LEDs unter Berücksichtigung der Effizienz des optischen Systems und des Lumenrückgangs über die Zeit.
2. Elektrisches Design:Anordnung der LEDs in einer Reihen-Parallel-Konfiguration, die mit der Spannungs- und Stromausgabe eines Konstantstromtreibers kompatibel ist. Zum Beispiel 10 LEDs in Reihe (~280V Gesamt-VF) betrieben mit 350mA pro Strang, mit mehreren parallelen Strängen.
3. Thermisches Design:Verwendung einer Metallkern-Leiterplatte (MCPCB) mit einer hochleistungsfähigen dielektrischen Schicht. Montage der MCPCB auf einem großen Aluminium-Rippenkühlkörper. Durchführung einer thermischen Simulation oder Berechnung, um Tj<100°C bei 45°C Umgebungstemperatur zu verifizieren.
4. Optisches Design:Auswahl eines Sekundärreflektors oder einer Linse, um das gewünschte Lichtverteilungsmuster zu erreichen (z.B. eine Typ-V-Verteilung für breite, gleichmäßige Ausleuchtung).
Diese Fallstudie veranschaulicht die Integration von elektrischem, thermischem und optischem Design rund um die Kernspezifikationen der LED.

11. Einführung in das technische Prinzip

Eine weiße LED wie die 9292-Serie arbeitet nach dem Prinzip der Leuchtstoffkonversion. Der Kern des Bauteils ist ein Halbleiterchip (typischerweise auf InGaN-Basis), der bei Vorwärtsspannung blaues Licht emittiert (Elektrolumineszenz). Dieses blaue Licht wird teilweise von einer Schicht aus gelbem (und oft rotem) Leuchtstoffmaterial absorbiert, die auf oder um den Chip aufgebracht ist. Der Leuchtstoff emittiert Licht bei längeren Wellenlängen neu. Die Kombination aus dem verbleibenden blauen Licht und dem breitbandigen gelben/roten Licht des Leuchtstoffs wird vom menschlichen Auge als weißes Licht wahrgenommen. Das Verhältnis von blauem zu leuchtstoffkonvertiertem Licht bestimmt die Farbtemperatur (CCT) des weißen Lichts. Das Keramikgehäuse dient hauptsächlich als mechanisch robuste und wärmeleitende Plattform für die Montage von Chip und Leuchtstoff und ermöglicht eine effiziente Wärmeabfuhr, die für die Aufrechterhaltung der Leuchtstoffeffizienz und der Chipleistung entscheidend ist.

12. Branchentrends und Entwicklungen

Der Hochleistungs-LED-Markt entwickelt sich weiterhin hin zu höherer Effizienz (Lumen pro Watt), verbesserter Farbqualität (höherer CRI und R9-Wert) und größerer Zuverlässigkeit. Trends, die für keramikgehäusete LEDs wie die 9292 relevant sind, umfassen:
Erhöhte Leistungsdichte:Mehr Lichtausbeute aus dem gleichen oder kleineren Gehäuse, was immer bessere thermische Materialien erfordert.
Farbabstimmung:Wachstum bei einstellbaren Weißlichtsystemen, die durch mehrkanalige Keramikgehäuse oder präzises Einzel-CCT-Binning für das Mischen adressiert werden könnten.
Pflanzenbeleuchtung:Erhöhte Nachfrage nach LEDs mit spezifischen spektralen Ausgängen, die für das Pflanzenwachstum optimiert sind, was den Bedarf an robusten Gehäusen für kundenspezifische Leuchtstoffmischungen vorantreibt.
Fortschrittliche thermische Materialien:Entwicklung von Keramikverbundstoffen und direkt gebondeten Metallsubstraten mit noch niedrigerem thermischen Widerstand.
Standardisierung:Fortgesetzte Branchenbemühungen zur Standardisierung von Bauraum, photometrischer Prüfung und Lebensdauerberichterstattung, um das Design und den Vergleich für Ingenieure zu vereinfachen.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.