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LTR-S320-DB-L Phototransistor Datenblatt - EIA-Gehäuse - 940nm Spitzenempfindlichkeit - Technisches Dokument

Vollständiges technisches Datenblatt für den LTR-S320-DB-L Infrarot-Phototransistor mit 940nm Spitzenempfindlichkeit, EIA-Standardgehäuse und RoHS-Konformität.
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PDF-Dokumentendeckel - LTR-S320-DB-L Phototransistor Datenblatt - EIA-Gehäuse - 940nm Spitzenempfindlichkeit - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Der LTR-S320-DB-L ist ein leistungsstarker Silizium-NPN-Phototransistor, der für Infrarot-Erkennungsanwendungen konzipiert ist. Diese Komponente ist für die Detektion von Licht im nahen Infrarotspektrum optimiert, mit einer Spitzenempfindlichkeit bei 940nm. Dies macht ihn geeignet für eine Vielzahl von Fernbedienungssystemen, Objekterkennung und industriellen Automatisierungsaufgaben. Seine Hauptfunktion ist die Umwandlung von einfallendem Infrarotlicht in einen entsprechenden elektrischen Strom.

Das Bauteil ist in einem standardkonformen EIA-Gehäuse mit einer schwarzen Tageslicht-Sperr-Kunststofflinse untergebracht. Diese Linse filtert sichtbares Umgebungslicht effektiv heraus, reduziert Rauschen und Fehlauslösungen signifikant und verbessert so das Signal-Rausch-Verhältnis bei Hintergrundbeleuchtung. Das Gehäuse ist für die Kompatibilität mit hochvolumigen, automatisierten Bestückungsprozessen ausgelegt, einschließlich Tape-and-Reel-Zuführung und Infrarot-Reflow-Lötung, und entspricht damit modernen Fertigungsanforderungen.

Als RoHS-konformes und bleifreies (Pb-freies) "Green Product" erfüllt es zeitgemäße Umweltstandards. Die Kombination aus spektralem Ansprechverhalten, Gehäusedesign und Fertigungskompatibilität macht ihn zu einer zuverlässigen und vielseitigen Lösung für kosten- und leistungssensible Infrarot-Erkennungsschaltungen.

2. Technische Parameter: Detaillierte objektive Interpretation

Alle elektrischen und optischen Kenngrößen sind bei einer Umgebungstemperatur (TA) von 25°C spezifiziert und bieten eine standardisierte Basis für die Leistungsbewertung.

2.1 Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Belastungsgrenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden am Bauteil auftreten können. Ein Betrieb unter oder an diesen Grenzen ist nicht garantiert und sollte im Schaltungsentwurf vermieden werden.

2.2 Elektrische & Optische Kenngrößen

Diese Parameter definieren die Leistung des Bauteils unter spezifischen Testbedingungen.

3. Kennlinienanalyse

Das Datenblatt verweist auf typische Kennlinien, die visuelle Einblicke in das Bauteilverhalten unter variierenden Bedingungen geben. Obwohl die spezifischen Graphen im Text nicht reproduziert sind, werden ihre typischen Implikationen unten analysiert.

3.1 IV (Strom-Spannungs-) Kennlinien

Eine Kurvenschar, die den Kollektorstrom (IC) über die Kollektor-Emitter-Spannung (VCE) für verschiedene Stufen der einfallenden Bestrahlungsstärke (Ee) aufträgt. Diese Kurven zeigen typischerweise, dass für eine feste Bestrahlungsstärke ICmit VCEansteigt, bis ein Sättigungsbereich erreicht wird. Höhere Bestrahlungsstärken verschieben die Kurven nach oben, was einen größeren Fotostrom anzeigt. Die Steigung im aktiven Bereich steht in Beziehung zur Ausgangsleitfähigkeit des Bauteils.

3.2 Relative Empfindlichkeit vs. Wellenlänge

Diese Kurve stellt die spektrale Empfindlichkeit grafisch dar, mit einem Maximum bei 940nm und einem Abfall zu 750nm und 1100nm hin (den λ0.5-Punkten). Sie ist wesentlich für die Auswahl eines passenden IR-Emitters zur Paarung mit dem Detektor und für die Bewertung des Einflusses von Umgebungslichtquellen mit unterschiedlichen Spektren.

3.3 Temperaturabhängigkeit

Die Kurven zeigen wahrscheinlich die Variation von Schlüsselparametern wie Dunkelstrom (ID) und Fotostrom mit der Umgebungstemperatur. Der Dunkelstrom steigt typischerweise exponentiell mit der Temperatur (verdoppelt sich etwa alle 10°C), was eine bedeutende Rauschquelle in Hochtemperaturanwendungen sein kann. Der Fotostrom kann auch einen leichten negativen Temperaturkoeffizienten aufweisen.

4. Mechanische & Gehäuseinformationen

4.1 Gehäuseabmessungen

Das Bauteil entspricht einer standardisierten EIA-Gehäuseform. Alle Abmessungen sind in Millimetern mit einer Standardtoleranz von ±0,10 mm angegeben, sofern nicht anders spezifiziert. Das Gehäuse verfügt über eine schwarze, tageslichtsperrende Kunststofflinse, die über den Siliziumchip geformt ist.

4.2 Polaritätskennzeichnung & Pinbelegung

Der Phototransistor ist ein 2-poliges Bauteil. Die Pinbelegung ist für solche Gehäuse standardisiert: Der Kollektor ist typischerweise mit dem Gehäuse oder dem längeren Anschluss (falls zutreffend) verbunden, während der Emitter der andere Pin ist. Das Diagramm im Datenblatt liefert die definitive Identifikation. Die korrekte Polarität ist für den ordnungsgemäßen Schaltungsbetrieb wesentlich.

4.3 Vorgeschlagenes Lötpad-Layout

Ein empfohlenes Land Pattern (Footprint) für das Leiterplattendesign wird bereitgestellt, um zuverlässige Lötstellenbildung während des Reflow-Prozesses zu gewährleisten. Die Einhaltung dieser Abmessungen hilft, Tombstoning, Fehlausrichtung oder unzureichende Lötfilets zu verhindern.

5. Löt- & Bestückungsrichtlinien

5.1 Reflow-Lötprofil

Eine detaillierte Empfehlung für ein Infrarot-Reflow-Profil, das für bleifreie (Pb-freie) Lötprozesse geeignet ist, wird bereitgestellt. Schlüsselparameter umfassen:

Das Profil basiert auf JEDEC-Standards, um die Gehäuseintegrität zu gewährleisten. Ingenieure müssen das Profil für ihr spezifisches Leiterplattendesign, die Komponenten und die Lötpaste charakterisieren.

5.2 Handlötung

Falls Handlötung notwendig ist, sollte die Lötspitzentemperatur 300°C nicht überschreiten und die Lötzeit pro Anschluss auf maximal 3 Sekunden begrenzt werden. Es wird nur ein Handlötzyklus empfohlen, um thermische Belastung zu vermeiden.

5.3 Reinigung

Es sollten nur spezifizierte Reinigungsmittel verwendet werden. Isopropylalkohol (IPA) oder Ethylalkohol werden empfohlen. Das Bauteil sollte bei Raumtemperatur für weniger als eine Minute eingetaucht werden. Nicht spezifizierte chemische Flüssigkeiten können das Gehäusematerial beschädigen.

5.4 Lagerbedingungen

Versiegelte Verpackung (Feuchtigkeitssperrbeutel):Lagern bei ≤30°C und ≤90% rF. Die Bauteile sind für die Verwendung innerhalb eines Jahres ab dem Versiegelungsdatum des Beutels ausgelegt.

Geöffnete Verpackung:Lagern bei ≤30°C und ≤60% rF. Bauteile sollten innerhalb einer Woche (168 Stunden) reflow-gelötet werden. Für längere Lagerung außerhalb des Originalbeutels müssen sie in einem versiegelten Behälter mit Trockenmittel oder in einem Stickstoff-Exsikkator gelagert werden. Bauteile, die länger als eine Woche gelagert wurden, sollten vor dem Löten bei etwa 60°C für mindestens 20 Stunden getrocknet (gebaked) werden, um aufgenommene Feuchtigkeit zu entfernen und "Popcorning" während des Reflow zu verhindern.

6. Verpackungs- & Bestellinformationen

6.1 Tape-and-Reel Spezifikationen

Das Bauteil wird in 8mm Trägerband auf 7-Zoll (178mm) Durchmesser Spulen geliefert, kompatibel mit Standard-Automatikbestückungsgeräten.

7. Anwendungsvorschläge

7.1 Typische Anwendungsszenarien

7.2 Schaltungsentwurfsüberlegungen

Ansteuerungsmethode:Der Phototransistor ist ein stromausgebendes Bauteil. Für konsistente Leistung, insbesondere wenn mehrere Bauteile parallel verwendet werden, wird dringend empfohlen, einen strombegrenzenden Widerstand in Reihe mit jedem Phototransistor zu verwenden (Schaltungsmodell A im Datenblatt).

Schaltungsmodell A (Empfohlen):Jeder Phototransistor hat seinen eigenen Vorwiderstand, der mit der Versorgungsspannung verbunden ist. Dies stellt sicher, dass jedes Bauteil an einem definierten Arbeitspunkt arbeitet, kompensiert geringfügige Variationen in den Strom-Spannungs-(I-V-)Kennlinien und verhindert, dass ein Bauteil den gesamten Strom "aufnimmt" (Current Hogging).

Schaltungsmodell B (Für Parallelbetrieb nicht empfohlen):Mehrere Phototransistoren sind direkt parallel an einen einzigen gemeinsamen Widerstand angeschlossen. Aufgrund natürlicher Schwankungen in der I-V-Kurve einzelner Komponenten kann ein Bauteil mehr Strom ziehen als andere, was zu ungleichmäßiger Helligkeit oder Empfindlichkeit in Detektionsanwendungen führt.

Vorspannung:Das Bauteil wird typischerweise in einer Emitterschaltung mit einem Pull-up-Widerstand am Kollektor verwendet. Der Wert dieses Lastwiderstands (RL) beeinflusst sowohl den Ausgangsspannungshub als auch die Ansprechgeschwindigkeit (über die RC-Zeitkonstante, gebildet mit der Bauteilkapazität). Ein kleinerer RLergibt eine schnellere Ansprechzeit, aber eine kleinere Ausgangsspannungsänderung.

Störfestigkeit:Die schwarze Tageslicht-Sperrlinse bietet eine ausgezeichnete Unterdrückung von sichtbarem Licht. Für hochrauschbehaftete Umgebungen (z.B. mit Leuchtstofflampen oder Sonnenlicht) kann jedoch zusätzliche elektrische Filterung (z.B. ein Kondensator parallel zum Lastwiderstand oder ein Hardware-/Software-Entprellalgorithmus) notwendig sein, um modulierte Störungen zu unterdrücken.

8. Technischer Vergleich & Differenzierung

Im Vergleich zu einer einfachen Fotodiode bietet ein Phototransistor eine interne Stromverstärkung (die Transistor-Stromverstärkung β), was zu einem viel höheren Ausgangsstrom bei gleichem Lichteinfall führt. Dies erleichtert die direkte Anbindung an Logikschaltungen oder Mikrocontroller, ohne eine nachfolgende Verstärkerstufe zu benötigen, vereinfacht das Design und reduziert die Bauteilanzahl.

Diese Verstärkung geht jedoch auf Kosten von langsameren Ansprechzeiten (typischerweise zehn bis hundert Nanosekunden für Phototransistoren vs. Nanosekunden für Fotodioden) und potenziell höherer Kapazität. Für sehr hochfrequente Anwendungen (z.B. >1 MHz Modulation) könnte eine Fotodiode mit einem externen Transimpedanzverstärker die bessere Wahl sein.

Die Hauptunterscheidungsmerkmale des LTR-S320-DB-L innerhalb der Phototransistor-Kategorie sind sein standardisiertes EIA-Gehäuse für einfache Fertigung, die spezifische 940nm-Spektralabstimmung, die integrierte Tageslichtfilterlinse und seine Eignung für bleifreie Reflow-Prozesse.

9. Häufig gestellte Fragen (Basierend auf technischen Parametern)

9.1 Welchen Zweck hat die "Tageslicht-Sperr" Linse?

Die schwarze Kunststofflinse ist so dotiert, dass sie für sichtbares Licht undurchlässig, aber für Infrarotwellenlängen um 940nm transparent ist. Dies reduziert den durch Umgebungsraumlicht, Sonnenlicht oder andere sichtbare Quellen erzeugten Fotostrom drastisch, minimiert Fehlauslösungen und verbessert die Zuverlässigkeit der IR-Signalerfassung.

9.2 Kann ich diesen mit einer 850nm IR-LED verwenden?

Ja, aber mit reduzierter Effizienz. Die spektrale Empfindlichkeitskurve des Bauteils zeigt eine signifikante Empfindlichkeit bei 850nm (innerhalb der 750-1100nm Bandbreite), aber nicht am Maximum (940nm). Das Ausgangssignal wird schwächer sein im Vergleich zur Verwendung einer passenden 940nm-Quelle. Für optimale Leistung und maximale Reichweite wird die Paarung mit einer 940nm-Quelle empfohlen.

9.3 Wie berechne ich den passenden Vorwiderstandswert?

Der Widerstandswert hängt vom gewünschten Betriebsstrom und der Versorgungsspannung (VCC) ab. Unter einer spezifischen Bestrahlungsstärke verhält sich der Phototransistor wie eine Stromquelle. Mit dem Ohmschen Gesetz: R = (VCC- VCE(sat)) / IC. VCE(sat)ist die Sättigungsspannung (typischerweise einige hundert mV bei moderaten Strömen). ICist der gewünschte Kollektorstrom, der aus dem ISC-Parameter und dem erwarteten Lichtpegel abgeschätzt werden kann. Beginnen Sie mit dem typischen ISC-Wert (1,8 µA bei 0,5 mW/cm²) und skalieren Sie ihn basierend auf der Bestrahlungsstärke Ihrer Anwendung. Wählen Sie R, um den Arbeitspunkt in der gewünschten Region der IV-Kurve einzustellen.

9.4 Warum ist ein Trocknen (Baking) erforderlich, wenn die Bauteile außerhalb der Verpackung gelagert wurden?

Kunststoffgehäuse können Feuchtigkeit aus der Atmosphäre aufnehmen. Während des Hochtemperatur-Reflow-Lötprozesses kann diese eingeschlossene Feuchtigkeit schnell verdampfen und einen hohen Innendruck erzeugen. Dies kann zu einer Delamination des Gehäuses vom Chip ("Popcorning") oder zu internen Rissen führen, was zu sofortigen oder latenten Ausfällen führt. Das Trocknen treibt diese aufgenommene Feuchtigkeit aus und macht die Bauteile für den Reflow-Prozess sicher.

10. Funktionsprinzip

Ein Phototransistor ist im Wesentlichen ein bipolarer Transistor (BJT), bei dem der Basisstrom durch Licht anstelle einer elektrischen Verbindung erzeugt wird. Einfallende Photonen mit einer Energie größer als die Bandlücke des Siliziums erzeugen Elektron-Loch-Paare im Basis-Kollektor-Übergangsbereich. Diese Ladungsträger werden durch das interne elektrische Feld abgesaugt und erzeugen einen Fotostrom, der als Basisstrom (IB) wirkt. Dieser photogenerierte Basisstrom wird dann durch die Stromverstärkung des Transistors (hFEoder β) verstärkt, was zu einem viel größeren Kollektorstrom führt (IC= β * IB). Der Ausgang wird vom Kollektoranschluss genommen, während der Emitter geerdet ist. Das Fehlen eines physischen Basisanschlusses ist ein übliches Merkmal, obwohl einige Phototransistoren einen Basisanschluss zur Vorspannungssteuerung oder Geschwindigkeitsoptimierung enthalten.

11. Entwicklungstrends

Das Feld der Fotodetektion entwickelt sich ständig weiter. Trends, die für Bauteile wie den LTR-S320-DB-L relevant sind, umfassen:

Während diskrete Phototransistoren aufgrund ihrer Einfachheit und Kosteneffektivität für viele Anwendungen entscheidend bleiben, deuten diese Trends auf anspruchsvollere und anwendungsspezifischere Lösungen in der Zukunft hin.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.