Sprache auswählen

Vollfarb-LED 2,8x2,7x3,0 mm Spezifikationen - Spannung 1,7-3,4 V - Leistung 60-68 mW - Deutsches technisches Datenblatt

Umfassendes technisches Datenblatt für Vollfarb-LED (2,8x2,7x3,0 mm, matte Oberfläche). Rot 617-628 nm, Grün 520-545 nm, Blau 460-475 nm, 20 mA, 5200 mcd, IPX6, MSL 5a, RoHS. Ideal für Außen-Videowände und Dekorationsbeleuchtung.
smdled.org | PDF Size: 1.1 MB
Bewertung: 4.5/5
Ihre Bewertung
Sie haben dieses Dokument bereits bewertet
PDF-Dokumentendeckel - Vollfarb-LED 2,8x2,7x3,0 mm Spezifikationen - Spannung 1,7-3,4 V - Leistung 60-68 mW - Deutsches technisches Datenblatt

1. Produktübersicht

Diese Vollfarb-LED integriert rote, grüne und blaue Emitter in einem kompakten 2,8 mm x 2,7 mm x 3,0 mm SMD-Gehäuse. Das matte Oberflächendesign reduziert Blendung erheblich und verbessert den Kontrast, was es ideal für hochwertige Videodisplays macht. Die LED bietet hohe Lichtstärke bei geringer Verlustleistung, lange Lebensdauer und IPX6-Wasserbeständigkeit, was eine zuverlässige Leistung im Außenbereich und in anspruchsvollen Umgebungen ermöglicht. Die Feuchtigkeitsempfindlichkeitsstufe 5a (MSL 5a) gewährleistet eine robuste Handhabung während der Montage. Das Produkt ist RoHS-konform und für bleifreie Reflow-Lötprozesse geeignet.

Das Bauteil ist für Vollfarb-Videobildschirme, Innen- und Außendekorationsbeleuchtung, Vergnügungsanwendungen und allgemeine Beschilderung konzipiert. Mit sorgfältig abgestimmten Wellenlängen und hoher Helligkeit liefert es lebendige Farben und hervorragende Gleichmäßigkeit.

2. Vertiefte Analyse technischer Parameter

2.1 Elektrische und optische Eigenschaften

Bei Ts=25°C arbeitet die LED mit einem Vorwärtsstrom (IF) von 20 mA für typische Anwendungen. Die Vorwärtsspannungsbereiche (VF) sind: Rot 1,7 V bis 2,4 V, Grün 2,7 V bis 3,4 V, Blau 2,7 V bis 3,4 V. Die dominante Wellenlänge (λD) variiert je nach Farbe: Rot 617-628 nm, Grün 520-545 nm, Blau 460-475 nm. Die spektrale Strahlungsbandbreite (Δλ) beträgt 24 nm für Rot, 38 nm für Grün und 30 nm für Blau, was eine gesättigte Farbreinheit ermöglicht. Die Lichtstärkewerte (IV) bei 20 mA umfassen Minimum, Durchschnitt und Maximum: Rot min 1000 mcd, avg 1500 mcd, max 2250 mcd; Grün min 2300 mcd, avg 3500 mcd, max 5200 mcd; Blau min 350 mcd, avg 520 mcd, max 780 mcd. Der Abstrahlwinkel (2θ1/2) beträgt 70-80° für Rot, 60-70° für Grün und 75-85° für Blau, was eine breite Abdeckung gewährleistet.

2.2 Absolute Maximalbewertungen

Bei Ts=25°C gewährleisten die maximalen Bewertungen einen sicheren Betrieb unter extremen Bedingungen: Maximaler Vorwärtsstrom (IF): Rot 25 mA, Grün 20 mA, Blau 20 mA; Spitzenvorwärtsstrom (IFP) 80 mA für alle Farben bei einem Tastverhältnis von 1/10 und einer Pulsbreite von 0,1 ms. Die Sperrspannung (VR) beträgt 5 V. Betriebstemperaturbereich von -30°C bis +85°C, Lagertemperatur von -40°C bis +100°C. Grenzwerte der Verlustleistung (PD): Rot 60 mW, Grün 68 mW, Blau 68 mW. Spannungsfestigkeit gegen elektrostatische Entladung (ESD) (HBM) 1000 V. Es ist darauf zu achten, diese Werte nicht zu überschreiten, um dauerhafte Schäden zu vermeiden.

2.3 Thermische Eigenschaften

Die Leistung der LED ist temperaturabhängig. Die Vorwärtsspannung nimmt mit steigender Temperatur ab, während die Lichtstärke sinkt. Bei hohen Umgebungstemperaturen ist eine Herabsetzung des Vorwärtsstroms erforderlich, um die Sperrschichttemperatur sicher zu halten. Das empfohlene Lötprofil gewährleistet zuverlässige Lötverbindungen ohne thermische Belastung. Für den Langzeitbetrieb sollte die Oberflächentemperatur der LED unter 55°C und die Löttemperatur unter 75°C gehalten werden, um optimale Helligkeit und Lebensdauer zu erhalten.

3. Binning-System

Die LED wird basierend auf Lichtstärke (IV), Vorwärtsspannung (VF) und dominanter Wellenlänge (Wd) in Bins sortiert. Das Binning gewährleistet Konsistenz über Chargen hinweg für eine gleichmäßige Displayleistung. Das Etikett enthält Bin-Codes, die die spezifische Intensität, Spannung, Wellenlänge und Vorwärtsstromklasse identifizieren. Kunden können je nach Anwendungsanforderungen geeignete Bins auswählen. Die detaillierten Binning-Daten sind auf dem Produktetikett jeder Rolle angegeben.

4. Analyse der Leistungskurven

4.1 Vorwärtsspannung vs. Vorwärtsstrom

Die typischen Kurven zeigen, dass mit steigender Vorwärtsspannung der Vorwärtsstrom exponentiell ansteigt. Bei 2,0 V beträgt der Rotstrom ~10 mA; bei 2,4 V erreicht er 20 mA. Grün und Blau haben höhere Spannungsschwellen. Diese Kurven helfen Entwicklern, geeignete Ansteuerbedingungen einzustellen und die Verlustleistung zu berechnen.

4.2 Vorwärtsstrom vs. relative Lichtstärke

Die relative Intensität steigt nahezu linear mit dem Vorwärtsstrom bis zu 30 mA für Rot und 20 mA für Grün/Blau. Der Betrieb bei niedrigeren Strömen verlängert die Lebensdauer und reduziert die Wärme, während höhere Ströme die Helligkeit erhöhen, aber innerhalb der absoluten Maximalwerte bleiben müssen.

4.3 Lichtstärke vs. Umgebungstemperatur

Die Intensität nimmt mit steigender Temperatur ab: bei 85°C fällt die relative Intensität auf etwa 0,6 für Rot und 0,5 für Grün/Blau im Vergleich zu 25°C. Das Wärmemanagement ist in dichten Arrays entscheidend.

4.4 Löttemperatur vs. Vorwärtsstrom-Herabsetzung

Oberhalb von 25°C muss der zulässige Vorwärtsstrom reduziert werden. Bei 85°C kann Rot 18 mA vertragen, Grün/Blau 15 mA. Diese Herabsetzung verhindert Überhitzung und gewährleistet Zuverlässigkeit.

4.5 Spektrale Verteilung

Die spektralen Kurven zeigen schmale Emissionsspitzen: Rot bei ~625 nm, Grün bei ~530 nm, Blau bei ~465 nm. Die schmalen Bandbreiten tragen zu hoher Farbreinheit und Sättigung bei, die für lebendige Displays unerlässlich sind.

4.6 Abstrahlwinkel

Die Richtcharakteristiken (X-X und Y-Y) zeigen eine breite Winkelabdeckung. Bei ±45° bleibt die relative Intensität für alle Farben über 70%, was eine gleichmäßige Lichtverteilung über die Betrachtungswinkel gewährleistet.

5. Mechanische und Verpackungsinformationen

5.1 Gehäuseabmessungen

Die LED misst 2,8 mm (Länge) x 2,7 mm (Breite) x 3,0 mm (Höhe). Die Toleranzen betragen ±0,1 mm, sofern nicht anders angegeben. Die Unterseite zeigt sechs Pads: 1R+, 2R-, 3G+, 4G-, 5B+, 6B-. Die Polarität ist deutlich gekennzeichnet. Empfohlene Lötmuster entsprechen dem Pad-Layout.

5.2 Gurtband und Rolle

Die Komponenten sind in Gurtband verpackt mit Abmessungen: Teilung 4 mm, Breite 8 mm, Kavitätsgröße 3,0 mm x 2,8 mm x 1,1 mm. Rollenaußendurchmesser 330,2 mm, Nenndurchmesser 79,5 mm, mit spezifischen Toleranzen. Jede Rolle enthält 2000 Stück.

5.3 Etikettenspezifikation

Das Etikett auf jeder Rolle enthält Teilenummer, Chargennummer, Bin-Code (IV, VF, Wd, IF), Menge und Datumscode. Dies ermöglicht Rückverfolgbarkeit und stellt die korrekte Bin-Auswahl sicher.

5.4 Feuchtigkeitsbeständige Verpackung

Zum Schutz vor Feuchtigkeit wird die LED in einem antistatischen, feuchtigkeitsbeständigen Aluminiumbeutel mit Trockenmittel und einer Feuchtigkeitsindikatorkarte versiegelt. Wenn der Indikator eine Feuchtigkeit ≥30% anzeigt, ist vor der Verwendung ein Backen erforderlich.

5.5 Karton

Die Rollen werden für den Transport in robusten Kartons verpackt. Die Kartonabmessungen sind nicht spezifiziert, aber so ausgelegt, dass Schäden vermieden werden.

6. Löt- und Montageleitfaden

6.1 Reflow-Lötprofil

Das empfohlene Reflow-Löten folgt einem standardmäßigen bleifreien Profil: Vorheizen von 150°C bis 200°C für 60-120 Sekunden, Aufheizrate ≤4°C/s auf Spitzentemperatur 250°C (max), Zeit über 217°C (TL) nicht mehr als 60 Sekunden, Abkühlrate ≤6°C/s. Es ist nur ein Reflow erlaubt. Verwenden Sie mitteltemperaturfähiges Lötzinn. Während des Erhitzens keine mechanische Belastung ausüben. Nach dem Löten das Produkt vor der Handhabung auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

6.2 Lötkolben

Wenn Handlöten erforderlich ist, halten Sie die Lötkolbentemperatur unter 300°C und die Kontaktzeit unter 3 Sekunden. Es ist nur ein Handlötvorgang erlaubt.

6.3 Reparatur

Reparaturen nach dem Löten sollten vermieden werden. Wenn unvermeidbar, verwenden Sie einen Doppelspitzen-Lötkolben und überprüfen Sie vorher, dass die Eigenschaften der LED nicht beschädigt werden.

6.4 Reinigung

Bevorzugen Sie No-Clean-Lötzinn; falls Reinigung erforderlich ist, verwenden Sie Isopropylalkohol (IPA). Keine Ultraschallreinigung verwenden. Testen Sie jedes alternative Lösungsmittel vorher, um sicherzustellen, dass die LED nicht beschädigt wird.

6.5 Lagerungs- und Handhabungshinweise

Ungeöffnete Verpackungen haben eine Haltbarkeit von einem Jahr bei Lagerung bei ≤30°C und ≤60% relativer Feuchtigkeit. Nach dem Öffnen innerhalb von 24 Stunden löten oder bei ≤30°C und ≤10% relativer Feuchtigkeit lagern. Gebackener Zustand: 65±5°C für 24 Stunden (falls Feuchtigkeitsindikator ≥30% oder Haltbarkeit überschritten). Für längere Lagerung (2-6 Monate oder >6 Monate) jeweils 24h bzw. 48h backen. Tragen Sie stets antistatische Armbänder und stellen Sie die Erdung der Geräte sicher. Vermeiden Sie direkten Kontakt mit der Epoxidoberfläche, um innere Schaltkreise zu schützen.

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

Standardverpackung: 2000 Stück pro Rolle. Gurtband- und Rollenabmessungen entsprechen den EIA-Spezifikationen. Das Etikett enthält Teilenummer, Chargennummer, Menge und Bin-Informationen. Bestellungen sollten bei Bedarf die erforderlichen Bin-Codes für Intensität, Spannung und Wellenlänge angeben. Mindestbestellmenge kann gelten.

8. Anwendungshinweise

Diese LED eignet sich für farbige Außenvideobildschirme, bei denen hohe Helligkeit und Kontrast erforderlich sind. Die matte Oberfläche reduziert Reflexionen und verbessert die Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung. Für die Innen-Dekorationsbeleuchtung sorgt der große Abstrahlwinkel für eine gleichmäßige Ausleuchtung. In Vergnügungsanwendungen ermöglicht die IPX6-Klasse die Exposition gegenüber Regen und Spritzwasser. Entwickler sollten für eine ausreichende Wärmeableitung sorgen, insbesondere in dichten Arrays, um die Oberflächentemperatur unter 55°C zu halten. Verwenden Sie Konstantstromtreiber, um eine stabile Helligkeit zu gewährleisten. Ein Sperrspannungsschutz wird empfohlen: Die LED kann bis zu 5 V Sperrspannung vertragen, aber eine längere Sperrvorspannung kann zu Schäden führen. Aus Sicherheitsgründen sollte die Sperrspannung im Schaltungsdesign unter 10 V gehalten werden.

9. Technischer Vergleich

Im Vergleich zu standardmäßigen glänzenden Vollfarb-LEDs bietet diese matte Version einen höheren Kontrast und weniger Blendung, was sie für hochwertige Videowände überlegen macht. Die schmalen Wellenlängen-Bins (z.B. Rot 617-628 nm) liefern gesättigtere Rottöne als Wettbewerber mit breiteren Bins. Die hohe Lichtstärke (bis zu 5200 mcd bei Grün) ermöglicht einen geringeren Stromverbrauch bei gleicher Bildschirmhelligkeit. Die IPX6-Klasse ist ein deutlicher Vorteil für Außenanwendungen, während viele gleichwertige Produkte nur IPX4 oder keine Wasserbeständigkeit bieten. MSL 5a erlaubt eine längere Standzeit (24 Stunden) im Vergleich zu MSL 2a (72 Stunden), erfordert jedoch eine sorgfältige Feuchtigkeitskontrolle; dies ist ein Kompromiss für eine höhere Feuchtigkeitsempfindlichkeit.

10. Häufig gestellte Fragen

F: Kann ich die LED dauerhaft mit 30 mA betreiben?Nein, der maximale Vorwärtsstrom beträgt 25 mA für Rot und 20 mA für Grün/Blau. Ein dauerhafter Betrieb über diesen Werten führt zu Schäden an der LED.

F: Wie hoch ist die typische Lebensdauer?Das Datenblatt gibt keine genaue Lebensdauer an, aber basierend auf Zuverlässigkeitstests (1000 Stunden bei 85°C/85% relative Feuchtigkeit, thermischer Schock usw.) ist die LED für eine lange Lebensdauer ausgelegt (>50.000 Stunden unter empfohlenen Bedingungen).

F: Ist die LED für Vollfarb-Video mit hohen Bildwiederholraten geeignet?1 μs) macht sie ideal für PWM-Dimmung bis zu mehreren kHz.<1 μs) macht sie ideal für PWM-Dimmung bis zu mehreren kHz.

F: Wie interpretiere ich den Bin-Code auf dem Etikett?Der Bin-Code enthält vier Parameter: IV (Lichtstärkebereich), VF (Vorwärtsspannungsbereich), Wd (dominante Wellenlänge) und IF (Teststrom). Verwenden Sie diese Informationen, um LEDs für ein gleichmäßiges Display zu paaren.

F: Kann ich zweimal reflowlöten?Nein, es ist nur ein Reflow-Lötvorgang erlaubt. Doppelter Reflow kann zu Chip-Anbindungsfehlern oder Bonddrahtverschlechterung führen.

11. Fallstudie: Außen-LED-Bildschirm mit diesem Bauteil

Ein Hersteller entwickelte einen P6-Außen-Vollfarb-LED-Bildschirm unter Verwendung von 8x8-Matrixmodulen dieser LED. Die matte Oberfläche minimierte die Sonnenlichtreflexion und erreichte eine Helligkeit von 5000 Nits bei gutem Kontrast. Die IPX6-Klasse ermöglichte den Betrieb bei Regen ohne zusätzliche Vergussmasse. Nach 2000 Stunden beschleunigtem Lebensdauertest bei 55°C Umgebungstemperatur betrug der durchschnittliche Intensitätsabfall weniger als 15%, was die Zuverlässigkeit bestätigt. Die schmalen Wellenlängen-Bins sorgten für konsistente Farben über den gesamten Bildschirm.

12. Funktionsprinzip

Diese LED ist ein Halbleiterbauelement basierend auf der pn-Übergangselektrolumineszenz. Jeder Farbchip (Rot: AlInGaP oder GaAsP, Grün/Blau: InGaN) emittiert Licht, wenn er in Vorwärtsrichtung vorgespannt wird. Die Wellenlänge wird durch die Bandlücke des Halbleitermaterials bestimmt. Rot verwendet eine direkte Bandlückenlegierung mit niedrigerer Energie, während Grün und Blau Indiumgalliumnitrid mit höherer Energie verwenden. Die matte Oberfläche wird durch eine Oberflächenbehandlung erreicht, die das Licht diffus macht, die Blendung reduziert, ohne signifikanten Wirkungsgradverlust. Das Gehäusedesign integriert einen Reflektorbecher und eine klare Epoxidlinse (mattes Finish), die auch mechanischen Schutz und Feuchtigkeitsbeständigkeit bietet.

13. Entwicklungstrends

Der Branchentrend für Vollfarb-LEDs geht hin zu kleineren Gehäusen mit höherer Pixeldichte (z.B. 2,0x2,0 mm für 4K-Bildschirme), höherer Helligkeit pro Chip (Erreichen von >10.000 mcd für Grün) und verbesserter Wetterbeständigkeit (IPX8). Dieses 2,8x2,7x3,0 mm Gehäuse repräsentiert eine ausgereifte Größe, die eine ausgewogene Kombination aus Lötbarkeit und optischer Leistung bietet. Zukünftige Entwicklungen könnten sich auf schmalere Wellenlängen-Bins für eine bessere Farbraumabdeckung (z.B. DCI-P3) und besseres Wärmemanagement konzentrieren, um höhere Treiberströme ohne vorzeitige Alterung zu ermöglichen. Die Verwendung von Silikonverguss anstelle von Epoxidharz nimmt ebenfalls zu, um eine höhere Zuverlässigkeit in extremen Umgebungen zu gewährleisten.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.